Lyric Companion
← Library
Lortzing, Albert · opera

Der Waffenschmied

Der Waffenschmied Lortzing, Albert · opera
Lortzing, Albert

Der Waffenschmied

Full Libretto
Source
ERSTER AUFZUG
Ouvertüre
Stadingers Werkstätte mit Öfen, Ambossen und sonstigen Schmiedegerätschaften
Durch die im Hintergrund befindlichen Fenster erblickt man eine reizende Landschaft nebst einem Teil der Stadt, von der Abendsonne beleuchtet. Rechts und links Seitentüren, die ins Innere des Hauses führen. Der Haupteingang ist im Hintergrund
ERSTER AUFTRITT
Der Graf
Gesellen, bei der Arbeit beschäftigt; später Georg
Nr. 1 - Introduktion
GESELLEN
Sprüheˈʃpʁyːə
,
Flammeˈflamə
!
Glüheˈɡlyːə
,
Eisenˈaɪ̯zn̩
!
Dassdas
desdɛs
Feuersˈfɔɪ̯ɐs
Hammers
GESELLEN
Allgewalt
dichdɪç
nachnaːx
hergebrachtenˈheːɐ̯ɡəˌbʁaxtn̩
Weisenˈvaɪ̯zn̩
fügsamˈfyːkzaːm
macheˈmaxə
alsobaldalsˈbalt
.
Manneskraftˈmanəsˌkʁaft
rüstigˈʁʏstɪk
schafftʃaft
,
wasvas
desdɛs
Heldenˈhɛldn̩
Brustbʁʊst
beschütztbəˈʃʏt͡st
;
bringtbʁɪŋt
unsʊns
Ehr'
,
wennvɛn
diedaɪ
Wehrveːɐ̯
,
wennvɛn
diedaɪ
blankeˈblaŋkə
Waffeˈvafə
blitztblɪt͡st
.
Hammerschlagˈhamɐˌʃlaːk
,
Ambossklang
,
unserˈʊnzɐ
Liedliːt
undʊnt
Gesangɡəˈzaŋ
!
als Schmiedegeselle gekleidet
GRAF
Sieziː
liebtliːpt
michmɪç
wahrvaːɐ̯
undʊnt
innigˈɪnɪk
,
undʊnt
dochdɔx
quältkvɛːlt
Argwohnˈaʁkˌvoːn
michmɪç
,
dassdas
sie's
auchaʊ̯x
ernstlichˈɛʁnstlɪç
meineˈmaɪ̯nə
,
wennvɛn
liebeflehend
ichɪç
imiˈʔɛm
Ritterschmuck
erscheineɛɐ̯ˈʃaɪ̯nə
.
ebenfalls als Schmiedegeselle gekleidet, zur Haupttür hastig eintretend
GEORG
Heheː
,
Konradˈkɔnʁaːt
!
GRAF
Wasvas
gibt's
?
leise zum Grafen
GEORG
'ne
Neuigkeitˈnɔɪ̯ɪkkaɪ̯t
:
Nichtnɪçt
weitvaɪ̯t
vonfɔn
hierhiːɐ̯
,
dadaː
hälthɛlt
einaɪ̯n
Wagenˈvaːɡn̩
,
ichɪç
höreˈhøːʁə
fragenˈfʁaːɡn̩
undʊnt
schauʃaʊ̯
hineinhɪˈnaɪ̯n
;
werveːɐ̯
,
denkeˈdɛŋkə
ichɪç
,
kannkan
dasdas
wohlvoːl
seinzaɪ̯n
?
GRAF
Sozoː
sprichʃpʁɪç
:
Werveːɐ̯
war's
?
GEORG
Dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
vonfɔn
Katzenstein
,
Eureˈɔɪ̯ʁə
Brautbʁaʊ̯t
.
GRAF
Holhoːl
sieziː
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
GEORG
Sieziː
zwingtt͡svɪŋt
amaːm
Endeˈɛndə
dochdɔx
Euchɔɪ̯ç
nochnɔx
insɪns
Ehejoch
.
auffahrend
GRAF
Wohlanvolˈʔan
,
eseːs
seizaɪ̯
beschlossenbəˈʃlɔsn̩
:
Geendetɡəˈʔɛndət
wirdvɪʁt
dasdas
Spielʃpiːl
.
Beibaɪ̯
meinemˈmaɪ̯nəm
Barteˈbaʁtə
schwörʃvøːɐ̯
ichɪç
-
leise ihm zuflüsternd
GEORG
Dendeːn
habthaːpt
Ihriːɐ̯
abgeschnittenˈapɡəˌʃnɪtn̩
.
GRAF
Beibaɪ̯
meinesˈmaɪ̯nəs
Stammesˈʃtaməs
Ehreˈeːʁə
undʊnt
echtemˈɛçtəm
Rittersinn
:
Morgenˈmɔʁɡn̩
umʊm
dieseˈdiːzə
Stundeˈʃtʊndə
weissvaɪ̯s
ichɪç
,
woranvoˈʁan
ichɪç
binbɪn
.
vortretend
EIN GESELLE
Sozoː
redetˈʁeːdət
dochdɔx
nurnuːɐ̯
leiserˈlaɪ̯zɐ
;
ihriːɐ̯
wisstvɪst
jajaː
,
dassdas
derdeːɐ̯
Meisterˈmaɪ̯stɐ
dadaː
drinnenˈdʁɪnən
jetztjɛt͡st
studiertʃtuˈdiːɐ̯t
undʊnt
Medizinmediˈt͡siːn
traktierttʁakˈtiːɐ̯t
.
GEORG
's
wärvɛːr
Verbrechenfɛɐ̯ˈbʁɛçn̩
,
ihniːn
zut͡suː
störenˈʃtøːʁən
;
keinenˈkaɪ̯nən
Lautlaʊ̯t
mehrmeːɐ̯
sollzɔl
ereːɐ̯
hörenˈhøːʁən
.
Gehetˈɡeːət
leiseˈlaɪ̯zə
anaːˈʔɛn
diedaɪ
Arbeitˈaʁbaɪ̯t
,
aufaʊ̯f
,
dassdas
unsʊns
keinkaɪ̯n
Vorwurfˈfoːɐ̯ˌvʊʁf
triffttʁɪft
.
Gehtɡeːt
leiseˈlaɪ̯zə
anaːˈʔɛn
diedaɪ
Arbeitˈaʁbaɪ̯t
,
leiseˈlaɪ̯zə
!
Sie fangen mit grossem Geräusch wieder an zu hämmern
GESELLEN
Sprüheˈʃpʁyːə
,
Flammeˈflamə
!
Glüheˈɡlyːə
,
Eisenˈaɪ̯zn̩
!
Dassdas
desdɛs
Feuersˈfɔɪ̯ɐs
Hammers
GESELLEN
Allgewalt
dichdɪç
nachnaːx
hergebrachtenˈheːɐ̯ɡəˌbʁaxtn̩
Weisenˈvaɪ̯zn̩
fügsamˈfyːkzaːm
macheˈmaxə
alsobaldalsˈbalt
.
Manneskraftˈmanəsˌkʁaft
rüstigˈʁʏstɪk
schafftʃaft
,
wasvas
desdɛs
Heldenˈhɛldn̩
Brustbʁʊst
beschütztbəˈʃʏt͡st
;
bringtbʁɪŋt
unsʊns
Ehr'
,
wennvɛn
diedaɪ
Wehrveːɐ̯
,
wennvɛn
diedaɪ
blankeˈblaŋkə
Waffeˈvafə
blitztblɪt͡st
.
Hammerschlagˈhamɐˌʃlaːk
,
Ambossklang
,
unserˈʊnzɐ
Liedliːt
undʊnt
Gesangɡəˈzaŋ
.
ZWEITER AUFTRITT
Die Vorigen. Stadinger mit grossen Medizingläsern und Kräutertüten von der Seite
STADINGER
Bringtbʁɪŋt
eiligˈaɪ̯lɪk
Huthuːt
undʊnt
Mantelˈmantl̩
mirmiːɐ̯
,
ichɪç
mussmʊs
dasdas
Haushaʊ̯s
verlassenfɛɐ̯ˈlasn̩
.
Darumˈdaːʁʊm
,
Georgˈɡeːɔʁk
,
befehlbəˈfeːl
ichɪç
dirdiːɐ̯
,
genauɡəˈnaʊ̯
mirmiːɐ̯
aufzupassenˈaʊ̯ft͡suˌpasn̩
,
dassdas
derdeːɐ̯
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
nichtnɪçt
etwaˈɛtva
-
wie's
öftermalen
schonʃoːn
geschahɡəˈʃaː
-
wagtvaːkt
,
zut͡suː
verliebtenfɛɐ̯ˈliːptn̩
Streichenˈʃtʁaɪ̯çn̩
sichzɪç
hierhiːɐ̯
insɪns
Haushaʊ̯s
zut͡suː
schleichenˈʃlaɪ̯çn̩
.
Duduː
treibsttʁaɪ̯pst
ihniːn
fortfoːɐ̯
;
wennvɛn
ereːɐ̯
sichzɪç
wehrtveːɐ̯t
,
sozoː
jagstjaːkst
duduː
ihniːn
mitmɪt
Lanz'
undʊnt
Schwertʃveːɐ̯t
.
Nunnuːn
mussmʊs
ichɪç
fortfoːɐ̯
,
denndɛn
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Näh'
habhaːp
ichɪç
Patientenpaˈt͡si̯ɛntn̩
liegenˈliːɡn̩
;
desdɛs
Nachbarsˈnaxˌbaːɐ̯s
Sattelpferd
istɪst
krankkʁaŋk
undʊnt
seineˈzaɪ̯nə
beidenˈbaɪ̯dn̩
Ziegenˈt͡siːɡn̩
.
Ichɪç
binbɪn
derdeːɐ̯
einz'ge
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Stadtʃtat
,
zut͡suː
demdeːm
dasdas
Viehfiː
Vertrauenfɛɐ̯ˈtʁaʊ̯ən
hathat
.
Drumdʁʊm
ruhʁuː
undʊnt
rasteˈʁastə
ichɪç
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Erfüllungɛɐ̯ˈfʏlʊŋ
meinerˈmaɪ̯nɐ
Pflichtp͡flɪçt
.
Tret
ichɪç
vorsfoːɐ̯s
Haushaʊ̯s
,
ichɪç
willvɪl
nurnuːɐ̯
redenˈʁeːdn̩
vonfɔn
demdeːm
,
wasvas
täglichˈtɛːklɪç
mirmiːɐ̯
passiertpaˈsiːɐ̯t
,
sozoː
trefftʁɛf
ichɪç
einenˈaɪ̯nən
Quadrupeden
,
dendeːn
meineˈmaɪ̯nə
Wissenschaftˈvɪsn̩ʃaft
kuriertkuˈʁiːɐ̯t
.
Ichɪç
flösseˈflœsə
jedemˈjeːdəm
,
grossɡroːs
undʊnt
kleinklaɪ̯n
,
nebstneːpst
Medizinmediˈt͡siːn
auchaʊ̯x
Achtungˈaxtʊŋ
einaɪ̯n
-
undʊnt
alleˈalə
,
wovoː
sieziː
michmɪç
erblickenɛɐ̯ˈblɪkn̩
,
sieziː
möchtenˈmœçtn̩
michmɪç
ansans
Herzeˈhɛʁt͡sə
drückenˈdʁʏkn̩
:
Denndɛn
jeglicheˈjeːklɪçə
Physiognomiefyzi̯oɡnoˈmiː
sprichtʃpʁɪçt
:
»
Duduː
gehörstɡəˈhøːɐ̯st
fürsfyːɐ̯s
liebeˈliːbə
Viehfiː
Es schlägt sieben Uhr
rufen
GESELLEN
Feierabendˈfaɪ̯ɐˌʔaːbn̩t
!
gesungen
GESELLEN
Horchhɔʁç
,
diedaɪ
Feierstundeˈfaɪ̯ɐˌʃtʊndə
schlägtʃlɛːkt
,
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
hinaushɪˈnaʊ̯s
insɪns
Freieˈfʁaɪ̯ə
!
STADINGER
Halthalt
,
nichtnɪçt
gleichɡlaɪ̯ç
sozoː
aufgeregtˈaʊ̯fɡəˌʁeːkt
!
Höretˈhøːʁət
,
danndan
sichzɪç
jederˈjeːdɐ
freueˈfʁɔɪ̯ə
!
Morgenˈmɔʁɡn̩
istɪst
derdeːɐ̯
wicht'ge
Tagtaːk
,
wovoː
vorfoːɐ̯
fünfundzwanzigˈfʏnfʊntˌt͡svant͡sɪk
Jahrenˈjaːʁən
grosseˈɡʁɔsə
Ehreˈeːʁə
ichɪç
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
,
manman
zumt͡sʊm
Meisterˈmaɪ̯stɐ
michmɪç
kreieretkʁeˈiːʁət
;
darumˈdaːʁʊm
werdveːɐ̯t
,
wieviː
sich's
gebühretɡəˈbyːʁət
,
ichɪç
einaɪ̯n
Festfɛst
aufaʊ̯f
morgenˈmɔʁɡn̩
gebenˈɡeːbm̩
,
fröhlichˈfʁøːlɪç
mitmɪt
Gesangɡəˈzaŋ
undʊnt
Klangklaŋ
.
GESELLEN
Unserˈʊnzɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
ereːɐ̯
sollzɔl
lebenˈleːbm̩
nochnɔx
vieleˈfiːlə
Jahreˈjaːʁə
langlaŋ
!
STADINGER
Jetztjɛt͡st
zurt͡suːɐ̯
Sacheˈzaxə
,
denndɛn
fürfyːɐ̯
morgenˈmɔʁɡn̩
istɪst
nochnɔx
manchesˈmançəs
zut͡suː
besorgenbəˈzɔʁɡn̩
.
Zu jedem einzeln
STADINGER
Duduː
gehstɡeːst
sogleichzoˈɡlaɪ̯ç
hierhiːɐ̯
nebenanneːbn̩ˈʔan
,
dendeːn
Nachbarˈnaxˌbaːɐ̯
einzuladenˈaɪ̯nt͡suˌlaːdn̩
;
duduː
bittst
dendeːn
Vetterˈfɛtɐ
Schneiderˈʃnaɪ̯dɐ
mirmiːɐ̯
aufaʊ̯f
Weinvaɪ̯n
undʊnt
süssen
Fladenˈflaːdn̩
;
duduː
ladestˈlaːdəst
mirmiːɐ̯
dendeːn
Richterˈʁɪçtɐ
einaɪ̯n
aufaʊ̯f
Käseˈkeːzə
,
Brotbʁoːt
undʊnt
Butterˈbʊtɐ
;
duduː
bittestˈbɪtəst
dendeːn
Gerichtsvogt
herheːɐ̯
mitmɪt
seinerˈzaɪ̯nɐ
Schwiegermutterˈʃviːɡɐˌmʊtɐ
.
Diedaɪ
andernˈandɐn
Gästeˈɡɛstə
,
grossɡroːs
undʊnt
kleinklaɪ̯n
,
ludluːt
ichɪç
schonʃoːn
selberˈzɛlbɐ
alleˈalə
einaɪ̯n
.
Eseːs
kommtkɔmt
einaɪ̯n
ganzerˈɡant͡sɐ
Haufenˈhaʊ̯fm̩
zumt͡sʊm
essenˈɛsn̩
undʊnt
zumt͡sʊm
-
spricht
GEORG
Aberˈaːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
STADINGER
-
trinkenˈtʁɪŋkn̩
;
undʊnt
alleˈalə
sollenˈzɔlən
frohfʁoː
undʊnt
fröhlichˈfʁøːlɪç
seinzaɪ̯n
.
Zu einzelnen Gesellen
STADINGER
Duduː
gehstɡeːst
zumt͡sʊm
Nachbarˈnaxˌbaːɐ̯
,
duduː
gehstɡeːst
zumt͡sʊm
Schneiderˈʃnaɪ̯dɐ
,
duduː
bittst
dendeːn
Richterˈʁɪçtɐ
,
duduː
dendeːn
Gerichtsvogt
,
duduː
zumt͡sʊm
Nachbarˈnaxˌbaːɐ̯
,
duduː
zumt͡sʊm
Schneiderˈʃnaɪ̯dɐ
,
duduː
zumt͡sʊm
Vogteˈfoːktə
.
Dasdas
sollzɔl
einaɪ̯n
Tagtaːk
derdeːɐ̯
Freudeˈfʁɔɪ̯də
seinzaɪ̯n
,
sieziː
alleˈalə
sollenˈzɔlən
tanzenˈtant͡sn̩
,
sollenˈzɔlən
singenˈzɪŋən
,
sollenˈzɔlən
jubelnˈjuːbl̩n
,
sollenˈzɔlən
springenˈʃpʁɪŋən
,
alleˈalə
sollenˈzɔlən
fröhlichˈfʁøːlɪç
seinzaɪ̯n
.
GESELLEN
Jajaː
,
grossɡroːs
undʊnt
kleinklaɪ̯n
ladenˈlaːdn̩
wirviːɐ̯
einaɪ̯n
zumt͡sʊm
Tanzenˈtant͡sn̩
,
zumt͡sʊm
Singenˈzɪŋən
,
zumt͡sʊm
Jubelnˈjuːbl̩n
,
zumt͡sʊm
Springenˈʃpʁɪŋən
!
Dasdas
sollzɔl
einaɪ̯n
Tagtaːk
derdeːɐ̯
Freudeˈfʁɔɪ̯də
seinzaɪ̯n
!
Stadinger zur Mitte ab. Die Gesellen zu verschiedenen Seiten
DRITTER AUFTRITT
Der Graf. Georg
GEORG
Gottɡɔt
seizaɪ̯
Dankdaŋk
,
dassdas
wirviːɐ̯
dendeːn
altenˈaltn̩
Quacksalberˈkvakˌzalbɐ
losloːs
sindzɪnt
,
wirviːɐ̯
habenˈhaːbm̩
garɡaːɐ̯
mancherleiˈmançɐlaɪ̯
zut͡suː
besprechenbəˈʃpʁɛçn̩
.
Diedaɪ
alteˈaltə
Schachtelˈʃaxtl̩
alsoˈalzo
-
wollteˈvɔltə
sagenˈzaːɡn̩
:
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
-
Eureˈɔɪ̯ʁə
Brautbʁaʊ̯t
-
GRAF
Sozoː
schweigʃvaɪ̯k
dochdɔx
mitmɪt
deinerˈdaɪ̯nɐ
Brautbʁaʊ̯t
;
eseːs
kamkaːm
mirmiːɐ̯
nieniː
iniˈʔɛn
dendeːn
Sinnzɪn
,
michmɪç
mitmɪt
ihriːɐ̯
zut͡suː
verlobenfɛɐ̯ˈloːbn̩
.
GEORG
Wasvas
nütztnʏt͡st
dasdas
?
Sieziː
lässtlɛst
Euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
ausaʊ̯s
demdeːm
Garneˈɡaʁnə
undʊnt
wirdvɪʁt
allesˈaləs
aufbietenˈaʊ̯fˌbiːtn̩
,
Eureˈɔɪ̯ʁə
Pläneˈplɛːnə
zut͡suː
vereitelnfɛɐ̯ˈʔaɪ̯tl̩n
.
Sieziː
istɪst
beibaɪ̯
unseremˈʊnzəʁəm
Verbündetenfɛɐ̯ˈbʏndətn̩
,
demdeːm
Gastwirtˈɡastˌvɪʁt
,
abgestiegenˈapɡəˌʃtiːɡn̩
.
GRAF
Destoˈdɛsto
besserˈbɛsɐ
,
sozoː
könnenˈkœnən
wirviːɐ̯
durchdʊʁç
ihniːn
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
,
wasvas
sieziː
imiˈʔɛm
Schildeˈʃɪldə
führtfyːɐ̯t
.
GEORG
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
ichɪç
fürchteˈfʏʁçtə
,
dieserˈdiːzɐ
Brennerˈbʁɛnɐ
istɪst
einaɪ̯n
Spitzbubeˈʃpɪt͡sˌbuːbə
,
ereːɐ̯
hält's
mitmɪt
jedemˈjeːdəm
,
derdeːɐ̯
tüchtigˈtʏçtɪk
zahltt͡saːlt
.
Immerhin. Auf jeden Fall ist es Zeit, dem tollen Treiben ein Ende zu machen.
GEORG
Nunnuːn
,
eseːs
freutfʁɔɪ̯t
michmɪç
,
dassdas
Ihriːɐ̯
eseːs
selbstzɛlpst
einsehtˈaɪ̯nˌzeːt
.
O
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
Ihriːɐ̯
seidzaɪ̯t
einaɪ̯n
entsetzlicherɛntˈzɛt͡slɪçɐ
Menschmɛnʃ
.
GRAF
Burscheˈbʊʁʃə
!
GEORG
Verstehtfɛɐ̯ˈʃteːt
michmɪç
rechtʁɛçt
.
Dassdas
Ihriːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
iniˈʔɛn
diedaɪ
Tochterˈtɔxtɐ
einesˈaɪ̯nəs
Waffenschmiedsˈvafənˌʃmiːt͡s
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
habthaːpt
,
darindaˈʁɪn
liegtliːkt
nichtsnɪçt͡s
Entsetzlichesɛntˈzɛt͡slɪçəs
,
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
,
dassdas
Ihriːɐ̯
michmɪç
veranlasstetfɛɐ̯ˈʔanˌlastət
,
meinenˈmaɪ̯nn̩
schlankenˈʃlaŋkn̩
Leiblaɪ̯p
iniˈʔɛn
diesdaɪs
russige
Wamsvams
zut͡suː
steckenˈʃtɛkn̩
;
aberˈaːbɐ
dassdas
Ihriːɐ̯
michmɪç
verleitetfɛɐ̯ˈlaɪ̯tət
habthaːpt
,
umʊm
Euretwillenˈɔɪ̯ʁətˌvɪlən
meineˈmaɪ̯nə
Ehrlichkeitˈeːɐ̯lɪçkaɪ̯t
zumt͡sʊm
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
zut͡suː
jagenˈjaːɡn̩
,
falscheˈfalʃə
Lehrbriefe
zut͡suː
schmiedenˈʃmiːdn̩
,
damitdaˈmɪt
unsʊns
derdeːɐ̯
Meisterˈmaɪ̯stɐ
aufnehmenˈaʊ̯fˌneːmən
konnteˈkɔntə
,
o
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
dieseˈdiːzə
Sündeˈzʏndə
lastetˈlastət
schwerʃveːɐ̯
aufaʊ̯f
Euchɔɪ̯ç
.
GRAF
Duduː
bistbɪst
einaɪ̯n
Narrnaʁ
!
GEORG
Euerˈɔɪ̯ɐ
Kamrad
binbɪn
ichɪç
undʊnt
keinkaɪ̯n
Narrnaʁ
.
GRAF
Georgˈɡeːɔʁk
!
GEORG
Lassenˈlasn̩
wir's
gutɡuːt
seinzaɪ̯n
.
Nurnuːɐ̯
nochnɔx
dasdas
eineˈaɪ̯nə
:
Wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
dasdas
Mädchenˈmeːtçən
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
?
GRAF
Freilichˈfʁaɪ̯lɪç
willvɪl
ichɪç
dasdas
.
GEORG
Undʊnt
Euerˈɔɪ̯ɐ
alterˈaltɐ
Adelˈaːdl̩
?
GRAF
Diedaɪ
Liebeˈliːbə
gleichtɡlaɪ̯çt
allesˈaləs
ausaʊ̯s
.
GEORG
Diedaɪ
Liebeˈliːbə
?
Achax
,
besterˈbɛstɐ
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
wieviː
mancherˈmançɐ
böseˈbøːzə
Bubeˈbuːbə
hathat
schonʃoːn
seineˈzaɪ̯nə
schlechtenˈʃlɛçtn̩
Streicheˈʃtʁaɪ̯çə
aufaʊ̯f
ihreˈiːʁə
Rechnungˈʁɛçnʊŋ
geschriebenɡəˈʃʁiːbm̩
,
derdeːɐ̯
iniˈʔɛn
seinemˈzaɪ̯nəm
Lebenˈleːbm̩
nichtnɪçt
wussteˈvʊstə
,
wasvas
Liebeˈliːbə
istɪst
.
will auf ihn los
GRAF
Elenderˈeːlɛndɐ
,
duduː
erfrechstɛɐ̯ˈfʁɛçst
dichdɪç
?
GEORG
Heheː
,
Kamrad
!
Duduː
wirstvɪʁst
dochdɔx
Spassʃpas
verstehenfɛɐ̯ˈʃteːən
.
Verzeihtfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯t
,
eseːs
warvaːɐ̯
einaɪ̯n
dummerˈdʊmɐ
Scherzʃɛʁt͡s
.
Alsoˈalzo
ernsthaftˈɛʁnsthaft
:
Glückɡlʏk
aufaʊ̯f
,
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
!
