Strauss, Richard
Aegyptische Helena
Full Libretto
Source
ERSTER AUFZUG
AITHRA
Dasdas
Mahlmaːl
istɪst
gerichtetɡəˈʁɪçtət
,
diedaɪ
Nachtnaxt
schwebtʃveːpt
niederˈniːdɐ
,
wovoː
istɪst
meinmaɪ̯n
Geliebterɡəˈliːptɐ
?
Ereːɐ̯
lässtlɛst
michmɪç
alleinaˈlaɪ̯n
.
Ichɪç
laureˈlaʊ̯ʁə
:
ereːɐ̯
kommtkɔmt
nichtnɪçt
-
Ichɪç
traureˈtʁaʊ̯ʁə
:
wovoː
.
bistbɪst
duduː
?
O
lasslas
nichtnɪçt
sozoː
langeˈlaŋə
diedaɪ
jungeˈjʊŋə
,
diedaɪ
bangeˈbaŋə
Geliebteɡəˈliːptə
alleinaˈlaɪ̯n
!
Diedaɪ
Nachtnaxt
sinktzɪŋkt
niederˈniːdɐ
,
lasslas
heuteˈhɔɪ̯tə
nichtnɪçt
wiederˈviːdɐ
,
Poseidonpoˈzaɪ̯dɔn
,
diedaɪ
Freundinˈfʁɔɪ̯ndɪn
alleinaˈlaɪ̯n
!
Wovoː
bistbɪst
duduː
,
Poseidonpoˈzaɪ̯dɔn
,
zart
AITHRA
wovoː
bistbɪst
duduː
?
ungeduldig
AITHRA
Wovoː
istɪst
ereːɐ̯
denndɛn
?
MUSCHEL
Dreidʁaɪ̯
Taubenˈtaʊ̯bm̩
schwebenˈʃveːbn̩
glänzendˈɡlɛnt͡sn̩t
wieviː
Perlenˈpɛʁlən
fernfɛʁn
übermˈyːbɐm
Meermeːɐ̯
.
Sieziː
grüssen
dichdɪç
vonfɔn
Poseidonpoˈzaɪ̯dɔn
undʊnt
versichernfɛɐ̯ˈzɪçɐn
mitmɪt
sanftemˈzanftəm
Girrenˈɡɪʁən
seineˈzaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
,
seineˈzaɪ̯nə
Treueˈtʁɔɪ̯ə
,
seineˈzaɪ̯nə
Sehnsuchtˈzeːnˌzʊxt
immerˈɪmɐ
aufaʊ̯f
s
neueˈnɔɪ̯ə
!
AITHRA
O
duduː
Lügnerinˈlyːɡnəʁɪn
!
Einmalˈaɪ̯nmaːl
sindzɪnt
eseːs
Reisendeˈʁaɪ̯zn̩də
,
einmalˈaɪ̯nmaːl
Delphinedɛlˈfiːnə
,
einmalˈaɪ̯nmaːl
Taubenˈtaʊ̯bm̩
!
MUSCHEL
Seineˈzaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
,
seineˈzaɪ̯nə
Treueˈtʁɔɪ̯ə
immerˈɪmɐ
aufsaʊ̯fs
neueˈnɔɪ̯ə
!
heftig
AITHRA
Antworteˈantˌvɔʁtə
mirmiːɐ̯
ohneˈoːnə
Umschweifeˈʊmˌʃvaɪ̯fə
:
wovoː
istɪst
Poseidonpoˈzaɪ̯dɔn
?
sehr feierlich
MUSCHEL
Beibaɪ̯
dendeːn
Äthiopen
!
zornig
AITHRA
Beibaɪ̯
dendeːn
Äthiopen
?
DIENERIN
Ichɪç
laufeˈlaʊ̯fə
umʊm
dasdas
Fläschchenˈflɛʃçən
mitmɪt
demdeːm
Lotossaft
.
traurig
AITHRA
Achax
,
eineˈaɪ̯nə
Zauberinˈt͡saʊ̯bəʁɪn
seinzaɪ̯n
undʊnt
sozoː
ohnmächtigˈoːnˌmɛçtɪk
gegenˈɡeːɡn̩
dendeːn
stärkerenˈʃtɛʁkəʁən
Zaubrerˈt͡saʊ̯bʁɐ
!
DIENERIN
Ichɪç
laufeˈlaʊ̯fə
undʊnt
holeˈhoːlə
dasdas
Fläschchenˈflɛʃçən
!
AITHRA
Ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
!
DIENERIN
Duduː
brauchstbʁaʊ̯xst
eseːs
!
AITHRA
Ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
!
DIENERIN
Eseːs
wirdvɪʁt
dichdɪç
beruhigenbəˈʁuːɪɡn̩
.
AITHRA
Ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
!
DIENERIN
Duduː
brauchstbʁaʊ̯xst
eseːs
!
AITHRA
Ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
!
DIENERIN
Danndan
wühletˈvyːlət
keinkaɪ̯n
Schmerzʃmɛʁt͡s
durchdʊʁç
diedaɪ
Adernˈaːdɐn
!
AITHRA
Ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
!
DIENERIN
Danndan
stilletˈʃtɪlət
sichzɪç
innenˈɪnən
dasdas
Hadernˈhaːdɐn
!
AITHRA
Ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
!
leise und sehr deutlich
DIENERIN
Einaɪ̯n
halbesˈhalbəs
Vergessenfɛɐ̯ˈɡɛsn̩
wirdvɪʁt
sanftesˈzanftəs
Erinnernɛɐ̯ˈʔɪnɐn
;
duduː
fühlestˈfyːləst
imiˈʔɛm
Innernˈɪnɐn
dirdiːɐ̯
wiedergegebenˈviːdɐɡəˌɡeːbm̩
dendeːn
göttlichenˈɡœtlɪçn̩
Mannman
!
Aithra setzt sich zu Tisch, kindhaft junge Mädchen schweben auf den Fussspitzen herein und bedienen sie
AITHRA
Ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
betäubtbəˈtɔɪ̯pt
seinzaɪ̯n
,
ichɪç
willvɪl
michmɪç
zerstreuenˌt͡sɛɐ̯ˈʃtʁɔɪ̯ən
!
Ichɪç
willvɪl
Gesellschaftɡəˈzɛlʃaft
habenˈhaːbm̩
!
Fürfyːɐ̯
wasvas
istɪst
mirmiːɐ̯
denndɛn
Gewaltɡəˈvalt
gegebenɡəˈɡeːbm̩
,
jedenˈjeːdn̩
Sturmʃtʊʁm
zut͡suː
entfesselnɛntˈfɛsl̩n
,
jedesˈjeːdəs
Schiffʃɪf
anaːˈʔɛn
diedaɪ
Klippenˈklɪpm̩
zut͡suː
reissenˈʁaɪ̯sn̩
!
Der Mann steht auf, er ist der einzige an Bord, der nicht schläft.
kopfschüttelnd
DIENERIN
"
Derdeːɐ̯
Mannman
stehtʃteːt
aufaʊ̯f
!""
Sieziː
siehtziːt
einaɪ̯n
Schiffʃɪf
mitmɪt
schlafendenˈʃlaːfn̩dən
Leutenˈlɔɪ̯tn̩
.
MUSCHEL
Ereːɐ̯
wecktvɛkt
einenˈaɪ̯nən
vonfɔn
dendeːn
Schläfernˈʃlɛːfɐn
aufaʊ̯f
-
DIENERIN
"
vonfɔn
dendeːn
Schläfernˈʃlɛːfɐn
"
MUSCHEL
undʊnt
gibtɡiːpt
demdeːm
dasdas
Steuerˈʃtɔɪ̯ɐ
iniˈʔɛn
diedaɪ
Handhant
-
DIENERIN
"
gibtɡiːpt
demdeːm
dasdas
Steuerˈʃtɔɪ̯ɐ
iniˈʔɛn
diedaɪ
Handhant
"
MUSCHEL
Ereːɐ̯
selberˈzɛlbɐ
steigtʃtaɪ̯kt
hinunterhɪˈnʊntɐ
iniˈʔɛn
dendeːn
Schiffsraumˈʃɪfsˌʁaʊ̯m
.
DIENERIN
"
Ereːɐ̯
steigtʃtaɪ̯kt
hinunterhɪˈnʊntɐ
iniˈʔɛn
dendeːn
Schiffsraumˈʃɪfsˌʁaʊ̯m
."
hält im Essen inne
AITHRA
Vonfɔn
wemveːm
erzähltɛɐ̯ˈt͡sɛːlt
sieziː
?
DIENERIN
Sieziː
siehtziːt
einaɪ̯n
Schiffʃɪf
mitmɪt
schlafendenˈʃlaːfn̩dən
Leutenˈlɔɪ̯tn̩
.
MUSCHEL
Jetztjɛt͡st
istɪst
ereːɐ̯
untenˈʊntn̩
.
Diedaɪ
Schlafendeˈʃlaːfn̩də
regtʁeːkt
sichzɪç
.
Diedaɪ
Schlafendeˈʃlaːfn̩də
istɪst
vonfɔn
allenˈælən
Frauenˈfʁaʊ̯ən
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
!
AITHRA
Warumvaˈʁʊm
gleichɡlaɪ̯ç
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
!
Werveːɐ̯
kannkan
dasdas
entscheidenɛntˈʃaɪ̯dn̩
?
MUSCHEL
Ereːɐ̯
beugtbɔɪ̯kt
,
sichzɪç
zut͡suː
ihriːɐ̯
,
ereːɐ̯
willvɪl
sieziː
küssenˈkʏsn̩
!
AITHRA
Eineˈaɪ̯nə
schöneˈʃøːnə
Fraufʁaʊ̯
,
gutɡuːt
!
DIENERIN
Derdeːɐ̯
Mannman
aufaʊ̯f
demdeːm
Schiffʃɪf
willvɪl
diedaɪ
Schlafendeˈʃlaːfn̩də
,
diedaɪ
seineˈzaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
istɪst
,
küssenˈkʏsn̩
.
AITHRA
Undʊnt
dasdas
istɪst
allesˈaləs
?
MUSCHEL
Neinnaɪ̯n
!
Jetztjɛt͡st
holthoːlt
ereːɐ̯
-
nicht sehr gespannt
AITHRA
Wasvas
holthoːlt
ereːɐ̯
?
MUSCHEL
Ereːɐ̯
greiftɡʁaɪ̯ft
mitmɪt
derdeːɐ̯
Linkenˈlɪŋkn̩
einaɪ̯n
Tuchtuːx
-
DIENERIN
"
einaɪ̯n
Tuchtuːx
,"
MUSCHEL
dasdas
willvɪl
ereːɐ̯
überˈyːbɐ
ihriːɐ̯
Gesichtɡəˈzɪçt
werfenˈvɛʁfn̩
-
DIENERIN
"
überˈyːbɐ
ihriːɐ̯
Gesichtɡəˈzɪçt
"
MUSCHEL
denndɛn
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Rechtenˈʁɛçtn̩
hälthɛlt
ereːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
Dolchdɔlç
-
ereːɐ̯
willvɪl
sieziː
tötenˈtøːtn̩
.
DIENERIN
Ereːɐ̯
greiftɡʁaɪ̯ft
mitmɪt
derdeːɐ̯
Linkenˈlɪŋkn̩
einaɪ̯n
Tuchtuːx
-
MUSCHEL
Aithra
,
hilfhɪlf
dochdɔx
!
Derdeːɐ̯
Mannman
ermordetɛɐ̯ˈmɔʁdət
diedaɪ
Fraufʁaʊ̯
!
DIENERIN
Aithra
,
hilfhɪlf
dochdɔx
:
derdeːɐ̯
Mannman
aufaʊ̯f
demdeːm
Schiffʃɪf
ermordetɛɐ̯ˈmɔʁdət
seineˈzaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
!
aufspringend
AITHRA
Wieviː
denndɛn
?
Wasvas
sollzɔl
ichɪç
?
Werveːɐ̯
sindzɪnt
denndɛn
diedaɪ
Leuteˈlɔɪ̯tə
?
MUSCHEL
Helenaˈheˌlena
istɪst
eseːs
!
Helenaˈheˌlena
vonfɔn
Trojaˈtʁoːja
!
Undʊnt
ereːɐ̯
istɪst
Menelas
!
Schnellʃnɛl
!
Ereːɐ̯
schleichtʃlaɪ̯çt
sichzɪç
näherˈnɛːɐ
!
Verdecktfɛɐ̯ˈdɛkt
ereːɐ̯
ihriːɐ̯
mitmɪt
demdeːm
Tuchtuːx
dasdas
Gesichtɡəˈzɪçt
,
sozoː
istɪst
sieziː
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
!
DIENERIN
Schnellʃnɛl
!
Ereːɐ̯
schleichtʃlaɪ̯çt
sichzɪç
näherˈnɛːɐ
.
Gleichɡlaɪ̯ç
istɪst
sieziː
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
!
AITHRA
Sauseˈzaʊ̯zə
hinhɪn
,
Sturmʃtʊʁm
!
Fliegfliːk
hinhɪn
wieviː
derdeːɐ̯
Blitzblɪt͡s
!
Wirfvɪʁf
dichdɪç
aufaʊ̯f
dasdas
Schiffʃɪf
!
Redeˈʁeːdə
,
wasvas
siehstziːst
duduː
?
MUSCHEL
Derdeːɐ̯
Sturmʃtʊʁm
hathat
dasdas
Schiffʃɪf
!
Ereːɐ̯
hathat
eseːs
!
Ereːɐ̯
hathat
eseːs
!
Diedaɪ
Mastenˈmastn̩
splitternˈʃplɪtɐn
!
Diedaɪ
Schlafendenˈʃlaːfn̩dən
taumelnˈtaʊ̯ml̩n
drunterˈdʁʊntɐ
undʊnt
drüberˈdʁyːbɐ
.
Wehveː
!
Sieziː
scheiternˈʃaɪ̯tɐn
.
DIENERIN
Sieziː
scheiternˈʃaɪ̯tɐn
!
AITHRA
Undʊnt
diedaɪ
Fraufʁaʊ̯
?
Undʊnt
derdeːɐ̯
Mannman
?
Hathat
ereːɐ̯
sieziː
ermordetɛɐ̯ˈmɔʁdət
,
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
?
MUSCHEL
Sieziː
schwimmenˈʃvɪmən
!
Dadaː
-
ereːɐ̯
trägttʁɛːkt
sieziː
.
Befiehlbəˈfiːl
dochdɔx
Ruheˈʁuːə
,
lasslas
alleˈalə
sichzɪç
rettenˈʁɛtn̩
!
AITHRA
Werveːɐ̯
trägttʁɛːkt
wenveːn
?
Legtleːkt
euchɔɪ̯ç
,
Wellenˈvɛlən
!
MUSCHEL
Menelas
trägttʁɛːkt
Helenaˈheˌlena
hochhoːx
iniˈʔɛn
dendeːn
Armenˈaʁmən
!
Diedaɪ
brandendenˈbʁandn̩dən
Wellenˈvɛlən
machenˈmaxn̩
ihmiːm
Platzplat͡s
undʊnt
ereːɐ̯
schwingtʃvɪŋt
sichzɪç
ansans
Landlant
.
AITHRA
Legleːk
dichdɪç
,
Sturmʃtʊʁm
,
zut͡suː
meinenˈmaɪ̯nn̩
Füssenˈfʏsn̩
!
Hierhiːɐ̯
ganzɡant͡s
stillʃtɪl
!
-
Eineˈaɪ̯nə
Fackelˈfakl̩
,
ihnenˈiːnən
dendeːn
Wegveːk
zut͡suː
zeigenˈt͡saɪ̯ɡn̩
.
Die Dienerin packt eine Fackel, läuft hinaus. Der Sturm legt sich gänzlich
AITHRA
Istɪst
eseːs
wirklichˈvɪʁklɪç
Helenaˈheˌlena
?
Diedaɪ
berühmtebəˈʁyːmtə
?
Sozoː
istɪst
denndɛn
Trojaˈtʁoːja
gefallenɡəˈfalən
!
Undʊnt
ichɪç
sollzɔl
hierhiːɐ̯
sieziː
empfangenɛmˈp͡faŋən
?
Iniˈʔɛn
meinemˈmaɪ̯nəm
Haushaʊ̯s
?
Mitmɪt
ihriːɐ̯
redenˈʁeːdn̩
?
Mitmɪt
Helenaˈheˌlena
vonfɔn
Trojaˈtʁoːja
!
Mitmɪt
derdeːɐ̯
berühmtestenbəˈʁyːmtəstn̩
,
derdeːɐ̯
gefährlichstenɡəˈfɛːɐ̯lɪçstn̩
,
derdeːɐ̯
herrlichstenˈhɛʁlɪçstn̩
Fraufʁaʊ̯
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
.
Wasvas
wirviːɐ̯
sahenˈzaːən
,
dadaː
wirviːɐ̯
sehntenˈzeːntn̩
träumendˈtʁɔɪ̯mənt
unsʊns
ausaʊ̯s
unsʊns
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
einmalˈaɪ̯nmaːl
kommtkɔmt
eseːs
,
nächtigˈnɛçtɪk
prächtigˈpʁɛçtɪk
,
unversehensˈʊnfɛɐ̯ˌzeːəns
unsʊns
insɪns
Haushaʊ̯s
!
Aithra zieht sich langsam zurück in ein Seitengemach nach rechts, wo sie aber dem Zuschauer sichtbar bleibt. Das Gemach bleibt einen Augenblick leer, dann kommt die Dienerin gelaufen, voran leuchtend, hinter ihr ein leicht gewappneter schöner Mann, der einen gekrümmten Dolch im Munde trägt und an der Hand eine sehr schöne Frau mehr hinter sich dreinreisst als führt, deren üppiges goldblondes Haar aufgegangen ist. Die Dienerin verschwindet.
Helena erblickt einen Spiegel, geht hin und steckt unbefangen ihr Haar auf. Menelas sieht sich um, befangen wie ein Mensch, der aus Finsternis ans Licht und aus Todesgefahr in ein schön erleuchtetes Zimmer kommt; dann legt er den Dolch, der schon nicht mehr zwischen den Zähnen, sondern in seiner Hand ist, auf den Dreifuss nächst der Muschel hin
MENELAS
Wovoː
binbɪn
ichɪç
?
Wasvas
istɪst
dasdas
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
Haushaʊ̯s
?
sofort Herrin der Lage
HELENA
Einaɪ̯n
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
brenntbʁɛnt
.
Einaɪ̯n
Tischtɪʃ
istɪst
gedecktɡəˈdɛkt
.
Willvɪl
nichtnɪçt
meinmaɪ̯n
Gemahlɡəˈmaːl
mitmɪt
mirmiːɐ̯
sitzenˈzɪt͡sn̩
undʊnt
essenˈɛsn̩
?
leise und beklommen
MENELAS
Wasvas
habenˈhaːbm̩
diedaɪ
Götterˈɡœtɐ
mirmiːɐ̯
zubereitetˈt͡suːbəˌʁaɪ̯tət
?
HELENA
Schönʃøːn
glänztɡlɛnt͡st
derdeːɐ̯
Saalzaːl
,
zweit͡svaɪ̯
Throneˈtʁoːnə
stehenˈʃteːən
.
Einaɪ̯n
Königˈkøːnɪk
undʊnt
eineˈaɪ̯nə
Königinˈkøːnɪɡɪn
sindzɪnt
hierhiːɐ̯
erwartetɛɐ̯ˈvaʁtət
.
Setzenˈzɛt͡sn̩
wirviːɐ̯
unsʊns
!
für sich
MENELAS
Nieniː
werdenˈveːɐ̯dn̩
wirviːɐ̯
beideˈbaɪ̯də
zusamment͡suˈzamən
essenˈɛsn̩
.
HELENA
Derdeːɐ̯
Mannman
undʊnt
diedaɪ
Fraufʁaʊ̯
-
sozoː
wardvaʁt
ichɪç
gelehrtɡəˈleːɐ̯t
,
teilenˈtaɪ̯lən
dendeːn
Tischtɪʃ
undʊnt
teilenˈtaɪ̯lən
dasdas
Lagerˈlaːɡɐ
.
MENELAS
Deindaɪ̯n
Lagerˈlaːɡɐ
warvaːɐ̯
zuunterstt͡suˈʔʊntɐst
imiˈʔɛm
Schiffʃɪf
,
meinesˈmaɪ̯nəs
warvaːɐ̯
drobenˈdʁoːbn̩
unterˈʊntɐ
dendeːn
Sternenˈʃtɛʁnən
zehnt͡seːn
Nächteˈnɛçtə
langlaŋ
.
lächelnd
HELENA
Dochdɔx
heuteˈhɔɪ̯tə
nachtnaxt
warvaːɐ̯
dirdiːɐ̯
dasdas
zurt͡suːɐ̯
Lastlast
.
Duduː
kamstkaːmst
herabhɛˈʁap
mitmɪt
leisenˈlaɪ̯zn̩
Trittenˈtʁɪtn̩
-
erstaunt
MENELAS
Duduː
schliefestˈʃliːfəst
nichtnɪçt
?
leidenschaftlich
HELENA
Warvaːɐ̯
ich's
nichtnɪçt
,
diedaɪ
dichdɪç
nichtnɪçt
schlafenˈʃlaːfn̩
liess
?
schmerzlich
MENELAS
Duduː
warstvaːɐ̯st
eseːs
!
beiseite
MENELAS
Ahntaːnt
sieziː
,
wasvas
ichɪç
ihriːɐ̯
antatˈanˌtaːt
ohneˈoːnə
dendeːn
Sturmʃtʊʁm
?
Oderˈoːdɐ
istɪst
sieziː
ganzɡant͡s
arglosˈaʁkˌloːs
?
Er tritt von ihr weg
AITHRA
Einaɪ̯n
gräulicherˈɡʁɔɪ̯lɪçɐ
Mannman
!
Wieviː
ereːɐ̯
sichzɪç
bittenˈbɪtən
lässtlɛst
zut͡suː
etwasˈɛtvas
Schönemˈʃøːnəm
!
HELENA
Wohinvoˈhɪn
trittsttʁɪt͡st
duduː
?
Willstvɪlst
duduː
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
vonfɔn
mirmiːɐ̯
weggehn
?
Lieberˈliːbɐ
,
dasdas
fruchtetˈfʁʊxtət
dochdɔx
nichtsnɪçt͡s
.
AITHRA
Eseːs
istɪst
nichtnɪçt
zut͡suː
begreifenbəˈɡʁaɪ̯fn̩
!
HELENA
Dirdiːɐ̯
istɪst
auferlegtˈaʊ̯fʔɛɐ̯ˌleːkt
,
michmɪç
nichtnɪçt
zut͡suː
verlassenfɛɐ̯ˈlasn̩
,
undʊnt
mirmiːɐ̯
istɪst
verhängtfɛɐ̯ˈhɛŋt
,
zurückzukehrent͡suˈʁʏkt͡suˌkeːʁən
iniˈʔɛn
deineˈdaɪ̯nə
Armeˈaʁmə
,
undʊnt
sozoː
istɪst
eseːs
geschehn
!
Sagzaːk
dochdɔx
,
oboːˈbeː
jejeː
iniˈʔɛn
allaːʔɛlˈʔɛl
diesenˈdiːzn̩
Jahrenˈjaːʁən
deindaɪ̯n
Wünschenˈvʏnʃn̩
gelassenɡəˈlasn̩
hathat
vonfɔn
mirmiːɐ̯
nurnuːɐ̯
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Stundeˈʃtʊndə
?
