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Wagner, Richard · opera

Rienzi

Rienzi Wagner, Richard · opera
Wagner, Richard

Rienzi

Full Libretto
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ERSTER AKT
Nr. 1 - Introduktion
Eine Strasse Roms, welche im Hintergrunde durch die Lateran-Kirche begrenzt wird; im Vordergrunde rechts das Haus Rienzis. Es ist Nacht.
Orsini mit 6-8 seiner Anhänger vor dem Hause des Rienzi.
ORSINI
Hierhiːɐ̯
ist's
,
hierhiːɐ̯
ist's
!
Frischfʁɪʃ
aufaʊ̯f
,
ihriːɐ̯
Freundeˈfʁɔɪ̯ndə
.
Zumt͡sʊm
Fensterˈfɛnstɐ
legtleːkt
diedaɪ
Leiterˈlaɪ̯tɐ
einaɪ̯n
!
Zwei Nobili legen eine Leiter an das Haus und steigen durch das geöffnete Fenster ein.
ORSINI
Dasdas
schönsteˈʃøːnstə
Mädchenˈmeːtçən
Romsʁoːms
seizaɪ̯
meinmaɪ̯n
;
ihriːɐ̯
solltzɔlt
michmɪç
lobenˈloːbm̩
,
ichɪç
versteh's
.
Die beiden Nobili bringen Irene aus dem Hause.
IRENE
Zut͡suː
Hilfeˈhɪlfə
!
Zut͡suː
Hilfeˈhɪlfə
!
O
Gottɡɔt
!
ORSINI
Haha
,
welcheˈvɛlçə
lustigeˈlʊstɪɡə
Entführungɛntˈfyːʁʊŋ
ausaʊ̯s
desdɛs
Plebejerspleˈbeːjɐs
Haushaʊ̯s
!
IRENE
Barbarenbaʁˈbaːʁən
!
Wagtvaːkt
ihriːɐ̯
solcheˈzɔlçə
Schmachʃmaːx
?
ORSINI
Nurnuːɐ̯
nichtnɪçt
gesperrtɡəˈʃpɛʁt
,
duduː
hübschesˈhʏpʃəs
Kindkɪnt
,
duduː
siehstziːst
,
derdeːɐ̯
Freierˈfʁaɪ̯ɐ
sindzɪnt
sehrzeːɐ̯
vielfiːl
!
Sozoː
kommkɔm
dochdɔx
,
Närrchen
,
seizaɪ̯
nichtnɪçt
bösbøːs
,
deindaɪ̯n
Schad'
ist's
nichtnɪçt
,
kennstkɛnst
duduː
michmɪç
ersteːɐ̯st
.
IRENE
Werveːɐ̯
rettetˈʁɛtət
michmɪç
?
DIE ORSINI
Hahahaˈha
,
sieziː
istɪst
schönʃøːn
!
Nurnuːɐ̯
fortfoːɐ̯
insɪns
Gemachɡəˈmaːx
!
Sie schleppen Irene fort. Colonna mit 8 seiner Anhänger tritt ihnen entgegen und treibt sie zurück.
COLONNA
Orsini
ist's
!
-
Ziehtt͡siːt
fürfyːɐ̯
Colonna
!
ORSINI
Haha
,
diedaɪ
Colonna
!
-
Ziehtt͡siːt
fürfyːɐ̯
Orsini
!
COLONNA
Colonna
hochhoːx
!
ORSINI
Orsini
hochhoːx
!
COLONNA
Nehmtneːmt
euchɔɪ̯ç
dasdas
Mädchenˈmeːtçən
!
ORSINI
Haltetˈhaltət
sieziː
festfɛst
!
Sie kämpfen. Adriano kommt mit Gewaffneten.
ADRIANO
Wasvas
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
Streitʃtʁaɪ̯t
?
-
Aufaʊ̯f
,
fürfyːɐ̯
Colonna
!
Neuer Kampf.
ADRIANO
Wasvas
seh'
ichɪç
?
Gottɡɔt
!
Dasdas
istɪst
Ireneˌiˈʁeːnə
!
Lasstlast
losloːs
!
Ichɪç
schützeˈʃʏt͡sə
diesesˈdiːzəs
Weibvaɪ̯p
!
Er bricht sich Bahn zu Irene und befreit sie.
COLONNA
Haha
bravbʁaːf
,
meinmaɪ̯n
Sohnzoːn
!
Sieziː
seizaɪ̯
fürfyːɐ̯
dichdɪç
!
ADRIANO
Rührtʁyːɐ̯t
sieziː
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
!
Meinmaɪ̯n
Blutbluːt
fürfyːɐ̯
sieziː
!
ORSINI
Ereːɐ̯
spieltʃpiːlt
fürwahrfyːɐ̯ˈvaːɐ̯
dendeːn
Narrenˈnaʁən
gutɡuːt
!
Dochdɔx
diesmalˈdiːsmaːl
istɪst
sieziː
nochnɔx
fürfyːɐ̯
michmɪç
!
Er greift Adriano an.
zu den Seinigen
COLONNA
Nunnuːn
,
sehtzeːt
nichtnɪçt
zut͡suː
!
Schlagtʃlaːkt
losloːs
!
Colonna
!
Neuer Kampf. Der Lärm hat allmählich eine starke Anzahl Volkes versammelt.
VOLK
Haha
,
welcherˈvɛlçɐ
Lärmlɛʁm
!
Lasstlast
abaːbeː
vomfɔm
Kampfkamp͡f
!
ORSINI
Dasdas
fehlteˈfeːltə
nochnɔx
!
COLONNA
Schlagtʃlaːkt
allesˈaləs
niederˈniːdɐ
!
Das Volk greift zu Steinen und Stöcken.
VOLK
Niederˈniːdɐ
mitmɪt
Colonna
!
Niederˈniːdɐ
mitmɪt
Orsini
!
Allgemeiner Streit. Der Kardinal kommt mit Gefolge.
KARDINAL
Verwegne
!
Lassetˈlasət
abaːbeː
vomfɔm
Streitʃtʁaɪ̯t
!
Zurt͡suːɐ̯
Ruheˈʁuːə
ruf'
ichɪç
,
derdeːɐ̯
Legatleˈɡaːt
.
COLONNA
Herrhɛʁ
Kardinalˌkaʁdiˈnaːl
,
gehtɡeːt
iniˈʔɛn
diedaɪ
Kircheˈkɪʁçə
,
undʊnt
lasstlast
diedaɪ
Strasseˈʃtʁasə
nunnuːn
fürfyːɐ̯
unsʊns
!
KARDINAL
Haha
,
welcheˈvɛlçə
Frechheitˈfʁɛçhaɪ̯t
!
ORSINI
Lestleːst
diedaɪ
Messeˈmɛsə
!
Machtmaxt
Euchɔɪ̯ç
vonfɔn
hinnenˈhɪnən
!
KARDINAL
Unverschämteˈʊnfɛɐ̯ˌʃɛːmtə
!
Ichɪç
,
derdeːɐ̯
Legatleˈɡaːt
desdɛs
Heil'gen
Vatersˈfaːtɐs
!
COLONNA
Fortfoːɐ̯
,
heil'ger
Rotrock
!
VOLK
Hörthøːɐ̯t
diedaɪ
Lästrer
!
NOBILI
Drauflosdʁaʊ̯fˈloːs
!
Machtmaxt
Platzplat͡s
,
Herrhɛʁ
Kardinalˌkaʁdiˈnaːl
!
Erneut heftiger Kampf. Der Kardinal kommt ins Gedränge, das Volk beschützt ihn.
Rienzi kommt mit Baroncelli und Cecco.
RIENZI
Zurt͡suːɐ̯
Ruheˈʁuːə
!
-
zum Volke
RIENZI
Undʊnt
ihriːɐ̯
,
habthaːpt
ihriːɐ̯
vergessenfɛɐ̯ˈɡɛsn̩
,
wasvas
ihriːɐ̯
mirmiːɐ̯
geschworenɡəˈʃvoːʁən
?
-
Das Volk, das den Kardinal gerettet hat, lässt sogleich bei Rienzis Erscheinen vom Streite ab. Die Nobili sind durch Erstaunen über Rienzis gebieterisches Auftreten und dessen augenscheinliche Gewalt über das Volk sprachlos gefesselt.
zu den Nobili
RIENZI
Istɪst
diesdaɪs
diedaɪ
Achtungˈaxtʊŋ
vorfoːɐ̯
derdeːɐ̯
Kircheˈkɪʁçə
,
diedaɪ
euremˈɔʏ̯ɐ
Schutzeˈʃʊt͡sə
anvertrautˈanfɛɐ̯ˌtʁaʊ̯t
?
Irene eilt auf Rienzi zu und verbirgt ihr Gesicht an seiner Brust. Rienzi erblickt die Leiter am offenen Fenster und scheint sogleich zu verstehen, was vorgefallen ist. Er wirft den Nobili einen tödlichen Blick zu.
RIENZI
Diesdaɪs
istɪst
eu'r
Handwerkˈhantˌvɛʁk
,
darandaˈʁan
erkenn'
ichɪç
euchɔɪ̯ç
!
Alsals
zarteˈt͡saːɐ̯tə
Knabenˈknaːbn̩
würgtvʏʁkt
ihriːɐ̯
unsreˈʊn.zʁə
Brüderˈbʁyːdɐ
,
undʊnt
unsreˈʊn.zʁə
Schwesternˈʃvɛstɐn
möchtetˈmœçtət
ihriːɐ̯
entehrenɛntˈʔeːʁən
!
Wasvas
bleibtblaɪ̯pt
zut͡suː
dendeːn
Verbrechenfɛɐ̯ˈbʁɛçn̩
auchaʊ̯x
nochnɔx
übrigˈyːbʁɪk
?
Dasdas
alteˈaltə
Romʁoːm
,
diedaɪ
Königinˈkøːnɪɡɪn
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
,
machtmaxt
ihriːɐ̯
zurt͡suːɐ̯
Räuberhöhleˈʁɔɪ̯bɐˌhøːlə
,
schändetˈʃɛndət
selbstzɛlpst
diedaɪ
Kircheˈkɪʁçə
;
Petri
Stuhlʃtuːl
mussmʊs
flüchtenˈflʏçtn̩
zumt͡sʊm
fernenˈfɛʁnən
Avignonaviˈɲɔ̃
;
keinkaɪ̯n
Pilgerˈpɪlɡɐ
wagt's
,
nachnaːx
Romʁoːm
zut͡suː
ziehn
zumt͡sʊm
frommenˈfʁɔmən
Völkerfeste
,
denndɛn
ihriːɐ̯
belagertbəˈlaːɡɐt
,
Räubernˈʁɔɪ̯bɐn
gleichɡlaɪ̯ç
,
diedaɪ
Wegeˈveːɡə
.
Verödetfɛɐ̯ˈʔøːdət
,
armaʁm
,
versiecht
dasdas
stolzeˈʃtɔlt͡sə
Romʁoːm
,
undʊnt
wasvas
demdeːm
Ärmstenˈɛʁmstn̩
bliebbliːp
,
dasdas
raubtʁaʊ̯pt
ihriːɐ̯
ihmiːm
,
brechtbʁɛçt
,
Diebenˈdiːbm̩
gleichɡlaɪ̯ç
,
iniˈʔɛn
seineˈzaɪ̯nə
Lädenˈlɛːdn̩
einaɪ̯n
,
erschlagtɛɐ̯ˈʃlaːkt
diedaɪ
Männerˈmɛnɐ
,
entehrtɛntˈʔeːɐ̯t
diedaɪ
Weiberˈvaɪ̯bɐ
:
-
blicktblɪkt
umʊm
euchɔɪ̯ç
denndɛn
,
undʊnt
sehtzeːt
,
wovoː
ihriːɐ̯
diesdaɪs
treibttʁaɪ̯pt
!
Sehtzeːt
,
jeneˈjeːnə
Tempelˈtɛmpl̩
,
jeneˈjeːnə
Säulenˈzɔɪ̯lən
sagenˈzaːɡn̩
euchɔɪ̯ç
:
eseːs
istɪst
dasdas
alteˈaltə
,
freieˈfʁaɪ̯ə
,
grosseˈɡʁɔsə
Romʁoːm
,
dasdas
einstaɪ̯nst
diedaɪ
Weltvɛlt
beherrschtebəˈhɛʁʃtə
,
dessenˈdɛsn̩
Bürgerˈbʏʁɡɐ
Königeˈkøːnɪɡə
derdeːɐ̯
Königeˈkøːnɪɡə
sichzɪç
nanntenˈnantn̩
!
Verbrecherfɛɐ̯ˈbʁɛçɐ
,
sagtzaːkt
mirmiːɐ̯
,
gibtɡiːpt
eseːs
nochnɔx
Römerˈʁøːmɐ
?
VOLK
Haha
,
Rienzi
!
Rienzi
!
Hochhoːx
Rienzi
!
NOBILI
Haha
,
welcheˈvɛlçə
Frechheitˈfʁɛçhaɪ̯t
!
Hörthøːɐ̯t
ihriːɐ̯
ihniːn
?
ORSINI
Undʊnt
wirviːɐ̯
?
Reisst
ihmiːm
diedaɪ
Zungeˈt͡sʊŋə
ausaʊ̯s
!
COLONNA
O
lasstlast
ihniːn
schwatzenˈʃvat͡sn̩
!
Dummesˈdʊməs
Zeugt͡sɔɪ̯k
!
ORSINI
Plebejerpleˈbeːjɐ
!
COLONNA
Kommkɔm
morgenˈmɔʁɡn̩
iniˈʔɛn
meinmaɪ̯n
Schlossʃlɔs
,
Signorsɪnˈjoːɐ̯
Notarnoˈtaːɐ̯
,
undʊnt
holhoːl
dirdiːɐ̯
Geldɡɛlt
fürfyːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
schönʃøːn
studierteʃtuˈdiːɐ̯tə
Redeˈʁeːdə
!
NOBILI
Hahahaˈha
!
Dendeːn
Narrenˈnaʁən
,
lachtlaxt
ihniːn
ausaʊ̯s
!
ORSINI
Lachtlaxt
ihniːn
ausaʊ̯s
!
COLONNA
Lachtlaxt
ihniːn
ausaʊ̯s
!
ORSINI
Ereːɐ̯
stammtʃtamt
gewissɡəˈvɪs
ausaʊ̯s
edlemˈeːdləm
Haushaʊ̯s
.
COLONNA
Ganzɡant͡s
gewissɡəˈvɪs
!
NOBILI
Verehretfɛɐ̯ˈʔeːʁət
jajaː
dendeːn
grossenˈɡʁɔsn̩
Herrnhɛʁn
,
ereːɐ̯
kannkan
zwart͡svaːɐ̯
nichtnɪçt
,
dochdɔx
möcht
ereːɐ̯
gernɡɛʁn
!
CECCO
Hörthøːɐ̯t
ihriːɐ̯
dendeːn
Spottʃpɔt
derdeːɐ̯
Frechenˈfʁɛçn̩
anaːˈʔɛn
?
Mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
Streicheˈʃtʁaɪ̯çə
sei's
getanɡəˈtaːn
!
RIENZI
Zurückt͡suˈʁʏk
,
ihriːɐ̯
Freundeˈfʁɔɪ̯ndə
,
haltetˈhaltət
einaɪ̯n
!
Nichtnɪçt
fernfɛʁn
wirdvɪʁt
diedaɪ
Vergeltungfɛɐ̯ˈɡɛltʊŋ
seinzaɪ̯n
!
Zurückt͡suˈʁʏk
!
Gedenketɡəˈdɛŋkət
euresˈɔɪ̯ʁəs
Schwuresˈʃvuːʁəs
!
ORSINI
Nunnuːn
denndɛn
,
sozoː
machtmaxt
demdeːm
Spassʃpas
einaɪ̯n
End'
!
Derdeːɐ̯
Streitʃtʁaɪ̯t
istɪst
halbhalp
,
wirviːɐ̯
fechtenˈfɛçtn̩
ausaʊ̯s
.
COLONNA
Nichtnɪçt
iniˈʔɛn
dendeːn
Strassenˈʃtʁasn̩
vorfoːɐ̯
Plebejernpleˈbeːjɐn
,
amaːm
Tagesanbruchˈtaːɡəsˌʔanbʁʊx
vorfoːɐ̯
dendeːn
Torenˈtoːʁən
.
ORSINI
Ichɪç
stelleˈʃtɛlə
michmɪç
mitmɪt
vollerˈfɔlɐ
Scharʃaːɐ̯
.
COLONNA
Diedaɪ
Lanzenˈlant͡sn̩
vorfoːɐ̯
,
Mannman
gegenˈɡeːɡn̩
Mannman
!
Zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
fürfyːɐ̯
Colonna
!
ORSINI
Zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
fürfyːɐ̯
Orsini
!
NOBILI
Zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
fürfyːɐ̯
Colonna
/
Orsini
!
DIE COLONNA
Hinaushɪˈnaʊ̯s
,
gerüstetɡəˈʁʏstət
zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
,
mitmɪt
Speerʃpeːɐ̯
undʊnt
Lanzeˈlant͡sə
zut͡suː
Pferdp͡feːɐ̯t
!
Iniˈʔɛn
Frührots
nebligemˈneːblɪɡəm
Dampfeˈdamp͡fə
ziehtt͡siːt
fürfyːɐ̯
Orsini
/
Colonna
dasdas
Schwertʃveːɐ̯t
!
CECCO
Zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
ziehn
diedaɪ
Frechenˈfʁɛçn̩
dasdas
übermüt'ge
Schwertʃveːɐ̯t
.
Wannvan
wirstvɪʁst
diedaɪ
Schmachʃmaːx
duduː
rächenˈʁɛçn̩
undʊnt
schützenˈʃʏt͡sn̩
unsrenˈʊnzʁən
Herdheːɐ̯t
?
COLONNA
Fürfyːɐ̯
Colonna
!
ORSINI
Fürfyːɐ̯
Orsini
!
Die Nobili entfernen sich unter grossem Getümmel.
der bisher in nachsinnendes Schweigen versunken war
RIENZI
Fürfyːɐ̯
Romʁoːm
!
Das Volk drängt sich näher an Rienzi.
RIENZI
Sieziː
ziehenˈt͡siːən
ausaʊ̯s
dendeːn
Torenˈtoːʁən
;
nunnuːn
denndɛn
,
ichɪç
willvɪl
sieziː
euchɔɪ̯ç
verschliessen[fɛɐ̯ˈʃliːsn̩]
!
KARDINAL
Wannvan
endlichˈɛntlɪç
machstmaxst
duduː
Ernstɛʁnst
,
Rienzi
,
undʊnt
brichstbʁɪçst
derdeːɐ̯
Übermüt'gen
Machtmaxt
?
Rienzi, wann erscheint der Tag,
BARONCELLI
dendeːn
duduː
verheissen
undʊnt
gelobtɡəˈloːpt
?
CECCO
Wannvan
kommtkɔmt
derdeːɐ̯
Friedeˈfʁiːdə
,
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
,
derdeːɐ̯
Schutzʃʊt͡s
vorfoːɐ̯
jedemˈjeːdəm
Übermut
?
VOLK
Rienzi
,
siehziː
,
wirviːɐ̯
haltenˈhaltn̩
Treutʁɔɪ̯
!
O
Römerˈʁøːmɐ
,
wannvan
machstmaxst
duduː
unsʊns
freifʁaɪ̯
?
Den Kardinal beiseit' nehmend
RIENZI
Herrhɛʁ
Kardinalˌkaʁdiˈnaːl
,
bedenktbəˈdɛŋkt
,
wasvas
Ihriːɐ̯
verlangtfɛɐ̯ˈlaŋt
!
Kannkan
stetsʃteːt͡s
ichɪç
aufaʊ̯f
diedaɪ
heil'ge
Kircheˈkɪʁçə
baun
?
KARDINAL
Halthalt
festfɛst
imiˈʔɛm
Aug'
dasdas
Zielt͡siːl
,
undʊnt
jedesˈjeːdəs
Mittelˈmɪtl̩
,
erreichstɛɐ̯ˈʁaɪ̯çst
duduː
jenesˈjeːnəs
sicherˈzɪçɐ
,
seizaɪ̯
geheiligtɡəˈhaɪ̯lɪkt
!
RIENZI
Wohlanvolˈʔan
,
sozoː
magmaːk
eseːs
seinzaɪ̯n
!
Diedaɪ
Nobiliˈnɔːbili
verlassenfɛɐ̯ˈlasn̩
baldbalt
diedaɪ
Stadtʃtat
:
diedaɪ
Zeitt͡saɪ̯t
istɪst
dadaː
!
Ihriːɐ̯
Freundeˈfʁɔɪ̯ndə
,
ruhigˈʁuːɪk
gehtɡeːt
iniˈʔɛn
eureˈɔɪ̯ʁə
Häuserˈhɔɪ̯zɐ
,
undʊnt
rüstetˈʁʏstət
euchɔɪ̯ç
,
zut͡suː
betenˈbeːtn̩
fürfyːɐ̯
diedaɪ
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
!
Dochdɔx
höretˈhøːʁət
ihriːɐ̯
derdeːɐ̯
Trompetetʁɔmˈpeːtə
Rufʁuːf
iniˈʔɛn
langgehaltnem
Klangklaŋ
ertönenɛɐ̯ˈtøːnən
,
danndan
wachetˈvaxət
aufaʊ̯f
,
eiletˈaɪ̯lət
allaːʔɛlˈʔɛl
herbeihɛɐ̯ˈbaɪ̯
,
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
verkünd'
ichɪç
Romas
Söhnenˈzøːnən
!
Dochdɔx
würdigˈvʏʁdɪk
,
ohneˈoːnə
Rasereiˌʁaːzəˈʁaɪ̯
,
zeig'
jederˈjeːdɐ
,
dassdas
ereːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
seizaɪ̯
!
Willkommenvɪlˈkɔmən
nennetˈnɛnət
sozoː
dendeːn
Tagtaːk
,
ereːɐ̯
rächeˈʁɛçə
euchɔɪ̯ç
undʊnt
eureˈɔɪ̯ʁə
Schmachʃmaːx
!
KARDINAL
Demdeːm
hohenˈhoːən
Werkeˈvɛʁkə
steh'
ichɪç
beibaɪ̯
,
dassdas
segensvoll
undʊnt
heilsamˈhaɪ̯lzaːm
eseːs
seizaɪ̯
!
Willkommenvɪlˈkɔmən
seizaɪ̯
derdeːɐ̯
naheˈnaːə
Tagtaːk
,
ereːɐ̯
rächeˈʁɛçə
unsreˈʊn.zʁə
Schmachʃmaːx
!
CECCO
Wirviːɐ̯
schwörenˈʃvøːʁən
dirdiːɐ̯
Gehorsamɡeˈhoːɐ̯zaːm
treutʁɔɪ̯
,
undʊnt
baldbalt
seizaɪ̯
Romaʁoˈmaː
wiederˈviːdɐ
freifʁaɪ̯
!
Willkommenvɪlˈkɔmən
seizaɪ̯
derdeːɐ̯
hoheˈhoːə
Tagtaːk
,
ereːɐ̯
rächeˈʁɛçə
unsʊns
undʊnt
unsreˈʊn.zʁə
Schmachʃmaːx
!
Nr. 2 - Terzett
Rienzi, Adriano, Irene
Rienzi, Adriano und Irene bleiben zurück. Adriano hat bisher in Staunen und stummes Hinbrüten versunken beiseite gestanden. Rienzi umfasst Irene mit heftiger Aufwallung.
RIENZI
O
Schwesterˈʃvɛstɐ
,
sprichʃpʁɪç
,
wasvas
dirdiːɐ̯
geschahɡəˈʃaː
,
welchvɛlç
Leidlaɪ̯t
dirdiːɐ̯
Ärmstenˈɛʁmstn̩
angetanˈanɡəˌtaːn
?
IRENE
Ichɪç
binbɪn
gerettetɡəˈʁɛtət
:
Jenerˈjeːnɐ
war's
,
derdeːɐ̯
michmɪç
ausaʊ̯s
ihrerˈiːʁɐ
Handhant
befreitbəˈfʁaɪ̯t
.
RIENZI
Adriano
,
duduː
!
Wieviː
,
einaɪ̯n
Colonna
beschütztbəˈʃʏt͡st
einaɪ̯n
Mädchenˈmeːtçən
vorfoːɐ̯
Entehrung
?
ADRIANO
Meinmaɪ̯n
Blutbluːt
,
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
fürfyːɐ̯
diedaɪ
Unschuldˈʊnˌʃʊlt
!
Rienzi
,
wieviː
?
Kennstkɛnst
duduː
michmɪç
nichtnɪçt
?
Werveːɐ̯
nannteˈnantə
jejeː
michmɪç
einenˈaɪ̯nən
Räuberˈʁɔɪ̯bɐ
?
RIENZI
Duduː
weilstvaɪ̯lst
,
Adriano
?
Ziehstt͡siːst
nichtnɪçt
hinaushɪˈnaʊ̯s
zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
fürfyːɐ̯
Colonna
?
ADRIANO
Wehveː
mirmiːɐ̯
,
dassdas
ichɪç
deindaɪ̯n
Wortvɔʁt
versteh'
,
erkenneɛɐ̯ˈkɛnə
,
wasvas
duduː
iniˈʔɛn
dirdiːɐ̯
birgstbɪʁkst
,
dassdas
ichɪç
eseːs
ahneˈaːnə
,
werveːɐ̯
duduː
bistbɪst
,
undʊnt
dochdɔx
deindaɪ̯n
Feindfaɪ̯nt
nichtnɪçt
werdenˈveːɐ̯dn̩
kannkan
!
RIENZI
Ichɪç
kannteˈkantə
stetsʃteːt͡s
nurnuːɐ̯
edelˈeːdl̩
dichdɪç
,
duduː
bistbɪst
keinkaɪ̯n
Greuelˈɡʁɔʏ̯əl
demdeːm
Gerechtenɡəˈʁɛçtn̩
.
Adriano
!
Darfdaʁf
ichɪç
Freundfʁɔɪ̯nt
dichdɪç
nennenˈnɛnən
?
ADRIANO
Rienzi
,
haha
,
wasvas
hasthast
duduː
vorfoːɐ̯
?
Gewaltigɡəˈvaltɪk
seh'
ichɪç
dichdɪç
,
sagzaːk
anaːˈʔɛn
,
wozuvoˈt͡suː
gebrauchstɡəˈbʁaʊ̯xst
duduː
diedaɪ
Gewaltɡəˈvalt
?
RIENZI
Nunnuːn
denndɛn
!
Romʁoːm
mach'
ichɪç
grossɡroːs
undʊnt
freifʁaɪ̯
,
ausaʊ̯s
seinemˈzaɪ̯nəm
Schlafʃlaːf
weck'
ichɪç
eseːs
aufaʊ̯f
;
undʊnt
jedenˈjeːdn̩
,
dendeːn
imiˈʔɛm
Staubʃtaʊ̯p
duduː
siehstziːst
,
mach'
ichɪç
zumt͡sʊm
freienˈfʁaɪ̯ən
Bürgerˈbʏʁɡɐ
Romsʁoːms
.
ADRIANO
Entsetzlicherɛntˈzɛt͡slɪçɐ
,
durchdʊʁç
unserˈʊnzɐ
Blutbluːt
!