Mögenˈmøːɡn̩
sichzɪç
immerhinˈɪmɐˌhɪn
Eureˈɔɪ̯ʁə
Vorfahrenˈfoːɐ̯ˌfaːʁən
dendeːn
Knebelbartˈkneːbl̩ˌbaʁt
ausraufenˈaʊ̯sˌʁaʊ̯fn̩
,
Ihriːɐ̯
machtmaxt
Euchɔɪ̯ç
undʊnt
Euerˈɔɪ̯ɐ
Weibvaɪ̯p
glücklichˈɡlʏklɪç
.
Nunnuːn
aberˈaːbɐ
:
Euerˈɔɪ̯ɐ
Planplaːn
?
GRAF
Morgenˈmɔʁɡn̩
tret
ichɪç
vorfoːɐ̯
dendeːn
Altenˈaltn̩
alsals
Grafɡʁaːf
vonfɔn
Liebenauˈliːbənaʊ̯
undʊnt
begehrebəˈɡeːʁə
offenˈɔfn̩
undʊnt
ehrlichˈeːɐ̯lɪç
seinerˈzaɪ̯nɐ
Tochterˈtɔxtɐ
Handhant
.
GEORG
Dasdas
lasstlast
Euchɔɪ̯ç
vergehenˌfɛɐ̯ˈɡeːən
.
GRAF
Warumvaˈʁʊm
?
GEORG
Weilvaɪ̯l
derdeːɐ̯
alteˈaltə
Pferdedoktor
allesˈaləs
hassthast
,
wasvas
Ritterˈʁɪtɐ
heisst
.
GRAF
Duduː
meinstmaɪ̯nst
diedaɪ
Geschichteɡəˈʃɪçtə
mitmɪt
seinemˈzaɪ̯nəm
Weibeˈvaɪ̯bə
?
GEORG
Nunnuːn
freilichˈfʁaɪ̯lɪç
.
Sieziː
liess
sichzɪç
einesˈaɪ̯nəs
schönenˈʃøːnən
Abendsˈaːbm̩t͡s
vonfɔn
einemˈaɪ̯nəm
Geharnischtenɡəˈhaʁnɪʃtn̩
entführenɛntˈfyːʁən
,
daherdaˈheːɐ̯
seineˈzaɪ̯nə
Wutvuːt
.
GRAF
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
meinmaɪ̯n
Heilhaɪ̯l
versuchenfɛɐ̯ˈzuːxn̩
!
Heuteˈhɔɪ̯tə
abendˈaːbm̩t
willvɪl
ichɪç
alsals
Ritterˈʁɪtɐ
diedaɪ
Treueˈtʁɔɪ̯ə
meinesˈmaɪ̯nəs
Mädchensˈmɛːtçəns
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
aufaʊ̯f
diedaɪ
Probeˈpʁoːbə
stellenˈʃtɛlən
;
denndɛn
betrügtbəˈtʁyːkt
sieziː
dendeːn
Schmiedegesellen
Konradˈkɔnʁaːt
,
sozoː
betrügtbəˈtʁyːkt
sieziː
auchaʊ̯x
dendeːn
Ritterˈʁɪtɐ
Liebenauˈliːbənaʊ̯
.
GEORG
Istɪst
denndɛn
dasdas
nichtnɪçt
einerleiˈaɪ̯nɐˈlaɪ̯
,
oboːˈbeː
sieziː
Euchɔɪ̯ç
alsals
Ritterˈʁɪtɐ
oderˈoːdɐ
alsals
Schmiedʃmiːt
liebtliːpt
?
GRAF
Sieziː
liebtliːpt
michmɪç
alsals
Ritterˈʁɪtɐ
undʊnt
alsals
Schmiedʃmiːt
,
folglichˈfɔlklɪç
zweit͡svaɪ̯
,
undʊnt
einaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
sollzɔl
nurnuːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
liebenˈliːbn̩
.
GEORG
Sieziː
liebtliːpt
jajaː
auchaʊ̯x
nurnuːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
.
GRAF
Dasdas
verstehstfɛɐ̯ˈʃteːst
duduː
nichtnɪçt
.
GEORG
Eseːs
scheintʃaɪ̯nt
mirmiːɐ̯
auchaʊ̯x
sozoː
.
GRAF
Ichɪç
geheˈɡeːə
,
michmɪç
zut͡suː
verwandelnfɛɐ̯ˈvandl̩n
,
eseːs
istɪst
spätʃpɛːt
.
lächelnd
GRAF
Duduː
wirstvɪʁst
michmɪç
dochdɔx
nichtnɪçt
mitmɪt
Lanz'
undʊnt
Schwertʃveːɐ̯t
empfangenɛmˈp͡faŋən
,
wennvɛn
ichɪç
zurückkehret͡suˈʁʏkˌkeːʁə
?
achselzuckend
GEORG
Desdɛs
Meistersˈmaɪ̯stɐs
Gebotɡəˈboːt
-
GRAF
Duduː
Spitzbubeˈʃpɪt͡sˌbuːbə
!
Binbɪn
ichɪç
ersteːɐ̯st
amaːm
Zieleˈt͡siːlə
meinerˈmaɪ̯nɐ
Wünscheˈvʏnʃə
-
GEORG
Danndan
,
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
-
?
GRAF
Danndan
sollstzɔlst
duduː
michmɪç
erkenntlichɛɐ̯ˈkɛntlɪç
findenˈfɪndn̩
!
Er geht durch die Mitte ab
VIERTER AUFTRITT
Georg allein
GEORG
Dasdas
willvɪl
ichɪç
auchaʊ̯x
hoffenˈhɔfn̩
,
denndɛn
obwohlɔpˈvoːl
ichɪç
meinerˈmaɪ̯nɐ
Professionpʁofɛˈsi̯oːn
nachnaːx
eigentlichˈaɪ̯ɡn̩tlɪç
vomfɔm
Ambossˈambɔs
stammeˈʃtamə
,
sozoː
möchteˈmœçtə
ichɪç
dochdɔx
allaːʔɛlˈʔɛl
diedaɪ
Strapazenʃtʁaˈpaːt͡sn̩
nichtnɪçt
umsonstʊmˈzɔnst
mitgemachtˈmɪtɡəˌmaxt
habenˈhaːbm̩
!
Jetztjɛt͡st
willvɪl
ichɪç
ersteːɐ̯st
anfangenˈanˌfaŋən
zut͡suː
lebenˈleːbm̩
,
zut͡suː
geniessen
!
Dasdas
heisst
aberˈaːbɐ
:
mitmɪt
Verstandfɛɐ̯ˈʃtant
,
nichtnɪçt
wildvɪlt
iniˈʔɛn
dendeːn
Tagtaːk
hineinhɪˈnaɪ̯n
!
Ichɪç
willvɪl
mirmiːɐ̯
dasdas
Lebenˈleːbm̩
schonʃoːn
angenehmˈanɡəˌneːm
machenˈmaxn̩
!
Nr. 2 - Arie
GEORG
Manman
wirdvɪʁt
jajaː
einmalˈaɪ̯nmaːl
nurnuːɐ̯
geborenɡəˈboːʁən
,
darumˈdaːʁʊm
geniesse
jedermannˈjeːdɐman
dasdas
Lebenˈleːbm̩
,
eh
eseːs
nochnɔx
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
,
sozoː
vielfiːl
alsals
ereːɐ̯
nurnuːɐ̯
immerˈɪmɐ
kannkan
.
Dochdɔx
mussmʊs
manman
,
wahrhaftˈvaːɐ̯ˌhaft
frohfʁoː
zut͡suː
lebenˈleːbm̩
,
sichzɪç
mitmɪt
Verstandfɛɐ̯ˈʃtant
derdeːɐ̯
Lustluːst
ergebenɛɐ̯ˈɡeːbn̩
.
Ichɪç
habhaːp
dendeːn
Wahlspruch
mirmiːɐ̯
gestelltɡəˈʃtɛlt
:
Manman
lebtleːpt
nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
Derdeːɐ̯
keuscheˈkɔɪ̯ʃə
Josephˈjoːzɛf
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Bibelˈbiːbl̩
-
ichɪç
führfyːɐ̯
ihniːn
nurnuːɐ̯
alsals
Beispielˈbaɪ̯ˌʃpiːl
anaːˈʔɛn
-
ereːɐ̯
warvaːɐ̯
vonfɔn
Aussehn
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
übelˈyːbl̩
undʊnt
einaɪ̯n
garɡaːɐ̯
tugendhafterˈtuːɡn̩thaftɐ
Mannman
.
Dochdɔx
seineˈzaɪ̯nə
Keuschheitˈkɔɪ̯ʃhaɪ̯t
ganzɡant͡s
alleineaˈlaɪ̯nə
hätt
nimmerˈnɪmɐ
ihniːn
mitmɪt
Ruhmʁuːm
bedecktbəˈdɛkt
-
diedaɪ
Schlauheitˈʃlaʊ̯haɪ̯t
halfhalf
ihmiːm
aufaʊ̯f
diedaɪ
Beineˈbaɪ̯nə
!
Drumdʁʊm
habhaːp
ichɪç
vorfoːɐ̯
demdeːm
Mannman
Respektʁeˈspɛkt
.
Ereːɐ̯
lebtleːpt
iniˈʔɛn
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
,
vonfɔn
allenˈælən
Seitenˈzaɪ̯tn̩
wardvaʁt
Goldɡɔlt
undʊnt
Weihrauchˈvaɪ̯ʁaʊ̯x
ihmiːm
gestreutɡəˈʃtʁɔɪ̯t
.
Ereːɐ̯
warvaːɐ̯
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
!
Manman
wirdvɪʁt
jajaː
einmalˈaɪ̯nmaːl
nurnuːɐ̯
geborenɡəˈboːʁən
,
darumˈdaːʁʊm
geniesse
jedermannˈjeːdɐman
dasdas
Lebenˈleːbm̩
,
eh
eseːs
nochnɔx
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
,
sozoː
vielfiːl
alsals
ereːɐ̯
nurnuːɐ̯
immerˈɪmɐ
kannkan
.
Dochdɔx
mussmʊs
manman
,
wahrhaftˈvaːɐ̯ˌhaft
frohfʁoː
zut͡suː
lebenˈleːbm̩
,
sichzɪç
mitmɪt
Verstandfɛɐ̯ˈʃtant
derdeːɐ̯
Lustluːst
ergebenɛɐ̯ˈɡeːbn̩
.
Ichɪç
habhaːp
dendeːn
Wahlspruch
mirmiːɐ̯
gestelltɡəˈʃtɛlt
:
Manman
lebtleːpt
nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
Manman
hathat
schonʃoːn
iniˈʔɛn
dendeːn
frühstenˈfʁyːstn̩
Tagenˈtaːɡn̩
durchdʊʁç
Listlɪst
undʊnt
Schlauheitˈʃlaʊ̯haɪ̯t
vielfiːl
erreichtɛɐ̯ˈʁaɪ̯çt
;
wennvɛn
auchaʊ̯x
diedaɪ
Leuteˈlɔɪ̯tə
immerˈɪmɐ
sagenˈzaːɡn̩
,
dendeːn
Dummenˈdʊmən
seizaɪ̯
dasdas
Glückɡlʏk
geneigtɡəˈnaɪ̯kt
.
Diedaɪ
Dummheitˈdʊmhaɪ̯t
bietetˈbiːtət
seltenˈzɛltn̩
Zinsenˈt͡sɪnzn̩
,
sonstzɔnst
leisteteˈlaɪ̯stətə
jajaː
Esauˈeːzaʊ̯
nichtnɪçt
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Schüsselˈʃʏsl̩
dickerˈdɪkɐ
Linsenˈlɪnzn̩
aufaʊ̯f
seineˈzaɪ̯nə
Erstgeburtˈeːɐ̯st.ɡəˌbuːɐ̯t
Verzichtfɛɐ̯ˈt͡sɪçt
.
Vielfiːl
Leuteˈlɔɪ̯tə
lebenˈleːbm̩
ohneˈoːnə
Sorgenˈzɔʁɡn̩
sozoː
gradɡʁaːt
nurnuːɐ̯
iniˈʔɛn
dendeːn
Tagtaːk
hineinhɪˈnaɪ̯n
;
ichɪç
willvɪl
geniessen
,
jedochjeˈdɔx
auchaʊ̯x
wissenˈvɪsn̩
,
warumvaˈʁʊm
ichɪç
michmɪç
derdeːɐ̯
Lustluːst
geweihtɡəˈvaɪ̯t
.
Darumˈdaːʁʊm
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
!
Nurnuːɐ̯
stetsʃteːt͡s
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
!
Manman
wirdvɪʁt
jajaː
einmalˈaɪ̯nmaːl
nurnuːɐ̯
geborenɡəˈboːʁən
,
darumˈdaːʁʊm
geniesse
jedermannˈjeːdɐman
dasdas
Lebenˈleːbm̩
,
eh
eseːs
nochnɔx
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
,
sozoː
vielfiːl
alsals
ereːɐ̯
nurnuːɐ̯
immerˈɪmɐ
kannkan
.
Dochdɔx
mussmʊs
manman
,
wahrhaftˈvaːɐ̯ˌhaft
frohfʁoː
zut͡suː
lebenˈleːbm̩
,
sichzɪç
mitmɪt
Verstandfɛɐ̯ˈʃtant
derdeːɐ̯
Lustluːst
ergebenɛɐ̯ˈɡeːbn̩
.
Ichɪç
habhaːp
dendeːn
Wahlspruch
mirmiːɐ̯
gestelltɡəˈʃtɛlt
:
Manman
lebtleːpt
nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
Er geht ab
FÜNFTER AUFTRITT
Brenner, den Ritter Adelhof hereinführend
BRENNER
Beliebenbəˈliːbn̩
Euerˈɔɪ̯ɐ
hochfreiherrlichen
Gnadenˈɡnaːdn̩
nurnuːɐ̯
hereinzuspazieren
.
ADELHOF
Hierhiːɐ̯
alsoˈalzo
wohntvoːnt
derdeːɐ̯
Waffenschmiedˈvafənˌʃmiːt
?
BRENNER
Hanshans
Stadinger
,
berühmterbəˈʁyːmtɐ
Waffenschmiedˈvafənˌʃmiːt
undʊnt
ausgezeichneterˈaʊ̯sɡəˌt͡saɪ̯çnətɐ
Tierarztˈtiːɐˌʔaːɐ̯t͡st
;
wollenˈvɔlən
Euerˈɔɪ̯ɐ
Gnadenˈɡnaːdn̩
vonfɔn
seinenˈzaɪ̯nən
Talententaˈlɛntn̩
Gebrauchɡəˈbʁaʊ̯x
machenˈmaxn̩
-
vonfɔn
seinenˈzaɪ̯nən
Waffenˈvafn̩
undʊnt
Harnischenˈhaʁnɪʃn̩
-
meineˈmaɪ̯nə
ichɪç
.
ADELHOF
Dazudaˈt͡suː
kannkan
Ratʁaːt
werdenˈveːɐ̯dn̩
.
Eigentlichˈaɪ̯ɡn̩tlɪç
aberˈaːbɐ
binbɪn
ichɪç
ausaʊ̯s
andernˈandɐn
Gründenˈɡʁʏndn̩
dadaː
-
Ereːɐ̯
istɪst
verwandtfɛɐ̯ˈvant
mitmɪt
demdeːm
Waffenschmiedˈvafənˌʃmiːt
?
BRENNER
Euerˈɔɪ̯ɐ
Gnadenˈɡnaːdn̩
aufzuwartenˈaʊ̯ft͡suˌvaʁtn̩
,
seinzaɪ̯n
leiblicherˈlaɪ̯plɪçɐ
Schwagerˈʃvaːɡɐ
.
Seineˈzaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
nämlichˈnɛːmlɪç
-
ADELHOF
Schonʃoːn
gutɡuːt
!
Derdeːɐ̯
Waffenschmiedˈvafənˌʃmiːt
hathat
eineˈaɪ̯nə
schöneˈʃøːnə
Tochterˈtɔxtɐ
!
Heheː
?
BRENNER
Oh
!
Einaɪ̯n
wahrerˈvaːʁɐ
Apolloaˈpɔlo
,
wieviː
diedaɪ
Gelehrtenɡəˈleːɐ̯tn̩
sagenˈzaːɡn̩
.
ADELHOF
Befindetbəˈfɪndət
sichzɪç
unterˈʊntɐ
dendeːn
Gesellenɡəˈzɛlən
hierhiːɐ̯
imiˈʔɛm
Hauseˈhaʊ̯zə
einerˈaɪ̯nɐ
namensˈnaːməns
Konradˈkɔnʁaːt
?
BRENNER
Konradˈkɔnʁaːt
?
Ganzɡant͡s
rechtʁɛçt
!
Fürfyːɐ̯
sichzɪç
.
Wovoː
willvɪl
denndɛn
dasdas
hinaushɪˈnaʊ̯s
?
ADELHOF
Eseːs
sollzɔl
einaɪ̯n
hübscherˈhʏpʃɐ
Burscheˈbʊʁʃə
seinzaɪ̯n
?
BRENNER
Dasdas
willvɪl
ichɪç
meinenˈmaɪ̯nn̩
.
Fürfyːɐ̯
sichzɪç
.
Dahinterdaˈhɪntɐ
stecktʃtɛkt
etwasˈɛtvas
!
ADELHOF
Derdeːɐ̯
Burscheˈbʊʁʃə
undʊnt
dasdas
Mädchenˈmeːtçən
liebenˈliːbn̩
sichzɪç
?
BRENNER
Jajaː
-
ichɪç
weissvaɪ̯s
nichtnɪçt
-
manman
munkeltˈmʊŋkl̩t
sozoː
etwasˈɛtvas
.
ADELHOF
Ichɪç
hab's
fürfyːɐ̯
gewissɡəˈvɪs
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
.
Sieziː
sollenˈzɔlən
sichzɪç
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
.
BRENNER
Wieviː
?
Sieziː
sollenˈzɔlən
-
?
ADELHOF
Ichɪç
binbɪn
beauftragtbəˈʔaʊ̯fˌtʁaːkt
,
diedaɪ
Verbindungfɛɐ̯ˈbɪndʊŋ
zustandeˈt͡suːˌʃtandə
zut͡suː
bringenˈbʁɪŋən
.
BRENNER
Ausserst
schmeichelhaftˈʃmaɪ̯çl̩haft
fürfyːɐ̯
dasdas
jungeˈjʊŋə
Paarpaːɐ̯
,
aberˈaːbɐ
wieviː
verstehfɛɐ̯ˈʃteː
ichɪç
denndɛn
-
ADELHOF
Ichɪç
willvɪl
michmɪç
deutlicherˈdɔɪ̯tlɪçɐ
ausdrückenˈaʊ̯sˌdʁʏkn̩
,
damitdaˈmɪt
Ihmiːm
diedaɪ
Sacheˈzaxə
klarklaːɐ̯
wirdvɪʁt
.
Ichɪç
binbɪn
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
Adelhof
ausaʊ̯s
Schwabenˈʃvaːbn̩
.
BRENNER
Ah
,
sehrzeːɐ̯
erfreutɛɐ̯ˈfʁɔɪ̯t
;
schöneˈʃøːnə
Gegendˈɡeːɡn̩t
!
Dasdas
Schwabenˈʃvaːbn̩
meineˈmaɪ̯nə
ichɪç
.
ADELHOF
Diedaɪ
Dameˈdaːmə
,
diedaɪ
ichɪç
begleitebəˈɡlaɪ̯tə
,
istɪst
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
vonfɔn
Katzenstein
;
meineˈmaɪ̯nə
Zukünftigeˈt͡suːˌkʏnftɪɡə
.
BRENNER
Gratuliereɡʁatuˈliːʁə
untertänigstˈʊntɐˌtɛːnɪkst
.
ADELHOF
Undʊnt
dieseˈdiːzə
meineˈmaɪ̯nə
Brautbʁaʊ̯t
istɪst
eseːs
,
welcheˈvɛlçə
diedaɪ
Heiratˈhaɪ̯ˌʁaːt
wünschtvʏnʃt
.
BRENNER
Dasdas
gnädigeˈɡnɛːdɪɡə
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
habenˈhaːbm̩
alsoˈalzo
diedaɪ
Passionpaˈsi̯oːn
,
herumzureisenhɛˈʁʊmt͡suˌʁaɪ̯zn̩
,
umʊm
jungeˈjʊŋə
Paareˈpaːʁə
glücklichˈɡlʏklɪç
zut͡suː
machenˈmaxn̩
.
ADELHOF
Dasdas
wohlvoːl
auchaʊ̯x
nebenbeineːbm̩ˈbaɪ̯
,
aberˈaːbɐ
-
Ereːɐ̯
scheintʃaɪ̯nt
mirmiːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
ehrlicheˈeːɐ̯lɪçə
Hauthaʊ̯t
,
mitmɪt
Ihmiːm
kannkan
manman
vonfɔn
derdeːɐ̯
Leberˈleːbɐ
wegveːk
redenˈʁeːdn̩
.
vertraulich
ADELHOF
Kenntkɛnt
Ereːɐ̯
dendeːn
Grafenˈɡʁaːfn̩
vonfɔn
Liebenauˈliːbənaʊ̯
?
für sich
BRENNER
Ahaaˈha
!
laut
BRENNER
Verstehtfɛɐ̯ˈʃteːt
sichzɪç
,
werveːɐ̯
wirdvɪʁt
dendeːn
nichtnɪçt
kennenˈkɛnən
.
ADELHOF
Nunnuːn
,
siehtziːt
Ereːɐ̯
,
derdeːɐ̯
hatteˈhatə
früherˈfʁyːɐ
aufaʊ̯f
meinmaɪ̯n
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
-
BRENNER
Jawohljaˈvoːl
,
ichɪç
erinnereɛɐ̯ˈʔɪnəʁə
michmɪç
-
etwas stutzig
ADELHOF
Wasvas
?
verlegen
BRENNER
Nunnuːn
,
ereːɐ̯
hatteˈhatə
früherˈfʁyːɐ
-
aufaʊ̯f
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
geschimpftɡəˈʃɪmp͡ft
.
ADELHOF
Imiˈʔɛm
Gegenteilˈɡeːɡn̩taɪ̯l
,
ereːɐ̯
hatteˈhatə
einaɪ̯n
Augeˈaʊ̯ɡə
aufaʊ̯f
sieziː
.
BRENNER
Richtigˈʁɪçtɪk
,
sozoː
war's
.
ADELHOF
Dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
aberˈaːbɐ
gabɡaːp
ihmiːm
einenˈaɪ̯nən
Korbkɔʁp
.
für sich
BRENNER
Umgekehrtˈʊmɡəˌkeːɐ̯t
wirdvɪʁt
einaɪ̯n
Schuhʃuː
drausdʁaʊ̯s
.
ADELHOF
Wasvas
sagtzaːkt
Ereːɐ̯
vomfɔm
Schuhʃuː
?
BRENNER
Ichɪç
sageˈzaːɡə
:
meinmaɪ̯n
Nachbarˈnaxˌbaːɐ̯
,
derdeːɐ̯
Schusterˈʃuːstɐ
,
hathat
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Geschichteɡəˈʃɪçtə
erzähltɛɐ̯ˈt͡sɛːlt
.
ADELHOF
Nunnuːn
hathat
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
,
dassdas
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
Liebenauˈliːbənaʊ̯
demdeːm
jungenˈjʊŋən
Mädchenˈmeːtçən
hierhiːɐ̯
imiˈʔɛm
Hauseˈhaʊ̯zə
nachstelltˈnaːxˌʃtɛlt
;
einaɪ̯n
leichtsinnigerˈlaɪ̯çtˌzɪnɪɡɐ
Zeisigˈt͡saɪ̯zɪk
sollzɔl
ereːɐ̯
seinzaɪ̯n
-
BRENNER
Dafürdaˈfyːɐ̯
bekanntbəˈkant
.
ADELHOF
Meinmaɪ̯n
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
aberˈaːbɐ
,
diedaɪ
Sittenhaftigkeit
selbstzɛlpst
,
kannkan
solchenˈzɔlçn̩
Unfugˈʊnfuːk
nichtnɪçt
zugebenˈt͡suːˌɡeːbn̩
,
darumˈdaːʁʊm
wünschtvʏnʃt
sieziː
,
dassdas
derdeːɐ̯
Geselleɡəˈzɛlə
Konradˈkɔnʁaːt
-
BRENNER
Eiligst
undʊnt
schleunigstˈʃlɔɪ̯nɪkst
dasdas
Mädchenˈmeːtçən
heirateˈhaɪ̯ʁaːtə
,
verstehefɛɐ̯ˈʃteːə
.
-
Istɪst
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
auchaʊ̯x
ausaʊ̯s
Schwabenˈʃvaːbn̩
?
ADELHOF
Neinnaɪ̯n
.
Warumvaˈʁʊm
?
BRENNER
Ichɪç
meineˈmaɪ̯nə
nurnuːɐ̯
.