Menelas sieht zu Boden
HELENA
Duduː
schweigestˈʃvaɪ̯ɡəst
.
Siehstziːst
duduː
?
qualvoll
MENELAS
Helenaˈheˌlena
!
mit voller Liebe
HELENA
Menelas
!
Sie tritt ihm entgegen, er weicht fast schaudernd zurück
HELENA
Helenaˈheˌlena
istɪst
demdeːm
Tischtɪʃ
näherˈnɛːɐ
getretenɡəˈtʁeːtn̩
.
Eineˈaɪ̯nə
zarteˈt͡saːɐ̯tə
,
kindhafte
Mädchengestaltˈmɛːtçənɡəˌʃtalt
schwebtʃveːpt
aufaʊ̯f
Fussspitzen
hinterˈhɪntɐ
demdeːm
Tischtɪʃ
hervorhɛɐ̯ˈfoːɐ̯
,
fülltfʏlt
ausaʊ̯s
einemˈaɪ̯nəm
Mischkrug
eineˈaɪ̯nə
flacheˈflaxə
Trinkschale
,
bietetˈbiːtət
sieziː
Helenaˈheˌlena
dardaːɐ̯
ergreift die Schale, tritt mit ihr auf Menelas zu
HELENA
Beibaɪ̯
jenerˈjeːnɐ
Nachtnaxt
,
derdeːɐ̯
keuschenˈkɔɪ̯ʃn̩
einzigˈaɪ̯nt͡sɪk
einenˈaɪ̯nən
,
diedaɪ
einmalˈaɪ̯nmaːl
kamkaːm
,
aufaʊ̯f
ewigˈeːvɪk
unsʊns
zut͡suː
einenˈaɪ̯nən
;
beibaɪ̯
jenenˈjeːnən
fürchterlichenˈfʏʁçtɐlɪçn̩
Nächtenˈnɛçtn̩
,
dadaː
duduː
imiˈʔɛm
Zelteˈt͡sɛltə
dichdɪç
nachnaːx
mirmiːɐ̯
verzehrtestˌfɛɐ̯ˈt͡seːɐ̯təst
;
beibaɪ̯
jenerˈjeːnɐ
Flammennacht
,
dadaː
duduː
michmɪç
zut͡suː
dirdiːɐ̯
rissestˈʁɪsəst
undʊnt
michmɪç
zut͡suː
küssenˈkʏsn̩
dochdɔx
dirdiːɐ̯
harthaʁt
verwehrtestfɛɐ̯ˈveːɐ̯təst
,
undʊnt
beibaɪ̯
derdeːɐ̯
heutigenˈhɔɪ̯tɪɡn̩
endlichˈɛntlɪç
,
dadaː
duduː
kamest
,
michmɪç
jähjɛː
undʊnt
zartt͡saːɐ̯t
ausaʊ̯s
allemˈaləm
Schrecknisˈʃʁɛknɪs
nahmest
:
beibaɪ̯
ihriːɐ̯
,
diedaɪ
michmɪç
aufsaʊ̯fs
neunɔɪ̯
dirdiːɐ̯
schenktʃɛŋkt
,
trinktʁɪŋk
hierhiːɐ̯
,
wovoː
meineˈmaɪ̯nə
Lippeˈlɪpə
sichzɪç
getränktɡəˈtʁɛŋkt
!
Sie berührt mit den Lippen den Rand der Schale, reicht diese dann Menelas
finster
MENELAS
Einaɪ̯n
Becherˈbɛçɐ
warvaːɐ̯
süsser
alsals
dieserˈdiːzɐ
,
herrlichˈhɛʁlɪç
gebildetɡəˈbɪldət
,
ausaʊ̯s
demdeːm
tranktʁaŋk
Parispaˈʁiːs
,
undʊnt
nachnaːx
seinemˈzaɪ̯nəm
Todtoːt
seinerˈzaɪ̯nɐ
Brüderˈbʁyːdɐ
vieleˈfiːlə
.
sehr bitter
MENELAS
Duduː
warstvaːɐ̯st
eineˈaɪ̯nə
Schwägerinˈʃvɛːɡəʁɪn
ohnegleichenˈoːnəˈɡlaɪ̯çn̩
!
HELENA
Aberˈaːbɐ
duduː
bistbɪst
derdeːɐ̯
Beglücktebəˈɡlʏktə
,
denndɛn
sieziː
alleˈalə
sindzɪnt
tottoːt
-
undʊnt
duduː
bistbɪst
meinmaɪ̯n
Herrhɛʁ
!
Sozoː
nimmnɪm
diedaɪ
Feigeˈfaɪ̯ɡə
,
dareindaˈʁaɪ̯n
ichɪç
drückeˈdʁʏkə
diedaɪ
Spurʃpuːɐ̯
meinerˈmaɪ̯nɐ
Lippenˈlɪpm̩
,
undʊnt
freueˈfʁɔɪ̯ə
dichdɪç
!
Das kleine Mädchen, das die Früchte gereicht hat, tanzt ab
grausam bitter
MENELAS
Zut͡suː
vieleˈfiːlə
,
Helenaˈheˌlena
,
habenˈhaːbm̩
gekostetɡəˈkɔstət
vonfɔn
derdeːɐ̯
herrlichenˈhɛʁlɪçn̩
Fruchtfʁʊxt
,
diedaɪ
duduː
anbietestˈanˌbiːtəst
!
HELENA
Hasthast
duduː
aberˈaːbɐ
vonfɔn
einemˈaɪ̯nəm
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
,
derdeːɐ̯
ihrerˈiːʁɐ
sattzat
wardvaʁt
?
MENELAS
Heuteˈhɔɪ̯tə
nachtnaxt
trattʁaːt
ichɪç
zut͡suː
dirdiːɐ̯
,
dortdɔʁt
,
wovoː
duduː
schliefestˈʃliːfəst
,
umʊm
dichdɪç
zut͡suː
itöten
!
lächelnd und bezaubernd
HELENA
Weilvaɪ̯l
duduː
nurnuːɐ̯
sozoː
undʊnt
nichtnɪçt
andersˈandɐs
glaubstɡlaʊ̯pst
zut͡suː
empf
angen
meinmaɪ̯n
letztesˈlɛt͡stəs
Geheimnisɡəˈhaɪ̯mnɪs
:
darumˈdaːʁʊm
meineˈmaɪ̯nə
Zügeˈt͡syːɡə
willstvɪlst
duduː
gewahrenɡəˈvaːʁən
zauberisch
zärtlichˈt͡sɛʁtlɪç
imiˈʔɛm
Todeˈtoːdə
verzerrtfɛɐ̯ˈt͡sɛʁt
?
O
Liebenderˈliːbn̩dɐ
,
duduː
ohneˈoːnə
Massmas
undʊnt
Grenzenˈɡʁɛnt͡sn̩
!
ergreift den gekrümmten Dolch und bringt ihn ihr vor die Augen
MENELAS
Kennstkɛnst
duduː
diedaɪ
gekrümmteɡəˈkʁʏmtə
Waffeˈvafə
?
sehr ruhig
HELENA
Alsals
Parispaˈʁiːs
vorfoːɐ̯
dirdiːɐ̯
laglaːk
undʊnt
fleht
`
umʊm
seinzaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
,
entrissestɛntˈʁɪsəst
duduː
ihmiːm
dendeːn
krummenˈkʁʊmən
Dolchdɔlç
-
ichɪç
kenn
`
ihniːn
rechtʁɛçt
wohlvoːl
-
ausbrechend
HELENA
undʊnt
mitmɪt
derdeːɐ̯
eignenˈaɪ̯ɡnən
Waffeˈvafə
durchschnittestˈdʊʁçˌʃnɪtəst
duduː
ihmiːm
diedaɪ
lebendigeleˈbɛndɪɡə
Kehleˈkeːlə
!
leise
HELENA
Alsals
Parispaˈʁiːs
starbʃtaʁp
unterˈʊntɐ
deinemˈdaɪ̯nəm
Stahlʃtaːl
,
dendeːn
Tagtaːk
wusstestˈvʊstəst
duduː
wiederˈviːdɐ
,
dassdas
duduː
mirmiːɐ̯
gehörtestɡəˈhøːɐ̯təst
,
undʊnt
ichɪç
-
ichɪç
gehöreɡəˈhøːʁə
dirdiːɐ̯
!
nun fest entschlossen zur Tat
MENELAS
Helenaˈheˌlena
!
Merkeˈmɛʁkə
zuletztt͡suˈlɛt͡st
meineˈmaɪ̯nə
Redeˈʁeːdə
!
Merkeˈmɛʁkə
:
Einemˈaɪ̯nəm
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
einaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
-
undʊnt
ichɪç
willvɪl
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
sozoː
aufziehn
-
unerschüttert
HELENA
Deineˈdaɪ̯nə
?
Ichɪç
denkeˈdɛŋkə
,
sieziː
istɪst
auchaʊ̯x
diedaɪ
meineˈmaɪ̯nə
!
ohne sich beirren zu lassen
MENELAS
Sozoː
aufaʊ̯f
ziehn
willvɪl
ichɪç
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
dassdas
sieziː
sichzɪç
derdeːɐ̯
Mutterˈmʊtɐ
nichtnɪçt
brauchtbʁaʊ̯xt
zut͡suː
schämenˈʃɛːmən
!
Denndɛn
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Toteˈtoːtə
errötetɛɐ̯ˈʁøːtət
manman
nichtnɪçt
.
mit unbesiegbarer Kraft
HELENA
Menelas
,
merkeˈmɛʁkə
zuletztt͡suˈlɛt͡st
meineˈmaɪ̯nə
Redeˈʁeːdə
!
Einemˈaɪ̯nəm
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
einaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
undʊnt
sozoː
binbɪn
ichɪç
diedaɪ
deineˈdaɪ̯nə
!
Dichdɪç
hab-'
ichɪç
gewähltɡəˈvɛːlt
ausaʊ̯s
dreissigˈdʁaɪ̯sɪç
Freiernˈfʁaɪ̯ɐn
,
mutigenˈmuːtɪɡn̩
,
schönenˈʃøːnən
!
Siehziː
mirmiːɐ̯
insɪns
Gesichtɡəˈzɪçt
-
undʊnt
lasslas
allesˈaləs
,
wasvas
warvaːɐ̯
,
allesˈaləs
,
allesˈaləs
,
ausserˈaʊ̯sɐ
diesemˈdiːzm̩
,
dassdas
ichɪç
deindaɪ̯n
binbɪn
!
MENELAS
Ichɪç
warvaːɐ̯
nichtnɪçt
derdeːɐ̯
ersteˈeːɐ̯stə
derdeːɐ̯
Heldenˈhɛldn̩
undʊnt
nichtnɪçt
derdeːɐ̯
zweiteˈt͡svaɪ̯tə
-
HELENA
Vergissfɛɐ̯ˈɡɪs
dendeːn
bösenˈbøːzn̩
Traumtʁaʊ̯m
,
wachvax
aufaʊ̯f
beibaɪ̯
deinerˈdaɪ̯nɐ
Fraufʁaʊ̯
!
MENELAS
Warumvaˈʁʊm
hasthast
duduː
michmɪç
gewähltɡəˈvɛːlt
zut͡suː
solchemˈzɔlçm̩
Leidenˈlaɪ̯dn̩
?
Hab'
ichɪç
imiˈʔɛm
Traumtʁaʊ̯m
Troj
a
verbranntfɛɐ̯ˈbʁant
?
HELENA
Lasseˈlasə
,
wasvas
warvaːɐ̯
,
undʊnt
küsseˈkʏsə
michmɪç
wiederˈviːdɐ
!
MENELAS
für sich
HELENA
Nimmerˈnɪmɐ
darfdaʁf
dasdas
Kindkɪnt
sieziː
sehnzeːn
!
Iniˈʔɛn
deinenˈdaɪ̯nən
Armenˈaʁmən
bringbʁɪŋ
michmɪç
heimhaɪ̯m
!
MENELAS
Bewahretbəˈvaːʁət
michmɪç
reinʁaɪ̯n
,
ihriːɐ̯
oberenˈoːbəʁən
Götterˈɡœtɐ
!
HELENA
Helfetˈhɛlfət
demdeːm
Weibeˈvaɪ̯bə
,
ihriːɐ̯
unterenˈʊntəʁən
dunklenˈdʊŋklən
!
MENELAS
Helfetˈhɛlfət
,
wasvas
seinzaɪ̯n
mussmʊs
,
mirmiːɐ̯
zut͡suː
vollendenfɔlˈʔɛndn̩
!
HELENA
Erdeˈeːɐ̯də
undʊnt
Nachtnaxt
,
Mondmoːnt
undʊnt
Meermeːɐ̯
,
helf
et[ˈʔamtsˌhandl̩n]
mirmiːɐ̯
jetztjɛt͡st
!
MENELAS
Erdeˈeːɐ̯də
undʊnt
Nachtnaxt
,
Mondmoːnt
undʊnt
Meermeːɐ̯
,
weichetˈvaɪ̯çət
hinwegˈhɪnˌveːk
!
HELENAˈheˌlena
undʊnt
MENELAS
Erdeˈeːɐ̯də
undʊnt
Nachtnaxt
,
Mondmoːnt
undʊnt
Meermeːɐ̯
,
helfetˈhɛlfət
,
wasvas
seinzaɪ̯n
mussmʊs
,
mirmiːɐ̯
zut͡suː
vollendenfɔlˈʔɛndn̩
!
Bewahretbəˈvaːʁət
michmɪç
reinʁaɪ̯n
,
ihriːɐ̯
oberenˈoːbəʁən
Götterˈɡœtɐ
!
Helfetˈhɛlfət
,
wasvas
seinzaɪ̯n
mussmʊs
,
mirmiːɐ̯
zut͡suː
vollendenfɔlˈʔɛndn̩
!
HELENA
Helfetˈhɛlfət
demdeːm
Weibeˈvaɪ̯bə
,
ihriːɐ̯
unterenˈʊntəʁən
dunklenˈdʊŋklən
!
Wachvax
aufaʊ̯f
beibaɪ̯
deinerˈdaɪ̯nɐ
Fraufʁaʊ̯
!
Iniˈʔɛn
deinenˈdaɪ̯nən
Armenˈaʁmən
bringeˈbʁɪŋə
michmɪç
heimhaɪ̯m
!
HELENAˈheˌlena
undʊnt
MENELAS
Erdeˈeːɐ̯də
undʊnt
Nachtnaxt
,
Mondmoːnt
undʊnt
Meermeːɐ̯
,
helfetˈhɛlfət
mirmiːɐ̯
jetztjɛt͡st
!
MENELAS
Weichetˈvaɪ̯çət
hinwegˈhɪnˌveːk
!
Die Lichter verdunkeln sich, nur der Mond fällt von draussen herein. Ein Strahl trifft Helenas Antlitz. Menelas - den Dolch erhoben, sie in die Kehle zu treffen, steht wie gebannt vor ihrer Schönheit. Sein Arm mit der Waffe sinkt
beschwörend
AITHRA
Ihriːɐ̯
,
grünenˈɡʁyːnən
Augenˈaʊ̯ɡn̩
imiˈʔɛm
weissen
Gesichtɡəˈzɪçt
,
diedaɪ
ihriːɐ̯
lauerndˈlaʊ̯ɐnt
listigˈlɪstɪk
euchɔɪ̯ç
pappelnd
vermummtfɛɐ̯ˈmʊmt
,
Nachtelf
en[ˈʔamtsˌhandl̩n]
ihriːɐ̯
,
lüsternˈlʏstɐn
Lebendigesleˈbɛndɪɡəs
zut͡suː
euchɔɪ̯ç
zut͡suː
ziehn
,
ichɪç
hab'
hierhiːɐ̯
imiˈʔɛm
Haushaʊ̯s
einenˈaɪ̯nən
heissenˈhaɪ̯sən
Kerlkɛʁl
,
einenˈaɪ̯nən
rechtenˈʁɛçtn̩
Raufboldˈʁaʊ̯fˌbɔlt
,
dendeːn
schafftʃaft
mirmiːɐ̯
vomfɔm
Leiblaɪ̯p
!
Vor Aithra erscheint flüchtig ein und der andre Elf, gleichsam um ihre Befehle entgegenzunehmen, und verschwindet ebenso rasch
AITHRA
Mitmɪt
Lärmlɛʁm
einerˈaɪ̯nɐ
Schlachtʃlaxt
bestürmtbəˈʃtʏʁmt
ihmiːm
dendeːn
Kopfkɔp͡f
,
narretˈnaʁət
ihniːn
festfɛst
!
Lasstlast
ihniːn
anlaufenˈanˌlaʊ̯fn̩
anaːˈʔɛn
zwanzigˈt͡svant͡sɪk
Bäumeˈbɔɪ̯mə
,
seinzaɪ̯n
Schwertʃveːɐ̯t
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Handhant
.
Drehtdʁeːt
ihniːn
!
Drilltdʁɪlt
ihniːn
!
Zwinkertˈt͡svɪŋkɐt
undʊnt
zwitschertˈt͡svɪt͡ʃɐt
!
Drehtdʁeːt
ihniːn
!
Drilltdʁɪlt
ihniːn
!
Belfertˈbɛlfɐt
undʊnt
balztbalt͡st
,
schnattertˈʃnatɐt
undʊnt
schnaubtʃnaʊ̯pt
,
drommetet
undʊnt
trommeltˈtʁɔml̩t
!
Hudeltˈhuːdl̩t
ihniːn
!
Hetzthɛt͡st
ihniːn
!
Flitzflɪt͡s
,
flitzflɪt͡s
,
flitzflɪt͡s
1
Die Rückwand des Hauses wird durchsichtig, man erblickt das Treiben der Elfen, von denen einzelne sich als Krieger verkleiden, Helme aufsetzen, Schilde und Speere schwingen
HELENA
Ohneˈoːnə
Zaudernˈt͡saʊ̯dɐn
töteˈtøːtə
michmɪç
denndɛn
!
MENELAS
Wieviː
lieblichesˈliːplɪçəs
Wehveː
nochnɔx
iniˈʔɛn
dieserˈdiːzɐ
Gebärdeɡəˈbɛːɐ̯də
diedaɪ
süsseˈzyːsə
Kehleˈkeːlə
gedehntɡəˈdeːnt
wieviː
dürstendˈdʏʁstn̩t
demdeːm
Eisenˈaɪ̯zn̩
entgegenɛntˈɡeːɡn̩
!
Abermals anspringend, hält er abermals inne
HELENA
Nimmnɪm
michmɪç
insɪns
Messerˈmɛsɐ
!
Nimmnɪm
michmɪç
,
Liebsterˈliːpstɐ
!
teilweise unsichtbar
DIE ELFEN
Mitmɪt
Lärmlɛʁm
einerˈaɪ̯nɐ
Schlachtʃlaxt
bestürmtbəˈʃtʏʁmt
seinenˈzaɪ̯nən
Kopfkɔp͡f
!
MENELAS
Wieviː
istɪst
mirmiːɐ̯
?
DIE ELFEN
Drommetet
undʊnt
trommeltˈtʁɔml̩t
!
MENELAS
Wasvas
hör'
ichɪç
?
DIE ELFEN
Parispaˈʁiːs
hierhiːɐ̯
!
Mitmɪt
Lärmlɛʁm
einerˈaɪ̯nɐ
Schlachtʃlaxt
bestürmtbəˈʃtʏʁmt
seinenˈzaɪ̯nən
Kopfkɔp͡f
!
Haltetˈhaltət
ihniːn
festfɛst
.
MENELAS
Werveːɐ̯
ruftʁuːft
?
Wasvas
fürfyːɐ̯
Waffenˈvafn̩
?
DIE ELFEN
Parispaˈʁiːs
hierhiːɐ̯
!
Hierhiːɐ̯
stehtʃteːt
Parispaˈʁiːs
!
MENELAS
Parispaˈʁiːs
hierhiːɐ̯
?
dringender
HELENA
Wasvas
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
begehrtbəˈɡeːɐ̯t
,
tuteːˈʔuː
endlichˈɛntlɪç
mitmɪt
mirmiːɐ̯
!
verwirrt
MENELAS
Auchaʊ̯x
insɪns
Messerˈmɛsɐ
fällstfɛlst
duduː
nochnɔx
sozoː
?
Auchaʊ̯x
derdeːɐ̯
Stichʃtɪç
iniˈʔɛn
dendeːn
Halshals
wirdvɪʁt
zärtlichˈt͡sɛʁtlɪç
seinzaɪ̯n
?
DIE ELFEN
Parispaˈʁiːs
!
MENELAS
Parispaˈʁiːs
?
DIE ELFEN
Hierhiːɐ̯
stehtʃteːt
Parispaˈʁiːs
!
MENELAS
Hierhiːɐ̯
stehtʃteːt
Parispaˈʁiːs
?
Dendeːn
Feldruf
hör'
ichɪç
!
Gehnɡeːn
diedaɪ
Totenˈtoːtn̩
hierhiːɐ̯
umʊm
undʊnt
rufenˈʁuːfn̩
undʊnt
wollenˈvɔlən
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
erschlagenɛɐ̯ˈʃlaːɡn̩
seinzaɪ̯n
?
ganz nahe
DIE ELFEN
Helenaˈheˌlena
willvɪl
ichɪç
wiederˈviːdɐ
gewinnenɡəˈvɪnən
!
MENELAS
Hierhiːɐ̯
stehtʃteːt
Menelas
undʊnt
deindaɪ̯n
Todtoːt
!
Stehʃteː
mirmiːɐ̯
,
Gespenstɡəˈʃpɛnst
!
Er stürzt ab ins Freie
DIE ELFEN
Hahahahahahaha
,
hahahaha
!
Parispaˈʁiːs
hierhiːɐ̯
!
Hahahahahahaha
,
hahahaha
!
verschwindend
DIE ELFEN
Parispaˈʁiːs
hierhiːɐ̯
!
Hahahahahahaha
,
hahahaha
!
Helena wankt nun todmüde auf den Thron der Aithra und fällt dort mehr zusammen, als dass sie sich setzt. Aithra tritt hervor. Helena, bei ihrem Anblick, will aufstehen
AITHRA
Bleibblaɪ̯p
sitzenˈzɪt͡sn̩
!
Schoneˈʃoːnə
dichdɪç
!
Sie setzt sich auf den niedrigen Sessel
HELENA
Werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
?
Wemveːm
istɪst
diesdaɪs
Haushaʊ̯s
?
AITHRA
Duduː
bistbɪst
iniˈʔɛn
Poseidonspoˈzaɪ̯dɔns
Haushaʊ̯s
,
Helenaˈheˌlena
,
undʊnt
bistbɪst
meinmaɪ̯n
Gastɡaːst
!
Dochdɔx
lasslas
unsʊns
keineˈkaɪ̯nə
Minutemiˈnuːtə
verlierenfɛɐ̯ˈliːʁən
!
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
dichdɪç
rettenˈʁɛtn̩
,
ichɪç
binbɪn
deineˈdaɪ̯nə
Freundinˈfʁɔɪ̯ndɪn
!
Iniˈʔɛn
wenigenˈveːnɪɡn̩
Augenblickenˈaʊ̯ɡŋ̍blɪkn̩
kehrtkeːɐ̯t
derdeːɐ̯
Fürchterlicheˈfʏʁçtɐlɪçə
zurückt͡suˈʁʏk
.