Rienzi
,
wirviːɐ̯
habenˈhaːbm̩
nichtsnɪçt͡s
gemeinɡəˈmaɪ̯n
!...
Er will gehen; sein Blick fällt auf Irene.
ADRIANO
Undʊnt
kannkan
ichɪç
gehnɡeːn
?
Kannkan
ichɪç
bezwingenbəˈt͡svɪŋən
diesesˈdiːzəs
Herzhɛʁt͡s
!
Wehveː
mirmiːɐ̯
,
dassdas
michmɪç
Entsetzenɛntˈzɛt͡sn̩
treibttʁaɪ̯pt
,
undʊnt
dochdɔx
ichɪç
nieniː
sieziː
fliehenˈfliːən
kannkan
!
RIENZI
Adriano
!
Hörhøːɐ̯
michmɪç
,
nochnɔx
einaɪ̯n
Wortvɔʁt
!
Nichtnɪçt
zumt͡sʊm
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
deinesˈdaɪ̯nəs
Standesˈʃtandəs
ersannɛɐ̯ˈzan
meinmaɪ̯n
Geistɡaɪ̯st
dendeːn
kühnenˈkyːnən
Planplaːn
;
nurnuːɐ̯
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
willvɪl
ichɪç
erschaffenɛɐ̯ˈʃafn̩
,
demdeːm
Volkfɔlk
wieviː
Edleˈeːdlə
untertanˈʊntɐˌtaːn
.
Kannstkanst
duduː
michmɪç
tadelnˈtaːdl̩n
,
wennvɛn
ausaʊ̯s
Räubernˈʁɔɪ̯bɐn
zut͡suː
wahrhaftˈvaːɐ̯ˌhaft
Edlenˈeːdlən
ichɪç
euchɔɪ̯ç
macheˈmaxə
,
zut͡suː
Schützernˈʃʏt͡sɐn
undʊnt
zut͡suː
festenˈfɛstn̩
Säulenˈzɔɪ̯lən
desdɛs
Staatesˈʃtaːtəs
undʊnt
derdeːɐ̯
gutenˈɡuːtn̩
Sacheˈzaxə
?
ADRIANO
Ichɪç
binbɪn
derdeːɐ̯
Ersteˈeːɐ̯stə
,
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
getreuɡəˈtʁɔɪ̯
zut͡suː
übenˈyːbn̩
undʊnt
zut͡suː
schirmenˈʃɪʁmən
,
dochdɔx
anaːˈʔɛn
dasdas
Zielt͡siːl
derdeːɐ̯
stolzenˈʃtɔlt͡sn̩
Wünscheˈvʏnʃə
gelangstɡəˈlaŋst
duduː
nurnuːɐ̯
durchdʊʁç
blut'ge
Bahnbaːn
,
durchdʊʁç
einesˈaɪ̯nəs
feigenˈfaɪ̯ɡn̩
Pöbelsˈpøːbl̩s
Wutvuːt
,
durchdʊʁç
meinerˈmaɪ̯nɐ
Brüderˈbʁyːdɐ
,
meinesˈmaɪ̯nəs
Vatersˈfaːtɐs
Blutbluːt
!
RIENZI
Unseligerˈʊnˌzeːlɪɡɐ
!
Blutbluːt
!
Blutbluːt
!
Mahneˈmaːnə
michmɪç
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
Blutbluːt
!
Ichɪç
sahzaː
eseːs
fliessenˈfliːsn̩
-
nochnɔx
istɪst
eseːs
nichtnɪçt
gerächtɡəˈʁɛçt
!
Werveːɐ̯
warvaːɐ̯
eseːs
,
derdeːɐ̯
einstaɪ̯nst
meinenˈmaɪ̯nn̩
armenˈaʁmən
Bruderˈbʁuːdɐ
,
dendeːn
holdenˈhɔldn̩
Knabenˈknaːbn̩
,
alsals
amaːm
Tiberstrande
vollfɔl
Unschuldˈʊnˌʃʊlt
ereːɐ̯
Irenenɪˈʁeːnən
Kränzeˈkʁɛnt͡sə
wandvant
,
werveːɐ̯
war's
,
derdeːɐ̯
ihniːn
ausaʊ̯s
rohemˈʁoːəm
Missverstandˈmɪsfɛɐ̯ˌʃtant
erschlugɛɐ̯ˈʃluːk
?
Werveːɐ̯
warvaːɐ̯
eseːs
,
dendeːn
ichɪç
fürfyːɐ̯
diesenˈdiːzn̩
Mordmɔʁt
vergebensfɛɐ̯ˈɡeːbn̩s
umʊm
Gerechtigkeitɡəˈʁɛçtɪkkaɪ̯t
anriefˈanˌʁiːf
?
ADRIANO
Haha
,
Schandeˈʃandə
!
Eseːs
warvaːɐ̯
einaɪ̯n
Colonna
!
RIENZI
Haha
,
einaɪ̯n
Colonna
!
Wasvas
tattaːt
derdeːɐ̯
armeˈaʁmə
Knabeˈknaːbə
demdeːm
edlenˈeːdlən
,
demdeːm
patrizischenpaˈtʁiːt͡sɪʃn̩
Colonna
?
Blutbluːt
?
Jajaː
,
Adriano
di
Colonna
,
ichɪç
tauchteˈtaʊ̯xtə
dieseˈdiːzə
Handhant
tieftiːf
iniˈʔɛn
dasdas
Blutbluːt
,
dasdas
ausaʊ̯s
demdeːm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
meinesˈmaɪ̯nəs
Brudersˈbʁuːdɐs
quollkvɔl
,
undʊnt
schwurʃvuːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
Eidaɪ̯t
!
Wehveː
demdeːm
,
derdeːɐ̯
einaɪ̯n
verwandtesfɛɐ̯ˈvantəs
Blutbluːt
zut͡suː
rächenˈʁɛçn̩
hathat
!
ADRIANO
Rienzi
,
duduː
bistbɪst
fürchterlichˈfʏʁçtɐlɪç
!
Wasvas
kannkan
ichɪç
tuntjuːn
,
diedaɪ
Schmachʃmaːx
zut͡suː
sühnenˈzyːnən
?
RIENZI
Adriano
,
seizaɪ̯
meinmaɪ̯n
,
seizaɪ̯
einaɪ̯n
Römerˈʁøːmɐ
!
begeistert
ADRIANO
Einaɪ̯n
Römerˈʁøːmɐ
?
Lasslas
michmɪç
einaɪ̯n
Römerˈʁøːmɐ
seinzaɪ̯n
!
Nochnɔx
schlägtʃlɛːkt
iniˈʔɛn
dieserˈdiːzɐ
Brustbʁʊst
einaɪ̯n
freiesˈfʁaɪ̯əs
Römerherz
.
Eseːs
fühltfyːlt
derdeːɐ̯
Grösseˈɡʁøːsə
Lustluːst
,
derdeːɐ̯
Schmachʃmaːx
gewalt'gen
Schmerzʃmɛʁt͡s
;
zut͡suː
sühnenˈzyːnən
alleˈalə
Schandeˈʃandə
,
weih'
ichɪç
diesdaɪs
Lebenˈleːbm̩
dirdiːɐ̯
,
imiˈʔɛm
freienˈfʁaɪ̯ən
Römerlande
winktvɪŋkt
Glückɡlʏk
undʊnt
Freudeˈfʁɔɪ̯də
mirmiːɐ̯
!
IRENE
Nochnɔx
schlägtʃlɛːkt
iniˈʔɛn
seinerˈzaɪ̯nɐ
Brustbʁʊst
einaɪ̯n
freiesˈfʁaɪ̯əs
Römerherz
.
Vorfoːɐ̯
solcherˈzɔlçɐ
Wonneˈvɔnə
Lustluːst
verschwindetfɛɐ̯ˈʃvɪndət
jederˈjeːdɐ
Schmerzʃmɛʁt͡s
!
Mitmɪt
hoherˈhoːɐ
Liebeˈliːbə
Bandeˈbandə
ziehtt͡siːt
michmɪç
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
zut͡suː
dirdiːɐ̯
,
imiˈʔɛm
freienˈfʁaɪ̯ən
Römerlande
winktvɪŋkt
Glückɡlʏk
undʊnt
Freudeˈfʁɔɪ̯də
mirmiːɐ̯
!
RIENZI
Nochnɔx
schlägtʃlɛːkt
iniˈʔɛn
seinerˈzaɪ̯nɐ
Brustbʁʊst
einaɪ̯n
freiesˈfʁaɪ̯əs
Römerherz
.
Eseːs
fühltfyːlt
derdeːɐ̯
Grösseˈɡʁøːsə
Lustluːst
,
derdeːɐ̯
Schmachʃmaːx
gewalt'gen
Schmerzʃmɛʁt͡s
!
Werveːɐ̯
trügeˈtʁyːɡə
längerˈlɛŋɐ
Schandeˈʃandə
?
Dasdas
Volkfɔlk
erhebenɛɐ̯ˈheːbm̩
wirviːɐ̯
!
Wennvɛn
freifʁaɪ̯
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Landeˈlandə
,
lohntloːnt
Glückɡlʏk
undʊnt
Grösseˈɡʁøːsə
dirdiːɐ̯
!
Diedaɪ
Stundeˈʃtʊndə
nahtnaːt
,
michmɪç
ruftʁuːft
meinmaɪ̯n
hohesˈhoːəs
Amtamt
.
Adriano
,
dirdiːɐ̯
vertrauefɛɐ̯ˈtʁaʊ̯ə
ichɪç
diedaɪ
Schwesterˈʃvɛstɐ
.
Duduː
rettetestˈʁɛtətəst
vorfoːɐ̯
Schmachʃmaːx
undʊnt
Schandeˈʃandə
sieziː
,
sozoː
schützeˈʃʏt͡sə
sieziː
nochnɔx
jetztjɛt͡st
!
Diesdaɪs
einaɪ̯n
Beweisbəˈvaɪ̯s
,
dassdas
ichɪç
fürfyːɐ̯
edelˈeːdl̩
,
freifʁaɪ̯
undʊnt
grossɡroːs
dichdɪç
halteˈhaltə
!
Baldbalt
sehtzeːt
ihriːɐ̯
michmɪç
,
dasdas
Werkvɛʁk
nahtnaːt
derdeːɐ̯
Vollendungfɔlˈʔɛndʊŋ
!
Er geht nach dem Hintergrunde ab.
Nr. 3 - Duett
Adriano und Irene bleiben zurück.
ADRIANO
Ereːɐ̯
gehtɡeːt
undʊnt
lässtlɛst
dichdɪç
meinemˈmaɪ̯nəm
Schutzʃʊt͡s
;
o
Holdeˈhɔldə
,
sprichʃpʁɪç
,
vertraustfɛɐ̯ˈtʁaʊ̯st
duduː
mirmiːɐ̯
?
IRENE
Heldhɛlt
meinerˈmaɪ̯nɐ
Ehreˈeːʁə
,
meinesˈmaɪ̯nəs
Lebensˈleːbn̩s
,
meinmaɪ̯n
höchstesˈhøːçstəs
Gutɡuːt
vertrau'
ichɪç
dirdiːɐ̯
!
ADRIANO
Wohlvoːl
weisstvaɪ̯st
duduː
,
dassdas
ichɪç
einaɪ̯n
Colonna
,
undʊnt
fliehstfliːst
michmɪç
nichtnɪçt
,
desdɛs
ganzerˈɡant͡sɐ
Stammʃtam
einaɪ̯n
Greuelˈɡʁɔʏ̯əl
dirdiːɐ̯
undʊnt
deinemˈdaɪ̯nəm
Bruderˈbʁuːdɐ
?
IRENE
O
,
warumvaˈʁʊm
nennstnɛnst
duduː
deindaɪ̯n
Geschlechtɡəˈʃlɛçt
?
Mirmiːɐ̯
grautɡʁaʊ̯t
vorfoːɐ̯
dirdiːɐ̯
,
vorfoːɐ̯
meinemˈmaɪ̯nəm
Retterˈʁɛtɐ
,
gedenkeɡəˈdɛŋkə
jenerˈjeːnɐ
Stolzenˈʃtɔlt͡sn̩
ichɪç
,
diedaɪ
nieniː
verzeihn
,
dassdas
duduː
vorfoːɐ̯
Schandeˈʃandə
einaɪ̯n
Bürgermädchenˈbʏʁɡɐˌmɛːtçən
rettetestˈʁɛtətəst
.
ADRIANO
Achax
,
mahneˈmaːnə
jetztjɛt͡st
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
dendeːn
Jammerˈjamɐ
,
derdeːɐ̯
unsʊns
,
derdeːɐ̯
Romʁoːm
bedrohtbəˈdʁoːt
!
Deindaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
,
welchvɛlç
einaɪ̯n
Geistɡaɪ̯st
!
Dochdɔx
achax
!
Ichɪç
seheˈzeːə
ihniːn
zugrundet͡suˈɡʁʊndə
gehnɡeːn
!
Derdeːɐ̯
Pöbelˈpøːbl̩
selbstzɛlpst
wirdvɪʁt
ihniːn
verratenfɛɐ̯ˈʁaːtn̩
,
ihniːn
zücht'gen
wirdvɪʁt
derdeːɐ̯
Nobiliˈnɔːbili
,
undʊnt
duduː
,
Ireneˌiˈʁeːnə
,
wasvas
deindaɪ̯n
Losloːs
?
Dochdɔx
,
haha
,
deindaɪ̯n
Unglückˈʊnˌɡlʏk
seizaɪ̯
mirmiːɐ̯
Losungˈloːzʊŋ
!
Undʊnt
jedeˈjeːdə
Bandeˈbandə
schwindetˈʃvɪndət
hinhɪn
!
Fürfyːɐ̯
dichdɪç
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
undʊnt
meinmaɪ̯n
Gutɡuːt
!
IRENE
Undʊnt
wennvɛn
ichɪç
glücklichˈɡlʏklɪç
binbɪn
?
ADRIANO
O
schweigeˈʃvaɪ̯ɡə
!
Vorfoːɐ̯
deinemˈdaɪ̯nəm
Glückeˈɡlʏkə
zittreˈt͡sɪtʁə
ichɪç
!
Eseːs
kommeˈkɔmə
Nachtnaxt
undʊnt
Todtoːt
,
undʊnt
deindaɪ̯n
binbɪn
ichɪç
fürfyːɐ̯
ewigˈeːvɪk
!
Jajaː
,
eineˈaɪ̯nə
Weltvɛlt
vollfɔl
Leidenˈlaɪ̯dn̩
versüsst
deindaɪ̯n
holderˈhɔldɐ
Blickblɪk
;
vonfɔn
ihriːɐ̯
mitmɪt
dirdiːɐ̯
zut͡suː
scheidenˈʃaɪ̯dn̩
istɪst
göttlichesˈɡœtlɪçəs
Geschickɡəˈʃɪk
.
Bräch'
auchaʊ̯x
diedaɪ
Weltvɛlt
zusamment͡suˈzamən
,
riss'
jederˈjeːdɐ
Hoffnungˈhɔfnʊŋ
Bandbant
,
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
Regionenʁeˈɡi̯oːnən
beu'n
unsʊns
einaɪ̯n
neuesˈnɔɪ̯əs
Vaterlandˈfaːtɐˌlant
.
IRENE
Jajaː
,
eineˈaɪ̯nə
Weltvɛlt
vollfɔl
Leidenˈlaɪ̯dn̩
versüsst
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
Glückɡlʏk
;
vonfɔn
ihriːɐ̯
mitmɪt
dirdiːɐ̯
zut͡suː
scheidenˈʃaɪ̯dn̩
istɪst
göttlichesˈɡœtlɪçəs
Geschickɡəˈʃɪk
.
Bräch'
auchaʊ̯x
diedaɪ
Weltvɛlt
zusamment͡suˈzamən
,
riss'
jederˈjeːdɐ
Hoffnungˈhɔfnʊŋ
Bandbant
,
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
Regionenʁeˈɡi̯oːnən
beu'n
unsʊns
einaɪ̯n
neuesˈnɔɪ̯əs
Vaterlandˈfaːtɐˌlant
.
Trompeten hinter der Szene.
IRENE
Ihriːɐ̯
Heil'gen
!
Welcheˈvɛlçə
Schreckenstöne
!
ADRIANO
Mirmiːɐ̯
wohlbekanntˈvoːlbəˌkant
:
Colonnas
Scharenˈʃaːʁən
!
Unter grossem Getümmel ziehen die Colonna gerüstet und teils zu Pferde über die Strasse. Voran Trompeter.
nach dem Hause zu fliehend
IRENE
Wehveː
mirmiːɐ̯
!
Sieziː
suchenˈzuːxn̩
Beuteˈbɔɪ̯tə
!
ADRIANO
O
bleibblaɪ̯p
!
Ichɪç
steheˈʃteːə
dirdiːɐ̯
zurt͡suːɐ̯
Seiteˈzaɪ̯tə
!
Trompeten der Orsini, welche ebenfalls gerüstet und zu Pferde geräuschvoll über die Strasse ziehen.
ADRIANO
Dasdas
sindzɪnt
Orsinis
Räuberscharenˈʁɔɪ̯bɐˌʃaːʁən
;
diedaɪ
Übermüt'gen
,
sieziː
ziehn
zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
!
Sieziː
kennenˈkɛnən
Mordmɔʁt
undʊnt
Schandtatˈʃantˌtaːt
nurnuːɐ̯
!
Ichɪç
schaudreˈʃaʊ̯dʁə
!
Welcheˈvɛlçə
Schreckensahnung
!
Welchvɛlç
düstres
Grau'n
durchbebtˌdʊʁçˈbeːpt
diedaɪ
Brustbʁʊst
!
Dochdɔx
seidzaɪ̯t
willkommenvɪlˈkɔmən
,
Schreckʃʁɛk
undʊnt
Todtoːt
!
Sieziː
heissenˈhaɪ̯sən
meineˈmaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
michmɪç
bewährenbəˈvɛːʁən
!
Bräch'
auchaʊ̯x
diedaɪ
Weltvɛlt
zusamment͡suˈzamən
,
riss'
jederˈjeːdɐ
Hoffnungˈhɔfnʊŋ
Bandbant
;
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
Regionenʁeˈɡi̯oːnən
beu'n
unsʊns
einaɪ̯n
neuesˈnɔɪ̯əs
Vaterlandˈfaːtɐˌlant
!
Sie bleiben in stummer Umarmung.
Man hört aus der Ferne den lang gehaltenen Ton einer Trompete.
Etwas näher.
aus der Umarmung auffahrend
IRENE
Wasvas
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
Klangklaŋ
?
ADRIANO
Wieviː
schauerlichˈʃaʊ̯ɐlɪç
!
Trompete noch näher.
ADRIANO
Wasvas
hathat
dasdas
zut͡suː
bedeutenbəˈdɔɪ̯tn̩
?
Dasdas
istɪst
keinkaɪ̯n
Kriegsruf
derdeːɐ̯
Colonna
.
Nr. 4 - Finale
Ein Herold betritt die Bühne, ein Trompeter an seiner Seite bläst einen lang gehaltenen Ton. Adriano und Irene sind auf die Seite getreten. Aus allen Häusern brechen wie in einem Moment die Einwohner hervor, so dass der ganze Platz bis zum Lateran hin plötzlich mit einer grossen Volksmasse bedeckt ist, die ihn mit dem freudigsten Tumult erfüllt.
in wildem Enthusiasmus
VOLK
Gegrüsst
,
gegrüsst
seizaɪ̯
,
hoherˈhoːɐ
Tagtaːk
!
Diedaɪ
Stundeˈʃtʊndə
nahtnaːt
!
Vorbeifoːɐ̯ˈbaɪ̯
diedaɪ
Schmachʃmaːx
!
Aus dem Lateran, dessen Fenster jetzt im rötesten Frührot strahlen, hört man die Orgel beginnen; bei ihrem Klange legt sich augenblicklich das Toben des Volkes; die ganze Strasse bis zum Lateran ist mit Knienden bedeckt.
CHOR IM LATERAN
Erwachtɛɐ̯ˈvaxt
,
ihriːɐ̯
Schläferˈʃlɛːfɐ
nahnaː
undʊnt
fernfɛʁn
,
undʊnt
hörthøːɐ̯t
diedaɪ
froheˈfʁoːə
Botschaftˈboːtʃaft
anaːˈʔɛn
:
dassdas
Romas
schmacherloschner
Sternʃtɛʁn
vomfɔm
Himmelˈhɪml̩
neuesˈnɔɪ̯əs
Lichtlɪçt
gewannɡəˈvan
!
Sehtzeːt
,
wieviː
ereːɐ̯
strahltʃtʁaːlt
undʊnt
sonnengleich
iniˈʔɛn
ferneˈfɛʁnə
Nachweltˈnaːxˌvɛlt
siegendˈziːɡn̩t
brichtbʁɪçt
!
Zurt͡suːɐ̯
Nachtnaxt
sinktzɪŋkt
Schmachʃmaːx
,
sozoː
totenbleich
,
zumt͡sʊm
Wonnetag
steigtʃtaɪ̯kt
Freiheitslicht
!
Die Menge liegt noch atemlos auf den Knien, als während der letzten Takte des Kirchengesanges, wo die Orgel wieder eintritt, die Pforten des Laterans sich weit öffnen. Man erblickt die Kirche mit Priestern und Geistlichen aller Orden erfüllt. Auf die grosse Treppe heraus schreitet Rienzi, ihm zur Seite der Kardinal; Baroncelli und Cecco del Vecchio folgen. Rienzi ist in einer vollständigen Rüstung, nur sein Haupt ist entblösst. Bei seinem Erscheinen erhebt sich das Volk augenblicklich von den Knien und jubelt ihm enthusiastisch entgegen.
VOLK
Rienzi
!
Haha
,
Rienzi
hochhoːx
!
Derdeːɐ̯
Retterˈʁɛtɐ
nahtnaːt
,
vorbeifoːɐ̯ˈbaɪ̯
diedaɪ
Schmachʃmaːx
!
feierlich
RIENZI
Ersteheɛɐ̯ˈʃteːə
,
hoheˈhoːə
Romaʁoˈmaː
,
neunɔɪ̯
!
Seizaɪ̯
freifʁaɪ̯
,
seizaɪ̯
jederˈjeːdɐ
Römerˈʁøːmɐ
freifʁaɪ̯
!
VOLK
Freifʁaɪ̯
Romaʁoˈmaː
!
Jederˈjeːdɐ
Römerˈʁøːmɐ
freifʁaɪ̯
!
RIENZI
Diedaɪ
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
Romsʁoːms
seizaɪ̯
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
,
ihmiːm
untertanˈʊntɐˌtaːn
seizaɪ̯
jederˈjeːdɐ
Römerˈʁøːmɐ
;
bestraftbəˈʃtʁaːft
seizaɪ̯
strengʃtʁɛŋ
Gewaltɡəˈvalt
undʊnt
Raubʁaʊ̯p
,
undʊnt
jederˈjeːdɐ
Räuberˈʁɔɪ̯bɐ
Romas
Feindfaɪ̯nt
!
Verschlossenfɛɐ̯ˈʃlɔsn̩
seizaɪ̯
,
wieviː
jetztjɛt͡st
eseːs
istɪst
,
dendeːn
Übermüt'gen
Romas
Tortoːɐ̯
;
willkommenvɪlˈkɔmən
seizaɪ̯
,
werveːɐ̯
Friedenˈfʁiːdn̩
bringtbʁɪŋt
,
werveːɐ̯
demdeːm
Gesetzɡəˈzɛt͡s
Gehorsamɡeˈhoːɐ̯zaːm
schwörtʃvøːɐ̯t
.
Diedaɪ
Feindeˈfaɪ̯ndə
treffeˈtʁɛfə
euerˈɔɪ̯ɐ
Grimmɡʁɪm
,
vernichtetfɛɐ̯ˈnɪçtət
seizaɪ̯
derdeːɐ̯
Frevlerˈfʁeːflɐ
Scharʃaːɐ̯
,
dassdas
frohfʁoː
undʊnt
freifʁaɪ̯
derdeːɐ̯
Pilgerˈpɪlɡɐ
zieh'
,
geschütztɡəˈʃʏt͡st
derdeːɐ̯
Hirthɪʁt
derdeːɐ̯
Herdeˈheːɐ̯də
folg'
!
-
Sozoː
schwörtʃvøːɐ̯t
,
zut͡suː
schirmenˈʃɪʁmən
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
,
schwörtʃvøːɐ̯t
freierˈfʁaɪ̯ɐ
Römerˈʁøːmɐ
heil'gen
Schwurʃvuːɐ̯
!
VOLK
Befreierbəˈfʁaɪ̯ɐ
,
Retterˈʁɛtɐ
,
hoherˈhoːɐ
Heldhɛlt
!
Rienzi
,
höreˈhøːʁə
unsernˈʔʊnzɐ
Schwurʃvuːɐ̯
!
Wirviːɐ̯
schwörenˈʃvøːʁən
dirdiːɐ̯
,
sozoː
grossɡroːs
undʊnt
freifʁaɪ̯
sollzɔl
Romaʁoˈmaː
seinzaɪ̯n
,
wieviː
Romaʁoˈmaː
warvaːɐ̯
.
Vorfoːɐ̯
Niedrigkeitˈniːdʁɪkkaɪ̯t
undʊnt
Tyranneiˌtyʁaˈnaɪ̯
sieziː
unserˈʊnzɐ
letztesˈlɛt͡stəs
Blutbluːt
bewahrbəˈvaːɐ̯
!
Todtoːt
undʊnt
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
schwörenˈʃvøːʁən
wirviːɐ̯
demdeːm
Frevlerˈfʁeːflɐ
anaːˈʔɛn
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Ehr'
!
Einaɪ̯n
neuesˈnɔɪ̯əs
Volkfɔlk
ersteheɛɐ̯ˈʃteːə
dirdiːɐ̯
,
wieviː
seineˈzaɪ̯nə
Ahnenˈaːnən
grossɡroːs
undʊnt
hehrheːɐ̯
!
Cecco del Vecchio tritt vor, unter das Volk.
CECCO
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
sprechtʃpʁɛçt
!
Nunnuːn
,
dadaː
wirviːɐ̯
freifʁaɪ̯
,
werveːɐ̯
war's
,
derdeːɐ̯
unsʊns
dazudaˈt͡suː
gemachtɡəˈmaxt
?
Werveːɐ̯
war's
,
derdeːɐ̯
jedenˈjeːdn̩
unterˈʊntɐ
unsʊns
belehrtebəˈleːɐ̯tə
,
wasvas
Romʁoːm
seizaɪ̯
undʊnt
wasvas
eseːs
warvaːɐ̯
?
Geschaffenɡəˈʃafn̩
hathat
ereːɐ̯
unsʊns
zumt͡sʊm
Volkfɔlk
,
drumdʁʊm
hörthøːɐ̯t
michmɪç
anaːˈʔɛn
undʊnt
stimmtʃtɪmt
mirmiːɐ̯
beibaɪ̯
:
eseːs
seizaɪ̯
seinzaɪ̯n
Volkfɔlk
undʊnt
Königˈkøːnɪk
ereːɐ̯
!
in wildem Enthusiasmus
VOLK
Rienzi
Heilhaɪ̯l
!
Derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Königˈkøːnɪk
Heilhaɪ̯l
!
für sich
ADRIANO
Unglücklicherˈʊnˌɡlʏklɪçɐ
!
Wieviː
,
sollt'
er's
wagenˈvaːɡn̩
?
Es herrscht grosse Aufregung, die sich, sobald Rienzi beginnt, augenblicklich legt.
RIENZI
Nichtnɪçt
alsoˈalzo
!
Freifʁaɪ̯
wollt'
ichɪç
euchɔɪ̯ç
habenˈhaːbm̩
!
Diedaɪ
heil'ge
Kircheˈkɪʁçə
herrscheˈhɛʁʃə
hierhiːɐ̯
,
Gesetzeɡəˈzɛt͡sə
gebeˈɡeːbə
einaɪ̯n
Senatzeˈnaːt
.
Dochdɔx
wähletˈvɛːlət
ihriːɐ̯
zumt͡sʊm
Schützerˈʃʏt͡sɐ
michmɪç
derdeːɐ̯
Rechteˈʁɛçtə
,
diedaɪ
demdeːm
Volkfɔlk
erkanntɛɐ̯ˈkant
,
so blickt auf eure Ahnen
RIENZI
undʊnt
nenntnɛnt
michmɪç
eurenˈɔʏ̯ɐ
Volkstribunˈfɔlkstʁiˌbuːn
.
CECCO
Rienzi
,
Heilhaɪ̯l
dirdiːɐ̯
,
dirdiːɐ̯
Volkstribunenˈfɔlkstʁiˌbuːnən
,
Horthɔʁt
unsrerˈʔʊnzɐ
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
!
Rienzi kniet vor dem Kardinal.
KARDINAL
Desdɛs
Heil'gen
Vatersˈfaːtɐs
Segenˈzeːɡn̩
ruhtʁuːt
aufaʊ̯f
dirdiːɐ̯
,
Tribuntʁiˈbuːn
undʊnt
Friedensheld
!
IRENE
Heilhaɪ̯l
dirdiːɐ̯
,
Rienzi
,
glorreicherˈɡloːɐ̯ˌʁaɪ̯çɐ
Bruderˈbʁuːdɐ
!
hingerissen
ADRIANO
Undʊnt
allerˈalɐ
Segenˈzeːɡn̩
folgeˈfɔlɡə
dirdiːɐ̯
!
erhebt sich von den Knien
RIENZI
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
!
Nunnuːn
,
sozoː
schwöreˈʃvøːʁə
ichɪç
,
zut͡suː
schützenˈʃʏt͡sn̩
euchɔɪ̯ç
undʊnt
euerˈɔɪ̯ɐ
Rechtʁɛçt
!
Langlaŋ
blüheˈblyːə
Romas
neunɔɪ̯
Geschlechtɡəˈʃlɛçt
!
VOLK
Befreierbəˈfʁaɪ̯ɐ
,
Retterˈʁɛtɐ
,
hoherˈhoːɐ
Heldhɛlt
;
dirdiːɐ̯
huldigtˈhʊldɪkt
freierˈfʁaɪ̯ɐ
Römerˈʁøːmɐ
Schwurʃvuːɐ̯
!
CECCO
Wirviːɐ̯
schwörenˈʃvøːʁən
dirdiːɐ̯
,
sozoː
grossɡroːs
undʊnt
freifʁaɪ̯
sollzɔl
Romaʁoˈmaː
seinzaɪ̯n
,
wieviː
Romaʁoˈmaː
warvaːɐ̯
.
Vorfoːɐ̯
Niedrigkeitˈniːdʁɪkkaɪ̯t
undʊnt
Tyranneiˌtyʁaˈnaɪ̯
sieziː
unserˈʊnzɐ
letztesˈlɛt͡stəs
Blutbluːt
bewahr'
!
Schmachʃmaːx
undʊnt
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
schwörenˈʃvøːʁən
wirviːɐ̯
demdeːm
Frevlerˈfʁeːflɐ
anaːˈʔɛn
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Ehr'
!
Einaɪ̯n
neuesˈnɔɪ̯əs
Volkfɔlk
ersteheɛɐ̯ˈʃteːə
dirdiːɐ̯
,
wieviː
seineˈzaɪ̯nə
Ahnenˈaːnən
grossɡroːs
undʊnt
hehrheːɐ̯
!
Der Vorhang fällt.
ZWEITER AKT
Nr. 5 - Introduktion
Chor der Friedensboten, Rienzi, Baroncelli, Cecco, Senatoren
auf dem Theater, sehr entfernt
CHOR DER FRIEDENSBOTEN
Jauchzetˈjaʊ̯xt͡sət
,
ihriːɐ̯
Tälerˈtɛːlɐ
!
Frohlocktfʁoːˈlɔkt
,
ihriːɐ̯
Bergeˈbɛʁɡə
!
Freifʁaɪ̯
prangtpʁaŋt
diedaɪ
Flurfluːɐ̯
,
erfülltɛɐ̯ˈfʏlt
vonfɔn
Segensspur
!
Jauchzetˈjaʊ̯xt͡sət
,
ihriːɐ̯
Bergeˈbɛʁɡə
!
Frohlocktfʁoːˈlɔkt
,
ihriːɐ̯
Tälerˈtɛːlɐ
!
Der Vorhang geht auf.
Die Bühne bleibt noch eine Zeitlang leer. Den folgenden Gesang der Friedensboten hört man wie aus den Strassen näherkommend, bis diese selbst mit dem ersten Friedensboten an der Spitze gegen die Mitte des Gesanges durch das grosse Portal in einem langsamen Zuge auftreten. Sie sind festlich antik in Weiss gekleidet und tragen silberne Stäbe.
CHOR DER FRIEDENSBOTEN
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
hörthøːɐ̯t
diedaɪ
Kundeˈkʊndə
desdɛs
holdenˈhɔldn̩
Friedensˈfʁiːdn̩s
anaːˈʔɛn
:
Aufaʊ̯f
Romas
heil'gem
Grundeˈɡʁʊndə
walltvalt
freudigˈfʁɔɪ̯dɪk
jedeˈjeːdə
Bahnbaːn
!
Iniˈʔɛn
düstrerˈdyːstʁɐ
Felsenˈfɛlzn̩
Schluchtenˈʃlʊxtn̩
drangdʁaŋ
goldnerˈɡɔldnɐ
Sonneˈzɔnə
Scheinʃaɪ̯n
;
iniˈʔɛn
Meeresˈmeːʁəs
sichren
Buchtenˈbuːxtn̩
ziehtt͡siːt
frohfʁoː
diedaɪ
Segelˈzeːɡl̩
einaɪ̯n
!
Denndɛn
Friedeˈfʁiːdə
istɪst
gekommenɡəˈkɔmən
,
derdeːɐ̯
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
Lichtlɪçt
gewonnenɡəˈvɔnən
!
Jauchzetˈjaʊ̯xt͡sət
,
ihriːɐ̯
Tälerˈtɛːlɐ
!
Frohlocktfʁoːˈlɔkt
,
ihriːɐ̯
Bergeˈbɛʁɡə
!
Rienzi tritt auf mit Cecco, Baroncelli und den Senatoren.
RIENZI
Duduː
,
Friedensbote
,
sageˈzaːɡə
anaːˈʔɛn
,
hasthast
deineˈdaɪ̯nə
Sendungˈzɛndʊŋ
duduː
vollbrachtfɔlˈbʁaxt
?
Zogstt͡soːkst
duduː
durchsdʊʁçs
ganzeˈɡant͡sə
Römerland
undʊnt
bringestˈbʁɪŋəst
Friedenˈfʁiːdn̩
duduː
undʊnt
Segenˈzeːɡn̩
unsʊns
?
ERSTER FRIEDENSBOTE
Ichɪç
sahzaː
diedaɪ
Städteˈʃtɛːtə
,
sahzaː
dasdas
Landlant
,
ichɪç
zogt͡soːk
entlangɛntˈlaŋ
desdɛs
Meeresˈmeːʁəs
Strandʃtʁant
;
sozoː
weitvaɪ̯t
dasdas
Landlant
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
reichtʁaɪ̯çt
,
trugtʁuːk
michmɪç
meinmaɪ̯n
Fussfuːs
beschwingtbəˈʃvɪŋt
undʊnt
leichtlaɪ̯çt
.
Undʊnt
Friedenˈfʁiːdn̩
fandfant
ichɪç
überallyːbɐˈʔal
,
frohfʁoː
tönttøːnt
desdɛs
Jubelsˈjuːbl̩s
Widerhallˈviːdɐˌhal
.
Freifʁaɪ̯
treibttʁaɪ̯pt
derdeːɐ̯
Hirthɪʁt
diedaɪ
Herdeˈheːɐ̯də
hinhɪn
,
reichʁaɪ̯ç
prangtpʁaŋt
derdeːɐ̯
Felderˈfɛldɐ
Fruchtgewinn
.
Derdeːɐ̯
Burgenˈbʊʁɡn̩
Wälleˈvɛlə
stürzenˈʃtʏʁt͡sn̩
einaɪ̯n
,
denndɛn
freifʁaɪ̯
willvɪl
jederˈjeːdɐ
Römerˈʁøːmɐ
seinzaɪ̯n
.
CHOR DER FRIEDENSBOTEN, ERSTER FRIEDENSBOTE
ERSTER FRIEDENSBOTE
Sozoː
weitvaɪ̯t
dasdas
Landlant
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
reichtʁaɪ̯çt
,
trugtʁuːk
unsʊns
derdeːɐ̯
Fussfuːs
beschwingtbəˈʃvɪŋt
undʊnt
leichtlaɪ̯çt
,
undʊnt
Friedenˈfʁiːdn̩
fandfant
ichɪç
überallyːbɐˈʔal
,
frohfʁoː
tönttøːnt
desdɛs
Jubelsˈjuːbl̩s
Widerhallˈviːdɐˌhal
.
Freifʁaɪ̯
treibttʁaɪ̯pt
derdeːɐ̯
Hirthɪʁt
diedaɪ
Herdeˈheːɐ̯də
hinhɪn
,
reichʁaɪ̯ç
prangtpʁaŋt
derdeːɐ̯
Felderˈfɛldɐ
Fruchtgewinn
.
Derdeːɐ̯
Burgenˈbʊʁɡn̩
Wälleˈvɛlə
stürzenˈʃtʏʁt͡sn̩
einaɪ̯n
,
denndɛn
freifʁaɪ̯
willvɪl
jederˈjeːdɐ
Römerˈʁøːmɐ
seinzaɪ̯n
.
RIENZI
Dirdiːɐ̯
Preispʁaɪ̯s
undʊnt
deinerˈdaɪ̯nɐ
hohenˈhoːən
Machtmaxt
!
Durchdʊʁç
dichdɪç
,
meinmaɪ̯n
Gottɡɔt
,
hab'
ich's
vollbrachtfɔlˈbʁaxt
!
CECCO
Dirdiːɐ̯
allesˈaləs
Glückɡlʏk
verdankenfɛɐ̯ˈdaŋkn̩
wirviːɐ̯
,
demdeːm
grösstenɡʁoːs
Römerˈʁøːmɐ
,
Ehreˈeːʁə
dirdiːɐ̯
!
RIENZI
Gehtɡeːt
,
Friedensboten
,
ziehetˈt͡siːət
denndɛn
durchdʊʁç
alleˈalə
Strassenˈʃtʁasn̩
Romas
hinhɪn
,
bringtbʁɪŋt
jedemˈjeːdəm
Römerˈʁøːmɐ
eureˈɔɪ̯ʁə
Kundeˈkʊndə
!
Die Friedensboten verlassen unter Anstimmung der Hymne langsam durch das Portal die Bühne. Der Gesang verhallt zum Schluss in den Strassen.
CHOR DER FRIEDENSBOTEN
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
hörthøːɐ̯t
diedaɪ
Kundeˈkʊndə
desdɛs
holdenˈhɔldn̩
Friedensˈfʁiːdn̩s
anaːˈʔɛn
:
Aufaʊ̯f
Romas
heil'gem
Grundeˈɡʁʊndə
walltvalt
freudigˈfʁɔɪ̯dɪk
jedeˈjeːdə
Bahnbaːn
!
Iniˈʔɛn
düstrerˈdyːstʁɐ
Felsenˈfɛlzn̩
Schluchtenˈʃlʊxtn̩
drangdʁaŋ
goldnerˈɡɔldnɐ
Sonneˈzɔnə
Scheinʃaɪ̯n
;
iniˈʔɛn
Meeresˈmeːʁəs
sichren
Buchtenˈbuːxtn̩
ziehtt͡siːt
frohfʁoː
diedaɪ
Segelˈzeːɡl̩
einaɪ̯n
!
Denndɛn
Friedeˈfʁiːdə
istɪst
gekommenɡəˈkɔmən
!
Derdeːɐ̯
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
Lichtlɪçt
gewonnenɡəˈvɔnən
!
Jauchzetˈjaʊ̯xt͡sət
,
ihriːɐ̯
Tälerˈtɛːlɐ
!
Frohlocktfʁoːˈlɔkt
,
ihriːɐ̯
Bergeˈbɛʁɡə
!
Rienzi ist in stummes Gebet versunken.
Steffano Colonna, Orsini und die Nobili, alle in Friedensgewändern, treten auf und grüssen Rienzi mit stolzer Unterwürfigkeit.
COLONNA
Rienzi
,
nimmnɪm
desdɛs
Friedensˈfʁiːdn̩s
Grussɡʁuːs
!
RIENZI
Heilhaɪ̯l
euchɔɪ̯ç
!
-
Wasvas
fehltfeːlt
nochnɔx
Romʁoːm
zut͡suː
seinemˈzaɪ̯nəm
Glückeˈɡlʏkə
,
dadaː
seineˈzaɪ̯nə
mächt'gen
,
stolzenˈʃtɔlt͡sn̩
Feindeˈfaɪ̯ndə
jetztjɛt͡st
zurückgekehrtt͡suˈʁʏkɡəˌkeːɐ̯t
undʊnt
Treueˈtʁɔɪ̯ə
ihmiːm
geschworenɡəˈʃvoːʁən
!
COLONNA
Rienzi
,
ichɪç
bewundrebəˈvʊndʁə
dichdɪç
;
zwart͡svaːɐ̯
sucht'
ichɪç
dieseˈdiːzə
Grösseˈɡʁøːsə
nieniː
iniˈʔɛn
dirdiːɐ̯
,
dochdɔx
sei's
darumˈdaːʁʊm
!
Ichɪç
willvɪl
sieziː
anerkennenˈanʔɛɐ̯ˌkɛnən
!
RIENZI
Desdɛs
Friedensˈfʁiːdn̩s
,
desdɛs
Gesetzesɡəˈzɛt͡səs
Grösseˈɡʁøːsə
nurnuːɐ̯
,
nichtnɪçt
meineˈmaɪ̯nə
,
solltzɔlt
ihriːɐ̯
anerkennenˈanʔɛɐ̯ˌkɛnən
!
Vergesstfɛɐ̯ˈɡɛst
eseːs
nieniː
,
dassdas
dieserˈdiːzɐ
Preispʁaɪ̯s
eseːs
warvaːɐ̯
,
umʊm
dendeːn
wirviːɐ̯
kämpftenˈkɛmp͡ftn̩
;
-
dassdas
dieseˈdiːzə
Toreˈtoːʁə
sichzɪç
euchɔɪ̯ç
öffnetenˈœfnətn̩
,
nurnuːɐ̯
dadaː
ihriːɐ̯
Treu'
ihmiːm
schwurtʃvuːɐ̯t
,
dassdas
ihriːɐ̯
ihmiːm
untertanˈʊntɐˌtaːn
seinzaɪ̯n
solltzɔlt
wieviː
derdeːɐ̯
geringsteɡəˈʁɪŋstə
derdeːɐ̯
Plebejerpleˈbeːjɐ
!
Diedaɪ
Mauernˈmaʊ̯ɐn
eurerˈɔʏ̯ɐ
Schlösserˈʃlœsɐ
sahtzaːt
ihriːɐ̯
fallenˈfalən
,
durchdʊʁç
diedaɪ
ihriːɐ̯
Romʁoːm
zumt͡sʊm
Räuberlager
machtetˈmaxtət
.
Wehveː
euchɔɪ̯ç
,
wennvɛn
ihriːɐ̯
drumdʁʊm
Grollɡʁɔl
nochnɔx
nährtnɛːɐ̯t
,
wennvɛn
euerˈɔɪ̯ɐ
Herzhɛʁt͡s
derdeːɐ̯
neueˈnɔɪ̯ə
Tagtaːk
nochnɔx
nichtnɪçt
erwärmtɛɐ̯ˈvɛʁmt
!
Wehveː
euchɔɪ̯ç
beimbaɪ̯m
kleinstenˈklaɪ̯nstn̩
Übertrittyːbɐˈtʁɪt
!
Denndɛn
ichɪç
vorfoːɐ̯
allemˈaləm
schützeˈʃʏt͡sə
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
,
ichɪç
,
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
.
Mit freundlicher Herablassung.
RIENZI
Ihriːɐ̯
Herrnhɛʁn
undʊnt
Edlenˈeːdlən
,
ichɪç
erwarteɛɐ̯ˈvaʁtə
euchɔɪ̯ç
zumt͡sʊm
Festeˈfɛstə
iniˈʔɛn
diesenˈdiːzn̩
Sälenˈzɛːlən
!
Er geht ab mit Cecco, Baroncelli und den Senatoren.
Nr. 6 - Szene, Terzett und Chor
Orsini, Colonna, Nobili. Später Adriano.
ORSINI
Colonna
,
hörtestˈhøːɐ̯təst
duduː
dasdas
frecheˈfʁɛçə
Wortvɔʁt
?
Sindzɪnt
wirviːɐ̯
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
,
zut͡suː
duldenˈdʊldn̩
solcheˈzɔlçə
Schmachʃmaːx
?
COLONNA
Haha
,
wieviː
ichɪç
knirscheˈknɪʁʃə
!
Derdeːɐ̯
Plebejerpleˈbeːjɐ
,
ereːɐ̯
,
dendeːn
ichɪç
zumt͡sʊm
Spottʃpɔt
anaːˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Tafelˈtaːfl̩
hielthiːlt
!
ORSINI
Wasvas
istɪst
zut͡suː
tuntjuːn
?
Wirviːɐ̯
sindzɪnt
besiegtbəˈziːkt
.
Undʊnt
dieserˈdiːzɐ
Pöbelˈpøːbl̩
,
dendeːn
mitmɪt
Füssenˈfʏsn̩
wirviːɐ̯
getretenɡəˈtʁeːtn̩
,
wieviː
verwandeltefɛɐ̯ˈvandl̩tə
ereːɐ̯
sichzɪç
!
Diedaɪ
Masseˈmasə
istɪst
bewaffnetbəˈvafnət
,
Mutmuːt
undʊnt
Begeisterungbəˈɡaɪ̯stəʁʊŋ
iniˈʔɛn
jedemˈjeːdəm
derdeːɐ̯
Plebejerpleˈbeːjɐ
.
COLONNA
Derdeːɐ̯
Pöbelˈpøːbl̩
-
haha
!
Rienzi
ist's
,
derdeːɐ̯
ihniːn
zut͡suː
Ritternˈʁɪtɐn
machtmaxt
.
Nimmnɪm
ihmiːm
Rienzi
,
undʊnt
ereːɐ̯
istɪst
,
wasvas
ereːɐ̯
warvaːɐ̯
.
Die Nobili schliessen einen engeren Kreis um Orsini und Colonna. Adriano tritt ungesehen auf, beobachtet die Gruppe und mischt sich unbemerkt unter sie.
ORSINI
Sozoː
wäreˈvɛːʁə
denndɛn
aufaʊ̯f
ihniːn
alleinaˈlaɪ̯n
derdeːɐ̯
Streichʃtʁaɪ̯ç
zut͡suː
führenˈfyːʁən
,
derdeːɐ̯
unsʊns
frommtfʁɔmt
?
COLONNA
Ereːɐ̯
istɪst
derdeːɐ̯
Götzeˈɡœt͡sə
diesesˈdiːzəs
Volksfɔlks
,
dasdas
ereːɐ̯
durchdʊʁç
Trugtʁuːk
verzaubertfɛɐ̯ˈt͡saʊ̯bɐt
hälthɛlt
.
ORSINI
Dochdɔx
fürfyːɐ̯
Gewaltɡəˈvalt
undʊnt
offne
Tattaːt
sindzɪnt
wirviːɐ̯
zut͡suː
schwachʃvax
,
vermögenfɛɐ̯ˈmøːɡn̩
nichtsnɪçt͡s
.
COLONNA
Wasvas
bleibtblaɪ̯pt
unsʊns
übrigˈyːbʁɪk
?
Tötetˈtøːtət
ihniːn
inmittenɪnˈmɪtn̩
dieserˈdiːzɐ
Narrenbrut
,
hinhɪn
istɪst
diedaɪ
Prachtpʁaxt
undʊnt
unsʊns
derdeːɐ̯
Preispʁaɪ̯s
!
ORSINI
Haha
,
duduː
sprichstʃpʁɪçst
wahrvaːɐ̯
!
Undʊnt
diesenˈdiːzn̩
Stoss[ˈʃtoːsn̩]
,
werveːɐ̯
führtfyːɐ̯t
ihniːn
sichrerˈzɪçʁɐ
wohlvoːl
alsals
ichɪç
?
Heuthɔɪ̯t
istɪst
dasdas
Festfɛst
iniˈʔɛn
diesenˈdiːzn̩
Sälenˈzɛːlən
,
schliesst[ˈʃliːsən]
euchɔɪ̯ç
umʊm
michmɪç
,
ichɪç
fehlefeːlə
nieniː
!
COLONNA
Vierhundertˈfiːɐ̯ˌhʊndɐt
Lanzenˈlant͡sn̩
,
denenˈdeːnən
ereːɐ̯
diedaɪ
Stadtʃtat
verschlossfɛɐ̯ˈʃlɔs
,
bring'
ichɪç
hereinhɛˈʁaɪ̯n
,
besetzebəˈzɛt͡sə
schnellʃnɛl
dasdas
Kapitolkapiˈtoːl
,
undʊnt
Romʁoːm
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
vonfɔn
neuemˈnɔɪ̯əm
unsʊns
.
wild auffahrend
NOBILI
Sozoː
sei's
!
tritt hervor und steht vor Orsini und Colonna
ADRIANO
Haha
,
Meuchelmörderˈmɔɪ̯çl̩ˌmœʁdɐ
!
Sprechtʃpʁɛçt
,
wasvas
habthaːpt
ihriːɐ̯
vorfoːɐ̯
?
Wasvas
brütetˈbʁyːtət
ihriːɐ̯
?
ORSINI
Colonna
,
sprichʃpʁɪç
,
sindzɪnt
wirviːɐ̯
verratenfɛɐ̯ˈʁaːtn̩
?
misst Adriano mit scharfem Blicke
COLONNA
Werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
?
Sagzaːk
,
bistbɪst
duduː
meinmaɪ̯n
Sohnzoːn
?
Haha
,
oderˈoːdɐ
bistbɪst
duduː
meinmaɪ̯n
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
?
ADRIANO
Desdɛs
ritterlichenˈʁɪtɐˌlɪçn̩
Vatersˈfaːtɐs
Sohnzoːn
,
derdeːɐ̯
Ehreˈeːʁə
bisbɪs
insɪns
Alterˈaltɐ
liebteˈliːptə
,
derdeːɐ̯
fremdfʁɛmt
warvaːɐ̯
jederˈjeːdɐ
Bubentat
,
Orsinis
Feindfaɪ̯nt
undʊnt
seinerˈzaɪ̯nɐ
Rotteˈʁɔtə
.
ORSINI
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
,
frecherˈfʁɛçɐ
Knabeˈknaːbə
duduː
!
COLONNA
Lehrtleːɐ̯t
solchesˈzɔlçəs
Wortvɔʁt
dichdɪç
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
?
Wehveː
dirdiːɐ̯
,
erkenneɛɐ̯ˈkɛnə
ichɪç
fürfyːɐ̯
wahrvaːɐ̯
,
wieviː
ichɪç
sieziː
ahneˈaːnə
,
deineˈdaɪ̯nə
Schmachʃmaːx
!
ADRIANO
Bistbɪst
duduː
nochnɔx
immerˈɪmɐ
blindblɪnt
,
meinmaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
?
COLONNA
Haha
,
schweigʃvaɪ̯k
!
Duduː
bistbɪst
iniˈʔɛn
seinenˈzaɪ̯nən
Händenˈhɛndn̩
,
undʊnt
zumt͡sʊm
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
amaːm
eignenˈaɪ̯ɡnən
Vaterˈfaːtɐ
benutztbəˈnʊt͡st
dichdɪç
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
!
Fluchfluːx
ihmiːm
!
Erschienenɛɐ̯ˈʃiːnən
seizaɪ̯
seinzaɪ̯n
letzterˈlɛt͡stɐ
Tagtaːk
!
ADRIANO
O
Gottɡɔt
,
sozoː
hört'
ichɪç
wirklichˈvɪʁklɪç
rechtʁɛçt
?
Ihriːɐ̯
brütetˈbʁyːtət
finsternˈfɪnstɐn
Meuchelmordˈmɔɪ̯çl̩ˌmɔʁt
?
Lasstlast
euchɔɪ̯ç
beschwörenbəˈʃvøːʁən
,
o
beschimpftbəˈʃɪmp͡ft
nichtnɪçt
sozoː
diedaɪ
Namenˈnaːmən
,
schonʃoːn
genugɡəˈnuːk
beflecktbəˈflɛkt
durchdʊʁç
Raubtat
undʊnt
Gewaltɡəˈvalt
!
ORSINI
Hörthøːɐ̯t
dendeːn
Treulosen[tʁɔʏloːs]
!
-
Wieviː
,
Colonna
,
duduː
züchtigstˈt͡sʏçtɪkst
deinenˈdaɪ̯nən
Knabenˈknaːbn̩
nichtnɪçt
?
hart an Adriano
COLONNA
Sozoː
wisseˈvɪsə
!
Heuthɔɪ̯t
,
iniˈʔɛn
diesenˈdiːzn̩
Sälenˈzɛːlən
,
stirbtʃtɪʁpt
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
vonfɔn
unsrerˈʔʊnzɐ
Handhant
.
Duduː
weisst's
,
Verworfner
!
Gehɡeː
denndɛn
hinhɪn
,
verratefɛɐ̯ˈʁaːtə
ihmiːm
michmɪç
,
deinenˈdaɪ̯nən
Vaterˈfaːtɐ
!
ADRIANO
Entsetzlichɛntˈzɛt͡slɪç
!
Haha
,
meinmaɪ̯n
Schreckenslos
!
Siehziː
meineˈmaɪ̯nə
Angstaŋst
,
erhörɛɐ̯ˈhøːɐ̯
meinmaɪ̯n
Flehenˈfleːən
!
COLONNA
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
bistbɪst
duduː
,
nichtnɪçt
meinmaɪ̯n
Sohnzoːn
!
ORSINI
Kommkɔm
fortfoːɐ̯
,
nichtnɪçt
sicherˈzɪçɐ
sindzɪnt
wirviːɐ̯
hierhiːɐ̯
!
ADRIANO
Meinmaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
,
bleibblaɪ̯p
undʊnt
hörhøːɐ̯
michmɪç
anaːˈʔɛn
!