Diedaɪ
Sacheˈzaxə
istɪst
wirklichˈvɪʁklɪç
äusserst[ˈɔʏ̯sɐn]
schlauʃlaʊ̯
ausspekuliert
;
denndɛn
wennvɛn
derdeːɐ̯
Geselleɡəˈzɛlə
Konradˈkɔnʁaːt
dasdas
Mädchenˈmeːtçən
heiratetˈhaɪ̯ʁaːtət
,
sozoː
istɪst
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
-
lachend
ADELHOF
Geprelltɡəˈpʁɛlt
!
ebenso
BRENNER
Undʊnt
wieviː
!
Ereːɐ̯
mussmʊs
mitmɪt
langerˈlaŋɐ
Naseˈnaːzə
abziehenˈapˌt͡siːən
.
-
Beide lachen
BRENNER
Diedaɪ
Hauptsacheˈhaʊ̯ptˌzaxə
istɪst
aberˈaːbɐ
nunnuːn
,
dassdas
wirviːɐ̯
dendeːn
Altenˈaltn̩
fürfyːɐ̯
diedaɪ
Heiratˈhaɪ̯ˌʁaːt
gewinnenɡəˈvɪnən
.
ADELHOF
Deswegenˈdɛsˌveːɡn̩
binbɪn
ichɪç
jajaː
hierhiːɐ̯
.
Undʊnt
wennvɛn
Ereːɐ̯
meineˈmaɪ̯nə
Sacheˈzaxə
unterstützenˈʊntɐˌʃtʏt͡sn̩
willvɪl
,
sozoː
gibtɡiːpt
Ihmiːm
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
hierhiːɐ̯
imiˈʔɛm
vorausfoˈʁaʊ̯s
-
Er gibt ihm eine Börse
BRENNER
Diedaɪ
edleˈeːdlə
Dameˈdaːmə
besitztbəˈzɪt͡st
eineˈaɪ̯nə
ausgezeichneteˈaʊ̯sɡəˌt͡saɪ̯çnətə
Bildungˈbɪldʊŋ
-
untertänigstenˈʊntɐˌtɛːnɪkstn̩
Dankdaŋk
-
Wollenˈvɔlən
Eureˈɔɪ̯ʁə
Gnadenˈɡnaːdn̩
sichzɪç
hierhiːɐ̯
etwasˈɛtvas
auswählenˈaʊ̯sˌvɛːlən
,
währendˈvɛːʁənt
ichɪç
dendeːn
Altenˈaltn̩
rufeˈʁuːfə
-
wendet sich nach dem Hintergrunde, die Waffenstücke musternd
ADELHOF
Siehziː
,
siehziː
!
Diedaɪ
Wareˈvaːʁə
scheintʃaɪ̯nt
nichtnɪçt
schlechtʃlɛçt
!
im Vordergrunde für sich
BRENNER
Nunnuːn
binbɪn
ichɪç
imiˈʔɛm
klarenˈklaːʁən
.
Dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
istɪst
ausaʊ̯s
Eifersuchtˈaɪ̯fɐˌzʊxt
unsermˈʔʊnzɐ
Grafenˈɡʁaːfn̩
nachgereistˈnaːxɡəˌʁaɪ̯st
,
undʊnt
,
umʊm
sichzɪç
seinenˈzaɪ̯nən
Besitzbəˈzɪt͡s
zut͡suː
sichernˈzɪçɐn
,
sollzɔl
nunnuːn
-
diedaɪ
Sacheˈzaxə
istɪst
sehrzeːɐ̯
komischˈkoːmɪʃ
-
hahahahahaˈha
!
-
Undʊnt
dieserˈdiːzɐ
schlaueˈʃlaʊ̯ə
Kundschafterˈkʊntʃaftɐ
-
o
guterˈɡuːtɐ
Schwabeˈʃvaːbə
,
duduː
scheinstʃaɪ̯nst
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
sehrzeːɐ̯
dummerˈdʊmɐ
Schwabeˈʃvaːbə
.
Ereːɐ̯
willvɪl
lachendlaxn̩t
zurt͡suːɐ̯
Seiteˈzaɪ̯tə
abaːbeː
.
SECHSTER AUFTRITT
Die Vorigen. Irmentraut
Brenner entgegen und sehr geschwätzig
IRMENTRAUT
Schönstenˈʃøːnstn̩
gutenˈɡuːtn̩
Abendˈaːbm̩t
,
verehrtesterfɛɐ̯ˈʔeːɐ̯təstɐ
Herrhɛʁ
Brennerˈbʁɛnɐ
.
Ereːɐ̯
suchtzuːxt
dendeːn
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Stadinger
,
aberˈaːbɐ
allesˈaləs
ausgeflogenˈaʊ̯sɡəˌfloːɡn̩
,
allesˈaləs
insɪns
Freieˈfʁaɪ̯ə
.
Derdeːɐ̯
Abendˈaːbm̩t
istɪst
zut͡suː
schönʃøːn
,
keinkaɪ̯n
Wölkchenˈvœlkçən
amaːm
Himmelˈhɪml̩
,
keinkaɪ̯n
Lüftchenˈlʏftçən
wehtveːt
,
ichɪç
gingeˈɡɪŋə
garɡaːɐ̯
zut͡suː
gernɡɛʁn
auchaʊ̯x
nochnɔx
einaɪ̯n
wenigˈveːnɪk
insɪns
Grüneˈɡʁyːnə
,
aberˈaːbɐ
duduː
lieberˈliːbɐ
Gottɡɔt
,
manman
hathat
zut͡suː
vielfiːl
zut͡suː
tuntjuːn
,
derdeːɐ̯
letzteˈlɛt͡stə
Tagtaːk
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Wocheˈvɔxə
,
dasdas
ganzeˈɡant͡sə
Hauswesenˈhaʊ̯sˌveːzn̩
ruhtʁuːt
aufaʊ̯f
mirmiːɐ̯
-
morgenˈmɔʁɡn̩
istɪst
Sonntagˈzɔntaːk
-
leise zu Brenner
ADELHOF
Istɪst
diesdaɪs
diedaɪ
Tochterˈtɔxtɐ
vomfɔm
Hauseˈhaʊ̯zə
?
BRENNER
Dasdas
wenigerˈveːnɪɡɐ
.
fortfahrend
IRMENTRAUT
Morgenˈmɔʁɡn̩
istɪst
Sonntagˈzɔntaːk
,
dazudaˈt͡suː
dasdas
Festfɛst
,
welchesˈvɛlçəs
ereːɐ̯
morgenˈmɔʁɡn̩
veranstaltetfɛɐ̯ˈʔanʃtaltət
draussenˈdraʊ̯sən
aufaʊ̯f
demdeːm
Weinbergeˈvaɪ̯nˌbɛʁɡə
-
zu Brenner
IRMENTRAUT
achax
,
Ereːɐ̯
warvaːɐ̯
wohlvoːl
langeˈlaŋə
nichtnɪçt
draussenˈdraʊ̯sən
-
derdeːɐ̯
Weinbergˈvaɪ̯nˌbɛʁk
istɪst
vielfiːl
grösserɡʁoːs
-
derdeːɐ̯
Alteˈaltə
kaufteˈkaʊ̯ftə
dochdɔx
imiˈʔɛm
vorigenˈfoːʁɪɡn̩
Jahreˈjaːʁə
-
BRENNER
Jajaː
,
dochdɔx
,
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
Irmentraut
,
ichɪç
kenneˈkɛnə
diedaɪ
ganzeˈɡant͡sə
Geschichteɡəˈʃɪçtə
.
-
Alsoˈalzo
meinmaɪ̯n
Schwagerˈʃvaːɡɐ
istɪst
nichtnɪçt
daheimdaˈhaɪ̯m
?
IRMENTRAUT
Nichtnɪçt
daheimdaˈhaɪ̯m
!
Diedaɪ
Unpässlichkeitˈʊnˌpɛslɪçkaɪ̯t
derdeːɐ̯
liebenˈliːbn̩
Tiereˈtiːʁə
machtmaxt
ihmiːm
jetztjɛt͡st
vielfiːl
zut͡suː
schaffenˈʃafn̩
.
Desdɛs
Herrnhɛʁn
Nachbarsˈnaxˌbaːɐ̯s
ganzeˈɡant͡sə
Familiefaˈmiːli̯ə
vierfüssigerseite
befindetbəˈfɪndət
sichzɪç
-
zu Adelhof
BRENNER
Jajaː
,
Euerˈɔɪ̯ɐ
Gnadenˈɡnaːdn̩
,
dadaː
bleibtblaɪ̯pt
unsʊns
nichtsnɪçt͡s
andres[ˈʔandʁəs]
übrigˈyːbʁɪk
alsals
wiederzukommenˈviːdɐt͡suˌkɔmən
.
ADELHOF
Dummdʊm
,
dummdʊm
,
dummdʊm
!
Ichɪç
hätteˈhɛtə
sozoː
gernɡɛʁn
demdeːm
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
heuteˈhɔɪ̯tə
schonʃoːn
-
BRENNER
Morgenˈmɔʁɡn̩
istɪst
auchaʊ̯x
nochnɔx
einaɪ̯n
Tagtaːk
.
IRMENTRAUT
Eiaɪ̯
freilichˈfʁaɪ̯lɪç
,
morgenˈmɔʁɡn̩
istɪst
auchaʊ̯x
nochnɔx
einaɪ̯n
Tagtaːk
undʊnt
welcherˈvɛlçɐ
Tagtaːk
;
eseːs
heisst
freilichˈfʁaɪ̯lɪç
,
wasvas
duduː
heuteˈhɔɪ̯tə
tuntjuːn
kannstkanst
,
verschiebefɛɐ̯ˈʃiːbə
nichtnɪçt
aufaʊ̯f
morgenˈmɔʁɡn̩
,
aberˈaːbɐ
wennvɛn
diedaɪ
Notwendigkeitˈnoːtˌvɛndɪçkaɪ̯t
-
BRENNER
Ebenˈeːbn̩
deshalbˈdɛsˈhalp
-
Gutenˈɡuːtn̩
Abendˈaːbm̩t
,
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
Irmentraut
.
-
Wennvɛn
eseːs
Euerˈɔɪ̯ɐ
Gnadenˈɡnaːdn̩
gefälligɡəˈfɛlɪk
wäreˈvɛːʁə
-
IRMENTRAUT
Euerˈɔɪ̯ɐ
Gnadenˈɡnaːdn̩
sindzɪnt
gewissɡəˈvɪs
einaɪ̯n
Fremderˈfʁɛmdɐ
,
wollenˈvɔlən
diedaɪ
Merkwürdigkeitenˈmɛʁkvʏʁdɪkkaɪ̯tn̩
unsrerˈʔʊnzɐ
Stadtʃtat
iniˈʔɛn
Augenscheinˈaʊ̯ɡn̩ˌʃaɪ̯n
nehmenˈneːmən
-
oh
,
Sieziː
werdenˈveːɐ̯dn̩
überraschtyːbɐˈʁaʃt
seinzaɪ̯n
.
Wirviːɐ̯
habenˈhaːbm̩
sechstausendzɛksˈtaʊ̯zn̩t
Einwohnerˈaɪ̯nˌvoːnɐ
,
diedaɪ
Gegendˈɡeːɡn̩t
istɪst
etwasˈɛtvas
sumpfigˈzʊmp͡fɪk
,
aberˈaːbɐ
fruchtbarˈfʁʊxtbaːɐ̯
.
Hierhiːɐ̯
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Näheˈnɛːə
derdeːɐ̯
Liebfrauenkirche
derdeːɐ̯
edleˈeːdlə
Weinvaɪ̯n
,
Liebfrauenmilchliːpˈfʁaʊ̯ənˌmɪlç
genanntɡəˈnant
,
Euerˈɔɪ̯ɐ
Edlenˈeːdlən
werdenˈveːɐ̯dn̩
ihniːn
wohlvoːl
kennenˈkɛnən
-
im Abgehen
ADELHOF
Diedaɪ
Personpɛʁˈzoːn
hathat
jajaː
einaɪ̯n
beispiellosesˈbaɪ̯ʃpiːlloːzəs
Mundwerkˈmʊntˌvɛʁk
.
ebenso
BRENNER
Alsoˈalzo
aufaʊ̯f
Wiedersehenˈviːdɐˌzeːən
!
Bisbɪs
morgenˈmɔʁɡn̩
,
bisbɪs
morgenˈmɔʁɡn̩
!
Adelhof und Brenner gehen ab
SIEBENTER AUFTRITT
Irmentraut allein
IRMENTRAUT
Dasdas
istɪst
einaɪ̯n
rechtʁɛçt
ungehobelterˈʊnɡəˌhoːbl̩tɐ
Klotzklɔt͡s
,
dieserˈdiːzɐ
Herrhɛʁ
Euerˈɔɪ̯ɐ
Gnadenˈɡnaːdn̩
;
hathat
ereːɐ̯
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
einzigesˈaɪ̯nt͡sɪɡəs
freundlichesˈfʁɔɪ̯ntlɪçəs
Wörtchenˈvœʁtçən
mitmɪt
mirmiːɐ̯
gesprochenɡəˈʃpʁɔxn̩
?
Wasvas
habenˈhaːbm̩
diedaɪ
Männerˈmɛnɐ
jetztjɛt͡st
fürfyːɐ̯
Sittenˈzɪtn̩
,
wennvɛn
sieziː
einerˈaɪ̯nɐ
zartenˈt͡saːɐ̯tn̩
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
gegenüberstehenɡeːɡn̩ˈʔyːbɐˌʃteːən
!
Wieviː
andersˈandɐs
warenˈvaːʁən
sieziː
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
Zeitt͡saɪ̯t
-
vorfoːɐ̯
einigenˈaɪ̯nɪɡn̩
Jahrenˈjaːʁən
nochnɔx
,
willvɪl
ichɪç
sagenˈzaːɡn̩
-
aberˈaːbɐ
eseːs
istɪst
,
alsals
oboːˈbeː
sichzɪç
diedaɪ
Weltvɛlt
reinʁaɪ̯n
umgedrehtˈʊmɡəˌdʁeːt
hätteˈhɛtə
.
Nr. 3 - Ariette
IRMENTRAUT
Weltvɛlt
,
duduː
kannstkanst
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
gefallenɡəˈfalən
,
hasthast
dichdɪç
förmlichˈfœʁmlɪç
umgekehrtˈʊmɡəˌkeːɐ̯t
,
vonfɔn
dendeːn
heut'gen
Männernˈmɛnɐn
allenˈælən
istɪst
auchaʊ̯x
keinerˈkaɪ̯nɐ
etwasˈɛtvas
wertveːɐ̯t
.
Ichɪç
treteˈtʁeːtə
einaɪ̯n
mitmɪt
Schüchternheitˈʃʏçtɐnhaɪ̯t
,
dochdɔx
sieziː
verliertfɛɐ̯ˈliːɐ̯t
sichzɪç
mehrmeːɐ̯
undʊnt
mehrmeːɐ̯
;
derdeːɐ̯
grobeˈɡʁoːbə
Mannman
siehtziːt
michmɪç
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
,
alsals
oboːˈbeː
ichɪç
altalt
undʊnt
hässlichˈhɛslɪç
wärvɛːr
.
Ichɪç
sagzaːk
ihmiːm
undʊnt
sehrzeːɐ̯
gemessenɡəˈmɛsn̩
,
wasvas
manman
hierhiːɐ̯
Sehenswertesˈzeːənsˌveːɐ̯təs
nenntnɛnt
;
ereːɐ̯
danktdaŋkt
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
,
läuftlɔɪ̯ft
wieviː
besessenbəˈzɛsn̩
zurt͡suːɐ̯
Türtyːɐ̯
,
alsals
oboːˈbeː
derdeːɐ̯
Kopfkɔp͡f
ihmiːm
brenntbʁɛnt
.
O
holdeˈhɔldə
Schwesternˈʃvɛstɐn
ihriːɐ̯
,
diedaɪ
ihriːɐ̯
Gefühlɡəˈfyːl
gleichɡlaɪ̯ç
mirmiːɐ̯
,
heisst
dasdas
nunnuːn
Achtungˈaxtʊŋ
,
sprechtʃpʁɛçt
,
vormfoːɐ̯m
zarterenˈt͡saːɐ̯təʁən
Geschlechtɡəˈʃlɛçt
?
O
Weltvɛlt
,
o
Weltvɛlt
!
Weltvɛlt
,
duduː
kannstkanst
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
gefallenɡəˈfalən
,
hasthast
dichdɪç
förmlichˈfœʁmlɪç
umgekehrtˈʊmɡəˌkeːɐ̯t
,
vonfɔn
dendeːn
heut'gen
Männernˈmɛnɐn
allenˈælən
istɪst
auchaʊ̯x
keinerˈkaɪ̯nɐ
etwasˈɛtvas
wertveːɐ̯t
.
-
Iniˈʔɛn
früherenˈfʁyːəʁən
Zeitenˈt͡saɪ̯tn̩
nahtnaːt
manman
bescheidenbəˈʃaɪ̯dn̩
stetsʃteːt͡s
einerˈaɪ̯nɐ
zartenˈt͡saːɐ̯tn̩
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
sichzɪç
,
undʊnt
manman
warvaːɐ̯
seligˈzeːlɪk
,
entspannɛntˈʃpan
allmählichalˈmɛːlɪç
sichzɪç
einaɪ̯n
Gesprächɡəˈʃpʁɛːç
feinfaɪ̯n
sittiglich
.
Manman
sprachʃpʁaːx
vomfɔm
Wetterˈvɛtɐ
,
vonfɔn
teurenˈtɔɪ̯ʁən
Zeitenˈt͡saɪ̯tn̩
,
undʊnt
nachnaːx
undʊnt
nachnaːx
,
jedochjeˈdɔx
ganzɡant͡s
feinfaɪ̯n
,
wusst
manman
garɡaːɐ̯
zartt͡saːɐ̯t
vorzubereitenˈfoːɐ̯t͡subəˌʁaɪ̯tn̩
vonfɔn
Lieb'
einaɪ̯n
einzigˈaɪ̯nt͡sɪk
winzig
IRMENTRAUT
Wörtelein
.
Manman
reichteˈʁaɪ̯çtə
abgewandtˈapɡəˌvant
demdeːm
Flehendenˈfleːəndn̩
diedaɪ
Handhant
;
ereːɐ̯
drückteˈdʁʏktə
,
küssteˈkʏstə
sieziː
,
sankzaŋk
vorfoːɐ̯
unsʊns
aufaʊ̯f
diedaɪ
Kniekniː
,
undʊnt
danndan
-
undʊnt
danndan
-
Verschämt ihre Schürze vor die Augen haltend
IRMENTRAUT
Weltvɛlt
,
duduː
kannstkanst
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
gefallenɡəˈfalən
,
hasthast
dichdɪç
förmlichˈfœʁmlɪç
umgekehrtˈʊmɡəˌkeːɐ̯t
,
vonfɔn
dendeːn
heut'gen
Männernˈmɛnɐn
allenˈælən
istɪst
auchaʊ̯x
keinerˈkaɪ̯nɐ
etwasˈɛtvas
wertveːɐ̯t
.
ACHTER AUFTRITT
Irmentraut. Marie
MARIE
Irmentraut
,
bistbɪst
duduː
alleinaˈlaɪ̯n
?
IRMENTRAUT
Jajaː
dochdɔx
,
meinmaɪ̯n
Herzchenˈhɛʁt͡sçən
,
kommkɔm
nurnuːɐ̯
.
MARIE
Istɪst
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
nochnɔx
nichtnɪçt
hierhiːɐ̯
?
IRMENTRAUT
Heutzutageˈhɔɪ̯tt͡suˌtaːɡə
sindzɪnt
diedaɪ
Liebhaberˈliːpˌhaːbɐ
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
wieviː
sonstzɔnst
.
Aberˈaːbɐ
ereːɐ̯
kommtkɔmt
gewissɡəˈvɪs
,
ereːɐ̯
hathat
mir's
sagenˈzaːɡn̩
lassenˈlasn̩
.
MARIE
Ichɪç
hätteˈhɛtə
dochdɔx
nichtnɪçt
einwilligenˈaɪ̯nˌvɪlɪɡn̩
sollenˈzɔlən
.
IRMENTRAUT
Nichtnɪçt
einwilligenˈaɪ̯nˌvɪlɪɡn̩
sollenˈzɔlən
,
dadaː
mussmʊs
ichɪç
lachenˈlaxn̩
!
Ichɪç
weissvaɪ̯s
,
wieviː
wirviːɐ̯
Mädchenˈmeːtçən
sindzɪnt
,
ichɪç
habeˈhaːbə
michmɪç
oftɔft
gesträubtɡəˈʃtʁɔɪ̯pt
,
aberˈaːbɐ
eseːs
hathat
nichtsnɪçt͡s
geholfenɡəˈhɔlfn̩
.
Dasdas
weissvaɪ̯s
ichɪç
besserˈbɛsɐ
.
MARIE
Duduː
weisstvaɪ̯st
immerˈɪmɐ
allesˈaləs
besserˈbɛsɐ
.
Weisstvaɪ̯st
duduː
,
warumvaˈʁʊm
ichɪç
dendeːn
Ritterˈʁɪtɐ
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
sprechenˈʃpʁɛçn̩
willvɪl
?
IRMENTRAUT
Ihmiːm
einaɪ̯n
Liebeszeichen
zut͡suː
gebenˈɡeːbm̩
,
einaɪ̯n
Ringelchen
oderˈoːdɐ
sozoː
etwasˈɛtvas
dergleichendeːɐ̯ˈɡlaɪ̯çn̩
,
undʊnt
-
dasdas
wirdvɪʁt
ihmiːm
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
unangenehmˈʊnʔanɡəˌneːm
seinzaɪ̯n
,
wieviː
deindaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
immerˈɪmɐ
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
pflegtp͡fleːkt
.
MARIE
Nichtnɪçt
dochdɔx
,
dendeːn
Abschiedˈapˌʃiːt
willvɪl
ichɪç
demdeːm
Ritterˈʁɪtɐ
gebenˈɡeːbm̩
,
denndɛn
ereːɐ̯
istɪst
einaɪ̯n
böserˈbøːzɐ
Menschmɛnʃ
,
derdeːɐ̯
keineˈkaɪ̯nə
gutenˈɡuːtn̩
Absichtenˈapzɪçtn̩
habenˈhaːbm̩
kannkan
.
IRMENTRAUT
Aberˈaːbɐ
Engelskindˈɛŋl̩sˌkɪnt
,
willvɪl
ereːɐ̯
dichdɪç
denndɛn
nichtnɪçt
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
?
Kannkan
einaɪ̯n
Mannman
bessereˈbɛsəʁə
Absichtenˈapzɪçtn̩
habenˈhaːbm̩
?
MARIE
Meinmaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
willvɪl
michmɪç
ihmiːm
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
gebenˈɡeːbm̩
-
undʊnt
ichɪç
habeˈhaːbə
mir's
wohlvoːl
überlegtˈyːbɐˌleːkt
,
derdeːɐ̯
Vaterˈfaːtɐ
hathat
rechtʁɛçt
.
IRMENTRAUT
Aberˈaːbɐ
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
istɪst
einaɪ̯n
sozoː
schönerˈʃøːnɐ
,
artigerˈaːɐ̯tɪɡɐ
Herrhɛʁ
!
MARIE
Schönʃøːn
?
Undʊnt
hasthast
ihniːn
,
wieviː
ichɪç
,
nurnuːɐ̯
immerˈɪmɐ
nachtsnaxt͡s
gesehenɡəˈzeːən
.
IRMENTRAUT
Stillʃtɪl
!
-
Dasdas
istɪst
desdɛs
Rittersˈʁɪtɐs
Tritttʁɪt
!
Freudigˈfʁɔɪ̯dɪk
.
Ereːɐ̯
kommtkɔmt
,
ereːɐ̯
kommtkɔmt
!
Sie eilt ihm entgegen und öffnet ihm die Tür
MARIE
Achax
,
lieberˈliːbɐ
Gottɡɔt
,
mirmiːɐ̯
wirdvɪʁt
angstaŋst
undʊnt
bangbaŋ
!
NEUNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Der Graf als Ritter in einen Mantel gehüllt
Nr. 4 - Finale
GRAF
Beibaɪ̯
nächt'gem
Dunkelˈdʊŋkl̩
schleichʃlaɪ̯ç
ichɪç
hereinhɛˈʁaɪ̯n
,
Dankdaŋk
,
holdesˈhɔldəs
Mädchenˈmeːtçən
,
duduː
harrestˈhaʁəst
meinmaɪ̯n
.
Wasvas
darfdaʁf
ichɪç
hoffenˈhɔfn̩
,
wasvas
fürchtenˈfʏʁçtn̩
,
sprichʃpʁɪç
:
Schlägtʃlɛːkt
,
Heissgeliebte
,
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
fürfyːɐ̯
michmɪç
?
beiseite
MARIE
Ichɪç
weissvaɪ̯s
vorfoːɐ̯
Angstaŋst
keinkaɪ̯n
Wortvɔʁt
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
.