Ohoː
,
wieviː
ichɪç
ihniːn
hasseˈhasə
!
steht auf, späht hinaus
HELENA
Ohoː
,
wieviː
ichɪç
ihniːn
liebeˈliːbə
!
lacht
MUSCHEL
Menelas
!
Jetztjɛt͡st
läuftlɔɪ̯ft
ereːɐ̯
wieviː
einaɪ̯n
Tollerˈtɔlɐ
einemˈaɪ̯nəm
Nebelschwadenˈneːbl̩ˌʃvaːdn̩
nachnaːx
,
dendeːn
ereːɐ̯
fürfyːɐ̯
Helenaˈheˌlena
hälthɛlt
!
HELENA
Trojaˈtʁoːja
istɪst
dahindaˈhɪn
-
undʊnt
jetztjɛt͡st
gehöreɡəˈhøːʁə
ichɪç
ihmiːm
!
DIE ELFEN
Haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
!
Hetzthɛt͡st
ihniːn
aufaʊ̯f
s
neunɔɪ̯
!
Jagtjaːkt
ihniːn
imiˈʔɛm
Kreiskʁaɪ̯s
umʊm
sichzɪç
selberˈzɛlbɐ
herumhɛˈʁʊm
!
Helenaˈheˌlena
hierhiːɐ̯
!
Parispaˈʁiːs
dadaː
!
Haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
!
AITHRA
Duduː
bistbɪst
durchnässtdʊʁçˈnɛst
,
meinstmaɪ̯nst
duduː
zut͡suː
trocknenˈtʁɔknən
bedarfbəˈdaʁf
eseːs
desdɛs
Feuersˈfɔɪ̯ɐs
?
Ichɪç
trockneˈtʁɔknə
dichdɪç
mitmɪt
meinenˈmaɪ̯nn̩
Augenˈaʊ̯ɡn̩
!
sieht Aithra lächelnd an
HELENA
Wieviː
sanfteˈzanftə
Wärmeˈvɛʁmə
michmɪç
durchdringtˈdʊʁçˌdʁɪŋt
!
AITHRA
Diedaɪ
lieblichenˈliːplɪçn̩
Wangenˈvaŋən
sozoː
entstelltɛntˈʃtɛlt
vomfɔm
Salzzalt͡s
desdɛs
Meeresˈmeːʁəs
!
Sie streicht ihr die Wange
HELENA
Wieviː
duduː
michmɪç
anrührstˈanˌʁyːɐ̯st
!
AITHRA
Ohneˈoːnə
Glanzɡlant͡s
diedaɪ
Haareˈhaːʁə
!
Meinstmaɪ̯nst
duduː
,
ichɪç
braucheˈbʁaʊ̯xə
Salbenˈzalbn̩
undʊnt
Öløːl
,
damitdaˈmɪt
sieziː
dirdiːɐ̯
leuchtenˈlɔɪ̯çtn̩
?
Sie streift leicht über Helenas Haar
vor dem Spiegel, den auf Aithras Wink die Mädchen herangebracht haben
HELENA
Wieviː
ichɪç
erglänzeɛɐ̯ˈɡlɛnt͡sə
!
entzückt
AITHRA
Allerschönste
!
HELENA
Besteˈbɛstə
!
Wasvas
hasthast
duduː
ausaʊ̯s
mirmiːɐ̯
gemachtɡəˈmaxt
?
AITHRA
Deindaɪ̯n
herrlichesˈhɛʁlɪçəs
Wesenˈveːzn̩
zurückt͡suˈʁʏk
dirdiːɐ̯
gebrachtɡəˈbʁaxt
.
nachdem sie sich abermals an dem eigenen Spiegelbild geweidet
HELENA
Wasvas
machstmaxst
duduː
ausaʊ̯s
mirmiːɐ̯
?
Sozoː
sahzaː
diedaɪ
ausaʊ̯s
,
diedaɪ
Menelas
iniˈʔɛn
seineˈzaɪ̯nə
Brautkammerˈbʁaʊ̯tˌkamɐ
trugtʁuːk
.
Binbɪn
ichɪç
sozoː
jungjʊŋ
undʊnt
sollzɔl
sterbenˈʃtɛʁbn̩
?
mit der Trinkschale
AITHRA
Nichtnɪçt
sterbenˈʃtɛʁbn̩
!
Lebenˈleːbm̩
!
Lebenˈleːbm̩
!
Schnellʃnɛl
!
Trinkeˈtʁɪŋkə
!
nimmt die Schale
HELENA
Werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
?
ganz leise, nur hauchend
DIENERIN
Einaɪ̯n
halbesˈhalbəs
Vergessenfɛɐ̯ˈɡɛsn̩
bringtbʁɪŋt
sanftesˈzanftəs
Erinnernɛɐ̯ˈʔɪnɐn
.
HELENA
Wasvas
istɪst
dasdas
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
Tranktʁaŋk
?
leise
DIENERIN
Duduː
fühlestˈfyːləst
imiˈʔɛm
Innernˈɪnɐn
dirdiːɐ̯
wiedergegebenˈviːdɐɡəˌɡeːbm̩
deindaɪ̯n
unschuldigˈʊnʃʊldɪk
Lebenˈleːbm̩
-
für sich, leise
HELENA
Wieviː
istɪst
mirmiːɐ̯
aufaʊ̯f
einmalˈaɪ̯nmaːl
?
Wohinvoˈhɪn
schwindetˈʃvɪndət
meineˈmaɪ̯nə
Angstaŋst
?
DIENERIN
undʊnt
wieviː
duduː
dichdɪç
fühlestˈfyːləst
,
sozoː
bistbɪst
duduː
fortanfɔʁtˈʔan
!
AITHRA
Wieviː
diedaɪ
Nachtnaxt
ausaʊ̯s
deinenˈdaɪ̯nən
Augenˈaʊ̯ɡn̩
schwindetˈʃvɪndət
!
HELENA
Werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
?
AITHRA
Deineˈdaɪ̯nə
unbedeutendeˈʊnbəˌdɔɪ̯tn̩də
Freundinˈfʁɔɪ̯ndɪn
Aithra
!
HELENA
Zauberinˈt͡saʊ̯bəʁɪn
!
AITHRA
Schönsteˈʃøːnstə
!
Sie fassen einander bei den Händen
AITHRA
AITHRA
undʊnt
HELENAˈheˌlena
Stärkerˈʃtɛʁkɐ
alsals
Kriegerˈkʁiːɡɐ
,
reicherˈʁaɪ̯çɐ
alsals
Königeˈkøːnɪɡə
sindzɪnt
zweit͡svaɪ̯
Frauenˈfʁaʊ̯ən
,
diedaɪ
sichzɪç
vertrauenfɛɐ̯ˈtʁaʊ̯ən
!
tritt noch einmal vor den Spiegel, dann wendet sie sich beseligt
HELENA
Werveːɐ̯
tötetˈtøːtət
Helenaˈheˌlena
,
wennvɛn
ereːɐ̯
sieziː
ansiehtˈanˌziːt
?
Aithra betrachtet sie voller Bewunderung
HELENA
Wieviː
leichtlaɪ̯çt
wirdvɪʁt
allesˈaləs
!
AITHRA
Rechtʁɛçt
sozoː
!
Trinkeˈtʁɪŋkə
!
Undʊnt
vergissfɛɐ̯ˈɡɪs
deineˈdaɪ̯nə
Angstaŋst
!
Sie reicht ihr abermals die Schale
nachdem sie getrunken, fröhlich wie ein Kind
HELENA
Menelas
!
Warumvaˈʁʊm
denndɛn
michmɪç
tötenˈtøːtn̩
?
Sie schwankt wie schlaftrunken, die kleinen Mädchen drücken sich an sie und stützen sie
HELENA
Schlafenˈʃlaːfn̩
!
-
Michmɪç
schläfertˈʃlɛːfɐt
-
Schläfstʃlɛːfst
duduː
nebenˈneːbm̩
mirmiːɐ̯
,
Liebsterˈliːpstɐ
?
AITHRA
Wieviː
stell'
ichɪç
‘
s
anaːˈʔɛn
,
sieziː
zut͡suː
rettenˈʁɛtn̩
?
Muschelˈmʊʃl̩
,
wovoː
istɪst
ereːɐ̯
?
MUSCHEL
Ganzɡant͡s
naheˈnaːə
!
HELENA
Ichɪç
hab's
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
-
schonʃoːn
iniˈʔɛn
halbenˈhalbn̩
Schlafʃlaːf
hineinhɪˈnaɪ̯n
-
wie ein Schlummerliedchen
HELENA
Ganzɡant͡s
naheˈnaːə
schonʃoːn
schwebtʃveːpt
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
unschuldigˈʊnʃʊldɪk
Glückɡlʏk
.
Gebtɡeːpt
achtaxt
:
ichɪç
entschwindeɛntˈʃvɪndə
!
Neinnaɪ̯n
,
lassetˈlasət
:
ichɪç
findeˈfɪndə
schonʃoːn
wiederˈviːdɐ
zurückt͡suˈʁʏk
!
Sie schliesst, auf die Kleinen gestützt, die Augen.
an der Tür hinausspähend
DIENERIN
Derdeːɐ̯
Nebelstreif[ˈneːbl̩ˌʃtʁaɪ̯f]
flattertˈflatɐt
vorfoːɐ̯
ihmiːm
!
Hierherˈhiːɐ̯ˈheːɐ̯
zut͡suː
!
Aufaʊ̯f
dasdas
Haushaʊ̯s
!
Ereːɐ̯
mitmɪt
demdeːm
Schwertʃveːɐ̯t
hinterdreinhɪntɐˈdʁaɪ̯n
!
Ereːɐ̯
kommtkɔmt
!
DIE ELFEN
Haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
Narretˈnaʁət
ihniːn
festfɛst
,
Haha
,
haha
,
haha
,
haha
,
jagtjaːkt
ihniːn
imiˈʔɛm
Kreiskʁaɪ̯s
umʊm
sichzɪç
selberˈzɛlbɐ
herumhɛˈʁʊm
!
AITHRA
Legetˈleːɡət
sieziː
aufaʊ̯f
meinmaɪ̯n
Bettbɛt
!
Undʊnt
kleidetˈklaɪ̯dət
sieziː
imiˈʔɛm
Schlafʃlaːf
iniˈʔɛn
meinmaɪ̯n
schönstesˈʃøːnstəs
Kleidklaɪ̯t
!
Iniˈʔɛn
dasdas
blaueˈblaʊ̯ə
!
Fortfoːɐ̯
!
Alleˈalə
fortfoːɐ̯
!
Die Kinder schweben mit Helena ab ins linke Gemach. Menelas, den Dolch in der Faust, kommt von aussen hereingestürzt als ein Verfolgender. Aithra springt ihm aus dem Weg, birgt sich in den Vorhängen und schreit
AITHRA
Aiaːˈʔiː
!
DIE ELFEN
Aiaːˈʔiː
!
verstört vor sich hin
MENELAS
Imiˈʔɛm
weissen
Gewandɡəˈvant
-
zerrüttett͡sɛɐ̯ˈʁʏtət
dasdas
Haarhaːɐ̯
-
undʊnt
dochdɔx
schönerˈʃøːnɐ
alsals
jejeː
flüchteteˈflʏçtətə
sieziː
iniˈʔɛn
Angstaŋst
-
undʊnt
warfvaʁf
zweit͡svaɪ̯
herrlicheˈhɛʁlɪçə
Armeˈaʁmə
-
umʊm
eineˈaɪ̯nə
verfluchtefɛɐ̯ˈfluːxtə
Gestaltɡəˈʃtalt
,
diedaɪ
imiˈʔɛm
Mondlichtˈmoːntˌlɪçt
aussahˈaʊ̯sˌzaː
wieviː
Parispaˈʁiːs
!
Mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
Streichʃtʁaɪ̯ç
dochdɔx
traftʁaːf
ichɪç
diedaɪ
beidenˈbaɪ̯dn̩
!
Ichɪç
Verfluchterfɛɐ̯ˈfluːxtɐ
!
Auchaʊ̯x
meinmaɪ̯n
Kindkɪnt
seh'
ichɪç
nichtnɪçt
wiederˈviːdɐ
-
O
Waiseˈvaɪ̯zə
ohneˈoːnə
Vaterˈfaːtɐ
undʊnt
Mutterˈmʊtɐ
!
tritt hervor
AITHRA
Fürstfʏʁst
vonfɔn
Spartaˈspaʁta
,
duduː
bistbɪst
meinmaɪ̯n
Gastɡaːst
!
völlig verstört, sucht eilig den, wie er meint, blutigen Dolch unter dem Vorhang zu verbergen. Dumpf und vor sich hin
MENELAS
Fremdesˈfʁɛmdəs
Weibvaɪ̯p
-
Inselˈɪnzl̩
derdeːɐ̯
Schreckenˈʃʁɛkn̩
!
Mörderischˈmœʁdəʁɪʃ
Haushaʊ̯s
!
-
Grauesˈɡʁaʊ̯əs
Geschickɡəˈʃɪk
!
leise zu den Dienerinnen
AITHRA
Dasdas
Lotosfläschchen
!
Ereːɐ̯
hathat
eseːs
nötigˈnøːtɪk
!
Schnellesˈʃnɛləs
Vergessenfɛɐ̯ˈɡɛsn̩
grässlichenˈɡʁɛslɪçn̩
Übels
!
Die Dienerinnen bringen den Becher und den Mischkrug, giessen ein, träufeln aus dem Fläschchen in den Trank.
Aithra winkt Menelas, den niedrigen Sitz einzunehmen
MENELAS
Hierhiːɐ̯
sitzenˈzɪt͡sn̩
beibaɪ̯
dirdiːɐ̯
alsals
einaɪ̯n
friedlicherˈfʁiːtlɪçɐ
Gastɡaːst
?
Sozoː
weisstvaɪ̯st
duduː
nichtnɪçt
,
werveːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
Schwelleˈʃvɛlə
betratbəˈtʁaːt
?
winkt ihm nochmals, er setzt sich
AITHRA
Leiseˈlaɪ̯zə
!
Nichtnɪçt
störeˈʃtøːʁə
dendeːn
lieblichenˈliːplɪçn̩
Schlummerˈʃlʊmɐ
derdeːɐ̯
schönstenˈʃøːnstn̩
Fraufʁaʊ̯
:
sieziː
schläftʃlɛːft
dadaː
innenˈɪnən
ermüdetɛɐ̯ˈmyːdət
vonfɔn
einerˈaɪ̯nɐ
langenˈlaŋən
Reiseˈʁaɪ̯zə
!
MENELAS
Werveːɐ̯
?
AITHRA
Deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
.
MENELAS
Duduː
redestˈʁeːdəst
vonfɔn
wemveːm
?
AITHRA
Vonfɔn
Helenaˈheˌlena
dochdɔx
!
Vonfɔn
wemveːm
denndɛn
sonstzɔnst
?
MENELAS
Diedaɪ
schliefeˈʃliːfə
?
Er springt auf
AITHRA
Dadaː
innenˈɪnən
aufaʊ̯f
meinemˈmaɪ̯nəm
Lagerˈlaːɡɐ
!
für sich
MENELAS
Zerspaltent͡sɛɐ̯ˈʃpaltn̩
dasdas
Herzhɛʁt͡s
!
Zerrüttett͡sɛɐ̯ˈʁʏtət
derdeːɐ̯
Sinnzɪn
!
Wehveː
iniˈʔɛn
dendeːn
Adernˈaːdɐn
,
wehveː
eurerˈɔʏ̯ɐ
Pfeileˈp͡faɪ̯lə
lernäisches
Giftɡɪft
!
Achax
nurnuːɐ̯
fürfyːɐ̯
Stundenˈʃtʊndn̩
,
fürfyːɐ̯
wenigeˈveːnɪɡə
Augenblickeˈaʊ̯ɡŋ̍blɪkə
ziehetˈt͡siːət
diedaɪ
Spitzenˈʃpɪt͡sn̩
derdeːɐ̯
Pfeileˈp͡faɪ̯lə
zurückt͡suˈʁʏk
!
Gebtɡeːpt
mirmiːɐ̯
michmɪç
selberˈzɛlbɐ
,
meinmaɪ̯n
einigˈaɪ̯nɪk
Wesenˈveːzn̩
derdeːɐ̯
unzerspaltenen
Mannheit
Glückɡlʏk
!
O
gebtɡeːpt
,
ihriːɐ̯
Götterˈɡœtɐ
,
o
gebtɡeːpt
mirmiːɐ̯
michmɪç
selberˈzɛlbɐ
,
gebetˈɡeːbət
mirmiːɐ̯
Armenˈaʁmən
michmɪç
selberˈzɛlbɐ
zurückt͡suˈʁʏk
!
zögernd einsetzend
AITHRA
Menelas
-
gedenkstɡəˈdɛŋkst
duduː
desdɛs
Tagesˈtaːɡəs
vorfoːɐ̯
dreimalˈdʁaɪ̯maːl
dreidʁaɪ̯
Jahrenˈjaːʁən
,
dadaː
duduː
sieziː
verliessest
-
undʊnt
zogest
zurt͡suːɐ̯
Jagdjaːkt
?
sie völlig verstehend, mit zornig verfinsterter Miene
MENELAS
Duduː
!
Sprichʃpʁɪç
nichtnɪçt
vonfɔn
Parispaˈʁiːs
undʊnt
jenemˈjeːnəm
Tageˈtaːɡə
!
AITHRA
Höreˈhøːʁə
!
Seitzaɪ̯t
jenemˈjeːnəm
verwunschenenfɛɐ̯ˈvʊnʃənən
Tageˈtaːɡə
hasthast
duduː
deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
mitmɪt
Augenˈaʊ̯ɡn̩
nichtnɪçt
wiederˈviːdɐ
gesehn
!
Menelas hebt jäh die Hände über seinen Kopf
steht auch auf, tritt dicht vor ihn
AITHRA
Merkeˈmɛʁkə
!
Alsals
jenerˈjeːnɐ
frechfʁɛç
undʊnt
verwegenfɛɐ̯ˈveːɡn̩
ausreckte
diedaɪ
Handhant
nachnaːx
deinemˈdaɪ̯nəm
Weibeˈvaɪ̯bə
-
heimlichˈhaɪ̯mlɪç
sorgtenˈzɔʁktn̩
diedaɪ
Götterˈɡœtɐ
umʊm
dichdɪç
-
MENELAS
Hüteˈhyːtə
dichdɪç
Weibvaɪ̯p
,
dassdas
ichɪç
dichdɪç
nichtnɪçt
strafeˈʃtʁaːfə
!
AITHRA
Furchtbarˈfʊʁçtbaːɐ̯
sindzɪnt
deineˈdaɪ̯nə
Blickeˈblɪkə
,
Fürstfʏʁst
!
Trinkeˈtʁɪŋkə
hierhiːɐ̯
ausaʊ̯s
diesemˈdiːzm̩
Becherˈbɛçɐ
,
trinkeˈtʁɪŋkə
mitmɪt
mirmiːɐ̯
!
Sie trinken beide, Aithra nur zum Schein
AITHRA
Heimlichˈhaɪ̯mlɪç
sorgtenˈzɔʁktn̩
diedaɪ
Götterˈɡœtɐ
umʊm
dichdɪç
:
Iniˈʔɛn
diedaɪ
Armeˈaʁmə
legtenˈleːktn̩
sieziː
ihmiːm
einaɪ̯n
Luftgebild
,
einaɪ̯n
duftigˈdʊftɪk
Gespenstɡəˈʃpɛnst
,
womitˈvoːmɪt
sieziː
narrenˈnaʁən
diedaɪ
sterblichenˈʃtɛʁplɪçn̩
Männerˈmɛnɐ
!
unsichtbar
DIE ELFEN
Einaɪ̯n
Luftgebild
,
einaɪ̯n
duftigˈdʊftɪk
Gespenstɡəˈʃpɛnst
,
womitˈvoːmɪt
Götterˈɡœtɐ
narrenˈnaʁən
diedaɪ
sterblichenˈʃtɛʁplɪçn̩
Männerˈmɛnɐ
,
jajaː
jajaː
,
jajaː
jajaː
,
jajaː
jajaː
,
jajaː
jajaː
!
AITHRA
Deindaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
indessenɪnˈdɛsn̩
,
diedaɪ
schuldlose
Schöneˈʃøːnə
,
verbargenfɛɐ̯ˈbaʁɡn̩
sieziː
anaːˈʔɛn
entlegenemɛntˈleːɡənəm
Ortɔʁt
vorfoːɐ̯
dirdiːɐ̯
undʊnt
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
MENELAS
Anaːˈʔɛn
welcherˈvɛlçɐ
Stätteˈʃtɛtə
?
Achteˈaxtə
diedaɪ
Worteˈvɔʁtə
,
bevorbəˈfoːɐ̯
duduː
sieziː
redestˈʁeːdəst
!
noch dringender
MENELAS
Anaːˈʔɛn
welcherˈvɛlçɐ
Stätteˈʃtɛtə
?
AITHRA
Amaːm
Hanghaŋ
desdɛs
Atlasˈatlas
stehtʃteːt
eineˈaɪ̯nə
Burgbʊʁk
,
meinmaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
sitztzɪt͡st
dortdɔʁt
:
einaɪ̯n
gewaltigerɡəˈvaltɪɡɐ
Herrhɛʁ
undʊnt
gefürchteterɡəˈfʏʁçtətɐ
Königˈkøːnɪk
!
Dreidʁaɪ̯
Töchterˈtœçtɐ
wuchsenˈvuːksn̩
imiˈʔɛm
Hauseˈhaʊ̯zə
aufaʊ̯f
,
zauberkundig
alleˈalə
dreidʁaɪ̯
:
Salomeˈzaːlomeː
,
diedaɪ
stolzeˈʃtɔlt͡sə
,
diedaɪ
schöneˈʃøːnə
Morgana
undʊnt
Aithra
,
diedaɪ
jungeˈjʊŋə
!
MENELAS
Hüteˈhyːtə
dichdɪç
,
Weibvaɪ̯p
!
AITHRA
Zut͡suː
unsʊns
insɪns
Haushaʊ̯s
brachtenˈbʁaxtn̩
sieziː
schwebendˈʃveːbn̩t
deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
!
MENELAS
Hüteˈhyːtə
dichdɪç
,
Weibvaɪ̯p
!
AITHRA
Schuldlos
schlummerndˈʃlʊmɐnt
,
wähnendˈvɛːnənt
,
sieziː
liegeˈliːɡə
iniˈʔɛn
deinenˈdaɪ̯nən
Armenˈaʁmən
,
laglaːk
sieziː
beibaɪ̯
unsʊns
diedaɪ
Jahreˈjaːʁə
imiˈʔɛm
Haushaʊ̯s
.
Dieweilen
thronteˈtʁoːntə
dasdas
Luftgespenst
zuoberstt͡suˈʔoːbɐst
unterˈʊntɐ
Priamus
Töchternˈtœçtɐn
undʊnt
buhlteˈbuːltə
mitmɪt
seinenˈzaɪ̯nən
herrlichenˈhɛʁlɪçn̩
Söhnenˈzøːnən
undʊnt
freuteˈfʁɔɪ̯tə
sichzɪç
amaːm
Brandeˈbʁandə
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
undʊnt
amaːm
Tc
>
de
derdeːɐ̯
Heldenˈhɛldn̩
Tagtaːk
f
ür
Tagtaːk
!
MENELAS
Diedaɪ
,
welcheˈvɛlçə
hierhiːɐ̯
meinemˈmaɪ̯nəm
Drohenˈdʁoːən
trotzteˈtʁɔt͡stə
?