COLONNA
Vergebensfɛɐ̯ˈɡeːbn̩s
,
Bubeˈbuːbə
,
ichɪç
binbɪn
festfɛst
!
ADRIANO
Seizaɪ̯
gnädigˈɡnɛːdɪk
undʊnt
erbarmɛɐ̯ˈbaʁm
dichdɪç
meinmaɪ̯n
!
Meinmaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
!
NOBILI
Hörhøːɐ̯
ihniːn
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
!
Aufaʊ̯f
,
folgeˈfɔlɡə
unsʊns
!
auf den Knien
ADRIANO
Zut͡suː
deinenˈdaɪ̯nən
Füssenˈfʏsn̩
flehtfleːt
deindaɪ̯n
Sohnzoːn
!
Duduː
bringstbʁɪŋst
Verzweiflungfɛɐ̯ˈt͡svaɪ̯flʊŋ
aufaʊ̯f
seinzaɪ̯n
Haupthaʊ̯pt
!
COLONNA
Rienzi
stirbtʃtɪʁpt
vonfɔn
unsrerˈʔʊnzɐ
Handhant
,
duduː
weisst's
,
gehɡeː
hinhɪn
,
verratefɛɐ̯ˈʁaːtə
michmɪç
!
ADRIANO
O
hörhøːɐ̯
derdeːɐ̯
Ehreˈeːʁə
Hochgebot
!
Hörhøːɐ̯
deinesˈdaɪ̯nəs
Sohnesˈzoːnəs
Jammerˈjamɐ
anaːˈʔɛn
!
Siehziː
michmɪç
iniˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Todesnotˈtoːdəsˌnoːt
;
Verzweiflungfɛɐ̯ˈt͡svaɪ̯flʊŋ
fasstfast
michmɪç
Ärmstenˈɛʁmstn̩
anaːˈʔɛn
!
NOBILI
Sozoː
sei's
!
Geschworenɡəˈʃvoːʁən
istɪst
ihmiːm
Todtoːt
!
Fürfyːɐ̯
unsreˈʊn.zʁə
Schmachʃmaːx
sei's
jetztjɛt͡st
getanɡəˈtaːn
!
-
Iniˈʔɛn
diesenˈdiːzn̩
Hallenˈhalən
,
blutigrot
,
sollzɔl
endenˈɛndn̩
desdɛs
Plebejerspleˈbeːjɐs
Bahnbaːn
!
COLONNA
Sozoː
sei's
!
Geschworenɡəˈʃvoːʁən
istɪst
ihmiːm
Todtoːt
;
fürfyːɐ̯
unsreˈʊn.zʁə
Schmachʃmaːx
sei's
jetztjɛt͡st
getanɡəˈtaːn
!
-
Fliehfliː
meinenˈmaɪ̯nn̩
Fluchfluːx
,
derdeːɐ̯
dichdɪç
bedrohtbəˈdʁoːt
,
dendeːn
Vatermörderˈfaːtɐˌmœʁdɐ
triffttʁɪft
ereːɐ̯
anaːˈʔɛn
!
Colonna stösst Adriano von sich zu Boden. Alle ausser Adriano entfernen sich unter drohenden Gebärden.
richtet sich leichenblass vom Boden auf.
ADRIANO
Ichɪç
willvɪl
denndɛn
einaɪ̯n
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
seinzaɪ̯n
:
Irenens
Bruderˈbʁuːdɐ
,
Rienzi
,
lebeˈleːbə
!
Er will abgehen, plötzlich schaudert er aber zurück.
ADRIANO
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
!
Haha
,
wasvas
willstvɪlst
duduː
tuntjuːn
?
Meinmaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
...
ereːɐ̯
?...
seinzaɪ̯n
grauesˈɡʁaʊ̯əs
Haupthaʊ̯pt
demdeːm
Henkerbeil
?
Haha
,
nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
!
in Verzweiflung
ADRIANO
Ihriːɐ̯
Heil'gen
,
schütztʃʏt͡st
vorfoːɐ̯
Wahnsinnˈvaːnzɪn
michmɪç
!
Er geht ab.
Nr. 7 - Finale
Der Zug der römischen Bürgerschaften naht sich durch das grosse Portal. Voran die Senatoren, ihnen folgen die Nobili und das Volk. Alle sind festlich geschmückt.
VOLK
Erschalletˌɛɐ̯ˈʃalət
Feierklänge
!
Stimmtʃtɪmt
Jubellieder
anaːˈʔɛn
!
Ihniːn
ehrenˈeːʁən
diedaɪ
Gesängeɡəˈzɛŋə
,
derdeːɐ̯
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
unsʊns
gewannɡəˈvan
!
Rienzi tritt auf; mit ihm Irene, Baroncelli und Cecco del Vecchio. - Allgemeine Begrüssungen.
RIENZI
Seidzaɪ̯t
mirmiːɐ̯
gegrüsst
,
ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
allaːʔɛlˈʔɛl
!
Haha
,
welchvɛlç
einaɪ̯n
Anblickˈanˌblɪk
beutbɔɪ̯t
sichzɪç
mirmiːɐ̯
dardaːɐ̯
,
vereintfɛɐ̯ˈʔaɪ̯nt
,
geschmücktɡəˈʃmʏkt
zumt͡sʊm
Friedensfestˈfʁiːdn̩sˌfɛst
!
-
Derdeːɐ̯
Friedeˈfʁiːdə
hochhoːx
!
Langlaŋ
blüheˈblyːə
Romʁoːm
!
VOLK
Derdeːɐ̯
Friedeˈfʁiːdə
hochhoːx
!
Langlaŋ
blüheˈblyːə
Romʁoːm
!
BARONCELLI
Eseːs
nahenˈnaːən
diedaɪ
Gesandtenɡəˈzantn̩
sichzɪç
,
diedaɪ
Nahnaː
undʊnt
Fernfɛʁn
dirdiːɐ̯
zugesandtˈt͡suːɡəˌzant
!
Der Gesandte Mailands tritt auf mit einem glänzenden Gefolge.
DER GESANDTE MAILANDS
Heilhaɪ̯l
dirdiːɐ̯
,
undʊnt
ewigesˈeːvɪɡəs
Gedeihn
wünschtvʏnʃt
Mailandˈmaɪ̯lant
demdeːm
erstandnen
Romʁoːm
!
Die Gesandten der Lombardei mit Gefolge.
DIE GESANDTEN DER LOMBARDEI
Grussɡʁuːs
jederˈjeːdɐ
Stadtʃtat
derdeːɐ̯
Lombardeiˌlɔmbaʁˈdaɪ̯
entbietenɛntˈbiːtn̩
wirviːɐ̯
demdeːm
Schützerˈʃʏt͡sɐ
Romsʁoːms
.
Der Gesandte Neapels mit Gefolge.
DER GESANDTE NEAPELS
Ruhmʁuːm
dirdiːɐ̯
,
undʊnt
hoheˈhoːə
Ehreˈeːʁə
Romʁoːm
bezeigtbəˈt͡saɪ̯kt
Neapelsneˈaːpl̩s
Königinˈkøːnɪɡɪn
!
Die Gesandten Böhmens und Bayerns mit Gefolge.
DIE GESANDTEN BÖHMENS UND BAYERNS
Vonfɔn
Deutschlandˈdɔɪ̯t͡ʃlant
herheːɐ̯
kommtkɔmt
dirdiːɐ̯
derdeːɐ̯
Grussɡʁuːs
:
Gedeihenɡəˈdaɪ̯ən
dirdiːɐ̯
undʊnt
Ehreˈeːʁə
Romʁoːm
!
RIENZI
Imiˈʔɛm
Namenˈnaːmən
Romsʁoːms
nehmtneːmt
vollenˈfɔlən
Dankdaŋk
!
Nieniː
endeˈɛndə
Neidnaɪ̯t
dendeːn
schönenˈʃøːnən
Bundbeːʔuːʔɛnˈdeː
!
-
in wachsender Begeisterung
RIENZI
Jajaː
,
Gottɡɔt
,
derdeːɐ̯
Wunderˈvʊndɐ
schufʃuːf
durchdʊʁç
michmɪç
,
verlangtfɛɐ̯ˈlaŋt
,
nichtnɪçt
jetztjɛt͡st
schonʃoːn
stillzustehn
.
Sozoː
wisstvɪst
,
nichtnɪçt
Romʁoːm
alleinaˈlaɪ̯n
seizaɪ̯
freifʁaɪ̯
-
neinnaɪ̯n
,
ganzɡant͡s
Italieniˈtaːli̯ən
seizaɪ̯
freifʁaɪ̯
!
Heilhaɪ̯l
demdeːm
ital'schen
Bundeˈbʊndə
!
VOLK, BARONCELLI, CECCO, DIE GESANDTEN ITALIENS
RIENZI
Heilhaɪ̯l
demdeːm
ital'schen
Bundeˈbʊndə
!
Undʊnt
weiterˈvaɪ̯tɐ
nochnɔx
treibttʁaɪ̯pt
Gottɡɔt
michmɪç
anaːˈʔɛn
!
-
Imiˈʔɛm
Namenˈnaːmən
diesesˈdiːzəs
Volksfɔlks
vonfɔn
Romʁoːm
undʊnt
kraftkʁaft
derdeːɐ̯
mirmiːɐ̯
verliehnen
Machtmaxt
ladlaːt
ichɪç
diedaɪ
Fürstenˈfʏʁstn̩
Deutschlandsˈdɔɪ̯t͡ʃlant͡s
vorfoːɐ̯
,
bevorbəˈfoːɐ̯
einaɪ̯n
Kaiserˈkaɪ̯zɐ
seizaɪ̯
gewähltɡəˈvɛːlt
,
seinzaɪ̯n
Rechtʁɛçt
dendeːn
Römernˈʁøːmɐn
darzutunˈdaːɐ̯t͡suˌtuːn
,
mitmɪt
demdeːm
ereːɐ̯
Königˈkøːnɪk
Romsʁoːms
sichzɪç
nenntnɛnt
.
Auchaʊ̯x
Romʁoːm
erwähleɛɐ̯ˈvɛːlə
ihniːn
sozoː
fortfoːɐ̯
denndɛn
Romʁoːm
seizaɪ̯
freifʁaɪ̯
undʊnt
blüheˈblyːə
langlaŋ
!
Ausserordentliche Sensation; betroffene Bewegung der Gesandten Böhmens und Bayerns.
heimlich zu Colonna
ORSINI
Derdeːɐ̯
Übermüt'ge
!
Istɪst
ereːɐ̯
tolltɔl
?
COLONNA
Haha
,
fastfast
erspartɛɐ̯ˈʃpaːɐ̯t
ereːɐ̯
dirdiːɐ̯
dendeːn
Stoss[ˈʃtoːsn̩]
!
RIENZI
Heroldˈheːʁɔlt
,
beginnenbəˈɡɪnən
magmaːk
dasdas
Festfɛst
!
Vorbereitungen zur Pantomime.
unbemerkt und heimlich zu Rienzi
ADRIANO
Rienzi
,
seizaɪ̯
aufaʊ̯f
deinerˈdaɪ̯nɐ
Huthuːt
!
RIENZI
Drohtdʁoːt
mirmiːɐ̯
Verratfɛɐ̯ˈʁaːt
?
ADRIANO
Schützʃʏt͡s
dichdɪç
!
Nichtsnɪçt͡s
weiterˈvaɪ̯tɐ
!
RIENZI
Verratfɛɐ̯ˈʁaːt
?
Vonfɔn
wemveːm
alsals
diesenˈdiːzn̩
Edlenˈeːdlən
?
ADRIANO
Nurnuːɐ̯
meineˈmaɪ̯nə
Ahnungˈaːnʊŋ
!
RIENZI
Fürchteˈfʏʁçtə
nichtsnɪçt͡s
!
Einaɪ̯n
Panzerhemdˈpant͡sɐˌhɛmt
decktdɛkt
meineˈmaɪ̯nə
Brustbʁʊst
!
Er entfernt Baroncelli mit einem heimlichen Auftrage.
Nachdem alles zur Pantomime geordnet ist, tritt der Herold vor.
DER HEROLD
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
eseːs
beginntbəˈɡɪnt
dasdas
Festfɛst
.
Einaɪ̯n
hohesˈhoːəs
Schauspielˈʃaʊ̯ˌʃpiːl
stelltʃtɛlt
sichzɪç
dardaːɐ̯
.
Erfahretɛɐ̯ˈfaːʁət
,
wieviː
einstaɪ̯nst
Lucretias
Todtoːt
,
durchdʊʁç
Brutus'
Heldentatˈhɛldn̩ˌtaːt
gerächtɡəˈʁɛçt
,
Tarquinius'
Tyranneiˌtyʁaˈnaɪ̯
vertriebfɛɐ̯ˈtʁiːp
undʊnt
Romas
Söhnenˈzøːnən
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
gabɡaːp
.
Lucretia gefolgt von ihren Frauen; Collatinus, ihr Gatte, und mehrere angesehene Römer, unter ihnen Brutus. Collatinus: er müsse sie verlassen, der Tyrann Tarquinius habe ihn zu einem Feste geladen, zu dem ihn seine Freunde begleiten würden. Lucretia: - er solle sie nicht verlassen, ihr sei so bang in seiner Abwesenheit. Collatinus: er müsse der Einladung Folge leisten, damit er den Tyrannen einlulle, um ihn desto sicherer zu verderben! Lucretia: Sie beschwöre ihn von neuem, sie nur heute nicht zu verlassen; sie quälten die fürchterlichsten Ahnungen, zu denen sie grässliche Träume der vorigen Nacht trieben. Collatinus: sie sei wohl krank? Er befiehlt Virginia und den Jungfrauen, während seiner Abwesenheit Lucretia treu zu bewachen und ihre Augen durch muntere Spiele zu erfreuen. Er nimmt zärtlich Abschied von Lucretia. Sie umarmt ihn heftig; - er geht mit seinen Freunden. Lucretia sinkt auf ein Ruhebett und verbleibt in schwermütiges Hinbrüten versunken zurück. Virginia naht sich Lucretia mit Teilnahme und richtet an sie die Frage, ob sie nicht erlauben wolle, dass die Jungfrauen sie mit Spiel und Tanz aufzuheitern suchen dürften? Lucretia willigt ein. Einige der Jungfrauen ergreifen Harfen, die anderen ordnen sich zu einem Tanze.
Ballett.
Tarquinius hat sie belauscht. Auf sein Geheiss brechen seine Trabanten hervor und bemächtigen sich nach einigem Kampfe der Jungfrauen, die sie mit sich fortführen. -
Lucretia ist vor Schreck bewusstlos hingesunken. Tarquinius ist mit ihr allein; er betrachtet sie voll ungestümen Verlangens und sucht sich der Hingesunkenen zu bemächtigen; Lucretia erwacht aus ihrer Betäubung. Sie begreift schnell das Schreckliche ihrer Lage. Sie entsetzt sich und sucht zu entfliehen. Tarquinius hält sie zurück; - sie sucht ihn abzuwehren. Sie ringen eine Zeitlang. Oft macht sie sich los und sucht nach verschiedenen Seiten hin zu entfliehen; - überallhin folgt er ihr und hält sie zurück; - sie sucht ihn bald durch bittende, bald durch drohende Gebärden von sich abzuhalten. - In der Verzweiflung senkt sie sich auf die Knie; - und beschwört ihn, ihre Ehre zu schonen. Tarquinius hebt sie auf und kniet selbst vor ihr, indem er sie bittet, seinem Verlangen nicht zuwider zu sein; ihre Schönheit flösse ihm eine zu grosse Glut ein, als dass er sie nicht gelöscht sehen solle. Sie solle bedenken, dass er der Beherrscher der Römer sei, der über alle, auch über sie unumschränkt zu gebieten habe. Sie stösst ihn mit grimmiger Verachtung von sich; - dies reizt seine Wut; mit roher Gewalt sucht er sich jetzt ihrer zu bemächtigen; sie wehrt sich nochmals auf das Verzweifeltste; ihre Kräfte scheinen endlich zu sinken - er erfasst sie und schleppt sie nach dem Ruhebette - plötzlich stösst sie ihn aufs neue gewaltsam von sich; sie hat ihm das Schwert entrissen und droht ihm, sich zu durchbohren, wenn er nicht von ihr ablasse; er dringt demohngeachtet auf sie zu und sucht ihr das Schwert zu entreissen, sie wehrt ihn glücklich ab und stösst sich das Schwert in die Brust. Sie sinkt tot nieder. Tarquinius ist auf das Äusserste bestürzt. Seine Trabanten nahen sich mit der Nachricht, dass Collatinus mit vielen Begleitern zurückkehre. - Tarquinius entflieht mit ihnen. -
Collatinus, Brutus, Virginia und eine Anzahl junger Römer treten auf: Virginia hatte sich den Trabanten entrissen, war zu Collatinus geeilt und hat ihn von allem benachrichtigt, was in seiner Abwesenheit vorgefallen. - Sie erblicken die Leiche. Collatinus stürzt sich mit heftigem Schmerz über sie hin; - alle stehen von tiefem Entsetzen ergriffen. Brutus ermannt sich zuerst, erhebt Collatinus und zieht das Schwert aus Lucretias Brust. Mit heroischem Pathos, über den die anderen erstaunen, hebt Brutus mit beiden Händen das Schwert zum Himmel und schwört Untergang der Tyrannei. Er hält den übrigen das Schwert hin und fordert sie auf, denselben Schwur zu leisten. Alle sind durch Brutus hingerissen. Sie schwören auf das Schwert Bestrafung und Vertreibung der Tyrannei. Brutus fordert sie zum schnellen Vollzug des Schwures auf; sie sind entschlossen, sogleich alles zu wagen. Sie entblössen ihre Schwerter, heben Lucretias Leiche auf und eilen davon.
Tarquinius kommt mit seinen Trabanten. Er ist auf der Flucht, sein Schritt ist matt und schwankend. Voll Entsetzen und Wut blickt er hinter sich; seine Begleiter fordern ihn auf zu fliehen. Seine Freunde bewegen ihn endlich, ihnen zu folgen. Er blickt noch einmal zurück, mit einer Gebärde, als ob nun alles verloren sei, wirft er sein Diadem von sich und entflieht.
Brutus, Collatinus und die Scharen der römischen Jugend, alle in Waffen, gelangen, Tarquinius verfolgend, auf die Bühne. Brutus hält sie von der weiteren Verfolgung zurück; der Sieg sei entschieden, der Schwur erfüllt, der Tyrann vernichtet und Rom frei. Er fordert sie auf, die Waffen von sich zu legen und sich mit friedlichen Oliven zu schmücken, denn Friede und Freiheit solle nun herrschen, nur die
Waffen sollten sie stets in Bereitschaft halten, Frieden und Freiheit gegen jeden Tyrannen zu schützen; er fordert sie auf, dies zu beschwören. Alle, in der einen Hand das Schwert, in der anderen den Kranz, beschwören, mit jenem diesen zu verteidigen. Festlicher Tanz mit Festhaltung der Allegorie.
Trompeten ertönen. Ein Zug Ritter in mittelalterlichen Kostümen erscheint. Die Römer, die ihre Waffen bereits abgelegt, werden von Brutus ermahnt, sich gegen neue Tyrannen zu verteidigen. Sie werden von den Rittern herausgefordert, ergreifen die Waffen und beginnen den Kampf.
Kampf.
Die alten Römer bilden mit ihren Schilden eine Testudo, auf welche ihre Anführer, Brutus voran, steigen und von da herab die Ritter siegreich bekämpfen.
Der Sieg ist entschieden, die Ritter unterliegen.
Der Friede erscheint, ihm folgen Jungfrauen, in gemischt antikem und mittelalterlichem Kostüm. Der Frieden versöhnt die alten mit den neuen Römern. Auf sein Geheiss schmücken die mittelalterlich gekleideten Jungfrauen die alten, die antik gekleideten die neuen Römer mit Friedens-Kränzen und gesellen sich zu ihnen.
Festliche Tänze, die Vereinigung des alten und neuen Roms versinnlichend.
Die neuen Römischen Fahnen werden entfaltet; die Fahnen werden von den Zuschauern enthusiastisch begrüsst.
Orsini hat sich während des Schlusses der Tänze immer dichter an Rienzi gedrängt und führt jetzt einen Dolchstoss nach dessen Brust. Adriano, der ihn fest beobachtet hat, fährt dazwischen, ohne jedoch den Stoss zurückhalten zu können. Die Säle sind plötzlich durch Rienzis Trabanten besetzt und die Nobili in einem Moment überwältigt.
VOLK
Rienzi
!
Aufaʊ̯f
!
Schütztʃʏt͡st
dendeːn
Tribuntʁiˈbuːn
!
zu den Nobili
RIENZI
Ihriːɐ̯
stauntʃtaʊ̯nt
?
Begreiftbəˈɡʁaɪ̯ft
nichtnɪçt
dasdas
Misslingenmɪsˈlɪŋən
derdeːɐ̯
wohlberechnet
schönenˈʃøːnən
Tattaːt
?
Er entblösst das Gewand auf seiner Brust, die mit einem hellen Panzer bedeckt ist.
RIENZI
Sozoː
sehtzeːt
denndɛn
,
wieviː
ichɪç
michmɪç
gewahrtɡəˈvaːɐ̯t
vorfoːɐ̯
eurerˈɔʏ̯ɐ
Liebeˈliːbə
!
Meuchelmordˈmɔɪ̯çl̩ˌmɔʁt
!
Ereːɐ̯
galtɡalt
nichtnɪçt
mirmiːɐ̯
,
neinnaɪ̯n
,
ereːɐ̯
galtɡalt
Romʁoːm
,
galtɡalt
seinerˈzaɪ̯nɐ
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
,
seinemˈzaɪ̯nəm
Gesetzɡəˈzɛt͡s
!
Sieziː
ekelteˈeːkl̩tə
diesdaɪs
hoheˈhoːə
Festfɛst
,
dasdas
Romsʁoːms
Erstehung
feierteˈfaɪ̯ɐtə
!
Vielfiːl
edlerˈeːdlɐ
istɪst
einaɪ̯n
Meuchelmordˈmɔɪ̯çl̩ˌmɔʁt
anaːˈʔɛn
demdeːm
,
derdeːɐ̯
Romaʁoˈmaː
neunɔɪ̯
erschufɛɐ̯ˈʃuːf
!
Zut͡suː
Endɛnt
,
ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
sindzɪnt
diedaɪ
Festeˈfɛstə
,
undʊnt
dasdas
Gerichtɡəˈʁɪçt
beginnetbəˈɡɪnət
!
Erschüttert und schweigend entfernt sich alles; nur Rienzi, die Senatoren, Cecco, Baroncelli und sämtliche Nobili, von den Trabanten bewacht, bleiben zurück.
zu den Senatoren
RIENZI
Ihriːɐ̯
sahtzaːt
,
Signorisɪnˈjoːʁi
,
dasdas
Verbrechenfɛɐ̯ˈbʁɛçn̩
,
vorfoːɐ̯
eurenˈɔʏ̯ɐ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
ward's
verübtfɛɐ̯ˈʔyːpt
.
BARONCELLI
Nochnɔx
mehrmeːɐ̯
!
Colonnas
Lanzenvolk
durchbrachdʊʁçˈbʁaːx
dasdas
Tortoːɐ̯
undʊnt
suchteˈzuːxtə
jetztjɛt͡st
iniˈʔɛn
Eil'
dasdas
Kapitolkapiˈtoːl
zut͡suː
nehmenˈneːmən
,
dasdas
deineˈdaɪ̯nə
Vorsichtˈfoːɐ̯ˌzɪçt
schonʃoːn
besetztbəˈzɛt͡st
.
RIENZI
Ihriːɐ̯
Edlenˈeːdlən
,
leugnetˈlɔɪ̯ɡnət
ihriːɐ̯
?
COLONNA
Werveːɐ̯
leugnetˈlɔɪ̯ɡnət
?
Zeigt͡saɪ̯k
deinenˈdaɪ̯nən
Mutmuːt
,
nimmnɪm
unsʊns
dasdas
Haupthaʊ̯pt
:
auchaʊ̯x
deineˈdaɪ̯nə
Stundeˈʃtʊndə
istɪst
nichtnɪçt
fernfɛʁn
!
erschüttert
RIENZI
Wasvas
willstvɪlst
duduː
,
düstreˈdyːstʁə
Mahnungˈmaːnʊŋ
,
mirmiːɐ̯
?
Er ermannt sich schnell.
RIENZI
Sozoː
richtetˈʁɪçtət
sieziː
nachnaːx
demdeːm
Gesetzɡəˈzɛt͡s
!
CECCO
Undʊnt
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
sprichtʃpʁɪçt
:
Todtoːt
durchsdʊʁçs
Beilbaɪ̯l
!
RIENZI
Nunnuːn
denndɛn
,
bereitetbəˈʁaɪ̯tət
sieziː
zumt͡sʊm
Todtoːt
!
Die Nobili werden von den Senatoren und den Trabanten in den hinteren Saal geführt, vor welchem ein roter Vorhang herabgelassen wird. Man hört das dumpfe Geläute der Kapitol-Glocke.
Rienzi allein.
RIENZI
Meinmaɪ̯n
armerˈaʁmɐ
Bruderˈbʁuːdɐ
,
nichtnɪçt
durchdʊʁç
michmɪç
,
durchdʊʁç
Romaʁoˈmaː
selbstzɛlpst
wirstvɪʁst
duduː
gerächtɡəˈʁɛçt
!
Adriano und Irene stürzen herein.
ADRIANO
Dendeːn
Heil'gen
Dankdaŋk
!
Ereːɐ̯
istɪst
alleinaˈlaɪ̯n
...
Rienzi
!
Gibɡiːp
mirmiːɐ̯
meinenˈmaɪ̯nn̩
Vaterˈfaːtɐ
!
IRENE
Seinzaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
!
Sprichʃpʁɪç
,
wasvas
istɪst
seinzaɪ̯n
Losloːs
?
RIENZI
Desdɛs
Hochverräters
Losloːs
,
derdeːɐ̯
Todtoːt
!
ADRIANO
Haha
,
nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
!
Bedenkbəˈdɛŋk
,
Tribuntʁiˈbuːn
,
ichɪç
warnteˈvaʁntə
dichdɪç
,
verrietfɛɐ̯ˈʁiːt
dendeːn
Vaterˈfaːtɐ
!
Machstmaxst
duduː
zut͡suː
seinemˈzaɪ̯nəm
Mörderˈmœʁdɐ
michmɪç
?
RIENZI
Bedenkebəˈdɛŋkə
,
dassdas
duduː
Römerˈʁøːmɐ
bistbɪst
undʊnt
nichtnɪçt
desdɛs
Hochverräters
Sohnzoːn
!
ADRIANO
Willstvɪlst
duduː
diedaɪ
Bandeˈbandə
derdeːɐ̯
Naturnaˈtuːɐ̯
aufopfernˈaʊ̯fˌʔɔp͡fɐn
deinerˈdaɪ̯nɐ
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
Prunkpʁʊŋk
?
Oh
,
Fluchfluːx
danndan
ihriːɐ̯
,
Fluchfluːx
dirdiːɐ̯
,
Tribuntʁiˈbuːn
!
RIENZI
Betörterbəˈtøːɐ̯tɐ
!