Ichɪç
zittreˈt͡sɪtʁə
wieviː
einaɪ̯n
Espenlaubˈɛspn̩ˌlaʊ̯p
.
GRAF
Duduː
schweigstʃvaɪ̯kst
?
leise zum Grafen
IRMENTRAUT
Nurnuːɐ̯
stilleˈʃtɪlə
,
ichɪç
willvɪl
fragenˈfʁaːɡn̩
!
zu Marie
IRMENTRAUT
Sozoː
hörhøːɐ̯
dochdɔx
,
Kindkɪnt
,
bistbɪst
duduː
denndɛn
taubtaʊ̯p
?
mit tiefem Knicks
MARIE
Herrhɛʁ
Grafɡʁaːf
-
IRMENTRAUT
Nichtnɪçt
garɡaːɐ̯
sozoː
untertänigˈʊntɐˌtɛːnɪk
.
GRAF
Einaɪ̯n
süsses
Wortvɔʁt
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
nurnuːɐ̯
.
leise zum Grafen
IRMENTRAUT
Eseːs
kommtkɔmt
,
sieziː
ziertt͡siːɐ̯t
sichzɪç
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
wenigˈveːnɪk
,
dasdas
liegtliːkt
iniˈʔɛn
unsererˈʊnzəʁɐ
Naturnaˈtuːɐ̯
,
dasdas
liegtliːkt
unsʊns
Mädchenˈmeːtçən
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Naturnaˈtuːɐ̯
.
MARIE
Ichɪç
weissvaɪ̯s
vorfoːɐ̯
Zagenˈt͡saːɡn̩
keinkaɪ̯n
Wortvɔʁt
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
,
wennvɛn
auchaʊ̯x
seinzaɪ̯n
Mundmʊnt
mirmiːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
schwörtʃvøːɐ̯t
.
Sollzɔl
ichɪç
bekennenbəˈkɛnən
,
dendeːn
Namenˈnaːmən
nennenˈnɛnən
desdɛs
Teurenˈtɔɪ̯ʁən
,
demdeːm
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
?
GRAF
Sieziː
weissvaɪ̯s
vorfoːɐ̯
Zagenˈt͡saːɡn̩
keinkaɪ̯n
Wortvɔʁt
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
,
oboːˈbeː
auchaʊ̯x
meinmaɪ̯n
Mundmʊnt
ihriːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
schwörtʃvøːɐ̯t
.
Möcht
sieziː
bekennenbəˈkɛnən
,
dendeːn
Namenˈnaːmən
nennenˈnɛnən
desdɛs
Teurenˈtɔɪ̯ʁən
,
demdeːm
ihriːɐ̯
Herzhɛʁt͡s
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
?
IRMENTRAUT
Sieziː
weissvaɪ̯s
vorfoːɐ̯
Zagenˈt͡saːɡn̩
keinkaɪ̯n
Wortvɔʁt
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
,
oboːˈbeː
auchaʊ̯x
seinzaɪ̯n
Mundmʊnt
ihriːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
schwörtʃvøːɐ̯t
.
Nurnuːɐ̯
frischfʁɪʃ
bekennenbəˈkɛnən
,
dendeːn
Namenˈnaːmən
nennenˈnɛnən
desdɛs
Teurenˈtɔɪ̯ʁən
,
demdeːm
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
.
's
wirdvɪʁt
besserˈbɛsɐ
euchɔɪ̯ç
vomfɔm
Mundeˈmʊndə
fliessenˈfliːsn̩
,
wennvɛn
ihriːɐ̯
alleinaˈlaɪ̯n
-
MARIE
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
duduː
bleibstblaɪ̯pst
dadaː
.
IRMENTRAUT
Ichɪç
willvɪl
jajaː
Öløːl
nurnuːɐ̯
aufaʊ̯f
diedaɪ
Lampeˈlampə
giessenˈɡiːsən
.
MARIE
Ichɪç
schreieˈʃʁaɪ̯ə
:
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
!
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
!
IRMENTRAUT
Jajaː
dochdɔx
,
jajaː
.
GRAF
Ihriːɐ̯
bleibtblaɪ̯pt
!
IRMENTRAUT
Jajaː
dochdɔx
,
ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
weichenˈvaɪ̯çn̩
.
GRAF
Mariemaˈʁiː
,
teuresˈtɔɪ̯ʁəs
Mädchenˈmeːtçən
,
sprichʃpʁɪç
undʊnt
endeˈɛndə
diesesˈdiːzəs
bangeˈbaŋə
Schweigenˈʃvaɪ̯ɡn̩
!
zu Marie
IRMENTRAUT
Seizaɪ̯
dochdɔx
nichtnɪçt
garɡaːɐ̯
sozoː
zimperlichˈt͡sɪmpɐlɪç
.
leise zu Irmentraut
MARIE
Sagzaːk
ihmiːm
-
IRMENTRAUT
Wasvas
denndɛn
?
MARIE
Ereːɐ̯
sollzɔl
gewährenɡəˈvɛːʁən
einaɪ̯n
Zeichenˈt͡saɪ̯çn̩
seinerˈzaɪ̯nɐ
Liebeˈliːbə
mirmiːɐ̯
-
eilt zum Grafen
MARIE
Bleibblaɪ̯p
dochdɔx
!
leise zum Grafen
IRMENTRAUT
Sieziː
willvɪl
sichzɪç
mirmiːɐ̯
erklärenɛɐ̯ˈklɛːʁən
.
GRAF
Imiˈʔɛm
Ernstɛʁnst
?
IRMENTRAUT
Ichɪç
steheˈʃteːə
gutɡuːt
dafürdaˈfyːɐ̯
.
leise zu Irmentraut
MARIE
Hörhøːɐ̯
dochdɔx
!
Willvɪl
ereːɐ̯
mirmiːɐ̯
dasdas
gewährenɡəˈvɛːʁən
,
sozoː
sollzɔl
ereːɐ̯
michmɪç
verlassenfɛɐ̯ˈlasn̩
gleichɡlaɪ̯ç
.
IRMENTRAUT
Wieviː
?
zu Irmentraut
GRAF
Nunnuːn
?
IRMENTRAUT
Sieziː
istɪst
nochnɔx
beimbaɪ̯m
Erklärenɛɐ̯ˈklɛːʁən
,
baldbalt
istɪst
sieziː
fertigˈfɛʁtɪk
,
freuetˈfʁɔɪ̯ət
Euchɔɪ̯ç
!
für sich
GRAF
Meinmaɪ̯n
Argwohnˈaʁkˌvoːn
schwindetˈʃvɪndət
.
Diesdaɪs
Schweigenˈʃvaɪ̯ɡn̩
kündetˈkʏndət
,
dassdas
sieziː
nurnuːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
,
einenˈaɪ̯nən
liebtliːpt
.
MARIE
Ichɪç
weissvaɪ̯s
vorfoːɐ̯
Zagenˈt͡saːɡn̩
keinkaɪ̯n
Wortvɔʁt
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
,
wennvɛn
auchaʊ̯x
seinzaɪ̯n
Mundmʊnt
mirmiːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
schwörtʃvøːɐ̯t
.
Sollzɔl
ichɪç
bekennenbəˈkɛnən
,
dendeːn
Namenˈnaːmən
nennenˈnɛnən
desdɛs
Teurenˈtɔɪ̯ʁən
,
demdeːm
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
?
GRAF
Sieziː
weissvaɪ̯s
vorfoːɐ̯
Zagenˈt͡saːɡn̩
keinkaɪ̯n
Wortvɔʁt
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
,
oboːˈbeː
auchaʊ̯x
meinmaɪ̯n
Mundmʊnt
ihriːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
schwörtʃvøːɐ̯t
.
Möcht
sieziː
bekennenbəˈkɛnən
,
dendeːn
Namenˈnaːmən
nennenˈnɛnən
desdɛs
Teurenˈtɔɪ̯ʁən
,
demdeːm
ihriːɐ̯
Herzhɛʁt͡s
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
?
IRMENTRAUT
Sieziː
weissvaɪ̯s
vorfoːɐ̯
Zagenˈt͡saːɡn̩
keinkaɪ̯n
Wortvɔʁt
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
,
oboːˈbeː
auchaʊ̯x
seinzaɪ̯n
Mundmʊnt
ihriːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
schwörtʃvøːɐ̯t
.
Nurnuːɐ̯
frischfʁɪʃ
bekennenbəˈkɛnən
,
dendeːn
Namenˈnaːmən
nennenˈnɛnən
desdɛs
Teurenˈtɔɪ̯ʁən
,
demdeːm
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
.
sich ein Herz fassend
MARIE
Herrhɛʁ
Grafɡʁaːf
,
ichɪç
mussmʊs
Euchɔɪ̯ç
freifʁaɪ̯
gestehenɡəˈʃteːən
-
zum Grafen
IRMENTRAUT
Eseːs
kommtkɔmt
,
eseːs
kommtkɔmt
.
zu Marie
IRMENTRAUT
Nurnuːɐ̯
dreistdʁaɪ̯st
undʊnt
nichtnɪçt
verzagtfɛɐ̯ˈt͡saːkt
.
MARIE
Ichɪç
darfdaʁf
Euchɔɪ̯ç
fernerˈfɛʁnɐ
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
sehenˈzeːən
-
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
-
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
istɪst
schonʃoːn
versagtfɛɐ̯ˈzaːkt
.
IRMENTRAUT
Kindkɪnt
,
bistbɪst
duduː
tolltɔl
?
Wasvas
fälltfɛlt
dirdiːɐ̯
einaɪ̯n
?
GRAF
Willstvɪlst
duduː
michmɪç
derdeːɐ̯
Verzweiflungfɛɐ̯ˈt͡svaɪ̯flʊŋ
weihn
?
Duduː
lässtlɛst
michmɪç
kaltkalt
vonfɔn
hinnenˈhɪnən
scheidenˈʃaɪ̯dn̩
,
misstraustmɪsˈtʁaʊ̯st
derdeːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
Schwurʃvuːɐ̯
?
O
gönneˈɡœnə
mirmiːɐ̯
alsals
Trosttʁoːst
imiˈʔɛm
Leidenˈlaɪ̯dn̩
dendeːn
Scheinʃaɪ̯n
derdeːɐ̯
Hoffnungˈhɔfnʊŋ
nurnuːɐ̯
!
Verschmähstfɛɐ̯ˈʃmɛːst
duduː
,
weilvaɪ̯l
ichɪç
vornehmˈfoːɐ̯ˌneːm
binbɪn
,
nurnuːɐ̯
meinesˈmaɪ̯nəs
Herzensˈhɛʁt͡sn̩s
Triebeˈtʁiːbə
?
Gernɡɛʁn
gäb
ichɪç
Glanzɡlant͡s
undʊnt
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
hinhɪn
fürfyːɐ̯
dichdɪç
,
fürfyːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
!
ZEHNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Georg eilig
GEORG
Derdeːɐ̯
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
MARIE
Derdeːɐ̯
Vaterˈfaːtɐ
!
IRMENTRAUT
Derdeːɐ̯
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
GEORG
Dassdas
ihniːn
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
holhoːl
!
zum Grafen
MARIE
Entferntɛntˈfɛʁnt
Euchɔɪ̯ç
!
Entferntɛntˈfɛʁnt
Euchɔɪ̯ç
!
zu Marie
GRAF
Dasdas
letzteˈlɛt͡stə
Lebewohl[ˌleːbəˈvoːl]
!
reicht ihm die Hand
MARIE
IRMENTRAUT
,
MARIEmaˈʁiː
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
.
Entferntɛntˈfɛʁnt
Euchɔɪ̯ç
!
Fortfoːɐ̯
!
Fortfoːɐ̯
!
stösst von aussen den Fensterladen auf
STADINGER
Alleˈalə
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
Derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
!
Heheː
,
Konradˈkɔnʁaːt
!
Georgˈɡeːɔʁk
!
Wovoː
steckenˈʃtɛkn̩
diedaɪ
Schlingelˈʃlɪŋl̩
?
entfernt sich durch die Seitentür
nimmt eine lange Lanze und sticht überall herum, als ob er den Grafen verfolge
GEORG
Reisst
ausaʊ̯s
!
Reisst
ausaʊ̯s
!
Ichɪç
spiessʃpiːs
Euchɔɪ̯ç
aufaʊ̯f
!
STADINGER
undʊnt
GESELLENɡəˈzɛlən
kommen von verschiedenen Seiten
ELFTER AUFTRITT
Die Vorigen ohne Graf. Stadinger. Gesellen
GESELLEN
Wasvas
istɪst
geschehenɡəˈʃeːən
?
Wasvas
sollzɔl
dasdas
Schreinʃʁaɪ̯n
?
Fangtfaŋt
aufaʊ̯f
dendeːn
Diebdiːp
!
Fangtfaŋt
aufaʊ̯f
,
fangtfaŋt
aufaʊ̯f
!
zu Georg
STADINGER
Hagelˈhaːɡl̩
undʊnt
Wetterˈvɛtɐ
!
Duduː
dummerˈdʊmɐ
Tölpelˈtœlpl̩
,
duduː
liessest
dendeːn
Ritterˈʁɪtɐ
jajaː
dochdɔx
hineinhɪˈnaɪ̯n
.
GEORG
Ereːɐ̯
kamkaːm
soebenzoˈʔeːbn̩
-
MARIEmaˈʁiː
undʊnt
IRMENTRAUT
Ereːɐ̯
kamkaːm
soebenzoˈʔeːbn̩
.
ihnen nachäffend
STADINGER
Ereːɐ̯
kamkaːm
soebenzoˈʔeːbn̩
-
Gesindelɡəˈzɪndl̩
,
wolltvɔlt
ihriːɐ̯
wohlvoːl
ruhigˈʁuːɪk
seinzaɪ̯n
?
Ereːɐ̯
istɪst
nichtnɪçt
hinaushɪˈnaʊ̯s
-
durchsuchtdʊʁçˈzuːxt
dasdas
Haushaʊ̯s
-
rührtʁyːɐ̯t
eureˈɔɪ̯ʁə
Beineˈbaɪ̯nə
!
Nichtnɪçt
sozoː
faulfaʊ̯l
!
teilen sich nach verschiedenen Seiten
MARIE
Achax
,
lieberˈliːbɐ
Vaterˈfaːtɐ
!
IRMENTRAUT
Achax
,
lieberˈliːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
STADINGER
Stillʃtɪl
,
altesˈaltəs
Plappermaul
!
ausser sich
IRMENTRAUT
Plappermaul
!
zu Marie
STADINGER
Duduː
kommstkɔmst
insɪns
Klosterˈkloːstɐ
!
MARIE
Achax
,
lieberˈliːbɐ
Vaterˈfaːtɐ
!
zu Irmentraut
STADINGER
Sieziː
ausaʊ̯s
demdeːm
Haushaʊ̯s
!
gekränkt
IRMENTRAUT
Einaɪ̯n
altesˈaltəs
Plappermaul
!
leise zu Georg
MARIE
Wovoː
istɪst
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
?
ebenso
IRMENTRAUT
Istɪst
ereːɐ̯
hinaushɪˈnaʊ̯s
?
ebenso
GEORG
Zumt͡sʊm
Fensterˈfɛnstɐ
.
MARIE
Gottɡɔt
seizaɪ̯
Dankdaŋk
!
Neinnaɪ̯n
,
nunnuːn
darfdaʁf
ereːɐ̯
nieniː
mehrmeːɐ̯
wagenˈvaːɡn̩
,
dieserˈdiːzɐ
Pforteˈp͡fɔʁtə
kühnkyːn
zut͡suː
nahn
.
IRMENTRAUT
Achax
,
nunnuːn
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
nieniː
mehrmeːɐ̯
wagenˈvaːɡn̩
,
dieserˈdiːzɐ
Pforteˈp͡fɔʁtə
kühnkyːn
zut͡suː
nahn
.
GEORG
Dochdɔx
ereːɐ̯
wirdvɪʁt
sichzɪç
ohneˈoːnə
Zagenˈt͡saːɡn̩
baldbalt
derdeːɐ̯
Pforteˈp͡fɔʁtə
wiederˈviːdɐ
nahn
.
STADINGER
Haha
,
ereːɐ̯
sollzɔl
eseːs
nieniː
mehrmeːɐ̯
wagenˈvaːɡn̩
,
dieserˈdiːzɐ
Pforteˈp͡fɔʁtə
kühnkyːn
zut͡suː
nahn
.
sammeln sich wieder
STADINGER
Nichtsnɪçt͡s
gefundenɡəˈfʊndn̩
?
GESELLEN
Keineˈkaɪ̯nə
Mausmaʊ̯s
!
STADINGER
Wovoː
istɪst
derdeːɐ̯
Konradˈkɔnʁaːt
?
GESELLEN
Nichtnɪçt
zut͡suː
Haushaʊ̯s
!
sich stellend, als ob er eben erst von der Seite aufträte
GEORG
Derdeːɐ̯
liegtliːkt
schonʃoːn
längstlɛŋst
iniˈʔɛn
süsser
Ruh'
.
verwundert
STADINGER
Ereːɐ̯
schläftʃlɛːft
?
MARIE
Ereːɐ̯
schläftʃlɛːft
?
STADINGER
Schlafmützeˈʃlaːfˌmʏt͡sə
duduː
!
Ichɪç
willvɪl
nunnuːn
auchaʊ̯x
zurt͡suːɐ̯
Ruheˈʁuːə
gehnɡeːn
,
umʊm
mitmɪt
demdeːm
Frühstenˈfʁyːstn̩
aufzustehn
undʊnt
meinemˈmaɪ̯nəm
Hauseˈhaʊ̯zə
Ruh'
zut͡suː
schaffenˈʃafn̩
vorfoːɐ̯
diesemˈdiːzm̩
Liebenauer[ˈliːbənaʊ̯ɐ]
Grafenˈɡʁaːfn̩
.
spöttisch
GESELLEN
Grafɡʁaːf
Liebenauˈliːbənaʊ̯
?
Schauʃaʊ̯
,
schauʃaʊ̯
!
MARIE
O
verzeihtfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯t
nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
nochnɔx
.
zu Marie und Irmentraut
STADINGER
Marschmaʁʃ
zut͡suː
Bettbɛt
!
IRMENTRAUT
Plappermaul
!
zu den Gesellen
STADINGER
Guteˈɡuːtə
Nachtnaxt
!
GESELLEN
Guteˈɡuːtə
Nachtnaxt
!
entfernen sich nach verschiedenen Seiten. Die Bühne bleibt eine Zeitlang leer und dunkel
öffnet dann leise die Seitentür und tritt mit der Lampe leise wieder herein
ZWÖLFTER AUFTRITT
Marie allein
Rezitativ und Arie
schleicht nach Konrads Kammer und horcht
MARIE
Ereːɐ̯
schläftʃlɛːft
!
Wirviːɐ̯
alleˈalə
sindzɪnt
iniˈʔɛn
Angstaŋst
undʊnt
Notnoːt
,
undʊnt
ereːɐ̯
kannkan
schlafenˈʃlaːfn̩
,
dasdas
begreifbəˈɡʁaɪ̯f
ichɪç
nichtnɪçt
.
Achax
,
ereːɐ̯
fühltfyːlt
nichtnɪçt
wieviː
ichɪç
,
sonstzɔnst
müsstmʏst
ereːɐ̯
ahnenˈaːnən
,
dassdas
ichɪç
ihmiːm
naheˈnaːə
binbɪn
,
dassdas
ichɪç
michmɪç
sehneˈzeːnə
,
ne
guteˈɡuːtə
Nachtnaxt
ausaʊ̯s
seinemˈzaɪ̯nəm
Mundmʊnt
zut͡suː
hörenˈhøːʁən
.
Ereːɐ̯
istɪst
sozoː
gutɡuːt
,
sozoː
bravbʁaːf
undʊnt
biederˈbiːdɐ
,
seinzaɪ̯n
redlichˈʁeːtlɪç
Herzhɛʁt͡s
find't
manman
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
;
wieviː
ereːɐ̯
beglücktbəˈɡlʏkt
michmɪç
keinerˈkaɪ̯nɐ
wiederˈviːdɐ
,
undʊnt
wenn's
derdeːɐ̯
Königˈkøːnɪk
selberˈzɛlbɐ
wärvɛːr
!
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
alleinaˈlaɪ̯n
tut's
nichtnɪçt
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
,
dasdas
istɪst
nunnuːn
einmalˈaɪ̯nmaːl
weltbekanntˈvɛltbəˌkant
;
mitmɪt
Konradˈkɔnʁaːt
kannkan
ichɪç
glücklichˈɡlʏklɪç
werdenˈveːɐ̯dn̩
,
ereːɐ̯
giltɡɪlt
mirmiːɐ̯
mehrmeːɐ̯
alsals
Kron'
undʊnt
Landlant
.
Wieviː
wär's
,
wennvɛn
ichɪç
ihniːn
weckteˈvɛktə
?
Garɡaːɐ̯
zut͡suː
gernɡɛʁn
möcht
ichɪç
einaɪ̯n
süsses
Wortvɔʁt
mitmɪt
ihmiːm
nochnɔx
plaudernˈplaʊ̯dɐn
.
Sie geht an die Tür, klopft und ruft leise
MARIE
Konradˈkɔnʁaːt
!
lauter
MARIE
Konradˈkɔnʁaːt
!
ärgerlich und laut rufend
MARIE
Konradˈkɔnʁaːt
!
Duduː
Murmeltierˈmʊʁml̩ˌtiːɐ̯
!
Sie erschrickt
MARIE
Wieviː
unvorsichtigˈʊnfoːɐ̯ˌzɪçtɪk
!
Wennvɛn
manman
michmɪç
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
!
Sie schleicht auf den Zehen zu den anderen Türen und horcht
MARIE
Neinnaɪ̯n
,
Gottɡɔt
seizaɪ̯
Dankdaŋk
,
's
istɪst
allesˈaləs
stillʃtɪl
gebliebenɡəˈbliːbm̩
.
Oboːˈbeː
wohlvoːl
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
glücklichˈɡlʏklɪç
heimgekehrtˈhaɪ̯mɡəˌkeːɐ̯t
?
Sie öffnet leise den Fensterladen im Hintergrunde. Man erblickt die Gegend im Mondenschein.
MARIE
O
schöneˈʃøːnə
Nachtnaxt
,
wieviː
hellhɛl
diedaɪ
Sternleinˈʃtɛʁnlaɪ̯n
flimmernˈflɪmɐn
!
Sie erschrickt
MARIE
Täuschtɔɪ̯ʃ
ichɪç
michmɪç
nichtnɪçt
,
sozoː
stehetˈʃteːət
dortdɔʁt
amaːm
Baumeˈbaʊ̯mə
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
nochnɔx
,
imiˈʔɛm
Mantelˈmantl̩
eingehülltˈaɪ̯nɡəˌhʏlt
.
Sie riegelt schnell den Laden zu und stellt sich mit dem Rücken dagegen, als wolle sie ein Eindringen verhüten, dann sieht sie durch die Spalte
MARIE
Einaɪ̯n
art'ger
Herrhɛʁ
ist's
freilichˈfʁaɪ̯lɪç
,
schlankʃlaŋk
undʊnt
feinfaɪ̯n
,
undʊnt
zut͡suː
beneidenbəˈnaɪ̯dn̩
magmaːk
diedaɪ
Dameˈdaːmə
seinzaɪ̯n
,
diedaɪ
ereːɐ̯
zurt͡suːɐ̯
Gattinˈɡatɪn
sichzɪç
erwähltɛɐ̯ˈvɛːlt
.
's
magmaːk
freilichˈfʁaɪ̯lɪç
nichtnɪçt
sozoː
übelˈyːbl̩
seinzaɪ̯n
,
zut͡suː
wohnenˈvoːnən
iniˈʔɛn
'nem
schönenˈʃøːnən
Schlossʃlɔs
,
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
:
Feldfɛlt
undʊnt
Waldvalt
sindzɪnt
meinmaɪ̯n
,
undʊnt
mirmiːɐ̯
gehorchtɡəˈhɔʁçt
derdeːɐ̯
Dienerˈdiːnɐ
Trosstʁɔs
.
Zut͡suː
thronenˈtʁoːnən
beimbaɪ̯m
Turnieretʊʁˈniːʁə
inmittenɪnˈmɪtn̩
schönerˈʃøːnɐ
Fraun
undʊnt
hochhoːx
vonfɔn
demdeːm
Altanealˈtaːnə
vollfɔl
Huldhʊlt
hinabhɪˈnap
zut͡suː
schaun
,
wieviː
sieziː
diedaɪ
Lanzenˈlant͡sn̩
brechenˈbʁɛçn̩
beimbaɪ̯m
Schalleˈʃalə
derdeːɐ̯
Trompetentʁɔmˈpeːtn̩
,
wieviː
sieziː
sichzɪç
hauenˈhaʊ̯ən
,
stechenˈʃtɛçn̩
,
bisbɪs
einerˈaɪ̯nɐ
Siegerˈziːɡɐ
istɪst
;
manman
winketˈvɪŋkət
danndan
demdeːm
Tapfern
mitmɪt
wohlgefäll'ger
Mien'
undʊnt
reichtʁaɪ̯çt
mitmɪt
schönenˈʃøːnən
Wortenˈvɔʁtn̩
dendeːn
Ehrenkranzˈeːʁənˌkʁant͡s
ihmiːm
hinhɪn
.