AITHRA
Einaɪ̯n
Luftgebild
!
DIE ELFEN
Einaɪ̯n
Luftgebild
!
AITHRA
Diedaɪ
Wespeˈvɛspə
diedaɪ
!
DIE ELFEN
Diedaɪ
Wespeˈvɛspə
,
diedaɪ
!
Einaɪ̯n
Luftgebild
!
Einaɪ̯n
Gespenstɡəˈʃpɛnst
!
MENELAS
Hierhiːɐ̯
nochnɔx
standʃtant
sieziː
unsagbarʊnˈzaːkbaːɐ̯
lieblichˈliːplɪç
!
AITHRA
Einaɪ̯n
Luftgebild
!
MENELAS
Einaɪ̯n
Luftgebild
!
AITHRA
Einaɪ̯n
Gespenstɡəˈʃpɛnst
!
MENELAS
Furchtbaresˈfʊʁçtbaːʁəs
Weibvaɪ̯p
!
Deineˈdaɪ̯nə
Worteˈvɔʁtə
sindzɪnt
furchtbarˈfʊʁçtbaːɐ̯
undʊnt
stärkerˈʃtɛʁkɐ
alsals
alleˈalə
trojanischentʁoˈjaːnɪʃn̩
Waffenˈvafn̩
!
Duduː
raubstʁaʊ̯pst
sieziː
mirmiːɐ̯
völligˈfœlɪk
mitmɪt
zitterndemˈt͡sɪtɐndəm
Hauchhaʊ̯x
ausaʊ̯s
lächelndemˈlɛçl̩ndəm
Mundeˈmʊndə
!
wehveː
,
nunnuːn
erblick'
ichɪç
sieziː
nimmerˈnɪmɐ
wiederˈviːdɐ
,
ichɪç
ganzɡant͡s
unseligerˈʊnˌzeːlɪɡɐ
Mannman
!
leise
AITHRA
Wennvɛn
ichɪç
sieziː
nunnuːn
iniˈʔɛn
diedaɪ
Armeˈaʁmə
dirdiːɐ̯
legeˈleːɡə
,
diedaɪ
duduː
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
vorfoːɐ̯
dreimalˈdʁaɪ̯maːl
dreidʁaɪ̯
Jahrenˈjaːʁən
undʊnt
einemˈaɪ̯nəm
Jahreˈjaːʁə
-
Diedaɪ
herrlicheˈhɛʁlɪçə
Reineˈʁaɪ̯nə
,
diedaɪ
Unberührteˈʊnbəˌʁyːɐ̯tə
!
MENELAS
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
sieziː
sehnzeːn
?
AITHRA
Duduː
wirstvɪʁst
sieziː
sehnzeːn
,
mitmɪt
diesenˈdiːzn̩
Augenˈaʊ̯ɡn̩
!
MENELAS
Sozoː
istɪst
eseːs
wahrvaːɐ̯
:
eseːs
wohnenˈvoːnən
iniˈʔɛn
Höhlenˈhøːlən
aufaʊ̯f
einsamerˈaɪ̯nzaːmɐ
Inselˈɪnzl̩
Zauberinnenˈt͡saʊ̯bəʁɪnən
,
diedaɪ
zeigendemˈt͡saɪ̯ɡn̩dəm
,
derdeːɐ̯
zut͡suː
ihnenˈiːnən
dringtdʁɪŋt
,
diedaɪ
Bilderˈbɪldɐ
derdeːɐ̯
Totenˈtoːtn̩
!
AITHRA
Duduː
wirstvɪʁst
sieziː
sehnzeːn
!
Bereitebəˈʁaɪ̯tə
dichdɪç
!
in grösster Verwirrung
MENELAS
Wasvas
werdeˈveːɐ̯də
ichɪç
sehnzeːn
!
Unseligerˈʊnˌzeːlɪɡɐ
Mannman
!
AITHRA
Wasvas
fichtfɪçt
dichdɪç
anaːˈʔɛn
?
Bereitebəˈʁaɪ̯tə
,
dichdɪç
!
MENELAS
O
furchtbareˈfʊʁçtbaːʁə
Stundeˈʃtʊndə
!
AITHRA
Bereitebəˈʁaɪ̯tə
dichdɪç
!
MENELAS
Vomfɔm
Reicheˈʁaɪ̯çə
derdeːɐ̯
Totenˈtoːtn̩
-
AITHRA
Bereitebəˈʁaɪ̯tə
dichdɪç
!
MENELAS
grässlicheˈɡʁɛslɪçə
Kundeˈkʊndə
!
AITHRA
Bereiteclich
!
MENELAS
Ichɪç
höreˈhøːʁə
Beckenˈbɛkn̩
dumpfdʊmp͡f
geschlagenɡəˈʃlaːɡn̩
,
Nachtgeister
bringenˈbʁɪŋən
diedaɪ
Toteˈtoːtə
getragenɡəˈtʁaːɡn̩
!
AITHRA
Wasvas
horchsthɔʁçst
duduː
hinunterhɪˈnʊntɐ
?
Zärtlichˈt͡sɛʁtlɪç
verzaubertfɛɐ̯ˈt͡saʊ̯bɐt
dichdɪç
wasvas
denndɛn
aufsaʊ̯fs
neueˈnɔɪ̯ə
?
Siehziː
hinhɪn
,
wasvas
dirdiːɐ̯
diedaɪ
Götterˈɡœtɐ
bereitenbəˈʁaɪ̯tn̩
!
Sie winkt. Das Hauptgemach verfinstert sich, und nur aus dem Gemach zur Linken dringt eine Helle hervor. Die Vorhänge heben sich, und auf einem breiten Lager wird Helena sichtbar, lieblich entschlummert, in einem strahlend blauen Gewand. Sie öffnet die Augen
1. Hälfte
DIE ELFEN
O
Engelˈɛŋl̩
,
fürfyːɐ̯
Elfenˈɛlfn̩
arglistigˈaʁkˌlɪstɪk
armeˈaʁmə
,
diedaɪ
zwinkernˈt͡svɪŋkɐn
imiˈʔɛm
Zwielichtˈt͡sviːˌlɪçt
-
allzuˈalt͡suː
herrlichˈhɛʁlɪç
!
2. Hälfte
DIE ELFEN
Hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
,
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
.
zu den Elfen
AITHRA
Ihriːɐ̯
Nachtgesindel
schweigtʃvaɪ̯kt
nunnuːn
schonʃoːn
!
Schmiegtʃmiːkt
euchɔɪ̯ç
zuFüssen
derdeːɐ̯
Herrinˈhɛʁɪn
!
Helena hebt sich langsam vom Lager, vom Schlaf erquickt, in strahlender Schönheit
MENELAS
derdeːɐ̯
kaumkaʊ̯m
wagtvaːkt
,
hinzusehenˈhɪnˌzeː(ə)n
Diedaɪ
ichɪç
zurückliess
aufaʊ̯f
meinemˈmaɪ̯nəm
Bergeˈbɛʁɡə
,
diedaɪ
ichɪç
zut͡suː
denkenˈdɛŋkn̩
nieniː
gewagtɡəˈvaːkt
,
diedaɪ
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
,
diedaɪ
Fürstinˈfʏʁstɪn
,
diedaɪ
Gattinˈɡatɪn
,
diedaɪ
Freundinˈfʁɔɪ̯ndɪn
!
O
Tagtaːk
ausaʊ̯s
demdeːm
jenseitsˈjeːnˌzaɪ̯t͡s
,
derdeːɐ̯
nächtlichˈnɛçtlɪç
mirmiːɐ̯
tagttaːkt
!
Helena steigt vom Lager herab, mit reizendem Staunen blickt sie um sich. Aithra, die neben Menelas stand, gleitet lautlos zu Helena hinüber; was sie sagt, ist zum Schein zu Menelas gesprochen, in der Tat flüstert sie es Helena ein
AITHRA
Amaːm
Hanghaŋ
desdɛs
Atlasˈatlas
stehtʃteːt
eineˈaɪ̯nə
Burgbʊʁk
,
dadaː
laglaːk
sieziː
undʊnt
schliefʃliːf
-
dieweilen
thronteˈtʁoːntə
dasdas
Luftgespenst
,
ihriːɐ̯
gleichgebildet
,
diedaɪ
Wespeˈvɛspə
diedaɪ
,
aufaʊ̯f
Priamus
Burgbʊʁk
undʊnt
sagzaːk
zut͡suː
oberstˈoːbɐst
unterˈʊntɐ
dendeːn
Töchternˈtœçtɐn
-
dreidʁaɪ̯
Schwesternˈʃvɛstɐn
hütetenˈhyːtətn̩
Helenasˈhɛlena
Schlafʃlaːf
.
Helena ist währenddem vollends herabgestiegen. Es scheint, als ginge sie auf Menelas zu, aber scheu, mit gesenktem Blick und wie mit gefesselten Füssen. Zu beiden
AITHRA
Nieniː
Erahntesɛɐ̯ˈʔaːntəs
bereitenbəˈʁaɪ̯tn̩
diedaɪ
Götterˈɡœtɐ
ihrenˈiːʁən
erwähltenɛɐ̯ˈvɛːltn̩
herrlichenˈhɛʁlɪçn̩
Kindernˈkɪndɐn
!
bebend
MENELAS
Diedaɪ
zut͡suː
denkenˈdɛŋkn̩
ichɪç
mirmiːɐ̯
verwehrtefɛɐ̯ˈveːɐ̯tə
!
leise, mit gesenkten Augen
HELENA
Binbɪn
ichɪç
nochnɔx
immerˈɪmɐ
diedaɪ
einstensˈaɪ̯nstn̩s
Begehrtebəˈɡeːɐ̯tə
?
triumphierend und halblaut zu Menelas
AITHRA
Siehziː
dochdɔx
dendeːn
Blickblɪk
zurt͡suːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
gesenktɡəˈzɛŋkt
!
Wovoː
istɪst
nunnuːn
dasdas
brennendeˈbʁɛnəndə
Augeˈaʊ̯ɡə
jenerˈjeːnɐ
,
diedaɪ
vomfɔm
Manneˈmanə
gekostetɡəˈkɔstət
?
Wageˈvaːɡə
dochdɔx
endlichˈɛntlɪç
bezaubertbəˈt͡saʊ̯bɐt
zut͡suː
seinzaɪ̯n
!
MENELAS
Wasvas
tuntjuːn
?
Sieziː
reissenˈʁaɪ̯sn̩
dasdas
Herzhɛʁt͡s
mirmiːɐ̯
iniˈʔɛn
Stückenˈʃtʏkn̩
!
Mitmɪt
ihremˈiːʁəm
Entrückenɛntˈʁʏkn̩
,
mitmɪt
ihremˈiːʁəm
Beglückenbəˈɡlʏkn̩
wasvas
tuntjuːn
?
Sieziː
reissenˈʁaɪ̯sn̩
dasdas
Herzhɛʁt͡s
mirmiːɐ̯
entzweiɛntˈt͡svaɪ̯
!
ihm Helena zuführend
AITHRA
Diedaɪ
Reineˈʁaɪ̯nə
!
MENELAS
Wasvas
tuntjuːn
?
innig scheu
HELENA
Diedaɪ
Deineˈdaɪ̯nə
!
leidvoll
MENELAS
Wasvas
tuntjuːn
?
höhnend
DIE ELFEN
O
Schönsteˈʃøːnstə
derdeːɐ̯
Schönenˈʃøːnən
-
dringender
AITHRA
Empfangeɛmˈp͡faŋə
!
beklommen
MENELAS
Wasvas
tuntjuːn
?
DIE ELFEN
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
zurückweichend
HELENA
Wieviː
darfdaʁf
ichɪç
?
AITHRA
Nichtnɪçt
zageˈt͡saːɡə
!
MENELAS
Wasvas
sagenˈzaːɡn̩
?
AITHRA
Wirviːɐ̯
reissenˈʁaɪ̯sn̩
dasdas
Herzhɛʁt͡s
nichtnɪçt
entzweiɛntˈt͡svaɪ̯
!
angstvoll
HELENA
Wasvas
sag'
ichɪç
?
MENELAS
Sieziː
reissenˈʁaɪ̯sn̩
dasdas
Herzhɛʁt͡s
mirmiːɐ̯
entzweiɛntˈt͡svaɪ̯
!
HELENA
Undʊnt
reisse
dasdas
Herzhɛʁt͡s
ihmiːm
entzweiɛntˈt͡svaɪ̯
!
DIE ELFEN
O
Schönsteˈʃøːnstə
derdeːɐ̯
Schönenˈʃøːnən
-
sozoː
billigˈbɪlɪk
willstvɪlst
duduː
diedaɪ
Götterˈɡœtɐ
versöhnenfɛɐ̯ˈzøːnən
?
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
zur Seite tretend, sich von Aithra, die ihre Hand ergriffen hat, lösend
HELENA
Lasslas
ihniːn
!
Ereːɐ̯
willvɪl
michmɪç
nichtnɪçt
!
DIE ELFEN
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
MENELAS
Werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
,
Wesenˈveːzn̩
,
dasdas
einerˈaɪ̯nɐ
ewigˈeːvɪk
jungenˈjʊŋən
Göttinɡœˈtiːn
gleichtɡlaɪ̯çt
-
undʊnt
meinerˈmaɪ̯nɐ
Fraufʁaʊ̯
?
HELENA
Lasslas
abaːbeː
!
Ereːɐ̯
verschmähtfɛɐ̯ˈʃmɛːt
michmɪç
.
mit verhohlenem Triumph
HELENA
Ereːɐ̯
liebtliːpt
jeneˈjeːnə
andreˈʔandəʁə
!
DIE ELFEN
chiçiː
chiçiː
chiçiː
chiçiː
die Augen zu Helena hebend, mit tiefster Innigkeit
MENELAS
Wieviː
gewänneɡəˈvɛnə
ichɪç
Gunstɡʊnst
iniˈʔɛn
deinenˈdaɪ̯nən
Augenˈaʊ̯ɡn̩
-
dadaː
ichɪç
umʊm
jenerˈjeːnɐ
willenˈvɪlən
dichdɪç
verliess
?
Helena wirft ihm einen Blick zu und schweigt
AITHRA
Antworteˈantˌvɔʁtə
ihmiːm
,
derdeːɐ̯
sozoː
liebtliːpt
!
sehr innig
HELENA
Ichɪç
weissvaɪ̯s
vonfɔn
keinemkaɪ̯nəm
,
derdeːɐ̯
michmɪç
verliess
,
nurnuːɐ̯
vonfɔn
einemˈaɪ̯nəm
,
derdeːɐ̯
liebendˈliːbn̩t
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
warvaːɐ̯
iniˈʔɛn
meinenˈmaɪ̯nn̩
Träumenˈtʁɔɪ̯mən
,
indessenɪnˈdɛsn̩
ichɪç
schliefʃliːf
!
MENELAS
Sozoː
weisstvaɪ̯st
duduː
vonfɔn
keinemkaɪ̯nəm
,
derdeːɐ̯
dichdɪç
verliess
-
nurnuːɐ̯
vonfɔn
einemˈaɪ̯nəm
,
derdeːɐ̯
liebendˈliːbn̩t
beibaɪ̯
dirdiːɐ̯
warvaːɐ̯
,
weilvaɪ̯l
ereːɐ̯
dichdɪç
erwählteɛɐ̯ˈvɛːltə
!
drückt ihren Kopf an seine Schulter
HELENA
Weilvaɪ̯l
ereːɐ̯
michmɪç
erwählteɛɐ̯ˈvɛːltə
!
AITHRA
Schnellʃnɛl
nunnuːn
rüst'
ichɪç
dasdas
Schiffʃɪf
undʊnt
schickeˈʃɪkə
euchɔɪ̯ç
heimhaɪ̯m
!
spottend
DIE ELFEN
Nunnuːn
rüstetˈʁʏstət
dasdas
Schiffʃɪf
undʊnt
schicketˈʃɪkət
sieziː
heimhaɪ̯m
!
haha
haha
haha
haha
,
haha
haha
haha
haha
!
Dasdas
Spielʃpiːl
istɪst
ausaʊ̯s
!
Nachdem Helena sich von Menelas gelöst hat, geht sie, erschrocken über Aithras Wort, auf diese zu
ihr ins Gesicht sehend
AITHRA
Wieviː
-
oderˈoːdɐ
nichtnɪçt
?
sehr gedehnt fragend
DIE ELFEN
Wieviː
-
oderˈoːdɐ
nichtnɪçt
?
halblaut
HELENA
Mirmiːɐ̯
bangtbaŋt
vorfoːɐ̯
demdeːm
Haushaʊ̯s
!
Verzaubertfɛɐ̯ˈt͡saʊ̯bɐt
imiˈʔɛm
Neuenˈnɔɪ̯ən
mirmiːɐ̯
bangtbaŋt
vorfoːɐ̯
demdeːm
Altenˈaltn̩
!
Lasslas
michmɪç
michmɪç
freuenˈfʁɔɪ̯ən
,
lasslas
michmɪç
ihniːn
haltenˈhaltn̩
!
DIE ELFEN
Wieviː
-
oderˈoːdɐ
nichtnɪçt
?
HELENA
Wovoː
niemandˈniːmant
unsʊns
kenntkɛnt
,
wovoː
Helenasˈhɛlena
Nameˈnaːmə
einaɪ̯n
leererˈleːʁɐ
Hauchhaʊ̯x
wieviː
Vogellaut
,
wovoː
vonfɔn
Trojaˈtʁoːja
nieniː
keinkaɪ̯n
Ohroːɐ̯
vernahmfɛɐ̯ˈnaːm
,
dortdɔʁt
birgbɪʁk
unsʊns
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
fürfyːɐ̯
kurzeˈkʊʁt͡sə
Fristfʁɪst
,
vermagstfɛɐ̯ˈmaːkst
duduː
dasdas
auchaʊ̯x
?
schnell, halblaut
AITHRA
Zut͡suː
Füssenˈfʏsn̩
desdɛs
Atlasˈatlas
liegtliːkt
eineˈaɪ̯nə
Oaseoˈaːzə
:
einaɪ̯n
zauberisch
Zeltt͡sɛlt
bau'
ichɪç
euchɔɪ̯ç
dortdɔʁt
-
HELENA
Undʊnt
wieviː
diedaɪ
Fahrtfaːɐ̯t
?
AITHRA
Aufaʊ̯f
meinemˈmaɪ̯nəm
Betteˈbɛtə
ihriːɐ̯
legtleːkt
euchɔɪ̯ç
liebendˈliːbn̩t
undʊnt
schlummertˈʃlʊmɐt
einaɪ̯n
-
dendeːn
Mantelˈmantl̩
werf
'ich
überˈyːbɐ
euchɔɪ̯ç
!
für sich, zwischen Jubel und Beklommenheit
MENELAS
Mitmɪt
ihremˈiːʁəm
Entrückenɛntˈʁʏkn̩
,
mitmɪt
ihremˈiːʁəm
Beglückenbəˈɡlʏkn̩
sieziː
wendenˈvɛndn̩
mitmɪt
Händenˈhɛndn̩
dasdas
Herzhɛʁt͡s
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Brustbʁʊst
!
AITHRA
Derdeːɐ̯
Mantelˈmantl̩
trägttʁɛːkt
euchɔɪ̯ç
,
undʊnt
ihriːɐ̯
erwachtɛɐ̯ˈvaxt
amaːm
erleuchtetenɛɐ̯ˈlɔɪ̯çtətn̩
Ortɔʁt
zut͡suː
zweienˈt͡svaɪ̯ən
alleinaˈlaɪ̯n
!
MENELAS
Zut͡suː
Füssenˈfʏsn̩
desdɛs
Atlasˈatlas
?
Einaɪ̯n
zauberisch
Zeltt͡sɛlt
?
HELENA
Zauberinˈt͡saʊ̯bəʁɪn
!
Liebsteˈliːpstə
,
zut͡suː
zweienˈt͡svaɪ̯ən
alleinaˈlaɪ̯n
!
mit den Augen an Helena hängend
MENELAS
Ihriːɐ̯
jähenˈjɛːən
Götterˈɡœtɐ
!
nunnuːn
gebtɡeːpt
mirmiːɐ̯
michmɪç
selberˈzɛlbɐ
,
nunnuːn
gebtɡeːpt
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Jugendˈjuːɡn̩t
,
schnellʃnɛl
gebtɡeːpt
sieziː
zurückt͡suˈʁʏk
,
damitdaˈmɪt
ohneˈoːnə
Zagenˈt͡saːɡn̩
ichɪç
wageˈvaːɡə
zut͡suː
tragenˈtʁaːɡn̩
diesdaɪs
jäheˈjɛːə
Glückɡlʏk
!
zu Helena
AITHRA
Dasdas
Nötigsteˈnøːtɪkstə
nurnuːɐ̯
iniˈʔɛn
eineˈaɪ̯nə
Truheˈtʁuːə
,
ichɪç
schickeˈʃɪkə
eseːs
mitmɪt
!
leise
AITHRA
Dasdas
Fläschchenˈflɛʃçən
vorfoːɐ̯
allemˈaləm
,
Lotosˈloːtɔs
,
derdeːɐ̯
lieblicheˈliːplɪçə
Tranktʁaŋk
desdɛs
Vergessensfɛɐ̯ˈɡɛsn̩s
,
demdeːm
allesˈaləs
wirviːɐ̯
dankenˈdaŋkn̩
!
Vielleichtfiˈlaɪ̯çt
bedarfbəˈdaʁf
eseːs
etlicherˈɛtlɪçɐ
Tropfenˈtʁɔp͡fn̩
bedeutungsvoll
AITHRA
vonfɔn
Zeitt͡saɪ̯t
zut͡suː
Zeitt͡saɪ̯t
iniˈʔɛn
seinemˈzaɪ̯nəm
Tranktʁaŋk
oderˈoːdɐ
iniˈʔɛn
deinenˈdaɪ̯nən
-
MENELAS
Wieviː
lieblichˈliːplɪç
sieziː
flüsternˈflʏstɐn
,
diedaɪ
reizendenˈʁaɪ̯t͡sn̩dən
Frauenˈfʁaʊ̯ən
,
wieviː
klugkluːk
sieziː
blickenˈblɪkn̩
!
AITHRA
-
damitdaˈmɪt
dasdas
Böseˈbøːzə
vergessenfɛɐ̯ˈɡɛsn̩
bleibeˈblaɪ̯bə
undʊnt
ruheˈʁuːə
unterˈʊntɐ
derdeːɐ̯
lichtenˈlɪçtn̩
Schwelleˈʃvɛlə
aufaʊ̯f
ewigeˈeːvɪɡə
Zeitt͡saɪ̯t
!
mit ihr wie ein Gebet
HELENA
Damitdaˈmɪt
dasdas
Böseˈbøːzə
daruntendaˈʁʊntn̩
bleibeˈblaɪ̯bə
vergrabenˌfɛɐ̯ˈɡʁaːbm̩
unterˈʊntɐ
derdeːɐ̯
lichtenˈlɪçtn̩
Schwelleˈʃvɛlə
aufaʊ̯f
ewigeˈeːvɪɡə
Zeitt͡saɪ̯t
!
für sich
MENELAS
O
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
,
glücklichesˈɡlʏklɪçəs
Kindkɪnt
!