Wardvaʁt
nichtnɪçt
diedaɪ
Naturnaˈtuːɐ̯
,
jajaː
,
Gottɡɔt
selbstzɛlpst
freventlichˈfʁeːfn̩tlɪç
verletztfɛɐ̯ˈlɛt͡st
!
Meineidˈmaɪ̯nˌʔaɪ̯t
undʊnt
Mordmɔʁt
!
Colonna
stirbtʃtɪʁpt
!
ADRIANO
Haha
,
wagvaːk
eseːs
,
blut'ger
Freiheitsknecht
!
mit Bedeutung
ADRIANO
Gibɡiːp
mirmiːɐ̯
verwandtesfɛɐ̯ˈvantəs
Blutbluːt
zut͡suː
rächenˈʁɛçn̩
,
undʊnt
deindaɪ̯n
Blutbluːt
ist's
,
wasvas
mirmiːɐ̯
verfälltfɛɐ̯ˈfɛlt
!
RIENZI
Unsel'ger
!
Woranvoˈʁan
mahnstmaːnst
duduː
michmɪç
?
Man hört aus dem verhängten Saale den dumpfen Gesang der Mönche, welche die Nobili zum Tode vorbereiten.
hinter der Szene
MÖNCHE
Misereat
Dominum
vestrorum
peccatorum
!
ADRIANO
Entsetzlichɛntˈzɛt͡slɪç
!
Welcheˈvɛlçə
dumpfeˈdʊmp͡fə
Töneˈtøːnə
!
Erregeɛɐ̯ˈʁeːɡə
Mordlustˈmɔʁtˌlʊst
nichtnɪçt
iniˈʔɛn
mirmiːɐ̯
.
IRENE
O
blickblɪk
zut͡suː
Gottɡɔt
,
seizaɪ̯
gnädigˈɡnɛːdɪk
,
Bruderˈbʁuːdɐ
,
undʊnt
schoneˈʃoːnə
,
o
schoneˈʃoːnə
,
seinesˈzaɪ̯nəs
Vatersˈfaːtɐs
Haupthaʊ̯pt
!
Vom grossen Portal her hört man das Volk.
VOLK
Todtoːt
derdeːɐ̯
Verräterbrut
!
RIENZI
Hörthøːɐ̯t
diesenˈdiːzn̩
Rufʁuːf
!
Ereːɐ̯
sprichtʃpʁɪçt
zut͡suː
mirmiːɐ̯
!
Achax
,
meineˈmaɪ̯nə
Gnadeˈɡnaːdə
wirdvɪʁt
zumt͡sʊm
Verbrechenfɛɐ̯ˈbʁɛçn̩
!
Irene und Adriano beschwören Rienzi auf den Knien.
ADRIANO
Zut͡suː
deinenˈdaɪ̯nən
Füssenˈfʏsn̩
flehenˈfleːən
wirviːɐ̯
:
seizaɪ̯
gnädigˈɡnɛːdɪk
,
retteˈʁɛtə
meinenˈmaɪ̯nn̩
/
seinenˈzaɪ̯nən
Vaterˈfaːtɐ
!
RIENZI
Wohlanvolˈʔan
!
Vernehmtfɛɐ̯ˈneːmt
denndɛn
Rienzis
Entschlussɛntˈʃlʊs
!
Auf Rienzis Zeichen hebt sich der Vorhang. Man sieht die Nobili in Todesangst beten, vor jedem steht ein Mönch. Der Ruf des Volkes schallt von aussen durch das grosse Portal her. Die Nobili werden in den Vordergrund geführt.
von aussen
VOLK
Todtoːt
dendeːn
Nobiliˈnɔːbili
!
Todtoːt
dendeːn
Verräternfɛɐ̯ˈʁɛːtɐn
!
Die Masse des Volkes bricht durch das Portal herein.
VOLK
Todtoːt
treffeˈtʁɛfə
sieziː
!
Todtoːt
treffeˈtʁɛfə
diedaɪ
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
!
Diedaɪ
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
sterbenˈʃtɛʁbn̩
!
Sieziː
sterbenˈʃtɛʁbn̩
!
dem Volke entgegentretend
RIENZI
Höretˈhøːʁət
michmɪç
!
Verschworenfɛɐ̯ˈʃvoːʁən
hattenˈhatn̩
sichzɪç
diedaɪ
Nobiliˈnɔːbili
zumt͡sʊm
Mordmɔʁt
anaːˈʔɛn
mirmiːɐ̯
...
VOLK
Sieziː
sterbenˈʃtɛʁbn̩
drumdʁʊm
!
RIENZI
Hörthøːɐ̯t
,
Römerˈʁøːmɐ
,
michmɪç
!
Begnadigtbəˈɡnaːdɪkt
seienˈzaɪ̯ən
sieziː
durchdʊʁç
euchɔɪ̯ç
!
CECCO
Tribuntʁiˈbuːn
,
duduː
rasestˈʁaːzəst
!
VOLK
Nieniː
,
Rienzi
!
Todtoːt
treffeˈtʁɛfə
diedaɪ
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
!
Todtoːt
treffeˈtʁɛfə
sieziː
!
Diedaɪ
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
sterbenˈʃtɛʁbn̩
!
Sieziː
sterbenˈʃtɛʁbn̩
!
RIENZI
Mussmʊs
ichɪç
euchɔɪ̯ç
umʊm
Gnadeˈɡnaːdə
flehn
fürfyːɐ̯
meineˈmaɪ̯nə
Mörderˈmœʁdɐ
?
Wohlanvolˈʔan
!
Sozoː
fleh'
ichɪç
euchɔɪ̯ç
denndɛn
anaːˈʔɛn
:
wennvɛn
ihriːɐ̯
michmɪç
liebtliːpt
,
begnadigtbəˈɡnaːdɪkt
sieziː
!
BARONCELLI
Ereːɐ̯
rasetˈʁaːzət
!
Hörthøːɐ̯t
ihniːn
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
!
RIENZI
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
!
Ichɪç
macht'
euchɔɪ̯ç
grossɡroːs
undʊnt
freifʁaɪ̯
;
dendeːn
Friedenˈfʁiːdn̩
,
oh
,
erhaltetɛɐ̯ˈhaltət
ihniːn
!
Vermeidetfɛɐ̯ˈmaɪ̯dət
Blutbluːt
!
Seidzaɪ̯t
gnädigˈɡnɛːdɪk
,
fleheˈfleːə
ichɪç
,
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
!
VOLK
Dichdɪç
,
unsrenˈʊnzʁən
Retterˈʁɛtɐ
,
unsrenˈʊnzʁən
Befreierbəˈfʁaɪ̯ɐ
,
bedrohtebəˈdʁoːtə
Todtoːt
vonfɔn
ihrerˈiːʁɐ
Handhant
!
RIENZI
Begnadigtbəˈɡnaːdɪkt
sieziː
undʊnt
lasstlast
vonfɔn
neuemˈnɔɪ̯əm
sieziː
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
beschwörenbəˈʃvøːʁən
;
nieniː
könnenˈkœnən
jejeː
sie's
wiederˈviːdɐ
brechenˈbʁɛçn̩
!
Ihriːɐ̯
Nobiliˈnɔːbili
,
könntkœnt
ihriːɐ̯
diesdaɪs
schwörenˈʃvøːʁən
?
in Zerknirschung
DIE COLONNA
Wirviːɐ̯
schwörenˈʃvøːʁən
!
CECCO
Duduː
wirst's
bereun
!
RIENZI
O
lasstlast
derdeːɐ̯
Gnadeˈɡnaːdə
Himmelslichtˈhɪməlsˌlɪçt
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
dringenˈdʁɪŋən
iniˈʔɛn
dasdas
Herzhɛʁt͡s
!
Werveːɐ̯
euchɔɪ̯ç
,
begnadigtbəˈɡnaːdɪkt
,
Treutʁɔɪ̯
versprichtfɛɐ̯ˈʃpʁɪçt
,
fühltfyːlt
auchaʊ̯x
derdeːɐ̯
Reueˈʁɔɪ̯ə
bittren
Schmerzʃmɛʁt͡s
!
Dochdɔx
dreifachˈdʁaɪ̯fax
Weheˈveːə
treffeˈtʁɛfə
sieziː
,
verletzenfɛɐ̯ˈlɛt͡sn̩
sieziː
auchaʊ̯x
diesenˈdiːzn̩
Eidaɪ̯t
!
Dendeːn
Frevlernˈfʁeːflɐn
danndan
verzeihetfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯ət
nieniː
,
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
sei'n
sieziː
iniˈʔɛn
Ewigkeitˈeːvɪkkaɪ̯t
!
ADRIANO
Wieviː
Sonneˈzɔnə
schönʃøːn
durchdʊʁç
Wolkenˈvɔlkn̩
brichtbʁɪçt
,
löstløːst
dieseˈdiːzə
Gnadeˈɡnaːdə
jedenˈjeːdn̩
Schmerzʃmɛʁt͡s
;
jajaː
,
seinerˈzaɪ̯nɐ
Mildeˈmɪldə
Himmelslichtˈhɪməlsˌlɪçt
dringtdʁɪŋt
segnendˈzeːɡnənt
iniˈʔɛn
ihriːɐ̯
reuigˈʁɔɪ̯ɪk
Herzhɛʁt͡s
.
CECCO
Unzeit'ge
Gnadeˈɡnaːdə
,
diedaɪ
ereːɐ̯
übtyːpt
!
Bereun
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
derdeːɐ̯
Straf'
Erlassɛɐ̯ˈlas
.
Werveːɐ̯
diesenˈdiːzn̩
Stolzenˈʃtɔlt͡sn̩
jejeː
vergibtfɛɐ̯ˈɡiːpt
,
erwecktɛɐ̯ˈvɛkt
aufsaʊ̯fs
neueˈnɔɪ̯ə
ihrenˈiːʁən
Hasshas
!
DIE COLONNA
Haha
,
stolzeˈʃtɔlt͡sə
Gnadeˈɡnaːdə
,
diedaɪ
ereːɐ̯
übtyːpt
!
Erniedrigungɛɐ̯ˈniːdʁɪɡʊŋ
undʊnt
Straferlassˈʃtʁaːfʔɛɐ̯ˌlas
!
Diedaɪ
Schmachʃmaːx
derdeːɐ̯
Edleˈeːdlə
nieniː
vergibtfɛɐ̯ˈɡiːpt
,
bisbɪs
iniˈʔɛn
dendeːn
Todtoːt
triffttʁɪft
dichdɪç
seinzaɪ̯n
Hasshas
!
VOLK
Iniˈʔɛn
deineˈdaɪ̯nə
Händeˈhɛndə
,
o
Tribuntʁiˈbuːn
,
seizaɪ̯
derdeːɐ̯
Verbrecherfɛɐ̯ˈbʁɛçɐ
Losloːs
vertrautfɛɐ̯ˈtʁaʊ̯t
!
Duduː
darfstdaʁfst
nachnaːx
deinemˈdaɪ̯nəm
Willenˈvɪlən
tuntjuːn
,
dadaː
festfɛst
aufaʊ̯f
dichdɪç
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
bautbaʊ̯t
.
RIENZI
Euchɔɪ̯ç
Edlenˈeːdlən
diesesˈdiːzəs
Volkfɔlk
verzeihtfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯t
,
seidzaɪ̯t
freifʁaɪ̯
,
diedaɪ
bestenˈbɛstn̩
Bürgerˈbʏʁɡɐ
Romsʁoːms
!
Rienzi zu Füssen fallend.
ADRIANO
Rienzi
,
dirdiːɐ̯
seizaɪ̯
Preispʁaɪ̯s
,
deindaɪ̯n
Nameˈnaːmə
hochgeehrt
;
dichdɪç
schmückeˈʃmʏkə
Lorbeerreis
,
gesegnetɡəˈzeːɡnət
seizaɪ̯
deindaɪ̯n
Herdheːɐ̯t
!
Sozoː
langlaŋ
alsals
Romaʁoˈmaː
stehtʃteːt
,
ansans
Endeˈɛndə
allerˈalɐ
Weltvɛlt
,
deindaɪ̯n
Nameˈnaːmə
nieniː
vergehtfɛɐ̯ˈɡeːt
,
duduː
hoherˈhoːɐ
Friedensheld
!
CECCO
Baldbalt
schwörtʃvøːɐ̯t
Verratfɛɐ̯ˈʁaːt
aufsaʊ̯fs
neunɔɪ̯
diedaɪ
stolzeˈʃtɔlt͡sə
Räuberbrut
,
werveːɐ̯
bautbaʊ̯t
aufaʊ̯f
ihreˈiːʁə
Treutʁɔɪ̯
?
Unsʊns
frommtfʁɔmt
alleinaˈlaɪ̯n
ihriːɐ̯
Blutbluːt
!
DIE COLONNA
Haha
,
dieserˈdiːzɐ
Gnadeˈɡnaːdə
Schmachʃmaːx
erdrücktɛɐ̯ˈdʁʏkt
meinmaɪ̯n
stolzesˈʃtɔlt͡səs
Herzhɛʁt͡s
!
Eseːs
rächeˈʁɛçə
baldbalt
einaɪ̯n
Tagtaːk
derdeːɐ̯
Schandeˈʃandə
blut'gen
Schmerzʃmɛʁt͡s
!
VOLK
Rienzi
,
dirdiːɐ̯
seizaɪ̯
Preispʁaɪ̯s
,
deindaɪ̯n
Nameˈnaːmə
hochgeehrt
;
dichdɪç
schmückeˈʃmʏkə
Lorbeerreis
,
gesegnetɡəˈzeːɡnət
seizaɪ̯
deindaɪ̯n
Herdheːɐ̯t
!
Sozoː
langlaŋ
alsals
Romaʁoˈmaː
stehtʃteːt
,
ansans
Endeˈɛndə
allerˈalɐ
Weltvɛlt
,
deindaɪ̯n
Nameˈnaːmə
nieniː
vergehtfɛɐ̯ˈɡeːt
,
duduː
hoherˈhoːɐ
Friedensheld
!
DRITTER AKT
Nr. 8 - Introduktion
Männer. Dann Baroncelli. Später Cecco. Zuletzt Rienzi.
Der Vorhang geht auf. - Die Szene stellt den grossen Platz des alten Forums, mit Ruinen von Säulen und Statuen, dar. Im Beginn der Nummer hört man von fern und in unregelmässigen Pausen die grosse Kapitolsglocke - in Des - läuten. Wild aufgeregte Volkshaufen erfüllen die Szene.
VOLK
Vernahmtˌfɛɐ̯ˈnaːmt
ihriːɐ̯
allaːʔɛlˈʔɛl
diedaɪ
Kundeˈkʊndə
schonʃoːn
?
Schliesst[ˈʃliːsən]
eureˈɔɪ̯ʁə
Häuserˈhɔɪ̯zɐ
,
wahrtvaːɐ̯t
eu'r
Gutɡuːt
!
Diedaɪ
Nobiliˈnɔːbili
sindzɪnt
nachtsnaxt͡s
geflohn
,
baldbalt
fliesst
iniˈʔɛn
Romʁoːm
derdeːɐ̯
Bürgerˈbʏʁɡɐ
Blutbluːt
!
Rienzi
,
Rienzi
!
Suchtzuːxt
dendeːn
Tribuntʁiˈbuːn
!
auftretend
BARONCELLI
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
hört's
,
wieviː
wirviːɐ̯
betrogenbəˈtʁoːɡn̩
!
Desdɛs
Friedensˈfʁiːdn̩s
Geiselnˈɡaɪ̯zl̩n
sindzɪnt
entflohn
.
VOLK
Wovoː
istɪst
Rienzi
?
BARONCELLI
Derdeːɐ̯
Rasendeˈʁaːzn̩də
!
Schonʃoːn
gibtɡiːpt
sieziː
ihriːɐ̯
Verratfɛɐ̯ˈʁaːt
unsʊns
preispʁaɪ̯s
,
mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
Schlagʃlaːk
sindzɪnt
sieziː
vertilgtfɛɐ̯ˈtɪlkt
-
dadaː
gibtɡiːpt
ereːɐ̯
Gnadeˈɡnaːdə
,
lässtlɛst
sieziː
freifʁaɪ̯
!
O
Tortoːɐ̯
,
werveːɐ̯
zähltt͡sɛːlt
aufaʊ̯f
ihreˈiːʁə
Treutʁɔɪ̯
!
VOLK
Rienzi
,
Rienzi
!
Suchtzuːxt
dendeːn
Tribuntʁiˈbuːn
!
tritt auf
CECCO
Haha
,
's
istɪst
zumt͡sʊm
Rasenˈʁaːzn̩
!
Allesˈaləs
hinhɪn
!
Gerüstetɡəˈʁʏstət
sindzɪnt
diedaɪ
Nobiliˈnɔːbili
undʊnt
nahenˈnaːən
drohendˈdʁoːənt
sichzɪç
derdeːɐ̯
Stadtʃtat
!
Haha
,
wieviː
zurt͡suːɐ̯
Unzeitˈʊnˌt͡saɪ̯t
warvaːɐ̯
diedaɪ
Mildeˈmɪldə
!
Wirviːɐ̯
büssenˈbyːsn̩
sieziː
mitmɪt
unsermˈʔʊnzɐ
Blutbluːt
.
VOLK
Schreitʃʁaɪ̯t
nachnaːx
Rienzi
!
Ruftʁuːft
ihniːn
herheːɐ̯
!
Rienzi
!
Rienzi
!
Rienzi
!
tritt auf
RIENZI
Ichɪç
kenneˈkɛnə
eurenˈɔʏ̯ɐ
Rufʁuːf
!
Sehtzeːt
michmɪç
,
gleichɡlaɪ̯ç
euchɔɪ̯ç
,
vonfɔn
Zornt͡sɔʁn
undʊnt
Wutvuːt
entflammtɛntˈflamt
!
Wehveː
denenˈdeːnən
,
diedaɪ
ihriːɐ̯
mitmɪt
Gnadeˈɡnaːdə
überladenyːbɐˈlaːdn̩
,
diedaɪ
dennochˈdɛnɔx
Eidaɪ̯t
undʊnt
Treueˈtʁɔɪ̯ə
brachenˈbʁaːxn̩
!
Haha
!
Dreifachˈdʁaɪ̯fax
Weheˈveːə
treffeˈtʁɛfə
sieziː
!
CECCO
Tribuntʁiˈbuːn
,
duduː
sündigtestˈzʏndɪktəst
anaːˈʔɛn
unsʊns
,
dadaː
Gnadeˈɡnaːdə
duduː
vorfoːɐ̯
Rechtʁɛçt
geübtɡəˈʔyːpt
!
RIENZI
Jajaː
,
ichɪç
versteh'
euchɔɪ̯ç
,
tadl'
euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
.
Fortanfɔʁtˈʔan
seizaɪ̯
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
gestähltɡəˈʃtɛːlt
,
undʊnt
eisernˈaɪ̯zɐn
walteˈvaltə
dasdas
Gesetzɡəˈzɛt͡s
!
Blutbluːt
fliesse
,
wennvɛn
keinkaɪ̯n
Tropfenˈtʁɔp͡fn̩
selbstzɛlpst
Patrizierblutes
übrigˈyːbʁɪk
blieb'
!
Wehveː
ihnenˈiːnən
,
wennvɛn
sieziː
Romaʁoˈmaː
nahn
!
CECCO
Wasvas
willstvɪlst
duduː
tuntjuːn
?
VOLK
Wasvas
hasthast
duduː
vorfoːɐ̯
?
RIENZI
Diedaɪ
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
Romsʁoːms
verteidigenfɛɐ̯ˈtaɪ̯dɪɡn̩
undʊnt
niederschmetternˈniːdɐˌʃmɛtɐn
diedaɪ
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
.
BARONCELLI
Dasdas
standʃtant
beibaɪ̯
dirdiːɐ̯
,
dasdas
konntestˈkɔntəst
duduː
,
alsals
unserˈʊnzɐ
Blutbluːt
derdeːɐ̯
Preispʁaɪ̯s
nichtnɪçt
warvaːɐ̯
.
VOLK
Durchdʊʁç
unserˈʊnzɐ
Blutbluːt
bestrafstbəˈʃtʁaːfst
duduː
sieziː
nunnuːn
!
RIENZI
Einaɪ̯n
vollres
Rechtʁɛçt
nunnuːn
habenˈhaːbm̩
wirviːɐ̯
,
strafbarerˈʃtʁaːfbaːʁɐ
machtmaxt
diedaɪ
Gnadeˈɡnaːdə
sieziː
,
vernichtenfɛɐ̯ˈnɪçtn̩
wirviːɐ̯
diedaɪ
Bubenˈbuːbn̩
jetztjɛt͡st
,
nenntnɛnt
unsʊns
diedaɪ
ganzeˈɡant͡sə
Weltvɛlt
gerechtɡəˈʁɛçt
.
VOLK
Haha
,
furchtbarˈfʊʁçtbaːɐ̯
treffeˈtʁɛfə
unserˈʊnzɐ
Grimmɡʁɪm
diedaɪ
Frevlerˈfʁeːflɐ
,
diedaɪ
treulose[tʁɔʏloːs]
Brutbʁuːt
!
Rienzi
,
sprichʃpʁɪç
,
wasvas
hasthast
duduː
vorfoːɐ̯
?
Wirviːɐ̯
sindzɪnt
bereitbəˈʁaɪ̯t
undʊnt
folgenˈfɔlɡn̩
dirdiːɐ̯
!
RIENZI
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
aufaʊ̯f
!
Greiftɡʁaɪ̯ft
zut͡suː
dendeːn
Waffenˈvafn̩
,
zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
eileˈaɪ̯lə
jederˈjeːdɐ
Mannman
!
Derdeːɐ̯
Gottɡɔt
,
derdeːɐ̯
Romaʁoˈmaː
neunɔɪ̯
erschaffenɛɐ̯ˈʃafn̩
,
führtfyːɐ̯t
euchɔɪ̯ç
durchdʊʁç
seinenˈzaɪ̯nən
Streiterˈʃtʁaɪ̯tɐ
anaːˈʔɛn
!
Lasstlast
eureˈɔɪ̯ʁə
neuenˈnɔɪ̯ən
Fahnenˈfaːnən
wallenˈvalən
undʊnt
kämpfetˈkɛmp͡fət
frohfʁoː
fürfyːɐ̯
ihreˈiːʁə
Ehreˈeːʁə
!
Dendeːn
Schlachtrufˈʃlaxtˌʁuːf
lassetˈlasət
lautlaʊ̯t
erschallenɛɐ̯ˈʃalən
:
Santo
spirito
cavalierekavaˈli̯eːʁə
!
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
aufaʊ̯f
!
Greiftɡʁaɪ̯ft
zut͡suː
dendeːn
Waffenˈvafn̩
,
zumt͡sʊm
Kampfeˈkamp͡fə
eileˈaɪ̯lə
jederˈjeːdɐ
Mannman
!
Derdeːɐ̯
Gottɡɔt
,
derdeːɐ̯
Romaʁoˈmaː
neunɔɪ̯
geschaffenɡəˈʃafn̩
,
führtfyːɐ̯t
euchɔɪ̯ç
durchdʊʁç
seinenˈzaɪ̯nən
Streiterˈʃtʁaɪ̯tɐ
anaːˈʔɛn
!
Lasstlast
eureˈɔɪ̯ʁə
neuenˈnɔɪ̯ən
Fahnenˈfaːnən
wallenˈvalən
undʊnt
kämpfetˈkɛmp͡fət
frohfʁoː
fürfyːɐ̯
ihreˈiːʁə
Ehr'
!
Diedaɪ
stolzenˈʃtɔlt͡sn̩
Feindeˈfaɪ̯ndə
seh'
sieziː
fallenˈfalən
undʊnt
siegenˈziːɡn̩
freierˈfʁaɪ̯ɐ
Römerˈʁøːmɐ
Speerʃpeːɐ̯
.
Alle zerstreuen sich unter grossem Tumult nach verschiedenen Seiten.
VOLK
Zut͡suː
dendeːn
Waffenˈvafn̩
!
Nr. 9 - Szene und Arie
tritt auf
ADRIANO
Gerechterɡəˈʁɛçtɐ
Gottɡɔt
,
sozoː
ist's
entschiedenɛntˈʃiːdn̩
schonʃoːn
!
Nachnaːx
Waffenˈvafn̩
schreitʃʁaɪ̯t
dasdas
Volkfɔlk
;
keinkaɪ̯n
Traumtʁaʊ̯m
ist's
mehrmeːɐ̯
!
O
Erdeˈeːɐ̯də
,
nimmnɪm
michmɪç
Jammervollen
aufaʊ̯f
!
Wovoː
gibt's
einaɪ̯n
Schicksalˈʃɪkˌz̥aːl
,
dasdas
demdeːm
meinenˈmaɪ̯nn̩
gleichtɡlaɪ̯çt
?
Werveːɐ̯
liess
michmɪç
dirdiːɐ̯
verfallenfɛɐ̯ˈfalən
,
finstreˈfɪnstʁə
Machtmaxt
?
Rienzi
,
Unheilvollerˈʊnhaɪ̯lˌfɔlɐ
,
welchvɛlç
einaɪ̯n
Losloːs
beschwurstbəˈʃvuːɐ̯st
duduː
aufaʊ̯f
diesdaɪs
unglücksel'ge
Haupthaʊ̯pt
!
Wohinvoˈhɪn
wend'
ichɪç
diedaɪ
irrenˈɪʁən
Schritteˈʃʁɪtə
?
Wohinvoˈhɪn
dasdas
Schwertʃveːɐ̯t
,
desdɛs
Rittersˈʁɪtɐs
Ziert͡siːɐ̯
?
Wend'
ich's
aufaʊ̯f
dichdɪç
,
Irenens
Bruderˈbʁuːdɐ
?
Zieh'
ich's
aufaʊ̯f
meinesˈmaɪ̯nəs
Vatersˈfaːtɐs
Haupthaʊ̯pt
?
Er lässt sich erschöpft am Fuss einer umgestürzten Säule nieder.
ADRIANO
Iniˈʔɛn
seinerˈzaɪ̯nɐ
Blüteˈblyːtə
bleichtblaɪ̯çt
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
,
dahindaˈhɪn
istɪst
allaːʔɛlˈʔɛl
meinmaɪ̯n
Rittertum[ˈʁɪtɐˌtuːm]
;
derdeːɐ̯
Tatenˈtaːtn̩
Hoffnungˈhɔfnʊŋ
istɪst
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
,
meinmaɪ̯n
Haupthaʊ̯pt
kröntkʁøːnt
nimmerˈnɪmɐ
Glückɡlʏk
undʊnt
Ruhmʁuːm
.
Mitmɪt
trübemˈtʁyːbəm
Florfloːɐ̯
umhülletʊmˈhʏlət
sichzɪç
meinmaɪ̯n
Sternʃtɛʁn
imiˈʔɛm
erstenˈeːɐ̯stn̩
Jugendglanz
;
durchdʊʁç
düstreˈdyːstʁə
Glutenɡluˈteːn
dringetˈdʁɪŋət
selbstzɛlpst
derdeːɐ̯
schönstenˈʃøːnstn̩
Liebeˈliːbə
Strahlʃtʁaːl
insɪns
Herzhɛʁt͡s
.
Wovoː
warvaːɐ̯
ichɪç
?