Manman
sprichtʃpʁɪçt
-
manman
sprichtʃpʁɪçt
:
Hierhiːɐ̯
,
lieberˈliːbɐ
tapfrer
Rittersmannˈʁɪtɐsˌman
,
seizaɪ̯
Euchɔɪ̯ç
meinmaɪ̯n
schönsterˈʃøːnstɐ
Dankdaŋk
gebrachtɡəˈbʁaxt
,
ichɪç
schautʃaʊ̯t
Euchɔɪ̯ç
mitmɪt
Vergnügenfɛɐ̯ˈɡnyːɡn̩
anaːˈʔɛn
,
Ihriːɐ̯
habt's
rechtʁɛçt
gutɡuːt
gemachtɡəˈmaxt
.
Danndan
zumt͡sʊm
Bankettbaŋˈkɛt
,
zumt͡sʊm
reichenˈʁaɪ̯çn̩
Mahlmaːl
imiˈʔɛm
goldnen
Saalzaːl
beimbaɪ̯m
Kerzenscheinˈkɛʁt͡sn̩ˌʃaɪ̯n
!
Dasdas
mussmʊs
'ne
wahreˈvaːʁə
Wonneˈvɔnə
seinzaɪ̯n
!
Pause
MARIE
Wasvas
fichtfɪçt
dichdɪç
anaːˈʔɛn
,
duduː
törichtˈtøːʁɪçt
Mädchenˈmeːtçən
?
Deindaɪ̯n
kind'scher
Sinnzɪn
führtfyːɐ̯t
dichdɪç
zut͡suː
weitvaɪ̯t
!
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
alleinaˈlaɪ̯n
tut's
nichtnɪçt
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
,
dasdas
istɪst
nunnuːn
einmalˈaɪ̯nmaːl
weltbekanntˈvɛltbəˌkant
;
mitmɪt
Konradˈkɔnʁaːt
kannkan
ichɪç
glücklichˈɡlʏklɪç
werdenˈveːɐ̯dn̩
,
ereːɐ̯
giltɡɪlt
mirmiːɐ̯
mehrmeːɐ̯
alsals
Kron'
undʊnt
Landlant
.
Sie nimmt die Lampe, und sich nach seiner Tür wendend, singt sie im Abgehen
MARIE
Sozoː
schlummreˈʃlʊmʁə
sanftzanft
,
duduː
Trautertʁaʊ̯tɐ
,
duduː
,
dirdiːɐ̯
wünschtvʏnʃt
deindaɪ̯n
Liebchenˈliːpçən
süsseˈzyːsə
Ruh'
!
Schlummreˈʃlʊmʁə
sanftzanft
!
Schlummreˈʃlʊmʁə
sanftzanft
!
Der Vorhang fällt langsam
ENTR'ACT
ZWEITER AKT
Ein einfaches Zimmer in Stadingers Wohnung mit Mittel- und Seitentüren
ERSTER AUFTRITT
Graf als Schmiedegeselle. Dann Marie
GRAF
Ichɪç
weissvaɪ̯s
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Tattaːt
nichtnɪçt
,
wieviː
ichɪç
michmɪç
bisbɪs
zurt͡suːɐ̯
Zeitt͡saɪ̯t
derdeːɐ̯
Entdeckungɛntˈdɛkʊŋ
gegenˈɡeːɡn̩
Mariemaˈʁiː
benehmenbəˈneːmən
sollzɔl
.
Amaːm
bestenˈbɛstn̩
ist's
,
ichɪç
plageˈplaːɡə
sieziː
mitmɪt
Eifersuchtˈaɪ̯fɐˌzʊxt
,
vielleichtfiˈlaɪ̯çt
gestehtɡəˈʃteːt
sieziː
mirmiːɐ̯
beibaɪ̯
derdeːɐ̯
Gelegenheitɡəˈleːɡn̩haɪ̯t
,
wasvas
sieziː
gesternˈɡɛstɐn
abendˈaːbm̩t
mitmɪt
demdeːm
Ritterˈʁɪtɐ
-
mitmɪt
mirmiːɐ̯
nämlichˈnɛːmlɪç
-
gesprochenɡəˈʃpʁɔxn̩
hathat
.
Dadaː
istɪst
sieziː
!
-
Frischfʁɪʃ
,
Konradˈkɔnʁaːt
,
seizaɪ̯
eifersüchtigˈaɪ̯fɐˌzʏçtɪk
.
von der Seite auftretend und ängstlich auf Konrads Anrede wartend
MARIE
Gutenˈɡuːtn̩
Morgenˈmɔʁɡn̩
,
Konradˈkɔnʁaːt
.
sich verdriesslich stellend
GRAF
Morgenˈmɔʁɡn̩
!
MARIE
Bistbɪst
duduː
schonʃoːn
aufaʊ̯f
,
Konradˈkɔnʁaːt
?
GRAF
Schonʃoːn
langeˈlaŋə
!
MARIE
Bistbɪst
duduː
heuteˈhɔɪ̯tə
schonʃoːn
ausgewesen
?
GRAF
Neinnaɪ̯n
!
MARIE
Duduː
kommstkɔmst
dochdɔx
heuteˈhɔɪ̯tə
hinaushɪˈnaʊ̯s
aufaʊ̯f
dendeːn
Weinbergˈvaɪ̯nˌbɛʁk
?
GRAF
Möglichˈmøːklɪç
MARIE
Duduː
Brummbärˈbʁʊmˌbɛːɐ̯
,
duduː
!
Sie wendet sich schnell zum Abgehen
GRAF
Treibttʁaɪ̯pt
Euchɔɪ̯ç
dasdas
böseˈbøːzə
Gewissenɡəˈvɪsn̩
oderˈoːdɐ
habthaːpt
Ihriːɐ̯
demdeːm
Ritterˈʁɪtɐ
eineˈaɪ̯nə
andereˈandəʁə
Liebesstunde
gegebenɡəˈɡeːbm̩
?
MARIE
Konradˈkɔnʁaːt
,
machmax
michmɪç
nichtnɪçt
böseˈbøːzə
!
GRAF
Ichɪç
binbɪn
unwürdigˈʊnˌvʏʁdɪk
Euresˈɔɪ̯ʁəs
Zornst͡sɔʁns
,
gestrengeɡəˈʃtʁɛŋə
Rittersfrau
.
MARIE
Meinenˈmaɪ̯nn̩
Zornt͡sɔʁn
verdienstfɛɐ̯ˈdiːnst
duduː
,
aberˈaːbɐ
meineˈmaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
nichtnɪçt
.
GRAF
Könntkœnt
Ihr's
leugnenˈlɔɪ̯ɡnən
,
dassdas
Ihriːɐ̯
mitmɪt
demdeːm
Ritterˈʁɪtɐ
gesternˈɡɛstɐn
eineˈaɪ̯nə
Unterredungˌʊntɐˈʁeːdʊŋ
hattetˈhatət
?
MARIE
Neinnaɪ̯n
,
undʊnt
ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
nochnɔx
rechtʁɛçt
oftɔft
mitmɪt
ihmiːm
redenˈʁeːdn̩
!
GRAF
Wieviː
?
Nr. 5 - Duett
GRAF
Ihriːɐ̯
wisstvɪst
,
dassdas
ereːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
liebtliːpt
?
MARIE
Jajaː
!
GRAF
Dassdas
ereːɐ̯
verwegenfɛɐ̯ˈveːɡn̩
istɪst
-
MARIE
Jajaː
!
GRAF
Dassdas
ereːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
auchaʊ̯x
entführenɛntˈfyːʁən
kannkan
gewaltsamɡəˈvaltzaːm
wieviː
durchdʊʁç
Listlɪst
?
MARIE
Jajaː
,
jajaː
,
jajaː
,
jajaː
!
GRAF
Darfdaʁf
ichɪç
dendeːn
Ohrenˈoːʁən
trauenˈtʁaʊ̯ən
?
MARIE
Derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
istɪst
einaɪ̯n
schönerˈʃøːnɐ
Mannman
,
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
istɪst
einaɪ̯n
reicherˈʁaɪ̯çɐ
Mannman
,
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
istɪst
einaɪ̯n
art'ger
Mannman
,
dendeːn
ichɪç
vorfoːɐ̯
allenˈælən
leidenˈlaɪ̯dn̩
kannkan
-
denndɛn
,
wennvɛn
ichɪç
mitmɪt
ihmiːm
redenˈʁeːdn̩
tuteːˈʔuː
,
sozoː
hörthøːɐ̯t
ereːɐ̯
aufmerksamˈaʊ̯fˌmɛʁkzaːm
mirmiːɐ̯
zut͡suː
undʊnt
liegtliːkt
nichtnɪçt
dadaː
undʊnt
schläftʃlɛːft
!
Verstandenfɛɐ̯ˈʃtandn̩
?
Verstandenfɛɐ̯ˈʃtandn̩
?
Nunnuːn
gehɡeː
,
lasslas
michmɪç
iniˈʔɛn
Ruh'
.
GRAF
Dochdɔx
warumvaˈʁʊm
diedaɪ
Ärmsteˈɛʁmstə
quälenˈkvɛːlən
,
ihriːɐ̯
bereitenbəˈʁaɪ̯tn̩
dieseˈdiːzə
Peinpaɪ̯n
?
Sieziː
wirdvɪʁt
michmɪç
wahrlichˈvaːɐ̯lɪç
schmälen
,
mirmiːɐ̯
imiˈʔɛm
Ernsteˈɛʁnstə
böseˈbøːzə
seinzaɪ̯n
!
MARIE
Sozoː
mitmɪt
Eifersuchtˈaɪ̯fɐˌzʊxt
sichzɪç
quälenˈkvɛːlən
,
wärvɛːr
einaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
vollerˈfɔlɐ
Peinpaɪ̯n
.
Lieberˈliːbɐ
niemalsˈniːmaːls
sichzɪç
vermählenfɛɐ̯ˈmɛːlən
,
lieberˈliːbɐ
alteˈaltə
Jungferˈjʊŋfɐ
seinzaɪ̯n
!
Sie setzt sich weinend an den Tisch.
MARIE
Sozoː
bitterˈbɪtɐ
diedaɪ
zut͡suː
kränkenˈkʁɛŋkn̩
,
diedaɪ
ihmiːm
ihriːɐ̯
Herzhɛʁt͡s
geweihtɡəˈvaɪ̯t
.
für sich
GRAF
Allmählichalˈmɛːlɪç
einzulenkenˈaɪ̯nt͡suˌlɛŋkn̩
,
istɪst
nunnuːn
baldbalt
anaːˈʔɛn
derdeːɐ̯
Zeitt͡saɪ̯t
.
MARIE
Wieviː
gernɡɛʁn
vergäb
ichɪç
ihmiːm
,
bereut'
ereːɐ̯
seinzaɪ̯n
Vergehn
.
für sich
GRAF
Jajaː
baldbalt
,
baldbalt
sollstzɔlst
duduː
michmɪç
zut͡suː
deinenˈdaɪ̯nən
Füssenˈfʏsn̩
sehnzeːn
.
aufstehend
MARIE
Ichɪç
glaubɡlaʊ̯p
,
ereːɐ̯
kommtkɔmt
,
dasdas
dacht
ichɪç
mirmiːɐ̯
.
sich nähernd
GRAF
Eseːs
tuttuːt
mirmiːɐ̯
leidlaɪ̯t
,
ichɪç
gingɡɪŋ
zut͡suː
weitvaɪ̯t
:
Dochdɔx
Eifersuchtˈaɪ̯fɐˌzʊxt
kenntkɛnt
keineˈkaɪ̯nə
Schrankenˈʃʁaŋkn̩
.
beiseite
MARIE
Ichɪç
glaubɡlaʊ̯p
,
ereːɐ̯
kommtkɔmt
Er gibt klein bei
MARIE
undʊnt
mussmʊs
zuletztt͡suˈlɛt͡st
fürfyːɐ̯
gnäd'ge
Strafeˈʃtʁaːfə
sichzɪç
bedankenbəˈdaŋkn̩
.
GRAF
Dochdɔx
warumvaˈʁʊm
diedaɪ
Ärmsteˈɛʁmstə
quälenˈkvɛːlən
,
ihriːɐ̯
bereitenbəˈʁaɪ̯tn̩
dieseˈdiːzə
Peinpaɪ̯n
?
Sieziː
wirdvɪʁt
michmɪç
wahrlichˈvaːɐ̯lɪç
schmälen
,
mirmiːɐ̯
imiˈʔɛm
Ernsteˈɛʁnstə
böseˈbøːzə
seinzaɪ̯n
!
MARIE
Sozoː
mitmɪt
Eifersuchtˈaɪ̯fɐˌzʊxt
sichzɪç
quälenˈkvɛːlən
,
wärvɛːr
einaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
vollerˈfɔlɐ
Peinpaɪ̯n
.
Lieberˈliːbɐ
niemalsˈniːmaːls
sichzɪç
vermählenfɛɐ̯ˈmɛːlən
,
lieberˈliːbɐ
alteˈaltə
Jungferˈjʊŋfɐ
seinzaɪ̯n
!
GRAF
Wasvas
sprachstʃpʁaːxst
duduː
mitmɪt
demdeːm
Ritterˈʁɪtɐ
?
Diesdaɪs
eineˈaɪ̯nə
sageˈzaːɡə
mirmiːɐ̯
.
MARIE
Jejeː
nunnuːn
,
wirviːɐ̯
sprachenˈʃpʁaːxn̩
-
vomfɔm
Wetterˈvɛtɐ
,
vonfɔn
diesemˈdiːzm̩
undʊnt
vonfɔn
jenemˈjeːnəm
,
vonfɔn
ganzɡant͡s
gleichgült'gen
Dingenˈdɪŋən
,
wirviːɐ̯
sprachenˈʃpʁaːxn̩
auchaʊ̯x
vonfɔn
dirdiːɐ̯
.
für sich
GRAF
Diedaɪ
Hexeˈhɛksə
,
wieviː
sieziː
lügtlyːkt
.
für sich
MARIE
Dendeːn
Stichʃtɪç
hathat
ereːɐ̯
verstandenfɛɐ̯ˈʃtandn̩
.
Ereːɐ̯
schweigtʃvaɪ̯kt
,
drumdʁʊm
hoffeˈhɔfə
ichɪç
,
istɪst
Besserungˈbɛsəʁʊŋ
vorhandenfoːɐ̯ˈhandn̩
.
GRAF
Duduː
sagtestˈzaːktəst
ihmiːm
-
duduː
sagtestˈzaːktəst
ihmiːm
-
MARIE
Dassdas
ichɪç
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
bereitsbəˈʁaɪ̯t͡s
verschenktfɛɐ̯ˈʃɛŋkt
anaːˈʔɛn
einenˈaɪ̯nən
Undankbarenˈʊnˌdaŋkbaːʁən
,
derdeːɐ̯
michmɪç
nurnuːɐ̯
quältkvɛːlt
undʊnt
kränktkʁɛŋkt
undʊnt
dendeːn
ichɪç
dennochˈdɛnɔx
liebeˈliːbə
,
undʊnt
wennvɛn
ereːɐ̯
michmɪç
auchaʊ̯x
quältkvɛːlt
-
dasdas
habhaːp
ichɪç
ihmiːm
erzähltɛɐ̯ˈt͡sɛːlt
.
sich vor ihr niederwerfend
GRAF
Mariemaˈʁiː
,
süsses
Lebenˈleːbm̩
,
o
kannstkanst
duduː
mirmiːɐ̯
vergebenfɛɐ̯ˈɡeːbn̩
dasdas
unbedachteˈʊnbəˌdaxtə
Wortvɔʁt
?
MARIE
Dadaː
liegtliːkt
ereːɐ̯
jajaː
,
dasdas
wussteˈvʊstə
ichɪç
,
dasdas
mussteˈmʊstə
auchaʊ̯x
sozoː
kommenˈkɔmən
.
Mit Pathos
MARIE
Seidzaɪ̯t
wiederumˈviːdəʁʊm
,
Herrhɛʁ
Waffenschmiedˈvafənˌʃmiːt
,
iniˈʔɛn
Gnadenˈɡnaːdn̩
angenommenˈanɡəˌnɔmən
.
GRAF
Duduː
zürnstt͡sʏʁnst
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
?
MARIE
Ichɪç
denkdɛŋk
nichtnɪçt
drandʁan
!
GRAF
Duduː
wirstvɪʁst
meinmaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
?
MARIE
Undʊnt
duduː
meinmaɪ̯n
Mannman
!
GRAF
Ichɪç
binbɪn
sozoː
armaʁm
-
MARIE
Binbɪn
ichɪç
denndɛn
reichʁaɪ̯ç
?
GRAF
Deindaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
dochdɔx
-
MARIE
Dasdas
bleibtblaɪ̯pt
sichzɪç
gleichɡlaɪ̯ç
.
Undʊnt
wärvɛːr
ichɪç
nochnɔx
sozoː
hochgestelltˈhoːxɡəˌʃtɛlt
,
Besäss
ichɪç
allesˈaləs
Gutɡuːt
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
-
Gernɡɛʁn
gäb
ichɪç
Glanzɡlant͡s
undʊnt
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
hinhɪn
fürfyːɐ̯
dichdɪç
undʊnt
deineˈdaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
!
für sich
GRAF
Ahaaˈha
,
dasdas
istɪst
vonfɔn
mirmiːɐ̯
!
MARIE
Fürfyːɐ̯
dichdɪç
undʊnt
deineˈdaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
!
sich umarmend
BEIDE
Wovoː
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
Flammenˈflamən
brennenˈbʁɛnən
,
stelltʃtɛlt
auchaʊ̯x
Eifersuchtˈaɪ̯fɐˌzʊxt
sichzɪç
einaɪ̯n
;
dochdɔx
sollzɔl
keineˈkaɪ̯nə
Machtmaxt
unsʊns
trennenˈtʁɛnən
,
keineˈkaɪ̯nə
Zwietrachtˈt͡sviːtʁaxt
unsʊns
entzwein
.
ZWEITER AUFTRITT
Die Vorigen. Irmentraut
IRMENTRAUT
Allaːʔɛlˈʔɛl
ihriːɐ̯
Heiligenˈhaɪ̯lɪɡn̩
!
Wasvas
mussmʊs
ichɪç
sehenˈzeːən
?
GRAFɡʁaːf
undʊnt
MARIEmaˈʁiː
O
wehveː
!
Sozoː
,
meinmaɪ̯n
feinesˈfaɪ̯nəs
Jüngferchen
,
wovoː
eseːs
sichzɪç
umʊm
Ihreˈiːʁə
Zukunftˈt͡suːˌkʊnft
,
Ihriːɐ̯
Glückɡlʏk
handeltˈhandl̩t
,
spieltʃpiːlt
Sieziː
diedaɪ
Sprödeˈʃpʁøːdə
,
diedaɪ
Zimperlicheˈt͡sɪmpɐlɪçə
,
lässtlɛst
sichzɪç
aberˈaːbɐ
vonfɔn
dendeːn
Gesellenɡəˈzɛlən
Ihresˈiːʁəs
Vatersˈfaːtɐs
herzenˈhɛʁt͡sn̩
undʊnt
küssenˈkʏsn̩
,
dassdas
eseːs
eineˈaɪ̯nə
Freudeˈfʁɔɪ̯də
istɪst
.
GRAFɡʁaːf
undʊnt
MARIEmaˈʁiː
Aberˈaːbɐ
liebeˈliːbə
Irmentraut
!
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
Dorotheadoʁoˈteːa
Scholastika
Irmentraut
binbɪn
ichɪç
fürfyːɐ̯
Ihniːn
,
Ereːɐ̯
küsseriger
Schmiedegeselle
.
Undʊnt
Sieziː
,
Jüngferchen
,
machtmaxt
mirmiːɐ̯
Vorwürfeˈfoːɐ̯ˌvʏʁfə
,
weilvaɪ̯l
ichɪç
einaɪ̯n
Verständnisfɛɐ̯ˈʃtɛntnɪs
begünstigebəˈɡʏnstɪɡə
,
dasdas
Ihriːɐ̯
nurnuːɐ̯
Glanzɡlant͡s
undʊnt
Ehreˈeːʁə
bringenˈbʁɪŋən
kannkan
,
undʊnt
nunnuːn
mussmʊs
ichɪç
sehenˈzeːən
,
dassdas
Sieziː
sichzɪç
wegwirftˈvɛkˌvɪʁft
!
Heheː
?
Undʊnt
ichɪç
sollzɔl
nichtnɪçt
Zeterˈt͡seːtɐ
schreinʃʁaɪ̯n
!
verletzt
MARIE
Wegwirftˈvɛkˌvɪʁft
?
GRAF
Ruhigˈʁuːɪk
,
Mariemaˈʁiː
!
-
Liebeˈliːbə
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
Irmentraut
!
Halb für sich
GRAF
Wennvɛn
ichɪç
nurnuːɐ̯
Geldɡɛlt
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
hätteˈhɛtə
!
plötzlich besänftigt
IRMENTRAUT
Wasvas
sagtzaːkt
Ereːɐ̯
vomfɔm
Geldeˈɡɛldə
?
GRAF
Leiderˈlaɪ̯dɐ
habhaːp
ichɪç
keinskaɪ̯ns
!
laut
IRMENTRAUT
Undʊnt
ichɪç
sollzɔl
nichtnɪçt
schreinʃʁaɪ̯n
?
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Stadinger
,
Euerˈɔɪ̯ɐ
Kindkɪnt
wirdvɪʁt
verführtfɛɐ̯ˈfyːɐ̯t
!
GRAF
Vergebefɛɐ̯ˈɡeːbə
Sieziː
mirmiːɐ̯
nurnuːɐ̯
diesmalˈdiːsmaːl
meineˈmaɪ̯nə
Verwegenheitfɛɐ̯ˈveːɡn̩haɪ̯t
,
ichɪç
habeˈhaːbə
Sieziː
sozoː
liebliːp
-
Sieziː
glaubtɡlaʊ̯pt
eseːs
nichtnɪçt
.
IRMENTRAUT
Dasdas
tuteːˈʔuː
ichɪç
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
,
denndɛn
Ereːɐ̯
hathat
mirmiːɐ̯
nieniː
einenˈaɪ̯nən
Beweisbəˈvaɪ̯s
davondaˈfɔn
gegebenɡəˈɡeːbm̩
.
Warumvaˈʁʊm
,
wennvɛn
Ereːɐ̯
michmɪç
wirklichˈvɪʁklɪç
liebliːp
hathat
-
küsstkʏst
Ereːɐ̯
michmɪç
denndɛn
nichtnɪçt
?
Ichɪç
binbɪn
einaɪ̯n
gesetzterɡəˈzɛt͡stɐ
,
soliderzoˈliːdɐ
Gegenstandˈɡeːɡn̩ʃtant
undʊnt
weissvaɪ̯s
michmɪç
dabeidaˈbaɪ̯
zut͡suː
benehmenbəˈneːmən
.
GRAF
Dasdas
willvɪl
ichɪç
jajaː
gernɡɛʁn
,
wennvɛn
Sieziː
michmɪç
nurnuːɐ̯
diesmalˈdiːsmaːl
nichtnɪçt
verratenfɛɐ̯ˈʁaːtn̩
willvɪl
.
IRMENTRAUT
Dasdas
lässtlɛst
sichzɪç
hörenˈhøːʁən
,
denndɛn
-
einenˈaɪ̯nən
Kusskʊs
iniˈʔɛn
Ehrenˈeːʁən
kannkan
niemandˈniːmant
wehrenˈveːʁən
.
Alsoˈalzo
-
dadaː
:
küsskʏs
Ereːɐ̯
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Handhant
.
GRAF
Mitmɪt
tausendˈtaʊ̯zn̩də
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
.
Er tut es
IRMENTRAUT
Sozoː
!
-
Nunnuːn
küsskʏs
Ereːɐ̯
mirmiːɐ̯
auchaʊ̯x
dendeːn
Mundmʊnt
.
GRAF
O
wehveː
!
MARIE
Achax
,
duduː
armerˈaʁmɐ
Konradˈkɔnʁaːt
!
GRAF
Wasvas
willvɪl
ichɪç
machenˈmaxn̩
?
Er küsst Irmentraut mit Widerwillen
DRITTER AUFTRITT
Die Vorigen. Georg
GEORG
Gutenˈɡuːtn̩
Appetitapeˈtiːt
!
sich böse stellend
IRMENTRAUT
Dasdas
probierpʁoˈbiːɐ̯
Ereːɐ̯
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
,
Ereːɐ̯
Schlingelˈʃlɪŋl̩
,
michmɪç
mitmɪt
Gewaltɡəˈvalt
zut͡suː
küssenˈkʏsn̩
.