Welchvɛlç
eineˈaɪ̯nə
Mutterˈmʊtɐ
,
welchvɛlç
eineˈaɪ̯nə
Schwesterˈʃvɛstɐ
bring'
ichɪç
dirdiːɐ̯
heimhaɪ̯m
!
Helena tritt auf die Schwelle vom Schlafgemach und blickt von dort nach Menelas um. Menelas ist bei ihr, kniet nieder, drüclct den Kopf an ihr Knie. Sie zieht ihn zu sich empor. Der Vorhang zum Schlafgemach entzieht sie den Blicken. Im Hauptgemaah ist lautlos die Dienerin eingetreten. Aithra winkt ihr, die Lichter zu löschen. Sie ergreift den schwarzen Zaubermantel, der vor ihrem Thron liegt. Im Hauptgemach erlöschen die Lichter, so auch im Schlafgemach
unsichtbar, leise, aber boshaft
DIE ELFEN
Aufaʊ̯f
ewigeˈeːvɪɡə
Zeitt͡saɪ̯t
!
hahahaha
!
Diedaɪ
teurenˈtɔɪ̯ʁən
Seelenˈzeːlən
!
Dasdas
Besteˈbɛstə
verhehlenfɛɐ̯ˈheːlən
,
hahahaha
,
dasdas
darfdaʁf
nichtnɪçt
seinzaɪ̯n
!
Aithra, den Mantel haltend, scheint noch zu zögern, sie ist vom Mondlicht unsicher beleuchtet. Im Nebengemach rechts wird bei schwachem Licht die Dienerin sichtbar; sie legt Gewänder in eine Truhe, zu oberst Kostbarkeiten, darunter das Fläschchen, das sie in einen goldenen Behälter verschliesst
stampft auf
AITHRA
Wolltvɔlt
ihriːɐ̯
jetztjɛt͡st
schweigenˈʃvaɪ̯ɡn̩
?
Aithra wartet noch eine Weile, bis alles still ist. Auch die Dienerin hat die Truhe verschlossen und ist auf ihren Armen eingeschlafen. Aithra wendet sich jetzt, den Mantel schwingend, dem Schlafgemach zu
Vorhang
ZWEITER AUFZUG
Ein Gezelt, weit geöffnet auf einem Palmenhain, hinter dem das Atlasgebirge sichtbar wird. Zur Linken Eingang in den inneren Raum des Gezeltes. Hier steht eine Truhe mit reichen vergoldeten Beschlägen. Helena entnimmt dieser einen goldenen Spiegel und flicht Perlenschnüre in ihr Haar. Menelas schläft zu ihren Füssen auf einem Pfühl
indem sie ihr Haar aufsteckt
HELENA
Zweiteˈt͡svaɪ̯tə
Brautnachtˈbʁaʊ̯tˌnaxt
!
Zaubernacht
,
überlangeˈyːbɐˌlaŋə
!
Dortdɔʁt
begonnenbəˈɡɔnən
,
hierhiːɐ̯
beendetbəˈʔɛndət
:
Götterhände
hieltenˈhiːltn̩
dasdas
Frühlicht
niederˈniːdɐ
iniˈʔɛn
Klüftenˈklʏftn̩
;
spätʃpɛːt
ersteːɐ̯st
jähjɛː
aufaʊ̯f
flogfloːk
diedaɪ
Sonneˈzɔnə
dortdɔʁt
übermˈyːbɐm
Bergbɛʁk
!
Perlenˈpɛʁlən
desdɛs
Meeresˈmeːʁəs
,
Sterneˈʃtɛʁnə
derdeːɐ̯
Nachtnaxt
salbtenˈzalptn̩
mitmɪt
Lichtlɪçt
diesenˈdiːzn̩
Leiblaɪ̯p
.
Überblendetˌyːbɐˈblɛndət
vonfɔn
derdeːɐ̯
Gewaltɡəˈvalt
wieviː
einesˈaɪ̯nəs
Kindesˈkɪndəs
bebteˈbeːptə
dasdas
schlachterzogene
Herzhɛʁt͡s
!
Knabenblicke
ausaʊ̯s
Heldenaugen
zaubertenˈt͡saʊ̯bɐtn̩
michmɪç
zumt͡sʊm
Mädchenˈmeːtçən
umʊm
,
zumt͡sʊm
Wunderˈvʊndɐ
wardvaʁt
ichɪç
mirmiːɐ̯
selbstzɛlpst
,
zumt͡sʊm
Wunderˈvʊndɐ
,
derdeːɐ̯
michmɪç
umschlangʊmˈʃlaŋ
.
Aberˈaːbɐ
imiˈʔɛm
Nahkampfˈnaːˌkamp͡f
derdeːɐ̯
liebendenˈliːbn̩dən
Schwäneˈʃvɛːnə
desdɛs
göttlichenˈɡœtlɪçn̩
Schwanenˈʃvaːnən
Kindkɪnt
siegteˈziːktə
überˈyːbɐ
dendeːn
sterblichenˈʃtɛʁplɪçn̩
Mannman
!
Unterˈʊntɐ
demdeːm
Fittichˈfɪtɪç
schliefʃliːf
ereːɐ̯
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
.
Alsals
meinenˈmaɪ̯nn̩
Schatzʃat͡s
hüteˈhyːtə
ichɪç
ihniːn
funkelndˈfʊŋkl̩nt
imiˈʔɛm
goldnen
Gezelt
überˈyːbɐ
derdeːɐ̯
leuchtendenˈlɔɪ̯çtn̩dən
Weltvɛlt
.
erwacht
MENELAS
Wovoː
istɪst
dasdas
Haushaʊ̯s
?
blickt mit Staunen um sich
MENELAS
Diedaɪ
Zauberinˈt͡saʊ̯bəʁɪn
wovoː
?
heftig
MENELAS
Werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
?
er besinnt sich des jäh Erlebten
MENELAS
Achax
!
Wüsst'
ichɪç
dasdas
nichtnɪçt
?
Sieziː
wuschvuːʃ
michmɪç
reinʁaɪ̯n
vonfɔn
Helenasˈhɛlena
Blutbluːt
,
herheːɐ̯
führteˈfyːɐ̯tə
sieziː
dichdɪç
undʊnt
gabɡaːp
dichdɪç
mirmiːɐ̯
!
immer mit einem Beiklang des erstaunten Nachsinnens
MENELAS
Dochdɔx
welchvɛlç
einaɪ̯n
Tranktʁaŋk
wardvaʁt
mirmiːɐ̯
gegebenɡəˈɡeːbm̩
?
Wieviː
sänftigt'
jähjɛː
ereːɐ̯
meineˈmaɪ̯nə
Wutvuːt
?
Wieviː
fandfant
ichɪç
Kraftkʁaft
,
michmɪç
neunɔɪ̯
zut͡suː
hebenˈheːbm̩
,
dichdɪç
zut͡suː
empfangenɛmˈp͡faŋən
wieviː
dendeːn
Mutmuːt
?
HELENA
Aufsaʊ̯fs
neunɔɪ̯
vonfɔn
ihmiːm
mussmʊs
ichɪç
dichdɪç
tränkenˈtʁɛŋkn̩
,
ereːɐ̯
sänftigt
wunderbarˈvʊndɐbaːɐ̯
deindaɪ̯n
Blutbluːt
-
nieniː
darfstdaʁfst
duduː
sieziː
alsals
Fremdeˈfʁɛmdə
kränkenˈkʁɛŋkn̩
,
diedaɪ
dirdiːɐ̯
aufaʊ̯f
deinemˈdaɪ̯nəm
Lagerˈlaːɡɐ
ruhtʁuːt
!
Sie geht gegen die Truhe
immer in der gleichen fragenden Befangenheit
MENELAS
Wieviː
kamest
duduː
,
dichdɪç
mirmiːɐ̯
zut͡suː
neigenˈnaɪ̯ɡn̩
demdeːm
einsamenˈaɪ̯nzaːmən
verwaistenfɛɐ̯ˈvaɪ̯stn̩
Mannman
?
Vonfɔn
wovoː
sahzaː
ichɪç
emporɛmˈpoːɐ̯
dichdɪç
steigenˈʃtaɪ̯ɡn̩
?
Wieviː
zogt͡soːk
ichɪç
dichdɪç
zut͡suː
mirmiːɐ̯
heranhɛˈʁan
?
sich abermals ihm voll zuwendend
HELENA
Erkenneɛɐ̯ˈkɛnə
dochdɔx
diedaɪ
ewigˈeːvɪk
Deineˈdaɪ̯nə
!
Tritttʁɪt
dirdiːɐ̯
nichtnɪçt
unserˈʊnzɐ
Brauttag
nahnaː
?
Erkennɛɐ̯ˈkɛn
iniˈʔɛn
seinemˈzaɪ̯nəm
sanftenˈzanftn̩
Scheineˈʃaɪ̯nə
,
erkenneɛɐ̯ˈkɛnə
:
diesdaɪs
istɪst
Helenaˈheˌlena
!
MENELAS
Derdeːɐ̯
Brauttag
rühretˈʁyːʁət
michmɪç
geisterhaftˈɡaɪ̯stɐˌhaft
anaːˈʔɛn
:
Diedaɪ
Nympheˈnʏmfə
erküretɛɐ̯ˈkyːʁət
dendeːn
sterblichenˈʃtɛʁplɪçn̩
Mannman
.
fast angstvoll gequält fragend
MENELAS
Ausaʊ̯s
welchenˈvɛlçn̩
Reichenˈʁaɪ̯çn̩
steigtʃtaɪ̯kt
sieziː
hervorhɛɐ̯ˈfoːɐ̯
einaɪ̯n
herrlichˈhɛʁlɪç
Gleichenˈɡlaɪ̯çn̩
demdeːm
Augaʊ̯k
‘
undʊnt
demdeːm
Ohroːɐ̯
?
HELENA
O
lasslas
zut͡suː
dirdiːɐ̯
dringenˈdʁɪŋən
dasdas
köstlicheˈkœstlɪçə
Hierhiːɐ̯
,
derdeːɐ̯
Gattinˈɡatɪn
Umschlingenʊmˈʃlɪŋən
imiˈʔɛm
Zauberrevier
!
Dendeːn
Becherˈbɛçɐ
zurt͡suːɐ̯
Handhant
Sie wendet sich der Truhe zu, entnimmt ihr ein schönes Gewebe, worin der Becher eingehüllt, indem sie dies emporhebt, gleitet auch Menelas krummes Schwert aus der Hülle und fällt ihr vor die Füsse
HELENA
ichɪç
bring'
ihniːn
gleichɡlaɪ̯ç
,
derdeːɐ̯
ewigˈeːvɪk
dichdɪç
banntbant
insɪns
Freudenbereich
!
springt hin und fasst das Schwert, sie wegdrängend
MENELAS
Dahindaˈhɪn
derdeːɐ̯
Becherˈbɛçɐ
!
Diesdaɪs
istɪst
dasdas
Schwertʃveːɐ̯t
!
Diesdaɪs
istɪst
dasdas
Schwertʃveːɐ̯t
,
mitmɪt
demdeːm
ichɪç
sieziː
schlugʃluːk
!
Vonfɔn
allenˈælən
unseligenˈʊnˌzeːlɪɡn̩
Wesenˈveːzn̩
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
kamkaːm
keinesˈkaɪ̯nəs
ihriːɐ̯
nahnaː
-
wieviː
diesdaɪs
Schwertʃveːɐ̯t
undʊnt
ichɪç
!
wendet den Blick fast mit Grauen auf Helena
MENELAS
Reizendeˈʁaɪ̯t͡sn̩də
duduː
-
Spiegelbildˈʃpiːɡl̩ˌbɪlt
,
flötendeˈfløːtn̩də
Stimmeˈʃtɪmə
,
flieheˈfliːə
vorfoːɐ̯
mirmiːɐ̯
!
Dassdas
derdeːɐ̯
Erwachteɛɐ̯ˈvaxtə
dichdɪç
nichtnɪçt
jageˈjaːɡə
!
Denndɛn
diedaɪ
Unglücklichenˈʊnˌɡlʏklɪçn̩
sindzɪnt
gefährlichɡəˈfɛːɐ̯lɪç
,
wennvɛn
manman
sieziː
reizetˈʁaɪ̯t͡sət
!
HELENA
Vonfɔn
dirdiːɐ̯
jageˈjaːɡə
diedaɪ
Helenaˈheˌlena
denndɛn
,
duduː
Ungeheurerˈʊnɡəˌhɔɪ̯ʁɐ
unterˈʊntɐ
derdeːɐ̯
Sonneˈzɔnə
!
MENELAS
O
süsses
Gebild
zut͡suː
trüglicher
Wonneˈvɔnə
gesponnenɡəˈʃpɔnən
ausaʊ̯s
derdeːɐ̯
flirrendenˈflɪʁəndn̩
Sonneˈzɔnə
-
Luftsirene
!
Nichtnɪçt
naheˈnaːə
dichdɪç
!
Dendeːn
Armaʁm
nichtnɪçt
dehneˈdeːnə
!
Nichtnɪçt
fahe
michmɪç
!
Wemveːm
ungeheuerˈʊnɡəˌhɔɪ̯ɐ
Grausenˈɡʁaʊ̯zn̩
tagttaːkt
,
demdeːm
Abenteuerˈaːbn̩tɔɪ̯ɐ
bleibtblaɪ̯pt
ereːɐ̯
versagtfɛɐ̯ˈzaːkt
!
Er wendet sich, das Schwert an die Brust gedrückt, als wolle er vor ihr ins Ungewisse fliehen
indem sie das goldene Gehäuse, worin das Fläschchen mitsamt dem Becher in die Truhe zurückwirft
HELENA
Ohnmächtigerˈoːnˌmɛçtɪɡɐ
Tranktʁaŋk
,
fahreˈfaːʁə
dahindaˈhɪn
!
Demdeːm
Falschenˈfalʃn̩
diedaɪ
Falscheˈfalʃə
hasthast
duduː
vermähltfɛɐ̯ˈmɛːlt
!
Derdeːɐ̯
michmɪç
gesuchtɡəˈzuːxt
durchdʊʁç
Flammenˈflamən
undʊnt
Todtoːt
,
ereːɐ̯
fliehtfliːt
vorfoːɐ̯
mirmiːɐ̯
iniˈʔɛn
diedaɪ
Wüsteˈvyːstə
hinaushɪˈnaʊ̯s
!
Ausaʊ̯s
flirrenderˈflɪʁəndɐ
Stilleˈʃtɪlə
schlageˈʃlaːɡə
derdeːɐ̯
Blitzblɪt͡s
!
Dunkleˈdʊŋklə
Gewaltɡəˈvalt
brecheˈbʁɛçə
hereinhɛˈʁaɪ̯n
!
Wasvas
scheinversöhnet
entzweieɛntˈt͡svaɪ̯ə
sichzɪç
neunɔɪ̯
!
Wirviːɐ̯
duckenˈdʊkn̩
unsʊns
nichtnɪçt
unterˈʊntɐ
demdeːm
Streichʃtʁaɪ̯ç
,
entgegenɛntˈɡeːɡn̩
reckenˈʁɛkn̩
wirviːɐ̯
unserˈʊnzɐ
Haupthaʊ̯pt
!
Das Annahen einer Reiterschar, jäh wie ein Sturmwind, wird hörbar
MENELAS
Ausaʊ̯s
flirrenderˈflɪʁəndɐ
Stilleˈʃtɪlə
wasvas
nahtnaːt
heranhɛˈʁan
?
Durchdʊʁç
rötlichenˈʁøːtlɪçn̩
Staubʃtaʊ̯p
funkelnˈfʊŋkl̩n
diedaɪ
Lanzenˈlant͡sn̩
!
HELENA
Menelas
!
Herheːɐ̯
!
Schützeˈʃʏt͡sə
,
wasvas
deindaɪ̯n
istɪst
!
Krieger der Wüste in Kettenpanzern eilen heran und nehmen im Hain ausserhalb des Zeltes Stellung. Läufer stürmen herein, werfen sich vor Helena nieder. - Altair, der Fürst der Berge, ein königlicher Mann mit rabenschwarzem Haar, tritt heran, Bannerträger ihm zur Seite. Er lässt sich auf einem Knie vor Helena nieder, indem er mit der Hand die Erde, dann die Stirn berührt. Die Läufer erheben sich und stellen sich im Hintergrund vor die Lanzenträger. Altair erhebt sich auf ein gnädiges Zeichen von Helena und winkt seinem Gefolge. Die Läufer treten auseinander. Zwei schwarze Sklaven laufen hervor und breiten vor Helenas Füssen einen golddurchwirkten Teppich. Helena lächelt und setzt sich auf die Truhe, die mit ihren goldenen Beschlägen einem Thronsitz gleicht. Menelas, das blosse Schwert in der Hand, tritt hinter Helena. Altair steht ausserhalb des Teppichs. Helena winkt ihm mit anmutiger Herablassung, den Teppich zu betreten. Altair tut es, indem er am Rande des Teppichs noch einmal die Knie zur Erde beugt. Helena sieht sich nach Menelas um und winkt ihm, sich neben sie zu setzen. Dann bedeutet sie Altair, indem sie ihr Kinn gegen ihn hebt, zu sprechen
mit gesenktem Antlitz
ALTAIR
Mirmiːɐ̯
istɪst
befohlenbəˈfoːlən
:
ichɪç
breiteˈbʁaɪ̯tə
diesdaɪs
Landlant
,
o
Ungenannte
,
vorfoːɐ̯
deinenˈdaɪ̯nən
Fussfuːs
!
lächelt
HELENA
Werveːɐ̯
gabɡaːp
sozoː
schönenˈʃøːnən
Befehlbəˈfeːl
?
ALTAIR
Sozoː
willvɪl
eseːs
Aithra
,
sozoː
willvɪl
eseːs
Morgana
,
undʊnt
Salomeˈzaːlomeː
gebietetɡəˈbiːtət
eseːs
sozoː
!
Derdeːɐ̯
ichɪç
diesdaɪs
Landlant
zut͡suː
Lehenˈleːən
trageˈtʁaːɡə
vonfɔn
ihnenˈiːnən
dreienˈdʁaɪ̯ən
Königinnenˈkøːnɪɡɪnən
-
er hebt den Kopf und erblickt Helena
ALTAIR
Duduː
Göttinɡœˈtiːn
,
diedaɪ
schönʃøːn
istɪst
wieviː
steigendeˈʃtaɪ̯ɡn̩də
Sonneˈzɔnə
,
gewaltigɡəˈvaltɪk
gleichɡlaɪ̯ç
einemˈaɪ̯nəm
Heerheːɐ̯
,
dasdas
funkelndˈfʊŋkl̩nt
iniˈʔɛn
heiligenˈhaɪ̯lɪɡn̩
Kampfkamp͡f
ziehtt͡siːt
,
ichɪç
neigeˈnaɪ̯ɡə
michmɪç
dirdiːɐ̯
iniˈʔɛn
dendeːn
Staubʃtaʊ̯p
!
HELENA
Fürstfʏʁst
derdeːɐ̯
Bergeˈbɛʁɡə
,
wirviːɐ̯
grüssen
undʊnt
dankenˈdaŋkn̩
!
Das Gefolge tritt auseinander und gibt dem Blick eine Gasse frei. Hinten werden von Schwarzen grosse Truhen vorbeigetragen, so, als nähmen sie die Richtung auf den rückwärtigen Zelteingang. Helena steht auf und tritt auf Altair zu; Menelas ist gleichfalls aufgestanden. Indem sich Helena wendet, stürzen drei bis auf die Augen verhüllte Mädchen zu ihren Füssen. Die Mädchen sind schnell aufgesprungen, und ihre Stelle hat eine kleine Schar von schlanken Jünglingen eingenommen, fast noch Knaben - unter ihnen Da-ud, die sich vor Helena mit gesenkten Häuptern auf die Knie werfen
dies alles mit gebietender Gebärde beherrschend, aber den Blick leidenschaftlich auf Helena gerichtet
ALTAIR
Eiligˈaɪ̯lɪk
zusammengerafftet͡suˈzamənɡəˌʁaftə
Gabenˈɡaːbm̩
,
unwertˈʊnveːɐ̯t
desdɛs
Hauchshaʊ̯xs
deinerˈdaɪ̯nɐ
furchtbarenˈfʊʁçtbaːʁən
Lippenˈlɪpm̩
!
Befiehlbəˈfiːl
,
undʊnt
imiˈʔɛm
spielendenˈʃpiːləndən
Kampfeˈkamp͡fə
fliesset
dasdas
Blutbluːt
dieserˈdiːzɐ
Knabenˈknaːbn̩
,
jauchzendˈjaʊ̯xt͡sn̩t
vergossenfɛɐ̯ˈɡɔsn̩
fürfyːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
einzigenˈaɪ̯nt͡sɪɡŋ̩
Blickblɪk
ausaʊ̯s
deinenˈdaɪ̯nən
goldenenˈɡɔldənən
Wimpernˈvɪmpɐn
!
Er wirft sich auch vor ihr nieder und drückt den Saum ihres Gewandes an die Lippen
auf dies alles hinblickend, leidvoll entrückt
MENELAS
O
Spiegelbildˈʃpiːɡl̩ˌbɪlt
!
Sozoː
standʃtant
meineˈmaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
aufaʊ̯f
dendeːn
Zinnenˈt͡sɪnən
vonfɔn
Trojaˈtʁoːja
!
Loderndˈloːdɐnt
sozoː
branntenˈbʁantn̩
diedaɪ
Königeˈkøːnɪɡə
aufaʊ̯f
,
achax
!
undʊnt
diedaɪ
Greiseˈɡʁaɪ̯zə
beibaɪ̯
ihremˈiːʁəm
Anblickˈanˌblɪk
undʊnt
alleˈalə
riefenˈʁiːfn̩
:
DIEdaɪ
JÜNGLINGEˈjʏŋlɪŋə
undʊnt
ALTAIRalˈtaːɪʁ
springen auf, und indem sie ihre Schwerter aus der Scheide reissen und gegen Himmel stossen, rufen sie wild
MENELAS
Heisse
unsʊns
sterbenˈʃtɛʁbn̩
imiˈʔɛm
Sandeˈzandə
fürfyːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
einzigenˈaɪ̯nt͡sɪɡŋ̩
Hauchhaʊ̯x
vonfɔn
deinenˈdaɪ̯nən
verschlossenenfɛɐ̯ˈʃlɔsənən
Lippenˈlɪpm̩
!
mit höchst gesteigerter Ergriffenheit eines jungen Herzens, einen Schritt hervortretend
DA-UD
Denndɛn
eseːs
istɪst
rechtʁɛçt
,
dassdas
wirviːɐ̯
kämpfenˈkɛmp͡fn̩
undʊnt
dassdas
wirviːɐ̯
sterbenˈʃtɛʁbn̩
imiˈʔɛm
Blachfeldˈblaxˌfɛlt
umʊm
dieserˈdiːzɐ
willenˈvɪlən
-
denndɛn
sieziː
istɪst
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
!
Er verhüllt sich und tritt hinweg
aus seinen Gedanken auffahrend und Da-ud anstarrend
MENELAS
Parispaˈʁiːs
istɪst
dadaː
!
Parispaˈʁiːs
aufsaʊ̯fs
neueˈnɔɪ̯ə
!
Frechfʁɛç
undʊnt
verwegenfɛɐ̯ˈveːɡn̩
recktʁɛkt
ereːɐ̯
diedaɪ
Armeˈaʁmə
nachnaːx
meinerˈmaɪ̯nɐ
Fraufʁaʊ̯
!