Haha
,
wovoː
binbɪn
ichɪç
jetztjɛt͡st
?
Diedaɪ
Glockeˈɡlɔkə
,
Gottɡɔt
,
eseːs
wirdvɪʁt
zut͡suː
spätʃpɛːt
!
Wasvas
nunnuːn
beginnenbəˈɡɪnən
?
-
Haha
,
nurnuːɐ̯
einsaɪ̯ns
!
Hinaushɪˈnaʊ̯s
zumt͡sʊm
Vaterˈfaːtɐ
willvɪl
ichɪç
fliehn
!
Versöhnungfɛɐ̯ˈzøːnʊŋ
glücktɡlʏkt
vielleichtfiˈlaɪ̯çt
demdeːm
Sohneˈzoːnə
!
Ereːɐ̯
mussmʊs
michmɪç
hörenˈhøːʁən
,
denndɛn
seinzaɪ̯n
Kniekniː
umfassendʊmˈfasn̩t
sterbeˈʃtɛʁbə
willigˈvɪlɪk
ichɪç
!
Auchaʊ̯x
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
wirdvɪʁt
mildeˈmɪldə
seinzaɪ̯n
;
iniˈʔɛn
Friedenˈfʁiːdn̩
wandl'
ichɪç
glühnden
Hasshas
!
auf die Knie sinkend
ADRIANO
Duduː
Gnadengott
,
zut͡suː
dirdiːɐ̯
fleh'
ichɪç
,
derdeːɐ̯
Lieb'
iniˈʔɛn
jederˈjeːdɐ
Brustbʁʊst
entflammtɛntˈflamt
!
Mitmɪt
Kraftkʁaft
undʊnt
Segenˈzeːɡn̩
waffneˈvafnə
michmɪç
,
Versöhnungfɛɐ̯ˈzøːnʊŋ
seizaɪ̯
meinmaɪ̯n
heiligˈhaɪ̯lɪk
Amtamt
!
Er eilt ab.
Nr. 10 - Finale
Kriegerische Signale hinter der Szene. - Die waffenfähigen Bürger Roms ziehen kampfgerüstet mit kriegerischer Haltung auf. - Der Zug der Gewaffneten wird durch den Zug der Priester und Mönche unterbrochen. - Frauen und Jungfrauen geleiten den Zug. - Auftritt der hohen Geistlichkeit. - Nun beginnen wieder die Züge der Bewaffneten. - Es erscheinen Rienzi und die Senatoren, geharnischt und zu Pferde; Irene und die römischen Frauen.
Rienzi steigt vom Pferde.
RIENZI
Derdeːɐ̯
Tagtaːk
istɪst
dadaː
,
diedaɪ
Stundeˈʃtʊndə
nahtnaːt
zurt͡suːɐ̯
Sühneˈzyːnə
hundertjähr'ger
Schmachʃmaːx
!
Er schaue der Barbaren Fall
RIENZI
undʊnt
freierˈfʁaɪ̯ɐ
Römerˈʁøːmɐ
hohenˈhoːən
Siegziːk
!
Sozoː
stimmtʃtɪmt
denndɛn
anaːˈʔɛn
dendeːn
Schlachtgesang
,
ereːɐ̯
sollzɔl
derdeːɐ̯
Feindeˈfaɪ̯ndə
Schreckenˈʃʁɛkn̩
seinzaɪ̯n
!
Santo
spirito
cavalierekavaˈli̯eːʁə
!
Schlachthymne
ALLGEMEINER CHOR
Aufaʊ̯f
,
Römerˈʁøːmɐ
,
aufaʊ̯f
,
fürfyːɐ̯
Herd'
undʊnt
fürfyːɐ̯
Altärealˈtɛːʁə
!
Fluchfluːx
demdeːm
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
anaːˈʔɛn
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Ehreˈeːʁə
!
Nieniː
seizaɪ̯
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
ihmiːm
diedaɪ
Schmachʃmaːx
verziehn
,
Todtoːt
seinerˈzaɪ̯nɐ
Seel'
,
eseːs
lebtleːpt
keinkaɪ̯n
Gottɡɔt
fürfyːɐ̯
ihniːn
!
Trompetentʁɔmˈpeːtn̩
schmettertˈʃmɛtɐt
,
Trommelnˈtʁɔml̩n
wirbeltˈvɪʁbl̩t
dreindʁaɪ̯n
,
eseːs
sollzɔl
derdeːɐ̯
Siegziːk
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Anteilˈanˌtaɪ̯l
seinzaɪ̯n
;
ihriːɐ̯
Rosseˈʁɔsə
stampfetˈʃtamp͡fət
,
Schwerterˈʃveːɐ̯tɐ
klirretˈklɪʁət
lautlaʊ̯t
,
heuthɔɪ̯t
istɪst
derdeːɐ̯
Tagtaːk
,
derdeːɐ̯
eureˈɔɪ̯ʁə
Siegeˈziːɡə
schautʃaʊ̯t
!
Panierepaˈniːʁə
wehtveːt
,
blinktblɪŋkt
hellhɛl
,
ihriːɐ̯
Speereˈʃpeːʁə
!
RIENZI
Santo
spirito
cavalierekavaˈli̯eːʁə
!
Der Zug setzt sich in Bewegung. Als Rienzi das Pferd wieder besteigen will, tritt Adriano auf.
wie atemlos
ADRIANO
Zurückt͡suˈʁʏk
,
zurückt͡suˈʁʏk
,
halthalt
einaɪ̯n
,
Tribuntʁiˈbuːn
!
Lasslas
abaːbeː
vomfɔm
Kampfeˈkamp͡fə
,
höreˈhøːʁə
michmɪç
!
RIENZI
Duduː
Ärmsterˈɛʁmstɐ
,
ichɪç
beklagebəˈklaːɡə
dichdɪç
!
Verfluchenfɛɐ̯ˈfluːxn̩
musstmʊst
duduː
deindaɪ̯n
Geschlechtɡəˈʃlɛçt
!
ADRIANO
Lasslas
abaːbeː
,
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
fleh'
ichɪç
dichdɪç
!
Versuchefɛɐ̯ˈzuːxə
Mildeˈmɪldə
,
sendeˈzɛndə
michmɪç
!
Schonʃoːn
eilt'
ichɪç
ohneˈoːnə
deindaɪ̯n
Geheissɡəˈhaɪ̯s
,
zut͡suː
tuntjuːn
,
wasvas
hoheˈhoːə
Pflichtp͡flɪçt
gebeutɡəˈbɔɪ̯t
.
Dochdɔx
achax
,
verschlossenfɛɐ̯ˈʃlɔsn̩
jedesˈjeːdəs
Tortoːɐ̯
...
Drumdʁʊm
siehziː
michmɪç
hierhiːɐ̯
undʊnt
höreˈhøːʁə
michmɪç
!
Zut͡suː
meinemˈmaɪ̯nəm
Vaterˈfaːtɐ
lasslas
michmɪç
sprechenˈʃpʁɛçn̩
,
undʊnt
fliessenˈfliːsn̩
sollzɔl
danndan
keinkaɪ̯n
Tropfenˈtʁɔp͡fn̩
Blutsbluːt͡s
!
RIENZI
Unsel'ger
Jünglingˈjʏŋlɪŋ
,
warstvaːɐ̯st
nichtnɪçt
du's
,
derdeːɐ̯
michmɪç
gestimmtɡəˈʃtɪmt
zut͡suː
jenerˈjeːnɐ
Mildeˈmɪldə
,
diedaɪ
römischˈʁøːmɪʃ
Blutbluːt
jetztjɛt͡st
fliessenˈfliːsn̩
machtmaxt
?
Haha
,
schweigʃvaɪ̯k
!
Fremdfʁɛmt
istɪst
dendeːn
Bubenˈbuːbn̩
Treutʁɔɪ̯
!
ADRIANO
Tribuntʁiˈbuːn
,
bedenkebəˈdɛŋkə
,
wasvas
duduː
tusttuːst
!
Nochnɔx
schoneˈʃoːnə
Blutbluːt
,
o
sendeˈzɛndə
michmɪç
!
Zumt͡sʊm
Pfandp͡fant
setz'
ichɪç
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
einaɪ̯n
fürfyːɐ̯
ew'ger
Treueˈtʁɔɪ̯ə
neuenˈnɔɪ̯ən
Bundbeːʔuːʔɛnˈdeː
!
RIENZI
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
aufaʊ̯f
!
Hörthøːɐ̯t
ihniːn
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
!
Sieziː
fordernˈfɔʁdɐn
Kampfkamp͡f
-
wohlanvolˈʔan
:
-
zumt͡sʊm
Kampfkamp͡f
!
ADRIANO
Aufaʊ̯f
meinenˈmaɪ̯nn̩
Knienkniːn
beschwör'
ichɪç
dichdɪç
!
Nochnɔx
istɪst
eseːs
Zeitt͡saɪ̯t
,
duduː
wirstvɪʁst
bereun
!
RIENZI
Eh'
duduː
vonfɔn
neuemˈnɔɪ̯əm
michmɪç
bewegstbəˈveːkst
,
sollzɔl
alleˈalə
Weltvɛlt
zugrundet͡suˈɡʁʊndə
gehnɡeːn
!
ADRIANO
Rienzi
,
siehziː
,
hierhiːɐ̯
liegeˈliːɡə
ichɪç
:
willstvɪlst
Racheˈʁaxə
duduː
,
sozoː
nimmnɪm
meinmaɪ̯n
Haupthaʊ̯pt
!
RIENZI
Duduː
rasestˈʁaːzəst
,
Knabeˈknaːbə
!
Steheˈʃteːə
aufaʊ̯f
undʊnt
lasslas
demdeːm
Schicksalˈʃɪkˌz̥aːl
seinenˈzaɪ̯nən
Lauflaʊ̯f
!
Rienzi besteigt das Pferd und gibt das Zeichen zum Aufbruch.
sich aufrichtend, mit schmerzlichem Grimm
ADRIANO
Nunnuːn
denndɛn
,
nimmnɪm
,
Schicksalˈʃɪkˌz̥aːl
,
deinenˈdaɪ̯nən
Lauflaʊ̯f
!
Der ganze Kriegszug verlässt unter Absingung des zweiten Verses der Hymne die Bühne, jedoch so, dass der erste Teil derselben noch auf der Szene gesungen wird.
ALLGEMEINER CHOR
Aufaʊ̯f
,
Römerˈʁøːmɐ
,
aufaʊ̯f
,
fürfyːɐ̯
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
undʊnt
Gesetzeɡəˈzɛt͡sə
,
seizaɪ̯
Zeug'
,
o
Erd'
,
fürfyːɐ̯
unsreˈʊn.zʁə
höchstenˈhøːçstn̩
Schätzeˈʃɛt͡sə
!
Ihriːɐ̯
Heil'gen
allaːʔɛlˈʔɛl
undʊnt
Gottesˈɡɔtəs
Engelschar
,
stehtʃteːt
unsʊns
imiˈʔɛm
Kampfeˈkamp͡fə
beibaɪ̯
undʊnt
iniˈʔɛn
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
!
Trompetentʁɔmˈpeːtn̩
schmettertˈʃmɛtɐt
,
Trommelnˈtʁɔml̩n
wirbeltˈvɪʁbl̩t
dreindʁaɪ̯n
!
Eseːs
sollzɔl
derdeːɐ̯
Siegziːk
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Anteilˈanˌtaɪ̯l
seinzaɪ̯n
;
ihriːɐ̯
Rosseˈʁɔsə
stampfetˈʃtamp͡fət
,
Schwerterˈʃveːɐ̯tɐ
klirretˈklɪʁət
lautlaʊ̯t
,
heuthɔɪ̯t
istɪst
derdeːɐ̯
Tagtaːk
,
derdeːɐ̯
eureˈɔɪ̯ʁə
Siegeˈziːɡə
schautʃaʊ̯t
!
Panierepaˈniːʁə
wehtveːt
,
blinktblɪŋkt
hellhɛl
,
ihriːɐ̯
Speereˈʃpeːʁə
!
Santo
spirito
cavalierekavaˈli̯eːʁə
!
Die Priester und Mönche haben den Kriegszug begleitet. Irene, Adriano und die Frauen bleiben zurück. - Adriano, der wie betäubt gestanden, umfasst nach einem heftigen stummen Kampfe mit seinen Gefühlen leidenschaftlich Irene.
ADRIANO
Lebleːp
wohlvoːl
,
Ireneˌiˈʁeːnə
!
Ichɪç
mussmʊs
hinaushɪˈnaʊ̯s
.
Barmherzigbaʁmˈhɛʁt͡sɪk
istɪst
desdɛs
Vatersˈfaːtɐs
Schwertʃveːɐ̯t
!
ihn heftig haltend
IRENE
Unseligerˈʊnˌzeːlɪɡɐ
,
bleibblaɪ̯p
hierhiːɐ̯
zurückt͡suˈʁʏk
!
Nichtnɪçt
mächtigˈmɛçtɪk
bistbɪst
duduː
deinerˈdaɪ̯nɐ
Sinneˈzɪnə
.
ADRIANO
Lasslas
michmɪç
fliehn
!
Michmɪç
ruftʁuːft
derdeːɐ̯
Todtoːt
!
Ireneˌiˈʁeːnə
,
achax
,
deindaɪ̯n
Umarmenʊmˈʔaʁmən
selbstzɛlpst
,
ichɪç
mussmʊs
eseːs
fliehn
,
michmɪç
ruftʁuːft
derdeːɐ̯
Todtoːt
!
IRENE
Treuloser[tʁɔʏloːs]
,
hasthast
duduː
keinkaɪ̯n
Erbarmenɛɐ̯ˈbaʁmən
mitmɪt
deinerˈdaɪ̯nɐ
,
mitmɪt
Irenens
Notnoːt
?
Ichɪç
lasslas
dichdɪç
nichtnɪçt
ausaʊ̯s
meinenˈmaɪ̯nn̩
Armenˈaʁmən
,
Gottɡɔt
selbstzɛlpst
gebeutɡəˈbɔɪ̯t
mirmiːɐ̯
dieseˈdiːzə
Pflichtp͡flɪçt
!
Wie von Windstössen getragen, hört man das Kriegsgewühl aus der Ferne.
ADRIANO
Hörsthøːɐ̯st
duduː
?
Dasdas
istɪst
dasdas
Mordgewühl
!
Rienzi
würgtvʏʁkt
meinmaɪ̯n
ganzɡant͡s
Geschlechtɡəˈʃlɛçt
.
Die Frauen senken sich auf die Knie.
FRAUEN
Schützʃʏt͡s
,
Heil'ge
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
,
Romas
Söhneˈzøːnə
!
Stehʃteː
ihnenˈiːnən
beibaɪ̯
iniˈʔɛn
Kampfesnot
!
Lasslas
sieziː
unsʊns
schaun
iniˈʔɛn
Siegesˈziːɡəs
Schöneˈʃøːnə
,
undʊnt
ihrenˈiːʁən
Feindenˈfaɪ̯ndn̩
sendeˈzɛndə
Todtoːt
!
Mariamaˈʁiːa
,
siehziː
imiˈʔɛm
Staubʃtaʊ̯p
unsʊns
flehn
!
O
,
blickblɪk
aufaʊ̯f
unsʊns
ausaʊ̯s
Himmelshöhn
!
Hier macht Adriano, der sich bis jetzt von Irene loszuwinden suchte, eine heftige Bewegung zum Fliehen.
IRENE
Unsel'ger
!
Siehziː
;
eseːs
istɪst
zut͡suː
spätʃpɛːt
!
Willstvɪlst
sinnlosˈzɪnloːs
duduː
demdeːm
Todtoːt
dichdɪç
weihn
?
ADRIANO
Allmächt'ger
!
Jajaː
!
Eseːs
wirdvɪʁt
zut͡suː
spätʃpɛːt
!
Achax
,
meineˈmaɪ̯nə
Sinneˈzɪnə
schwindenˈʃvɪndn̩
mirmiːɐ̯
!
IRENE
Siehziː
,
deinenˈdaɪ̯nən
Halshals
umschlingeʊmˈʃlɪŋə
ichɪç
;
mitmɪt
meinemˈmaɪ̯nəm
Lebenˈleːbm̩
weich'
ichɪç
nurnuːɐ̯
!
ADRIANO
Zwiefacherˈt͡sviːfaxɐ
Todtoːt
undʊnt
Liebespein
!
O
Himmelˈhɪml̩
,
endeˈɛndə
meineˈmaɪ̯nə
Qualkvaːl
!
Irene zieht Adriano zu sich auf die Knie.
ADRIANO
O
heil'ge
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
,
habhaːp
Erbarmenɛɐ̯ˈbaʁmən
!
Bringbʁɪŋ
Hilfeˈhɪlfə
mirmiːɐ̯
iniˈʔɛn
dieserˈdiːzɐ
Notnoːt
!
Umfangeˈʊmfaŋə
ihniːn
mitmɪt
Segensarmen
,
beschützebəˈʃʏt͡sə
ihniːn
vorfoːɐ̯
Schmachʃmaːx
undʊnt
Todtoːt
!
Mariamaˈʁiːa
,
siehziː
imiˈʔɛm
Staubʃtaʊ̯p
michmɪç
flehn
!
O
blickblɪk
aufaʊ̯f
michmɪç
ausaʊ̯s
Himmelshöhn
!
FRAUEN
Schützʃʏt͡s
,
heil'ge
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
,
Romas
Söhneˈzøːnə
,
stehʃteː
ihnenˈiːnən
beibaɪ̯
iniˈʔɛn
Kampfesnot
!
Lasslas
sieziː
unsʊns
schaun
iniˈʔɛn
Siegesˈziːɡəs
Schöneˈʃøːnə
,
undʊnt
ihrenˈiːʁən
Feindenˈfaɪ̯ndn̩
sendeˈzɛndə
Todtoːt
!
Mariamaˈʁiːa
,
siehziː
imiˈʔɛm
Staubʃtaʊ̯p
unsʊns
flehn
!
O
blickblɪk
herabhɛˈʁap
ausaʊ̯s
Himmelshöhn
!
Der Sturm hat sich gelegt; man hört deutlich die Musik der Schlachthymne sich nähern.
hinter der Szene
MÄNNERCHOR
Fluchfluːx
demdeːm
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
anaːˈʔɛn
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Ehreˈeːʁə
!
Nieniː
seizaɪ̯
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
ihmiːm
diedaɪ
Schmachʃmaːx
verziehn
,
Todtoːt
seinerˈzaɪ̯nɐ
Seel'
,
eseːs
lebtleːpt
keinkaɪ̯n
Gottɡɔt
fürfyːɐ̯
ihniːn
!
IRENE
Schonʃoːn
schweigtʃvaɪ̯kt
derdeːɐ̯
Sturmʃtʊʁm
:
hörthøːɐ̯t
dendeːn
Gesangɡəˈzaŋ
!
FRAUEN
Dasdas
istɪst
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Siegeslied
!
hinter der Szene
MÄNNERCHOR
Trompetentʁɔmˈpeːtn̩
schmettertˈʃmɛtɐt
,
Trommelnˈtʁɔml̩n
wirbeltˈvɪʁbl̩t
dreindʁaɪ̯n
!
Eseːs
mussmʊs
derdeːɐ̯
Siegziːk
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
Anteilˈanˌtaɪ̯l
seinzaɪ̯n
!
Ihriːɐ̯
Rosseˈʁɔsə
stampfetˈʃtamp͡fət
,
Schwerterˈʃveːɐ̯tɐ
klirretˈklɪʁət
lautlaʊ̯t
!
Heuthɔɪ̯t
istɪst
derdeːɐ̯
Tagtaːk
,
derdeːɐ̯
eureˈɔɪ̯ʁə
Siegeˈziːɡə
schautʃaʊ̯t
!
Panierepaˈniːʁə
wehtveːt
,
blinktblɪŋkt
hellhɛl
,
ihriːɐ̯
Speereˈʃpeːʁə
!
Santo
spirito
cavalierekavaˈli̯eːʁə
!
ADRIANO
Haha
,
grosserɡʁoːs
Gottɡɔt
!
Sozoː
ist's
entschiedenɛntˈʃiːdn̩
!
IRENE
Sieziː
nahenˈnaːən
schonʃoːn
!
FRAUEN
Siegziːk
!
Siegziːk
!
IRENE
Meinmaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
hochhoːx
vorfoːɐ̯
ihnenˈiːnən
herheːɐ̯
!
Hier betritt der zurückkehrende Kriegszug die Bühne, die Musik zuerst; die Priester und Mönche geleiten ihn auf die Szene.
FRAUEN
Heilhaɪ̯l
!
Heilhaɪ̯l
dirdiːɐ̯
,
duduː
stolzesˈʃtɔlt͡səs
Siegesheer
!
Willkommenvɪlˈkɔmən
,
Romas
siegreicheˈziːkˌʁaɪ̯çə
Söhneˈzøːnə
!
Heilhaɪ̯l
euchɔɪ̯ç
undʊnt
eurenˈɔʏ̯ɐ
Waffenˈvafn̩
Ruhmʁuːm
!
Aufaʊ̯f
,
streuetˈʃtʁɔɪ̯ət
Blumenˈbluːmən
!
Jubelˈjuːbl̩
ertöneɛɐ̯ˈtøːnə
;
ereːɐ̯
gelteˈɡɛltə
euchɔɪ̯ç
undʊnt
euremˈɔʏ̯ɐ
Heldentumˈhɛldn̩tuːm
!
Ehrteːɐ̯t
,
preistpʁaɪ̯st
dasdas
schönsteˈʃøːnstə
Heldentumˈhɛldn̩tuːm
!
Der ganze Kriegszug ist wieder auf der Bühne.
RIENZI
Heilhaɪ̯l
,
Romaʁoˈmaː
,
dirdiːɐ̯
!
Duduː
hasthast
gesiegtɡəˈziːkt
,
zerschmettertt͡sɛɐ̯ˈʃmɛtɐt
liegtliːkt
derdeːɐ̯
Feindeˈfaɪ̯ndə
Heerheːɐ̯
.
Man trägt die Leichen Colonnas und Orsinis auf die Bühne.
RIENZI
Werveːɐ̯
sagtzaːkt
nunnuːn
nochnɔx
,
Romʁoːm
seizaɪ̯
nichtnɪçt
freifʁaɪ̯
?
Colonna
undʊnt
Orsini
sindzɪnt
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
.
in halb freudiger, halb schaudernder Empfindung
ALLGEMEINER CHOR
Haha
,
keinkaɪ̯n
Colonna
,
keinkaɪ̯n
Orsini
mehrmeːɐ̯
!
Adriano hat die Leiche seines Vaters erkannt und ist mit einem Schrei über sie hingesunken. Im Hintergrunde werden in einzelnen stillen Zügen Tote und Verwundete über die Bühne getragen.
BARONCELLI
Achax
,
blutigˈbluːtɪk
istɪst
diedaɪ
Strafeˈʃtʁaːfə
erkauftɛɐ̯ˈkaʊ̯ft
!
Auchaʊ̯x
unsʊns
traftʁaːf
furchtbarerˈfʊʁçtbaːʁɐ
Verlustfɛɐ̯ˈlʊst
.
Wieviele
unterˈʊntɐ
diesenˈdiːzn̩
Frauenˈfʁaʊ̯ən
sehnzeːn
nieniː
dendeːn
Mannman
,
dendeːn
Bruderˈbʁuːdɐ
mehrmeːɐ̯
!
sich totenbleich von der Leiche aufrichtend, mit Bedeutung zu Rienzi
ADRIANO
Wehveː
demdeːm
,
derdeːɐ̯
mirmiːɐ̯
verwandtesfɛɐ̯ˈvantəs
Blutbluːt
vergossenfɛɐ̯ˈɡɔsn̩
hathat
!
Blut'ger
Tribuntʁiˈbuːn
,
blickblɪk
hierherˈhiːɐ̯ˈheːɐ̯
!
Siehziː
!
Dasdas
istɪst
deindaɪ̯n
Werkvɛʁk
!
Auf Rienzis Zeichen wird die Leiche Colonnas entfernt.
ADRIANO
Fluchwürdiger
,
derdeːɐ̯
duduː
vonfɔn
dirdiːɐ̯
michmɪç
stiessest[ˈʃtoːsn̩]
,
dadaː
dendeːn
Friedenˈfʁiːdn̩
ichɪç
mitmɪt
meinemˈmaɪ̯nəm
Lebenˈleːbm̩
dirdiːɐ̯
verbürgtefɛɐ̯ˈbʏʁktə
!
Geschiedenɡəˈʃiːdn̩
sindzɪnt
wirviːɐ̯
denndɛn
fortanfɔʁtˈʔan
,
nurnuːɐ̯
Racheˈʁaxə
habenˈhaːbm̩
wirviːɐ̯
gemeinɡəˈmaɪ̯n
!
Diedaɪ
deineˈdaɪ̯nə
stilltestˈʃtɪltəst
duduː
,
sozoː
zittreˈt͡sɪtʁə
vorfoːɐ̯
meinerˈmaɪ̯nɐ
,
duduː
verfielestfɛɐ̯ˈfiːləst
ihriːɐ̯
!
Er geht ab.
RIENZI
Hörthøːɐ̯t
nichtnɪçt
dendeːn
Rasendenˈʁaːzn̩dən
!
Dendeːn
ereːɐ̯
sozoː
wildvɪlt
beklagtbəˈklaːkt
,
warvaːɐ̯
Romas
ärgrer
Feindfaɪ̯nt
alsals
einstaɪ̯nst
Tarquinius
selbstzɛlpst
;
Todtoːt
,
ewigerˈeːvɪɡɐ
Todtoːt
seizaɪ̯
ihmiːm
!
Nieniː
werd'
ihmiːm
Ruh'
iniˈʔɛn
geweihterɡəˈvaɪ̯tɐ
Erdeˈeːɐ̯də
!
Dochdɔx
ihriːɐ̯
,
freutfʁɔɪ̯t
euchɔɪ̯ç
!
Lasstlast
alleˈalə
Glockenˈɡlɔkn̩
läutenˈlɔɪ̯tn̩
!
Trompetertʁɔmˈpeːtɐ
blastblaːst
!
Derdeːɐ̯
Siegziːk
,
dendeːn
wirviːɐ̯
erkämpftɛɐ̯ˈkɛmp͡ft
,
istɪst
schlechterˈʃlɛçtɐ
nichtnɪçt
alsals
Brutus'
Heldentatˈhɛldn̩ˌtaːt
.
Aufaʊ̯f
,
imiˈʔɛm
Triumphtʁiˈʊmf
zumt͡sʊm
Kapitolkapiˈtoːl
!
Lasstlast
unsʊns
diedaɪ
Stirnʃtɪʁn
mitmɪt
Lorbeerˈlɔʁˌbeːɐ̯
schmückenˈʃmʏkn̩
!
VOLK
Aufaʊ̯f
!
Imiˈʔɛm
Triumphtʁiˈʊmf
zumt͡sʊm
Kapitolkapiˈtoːl
!