Oh
,
manman
istɪst
vorfoːɐ̯
dendeːn
Zudringlichkeitenˈt͡suːˌdʁɪŋlɪçkaɪ̯tn̩
derdeːɐ̯
Männerˈmɛnɐ
nirgendsˈnɪʁɡn̩t͡s
sicherˈzɪçɐ
!
VIERTER AUFTRITT
Die Vorigen. Stadinger
STADINGER
Wasvas
istɪst
denndɛn
hierhiːɐ̯
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
Geschreiɡəˈʃʁaɪ̯
?
-
Heheː
,
Konradˈkɔnʁaːt
,
wasvas
war's
?
GRAF
Ichɪç
weissvaɪ̯s
nichtnɪçt
.
STADINGER
Jawohljaˈvoːl
!
-
Ereːɐ̯
weissvaɪ̯s
nieniː
etwasˈɛtvas
.
Georgˈɡeːɔʁk
,
sprichʃpʁɪç
duduː
.
GEORG
Ichɪç
sahzaː
nurnuːɐ̯
,
wieviː
diedaɪ
Jungferˈjʊŋfɐ
Irmentraut
-
IRMENTRAUT
Wieviː
diedaɪ
Jungferˈjʊŋfɐ
Irmentraut
dazudaˈt͡suː
kamkaːm
,
alsals
derdeːɐ̯
Mosje
Konradˈkɔnʁaːt
Seinerˈzaɪ̯nɐ
Tochterˈtɔxtɐ
einenˈaɪ̯nən
Kusskʊs
applizierteapliˈt͡siːɐ̯tə
.
STADINGER
Wieviː
?
Wasvas
?
Istɪst
dasdas
wahrvaːɐ̯
?
GRAF
Wenn's
denndɛn
nichtnɪçt
andersˈandɐs
istɪst
-
jajaː
,
ichɪç
kann's
nichtnɪçt
leugnenˈlɔɪ̯ɡnən
.
MARIE
Ichɪç
brachteˈbʁaxtə
ihmiːm
seinzaɪ̯n
Frühstückˈfʁyːˌʃtʏk
undʊnt
dadaː
-
GEORG
Glaubt's
nichtnɪçt
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
.
Diedaɪ
Jungferˈjʊŋfɐ
hathat
dendeːn
Konradˈkɔnʁaːt
geküsstɡəˈkʏst
.
STADINGER
Meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
?
auf Irmentraut zeigend
GEORG
Neinnaɪ̯n
,
diedaɪ
dadaː
!
MARIE
Jajaː
,
Vaterˈfaːtɐ
,
ichɪç
hab's
gesehenɡəˈzeːən
!
IRMENTRAUT
Abscheulicheapˈʃɔɪ̯lɪçə
Verleumdungfɛɐ̯ˈlɔɪ̯mdʊŋ
.
Ichɪç
brachteˈbʁaxtə
ihmiːm
neulichˈnɔɪ̯lɪç
vomfɔm
Markteˈmaʁktə
'nen
süssen
Fladenˈflaːdn̩
mitmɪt
,
undʊnt
da-daː
STADINGER
Küssteˈkʏstə
ereːɐ̯
sieziː
heuthɔɪ̯t
dafürdaˈfyːɐ̯
?
Ichɪç
glaubeˈɡlaʊ̯bə
,
derdeːɐ̯
Menschmɛnʃ
küsstkʏst
umsʊms
täglicheˈtɛːklɪçə
Brotbʁoːt
.
Auf Irmentraut
STADINGER
Hierhiːɐ̯
habhaːp
ichɪç
ihmiːm
nichtsnɪçt͡s
zut͡suː
verbietenfɛɐ̯ˈbiːtn̩
,
denndɛn
derdeːɐ̯
Geschmackɡəˈʃmak
istɪst
verschiedenfɛɐ̯ˈʃiːdn̩
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
;
aberˈaːbɐ
beibaɪ̯
meinerˈmaɪ̯nɐ
Tochterˈtɔxtɐ
drückdʁʏk
Ereːɐ̯
seinenˈzaɪ̯nən
Dankdaŋk
künftigˈkʏnftɪk
andersˈandɐs
ausaʊ̯s
,
sonstzɔnst
marschiertmaʁˈʃiːɐ̯t
Ereːɐ̯
ausaʊ̯s
demdeːm
Haushaʊ̯s
.
Dasdas
mussmʊs
Ihmiːm
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unangenehmˈʊnʔanɡəˌneːm
seinzaɪ̯n
.
FÜNFTER AUFTRITT
Die Vorigen. Adelhof
ADELHOF
Kannkan
ichɪç
dendeːn
berühmtenbəˈʁyːmtn̩
Waffenschmiedˈvafənˌʃmiːt
Hanshans
Stadinger
sprechenˈʃpʁɛçn̩
?
STADINGER
Wasvas
istɪst
denndɛn
dasdas
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Figurfiˈɡuːɐ̯
?
leise zum Grafen
GEORG
Dasdas
istɪst
derdeːɐ̯
Kundschafterˈkʊntʃaftɐ
desdɛs
Fräuleinsˈfʁɔɪ̯laɪ̯ns
.
GRAF
Stillʃtɪl
!
STADINGER
Ihriːɐ̯
sehtzeːt
dendeːn
Herrnhɛʁn
desdɛs
Hausesˈhaʊ̯zəs
vorfoːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
.
Wasvas
stehtʃteːt
zut͡suː
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Dienstenˈdiːnstn̩
?
ADELHOF
Fürsfyːɐ̯s
ersteˈeːɐ̯stə
erlaubtɛɐ̯ˈlaʊ̯pt
,
dassdas
ichɪç
michmɪç
setzeˈzɛt͡sə
.
Manman
gibtɡiːpt
ihmiːm
einenˈaɪ̯nən
Stuhlʃtuːl
.
Fürfyːɐ̯
sichzɪç
.
Ichɪç
mussmʊs
diedaɪ
Sacheˈzaxə
schlauʃlaʊ̯
einfädelnˈaɪ̯nˌfɛːdl̩n
.
Lautlaʊ̯t
.
Ihriːɐ̯
seidzaɪ̯t
dochdɔx
derselbedeːɐ̯ˈzɛlbə
,
derdeːɐ̯
sichzɪç
umʊm
dasdas
Wormserˈvɔʁmzɐ
Tierreichˈtiːɐ̯ʁaɪ̯ç
sozoː
verdientfɛɐ̯ˈdiːnt
gemachtɡəˈmaxt
hathat
?
geschmeichelt
STADINGER
Manman
sagtzaːkt
sozoː
.
Ichɪç
habeˈhaːbə
allerdingsalɐˈdɪŋs
eineˈaɪ̯nə
bedeutendebəˈdɔɪ̯tn̩də
Praxisˈpʁaksɪs
.
Ersteːɐ̯st
gesternˈɡɛstɐn
habeˈhaːbə
ichɪç
beibaɪ̯
meinemˈmaɪ̯nəm
Nachbarˈnaxˌbaːɐ̯
zweit͡svaɪ̯
Ziegenˈt͡siːɡn̩
-
ADELHOF
Ganzɡant͡s
rechtʁɛçt
.
Für sich
ADELHOF
Dasdas
schmeicheltˈʃmaɪ̯çl̩t
ihmiːm
.
Nurnuːɐ̯
immerˈɪmɐ
schlauʃlaʊ̯
.
Laut
ADELHOF
Ihriːɐ̯
habthaːpt
jajaː
auchaʊ̯x
eineˈaɪ̯nə
schöneˈʃøːnə
Tochterˈtɔxtɐ
?
STADINGER
Eiaɪ̯
,
wieviː
kommtkɔmt
denndɛn
derdeːɐ̯
Herrhɛʁ
mitmɪt
einmalˈaɪ̯nmaːl
vonfɔn
desdɛs
Nachbarsˈnaxˌbaːɐ̯s
Ziegenˈt͡siːɡn̩
aufaʊ̯f
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
?
ADELHOF
Dasdas
sollzɔl
Euchɔɪ̯ç
gleichɡlaɪ̯ç
klarwerden
-
Für sich
ADELHOF
Nurnuːɐ̯
schlauʃlaʊ̯
.
Laut
ADELHOF
Kenntkɛnt
Ihriːɐ̯
dendeːn
Ritterˈʁɪtɐ
Liebenauˈliːbənaʊ̯
?
STADINGER
Ahaaˈha
!
Will's
dadaː
hinaushɪˈnaʊ̯s
?
MARIEmaˈʁiː
undʊnt
GRAFɡʁaːf
Wasvas
werdveːɐ̯t
ichɪç
hörenˈhøːʁən
?
GEORG
Ahaaˈha
!
STADINGER
Nunnuːn
,
wasvas
soll's
mitmɪt
demdeːm
?
ADELHOF
Derdeːɐ̯
stelltʃtɛlt
Eurerˈɔʏ̯ɐ
Tochterˈtɔxtɐ
nachnaːx
.
lachend
STADINGER
Wasvas
Ihriːɐ̯
mirmiːɐ̯
sagtzaːkt
!
-
Dasdas
istɪst
mirmiːɐ̯
etwasˈɛtvas
ganzɡant͡s
Neuesˈnɔɪ̯əs
.
ADELHOF
Ichɪç
binbɪn
daherdaˈheːɐ̯
gekommenɡəˈkɔmən
,
umʊm
Euchɔɪ̯ç
zut͡suː
warnenˈvaʁnən
,
denndɛn
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
istɪst
einaɪ̯n
liederlicherˈliːdɐlɪçɐ
Lumplʊmp
.
IRMENTRAUT
undʊnt
MARIEmaˈʁiː
Dasdas
istɪst
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
!
auffahrend
GRAF
Höll'
undʊnt
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
leise
GEORG
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
mässigt[ˈmɛːsɪɡn̩]
Euchɔɪ̯ç
.
laut
GRAF
Werveːɐ̯
hathat
ihniːn
Euchɔɪ̯ç
sozoː
geschildertɡəˈʃɪldɐt
?
STADINGER
Ruhigˈʁuːɪk
,
wasvas
gehtɡeːt
denndɛn
dasdas
dichdɪç
anaːˈʔɛn
?
den Grafen musternd
ADELHOF
Ahaaˈha
!
Dasdas
istɪst
jajaː
wohlvoːl
amaːm
Endeˈɛndə
derdeːɐ̯
Bewusstebəˈvʊstə
.
für sich
GRAF
Wärvɛːr
ichɪç
verratenfɛɐ̯ˈʁaːtn̩
?
STADINGER
Wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
vorfoːɐ̯
allenˈælən
Dingenˈdɪŋən
erklärenɛɐ̯ˈklɛːʁən
,
wasvas
Euchɔɪ̯ç
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
undʊnt
meinmaɪ̯n
Haushaʊ̯s
angehenˈanˌɡeːən
?
ADELHOF
Damitdaˈmɪt
kannkan
ichɪç
dienenˈdiːnən
.
Ichɪç
willvɪl
Eureˈɔɪ̯ʁə
Tochterˈtɔxtɐ
verheiratenfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtn̩
,
denndɛn
ichɪç
habeˈhaːbə
einenˈaɪ̯nən
Mannman
fürfyːɐ̯
sieziː
.
ausser Adelhof
ALLE
Wasvas
istɪst
dasdas
?
Nr. 6 - Sextett
ALLE
MARIEmaˈʁiː
,
IRMENTRAUT
,
GRAFɡʁaːf
,
GEORGˈɡeːɔʁk
undʊnt
STADINGER
Derdeːɐ̯
Mannman
scheintʃaɪ̯nt
nichtnɪçt
beibaɪ̯
Sinnenˈzɪnən
,
ereːɐ̯
tritttʁɪt
zurt͡suːɐ̯
Türtyːɐ̯
hereinhɛˈʁaɪ̯n
undʊnt
willvɪl
,
seltsamˈzɛltzaːm
Beginnenbəˈɡɪnən
,
desdɛs
Hausesˈhaʊ̯zəs
Vormundˈfoːɐ̯ˌmʊnt
seinzaɪ̯n
.
beiseite
ADELHOF
Manman
hälthɛlt
michmɪç
fürfyːɐ̯
vonfɔn
Sinnenˈzɪnən
,
kaumkaʊ̯m
treteˈtʁeːtə
ichɪç
hierhiːɐ̯
einaɪ̯n
,
willvɪl
ichɪç
,
seltsamˈzɛltzaːm
Beginnenbəˈɡɪnən
,
desdɛs
Hausesˈhaʊ̯zəs
Vormundˈfoːɐ̯ˌmʊnt
seinzaɪ̯n
.
STADINGER
Erklärtɛɐ̯ˈklɛːɐ̯t
vorfoːɐ̯
allemˈaləm
mirmiːɐ̯
genauɡəˈnaʊ̯
:
Wasvas
tuttuːt
hierherˈhiːɐ̯ˈheːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
führenˈfyːʁən
?
ADELHOF
Derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
Grafɡʁaːf
vonfɔn
Liebenauˈliːbənaʊ̯
willvɪl
Euerˈɔɪ̯ɐ
Kindkɪnt
verführenfɛɐ̯ˈfyːr̺ən
.
vortretend
GRAF
Dasdas
istɪst
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
.
STADINGER
Wasvas
weisstvaɪ̯st
denndɛn
duduː
?
zum Grafen
GEORG
Sozoː
schweigtʃvaɪ̯kt
dochdɔx
!
MARIEmaˈʁiː
undʊnt
IRMENTRAUT
.
Konradˈkɔnʁaːt
hathat
rechtʁɛçt
.
zu Marie
STADINGER
Duduː
bistbɪst
ganzɡant͡s
stilleˈʃtɪlə
zut͡suː
Irmentraut
undʊnt
duduː
auchaʊ̯x
.
zu Adelhof
STADINGER
Werveːɐ̯
sendetˈzɛndət
Euchɔɪ̯ç
denndɛn
,
sprechtʃpʁɛçt
?
ADELHOF
Dasdas
,
lieberˈliːbɐ
,
guterˈɡuːtɐ
Mannman
,
gehtɡeːt
Euchɔɪ̯ç
hierhiːɐ̯
garɡaːɐ̯
nichtsnɪçt͡s
anaːˈʔɛn
.
STADINGER
Dendeːn
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
auchaʊ̯x
geht's
michmɪç
wasvas
anaːˈʔɛn
.
MARIE
Haha
,
dasdas
begreifebəˈɡʁaɪ̯fə
,
werveːɐ̯
eseːs
kannkan
.
IRMENTRAUT
Haha
,
dasdas
begreifebəˈɡʁaɪ̯fə
,
werveːɐ̯
eseːs
kannkan
.
GRAF
Haha
,
dasdas
begreifebəˈɡʁaɪ̯fə
,
werveːɐ̯
eseːs
kannkan
.
ADELHOF
Nunnuːn
istɪst
einaɪ̯n
Bursch'
iniˈʔɛn
Euremˈɔʏ̯ɐ
Haushaʊ̯s
,
ereːɐ̯
sollzɔl
sichzɪç
Konradˈkɔnʁaːt
nennenˈnɛnən
undʊnt
langeˈlaŋə
schonʃoːn
fürfyːɐ̯
Euerˈɔɪ̯ɐ
Kindkɪnt
iniˈʔɛn
heisser
Lieb'
entbrennenɛntˈbʁɛnən
.
MARIEmaˈʁiː
,
GRAFɡʁaːf
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
.
O
wehveː
!
STADINGER
Zumt͡sʊm
Kuckuckˈkʊkʊk
,
istɪst
dasdas
wahrvaːɐ̯
?
ADELHOF
Jajaː
,
jajaː
,
diedaɪ
Sach'
istɪst
richtigˈʁɪçtɪk
.
STADINGER
Wieviː
?
Wasvas
?
MARIEmaˈʁiː
,
GRAFɡʁaːf
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
zu Adelhof
STADINGER
Wasvas
wisstvɪst
denndɛn
Ihriːɐ̯
?
zu Stadinger
IRMENTRAUT
Ereːɐ̯
hathat
ganzɡant͡s
rechtʁɛçt
,
lestleːst
ihmiːm
dendeːn
Texttɛkst
nurnuːɐ̯
tüchtigˈtʏçtɪk
.
STADINGER
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
stummʃtʊm
.
MARIEmaˈʁiː
,
GRAFɡʁaːf
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
Wasvas
weisstvaɪ̯st
denndɛn
duduː
?
ADELHOF
Sieziː
liebenˈliːbn̩
sichzɪç
.
IRMENTRAUT
Sieziː
liebenˈliːbn̩
sichzɪç
.
STADINGER
Vorfoːɐ̯
Wutvuːt
möcht
ichɪç
erstickenɛɐ̯ˈʃtɪkn̩
!
ADELHOF
Sieziː
küssenˈkʏsn̩
sichzɪç
.
IRMENTRAUT
Sieziː
küssenˈkʏsn̩
sichzɪç
.
STADINGER
Undʊnt
hinterˈhɪntɐ
meinemˈmaɪ̯nəm
Rückenˈʁʏkn̩
!
Sehrzeːɐ̯
nettnɛt
,
sehrzeːɐ̯
feinfaɪ̯n
,
meinmaɪ̯n
sittsamˈzɪtzaːm
Töchterleinˈtœçtɐlaɪ̯n
!
Dochdɔx
halthalt
,
ichɪç
redʁeːt
einaɪ̯n
Wörtchenˈvœʁtçən
dreindʁaɪ̯n
.
Allesˈaləs
imiˈʔɛm
stillenˈʃtɪlən
sozoː
nettnɛt
abgekartetˈapɡəˌkaʁtət
,
Mordelement
,
daraufdaˈʁaʊ̯f
hätt
ichɪç
gewartetɡəˈvaʁtət
!
Darausdaˈʁaʊ̯s
wirdvɪʁt
nichtsnɪçt͡s
,
darausdaˈʁaʊ̯s
wirdvɪʁt
nichtsnɪçt͡s
!
Dadaː
habhaːp
ichɪç
einenˈaɪ̯nən
andernˈandɐn
Planplaːn
.
MARIEmaˈʁiː
,
GRAFɡʁaːf
undʊnt
ADELHOF
Lasstlast
Euchɔɪ̯ç
bedeutenbəˈdɔɪ̯tn̩
,
lasstlast
Euchɔɪ̯ç
bedeutenbəˈdɔɪ̯tn̩
,
seidzaɪ̯t
nichtnɪçt
sozoː
wildvɪlt
undʊnt
höretˈhøːʁət
unsʊns
anaːˈʔɛn
.
IRMENTRAUT
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
Wasvas
sollzɔl
dasdas
heissenˈhaɪ̯sən
?
Wasvas
sollzɔl
dasdas
heissenˈhaɪ̯sən
?
Ereːɐ̯
sagtzaːkt
,
eseːs
giltɡɪlt
einenˈaɪ̯nən
andernˈandɐn
Planplaːn
?
ADELHOF
Lasstlast
Euchɔɪ̯ç
bewegenbəˈveːɡn̩
,
gebtɡeːpt
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Segenˈzeːɡn̩
,
Konradˈkɔnʁaːt
mussmʊs
ihriːɐ̯
Gatteˈɡatə
seinzaɪ̯n
.
MARIEmaˈʁiː
,
GRAFɡʁaːf
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
Lasstlast
Euchɔɪ̯ç
bewegenbəˈveːɡn̩
,
gebtɡeːpt
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Segenˈzeːɡn̩
,
lieberˈliːbɐ
Vaterˈfaːtɐ
willigtˈvɪlɪkt
einaɪ̯n
.
lieberˈliːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
willigtˈvɪlɪkt
einaɪ̯n
.
IRMENTRAUT
Gebtɡeːpt
meinetwegenˈmaɪ̯nətˌveːɡn̩
Ihriːɐ̯
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Segenˈzeːɡn̩
,
lieberˈliːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
willigtˈvɪlɪkt
einaɪ̯n
!
STADINGER
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
!
Ichɪç
sageˈzaːɡə
neinnaɪ̯n
fürfyːɐ̯
immerdarɪmɐˈdaːɐ̯
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
!
ärgerlich
ADELHOF
Eiaɪ̯
,
sozoː
holhoːl
dichdɪç
dochdɔx
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
,
eigensinn'ger
alterˈaltɐ
Narrnaʁ
!
ausser sich
STADINGER
Alterˈaltɐ
Narrnaʁ
!
Einaɪ̯n
Wormserˈvɔʁmzɐ
Bürgerˈbʏʁɡɐ
!
Mirmiːɐ̯
dasdas
iniˈʔɛn
meinemˈmaɪ̯nəm
eignenˈaɪ̯ɡnən
Haushaʊ̯s
!
MARIEmaˈʁiː
,
IRMENTRAUT
,
GRAFɡʁaːf
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
O
wehveː
,
o
wehveː
,
nunnuːn
istɪst
eseːs
ausaʊ̯s
.
Ereːɐ̯
hathat
diedaɪ
Wahlvaːl
,
nunnuːn
fliegtfliːkt
Ereːɐ̯
gleichɡlaɪ̯ç
zurt͡suːɐ̯
Türeˈtyːʁə
oderˈoːdɐ
zumt͡sʊm
Fensterˈfɛnstɐ
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
zumt͡sʊm
Fensterˈfɛnstɐ
oderˈoːdɐ
zurt͡suːɐ̯
Türeˈtyːʁə
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
wovoː
Ereːɐ̯
willvɪl
!
MARIEmaˈʁiː
,
IRMENTRAUT
,
GRAFɡʁaːf
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
Seinenˈzaɪ̯nən
Zornt͡sɔʁn
sozoː
heftigˈhɛftɪk
zut͡suː
erregenɛɐ̯ˈʁeːɡn̩
,
warvaːɐ̯
gefehltɡəˈfeːlt
undʊnt
unbedachtˈʊnbəˌdaxt
;
ihniːn
zurt͡suːɐ̯
Sanftmutˈzanftˌmuːt
wiederˈviːdɐ
zut͡suː
bewegenbəˈveːɡn̩
,
walteˈvaltə
nunnuːn
derdeːɐ̯
Schlauheitˈʃlaʊ̯haɪ̯t
ganzeˈɡant͡sə
Machtmaxt
.
Darumˈdaːʁʊm
Mutmuːt
undʊnt
Vertraun
,
istɪst
auchaʊ̯x
dasdas
Zielt͡siːl
nochnɔx
weitvaɪ̯t
.
Wahreˈvaːʁə
Lieb'
keinkaɪ̯n
Opferˈɔp͡fɐ
scheutʃɔɪ̯t
!
ADELHOF
Seinenˈzaɪ̯nən
Zornt͡sɔʁn
sozoː
heftigˈhɛftɪk
zut͡suː
erregenɛɐ̯ˈʁeːɡn̩
hätt
ichɪç
nimmerˈnɪmɐ
mirmiːɐ̯
gedachtɡəˈdaxt
;
ihniːn
zurt͡suːɐ̯
Sanftmutˈzanftˌmuːt
wiederˈviːdɐ
zut͡suː
bewegenbəˈveːɡn̩
,
walteˈvaltə
nunnuːn
derdeːɐ̯
Schlauheitˈʃlaʊ̯haɪ̯t
ganzeˈɡant͡sə
Machtmaxt
.
Glaubteˈɡlaʊ̯ptə
schonʃoːn
,
diedaɪ
Sacheˈzaxə
wärvɛːr
sogleichzoˈɡlaɪ̯ç
iniˈʔɛn
Richtigkeitˈʁɪçtɪkkaɪ̯t
-
dochdɔx
vomfɔm
Zielt͡siːl
binbɪn
ichɪç
nochnɔx
weitvaɪ̯t
!
für sich
STADINGER
Meinenˈmaɪ̯nn̩
Zornt͡sɔʁn
sozoː
heftigˈhɛftɪk
zut͡suː
erregenɛɐ̯ˈʁeːɡn̩
,
warvaːɐ̯
sehrzeːɐ̯
dummdʊm
undʊnt
unbedachtˈʊnbəˌdaxt
;
magmaːk
ereːɐ̯
sichzɪç
nunnuːn
auchaʊ̯x
auf's
Bittenˈbɪtən
legenˈleːɡn̩
,
allesˈaləs
bleibtblaɪ̯pt
,
wieviː
ich's
gesagtɡəˈzaːkt
.
Glaubetˈɡlaʊ̯bət
wohlvoːl
,
diedaɪ
Sacheˈzaxə
wär'
sogleichzoˈɡlaɪ̯ç
iniˈʔɛn
Richtigkeitˈʁɪçtɪkkaɪ̯t
-
drausdʁaʊ̯s
wirdvɪʁt
nichtsnɪçt͡s
iniˈʔɛn
Ewigkeitˈeːvɪkkaɪ̯t
!