-
Wovoː
istɪst
meinmaɪ̯n
Schwertʃveːɐ̯t
?
Altair winkt, und die Jünglinge, ihre blanken Schwerter gehoben, treten nach rückwärts und sind verschwunden
sucht mit dem Blick Menelas und tritt zu ihm
HELENA
Liebsterˈliːpstɐ
,
wasvas
istɪst
dirdiːɐ̯
?
Bleibblaɪ̯p
mirmiːɐ̯
zurt͡suːɐ̯
Seiteˈzaɪ̯tə
!
Michmɪç
ängstigtˈɛŋstɪkt
deindaɪ̯n
Blickblɪk
!
MENELAS
Michmɪç
ängstigtˈɛŋstɪkt
derdeːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
,
schöneˈʃøːnə
Göttinɡœˈtiːn
!
Ereːɐ̯
istɪst
mirmiːɐ̯
zut͡suː
jungjʊŋ
undʊnt
zut͡suː
wenigˈveːnɪk
umnachtetʊmˈnaxtət
.
HELENA
Duduː
willstvɪlst
mirmiːɐ̯
fliehn
!
sie umschlingt ihn
HELENA
Duduː
willstvɪlst
michmɪç
lassenˈlasn̩
?
für sich
ALTAIR
Vermessenefɛɐ̯ˈmɛsənə
Gunstɡʊnst
demdeːm
schönenˈʃøːnən
Begleiterbəˈɡlaɪ̯tɐ
!
löst sich von ihr
MENELAS
Wasvas
bedarfbəˈdaʁf
st[ˈʔamtsˌhandl̩n]
duduː
desdɛs
armenˈaʁmən
Begleitersbəˈɡlaɪ̯tɐs
!
Derdeːɐ̯
Namenlosenˈnaːmənˌloːzn̩
,
derdeːɐ̯
Fremdlinginˈfʁɛmtlɪŋɪn
,
diedaɪ
überˈyːbɐ
Nachtnaxt
kamkaːm
,
knienkniːn
sieziː
hinhɪn
undʊnt
zückenˈt͡sʏkn̩
diedaɪ
Schwerterˈʃveːɐ̯tɐ
undʊnt
rufenˈʁuːfn̩
-
Diedaɪ
STIMMENˈʃtɪmən
derdeːɐ̯
JÜNGLINGEˈjʏŋlɪŋə
ausserhalb, unsichtbar
MENELAS
Heisse
iniˈʔɛn
spielendemˈʃpiːləndəm
Kampfeˈkamp͡fə
fliessenˈfliːsn̩
dasdas
Blutbluːt
unsererˈʊnzəʁɐ
Adernˈaːdɐn
fürfyːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
funkelndenˈfʊŋkl̩ndn̩
Blitzblɪt͡s
ausaʊ̯s
deinenˈdaɪ̯nən
furchtbarenˈfʊʁçtbaːʁən
Augenˈaʊ̯ɡn̩
!
für sich, zornig
ALTAIR
Unerträglichesʊnʔɛɐ̯ˈtʁɛːklɪçəs
Spielʃpiːl
!
-
zu Helena
ALTAIR
Worübervoːˈʁyːbɐ
zürnetˈt͡sʏʁnət
deindaɪ̯n
Günstlingˈɡʏnstlɪŋ
?
Auchaʊ̯x
fürfyːɐ̯
ihniːn
sindzɪnt
Geschenkeɡəˈʃɛŋkə
imiˈʔɛm
Zeltt͡sɛlt
!
Jagdhörner hinter der Szene. Er klatscht in die Hände. Zu Menelas
ALTAIR
Schöneˈʃøːnə
Waffenˈvafn̩
!
Vielleichtfiˈlaɪ̯çt
gefälltɡəˈfɛlt
dirsdiːɐ̯s
,
Lieblingˈliːplɪŋ
derdeːɐ̯
Göttinɡœˈtiːn
,
ausaʊ̯s
ihnenˈiːnən
zut͡suː
wählenˈvɛːlən
!
Schwarze, Jagd- und Kriegswaffen tragend, treten hervor
misst Altair mit einem hoheitsvollen Blick, nun völlig seiner selbst bewusst, stolz und ernst
MENELAS
Herrlicheˈhɛʁlɪçə
Waffenˈvafn̩
hab'
ichɪç
geführtɡəˈfyːɐ̯t
aufaʊ̯f
blachemˈblaxm̩
Feldfɛlt
undʊnt
iniˈʔɛn
flammendenˈflaməndn̩
Gassenˈɡasn̩
.
mit kaum verhohlener Geringschätzung
ALTAIR
Auchaʊ̯x
diedaɪ
Jagdjaːkt
kannkan
Tapfre
ergetzenɛɐ̯ˈɡɛt͡sn̩
;
dirdiːɐ̯
zut͡suː
Ehrenˈeːʁən
stellʃtɛl
`
ichɪç
einaɪ̯n
Jagenˈjaːɡn̩
jetztjɛt͡st
anaːˈʔɛn
:
Derdeːɐ̯
Jagdjaːkt
zumt͡sʊm
Begleiterbəˈɡlaɪ̯tɐ
gabɡaːp
ichɪç
Da-ud
mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
wildenˈvɪldn̩
Blickblɪk
aufaʊ̯f
Helenaˈheˌlena
undʊnt
dasdas
Wildvɪlt
,
ichɪç
hoff'
eseːs
,
wirdvɪʁt
desdɛs
Jägersˈjɛːɡɐs
wertveːɐ̯t
seinzaɪ̯n
!
Da-ud tritt auf den Wink Altairs hinter einer Palme hervor und neigt sich vor Menelas, die Hand aufs Herz gelegt
die beiden nicht beachtend, blickt sein Schwert an, das bei der Zeltstange hängt
MENELAS
Dasdas
Wildvɪlt
,
ichɪç
hoff'
eseːs
,
wirdvɪʁt
desdɛs
Jägersˈjɛːɡɐs
wertveːɐ̯t
seinzaɪ̯n
!
Altair wirft Menelas einen Blick der Verachtung zu, gebietet Da-ud durch einen Wink, zu bleiben und geht. Menelas blickt Da-ud an
MENELAS
Wasvas
fichtfɪçt
michmɪç
anaːˈʔɛn
?
Einaɪ̯n
fremderˈfʁɛmdɐ
Knabeˈknaːbə
!
Einaɪ̯n
fremdesˈfʁɛmdəs
Weibvaɪ̯p
!
Einaɪ̯n
fremdesˈfʁɛmdəs
Landlant
!
Einaɪ̯n
Abenteuerˈaːbn̩tɔɪ̯ɐ
!
Einaɪ̯n
bunterˈbʊntɐ
Traumtʁaʊ̯m
!
Undʊnt
Hörnerˈhœʁnɐ
ladenˈlaːdn̩
zurt͡suːɐ̯
Jagdjaːkt
.
Die drei Schwarzen treten heran, Jagdspeere und ein Hifthorn, auch einen leichten silbernen Helm darbietend.
Menelas, indem er gegen das Zeltinnere tritt, wo andere Schwarze bereitstehen und sich anschicken, ihm statt des langen Oberkleides ein kurzes zu reichen, tritt ins Zelt und wird für eine kurze Zeit unsichtbar. Helena betrachtet Da-ud
schmilzt unter ihrem Blick und wagt nicht die Augen zu heben. Dann mit plötzlicher Kühnheit
DA-UD
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
nebenˈneːbm̩
dirdiːɐ̯
reitenˈʁaɪ̯tn̩
!
Ichɪç
alleinaˈlaɪ̯n
!
jenerˈjeːnɐ
nichtnɪçt
,
deindaɪ̯n
Begleiterbəˈɡlaɪ̯tɐ
!
Ereːɐ̯
darfdaʁf
nichtnɪçt
!
lacht
HELENA
Knabeˈknaːbə
,
hüteˈhyːtə
dichdɪç
vorfoːɐ̯
demdeːm
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
,
oderˈoːdɐ
duduː
schmilzest
wieviː
Wachsvaks
.
den brennenden Blick zu ihr hebend
DA-UD
Iniˈʔɛn
dendeːn
Armenˈaʁmən
desdɛs
landlosenˈlantˌloːzn̩
Königsˈkøːnɪks
,
desdɛs
Abendländersˈaːbn̩tˌlɛndɐs
mitmɪt
falbemfalp
Haarhaːɐ̯
,
hasthast
duduː
dasdas
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
nichtnɪçt
fürchtenˈfʏʁçtn̩
gelerntɡəˈlɛʁnt
!
Ereːɐ̯
kenntkɛnt
eseːs
selberˈzɛlbɐ
nichtnɪçt
!
Ereːɐ̯
kommtkɔmt
ausaʊ̯s
demdeːm
Mondscheinland
.
Duduː
aberˈaːbɐ
,
duduː
bistbɪst
geborenɡəˈboːʁən
zurt͡suːɐ̯
Herrinˈhɛʁɪn
überˈyːbɐ
diedaɪ
Länderˈlɛndɐ
derdeːɐ̯
Sonneˈzɔnə
-
undʊnt
ichɪç
binbɪn
geborenɡəˈboːʁən
zut͡suː
deinemˈdaɪ̯nəm
Knechteˈknɛçtə
bisbɪs
iniˈʔɛn
dendeːn
Todtoːt
!
Sozoː
stehtʃteːt
eseːs
geschriebenɡəˈʃʁiːbm̩
,
undʊnt
sozoː
wirdvɪʁt
eseːs
geschehn
.
Er sinkt vor Helena hin, die Stirn auf ihrem Fuss. Dann erhebt er sich blitzschnell und verschwindet.
Helena wendet sich lachend von ihm. Menelas, zur Jagd gekleidet, aber noch nicht gewaffnet, tritt aus dem Nebenraum des Zeltes. Helena nimmt dem Sklaven den Helm ab und reicht ihn Menelas
MENELAS
Sozoː
schönʃøːn
bedientbəˈdiːnt
,
duduː
reizendeˈʁaɪ̯t͡sn̩də
Nympheˈnʏmfə
,
zogt͡soːk
ichɪç
schonʃoːn
einmalˈaɪ̯nmaːl
hinaushɪˈnaʊ̯s
zurt͡suːɐ̯
Jagdjaːkt
!
Helena lächelt
MENELAS
Amaːm
nächstenˈnɛːçstən
Morgenˈmɔʁɡn̩
danndan
kamkaːm
ichɪç
nachnaːx
Haushaʊ̯s
-
leerleːɐ̯
dasdas
Nestnɛst
!
Fortfoːɐ̯
warvaːɐ̯
dasdas
Weibchenˈvaɪ̯pçən
undʊnt
kamkaːm
nichtnɪçt
wiederˈviːdɐ
.
Dasdas
istɪst
einaɪ̯n
Liedliːt
vonfɔn
einerˈaɪ̯nɐ
Totenˈtoːtn̩
!
Wieviː
istɪst
deindaɪ̯n
Nameˈnaːmə
,
schönesˈʃøːnəs
Wesenˈveːzn̩
?
Gesternˈɡɛstɐn
zurt͡suːɐ̯
Nachtnaxt
warvaːɐ̯
ichɪç
verwirrtfɛɐ̯ˈvɪʁt
:
ichɪç
hab'
ihniːn
nichtnɪçt
richtigˈʁɪçtɪk
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
.
HELENA
Meinenˈmaɪ̯nn̩
Namenˈnaːmən
?
O
duduː
Verstörterfɛɐ̯ˈʃtøːɐ̯tɐ
!
Deinerˈdaɪ̯nɐ
Seeleˈzeːlə
Seeleˈzeːlə
hauchsthaʊ̯xst
duduː
vonfɔn
dirdiːɐ̯
,
wennvɛn
duduː
ihniːn
rufestˈʁuːfəst
!
mit zerstreutem Blick
MENELAS
Wasvas
duduː
redestˈʁeːdəst
,
istɪst
lieblichˈliːplɪç
,
schöneˈʃøːnə
Sireneˌziˈʁeːnə
!
Gerneˈɡɛʁnə
stünd'
ichɪç
undʊnt
lauschteˈlaʊ̯ʃtə
bisbɪs
anaːˈʔɛn
dendeːn
Abendˈaːbm̩t
derdeːɐ̯
silbernenˈzɪlbɐnən
Stimmeˈʃtɪmə
!
Aberˈaːbɐ
diesdaɪs
Schwertʃveːɐ̯t
willvɪl
fortfoːɐ̯
aufaʊ̯f
diedaɪ
Jagdjaːkt
,
undʊnt
Hörnerˈhœʁnɐ
rufenˈʁuːfn̩
nachnaːx
mirmiːɐ̯
!
Er nimmt das Schwert und drückt es an sich
HELENA
Zurt͡suːɐ̯
Jagdjaːkt
aufaʊ̯f
Gazellenɡaˈt͡sɛlən
diedaɪ
furchtbareˈfʊʁçtbaːʁə
Waffeˈvafə
!
sie will ihm das Schwert aus der Hand nehmen
HELENA
Fortfoːɐ̯
mitmɪt
ihriːɐ̯
!
Insɪns
Zeltt͡sɛlt
hineinhɪˈnaɪ̯n
!
entzieht ihr's
MENELAS
Vergibfɛɐ̯ˈɡiːp
mirmiːɐ̯
,
Göttinɡœˈtiːn
:
diesdaɪs
Schwertʃveːɐ̯t
undʊnt
ichɪç
,
wirviːɐ̯
beideˈbaɪ̯də
gehörenɡəˈhøːʁən
zusamment͡suˈzamən
.
Deindaɪ̯n
istɪst
diesdaɪs
Zeltt͡sɛlt
undʊnt
vieleˈfiːlə
Schätzeˈʃɛt͡sə
-
Schiffbrüchigˈʃɪfˌbʁʏçɪç
irr'
ichɪç
,
einaɪ̯n
gramvoller[ˈɡʁaːmfɔl]
Königˈkøːnɪk
,
iniˈʔɛn
fremdemˈfʁɛmdəm
Bereichbəˈʁaɪ̯ç
.
Diesdaɪs
Schwertʃveːɐ̯t
istɪst
allesˈaləs
,
dasdas
mirmiːɐ̯
gebliebenɡəˈbliːbm̩
,
nichtnɪçt
rühreˈʁyːʁə
darandaˈʁan
!
Er küsst das Schwert und steckt es in den Gürtel
HELENA
Mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
Blickblɪk
derdeːɐ̯
sehendenˈzeːəndn̩
Augenˈaʊ̯ɡn̩
erkenneɛɐ̯ˈkɛnə
michmɪç
wiederˈviːdɐ
!
MENELAS
Solcheˈzɔlçə
Blickeˈblɪkə
kostenˈkoːstn̩
zut͡suː
vielfiːl
demdeːm
armenˈaʁmən
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
!
Undʊnt
sieziː
fruchtenˈfʁʊxtn̩
zut͡suː
wenigˈveːnɪk
.
Denndɛn
werveːɐ̯
weggingˈvɛkˌɡɪŋ
zurt͡suːɐ̯
Jagdjaːkt
undʊnt
kehrtkeːɐ̯t
heimhaɪ̯m
zut͡suː
seinemˈzaɪ̯nəm
Weibeˈvaɪ̯bə
-
ereːɐ̯
kannkan
nieniː
wissenˈvɪsn̩
,
oboːˈbeː
ereːɐ̯
diedaɪ
gleicheˈɡlaɪ̯çə
wiederfindetˈviːdɐˌfɪndət
!
Die Hörner rufen mit Entschiedenheit. Er eilt weg, nachdem er das Schwert in seinen Gurt gesteckt hat. Die ihm nacheilenden Sklaven bieten ihm Jagdwaffen dar: der eine Bogen und Köcher, der andere leichte Spiesse - von diesen ergreift er zwei und verschwindet
HELENA
Menelas
,
stehʃteː
!
Ereːɐ̯
istɪst
dahindaˈhɪn
!
Undʊnt
kehrtkeːɐ̯t
ereːɐ̯
zurückt͡suˈʁʏk
-
wieviː
ihniːn
entzaubernɛntˈt͡saʊ̯bɐn
?
Zut͡suː
kindlichˈkɪntlɪç
istɪst
ihmiːm
diedaɪ
Mieneˈmiːnə
derdeːɐ̯
Nympheˈnʏmfə
,
zut͡suː
jungjʊŋ
undʊnt
arglosˈaʁkˌloːs
desdɛs
Augesˈaʊ̯ɡəs
Blickblɪk
undʊnt
zut͡suː
fremdfʁɛmt
seinemˈzaɪ̯nəm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
!
Drei Sklavinnen, die Gesichter hinter Goldschmuck verborgen wie hinter einem Visier, kommen spähend aus dem Zeltinnern hervor. Helena ohne ihrer zu achten, vor sich hinsinnend
HELENA
Zaubergerät
ziehtt͡siːt
unsʊns
hinüberhɪˈnyːbɐ
-
zurückzukehrent͡suˈʁʏkt͡suˌkeːʁən
-
diesdaɪs
istɪst
diedaɪ
Kunstkʊnst
!
Aithras
Becherˈbɛçɐ
warvaːɐ̯
zut͡suː
starkʃtaʁk
-
undʊnt
nichtnɪçt
starkʃtaʁk
genugɡəˈnuːk
fürfyːɐ̯
Menelas
Herzhɛʁt͡s
!
Die drei Frauen haben in Helenas Rücken die andere Seite der Bühne gewonnen. Auf einen Wink der Mittelsten eilen die beiden anderen zur Truhe hin, öffnen sie und suchen nach etwas. Die Mittelste, Aithra, schiebt das goldene Visier auseinander und enthüllt sich
freudig
HELENA
Aithra
!
Liebeˈliːbə
Herrlicheˈhɛʁlɪçə
!
O
Zauberinˈt͡saʊ̯bəʁɪn
!
Schnellhörende
!
AITHRA
Schweigʃvaɪ̯k
!
Dichdɪç
zut͡suː
rettenˈʁɛtn̩
flogfloːk
ichɪç
herheːɐ̯
!
Sie blickt mit Spannung auf die beiden, welche die Truhe durchwühlen
ERSTE DIENERIN
dasdas
goldeneˈɡɔldənə
Gehäuseɡəˈhɔɪ̯zə
emporhebendɛmˈpoːɐ̯ˌheːbn̩t
Diedaɪ
Fläschchenˈflɛʃçən
beideˈbaɪ̯də
unberührtˈʊnbəˌʁyːɐ̯t
!
freudig
AITHRA
O
unberührtˈʊnbəˌʁyːɐ̯t
!
Nunnuːn
küss'
ichɪç
dichdɪç
vorfoːɐ̯
Freudeˈfʁɔɪ̯də
-
duduː
Geretteteɡəˈʁɛtətə
!
O
hörhøːɐ̯
,
wasvas
michmɪç
iniˈʔɛn
wilderˈvɪldɐ
Hasthast
herjagt
zut͡suː
dirdiːɐ̯
!
dunklen Tones
HELENA
Nichtnɪçt
umʊm
dendeːn
Tranktʁaŋk
bedarfbəˈdaʁf
eseːs
,
dassdas
duduː
fliegendˈfliːɡn̩t
eilstaɪ̯lst
!
Ichɪç
willvɪl
ihniːn
nichtnɪçt
!
Ichɪç
brauch'
ihniːn
nichtnɪçt
!
AITHRA
Verstehfɛɐ̯ˈʃteː
michmɪç
dochdɔx
,
duduː
Lieblicheˈliːplɪçə
!
Diedaɪ
Dirneˈdɪʁnə
dortdɔʁt
,
diedaɪ
lässigeˈlɛsɪɡə
,
ihriːɐ̯
schläferteˈʃlɛːfɐtə
,
sozoː
legteˈleːktə
sieziː
dasdas
Goldgehäuse
iniˈʔɛn
diedaɪ
Truh-'-
zweit͡svaɪ̯
Fläschchenˈflɛʃçən
hälthɛlt
eseːs
:
sieheˈziːə
diedaɪ
,
wieviː
leichtlaɪ̯çt
duduː
diedaɪ
verwechseltestfɛɐ̯ˈvɛksl̩təst
!
ernst
HELENA
Undʊnt
wasvas
enthältɛntˈhɛlt
dasdas
andreˈʔandəʁə
danndan
?
AITHRA
Erinnerungɛɐ̯ˈʔɪnəʁʊŋ
!
Diedaɪ
grässlicheˈɡʁɛslɪçə
,
vonfɔn
derdeːɐ̯
mitmɪt
meinemˈmaɪ̯nəm
letztenˈlɛt͡stn̩
Hauchhaʊ̯x
ichɪç
deineˈdaɪ̯nə
Lippenˈlɪpm̩
wahrenˈvaːʁən
willvɪl
!
feierlich
HELENA
Erinnerungɛɐ̯ˈʔɪnəʁʊŋ
!
ohne ihren Ton zu achten
AITHRA
Derdeːɐ̯
Höllentrank
,
vorfoːɐ̯
demdeːm
wieviː
Giftɡɪft
desdɛs
Tartarus
diedaɪ
Götterˈɡœtɐ
fliehn
,
diedaɪ
Seligenˈzeːˌlɪɡn̩
!
greift nach dem Fläschchen
HELENA
Diesdaɪs
istɪst
-
entzieht ihr's, hebt's hoch empor
AITHRA
O
nichtnɪçt
dendeːn
Duftdʊft
davondaˈfɔn
,
solangzoˈlaŋ
ichɪç
dirdiːɐ̯
eseːs
wehrenˈveːʁən
kannkan
!
sehr bestimmt
HELENA
Diesdaɪs
istɪst
derdeːɐ̯
Tranktʁaŋk
,
dendeːn
ichɪç
bedarfbəˈdaʁf
!
Erinnerungɛɐ̯ˈʔɪnəʁʊŋ
!
AITHRA
Duduː
rufstʁuːfst
dasdas
Wortvɔʁt
,
duduː
Ahnungsloseˈaːnʊŋsloːzə
,
silbernˈzɪlbɐn
hinhɪn
undʊnt
schaffstʃafst
,
wennvɛn
dirsdiːɐ̯s
diedaɪ
Lippeˈlɪpə
netztnɛt͡st
,
dichdɪç
zurt͡suːɐ̯
Lebendig-Toten
umʊm
!
HELENA
Zurt͡suːɐ̯
Tot-Lebendigen
hathat
deindaɪ̯n
Tranktʁaŋk
michmɪç
umgeschaff
en[ˈʔamtsˌhandl̩n]
dieseˈdiːzə
Nachtnaxt
!
AITHRA
Gerettetɡəˈʁɛtət
,
Liebsteˈliːpstə
,
hathat
ereːɐ̯
dichdɪç
vomfɔm
nahenˈnaːən
Todeˈtoːdə
durchdʊʁç
seinzaɪ̯n
Schwertʃveːɐ̯t
!
Besänftigtbəˈzɛnftɪkt
herrlichˈhɛʁlɪç
schliefʃliːf
ereːɐ̯
einaɪ̯n
undʊnt
kannteˈkantə
dichdɪç
fürfyːɐ̯
Helenaˈheˌlena
undʊnt
küssteˈkʏstə
dichdɪç
fürfyːɐ̯
unberührtˈʊnbəˌʁyːɐ̯t
!