Friedensboten mit Lorbeerzweigen treten auf und geleiten einen antiken Triumphwagen Rienzi entgegen. Rienzi steigt vom Pferd und betritt den Triumphwagen, nachdem ihm von den Friedensboten der Helm abgenommen und dafür ein Lorbeerkranz auf das Haupt gesetzt worden ist. Irene, welche bei Adrianos Abgang erblassend in die Arme der Frauen gesunken war, wird von diesen zu Rienzi geleitet, welcher sie zu sich auf den Wagen heraufzieht, wo sie, sich matt an ihres Bruders Schultern anlehnend, an seiner Seite stehenbleibt. Trophäen, bestehend aus Rüstungen und Feldzeichen der Nobili, werden im Triumph vor Rienzi vorübergetragen, die Bewaffneten ordnen sich zum Zuge, dem sich endlich auch Rienzi im Triumphwagen anschliesst.
VOLK
Ertönetɛɐ̯ˈtøːnət
Freudenlieder
,
undʊnt
ehrteːɐ̯t
diedaɪ
Siegerˈziːɡɐ
hochhoːx
.
Diedaɪ
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
kehretˈkeːʁət
wiederˈviːdɐ
,
zut͡suː
Endeˈɛndə
istɪst
Sklavenjoch
!
VIERTER AKT
Nr. 11 - Introduktion, Terzett und Chor
Der Vorhang geht auf. Platz vor dem Lateran, dessen Pforten sich rechts an der Seite befinden. Nacht. Baroncelli mit einer Anzahl von Bürgern; alle verhüllt.
BARONCELLI
Werveːɐ̯
war's
,
derdeːɐ̯
euchɔɪ̯ç
hierherˈhiːɐ̯ˈheːɐ̯
beschiedbəˈʃiːt
?
VOLK
Ereːɐ̯
warvaːɐ̯
verhülltfɛɐ̯ˈhʏlt
,
unkenntlich
unsʊns
.
BARONCELLI
Wisstvɪst
ihriːɐ̯
,
dassdas
Deutschlandsˈdɔɪ̯t͡ʃlant͡s
Abgesandteˈapɡəˌzantə
fürfyːɐ̯
immerˈɪmɐ
Romʁoːm
verlassenfɛɐ̯ˈlasn̩
?
VOLK
Haha
!
Sozoː
zürntt͡sʏʁnt
derdeːɐ̯
neueˈnɔɪ̯ə
Kaiserˈkaɪ̯zɐ
Romʁoːm
?
Cecco kommt, begleitet von Bürgern.
CECCO
Euchɔɪ̯ç
treff'
ichɪç
hierhiːɐ̯
?
-
Sozoː
seidzaɪ̯t
auchaʊ̯x
ihriːɐ̯
hierherˈhiːɐ̯ˈheːɐ̯
beschiedenbəˈʃiːdn̩
?
BARONCELLI
Cecco
auchaʊ̯x
?
Kennstkɛnst
duduː
diedaɪ
schlimmeˈʃlɪmə
Neuigkeitˈnɔɪ̯ɪkkaɪ̯t
?
CECCO
Dassdas
diedaɪ
Gesandtenɡəˈzantn̩
Romʁoːm
verlassenfɛɐ̯ˈlasn̩
?
Dasdas
dankenˈdaŋkn̩
wirviːɐ̯
demdeːm
Übermut
,
mitmɪt
demdeːm
Rienzi
Deutschlandsˈdɔɪ̯t͡ʃlant͡s
Fürstenˈfʏʁstn̩
diedaɪ
römischeˈʁøːmɪʃə
Kaiserwahl
bestrittbəˈʃtʁɪt
.
BARONCELLI
Wirviːɐ̯
werden's
büssenˈbyːsn̩
;
-
mitmɪt
demdeːm
Papstpaːpst
verstehtfɛɐ̯ˈʃteːt
derdeːɐ̯
neueˈnɔɪ̯ə
Kaiserˈkaɪ̯zɐ
sichzɪç
.
VOLK
Werveːɐ̯
bleibtblaɪ̯pt
danndan
nochnɔx
zut͡suː
unsremˈʔʊnzɐ
Schutzʃʊt͡s
?
CECCO
Wisstvɪst
nochnɔx
,
wasvas
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
rechtʁɛçt
gefälltɡəˈfɛlt
:
derdeːɐ̯
Kardinalˌkaʁdiˈnaːl
istɪst
abgereistˈapɡəˌʁaɪ̯st
.
VOLK
Wasvas
sagstzaːkst
duduː
?
Auchaʊ̯x
derdeːɐ̯
Kardinalˌkaʁdiˈnaːl
?
BARONCELLI
Wohlvoːl
weissvaɪ̯s
ichɪç
,
dassdas
beibaɪ̯
seinerˈzaɪ̯nɐ
Fluchtfluːxt
Colonna
anaːˈʔɛn
dendeːn
Papstpaːpst
sichzɪç
wandteˈvantə
.
VOLK
Sprichʃpʁɪç
lauterˈlaʊ̯tɐ
!
BARONCELLI
Undʊnt
ihmiːm
versprachfɛɐ̯ˈʃpʁaːx
,
derdeːɐ̯
Kircheˈkɪʁçə
Schutzʃʊt͡s
durchdʊʁç
seineˈzaɪ̯nə
Machtmaxt
zut͡suː
übernehmenyːbɐˈneːmən
.
CECCO
Undʊnt
wasvas
sagtzaːkt
nunnuːn
derdeːɐ̯
Papstpaːpst
zut͡suː
seinemˈzaɪ̯nəm
Todtoːt
?
BARONCELLI
Diesdaɪs
dasdas
Geringsteɡəˈʁɪŋstə
!
Dochdɔx
wasvas
sagtzaːkt
ihriːɐ̯
zumt͡sʊm
Todeˈtoːdə
eurerˈɔʏ̯ɐ
Brüderˈbʁyːdɐ
?
VOLK
Entsetzlichɛntˈzɛt͡slɪç
blutigerˈbluːtɪɡɐ
Verlustfɛɐ̯ˈlʊst
!
BARONCELLI
Glaubtɡlaʊ̯pt
ihriːɐ̯
,
Rienzis
Mildeˈmɪldə
war's
,
diedaɪ
zut͡suː
derdeːɐ̯
Gnadeˈɡnaːdə
ihniːn
bewogbəˈvoːk
?
Klarklaːɐ̯
seheˈzeːə
ichɪç
,
eseːs
warvaːɐ̯
Verräterei
!
VOLK
Verräterei
?
Womitˈvoːmɪt
beweisenbəˈvaɪ̯zn̩
?
BARONCELLI
Verbindungfɛɐ̯ˈbɪndʊŋ
sucht'
ereːɐ̯
mitmɪt
dendeːn
Nobiliˈnɔːbili
,
ihriːɐ̯
wisstvɪst
,
Ireneˌiˈʁeːnə
liebtliːpt
Colonnas
Sohnzoːn
.
Nunnuːn
!
Umʊm
dendeːn
Preispʁaɪ̯s
dieserˈdiːzɐ
Begnadigungbəˈɡnaːdɪɡʊŋ
hofft'
ereːɐ̯
zumt͡sʊm
Bundeˈbʊndə
Colonna
zut͡suː
bewegenbəˈveːɡn̩
.
VOLK
Undʊnt
darumˈdaːʁʊm
strömteˈʃtʁøːmtə
unserˈʊnzɐ
Blutbluːt
?
Weheˈveːə
ihmiːm
,
wennvɛn
dasdas
sichzɪç
wahrvaːɐ̯
erweistɛɐ̯ˈvaɪ̯st
!
Stellʃtɛl
unsʊns
Zeugenˈt͡sɔɪ̯ɡn̩
,
Baroncelli
!
Aufaʊ̯f
,
stellʃtɛl
unsʊns
Zeugenˈt͡sɔɪ̯ɡn̩
!
Adriano war verhüllt unter die Bürger getreten und schreitet jetzt hervor.
ADRIANO
Ichɪç
binbɪn
einaɪ̯n
Zeugeˈt͡sɔɪ̯ɡə
,
ereːɐ̯
sprachʃpʁaːx
wahrvaːɐ̯
.
CECCO
Undʊnt
werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
?
enthüllt sich
ADRIANO
Colonnas
Sohnzoːn
!
Colonna
!
Achax
,
darfdaʁf
ichɪç
ihniːn
nennenˈnɛnən
,
derdeːɐ̯
ausaʊ̯s
demdeːm
Grabɡʁaːp
mirmiːɐ̯
fluchendˈfluːxn̩t
drohtdʁoːt
?
starr vor sich hinsehend
ADRIANO
Lasslas
dichdɪç
versöhnenfɛɐ̯ˈzøːnən
,
blut'ger
Schattenˈʃatn̩
,
wendvɛnt
abaːbeː
vonfɔn
mirmiːɐ̯
dendeːn
düsternˈdyːstɐn
Blickblɪk
!
Nichtnɪçt
eherˈeːɐ
sollzɔl
dieserˈdiːzɐ
Armaʁm
ermattenɛɐ̯ˈmatn̩
,
bisbɪs
ereːɐ̯
gerächet
deindaɪ̯n
Geschickɡəˈʃɪk
!
Wie schnell erwachend.
ADRIANO
Ihriːɐ̯
Männerˈmɛnɐ
,
jajaː
!
Ichɪç
binbɪn
Colonnas
Sohnzoːn
!
Er tritt unter die Bürger.
ADRIANO
Höretˈhøːʁət
michmɪç
!
Unwürdigˈʊnˌvʏʁdɪk
seinerˈzaɪ̯nɐ
Machtmaxt
istɪst
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
,
derdeːɐ̯
euchɔɪ̯ç
verrietfɛɐ̯ˈʁiːt
.
Ihriːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
,
seidzaɪ̯t
aufaʊ̯f
eurerˈɔʏ̯ɐ
Huthuːt
!
Derdeːɐ̯
Kaiserˈkaɪ̯zɐ
drohtdʁoːt
,
diedaɪ
Kircheˈkɪʁçə
zürntt͡sʏʁnt
.
CECCO
Haha
,
derdeːɐ̯
Verräterfɛɐ̯ˈʁɛːtɐ
!
Ereːɐ̯
,
demdeːm
wirviːɐ̯
dientenˈdiːntn̩
,
derdeːɐ̯
seinemˈzaɪ̯nəm
Ehrgeizˈeːɐ̯ˌɡaɪ̯t͡s
preisgabˈpʁaɪ̯sˌɡaːp
unserˈʊnzɐ
Blutbluːt
,
iniˈʔɛn
dasdas
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
stürzteˈʃtʏʁt͡stə
ereːɐ̯
unsʊns
!
Haha
,
Racheˈʁaxə
ihmiːm
!
ADRIANO
Jajaː
,
Racheˈʁaxə
ihmiːm
!
Ichɪç
seizaɪ̯
eseːs
selbstzɛlpst
,
derdeːɐ̯
sieziː
vollziehtfɔlˈt͡siːt
!
Desdɛs
Vatersˈfaːtɐs
blut'ge
Schmachʃmaːx
zut͡suː
rächenˈʁɛçn̩
,
treibttʁaɪ̯pt
michmɪç
einaɪ̯n
heiligesˈhaɪ̯lɪɡəs
Gebotɡəˈboːt
;
zumt͡sʊm
Himmelˈhɪml̩
aufaʊ̯f
schreitʃʁaɪ̯t
seinzaɪ̯n
Verbrechenfɛɐ̯ˈbʁɛçn̩
,
derdeːɐ̯
Frevlerˈfʁeːflɐ
büss'
eseːs
mitmɪt
demdeːm
Todtoːt
!
CECCO
Desdɛs
Hochverräters
Schmachʃmaːx
zut͡suː
rächenˈʁɛçn̩
,
treibttʁaɪ̯pt
Ehreˈeːʁə
unsʊns
undʊnt
herbeˈhɛʁbə
Notnoːt
;
zumt͡sʊm
Himmelˈhɪml̩
aufaʊ̯f
schreitʃʁaɪ̯t
seinzaɪ̯n
Verbrechenfɛɐ̯ˈbʁɛçn̩
,
derdeːɐ̯
Frevlerˈfʁeːflɐ
büss'
eseːs
mitmɪt
demdeːm
Todtoːt
!
Der Tag bricht an.
CECCO
Dochdɔx
sehtzeːt
,
diedaɪ
Nachtnaxt
istɪst
schonʃoːn
gewichenɡəˈvɪçn̩
!
Sagtzaːkt
,
brechenˈbʁɛçn̩
wirviːɐ̯
iniˈʔɛn
offenerˈɔfənɐ
Empörungɛmˈpøːʁʊŋ
losloːs
?
BARONCELLI
Durchdʊʁç
Festesˈfɛstəs
Pomppɔmp
suchtzuːxt
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
zut͡suː
übertäuben
unsreˈʊn.zʁə
Notnoːt
!
Einaɪ̯n
feierlichˈfaɪ̯ɐˌlɪç
Te
Deum
sollzɔl
heuthɔɪ̯t
dankenˈdaŋkn̩
fürfyːɐ̯
dendeːn
blut'gen
Siegziːk
.
ADRIANO
Sozoː
macht's
zumt͡sʊm
Festfɛst
undʊnt
straftʃtʁaːft
ihniːn
heuthɔɪ̯t
!
CECCO
Vorfoːɐ̯
allerˈalɐ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
sei's
getanɡəˈtaːn
!
Der Kardinal mit Gefolge von Priestern und Trabanten begibt sich in einem lautlosen Zuge über den Platz in die Lateran-Kirche. Bei seinem Anblick halten die Verschworenen an.
BARONCELLI
Sehtzeːt
,
welchvɛlç
einaɪ̯n
Zugt͡suːk
!
VOLK
Derdeːɐ̯
Kardinalˌkaʁdiˈnaːl
!
CECCO
Haha
,
wieviː
!
Ereːɐ̯
istɪst
zurückgekehrtt͡suˈʁʏkɡəˌkeːɐ̯t
?
BARONCELLI
Undʊnt
dasdas
Te
Deum
hälthɛlt
ereːɐ̯
selbstzɛlpst
?
VOLK
Diedaɪ
Kircheˈkɪʁçə
fürfyːɐ̯
Rienzi
!
CECCO
Nichtsnɪçt͡s
vermögenfɛɐ̯ˈmøːɡn̩
wirviːɐ̯
;
diedaɪ
Kircheˈkɪʁçə
schütztʃʏt͡st
allmächtigalˈmɛçtɪk
ihniːn
!
ADRIANO
Sozoː
schnellʃnɛl
erlischtɛɐ̯ˈlɪʃt
,
Elendeˈeːlɛndə
,
eu'r
gerechterɡəˈʁɛçtɐ
Zornt͡sɔʁn
?
Sei's
anaːˈʔɛn
dendeːn
Stufenˈʃtuːfn̩
desdɛs
Altarsalˈtaːɐ̯s
,
verfallenfɛɐ̯ˈfalən
istɪst
ereːɐ̯
meinemˈmaɪ̯nəm
Armaʁm
.
CECCO
Eseːs
nahtnaːt
derdeːɐ̯
Zugt͡suːk
,
schliesst[ˈʃliːsən]
euchɔɪ̯ç
anaːˈʔɛn
michmɪç
!
Erwartenɛɐ̯ˈvaʁtn̩
stillʃtɪl
wirviːɐ̯
,
wieviː
sich's
fügtfyːkt
!
Nr. 12 - Finale
Es naht ein feierlicher Zug, der sich dem Eingang des Lateran zuwendet; die Verschworenen halten die Treppe der Kirche besetzt. - Der Zug hat sich vor der Kirche gruppiert; Rienzi und Irene, in Friedensgewändern, langen auf der Szene an. - Als Rienzi der Treppe der Kirche naht, hält er beim Anblick der Verschworenen still, welche ihm weniger durch Gebärden als durch ihre eingenommene Stellung den Eintritt streitig zu machen scheinen.
ernst zu den Verschworenen
RIENZI
Ihriːɐ̯
nichtnɪçt
beimbaɪ̯m
Festeˈfɛstə
?
Achtetˈaxtət
ihriːɐ̯
sozoː
geringɡəˈʁɪŋ
dendeːn
Siegziːk
,
nichtnɪçt
Dankesˈdaŋkəs
wertveːɐ̯t
?
unter den Verschworenen in seinen Mantel gehüllt
ADRIANO
O
Gottɡɔt
!
Ireneˌiˈʁeːnə
anaːˈʔɛn
seinerˈzaɪ̯nɐ
Seiteˈzaɪ̯tə
!
Ihniːn
schütztʃʏt͡st
einaɪ̯n
Engelˈɛŋl̩
;
wieviː
vollend'
ich's
?
RIENZI
Wieviː
,
oderˈoːdɐ
istɪst
derdeːɐ̯
Mutmuːt
dahindaˈhɪn
,
dadaː
ihriːɐ̯
diedaɪ
Brüderˈbʁyːdɐ
fallenˈfalən
sahtzaːt
?
Sindzɪnt
dafürdaˈfyːɐ̯
jeneˈjeːnə
nichtnɪçt
vernichtetfɛɐ̯ˈnɪçtət
,
diedaɪ
sonstzɔnst
,
alsals
ihriːɐ̯
nochnɔx
friedlichˈfʁiːtlɪç
waret
,
euchɔɪ̯ç
Väterˈfɛːtɐ
,
Söhneˈzøːnə
kaltkalt
erschlugenɛɐ̯ˈʃluːɡn̩
undʊnt
eureˈɔɪ̯ʁə
Weiberˈvaɪ̯bɐ
schändetenˈʃɛndətn̩
?
O
,
fürfyːɐ̯
wieviː
weitvaɪ̯t
geringre
Notnoːt
weiht'
einstaɪ̯nst
derdeːɐ̯
Römerˈʁøːmɐ
sichzɪç
demdeːm
Todtoːt
!
Dochdɔx
ihriːɐ̯
schlugtʃluːkt
euchɔɪ̯ç
fürfyːɐ̯
Ehreːɐ̯
undʊnt
Ruhmʁuːm
,
fürfyːɐ̯
eurerˈɔʏ̯ɐ
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
Heiligtumˈhaɪ̯lɪktuːm
!
Die Verschworenen sind wie geschlagen; keiner wagt die Augen zu erheben.
RIENZI
Ihriːɐ̯
habthaːpt
gesiegtɡəˈziːkt
,
o
lasstlast
michmɪç
nimmerˈnɪmɐ
glaubenˈɡlaʊ̯bn̩
,
dassdas
ihriːɐ̯
dendeːn
Siegziːk
,
derdeːɐ̯
Ruhmʁuːm
euchɔɪ̯ç
gabɡaːp
,
verwünschetfɛɐ̯ˈvʏnʃət
!
Bautbaʊ̯t
festfɛst
aufaʊ̯f
michmɪç
,
dendeːn
Tribunentʁiˈbuːnən
!
Haltetˈhaltət
getreuɡəˈtʁɔɪ̯
anaːˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Seiteˈzaɪ̯tə
!
Gottɡɔt
,
derdeːɐ̯
bisbɪs
hierhiːɐ̯
michmɪç
führteˈfyːɐ̯tə
,
Gottɡɔt
stehtʃteːt
mirmiːɐ̯
beibaɪ̯
,
verlässtfɛɐ̯ˈlɛst
michmɪç
nieniː
.
Die Verschworenen teilen sich ehrfurchtsvoll unter dem Ruf:
CHOR DER VERSCHWORENEN
Langlaŋ
lebeˈleːbə
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
!
für sich
ADRIANO
Haha
,
feigeˈfaɪ̯ɡə
Sklavenˈsklaːfn̩
!
Sollzɔl
ichɪç
alleinaˈlaɪ̯n
?
Sollzɔl
vorfoːɐ̯
Irenenɪˈʁeːnən
selbstzɛlpst
?
Rienzi und der Zug lassen sich an, die Treppe der Kirche zu besteigen; Adriano tut einen zweifelhaften Griff nach dem Dolche; da hört man aus dem Innern des Lateran den Gesang der Mönche; von Schauer ergriffen halten Rienzi und der Zug plötzlich an.
MÖNCHE IM LATERAN
Vae
,
vae
tibi
maledicto
!
Jamˈd͡ʒæm
te
justusˈjʊstʊs
ense
stricto
vindex
manet
angelusˈaŋɡelʊs
.
RIENZI
Wieviː
schauerlichˈʃaʊ̯ɐlɪç
!
Welchvɛlç
einaɪ̯n
Te
Deum
?
MÖNCHE IM LATERAN
Vae
,
spem
nullam
maledictus
foveat
,
Gehennae
rictus
jamjam
hiscit
flammeus
!
VOLK
Unsʊns
fasstfast
einaɪ̯n
Grauenˈɡʁaʊ̯ən
,
welcheˈvɛlçə
Töneˈtøːnə
!
Rienzi ermannt sich und gibt ein Zeichen, worauf sich der Zug schnell wieder ordnet und nach der Treppe zu in Bewegung setzt. Als Rienzi auf der Hälfte der Treppe angelangt ist, erscheint am grossen Portale der Kardinal, umgeben von Priestern.
KARDINAL
Zurückt͡suˈʁʏk
,
demdeːm
Reinenˈʁaɪ̯nən
nurnuːɐ̯
erschliesst
diedaɪ
Kircheˈkɪʁçə
sichzɪç
!
Duduː
aberˈaːbɐ
bistbɪst
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
,
imiˈʔɛm
Bannban
istɪst
,
werveːɐ̯
dirdiːɐ̯
treutʁɔɪ̯
!
VOLK
Fliehetˈfliːət
ihniːn
!
Ereːɐ̯
istɪst
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
!
Alles flieht entsetzt von der Bühne. - Der Kardinal und die Priester haben sich sogleich in die Kirche zurückgezogen. Die Kirchenpforten sind schnell geschlossen worden; an ihnen angeheftet erblickt man die Bannbulle; unmittelbar unter derselben steht Adriano. - Rienzi ist entsetzt bis in die Mitte der Szene zurückgewankt, wo er bis zum Schluss des Auftrittes bewegungslos, wie in dumpfer Betäubung stehen bleibt. Irene ist bewusstlos an seiner Seite zusammengesunken. Lange Pause auf der Bühne. Wie aus dem tiefen Inneren der Kirche wird der Gesang der Mönche gehört:
MÖNCHE IN DER KIRCHE
Vae
,
vae
tibi
maledicto
!
Jamˈd͡ʒæm
te
justusˈjʊstʊs
ense
stricto
vindex
manet
angelusˈaŋɡelʊs
.
Vae
,
spem
nullam
maledictus
foveat
,
Gehennae
rictus
jamjam
hiscit
flammeus
!
Adriano, der die Bühne nicht verlassen hat, die in einem Augenblicke leer geworden ist, verlässt seine Stelle und naht unsicher wankenden Schrittes Irene.
zu der am Boden hingestreckten Irene sich herabbeugend
ADRIANO
Ireneˌiˈʁeːnə
!
Kommkɔm
,
fliehfliː
diesenˈdiːzn̩
Ortɔʁt
-
Zut͡suː
mirmiːɐ̯
!
Ichɪç
binbɪn
deindaɪ̯n
Adriano
!
sich langsam aufrichtend
IRENE
Duduː
hierhiːɐ̯
?
Wasvas
willstvɪlst
duduː
?
Wasvas
geschahɡəˈʃaː
?
ADRIANO
Derdeːɐ̯
Bodenˈboːdn̩
brenntbʁɛnt
zut͡suː
deinenˈdaɪ̯nən
Füssenˈfʏsn̩
!
Aufaʊ̯f
,
eileˈaɪ̯lə
,
fliehfliː
!
Deindaɪ̯n
Freundfʁɔɪ̯nt
binbɪn
ichɪç
,
siehziː
herheːɐ̯
,
ichɪç
bin's
,
deindaɪ̯n
Geliebterɡəˈliːptɐ
!
IRENE
Meinmaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
?
Sagzaːk
,
wovoː
istɪst
meinmaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
?
ADRIANO
Derdeːɐ̯
istɪst
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
undʊnt
ausgestossen[ˈaʊ̯sˌʃtoːsn̩]
vomfɔm
Heileˈhaɪ̯lə
desdɛs
Himmelsˈhɪml̩s
undʊnt
derdeːɐ̯
Erdenˈeːɐ̯dn̩
;
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
istɪst
mitmɪt
ihmiːm
,
werveːɐ̯
ihmiːm
zurt͡suːɐ̯
Seiteˈzaɪ̯tə
;
drumdʁʊm
retteˈʁɛtə
dichdɪç
,
fliehfliː
seineˈzaɪ̯nə
Näheˈnɛːə
!
IRENE
Meinmaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
!
-
Haha
,
hinwegˈhɪnˌveːk
,
Unsel'ger
!
Sich an Rienzis Brust werfend.
IRENE
Rienzi
!
Rienzi
!
O
meinmaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
!
wütend
ADRIANO
Wahnsinnigeˈvaːnˌzɪnɪɡə
!
Verdirbfɛɐ̯ˈdɪʁp
mitmɪt
ihmiːm
!
Er stürzt ab.
aus seiner Betäubung erwachend, fühlt Irene an seiner Brust, richtet sie auf und blickt ihr gerührt in die Augen
RIENZI
Ireneˌiˈʁeːnə
,
duduː
?
Nochnɔx
gibt's
einaɪ̯n
Romʁoːm
!
Sie verweilen in einer langen Umarmung.
MÖNCHE IM LATERAN
Vae
,
vae
tibi
maledicto
!
Jamˈd͡ʒæm
te
justusˈjʊstʊs
ense
stricto
vindex
manet
angelusˈaŋɡelʊs
.
Während des Gesanges der Mönche in der Kirche sinkt der Vorhang langsam herab.
FÜNFTER AKT
Nr. 13 - Introduktion und Gebet
Der Vorhang geht auf. Ein Saal im Kapitol. Rienzi allein vor einem kleinen Hausaltar kniend.
RIENZI
Allmächt'ger
Vaterˈfaːtɐ
,
blickblɪk
herabhɛˈʁap
!
Hörhøːɐ̯
michmɪç
imiˈʔɛm
Staubeˈʃtaʊ̯bə
zut͡suː
dirdiːɐ̯
flehn
!
Diedaɪ
Machtmaxt
,
diedaɪ
mirmiːɐ̯
deindaɪ̯n
Wunderˈvʊndɐ
gabɡaːp
,
lasslas
jetztjɛt͡st
nochnɔx
nichtnɪçt
zugrundet͡suˈɡʁʊndə
gehnɡeːn
!
Duduː
stärktestˈʃtɛʁktəst
michmɪç
,
duduː
gabstɡaːpst
mirmiːɐ̯
hoheˈhoːə
Kraftkʁaft
,
duduː
liehestˈliːəst
mirmiːɐ̯
erhabne
Eigenschaftˈaɪ̯ɡn̩ʃaft
:
zut͡suː
hellenˈhɛlən
dendeːn
,
derdeːɐ̯
niedrigˈniːdʁɪk
denktdɛŋkt
,
zut͡suː
hebenˈheːbm̩
,
wasvas
imiˈʔɛm
Staubʃtaʊ̯p
versenktfɛɐ̯ˈzɛŋkt
.
Duduː
wandeltestˈvandl̩təst
desdɛs
Volkesˈfɔlkəs
Schmachʃmaːx
zut͡suː
Hoheitˈhoːhaɪ̯t
,
Glanzɡlant͡s
undʊnt
Majestätmajɛsˈtɛːt
!