ADELHOF
Hörthøːɐ̯t
michmɪç
nurnuːɐ̯
anaːˈʔɛn
-
STADINGER
Ichɪç
willvɪl
nichtnɪçt
,
neinnaɪ̯n
.
ADELHOF
Eseːs
giltɡɪlt
jajaː
Euresˈɔɪ̯ʁəs
Kindesˈkɪndəs
Glückɡlʏk
-
MARIE
Eseːs
giltɡɪlt
meinmaɪ̯n
Glückɡlʏk
-
Eseːs
giltɡɪlt
ihriːɐ̯
Glückɡlʏk
-
STADINGER
Diedaɪ
Sorg'
istɪst
meinmaɪ̯n
!
Entfernetɛntˈfɛʁnət
Euchɔɪ̯ç
imiˈʔɛm
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
.
ADELHOF
Ihriːɐ̯
seidzaɪ̯t
sozoː
grobɡʁoːp
-
STADINGER
Nichtnɪçt
sozoː
wieviː
Ihriːɐ̯
.
ADELHOF
Drumdʁʊm
geheˈɡeːə
ichɪç
.
STADINGER
Dadaː
istɪst
diedaɪ
Türtyːɐ̯
.
Iniˈʔɛn
meinemˈmaɪ̯nəm
Hauseˈhaʊ̯zə
dulddʊlt
ichɪç
nichtnɪçt
,
dassdas
manman
vonfɔn
altenˈaltn̩
Narrenˈnaʁən
sprichtʃpʁɪçt
.
MARIEmaˈʁiː
,
IRMENTRAUT
,
GRAFɡʁaːf
undʊnt
GEORGˈɡeːɔʁk
Seinenˈzaɪ̯nən
Zornt͡sɔʁn
sozoː
heftigˈhɛftɪk
zut͡suː
erregenɛɐ̯ˈʁeːɡn̩
,
warvaːɐ̯
gefehltɡəˈfeːlt
undʊnt
unbedachtˈʊnbəˌdaxt
;
ihniːn
zurt͡suːɐ̯
Sanftmutˈzanftˌmuːt
wiederˈviːdɐ
zut͡suː
bewegenbəˈveːɡn̩
,
walteˈvaltə
nunnuːn
derdeːɐ̯
Schlauheitˈʃlaʊ̯haɪ̯t
ganzeˈɡant͡sə
Machtmaxt
.
Darumˈdaːʁʊm
Mutmuːt
undʊnt
Vertraun
,
istɪst
auchaʊ̯x
dasdas
Zielt͡siːl
nochnɔx
weitvaɪ̯t
.
Wahreˈvaːʁə
Lieb'
keinkaɪ̯n
Opferˈɔp͡fɐ
scheutʃɔɪ̯t
.
ADELHOF
Seinenˈzaɪ̯nən
Zornt͡sɔʁn
sozoː
heftigˈhɛftɪk
zut͡suː
erregenɛɐ̯ˈʁeːɡn̩
hätt
ichɪç
nimmerˈnɪmɐ
mirmiːɐ̯
gedachtɡəˈdaxt
;
ihniːn
zurt͡suːɐ̯
Sanftmutˈzanftˌmuːt
wiederˈviːdɐ
zut͡suː
bewegenbəˈveːɡn̩
,
walteˈvaltə
nunnuːn
derdeːɐ̯
Schlauheitˈʃlaʊ̯haɪ̯t
ganzeˈɡant͡sə
Machtmaxt
.
Glaubteˈɡlaʊ̯ptə
schonʃoːn
,
diedaɪ
Sacheˈzaxə
wärvɛːr
sogleichzoˈɡlaɪ̯ç
iniˈʔɛn
Richtigkeitˈʁɪçtɪkkaɪ̯t
-
dochdɔx
vomfɔm
Zielt͡siːl
binbɪn
ichɪç
nochnɔx
weitvaɪ̯t
!
für sich
STADINGER
Meinenˈmaɪ̯nn̩
Zornt͡sɔʁn
sozoː
heftigˈhɛftɪk
zut͡suː
erregenɛɐ̯ˈʁeːɡn̩
,
warvaːɐ̯
sehrzeːɐ̯
dummdʊm
undʊnt
unbedachtˈʊnbəˌdaxt
;
magmaːk
ereːɐ̯
sichzɪç
nunnuːn
auf's
Bittenˈbɪtən
legenˈleːɡn̩
-
allesˈaləs
bleibtblaɪ̯pt
,
wieviː
ichɪç
gesagtɡəˈzaːkt
.
Glaubteˈɡlaʊ̯ptə
wohlvoːl
,
diedaɪ
Sacheˈzaxə
wärvɛːr
sogleichzoˈɡlaɪ̯ç
iniˈʔɛn
Richtigkeitˈʁɪçtɪkkaɪ̯t
-
drausdʁaʊ̯s
wirdvɪʁt
nichtsnɪçt͡s
iniˈʔɛn
Ewigkeitˈeːvɪkkaɪ̯t
!
treibt den Ritter zur Mitte und Marie und Irmentraut zur Seite ab. Er selbst entfernt sich durch die Mitte
SECHSTER AUFTRITT
Graf. Georg
GEORG
Nunnuːn
,
gestrengerɡəˈʃtʁɛŋɐ
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
sozoː
weitvaɪ̯t
hättenˈhɛtn̩
wirviːɐ̯
eseːs
denndɛn
gebrachtɡəˈbʁaxt
;
Ihriːɐ̯
seidzaɪ̯t
vonfɔn
morgenˈmɔʁɡn̩
ausquartiertˈaʊ̯skvaʁˌtiːɐ̯t
,
undʊnt
ichɪç
,
alsals
Euerˈɔɪ̯ɐ
getreuerɡəˈtʁɔɪ̯ɐ
Schlafkamerad
,
mussmʊs
gehorsamerweise
Euerˈɔɪ̯ɐ
Schicksalˈʃɪkˌz̥aːl
teilenˈtaɪ̯lən
.
GRAF
Aberˈaːbɐ
wieviː
kamkaːm
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
nurnuːɐ̯
aufaʊ̯f
dendeːn
Gedankenɡəˈdaŋkn̩
?
GEORG
Dasdas
istɪst
Euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
klarklaːɐ̯
?
Achax
,
werterˈveːɐ̯tɐ
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
ichɪç
glaubeˈɡlaʊ̯bə
,
diedaɪ
Liebeˈliːbə
undʊnt
derdeːɐ̯
Schmiedehammer
habenˈhaːbm̩
Euchɔɪ̯ç
stumpfsinnigˈʃtʊmp͡fˌzɪnɪk
gemachtɡəˈmaxt
.
Einaɪ̯n
Kunststückchenˈkʊnstˌʃtʏkçən
vonfɔn
Eurerˈɔʏ̯ɐ
Brautbʁaʊ̯t
.
Sieziː
hathat
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
,
dassdas
Ihriːɐ̯
iniˈʔɛn
Wormsvɔʁms
verborgenfɛɐ̯ˈbɔʁɡn̩
seidzaɪ̯t
,
undʊnt
willvɪl
Euchɔɪ̯ç
dasdas
Mädchenˈmeːtçən
vorfoːɐ̯
derdeːɐ̯
Naseˈnaːzə
wegveːk
verheiratenfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtn̩
.
Unglücklicherweiseˌʊnɡlʏklɪçɐˈvaɪ̯zə
oderˈoːdɐ
auchaʊ̯x
glücklicherweiseˌɡlʏklɪçɐˈvaɪ̯zə
triffttʁɪft
sieziː
geradeɡəˈʁaːdə
dendeːn
rechtenˈʁɛçtn̩
Mannman
.
GRAF
Verdammtfɛɐ̯ˈdamt
,
dassdas
derdeːɐ̯
Alteˈaltə
sozoː
halsstarrigˈhalsˌʃtaʁɪk
istɪst
.
Sozoː
warvaːɐ̯
ichɪç
mitmɪt
einsaɪ̯ns
amaːm
Zielt͡siːl
meinerˈmaɪ̯nɐ
Wünscheˈvʏnʃə
.
GEORG
Hörtetˈhøːɐ̯tət
Ihriːɐ̯
nichtnɪçt
,
wasvas
ereːɐ̯
sagteˈzaːktə
:
ereːɐ̯
hätteˈhɛtə
mitmɪt
demdeːm
Mädchenˈmeːtçən
einenˈaɪ̯nən
andernˈandɐn
Planplaːn
?
Wasvas
magmaːk
ereːɐ̯
damitdaˈmɪt
gemeintɡəˈmaɪ̯nt
habenˈhaːbm̩
?
GRAF
Einerleiˈaɪ̯nɐˈlaɪ̯
!
-
Nimmnɪm
diesenˈdiːzn̩
Briefbʁiːf
,
worinvoˈʁɪn
ichɪç
alsals
Ritterˈʁɪtɐ
nochnɔx
einmalˈaɪ̯nmaːl
umʊm
diedaɪ
Handhant
seinerˈzaɪ̯nɐ
Tochterˈtɔxtɐ
bitteˈbɪtə
.
GEORG
Vergebenefɛɐ̯ˈɡeːbənə
Mühmyː
!
GRAF
Ichɪç
willvɪl
alleˈalə
möglicheˈmøːklɪçə
Güteˈɡyːtə
versuchenfɛɐ̯ˈzuːxn̩
,
damitdaˈmɪt
ichɪç
mirmiːɐ̯
späterˈʃpɛːtɐ
nichtsnɪçt͡s
vorzuwerfenˈfoːɐ̯t͡suˌvɛʁfn̩
habeˈhaːbə
.
pfiffig
GEORG
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
ichɪç
habeˈhaːbə
einenˈaɪ̯nən
Einfallˈaɪ̯nˌfal
,
einaɪ̯n
Plänchenˈplɛːnçən
,
dasdas
liesse
sichzɪç
prächtigˈpʁɛçtɪk
beimbaɪ̯m
heutigenˈhɔɪ̯tɪɡn̩
Festeˈfɛstə
ausführenˈaʊ̯sˌfyːʁən
.
GRAF
Lasslas
hörenˈhøːʁən
!
GEORG
Stillʃtɪl
!
Derdeːɐ̯
Alteˈaltə
!
SIEBENTER AUFTRITT
Die Vorigen. Stadinger
STADINGER
Habeˈhaːbə
ichɪç
michmɪç
nichtnɪçt
geärgertɡəˈʔɛʁɡɐt
!
Konrad erblickend
STADINGER
Gutɡuːt
,
dassdas
ichɪç
dichdɪç
seheˈzeːə
,
duduː
hasthast
deinenˈdaɪ̯nən
Laufpassˈlaʊ̯fˌpas
.
Ichɪç
kannkan
keinenˈkaɪ̯nən
Gesellenɡəˈzɛlən
brauchenˈbʁaʊ̯xn̩
,
derdeːɐ̯
iniˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Familiefaˈmiːli̯ə
besserˈbɛsɐ
Bescheidbəˈʃaɪ̯t
weissvaɪ̯s
alsals
iniˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Werkstattˈvɛʁkˌʃtat
.
GRAF
Sozoː
hörthøːɐ̯t
michmɪç
nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
anaːˈʔɛn
.
STADINGER
Keinkaɪ̯n
Wortvɔʁt
,
eseːs
bleibtblaɪ̯pt
dabeidaˈbaɪ̯
.
-
Georgˈɡeːɔʁk
,
mitmɪt
dirdiːɐ̯
habeˈhaːbə
ichɪç
zut͡suː
redenˈʁeːdn̩
.
GEORG
Zut͡suː
Befehlbəˈfeːl
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
.
Zuvort͡suˈfoːɐ̯
aberˈaːbɐ
nehmtneːmt
dendeːn
Briefbʁiːf
.
STADINGER
Ichɪç
willvɪl
keinenˈkaɪ̯nən
.
Eseːs
sollzɔl
sichzɪç
keinkaɪ̯n
Menschmɛnʃ
unterstehenʊntɐˈʃteːən
,
anaːˈʔɛn
michmɪç
zut͡suː
schreibenˈʃʁaɪ̯bm̩
.
GEORG
Warumvaˈʁʊm
denndɛn
nichtnɪçt
?
STADINGER
Weilvaɪ̯l
ichɪç
Geschriebenesɡəˈʃʁiːbənəs
nichtnɪçt
lesenˈleːzn̩
kannkan
.
-
Werveːɐ̯
hathat
ihniːn
gebrachtɡəˈbʁaxt
?
GEORG
Einaɪ̯n
Knappeˈknapə
iniˈʔɛn
einemˈaɪ̯nəm
prächtigenˈpʁɛçtɪɡn̩
Waffenrockˈvafn̩ˌʁɔk
.
STADINGER
Liesliːs
ihniːn
.
GEORG
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
ichɪç
kannkan
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
lesenˈleːzn̩
.
STADINGER
Duduː
bistbɪst
meinmaɪ̯n
Mannman
,
dasdas
freutfʁɔɪ̯t
michmɪç
.
Zum Grafen, der sich zurückgezogen hatte
STADINGER
Heheː
-
duduː
-
duduː
bistbɪst
jajaː
einaɪ̯n
gelehrterɡəˈleːɐ̯tɐ
Schmiedʃmiːt
-
liesliːs
dendeːn
Briefbʁiːf
,
aberˈaːbɐ
deutlichˈdɔɪ̯tlɪç
,
dassdas
ichɪç
dichdɪç
verstehefɛɐ̯ˈʃteːə
-
Vonfɔn
wemveːm
istɪst
ereːɐ̯
?
GRAF
Ichɪç
willvɪl
ihniːn
gleichɡlaɪ̯ç
erbrechenɛɐ̯ˈbʁɛçn̩
.
Ereːɐ̯
erbrichtɛɐ̯ˈbʁɪçt
ihniːn
.
STADINGER
Kannkan
manman
dasdas
nichtnɪçt
sozoː
sehenˈzeːən
?
GRAF
Neinnaɪ̯n
.
-
Ereːɐ̯
istɪst
vomfɔm
Grafenˈɡʁaːfn̩
Liebenauˈliːbənaʊ̯
.
STADINGER
Vonfɔn
demdeːm
Mädchenjäger
?
Wasvas
willvɪl
ereːɐ̯
schonʃoːn
wiederˈviːdɐ
?
liest
GRAF
»
Edlerˈeːdlɐ
Bürgerˈbʏʁɡɐ
,
berühmterbəˈʁyːmtɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
hochgelahrter
Doktorˈdɔktoːɐ̯
STADINGER
Eineˈaɪ̯nə
guteˈɡuːtə
Erziehungɛɐ̯ˈt͡siːʊŋ
hathat
derdeːɐ̯
Menschmɛnʃ
!
-
Weiterˈvaɪ̯tɐ
!
GRAF
»
Dadaː
Ihriːɐ̯
mirmiːɐ̯
aufaʊ̯f
meinmaɪ̯n
Begehrenbəˈɡeːʁən
Eureˈɔɪ̯ʁə
edleˈeːdlə
Tochterˈtɔxtɐ
Mariemaˈʁiː
ohneˈoːnə
Ursach'
abgeschlagenˈapɡəˌʃlaːɡn̩
habthaːpt
-
«
STADINGER
Ohneˈoːnə
Ursach'
?
Istɪst
dasdas
nichtnɪçt
Ursach'
genugɡəˈnuːk
:
ereːɐ̯
istɪst
einaɪ̯n
Ritterˈʁɪtɐ
.
GRAF
»
Sozoː
frageˈfʁaːɡə
ichɪç
Euchɔɪ̯ç
zumt͡sʊm
letztenmal
,
oboːˈbeː
Ihriːɐ̯
sieziː
mirmiːɐ̯
gutwilligˈɡuːtˌvɪlɪk
zut͡suː
meinemˈmaɪ̯nəm
Eheweibˈeːəˌvaɪ̯p
gebenˈɡeːbm̩
wolltvɔlt
;
oderˈoːdɐ
oboːˈbeː
ichɪç
mitmɪt
Machtmaxt
undʊnt
Ansehn
sieziː
Euchɔɪ̯ç
entreissenɛntˈʁaɪ̯sən
sollzɔl
!
Nehmtneːmt
michmɪç
zut͡suː
Euremˈɔʏ̯ɐ
Feindfaɪ̯nt
-
wasvas
mirmiːɐ̯
aberˈaːbɐ
lieberˈliːbɐ
istɪst
-
zut͡suː
Euremˈɔʏ̯ɐ
Sohnzoːn
anaːˈʔɛn
.
Grafɡʁaːf
undʊnt
Ritterˈʁɪtɐ
Liebenauˈliːbənaʊ̯
STADINGER
Eiaɪ̯
,
sozoː
wollteˈvɔltə
ichɪç
dochdɔx
,
dassdas
duduː
ersticktestɛɐ̯ˈʃtɪktəst
.
Dasdas
istɪst
eineˈaɪ̯nə
ganzɡant͡s
neueˈnɔɪ̯ə
Artaːɐ̯t
,
vonfɔn
demdeːm
Vaterˈfaːtɐ
diedaɪ
Tochterˈtɔxtɐ
zut͡suː
begehrenbəˈɡeːʁən
.
Wennvɛn
dasdas
Modemoːdə
würdeˈvʏʁdə
,
möchteˈmœçtə
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
Vaterˈfaːtɐ
seinzaɪ̯n
.
Wennvɛn
dirdiːɐ̯
dasdas
gelingtɡəˈlɪŋt
,
sozoː
willvɪl
ichɪç
keinenˈkaɪ̯nən
Tropfenˈtʁɔp͡fn̩
mehrmeːɐ̯
trinkenˈtʁɪŋkn̩
.
Derdeːɐ̯
Himmelˈhɪml̩
verzeihefɛɐ̯ˈt͡saɪ̯ə
mirmiːɐ̯
dendeːn
hohenˈhoːən
Schwurʃvuːɐ̯
.
Aberˈaːbɐ
dadaː
willvɪl
ichɪç
einenˈaɪ̯nən
Riegelˈʁiːɡl̩
vorschiebenˈfoːɐ̯ˌʃiːbn̩
.
Zum Grafen
STADINGER
Duduː
gehstɡeːst
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
ichɪç
habeˈhaːbə
mitmɪt
Georgˈɡeːɔʁk
alleinaˈlaɪ̯n
zut͡suː
redenˈʁeːdn̩
.
geht ab, nachdem er sich mit Georg noch durch Zeichen verständigt
für sich
GEORG
Wasvas
willvɪl
ereːɐ̯
denndɛn
vonfɔn
mirmiːɐ̯
?
Mirmiːɐ̯
wirdvɪʁt
ganzɡant͡s
unheimlichˈʊnhaɪ̯mlɪç
zumutet͡suˈmuːtə
!
STADINGER
Georgˈɡeːɔʁk
,
ichɪç
habeˈhaːbə
mitmɪt
meinemˈmaɪ̯nəm
Schwagerˈʃvaːɡɐ
Brennerˈbʁɛnɐ
umʊm
dreidʁaɪ̯
Ohmoːm
Hochheimerˈhoːxhaɪ̯mɐ
gewettetɡəˈvɛtət
,
dassdas
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
Liebenauˈliːbənaʊ̯
nieniː
meinmaɪ̯n
Tochtermannˈtɔxtɐˌman
wirdvɪʁt
,
undʊnt
dieseˈdiːzə
Wetteˈvɛtə
mussmʊs
ichɪç
gewinnenɡəˈvɪnən
.
Georgˈɡeːɔʁk
,
duduː
bistbɪst
meinmaɪ̯n
Trosttʁoːst
!
Wieviː
altalt
bistbɪst
duduː
?
GEORG
Dasdas
weissvaɪ̯s
ichɪç
nichtnɪçt
gewissɡəˈvɪs
,
eseːs
sindzɪnt
achtzehnˈaxt͡seːn
Jahreˈjaːʁə
,
dassdas
ichɪç
diedaɪ
Blatternˈblatɐn
hatteˈhatə
,
undʊnt
ichɪç
weissvaɪ̯s
nichtnɪçt
,
warvaːɐ̯
ichɪç
damalsˈdaːmaːls
zehnt͡seːn
oderˈoːdɐ
zwanzigˈt͡svant͡sɪk
Jahreˈjaːʁə
altalt
.
STADINGER
Tuttuːt
nichtsnɪçt͡s
.
Zumt͡sʊm
Heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
bistbɪst
duduː
altalt
genugɡəˈnuːk
.
beiseite
GEORG
Heiligerˈhaɪ̯lɪɡɐ
Bonifaziusboniˈfaːt͡si̯ʊs
!
Nunnuːn
gehtɡeːt
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
Lichtlɪçt
aufaʊ̯f
.
STADINGER
Alsoˈalzo
-
duduː
wirstvɪʁst
diedaɪ
Ehreˈeːʁə
zut͡suː
schätzenˈʃɛt͡sn̩
wissenˈvɪsn̩
-
ichɪç
macheˈmaxə
dichdɪç
zut͡suː
meinemˈmaɪ̯nəm
Schwiegersohnˈʃviːɡɐˌzoːn
;
eseːs
mussmʊs
dirdiːɐ̯
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unangenehmˈʊnʔanɡəˌneːm
seinzaɪ̯n
.
beiseite
GEORG
Nunnuːn
,
dasdas
istɪst
nichtnɪçt
übelˈyːbl̩
!
-
Lautlaʊ̯t
.
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
wasvas
fälltfɛlt
Euchɔɪ̯ç
einaɪ̯n
?
Ichɪç
binbɪn
zumt͡sʊm
Heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
verdorbenfɛɐ̯ˈdɔʁbn̩
.
STADINGER
Wiesoviˈzoː
?
GEORG
Mitmɪt
mirmiːɐ̯
hält's
keineˈkaɪ̯nə
ausaʊ̯s
.
STADINGER
Warumvaˈʁʊm
nichtnɪçt
?
GEORG
Ichɪç
habeˈhaːbə
zuviel
Fehlerˈfeːlɐ
.
STADINGER
Fehlerˈfeːlɐ
hathat
jederˈjeːdɐ
Menschmɛnʃ
,
diedaɪ
lassenˈlasn̩
sichzɪç
abgewöhnenˈapɡəˌvøːnən
;
habhaːp
ichɪç
mirmiːɐ̯
zumt͡sʊm
Beispielˈbaɪ̯ˌʃpiːl
meinmaɪ̯n
dummesˈdʊməs
Sprichwortˈʃpʁɪçˌvɔʁt
abgewöhntˈapɡəˌvøːnt
-
GEORG
I
nunnuːn
,
eseːs
kommtkɔmt
nochnɔx
oftɔft
genugɡəˈnuːk
.
STADINGER
Duduː
sollstzɔlst
michmɪç
daraufdaˈʁaʊ̯f
aufmerksamˈaʊ̯fˌmɛʁkzaːm
machenˈmaxn̩
,
sozoː
oftɔft
ich's
sagenˈzaːɡn̩
willvɪl
.
GEORG
Sollzɔl
geschehenɡəˈʃeːən
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
-
STADINGER
Eseːs
mussmʊs
dirdiːɐ̯
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unange
-
GEORG
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
sich vor den Mund schlagend
STADINGER
Dassdas
dichdɪç
dasdas
Wetterˈvɛtɐ
!
-
Nana
,
rufʁuːf
mirmiːɐ̯
gleichɡlaɪ̯ç
zut͡suː
,
ichɪç
lasslas
eseːs
schonʃoːn
.
-
Alsoˈalzo
wiederumˈviːdəʁʊm
zurt͡suːɐ̯
Hauptsacheˈhaʊ̯ptˌzaxə
zut͡suː
kommenˈkɔmən
!
Nr. 7 - Duett
STADINGER
Duduː
bistbɪst
einaɪ̯n
arbeitsamerˈaʁbaɪ̯tzaːmɐ
Menschmɛnʃ
,
bistbɪst
bravbʁaːf
,
gesundɡəˈzʊnt
undʊnt
derbdɛʁp
;
drumdʁʊm
gebˈɡeːp
ichɪç
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
dirdiːɐ̯
undʊnt
späterˈʃpɛːtɐ
meinmaɪ̯n
Gewerb'
.
GEORG
Ihriːɐ̯
spasst
wohlvoːl
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
STADINGER
's
istɪst
meinmaɪ̯n
Ernstɛʁnst
,
mitmɪt
sozoː
wasvas
spassʃpas
ichɪç
nichtnɪçt
.
Meinmaɪ̯n
Mädelˈmɛːdl̩
istɪst
einaɪ̯n
gutesˈɡuːtəs
Kindkɪnt
,
hathat
auchaʊ̯x
einaɪ̯n
hübschhʏpʃ
Gesichtɡəˈzɪçt
.
GEORG
Derdeːɐ̯
Antragˈantʁaːk
istɪst
sehrzeːɐ̯
ehrenvollˈeːʁən(ˌ)fɔl
-
STADINGER
Besinnbəˈzɪn
dichdɪç
drumdʁʊm
nichtnɪçt
langlaŋ
.
beiseite
GEORG
Ichɪç
weissvaɪ̯s
nichtnɪçt
,
wasvas
ichɪç
sagenˈzaːɡn̩
sollzɔl
-
eseːs
wirdvɪʁt
mirmiːɐ̯
angstaŋst
undʊnt
bangbaŋ
.