HELENA
Ereːɐ̯
kenntkɛnt
michmɪç
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
fremdesˈfʁɛmdəs
Weibvaɪ̯p
,
dasdas
duduː
zurt͡suːɐ̯
Nachtnaxt
ihmiːm
zugeführtˈt͡suːɡəˌfyːɐ̯t
,
undʊnt
wähntvɛːnt
,
dassdas
ereːɐ̯
mitmɪt
mirmiːɐ̯
betrogbəˈtʁoːk
diedaɪ
Helenaˈheˌlena
,
diedaɪ
tottoːt
ereːɐ̯
wähntvɛːnt
-
leise
AITHRA
Duduː
Seligeˈzeːˌlɪɡə
,
sozoː
bistbɪst
dochdɔx
du's
,
diedaɪ
immerˈɪmɐ
wiederˈviːdɐ
siegtziːkt
undʊnt
siegtziːkt
!
HELENA
Diedaɪ
eitleˈaɪ̯tlə
Freudeˈfʁɔɪ̯də
lasslas
dahindaˈhɪn
!
Ichɪç
siegeˈziːɡə
heuteˈhɔɪ̯tə
oderˈoːdɐ
nieniː
undʊnt
hierhiːɐ̯
durchdʊʁç
diesenˈdiːzn̩
Tranktʁaŋk
alleinaˈlaɪ̯n
!
Sie ergreift das Fläschchen ungeachtet Aithras Widerstand
Auf Helenas Wink haben die beiden Dienerinnen aus dem Zeltinnern einen Dreifuss gebracht, darin ein Mischkrug sowie zwei andere Krüge, worin Wein. Unter dem folgenden geschieht das Mischen des Trankes und das Einträufeln des Balsams aus dem Fläschchen von ihnen und Helena zusammen
AITHRA
O
dreifacheˈdʁaɪ̯faxə
Törinˈtøːʁɪn
!
Dendeːn
einzigenˈaɪ̯nt͡sɪɡŋ̩
Balsamˈbalzaːm
,
dendeːn
Tranktʁaŋk
derdeːɐ̯
Götterˈɡœtɐ
verschmähestfɛɐ̯ˈʃmɛːəst
duduː
mirmiːɐ̯
!
HELENA
Gehorchetɡəˈhɔʁçət
undʊnt
mischetˈmɪʃət
,
wasvas
einzigˈaɪ̯nt͡sɪk
mirmiːɐ̯
f
rommt
,
wennvɛn
heisshaɪ̯s
meinmaɪ̯n
Jägerˈjɛːɡɐ
zumt͡sʊm
Zelteˈt͡sɛltə
mirmiːɐ̯
kommtkɔmt
!
schmerzvoll
AITHRA
O
dreifacheˈdʁaɪ̯faxə
Törinˈtøːʁɪn
!
zu den Mischenden und Umgiessenden
HELENA
Undʊnt
nochnɔx
undʊnt
nochnɔx
!
Undʊnt
nichtnɪçt
genugɡəˈnuːk
vomfɔm
dunklenˈdʊŋklən
Tranktʁaŋk
Erinnerungɛɐ̯ˈʔɪnəʁʊŋ
!
AITHRA
Dendeːn
einzigenˈaɪ̯nt͡sɪɡŋ̩
Balsamˈbalzaːm
!
HELENA
Aufaʊ̯f
zucktt͡sʊkt
diedaɪ
Flammeˈflamə
alterˈaltɐ
Qualkvaːl
:
vorfoːɐ̯
ihriːɐ̯
dasdas
Hierhiːɐ̯
wirdvɪʁt
ödøːt
undʊnt
fahlfaːl
!
dringend
AITHRA
Dasdas
süsseˈzyːsə
Vergessenfɛɐ̯ˈɡɛsn̩
!
HELENA
Dochdɔx
wasvas
dahindaˈhɪn
,
das tritt hervor
HELENA
geistmächtig
ausaʊ̯s
demdeːm
dunklenˈdʊŋklən
Tortoːɐ̯
!
verzweifelt
AITHRA
Verschmähestfɛɐ̯ˈʃmɛːəst
duduː
mirmiːɐ̯
?
HELENA
Undʊnt
wasvas
vonfɔn
druntenˈdʁʊntn̩
wiederˈviːdɐ
kommtkɔmt
,
istɪst
einzigˈaɪ̯nt͡sɪk
,
wasvas
demdeːm
Heldenˈhɛldn̩
frommtfʁɔmt
.
HELENAˈheˌlena
undʊnt
DIENERINNENˈdiːnəʁɪnən
Undʊnt
nochnɔx
undʊnt
nochnɔx
!
Undʊnt
nichtnɪçt
genugɡəˈnuːk
vomfɔm
Zaubertrankˈt͡saʊ̯bɐˌtʁaŋk
Erinnerungɛɐ̯ˈʔɪnəʁʊŋ
!
indem sie schnell das goldene Schmuckvisier vor ihr Gesicht fallen lässt
AITHRA
Habetˈhaːbət
achtaxt
!
Altair nähert sich dem Zelt, zwischen den Palmen hervortretend
HELENA
Werveːɐ̯
kommtkɔmt
?
Sie winkt den Dienerinnen, schnell mit den Geräten ins Zeltinnere zu verschwinden
stehenbleibend
ALTAIR
Derdeːɐ̯
begnadetebəˈɡnaːdətə
Vogelsteller
,
demdeːm
derdeːɐ̯
herrlichsteˈhɛʁlɪçstə
Vogelˈfoːɡl̩
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
mitmɪt
rauschendemˈʁaʊ̯ʃn̩dəm
Fittichˈfɪtɪç
flogfloːk
iniˈʔɛn
seinzaɪ̯n
Netznɛt͡s
!
HELENA
O
Wirtvɪʁt
ohnegleichenˈoːnəˈɡlaɪ̯çn̩
!
Welcheˈvɛlçə
Redeˈʁeːdə
!
einen Schritt auf sie zu
ALTAIR
Dieseˈdiːzə
,
diedaɪ
demdeːm
Liebendenˈliːbn̩dən
ziemet
!
HELENA
Mitmɪt
wasvas
fürfyːɐ̯
Schrittenˈʃʁɪtn̩
wagstvaːkst
duduː
zut͡suː
nahn
?
ALTAIR
Mitmɪt
denenˈdeːnən
desdɛs
Jägersˈjɛːɡɐs
,
nahtnaːt
ereːɐ̯
derdeːɐ̯
Hindinˈhɪndɪn
.
HELENA
Wasvas
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
Blickblɪk
?
ALTAIR
Baldbalt
dirdiːɐ̯
derdeːɐ̯
vertrautefɛɐ̯ˈtʁaʊ̯tə
!
Hörsthøːɐ̯st
duduː
diedaɪ
Paukenˈpaʊ̯kn̩
?
Helena lächelt
ALTAIR
Dirdiːɐ̯
zut͡suː
Ehrenˈeːʁən
geb'
ichɪç
einaɪ̯n
Festfɛst
,
einaɪ̯n
nächtlichesˈnɛçtlɪçəs
Gastmahlˈɡastˌmaːl
ohnegleichenˈoːnəˈɡlaɪ̯çn̩
!
dicht bei ihr
ALTAIR
Meineˈmaɪ̯nə
Gastmählerˈɡastˌmɛːlɐ
sindzɪnt
gefährlichɡəˈfɛːɐ̯lɪç
fürfyːɐ̯
landloseˈlantˌloːzə
wanderndeˈvandɐndə
Fürstenˈfʏʁstn̩
-
aberˈaːbɐ
diedaɪ
Schönheitˈʃøːnhaɪ̯t
weissvaɪ̯s
ichɪç
zut͡suː
ehrenˈeːʁən
!
Dasdas
wirstvɪʁst
duduː
erkennenɛɐ̯ˈkɛnən
,
duduː
Ahnungsloseˈaːnʊŋsloːzə
,
duduː
pilgerndeˈpɪlɡɐndə
Unschuldˈʊnˌʃʊlt
!
Helena lacht stärker
ALTAIR
Lacheˈlaxə
nichtnɪçt
,
Herrinˈhɛʁɪn
!
Duduː
hasthast
wenigˈveːnɪk
erlebtɛɐ̯ˈleːpt
,
undʊnt
dürftigesˈdʏʁftɪɡəs
Landlant
nurnuːɐ̯
betretenbəˈtʁeːtn̩
alsals
einesˈaɪ̯nəs
fahrendenˈfaːʁəndn̩
Mannesˈmanəs
scheueˈʃɔɪ̯ə
geduldigeɡəˈdʊldɪɡə
Sklavinˈsklaːfɪn
.
heftig
ALTAIR
Aberˈaːbɐ
einaɪ̯n
Ohne-Land
,
solchzɔlç
einaɪ̯n
Herrhɛʁ
ohneˈoːnə
Knechteˈknɛçtə
darfdaʁf
nichtnɪçt
diedaɪ
Fackelˈfakl̩
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
iniˈʔɛn
seinemˈzaɪ̯nəm
Bettelsack
tragenˈtʁaːɡn̩
:
denndɛn
sieziː
istɪst
stärkerˈʃtɛʁkɐ
alsals
ereːɐ̯
undʊnt
zündetˈt͡sʏndət
ihmiːm
nachtsnaxt͡s
dasdas
Gezelt
anaːˈʔɛn
.
sind unterdessen ohne die Geräte wieder herausgetreten und folgen mit den Augen der Jagd
DIENERINNEN
Heihaɪ̯
!
Diedaɪ
Gazelleɡaˈt͡sɛlə
!
ERSTE DIENERIN
Derdeːɐ̯
Falkeˈfalkə
hathat
sieziː
!
ZWEITE DIENERIN
Sieziː
brichtbʁɪçt
zusamment͡suˈzamən
!
ERSTE DIENERIN
Beideˈbaɪ̯də
zugleicht͡suˈɡlaɪ̯ç
diedaɪ
kühnenˈkyːnən
Reiterˈʁaɪ̯tɐ
stürmenˈʃtʏʁmən
dahindaˈhɪn
!
BEIDE DIENERINNEN
Herrlicheˈhɛʁlɪçə
Jagdjaːkt
!
ALTAIR
Duduː
bistbɪst
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
:
umʊm
einenˈaɪ̯nən
Blickblɪk
deinerˈdaɪ̯nɐ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
schmachtendˈʃmaxtn̩t
imiˈʔɛm
Sandeˈzandə
verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
,
dasdas
überlass'
ichɪç
dendeːn
Knabenˈknaːbn̩
!
Denndɛn
ichɪç
weissvaɪ̯s
andersˈandɐs
zut͡suː
werbenˈvɛʁbm̩
!
HELENA
Hüteˈhyːtə
dichdɪç
,
Fürstfʏʁst
,
duduː
Schnellentflammter
!
hoheitsvoll
HELENA
Überˈyːbɐ
demdeːm
Gastɡaːst
wachenˈvaxn̩
diedaɪ
Götterˈɡœtɐ
,
undʊnt
einenˈaɪ̯nən
jedenˈjeːdn̩
gleichɡlaɪ̯ç
einerˈaɪ̯nɐ
Wolkeˈvɔlkə
hüllenˈhʏlən
sieziː
einaɪ̯n
iniˈʔɛn
seinzaɪ̯n
Geschickɡəˈʃɪk
!
zwischen den Zeltvorhängen halbverborgen, Helena zurufend
AITHRA
Helenaˈheˌlena
,
ichɪç
lacheˈlaxə
!
Deineˈdaɪ̯nə
Bedrängnissebəˈdʁɛŋnɪsə
alleˈalə
,
achax
deineˈdaɪ̯nə
Schmerzenˈʃmɛʁt͡sn̩
sindzɪnt
diedaɪ
Kinderˈkɪndɐ
deinerˈdaɪ̯nɐ
Schönheitˈʃøːnhaɪ̯t
-
undʊnt
sieziː
gleichenˈɡlaɪ̯çn̩
dochdɔx
immerˈɪmɐ
wiederˈviːdɐ
ihrerˈiːʁɐ
goldenenˈɡɔldənən
Mutterˈmʊtɐ
!
jajaː
,
sieziː
glänzenˈɡlɛnt͡sn̩
wieviː
Purpurˈpʊʁpʊʁ
undʊnt
Goldɡɔlt
!
anfangs wie gebannt von ihrer Schönheit
ALTAIR
Flammenˈflamən
undʊnt
Waffenˈvafn̩
stattʃtat
Blumenketten
dichdɪç
zut͡suː
erraffenɛɐ̯ˈʁafn̩
!
Ausaʊ̯s
stürzendenˈʃtʏʁt͡sn̩dən
Städtenˈʃtɛːtn̩
überˈyːbɐ
demdeːm
Brandeˈbʁandə
hochhoːx
derdeːɐ̯
Altanalˈtaːn
-
desdɛs
Herrschersˈhɛʁʃɐs
Zeltt͡sɛlt
:
undʊnt
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
demdeːm
Stärkstenˈʃtɛʁkstn̩
geselltɡəˈzɛlt
!
Helena Schritt für Schritt folgend, indessen sie vor ihm zurückweicht
ALTAIR
Undʊnt
stürbenʃtʏʁbn̩
darüberdaˈʁyːbɐ
Zehntausendeˈt͡seːnˌtaʊ̯zn̩də
hinhɪn
,
verwehefɛɐ̯ˈveːə
ihriːɐ̯
Seufzenˈzɔɪ̯ft͡sn̩
derdeːɐ̯
nächtigeˈnɛçtɪɡə
Windvɪnt
,
verwehefɛɐ̯ˈveːə
ihriːɐ̯
sterbendesˈʃtɛʁbn̩dəs
Stöhnenˈʃtøːnən
!
Diedaɪ
STIMMENˈʃtɪmən
derdeːɐ̯
JÜNGLINGEˈjʏŋlɪŋə
ausserhalb, sehr nahe
ALTAIR
Imiˈʔɛm
Sandeˈzandə
verschmacht'ich
alsals
einaɪ̯n
Verfluchterfɛɐ̯ˈfluːxtɐ
,
derdeːɐ̯
dichdɪç
gesehn
undʊnt
nichtnɪçt
besessenbəˈzɛsn̩
!
Diedaɪ
BEIDENˈbaɪ̯dn̩
DIENERINNENˈdiːnəʁɪnən
lachen hell auf
ALTAIR
Beideˈbaɪ̯də
zugleicht͡suˈɡlaɪ̯ç
werfenˈvɛʁfn̩
dendeːn
Spiessʃpiːs
!
Beideˈbaɪ̯də
treffenˈtʁɛfn̩
!
Herrlicheˈhɛʁlɪçə
Jagdjaːkt
!
ERSTE DIENERIN
Aberˈaːbɐ
wasvas
jetztjɛt͡st
?
Helenaˈheˌlena
,
siehziː
!
voll Staunen
ZWEITE DIENERIN
Sieziː
hebenˈheːbm̩
diedaɪ
Waffenˈvafn̩
!
ERSTE DIENERIN
Derdeːɐ̯
dasdas
Schwertʃveːɐ̯t
!
Menelas
!
ZWEITE DIENERIN
Derdeːɐ̯
dendeːn
Spiessʃpiːs
,
sichzɪç
zut͡suː
wehrenˈveːʁən
!
BEIDE DIENERINNEN
Gegeneinanderɡeːɡn̩ʔaɪ̯ˈnandɐ
gellend
BEIDE DIENERINNEN
Elelelei
!
ERSTE DIENERIN
Dendeːn
Rappenˈʁapm̩
herumhɛˈʁʊm
wirftvɪʁft
Da-ud
!
ZWEITE DIENERIN
Menelas
jagtjaːkt
hinterˈhɪntɐ
ihmiːm
herheːɐ̯
!
ERSTE DIENERIN
Derdeːɐ̯
Rappeˈʁapə
istɪst
schnellerˈʃnɛlɐ
dendeːn
Hügelˈhyːɡl̩
hinanhɪˈnan
!
ZWEITE DIENERIN
Ereːɐ̯
fliegtfliːkt
ihmiːm
nachnaːx
!
ERSTE DIENERIN
Ereːɐ̯
holthoːlt
ihniːn
einaɪ̯n
!
hat sich nach rückwärts zu den Dienerinnen gewendet
AITHRA
Haha
!
Derdeːɐ̯
Abgrundˈapˌɡʁʊnt
hintermˈhɪntɐm
Hügelˈhyːɡl̩
!
Achteˈaxtə
deindaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
!
schreiend
BEIDE DIENERINNEN
Elelelei
!
AITHRA
undʊnt
DIENERINNENˈdiːnəʁɪnən
Ah
!
Ereːɐ̯
stürztʃtʏʁt͡st
!
Wehveː
,
Da-ud
!
Die Hörner hinter der Szene, heftig, blasen die Jagd ab
den trunkenen Blick auf Helena
ALTAIR
Derdeːɐ̯
Knabeˈknaːbə
stürztʃtʏʁt͡st
!
Stürzeˈʃtʏʁt͡sə
ereːɐ̯
hinhɪn
!
Pfeileˈp͡faɪ̯lə
imiˈʔɛm
Köcherˈkœçɐ
,
Söhneˈzøːnə
imiˈʔɛm
Zeltt͡sɛlt
hab'
ichɪç
genugɡəˈnuːk
!
Hörsthøːɐ̯st
duduː
diedaɪ
Paukenˈpaʊ̯kn̩
?
Heuteˈhɔɪ̯tə
nachtnaxt
dirdiːɐ̯
undʊnt
mirmiːɐ̯
undʊnt
keinemkaɪ̯nəm
drittenˈdʁɪtn̩
bereit'
ichɪç
einaɪ̯n
Festfɛst
!
Schwarze bringen von rückwärts auf einem Teppich den toten Da-ud getragen und legen ihn in der Mitte nieder. Altair ist Schritt für Schritt zurück-gewichen und tritt jetzt hinter den äussersten Vorhang des Zeltes. Aithra und die Dienerinnen nähern sich dem Toten. Die Sklaven sind sogleich verschwunden. Helena steht rechts von den sich um Da-ud mühenden Frauen. Menelas, das blosse Krummschwert in der Hand, tritt rechts hervor. Sein Auge ist starr und furchtbar, als verfolge er einen Schritt für Schritt vor ihm zurückweichenden Feind. So dringt er mit schweren Schritten bis gegen die Mitte vor, wie angezogen von Da-uds Gegenwart, aber ohne ihn eigentlich zu sehen. Aithra und die Dienerinnen werden den Herannahenden gewahr und springen erschrocken auf, ihm die Hände in Abwehr entgegenstreckend. Menelas bleibt wie ein Mondsüchtiger vor dem Toten stehen
ihm entgegentretend, ihn sanft anrufend
HELENA
Meinmaɪ̯n
Geliebterɡəˈliːptɐ
!
Menelas
!
wird mit einem Schlage wach und lächelt sie unbefangen an
MENELAS
Helenaˈheˌlena
,
duduː
?
Wieviː
kamstkaːmst
duduː
herheːɐ̯
?
O
Traumgebild
!
HELENA
Diedaɪ
Waffeˈvafə
dadaː
,
diedaɪ
furchtbareˈfʊʁçtbaːʁə
,
gibɡiːp
!
Sie windet ihm sanft das Schwert aus der Hand
lächelnd
MENELAS
Diedaɪ
Waffeˈvafə
hierhiːɐ̯
-
wasvas
sollteˈzɔltə
sieziː
mirmiːɐ̯
?
Er lässt ihr das Schwert
HELENA
Gegenˈɡeːɡn̩
dendeːn
Knabenˈknaːbn̩
,
Gegenˈɡeːɡn̩
dendeːn
Gastfreundˈɡastˌfʁɔɪ̯nt
,
derdeːɐ̯
mitmɪt
dirdiːɐ̯
jagteˈjaːktə
,
hobest
duduː
sieziː
zut͡suː
tödlichemˈtøːtlɪçm̩
Streichʃtʁaɪ̯ç
!
MENELAS
Gegenˈɡeːɡn̩
ihniːn
erhobɛɐ̯ˈhoːp
ichɪç
diedaɪ
Waffeˈvafə
?
Warumvaˈʁʊm
nurnuːɐ̯
?
links hinter dem Zeltvorhang hervorspähend
ALTAIR
Seinzaɪ̯n
Schwertʃveːɐ̯t
wirdvɪʁt
schwingenˈʃvɪŋən
derdeːɐ̯
Mannman
derdeːɐ̯
Schönstenˈʃøːnstn̩
-
sozoː
stehtʃteːt
eseːs
geschriebenɡəˈʃʁiːbm̩
-
bisbɪs
ihniːn
erreichetɛɐ̯ˈʁaɪ̯çət
dasdas
stärkereˈʃtɛʁkəʁə
Schwertʃveːɐ̯t
!
HELENA
Duduː
wolltestˈvɔltəst
,
dag
iniˈʔɛn
diesemˈdiːzm̩
Knabenˈknaːbn̩
Parispaˈʁiːs
vonfɔn
Trojaˈtʁoːja
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
stürbeˈʃtʏʁbə
.
liebt erschrocken die Hände überm Kopf
MENELAS
Jajaː
,
ereːɐ̯
reckteˈʁɛktə
frechfʁɛç
undʊnt
verwegenfɛɐ̯ˈveːɡn̩
ereːɐ̯
sinntzɪnt
nachnaːx
seineˈzaɪ̯nə
Armeˈaʁmə
nachnaːx
-
HELENA
denndɛn
diesdaɪs
istɪst
derdeːɐ̯
einzigeˈaɪ̯nt͡sɪɡə
Wegveːk
nahezukommen
-
Menelas
-
sageˈzaːɡə
mirmiːɐ̯
wemveːm
?
MENELAS
ihriːɐ̯
,
diedaɪ
tottoːt
istɪst
undʊnt
allenˈælən
Totenˈtoːtn̩
,
diedaɪ
umʊm
michmɪç
starbenˈʃtaʁbn̩
unbedanktˈʊnbəˌdaŋkt
!
HELENA
Ihriːɐ̯
,
diedaɪ
lebtleːpt
undʊnt
beibaɪ̯
derdeːɐ̯
zut͡suː
bleibenˈblaɪ̯bm̩
einzigˈaɪ̯nt͡sɪk
trachtetˈtʁaxtət
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
,
michmɪç
verschmähendfɛɐ̯ˈʃmɛːənt
-
denndɛn
sieziː
undʊnt
nichtnɪçt
ichɪç
-
sieziː
istɪst
deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
!
starrt sie mit dem Ausdruck höchsten Entsetzens an, dann fährt er langsam mit der Hand über die Stirn, wie um Vergangenes sich aus dem Gedächtnis zu streichen und wendet sich traurig zu dem toten Da-ud, den Schwarze von der Erde gehoben und nun ihn haltend, regungslos dastehen
MENELAS
Unterˈʊntɐ
geschlossenemɡəˈʃlɔsənəm
Lidliːt
straftʃtʁaːft
michmɪç
deindaɪ̯n
brechendesˈbʁɛçn̩dəs
Augeˈaʊ̯ɡə
!
Aberˈaːbɐ
meinmaɪ̯n
Freundfʁɔɪ̯nt
-
dahindaˈhɪn
ereːɐ̯
dichdɪç
sandteˈzantə
-
dendeːn
gleichenˈɡlaɪ̯çn̩
Wegveːk
gehetˈɡeːət
nunnuːn
Menelas
auchaʊ̯x
.
HELENA
Duduː
aberˈaːbɐ
bedarfstbəˈdaʁfst
einenˈaɪ̯nən
heiligenˈhaɪ̯lɪɡn̩
Tranktʁaŋk
,
einenˈaɪ̯nən
gewaltigɡəˈvaltɪk
starkenˈʃtaʁkn̩
!