O
Gottɡɔt
,
vernichtefɛɐ̯ˈnɪçtə
nichtnɪçt
dasdas
Werkvɛʁk
,
dasdas
dirdiːɐ̯
zumt͡sʊm
Preispʁaɪ̯s
errichtetɛɐ̯ˈʁɪçtət
stehtʃteːt
!
Achax
,
löseˈløːzə
,
Herrhɛʁ
,
diedaɪ
tiefeˈtiːfə
Nachtnaxt
,
diedaɪ
nochnɔx
derdeːɐ̯
Menschenˈmɛnʃn̩
Seelenˈzeːlən
decktdɛkt
!
Schenkʃɛŋk
unsʊns
dendeːn
Abglanzˈapˌɡlant͡s
deinerˈdaɪ̯nɐ
Machtmaxt
,
diedaɪ
sichzɪç
iniˈʔɛn
Ewigkeitˈeːvɪkkaɪ̯t
erstrecktɛɐ̯ˈʃtʁɛkt
!
Meinmaɪ̯n
Herrhɛʁ
undʊnt
Vaterˈfaːtɐ
,
o
blickeˈblɪkə
herabhɛˈʁap
!
Senkeˈzɛŋkə
deindaɪ̯n
Augeˈaʊ̯ɡə
ausaʊ̯s
deinenˈdaɪ̯nən
Höhnhøːn
!
Diedaɪ
Kraftkʁaft
,
diedaɪ
mirmiːɐ̯
deindaɪ̯n
Wunderˈvʊndɐ
gabɡaːp
,
lasslas
jetztjɛt͡st
nochnɔx
nichtnɪçt
zugrundet͡suˈɡʁʊndə
gehnɡeːn
!
Allmächt'ger
Vaterˈfaːtɐ
,
blickblɪk
herabhɛˈʁap
!
Hörhøːɐ̯
michmɪç
imiˈʔɛm
Staubeˈʃtaʊ̯bə
zut͡suː
dirdiːɐ̯
flehn
!
Meinmaɪ̯n
Gottɡɔt
,
derdeːɐ̯
hoheˈhoːə
Kraftkʁaft
mirmiːɐ̯
gabɡaːp
,
erhöreɛɐ̯ˈhøːʁə
meinmaɪ̯n
tiefinbrünstig
Flehn
!
Er beugt das Haupt tief zur Erde und verbleibt in stummem Gebete.
Nr. 14 - Duo
Irene tritt auf. Rienzi hat sich erhoben und sie erblickt. Sie umarmen sich heftig.
RIENZI
Verlässtfɛɐ̯ˈlɛst
diedaɪ
Kircheˈkɪʁçə
michmɪç
,
zut͡suː
derenˈdeːʁən
Preispʁaɪ̯s
meinmaɪ̯n
Werkvɛʁk
begannbəˈɡan
,
verlässtfɛɐ̯ˈlɛst
michmɪç
auchaʊ̯x
dasdas
Volkfɔlk
,
dasdas
ichɪç
zut͡suː
diesemˈdiːzm̩
Namenˈnaːmən
ersteːɐ̯st
erhobɛɐ̯ˈhoːp
,
verlässtfɛɐ̯ˈlɛst
michmɪç
jederˈjeːdɐ
Freundfʁɔɪ̯nt
,
dendeːn
mirmiːɐ̯
dasdas
Glückɡlʏk
erschufɛɐ̯ˈʃuːf
,
bleibtblaɪ̯pt
zweies
dochdɔx
mirmiːɐ̯
ewigˈeːvɪk
treutʁɔɪ̯
:
derdeːɐ̯
Himmelˈhɪml̩
selbstzɛlpst
undʊnt
meineˈmaɪ̯nə
Schwesterˈʃvɛstɐ
!
IRENE
Meinmaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
,
jajaː
,
nochnɔx
kenneˈkɛnə
ichɪç
diedaɪ
Lehrenˈleːʁən
,
iniˈʔɛn
denenˈdeːnən
duduː
michmɪç
schwachesˈʃvaxəs
Weibvaɪ̯p
erzogstɛɐ̯ˈt͡soːkst
:
duduː
machtestˈmaxtəst
michmɪç
zut͡suː
einerˈaɪ̯nɐ
Römerinˈʁøːməʁɪn
!
Siehziː
denndɛn
,
oboːˈbeː
ichɪç
diedaɪ
Lehreˈleːʁə
treutʁɔɪ̯
befolgtbəˈfɔlkt
!
Dendeːn
letztenˈlɛt͡stn̩
Römerˈʁøːmɐ
lasslas
ichɪç
nieniː
,
seizaɪ̯
auchaʊ̯x
derdeːɐ̯
Preispʁaɪ̯s
dasdas
Glückɡlʏk
desdɛs
Lebensˈleːbn̩s
undʊnt
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
!
Rienzi
,
sagzaːk
:
hab'
ichɪç
michmɪç
starkʃtaʁk
bewährtbəˈvɛːɐ̯t
?
RIENZI
Ireneˌiˈʁeːnə
,
meineˈmaɪ̯nə
Heldenschwester
!
IRENE
Undʊnt
weisstvaɪ̯st
duduː
auchaʊ̯x
,
wasvas
einerˈaɪ̯nɐ
Liebliːp
entsagenɛntˈzaːɡn̩
heisst
?
O
neinnaɪ̯n
,
duduː
hasthast
jajaː
nieniː
geliebtɡəˈliːpt
!
RIENZI
Wohlvoːl
liebt'
auchaʊ̯x
ichɪç
!
-
O
Ireneˌiˈʁeːnə
,
kennstkɛnst
duduː
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
meineˈmaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
?
Ichɪç
liebteˈliːptə
glühendˈɡlyːənt
meineˈmaɪ̯nə
hoheˈhoːə
Brautbʁaʊ̯t
,
seitzaɪ̯t
ichɪç
zumt͡sʊm
Denkenˈdɛŋkn̩
,
zumt͡sʊm
Fühlenˈfyːlən
erwachtɛɐ̯ˈvaxt
,
seitzaɪ̯t
mirmiːɐ̯
,
wasvas
einstensˈaɪ̯nstn̩s
ihreˈiːʁə
Grösseˈɡʁøːsə
warvaːɐ̯
,
erzählteɛɐ̯ˈt͡sɛːltə
derdeːɐ̯
altenˈaltn̩
Ruinenʁuˈiːnən
Prachtpʁaxt
.
Ichɪç
liebteˈliːptə
schmerzlichˈʃmɛʁt͡slɪç
meineˈmaɪ̯nə
hoheˈhoːə
Brautbʁaʊ̯t
,
dadaː
ichɪç
sieziː
tieftiːf
erniedrigtɛɐ̯ˈniːdʁɪkt
sahzaː
,
schmählichˈʃmɛːlɪç
misshandeltˌmɪsˈhandl̩t
,
grau'nvoll
entstelltɛntˈʃtɛlt
,
geschmähtɡəˈʃmɛːt
,
entehretɛntˈʔeːʁət
,
geschändetɡəˈʃɛndət
undʊnt
verhöhntfɛɐ̯ˈhøːnt
!
Haha
,
wieviː
ihriːɐ̯
Anblickˈanˌblɪk
meineˈmaɪ̯nə
Wutvuːt
entflammteɛntˈflamtə
!
Achax
,
wieviː
ihriːɐ̯
Jammerˈjamɐ
Machtmaxt
gabɡaːp
meinerˈmaɪ̯nɐ
Liebeˈliːbə
!
Meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
weihteˈvaɪ̯tə
ichɪç
einzigˈaɪ̯nt͡sɪk
nurnuːɐ̯
ihriːɐ̯
,
ihriːɐ̯
meineˈmaɪ̯nə
Jugendˈjuːɡn̩t
,
meineˈmaɪ̯nə
Manneskraftˈmanəsˌkʁaft
;
denndɛn
sehenˈzeːən
wollt'
ichɪç
sieziː
,
diedaɪ
hoheˈhoːə
Brautbʁaʊ̯t
,
gekrönet
alsals
Königinˈkøːnɪɡɪn
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
-
denndɛn
wisseˈvɪsə
:
Romaʁoˈmaː
heisst
meineˈmaɪ̯nə
Brautbʁaʊ̯t
!
IRENE
Treuloses[tʁɔʏloːs]
Weibvaɪ̯p
,
Verachtungfɛɐ̯ˈʔaxtʊŋ
dirdiːɐ̯
!
RIENZI
Ermissɛɐ̯ˈmɪs
denndɛn
meinenˈmaɪ̯nn̩
Schmerzʃmɛʁt͡s
,
dadaː
dieserˈdiːzɐ
Liebeˈliːbə
ichɪç
entsagenɛntˈzaːɡn̩
sollzɔl
!
IRENE
Rienzi
,
o
meinmaɪ̯n
grosserɡʁoːs
Bruderˈbʁuːdɐ
,
blickblɪk
iniˈʔɛn
meinmaɪ̯n
tränenloses
Augeˈaʊ̯ɡə
,
siehziː
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Wangeˈvaŋə
tiefenˈtiːfn̩
Gramɡʁaːm
,
empfindeɛmˈp͡fɪndə
,
wasvas
diesdaɪs
Herzhɛʁt͡s
bezwangbəˈt͡svaŋ
,
undʊnt
sagzaːk
:
istɪst
Romaʁoˈmaː
untreuˈʊntʁɔɪ̯
dirdiːɐ̯
?
RIENZI
Ireneˌiˈʁeːnə
,
achax
,
selbstzɛlpst
deineˈdaɪ̯nə
Treueˈtʁɔɪ̯ə
brichtbʁɪçt
mirmiːɐ̯
dasdas
Herzhɛʁt͡s
.
Wasvas
willstvɪlst
duduː
tuntjuːn
?
Imiˈʔɛm
Bannban
binbɪn
ichɪç
;
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
auchaʊ̯x
duduː
anaːˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Seiteˈzaɪ̯tə
,
undʊnt
meinmaɪ̯n
Werkvɛʁk
,
ichɪç
ahn'
eseːs
,
istɪst
vollendetfɔlˈʔɛndət
baldbalt
!
Ichɪç
seizaɪ̯
dasdas
Opferˈɔp͡fɐ
,
warumvaˈʁʊm
duduː
?
Gedenkstɡəˈdɛŋkst
duduː
Adrianos
nichtnɪçt
?
Ereːɐ̯
hassthast
nurnuːɐ̯
michmɪç
undʊnt
istɪst
versöhntfɛɐ̯ˈzøːnt
,
wennvɛn
ichɪç
gefallenɡəˈfalən
.
Bleibeˈblaɪ̯bə
seinzaɪ̯n
.
IRENE
Rienzi
!
Haha
,
wasvas
höreˈhøːʁə
ichɪç
?
Zut͡suː
deinerˈdaɪ̯nɐ
Schwesterˈʃvɛstɐ
sprichstʃpʁɪçst
duduː
sozoː
?
RIENZI
Keinkaɪ̯n
Romʁoːm
gibt's
mehrmeːɐ̯
,
seizaɪ̯
denndɛn
einaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
!
IRENE
Ichɪç
seizaɪ̯
diedaɪ
letzteˈlɛt͡stə
Römerinˈʁøːməʁɪn
!
RIENZI
Achax
,
mehreˈmeːʁə
sozoː
nichtnɪçt
meinenˈmaɪ̯nn̩
Gramɡʁaːm
!
IRENE
Rienzis
Schwesterˈʃvɛstɐ
trotzttʁɔt͡st
demdeːm
Todtoːt
!
RIENZI
Achax
,
mehreˈmeːʁə
sozoː
nichtnɪçt
meinenˈmaɪ̯nn̩
Gramɡʁaːm
!
IRENE
Ermordeɛɐ̯ˈmɔʁdə
michmɪç
-
ichɪç
lasslas
dichdɪç
nieniː
!
überwältigt
RIENZI
Kommkɔm
,
stolzeˈʃtɔlt͡sə
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
,
anaːˈʔɛn
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
!
BEIDE
Iniˈʔɛn
unsremˈʔʊnzɐ
treuenˈtʁɔɪ̯ən
Bundeˈbʊndə
,
iniˈʔɛn
dieserˈdiːzɐ
keuschenˈkɔɪ̯ʃn̩
Brustbʁʊst
lebtleːpt
Romaʁoˈmaː
nochnɔx
zurt͡suːɐ̯
Stundeˈʃtʊndə
,
derdeːɐ̯
Grösseˈɡʁøːsə
sichzɪç
bewusstbəˈvʊst
.
Blickt uns ins feste Auge
BEIDE
undʊnt
sagtzaːkt
,
oboːˈbeː
Romaʁoˈmaː
fielfiːl
?
Mitmɪt
unsremˈʔʊnzɐ
letztenˈlɛt͡stn̩
Haucheˈhaʊ̯xə
setztzɛt͡st
Gottɡɔt
ihriːɐ̯
ersteːɐ̯st
einaɪ̯n
Zielt͡siːl
!
RIENZI
Eseːs
seizaɪ̯
!
Nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
willvɪl
ichɪç
michmɪç
denndɛn
rüstenˈʁʏstn̩
,
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
tönenˈtøːnən
sollzɔl
derdeːɐ̯
Rufʁuːf
,
zut͡suː
weckenˈvɛkn̩
Romʁoːm
ausaʊ̯s
seinemˈzaɪ̯nəm
Schlafʃlaːf
.
Er geht ab. Irene wendet sich nach einer andern Seite hin ebenfalls zum Abgang.
Nr. 15 - Szene und Duo
Irene, Adriano.
Von Adrianos Auftritt an wird es immer finsterer, so dass die Szene in völliger Nacht endet; bald wachsendes, bald abnehmendes, im Ganzen aber immer näher kommendes Volksgetümmel wird von aussen her vernommen: der grelle Schein von Feuerbränden erhellt blitzartig das Dunkel der Szene durch die Fenster, deren Scheiben durch Steinwürfe zerschlagen werden: diese Steigerung des Aufruhrs muss jedoch erst gegen das Ende der Szene eintreten.
Adriano, tief in seinen Mantel gehüllt und bis zum Wahnsinn aufgeregt, tritt unter der Türe Irenen entgegen.
ADRIANO
Duduː
hierhiːɐ̯
,
Ireneˌiˈʁeːnə
?
Treff'
ichɪç
dichdɪç
nochnɔx
iniˈʔɛn
desdɛs
Fluchbeladnen
Haushaʊ̯s
?
IRENE
Entsetzlicherɛntˈzɛt͡slɪçɐ
,
duduː
wagstvaːkst
eseːs
nochnɔx
,
desdɛs
Reinenˈʁaɪ̯nən
Schwelleˈʃvɛlə
zut͡suː
übertretenyːbɐˈtʁeːtn̩
?
Entfliehɛntˈfliː
!
ADRIANO
Wahnsinnigeˈvaːnˌzɪnɪɡə
,
nochnɔx
Trotztʁɔt͡s
?
Achax
,
duduː
kennstkɛnst
deindaɪ̯n
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
nichtnɪçt
!
Dochdɔx
rett'
ichɪç
dichdɪç
.
-
Fliehfliː
,
kommkɔm
mitmɪt
mirmiːɐ̯
!
IRENE
Hierhiːɐ̯
,
beibaɪ̯
demdeːm
Letztenˈlɛt͡stn̩
,
dendeːn
derdeːɐ̯
Nameˈnaːmə
desdɛs
Römersˈʁøːmɐs
ziertt͡siːɐ̯t
,
istɪst
meinmaɪ̯n
Asylaˈzyːl
!
Ihriːɐ̯
seidzaɪ̯t
Treulose[tʁɔʏloːs]
,
Schändlicheˈʃɛntlɪçə
!
Gehɡeː
,
eseːs
gibtɡiːpt
keineˈkaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
mehrmeːɐ̯
!
ADRIANO
Haha
,
meineˈmaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
,
jajaː
,
ichɪç
fühl'
eseːs
,
istɪst
Liebeˈliːbə
nichtnɪçt
,
istɪst
Rasereiˌʁaːzəˈʁaɪ̯
!
Ireneˌiˈʁeːnə
,
Ireneˌiˈʁeːnə
,
siehziː
michmɪç
knienkniːn
!
Duduː
schwurest
einstaɪ̯nst
mirmiːɐ̯
ew'ge
Treueˈtʁɔɪ̯ə
,
versünd'ge
nichtnɪçt
durchdʊʁç
Meineidˈmaɪ̯nˌʔaɪ̯t
dichdɪç
!
Wohlvoːl
kenneˈkɛnə
ichɪç
nochnɔx
meinenˈmaɪ̯nn̩
Schwurʃvuːɐ̯
;
ichɪç
schwurʃvuːɐ̯
:
Todtoːt
undʊnt
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
solleˈzɔlə
mirmiːɐ̯
Losungˈloːzʊŋ
seinzaɪ̯n
,
umʊm
jedesˈjeːdəs
Bandbant
undʊnt
jedeˈjeːdə
Schrankeˈʃʁaŋkə
zut͡suː
zertrümmernt͡sɛɐ̯ˈtʁʏmɐn
!
Diesdaɪs
warvaːɐ̯
meinmaɪ̯n
Schwurʃvuːɐ̯
,
ichɪç
halt'
ihniːn
jetztjɛt͡st
:
Todtoːt
undʊnt
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
,
eseːs
istɪst
dadaː
!
Deindaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
wardvaʁt
vonfɔn
Gottɡɔt
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
,
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
vonfɔn
mirmiːɐ̯
undʊnt
allerˈalɐ
Weltvɛlt
;
dasdas
Volkfɔlk
,
eseːs
rastʁast
,
kenntkɛnt
dendeːn
Verratfɛɐ̯ˈʁaːt
.
Diesdaɪs
Kapitolkapiˈtoːl
,
baldbalt
steht's
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
,
schonʃoːn
wirdvɪʁt
derdeːɐ̯
Feuerbrandˈfɔʏ̯ərˌbʁant
genährtɡəˈnɛːɐ̯t
;
werveːɐ̯
hierhiːɐ̯
betroffenbəˈtʁɔfn̩
,
istɪst
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
,
seinzaɪ̯n
Todtoːt
demdeːm
Mörderˈmœʁdɐ
einaɪ̯n
Verdienstfɛɐ̯ˈdiːnst
;
iniˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Handhant
zucktt͡sʊkt
selbstzɛlpst
derdeːɐ̯
Stahlʃtaːl
:
deindaɪ̯n
Bruderˈbʁuːdɐ
fälltfɛlt
,
ereːɐ̯
fälltfɛlt
durchdʊʁç
michmɪç
!
Todtoːt
undʊnt
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
,
siehziː
,
istɪst
dadaː
.
Nunnuːn
bistbɪst
duduː
meinmaɪ̯n
!
Sagzaːk
,
binbɪn
ichɪç
treutʁɔɪ̯
?
Zut͡suː
deinenˈdaɪ̯nən
Füssenˈfʏsn̩
lieg'
ichɪç
hierhiːɐ̯
;
siehziː
meineˈmaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
,
siehziː
meineˈmaɪ̯nə
Treu'
!
ihn abwehrend
IRENE
Verruchterfɛɐ̯ˈʁuːxtɐ
!
Diedaɪ
Hölleˈhœlə
rastʁast
iniˈʔɛn
dirdiːɐ̯
!
Nichtsnɪçt͡s
hab'
ichɪç
mehrmeːɐ̯
mitmɪt
dirdiːɐ̯
gemeinɡəˈmaɪ̯n
!
Hierhiːɐ̯
steheˈʃteːə
ichɪç
,
eineˈaɪ̯nə
Römerinˈʁøːməʁɪn
!
Nurnuːɐ̯
meineˈmaɪ̯nə
Leicheˈlaɪ̯çə
nennstnɛnst
duduː
deindaɪ̯n
!
Man hört verworrenes, anwachsendes Getümmel von aussen.
ADRIANO
Sieziː
kommenˈkɔmən
,
haha
!
Diedaɪ
Flammeˈflamə
glühtɡlyːt
!
Entsetzenɛntˈzɛt͡sn̩
!
Wahnsinnˈvaːnzɪn
!
Aufaʊ̯f
,
Ireneˌiˈʁeːnə
!
IRENE
Lasslas
michmɪç
,
ichɪç
fühleˈfyːlə
Riesenkraft
;
Gottɡɔt
hilfthɪlft
mirmiːɐ̯
,
dirdiːɐ̯
zut͡suː
widerstehn
.
ADRIANO
Neinnaɪ̯n
,
duduː
darfstdaʁfst
nichtnɪçt
sterbenˈʃtɛʁbn̩
,
deindaɪ̯n
Todtoːt
triffttʁɪft
michmɪç
!
Kommkɔm
mitmɪt
,
ichɪç
reisse
dichdɪç
hinwegˈhɪnˌveːk
!
Er sucht sich Irenens gewaltsam zu bemächtigen.
IRENE
Vergehfɛɐ̯ˈɡeː
,
Wahnsinnigerˈvaːnˌzɪnɪɡɐ
!
Freifʁaɪ̯
binbɪn
ichɪç
!
Sie hat mit wütender Gewalt Adriano von sich geschleudert und entflieht. Adriano ist zu Boden gesunken.
rafft sich starren Blickes auf.
ADRIANO
O
,
duduː
bistbɪst
meinmaɪ̯n
!
Durchdʊʁç
Flammenˈflamən
selbstzɛlpst
findfɪnt
ichɪç
dendeːn
Wegveːk
!
ab.
Die Szene verwandelt sich.
Nr. 16 - Finale
Grosser Platz vor dem Kapitol, das sich im Hintergrunde befindet. Volkshaufen in der wütendsten Aufregung. - Das Volk strömt von allen Seiten dem Platze zu.
VOLK
Herbeihɛɐ̯ˈbaɪ̯
!
Herbeihɛɐ̯ˈbaɪ̯
!
Aufaʊ̯f
,
eiltaɪ̯lt
zut͡suː
unsʊns
!
Bringtbʁɪŋt
Steineˈʃtaɪ̯nə
herheːɐ̯
!
Bringtbʁɪŋt
Feuerbrandˈfɔʏ̯ərˌbʁant
!
Ereːɐ̯
istɪst
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
,
ereːɐ̯
istɪst
gebanntɡəˈbant
!
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
treffeˈtʁɛfə
ihniːn
undʊnt
Todtoːt
!
Aufaʊ̯f
,
ehrteːɐ̯t
derdeːɐ̯
Kircheˈkɪʁçə
Hochgebot
!
Rienzi in voller Rüstung, doch entblössten Hauptes, erscheint mit Irene auf dem hohen Balkon des Kapitols.
VOLK
Ereːɐ̯
ist's
!
Sehtzeːt
,
derdeːɐ̯
Fluchbeladne
trotzttʁɔt͡st
!
Aufaʊ̯f
,
steinigtˈʃtaɪ̯nɪkt
ihniːn
!
RIENZI
Kenntkɛnt
ihriːɐ̯
michmɪç
nochnɔx
?
Eseːs
fordertˈfɔʁdɐt
Ruheˈʁuːə
derdeːɐ̯
Tribuntʁiˈbuːn
.
BARONCELLI
Hörthøːɐ̯t
ihniːn
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
!
VOLK
Hörthøːɐ̯t
ihniːn
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
!
RIENZI
Entarteteɛntˈʔaːɐ̯tətə
!
Sagtzaːkt
,
zeigtt͡saɪ̯kt
ihriːɐ̯
sozoː
dendeːn
Römerstolz
?
CECCO
Bringtbʁɪŋt
Steineˈʃtaɪ̯nə
herheːɐ̯
!
VOLK
Aufaʊ̯f
,
steinigtˈʃtaɪ̯nɪkt
ihniːn
!
RIENZI
Bedenktbəˈdɛŋkt
,
werveːɐ̯
macht'
euchɔɪ̯ç
grossɡroːs
undʊnt
freifʁaɪ̯
?
Gedenktɡəˈdɛŋkt
ihriːɐ̯
nichtnɪçt
desdɛs
Jubelsˈjuːbl̩s
mehrmeːɐ̯
,
mitmɪt
demdeːm
ihriːɐ̯
damalsˈdaːmaːls
michmɪç
begrüsst
,
alsals
Freiheitˈfʁaɪ̯haɪ̯t
ichɪç
undʊnt
Friedenˈfʁiːdn̩
gabɡaːp
?
Umʊm
euretwillenˈɔɪ̯ʁətˌvɪlən
fleh'
ichɪç
euchɔɪ̯ç
:
gedenketɡəˈdɛŋkət
euresˈɔɪ̯ʁəs
Römerschwurs
!
BARONCELLI
Hörthøːɐ̯t
ihniːn
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
!
Ereːɐ̯
bezaubertbəˈt͡saʊ̯bɐt
euchɔɪ̯ç
!
VOLK
Fangtfaŋt
anaːˈʔɛn
!
Aufaʊ̯f
,
bringtbʁɪŋt
Feuerbrandˈfɔʏ̯ərˌbʁant
!
Werftvɛʁft
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
iniˈʔɛn
dasdas
Kapitolkapiˈtoːl
!
Von allen Seiten werden brennende Pechkränze geworfen.
RIENZI
Wahnsinnigˈvaːnˌzɪnɪk
Volkfɔlk
!
Wenveːn
greiftɡʁaɪ̯ft
ihriːɐ̯
anaːˈʔɛn
?
Wieviː
glaubetˈɡlaʊ̯bət
michmɪç
ihriːɐ̯
zut͡suː
vernichtenfɛɐ̯ˈnɪçtn̩
?
Sozoː
hörthøːɐ̯t
vonfɔn
mirmiːɐ̯
dasdas
letzteˈlɛt͡stə
Wortvɔʁt
:
sozoː
langlaŋ
diedaɪ
siebenˈziːbm̩
Hügelˈhyːɡl̩
Romas
stehnʃteːn
,
sozoː
langlaŋ
diedaɪ
ew'ge
Stadtʃtat
nichtnɪçt
sollzɔl
vergehn
,
solltzɔlt
ihriːɐ̯
Rienzi
wiederkehrenˈviːdɐˌkeːʁən
sehnzeːn
!
VOLK
Baldbalt
fasstfast
ihniːn
schonʃoːn
derdeːɐ̯
Feuerbrandˈfɔʏ̯ərˌbʁant
!
Ereːɐ̯
istɪst
verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
,
ereːɐ̯
istɪst
gebanntɡəˈbant
!
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
treffeˈtʁɛfə
ihniːn
undʊnt
Todtoːt
!
Aufaʊ̯f
,
ehrteːɐ̯t
derdeːɐ̯
Kircheˈkɪʁçə
Hochgebot
!
Das Kapitol steht in vollem Brande; man erblickt Rienzi und Irene, sich umschlungen haltend und von Flammen umgeben, auf dem Balkon; das Volk wirft mit Steinen nach ihnen.
Adriano erreicht atemlos die Bühne an der Spitze der zurückkehrenden Nobili, welche teils zu Pferde, teils zu Fuss einen heftigen Angriff auf das Volk ausführen.
Irene erblickend
ADRIANO
Ireneˌiˈʁeːnə
!
Ireneˌiˈʁeːnə
!
Aufaʊ̯f
,
durchdʊʁç
diedaɪ
Flammenˈflamən
!
Ah
!
Als Adriano dem Kapitol zueilt, stürzt der Turm, wo Rienzi und Irene sich befinden, mit furchtbarem Krach zusammen. Adriano sinkt mit einem Schrei leblos zu Boden und wird mit Rienzi und Irene unter den Trümmern begraben.
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