Dendeːn
hab'
ichɪç
imiˈʔɛm
Zeltt͡sɛlt
!
Helena winkt den Dienerinnen, die mit dem Mischkrug und den kleineren Krügen herantreten und mit fürchterlichem Ernst unter streng vorgeschriebenen Gebärden und Handreichungen das unterbrochene Werk der Bereitung des Trankes fortsetzen. Indem die Dienerinnen in rhythmisch wiederkehrenden Abständen Helena den Mischkrug reichen, träufelt diese aus dem Fläschchen den Zaubersaft hinein
zu Helena
AITHRA
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
umgibtʊmˈɡiːpt
dichdɪç
!
Nichtnɪçt
jetztjɛt͡st
dendeːn
Tranktʁaŋk
,
eseːs
istɪst
nichtnɪçt
diedaɪ
Stundeˈʃtʊndə
:
ichɪç
warneˈvaʁnə
dichdɪç
!
von der Arbeit aufsehend, nach hinten horchend
ERSTE DIENERIN
Wahreˈvaːʁə
dichdɪç
,
Herrinˈhɛʁɪn
,
hörsthøːɐ̯st
duduː
diedaɪ
Paukeˈpaʊ̯kə
?
Altairsalˈtaːɪʁs
Festeˈfɛstə
sindzɪnt
gefährlichɡəˈfɛːɐ̯lɪç
!
ZWEITE DIENERIN
Seineˈzaɪ̯nə
verschnittenenfɛɐ̯ˈʃnɪtənən
Knechteˈknɛçtə
unterˈʊntɐ
demdeːm
weibischenˈvaɪ̯bɪʃn̩
Kleidklaɪ̯t
tragenˈtʁaːɡn̩
sieziː
Panzerˈpant͡sɐ
undʊnt
schmeidige
Klingenˈklɪŋən
!
AITHRA
Ichɪç
warneˈvaʁnə
dichdɪç
!
ist mit dem Mischen des Trankes fertig
HELENA
Aithra
,
schweigeˈʃvaɪ̯ɡə
!
Jetztjɛt͡st
undʊnt
hierhiːɐ̯
beginnetbəˈɡɪnət
Helenasˈhɛlena
Festfɛst
!
Während links die Zeremonie des Mischens vor sich geht, haben rechts Schwarze Menelas umgeben, ihm den Panzer abgeschnallt, setzen ihm eine funkelnde Tiara auf. Es ist indessen im Bereich des Zeltes dunkel geworden, von draussen her naht Halbhelle vor Mondaufgang. Links leuchten Sklavinnen, rechts schwarze Sklaven zu den beiden Zeremonien. Die zum Fest ladende Pauke scheint sich indessen zu nähern. Das Annahen von Menschen, die Einholung zum Fest wird fühlbar. Draussen wird die Spitze des Zuges sichtbar. Gestalten in prächtigen Gewändern, mannweibisch, die Hälfte des Gesichtes verhüllt, Schwarze und Weisse vermischt. Etliche tragen Lanzen in den Händen. Hinten im Zug werden Banner sichtbar sowie die dröhnende Pauke
vor dem Zelt auf den Knien
DIE SKLAVEN
Diedaɪ
wirviːɐ̯
zumt͡sʊm
Festeˈfɛstə
dichdɪç
ladenˈlaːdn̩
,
empfangeɛmˈp͡faŋə
diedaɪ
Botenˈboːtn̩
iniˈʔɛn
Gnadenˈɡnaːdn̩
!.
Liebessklaven
-
o
rasendeˈʁaːzn̩də
Schickungˈʃɪkʊŋ
,
qualgeschieden
vomfɔm
Reichʁaɪ̯ç
derdeːɐ̯
Entzückungɛntˈt͡sʏkʊŋ
!
AITHRA
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
istɪst
nahnaː
!
Wirviːɐ̯
müssenˈmʏsn̩
unsʊns
wahrenˈvaːʁən
!
Allaːʔɛlˈʔɛl
unsererˈʊnzəʁɐ
Sinneˈzɪnə
bedürfenbəˈdʏʁfn̩
wirviːɐ̯
jetztjɛt͡st
!
Lasslas
dendeːn
Tranktʁaŋk
!
DIE SKLAVEN
Wächterˈvɛçtɐ
derdeːɐ̯
seligenˈzeːˌlɪɡn̩
Stundeˈʃtʊndə
,
wirviːɐ̯
unausdenklich
Betrübtenbəˈtʁyːptn̩
!
Ausaʊ̯s
unseremˈʊnzəʁəm
weibischenˈvaɪ̯bɪʃn̩
Mundeˈmʊndə
höreˈhøːʁə
dendeːn
Schreiʃʁaɪ̯
desdɛs
Verliebtenfɛɐ̯ˈliːptn̩
:
Imiˈʔɛm
Sandeˈzandə
verschmacht'ich
alsals
Verfluchterfɛɐ̯ˈfluːxtɐ
,
derdeːɐ̯
dichdɪç
gesehenɡəˈzeːən
undʊnt
nichtnɪçt
besessenbəˈzɛsn̩
!
leises, fernes Donnern
zur ersten Dienerin
AITHIRA
Dasdas
Ohroːɐ̯
anaːˈʔɛn
dendeːn
Bodenˈboːdn̩
!
Wasvas
erhorchstɛɐ̯ˈhɔʁçst
duduː
?
Poseidonpoˈzaɪ̯dɔn
,
höreˈhøːʁə
!
Aithra
ruftʁuːft
!
tritt zu den Sklaven
HELENA
Zurückt͡suˈʁʏk
undʊnt
harretˈhaʁət
anaːˈʔɛn
derdeːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
,
bisbɪs
manman
euchɔɪ̯ç
ruftʁuːft
.
Die Sklaven werfen sich nieder, die Stirnen in den Staub. Auf einen Wink Helenas ziehen die Dienerinnen den Zeltvorhang zu
ERSTE DIENERIN
zut͡suː
Aithra
Einaɪ̯n
Rollenˈʁɔlən
hör'
ichɪç
vonfɔn
Meereswogen
,
alsals
stürzeˈʃtʏʁt͡sə
Springflutˈʃpʁɪŋfluːt
insɪns
innereˈɪnəʁə
Landlant
.
zur zweiten Dienerin
HELENA
Desdɛs
Königsˈkøːnɪks
Schwertʃveːɐ̯t
!
AITHRA
Dasdas
sindzɪnt
diedaɪ
Meinenˈmaɪ̯nn̩
!
Helenaˈheˌlena
,
hörsthøːɐ̯st
duduː
?
Rosseˈʁɔsə
undʊnt
Reiterˈʁaɪ̯tɐ
ausaʊ̯s
derdeːɐ̯
Kraftkʁaft
desdɛs
Meeresˈmeːʁəs
:
Poseidonpoˈzaɪ̯dɔn
schicktʃɪkt
mirmiːɐ̯
diedaɪ
herrlicheˈhɛʁlɪçə
Scharʃaːɐ̯
!
HELENA
Menelas
,
sieheˈziːə
deindaɪ̯n
Schwertʃveːɐ̯t
!
Eine der stummen Sklavinnen geht ins Zeltinnere und bringt das Schwert. Helena winkt ihr, es über sich zu halten, wobei die Sklavin ihr Haupt verhüllt. Hierauf enthüllt sie den Becher, den eine andere der Sklavinnen ihr gereicht hat
MENELAS
Dendeːn
Becherˈbɛçɐ
seh'
ichɪç
,
dendeːn
duduː
mirmiːɐ̯
bringstbʁɪŋst
!
aussen
DIE SKLAVEN
Wehveː
demdeːm
Unterliegendenˈʊntɐˌliːɡn̩dən
,
dendeːn
diedaɪ
Träneˈtʁɛːnə
nässteˈnɛstə
!
Wehveː
demdeːm
Ausgeschlossenenˈaʊ̯sɡəˌʃlɔsənən
vomfɔm
Lebensfeste
!
Ah-hu
!
Ah-hu
!
Ah-hu
!
indem sie den Becher hinhält und ihn aus dem kleinen Kruge füllen lässt
HELENA
Störeˈʃtøːʁə
michmɪç
nichtnɪçt
!
AITHRA
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
istɪst
naheˈnaːə
!
Rettungˈʁɛtʊŋ
auchaʊ̯x
!
Wahreˈvaːʁə
deindaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
,
duduː
wagstvaːkst
zuviel
!
HELENA
Allesˈaləs
wageˈvaːɡə
ichɪç
jetztjɛt͡st
!
AITHRA
Vomfɔm
lieblichenˈliːplɪçn̩
Lotosˈloːtɔs
einenˈaɪ̯nən
Becherˈbɛçɐ
undʊnt
lebetˈleːbət
seligˈzeːlɪk
heuteˈhɔɪ̯tə
wieviː
gesternˈɡɛstɐn
immerˈɪmɐ
aufsaʊ̯fs
neunɔɪ̯
!
vortretend
MENELAS
Weibvaɪ̯p
,
tritttʁɪt
hinwegˈhɪnˌveːk
!
Unnahbareʊnˈnaːbaːʁə
Stundeˈʃtʊndə
hebtheːpt
jetztjɛt͡st
anaːˈʔɛn
!
Aithra und ihre Dienerinnen kauern rechts hin, verhüllen sich. vor Helena hintretend
MENELAS
Helenaˈheˌlena
-
oderˈoːdɐ
wieviː
ichɪç
sonstzɔnst
dichdɪç
nenneˈnɛnə
-
,
Zaubergebild
,
mirmiːɐ̯
zumt͡sʊm
letztenˈlɛt͡stn̩
Grussɡʁuːs
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
gesendetɡəˈzɛndət
,
michmɪç
zut͡suː
tröstenˈtʁøːstn̩
bistbɪst
duduː
dortdɔʁt
aufaʊ̯f
diedaɪ
Inselˈɪnzl̩
gekommenɡəˈkɔmən
.
Umʊm
dendeːn
verlorenenfɛɐ̯ˈloːʁənən
Mannman
,
derdeːɐ̯
mitmɪt
derdeːɐ̯
furchtbarenˈfʊʁçtbaːʁən
Waffeˈvafə
rechtmässigˈʁɛçtˌmɛːsɪç
grausamˈɡʁaʊ̯ˌzaːm
seinesˈzaɪ̯nəs
Schicksalsˈʃɪkˌz̥aːls
Gefährtinɡəˈfɛːɐ̯tɪn
ermordetɛɐ̯ˈmɔʁdət
,
schlangest
duduː
sanftzanft
deinenˈdaɪ̯nən
Armaʁm
-
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Nachtnaxt
ihmiːm
gegebenɡəˈɡeːbm̩
.
Reinigerin
!
Undʊnt
nunnuːn
stehstʃteːst
duduː
vorfoːɐ̯
mirmiːɐ̯
undʊnt
reichstʁaɪ̯çst
mirmiːɐ̯
dendeːn
Becherˈbɛçɐ
undʊnt
wennvɛn
derdeːɐ̯
Tranktʁaŋk
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Adernˈaːdɐn
durchfliessen
wirdvɪʁt
,
binbɪn
ichɪç
einaɪ̯n
Toterˈtoːtɐ
.
HELENA
Warumvaˈʁʊm
machtmaxt
dichdɪç
diesdaɪs
lächelnˈlɛçl̩n
?
Duduː
lächeltestˈlɛçl̩təst
jetztjɛt͡st
wieviː
einaɪ̯n
Knabeˈknaːbə
!
MENELAS
Weilvaɪ̯l
ichɪç
gedenkeɡəˈdɛŋkə
,
dassdas
Ehegattenˈeːəɡatn̩
derdeːɐ̯
Todtoːt
nichtnɪçt
scheidetˈʃaɪ̯dət
,
o
Herrinˈhɛʁɪn
!
HELENA
Sozoː
völligˈfœlɪk
gehörestɡəˈhøːʁəst
duduː
jenerˈjeːnɐ
?
MENELAS
Warumvaˈʁʊm
zitterstˈt͡sɪtɐst
duduː
dadaː
?
HELENA
Sollzɔl
ichɪç
dichdɪç
aufaʊ̯f
immerˈɪmɐ
verlierenfɛɐ̯ˈliːʁən
?
MENELAS
Hasthast
duduː
michmɪç
jemalsˈjeːmals
besessenbəˈzɛsn̩
?.
Laglaːk
michmɪç
derdeːɐ̯
Totenˈtoːtn̩
undʊnt
lebeˈleːbə
!
Helena führt den Becher an die Lippen
MENELAS
Nichtnɪçt
netzeˈnɛt͡sə
diedaɪ
Lippenˈlɪpm̩
,
mirmiːɐ̯
istɪst
ereːɐ̯
bestimmtbəˈʃtɪmt
!
HELENA
Duduː
trinksttʁɪŋkst
eseːs
derdeːɐ̯
andernˈandɐn
-
ichɪç
trinkeˈtʁɪŋkə
mitmɪt
dirdiːɐ̯
!
Sie trinkt und hält dann den Becher empor
MENELAS
Dendeːn
Todestrank
mirmiːɐ̯
!
oderˈoːdɐ
ichɪç
sterbeˈʃtɛʁbə
durchdʊʁç
diesesˈdiːzəs
Schwertʃveːɐ̯t
!
ihm den Trank bietend
HELENA
Beibaɪ̯
jenerˈjeːnɐ
Nachtnaxt
,
derdeːɐ̯
keuschenˈkɔɪ̯ʃn̩
einzigˈaɪ̯nt͡sɪk
einenˈaɪ̯nən
,
diedaɪ
einmalˈaɪ̯nmaːl
kamkaːm
,
aufaʊ̯f
ewigˈeːvɪk
unsʊns
zut͡suː
einenˈaɪ̯nən
-
beibaɪ̯
jenenˈjeːnən
fürchterlichenˈfʏʁçtɐlɪçn̩
Nächtenˈnɛçtn̩
,
dadaː
duduː
imiˈʔɛm
Zelteˈt͡sɛltə
dichdɪç
nachnaːx
mirmiːɐ̯
verzehrtestˌfɛɐ̯ˈt͡seːɐ̯təst
für sich
MENELAS
Welcheˈvɛlçə
Worteˈvɔʁtə
ausaʊ̯s
diesemˈdiːzm̩
Mundeˈmʊndə
!
Unverrückt
,
ihriːɐ̯
ewigenˈeːvɪɡn̩
Götterˈɡœtɐ
,
lasstlast
meinenˈmaɪ̯nn̩
Sinnzɪn
!
HELENA
Beibaɪ̯
jenerˈjeːnɐ
Flammennacht
,
dadaː
duduː
michmɪç
zut͡suː
dirdiːɐ̯
rissestˈʁɪsəst
undʊnt
michmɪç
zut͡suː
küssenˈkʏsn̩
strengeˈʃtʁɛŋə
dirdiːɐ̯
verwehrtestfɛɐ̯ˈveːɐ̯təst
-
undʊnt
beibaɪ̯
derdeːɐ̯
heutigenˈhɔɪ̯tɪɡn̩
endlichˈɛntlɪç
,
dadaː
duduː
kamest
,
ausaʊ̯s
meinerˈmaɪ̯nɐ
Handhant
dendeːn
Tranktʁaŋk
desdɛs
Wissensˈvɪsn̩s
nahmest
:
mit grosser Erhebung
HELENA
beibaɪ̯
ihriːɐ̯
,
diedaɪ
michmɪç
aufaʊ̯f
s
neunɔɪ̯
dirdiːɐ̯
schenktʃɛŋkt
,
trinktʁɪŋk
hierhiːɐ̯
,
wovoː
meineˈmaɪ̯nə
Lippeˈlɪpə
sichzɪç
getränktɡəˈtʁɛŋkt
.
nachdem er den Becher geleert, in einem jähen Aufschrei
MENELAS
Werveːɐ̯
stehtʃteːt
vorfoːɐ̯
mirmiːɐ̯
?
Ereːɐ̯
greiftɡʁaɪ̯ft
nachnaːx
demdeːm
Schwertʃveːɐ̯t
.
lächelnd
HELENA
Aithra
!
Ereːɐ̯
wirdvɪʁt
michmɪç
tötenˈtøːtn̩
!
springt auf die Bühne
AITHRA
Helenaˈheˌlena
!
Lebeˈleːbə
!
Sieziː
bringenˈbʁɪŋən
deindaɪ̯n
Kindkɪnt
!
lässt das Schwert sinken und starrt Helena an
MENELAS
Tot-Lebendige
!
Lebendig-Tote
!
Dichdɪç
seh'
ichɪç
,
wieviː
nieniː
einaɪ̯n
sterblicherˈʃtɛʁplɪçɐ
Mannman
seinzaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
nochnɔx
sahzaː
!
Er wirft das Schwert weg und streckt die Arme nach ihr wie nach einem Schatten. Helena blickt ihn voll an
MENELAS
Ewigˈeːvɪk
erwähltɛɐ̯ˈvɛːlt
vonfɔn
diesemˈdiːzm̩
Blickblɪk
!
Vollvermählt
,
o
grossesˈɡʁɔsəs
Geschickɡəˈʃɪk
!
Ohoː
,
wieviː
naheˈnaːə
Unnahbareʊnˈnaːbaːʁə
scheinestˈʃaɪ̯nəst
,
beideˈbaɪ̯də
zut͡suː
einerˈaɪ̯nɐ
nunnuːn
dichdɪç
vereinestfɛɐ̯ˈʔaɪ̯nəst
:
Herrlicheˈhɛʁlɪçə
duduː
!
Ungetreue
,
ewigˈeːvɪk
eineˈaɪ̯nə
ewigˈeːvɪk
neueˈnɔɪ̯ə
!
Ewigˈeːvɪk
Geliebteɡəˈliːptə
!
Einzigeˈaɪ̯nt͡sɪɡə
Näheˈnɛːə
!
Wieviː
ichɪç
dichdɪç
fasseˈfasə
,
wieviː
ichɪç
iniˈʔɛn
dirdiːɐ̯
vergehefɛɐ̯ˈɡeːə
!
AITHRA
Ohneˈoːnə
diedaɪ
Leidenˈlaɪ̯dn̩
,
wasvas
wärstvɛːɐ̯st
duduː
gewesenɡəˈveːzn̩
,
ohneˈoːnə
diedaɪ
beidenˈbaɪ̯dn̩
herrlichenˈhɛʁlɪçn̩
Wesenˈveːzn̩
?
Ohneˈoːnə
diedaɪ
deineˈdaɪ̯nə
Ungetreue
,
ewigˈeːvɪk
eineˈaɪ̯nə
ewigˈeːvɪk
neueˈnɔɪ̯ə
?
HELENA
Deineˈdaɪ̯nə
,
deineˈdaɪ̯nə
Ungetreue
schwebendˈʃveːbn̩t
übermˈyːbɐm
Gefildeɡəˈfɪldə
derdeːɐ̯
Reueˈʁɔɪ̯ə
!
mit seinen Sklaven, welche Dolche schwingen, dringt durch die seitlichen Zeltvorhänge jäh herein
ALTAIR
Zut͡suː
mirmiːɐ̯
dasdas
Weibvaɪ̯p
!
Iniˈʔɛn
Kettenˈkɛtn̩
dendeːn
Mannman
!
Ereːɐ̯
brachbʁaːx
dasdas
Gastrechtˈɡastˌʁɛçt
raffetˈʁafət
ihniːn
hinhɪn
!
Die Sklaven bemächtigen sich Helenas und Menelas und reissen sie auseinander. Hinter dem Zelt erhebt sich ein dumpfes Klirren, immer gewaltiger, als schüttle ein Sturm einen Wald von Eisen
jubelnd
AITHRA
Dasdas
sindzɪnt
die-
Meinenˈmaɪ̯nn̩
!
Helenaˈheˌlena
-
Heilhaɪ̯l
!
Aithra reisst den Zeltvorhang zurück. Draussen im vollen Mond steht wie eine Mauer eine Schar Gepanzerter in blauem Stahl, die Gesichter vom Visier verhüllt, die Arme über den Heft des blossen Schwertes gekreuzt, die Schwerter auf den Boden gestützt. Im Halbkreis, den sie bilden, mittelst auf einem weissen Ross das Kind Hermione, völlig in Goldstoff gekleidet
höchst gewichtig, ohne sich zu regen
DIE GEPANZERTEN
Niederˈniːdɐ
iniˈʔɛn
Staubʃtaʊ̯p
!
Zitterndˈt͡sɪtɐnt
entfleuchɛntˈflɔɪ̯ç
!
Oderˈoːdɐ
wirviːɐ̯
stürzenˈʃtʏʁt͡sn̩
wieviː
Blitzeˈblɪt͡sə
aufaʊ̯f
euchɔɪ̯ç
!
in der Mitte, ihr Antlitz enthüllend
AITHRA
Aithra
istɪst
dadaː
!
Böserˈbøːzɐ
Knechtknɛçt
!
Unbotmässiger
wilderˈvɪldɐ
Vasallvaˈzal
!
mit den Seinen sich in den Staub werfend
ALTAIR
Aithra
!
Weheˈveːə
!
Wehveː
!
Altairalˈtaːɪʁ
!
AITHRA
Helenaˈheˌlena
!
Sieheˈziːə
!
Sieziː
bringenˈbʁɪŋən
deindaɪ̯n
Kindkɪnt
!
Das Kind Hermione wird von zwei Gewappneten vom Pferde gehoben und tritt heran
bleibt in der Mitte auf einen Wink Aithras stehen, das volle Licht fällt auf sie, in ihrem goldenen Gewand und goldenem Haar gleicht sie einer kleinen Göttin
HERMIONE
Vaterˈfaːtɐ
,
wovoː
istɪst
meineˈmaɪ̯nə
schöneˈʃøːnə
Mutterˈmʊtɐ
?
den Blick trunken auf Helena geheftet
MENELAS
Wieviː
duduː
aufaʊ̯f
s
neueˈnɔɪ̯ə
diedaɪ
Nachtnaxt
durchglänzest
,
wieviː
jungerˈjʊŋɐ
Mondmoːnt
dichdɪç
schwebendˈʃveːbn̩t
ergänzestɛɐ̯ˈɡɛnt͡səst
!
er wendet sich gegen das Kind
MENELAS
O
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
,
glücklichesˈɡlʏklɪçəs
Kindkɪnt
!
Welchvɛlç
eineˈaɪ̯nə
Mutterˈmʊtɐ
bring'
ichɪç
dirdiːɐ̯
heimhaɪ̯m
!
Zwei der Gepanzerten heben Hermione wieder in den Sattel. Zugleich werden die für Menelas und Helena bestimmten beiden herrlich gezäumten Pferde vorgeführt
MENELAS
HELENAˈheˌlena
undʊnt
MENELAS
Gewogeneɡəˈvoːɡənə
Lüfteˈlʏftə
,
führtfyːɐ̯t
unsʊns
zurückt͡suˈʁʏk
heiligerˈhaɪ̯lɪɡɐ
Sterneˈʃtɛʁnə
segnendeˈzeːɡnəndə
Scharʃaːɐ̯
!
Hohenˈhoːən
Palastespaˈlastəs
dauerndesˈdaʊ̯ɐndəs
Tortoːɐ̯
öffneˈœfnə
sichzɪç
tönendˈtøːnənt
demdeːm
ewigenˈeːvɪɡn̩
Paarpaːɐ̯
!
Indem sich Helena und Menelas anschicken, die Pferde zu besteigen, fällt der Vorhang