STADINGER
Greifɡʁaɪ̯f
zut͡suː
geschwindɡəˈʃvɪnt
!
GEORG
Ichɪç
fürchteˈfʏʁçtə
michmɪç
!
STADINGER
Gehɡeː
,
seizaɪ̯
keinkaɪ̯n
Hasenfussˈhaːzənfuːs
.
GEORG
Dasdas
istɪst
'ne
Sacheˈzaxə
,
diedaɪ
manman
sichzɪç
ersteːɐ̯st
überlegenˈyːbɐˌleːɡn̩
mussmʊs
.
für sich
BEIDE
Dasdas
Mädelˈmɛːdl̩
hathat
einaɪ̯n
hübschhʏpʃ
Gesichtɡəˈzɪçt
,
drumdʁʊm
wärvɛːr
derdeːɐ̯
Spassʃpas
sozoː
übelˈyːbl̩
nichtnɪçt
,
schnapptʃnapt
ichɪç
/
sieziː
meinemˈmaɪ̯nəm
Ritterˈʁɪtɐ
/
demdeːm
Herrnhɛʁn
keckkɛk
sozoː
gradeˈɡʁaːdə
vorfoːɐ̯
derdeːɐ̯
Naseˈnaːzə
wegveːk
.
Dasdas
wärvɛːr
einaɪ̯n
guterˈɡuːtɐ
Spassʃpas
!
GEORG
Eseːs
gehtɡeːt
nichtnɪçt
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
.
STADINGER
Wasvas
istɪst
dasdas
?
GEORG
Ichɪç
sag's
Euchɔɪ̯ç
gradeˈɡʁaːdə
hinhɪn
,
dassdas
ichɪç
michmɪç
nichtnɪçt
vermählenfɛɐ̯ˈmɛːlən
kannkan
,
weilvaɪ̯l
ichɪç
Leibeigner
binbɪn
.
STADINGER
Ichɪç
kaufkaʊ̯f
dichdɪç
losloːs
.
Diedaɪ
habhaːp
ichɪç
,
diedaɪ
paarpaːɐ̯
Dreierˈdʁaɪ̯ɐ
!
Wovoː
bistbɪst
duduː
herheːɐ̯
?
GEORG
Achax
Gottɡɔt
,
dasdas
weissvaɪ̯s
ichɪç
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
!
STADINGER
Verfluchtfɛɐ̯ˈfluːxt
,
dadaː
wirdvɪʁt
eseːs
teuerˈtɔɪ̯ɐ
.
GEORG
Nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
?
STADINGER
Dochdɔx
kosteˈkoːstə
eseːs
auchaʊ̯x
,
wasvas
eseːs
willvɪl
,
ichɪç
zahleˈt͡saːlə
diedaɪ
Dukatenduˈkaːtn̩
.
GEORG
Mirmiːɐ̯
stehtʃteːt
derdeːɐ̯
Angstschweiss[ˈaŋstˌʃvaɪ̯s]
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Stirnʃtɪʁn
.
verzweifelt
GEORG
Ichɪç
willvɪl
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
.
STADINGER
Duduː
willstvɪlst
nichtnɪçt
?
GEORG
Neinnaɪ̯n
!
STADINGER
Duduː
musstmʊst
!
GEORG
Ohooˈhoː
!
Fürfyːɐ̯
sichzɪç
.
Nunnuːn
wird's
mirmiːɐ̯
baldbalt
zut͡suː
tolltɔl
.
STADINGER
Willstvɪlst
duduː
,
dassdas
meineˈmaɪ̯nə
Wetteˈvɛtə
ichɪç
etwaˈɛtva
verlierenfɛɐ̯ˈliːʁən
sollzɔl
?
GEORG
Wennvɛn
michmɪç
dasdas
Mädchenˈmeːtçən
nunnuːn
nichtnɪçt
willvɪl
-
STADINGER
Sieziː
mussmʊs
dichdɪç
woll'n
,
jetztjɛt͡st
schweigstʃvaɪ̯kst
duduː
stillʃtɪl
.
GEORG
Wasvas
willvɪl
sieziː
denndɛn
mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
Mannman
,
derdeːɐ̯
ihriːɐ̯
nichtnɪçt
einmalˈaɪ̯nmaːl
sagenˈzaːɡn̩
kannkan
,
werveːɐ̯
seineˈzaɪ̯nə
Elternˈɛltɐn
sindzɪnt
.
Ichɪç
binbɪn
einaɪ̯n
Findelkindˈfɪndl̩ˌkɪnt
;
ichɪç
binbɪn
auchaʊ̯x
,
glaubɡlaʊ̯p
ichɪç
,
nichtnɪçt
getauftɡəˈtaʊ̯ft
,
diedaɪ
Schriftenˈʃʁɪftn̩
,
diedaɪ
manman
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
fandfant
,
ichɪç
habeˈhaːbə
sieziː
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
.
die Hände zusammenschlagend
STADINGER
Amaːm
Endeˈɛndə
istɪst
derdeːɐ̯
ganzeˈɡant͡sə
Kerlkɛʁl
nochnɔx
nichtnɪçt
einmalˈaɪ̯nmaːl
geborenɡəˈboːʁən
!
Dochdɔx
dasdas
fichtfɪçt
allesˈaləs
michmɪç
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
,
duduː
wirstvɪʁst
meinmaɪ̯n
Tochtermannˈtɔxtɐˌman
.
BEIDE
Dasdas
Mädelˈmɛːdl̩
hathat
einaɪ̯n
hübschhʏpʃ
Gesichtɡəˈzɪçt
,
drumdʁʊm
wärvɛːr
derdeːɐ̯
Spassʃpas
sozoː
übelˈyːbl̩
nichtnɪçt
,
schnapptʃnapt
ichɪç
sieziː
meinemˈmaɪ̯nəm
Ritterˈʁɪtɐ
keckkɛk
schnapptʃnapt
ereːɐ̯
sieziː
demdeːm
Herrnhɛʁn
keckkɛk
sozoː
gradeˈɡʁaːdə
vorfoːɐ̯
derdeːɐ̯
Naseˈnaːzə
wegveːk
.
Dasdas
wärvɛːr
einaɪ̯n
guterˈɡuːtɐ
Spassʃpas
!
STADINGER
Nunnuːn
schweigstʃvaɪ̯kst
duduː
stillʃtɪl
,
sprichstʃpʁɪçst
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
dreindʁaɪ̯n
.
Duduː
findst
beimbaɪ̯m
heut'gen
Festfɛst
dichdɪç
einaɪ̯n
;
dortdɔʁt
wirdvɪʁt
,
wieviː
sich's
gebührtɡəˈbyːɐ̯t
,
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
deklariertdeklaˈʁiːɐ̯t
.
GEORG
Warumvaˈʁʊm
nichtnɪçt
garɡaːɐ̯
.
STADINGER
Eseːs
bleibtblaɪ̯pt
dabeidaˈbaɪ̯
!
Zumt͡sʊm
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
mitmɪt
derdeːɐ̯
Ziererei
!
GEORG
Ichɪç
kommkɔm
nichtnɪçt
losloːs
,
ichɪç
armerˈaʁmɐ
Mannman
!
STADINGER
Wasvas
gilt's
,
ereːɐ̯
stelltʃtɛlt
sichzɪç
nurnuːɐ̯
sozoː
anaːˈʔɛn
.
GEORG
Ichɪç
weissvaɪ̯s
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
zut͡suː
ratenˈʁaːtən
,
ereːɐ̯
peinigtˈpaɪ̯nɪkt
michmɪç
zut͡suː
Todtoːt
!
Meinmaɪ̯n
Herrhɛʁ
durchdʊʁç
kühneˈkyːnə
Tatenˈtaːtn̩
hilfthɪlft
mirmiːɐ̯
wohlvoːl
ausaʊ̯s
derdeːɐ̯
Notnoːt
.
Manman
zwingtt͡svɪŋt
iniˈʔɛn
Hymensˈhyːməns
Tempelˈtɛmpl̩
michmɪç
mitmɪt
Gewaltɡəˈvalt
hineinhɪˈnaɪ̯n
;
ichɪç
mussmʊs
dochdɔx
einaɪ̯n
Exempelɛˈksɛmpl̩
vonfɔn
einemˈaɪ̯nəm
Eh'mann
seinzaɪ̯n
!
STADINGER
Einaɪ̯n
hübschesˈhʏpʃəs
Weibchenˈvaɪ̯pçən
,
einaɪ̯n
gutɡuːt
Gewerbeɡəˈvɛʁbə
undʊnt
iniˈʔɛn
diedaɪ
Handhant
nochnɔx
baresˈbaːʁəs
Geldɡɛlt
,
zut͡suː
hoffenˈhɔfn̩
einstaɪ̯nst
einaɪ̯n
nettesˈnɛtəs
Erbeˈɛʁbə
,
wasvas
gibtɡiːpt
eseːs
Schön'res
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
?
Dasdas
kannkan
demdeːm
Menschenˈmɛnʃn̩
schonʃoːn
behagenbəˈhaːɡn̩
undʊnt
liesse
,
dächt
ichɪç
,
sichzɪç
ertragenɛɐ̯ˈtʁaːɡn̩
;
dochdɔx
derdeːɐ̯
Verstandfɛɐ̯ˈʃtant
wirdvɪʁt
zut͡suː
seinemˈzaɪ̯nəm
Frommenˈfʁɔmən
ihmiːm
schonʃoːn
nochnɔx
kommenˈkɔmən
,
ereːɐ̯
wirdvɪʁt
mirmiːɐ̯
dankenˈdaŋkn̩
undʊnt
einaɪ̯n
Exempelɛˈksɛmpl̩
vonfɔn
einemˈaɪ̯nəm
gutenˈɡuːtn̩
Eh'mann
seinzaɪ̯n
!
Georg geht ab
ACHTER AUFTRITT
Stadinger. Adelhof
erhitzt
ADELHOF
Gutɡuːt
,
dassdas
ichɪç
Euchɔɪ̯ç
nochnɔx
treffeˈtʁɛfə
!
Ichɪç
habeˈhaːbə
Wichtigesˈvɪçtɪɡəs
mitmɪt
Euchɔɪ̯ç
zut͡suː
redenˈʁeːdn̩
.
STADINGER
Wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
etwaˈɛtva
schonʃoːn
wiederˈviːdɐ
iniˈʔɛn
meinemˈmaɪ̯nəm
Hauseˈhaʊ̯zə
jemandˈjeːmant
verheiratenfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtn̩
?
ADELHOF
Allerdingsalɐˈdɪŋs
.
-
Eureˈɔɪ̯ʁə
Tochterˈtɔxtɐ
!
Aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
mitmɪt
demdeːm
Gesellenɡəˈzɛlən
Konradˈkɔnʁaːt
,
sondernˈzɔndɐn
-
habthaːpt
Ihriːɐ̯
nichtnɪçt
auchaʊ̯x
einenˈaɪ̯nən
namensˈnaːməns
Georgˈɡeːɔʁk
iniˈʔɛn
Euremˈɔʏ̯ɐ
Hauseˈhaʊ̯zə
?
STADINGER
Sehrzeːɐ̯
richtigˈʁɪçtɪk
.
ADELHOF
Derdeːɐ̯
mussmʊs
Eureˈɔɪ̯ʁə
Tochterˈtɔxtɐ
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
-
eseːs
warvaːɐ̯
einaɪ̯n
Missverständnisˈmɪsfɛɐ̯ˌʃtɛntnɪs
.
STADINGER
Sozoː
?
Eseːs
istɪst
mirmiːɐ̯
nurnuːɐ̯
liebliːp
,
dassdas
Ihriːɐ̯
michmɪç
gleichɡlaɪ̯ç
darüberdaˈʁyːbɐ
aufklärtˈaʊ̯fˌklɛːɐ̯t
.
-
Meinmaɪ̯n
lieberˈliːbɐ
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
ausaʊ̯s
Schwabenˈʃvaːbn̩
,
ichɪç
mussmʊs
Euchɔɪ̯ç
rundheraus
sagenˈzaːɡn̩
,
dassdas
ichɪç
Herrhɛʁ
iniˈʔɛn
meinemˈmaɪ̯nəm
Hauseˈhaʊ̯zə
binbɪn
undʊnt
diedaɪ
Handhant
meinerˈmaɪ̯nɐ
Tochterˈtɔxtɐ
gebeˈɡeːbə
,
wemveːm
ichɪç
willvɪl
.
Verstandenfɛɐ̯ˈʃtandn̩
?
Bekümmertbəˈkʏmɐt
Euchɔɪ̯ç
alsoˈalzo
fernerˈfɛʁnɐ
wederˈveːdɐ
umʊm
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
nochnɔx
umʊm
ihrenˈiːʁən
Zukünftigenˈt͡suːˌkʏnftɪɡn̩
.
ADELHOF
Aberˈaːbɐ
,
lieberˈliːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
-
STADINGER
Aberˈaːbɐ
,
lieberˈliːbɐ
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
dabeidaˈbaɪ̯
bleibt's
.
Eseːs
mussmʊs
Euchɔɪ̯ç
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unangenehmˈʊnʔanɡəˌneːm
seinzaɪ̯n
.
Er ruft
STADINGER
Heheː
,
Mariemaˈʁiː
,
Mariemaˈʁiː
!
NEUNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Brenner
eilig
BRENNER
Findeˈfɪndə
ichɪç
Euchɔɪ̯ç
endlichˈɛntlɪç
,
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
ichɪç
suchtzuːxt
Euchɔɪ̯ç
überallyːbɐˈʔal
.
Dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
erwartetɛɐ̯ˈvaʁtət
Euchɔɪ̯ç
,
sieziː
hathat
Euchɔɪ̯ç
Wichtigesˈvɪçtɪɡəs
zut͡suː
verkündenfɛɐ̯ˈkʏndn̩
.
Gutenˈɡuːtn̩
Tagtaːk
,
Schwagerˈʃvaːɡɐ
.
STADINGER
Gutenˈɡuːtn̩
Tagtaːk
.
ADELHOF
Aberˈaːbɐ
ichɪç
kommeˈkɔmə
jajaː
imiˈʔɛm
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
vonfɔn
ihriːɐ̯
herheːɐ̯
.
BRENNER
Einerleiˈaɪ̯nɐˈlaɪ̯
!
Ihriːɐ̯
solltzɔlt
sogleichzoˈɡlaɪ̯ç
zurückkehrent͡suˈʁʏkˌkeːʁən
.
ADELHOF
Dasdas
weissvaɪ̯s
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
Sie gehen gegen den Hintergrund und reden miteinander
an der Seitentür
STADINGER
Nunnuːn
,
zumt͡sʊm
Henkerˈhɛŋkɐ
,
wovoː
stecktʃtɛkt
denndɛn
dasdas
Mädchenˈmeːtçən
?
ZEHNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Irmentraut
IRMENTRAUT
Ihriːɐ̯
habthaːpt
michmɪç
gerufenɡəˈʁuːfn̩
?
STADINGER
Heisst
Sieziː
denndɛn
Mariemaˈʁiː
?
Ichɪç
riefʁiːf
nachnaːx
meinerˈmaɪ̯nɐ
Tochterˈtɔxtɐ
.
IRMENTRAUT
Ichɪç
hörteˈhøːɐ̯tə
Euchɔɪ̯ç
»
Mädchenˈmeːtçən
«
rufenˈʁuːfn̩
.
STADINGER
Sieziː
alteˈaltə
Schachtelˈʃaxtl̩
!
Wennvɛn
ichɪç
»
Mädchenˈmeːtçən
«
rufeˈʁuːfə
,
werdveːɐ̯t
ichɪç
Sieziː
dochdɔx
nichtnɪçt
meinenˈmaɪ̯nn̩
.
IRMENTRAUT
Aberˈaːbɐ
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Stadinger
-
STADINGER
Dochdɔx
dadaː
Sieziː
nunnuːn
einmalˈaɪ̯nmaːl
dadaː
istɪst
,
sozoː
istɪst
mir's
auchaʊ̯x
rechtʁɛçt
.
Sindzɪnt
diedaɪ
Körbeˈkœʁbə
hinausgeschafft
?
IRMENTRAUT
Jajaː
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
.
STADINGER
Derdeːɐ̯
Weinvaɪ̯n
,
dasdas
Essenˈɛsn̩
?
IRMENTRAUT
Jajaː
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
.
STADINGER
Diedaɪ
Humpenˈhʊmpn̩
,
diedaɪ
Becherˈbɛçɐ
?
IRMENTRAUT
Jajaː
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
.
STADINGER
Gutɡuːt
.
-
Zu Adelhof
STADINGER
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
ichɪç
kannkan
nichtnɪçt
nachtragenˈnaːxˌtʁaːɡn̩
.
Wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Ehreˈeːʁə
gebenˈɡeːbm̩
,
michmɪç
heuthɔɪ̯t
aufaʊ̯f
meinemˈmaɪ̯nəm
Weinbergˈvaɪ̯nˌbɛʁk
zut͡suː
besuchenbəˈzuːxn̩
,
ichɪç
feiereˈfaɪ̯əʁə
einaɪ̯n
kleinesˈklaɪ̯nəs
Festfɛst
.
ADELHOF
Wennvɛn
eseːs
meineˈmaɪ̯nə
Zeitt͡saɪ̯t
erlaubtɛɐ̯ˈlaʊ̯pt
-
STADINGER
Sollzɔl
mirmiːɐ̯
liebliːp
seinzaɪ̯n
.
Zu Irmentraut
STADINGER
Ichɪç
geheˈɡeːə
jetztjɛt͡st
vorausfoˈʁaʊ̯s
,
Sieziː
kommtkɔmt
mitmɪt
Marien
nachnaːx
.
Dassdas
ihriːɐ̯
mirmiːɐ̯
aberˈaːbɐ
keineˈkaɪ̯nə
Schleichwegeˈʃlaɪ̯çˌveːɡə
machtmaxt
,
sonstzɔnst
-
IRMENTRAUT
Behütebəˈhyːtə
michmɪç
derdeːɐ̯
Himmelˈhɪml̩
!
Nochnɔx
einsaɪ̯ns
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
.
Nenntnɛnt
michmɪç
draussenˈdraʊ̯sən
vorfoːɐ̯
dendeːn
Gästenˈɡɛstn̩
nurnuːɐ̯
nichtnɪçt
alteˈaltə
Irmentraut
oderˈoːdɐ
alteˈaltə
Schachtelˈʃaxtl̩
,
ichɪç
bitteˈbɪtə
Euchɔɪ̯ç
.
STADINGER
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
immerˈɪmɐ
sagenˈzaːɡn̩
:
Duduː
liebesˈliːbəs
,
kleinesˈklaɪ̯nəs
,
jungesˈjʊŋəs
Dingdɪŋ
-
freudig
IRMENTRAUT
Achax
jajaː
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
lachend
STADINGER
Eseːs
mussmʊs
Ihriːɐ̯
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unangenehmˈʊnʔanɡəˌneːm
seinzaɪ̯n
.
-
Aufaʊ̯f
Wiedersehn
,
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
!
Lebleːp
wohlvoːl
,
Schwagerˈʃvaːɡɐ
!
Er geht mit Irmentraut ab
ELFTER AUFTRITT
Adelhof. Brenner
BRENNER
Alsoˈalzo
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
-
ADELHOF
Wieviː
ichɪç
Ihmiːm
sageˈzaːɡə
:
ichɪç
glaubteˈɡlaʊ̯ptə
meinenˈmaɪ̯nn̩
Auftragˈaʊ̯fˌtʁaːk
rechtʁɛçt
schlauʃlaʊ̯
ausgeführtˈaʊ̯sɡəˌfyːɐ̯t
zut͡suː
habenˈhaːbm̩
,
dadaː
riefʁiːf
sieziː
wütendˈvyːtn̩t
:
»
Derdeːɐ̯
Konradˈkɔnʁaːt
darfdaʁf
nunnuːn
undʊnt
nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
desdɛs
Mädchensˈmɛːtçəns
Gatteˈɡatə
werdenˈveːɐ̯dn̩
BRENNER
Fragtetˈfʁaːktət
Ihriːɐ̯
nichtnɪçt
,
weshalbvɛsˈhalp
?
ADELHOF
Nunnuːn
freilichˈfʁaɪ̯lɪç
,
aberˈaːbɐ
sieziː
meinteˈmaɪ̯ntə
,
dendeːn
Grundɡʁʊnt
würdeˈvʏʁdə
ichɪç
späterˈʃpɛːtɐ
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
.
Welcherˈvɛlçɐ
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
magmaːk
nurnuːɐ̯
sozoː
plötzlichˈplœt͡slɪç
ihrenˈiːʁən
Sinnzɪn
geändertɡəˈʔɛndɐt
habenˈhaːbm̩
?
beiseite
BRENNER
Derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
warvaːɐ̯
ichɪç
.
Lautlaʊ̯t
.
Dasdas
istɪst
mirmiːɐ̯
unbegreiflichˈʊnbəˌɡʁaɪ̯flɪç
.
ADELHOF
Nunnuːn
sollzɔl
derdeːɐ̯
Georgˈɡeːɔʁk
sieziː
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
.
BRENNER
Wirklichˈvɪʁklɪç
höchsthøːçst
seltsamˈzɛltzaːm
!
Aberˈaːbɐ
Ihriːɐ̯
vergesstfɛɐ̯ˈɡɛst
,
dassdas
Euchɔɪ̯ç
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
erwartetɛɐ̯ˈvaʁtət
.
ADELHOF
Ichɪç
geheˈɡeːə
schonʃoːn
.
Amaːm
Endeˈɛndə
istɪst
ihriːɐ̯
derdeːɐ̯
Georgˈɡeːɔʁk
jetztjɛt͡st
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
rechtʁɛçt
.
O
Katzenstein
,
wennvɛn
deineˈdaɪ̯nə
Goldgulden
nichtnɪçt
wärenˈvɛːʁən
,
sozoː
liesse
ichɪç
dichdɪç
sitzenˈzɪt͡sn̩
,
aberˈaːbɐ
sozoː
-
Verstandfɛɐ̯ˈʃtant
habhaːp
ichɪç
,
aberˈaːbɐ
keinkaɪ̯n
Geldɡɛlt
.
für sich
BRENNER
Mitmɪt
demdeːm
letzterenˈlɛt͡stəʁən
binbɪn
ichɪç
-
ADELHOF
Wieviː
?
laut
BRENNER
Ganzɡant͡s
einverstandenˈaɪ̯nfɛɐ̯ˌʃtandn̩
.
Nun will ich einmal sehn, was sie von mir will. Er geht ab.
allein
BRENNER
Lauflaʊ̯f
nurnuːɐ̯
,
guterˈɡuːtɐ
Schwabeˈʃvaːbə
,
duduː
wirstvɪʁst
nochnɔx
mehrmeːɐ̯
Lauferei
habenˈhaːbm̩
.
Diedaɪ
Sacheˈzaxə
istɪst
ganzɡant͡s
einfachˈaɪ̯nfax
.
Derdeːɐ̯
Grafɡʁaːf
Liebenauˈliːbənaʊ̯
bezahltbəˈt͡saːlt
michmɪç
,
dassdas
ichɪç
ihmiːm
zut͡suː
demdeːm
Mädchenˈmeːtçən
verhelfefɛɐ̯ˈhɛlfə
.
Dasdas
reicheˈʁaɪ̯çə
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
bezahltbəˈt͡saːlt
michmɪç
,
dassdas
ichɪç
ihmiːm
nichtnɪçt
zut͡suː
demdeːm
Mädchenˈmeːtçən
verhelfefɛɐ̯ˈhɛlfə
.
Dadaː
istɪst
Verdienstfɛɐ̯ˈdiːnst
aufaʊ̯f
beidenˈbaɪ̯dn̩
Seitenˈzaɪ̯tn̩
-
undʊnt
alsals
Familienvaterfaˈmiːli̯ənˌfaːtɐ
!
-
Jetztjɛt͡st
habhaːp
ichɪç
ihriːɐ̯
gestecktɡəˈʃtɛkt
,
dassdas
derdeːɐ̯
Schmiedegeselle
Georgˈɡeːɔʁk
undʊnt
derdeːɐ̯
Knappeˈknapə
desdɛs
Grafenˈɡʁaːfn̩
eineˈaɪ̯nə
Personpɛʁˈzoːn
wäreˈvɛːʁə
.
Dasdas
trugtʁuːk
etwasˈɛtvas
einaɪ̯n
.
-
Nunnuːn
entdeckeɛntˈdɛkə
ichɪç
ihriːɐ̯
wiederˈviːdɐ
,
dassdas
derdeːɐ̯
Schmiedegeselle
Konradˈkɔnʁaːt
undʊnt
derdeːɐ̯
Grafɡʁaːf
eineˈaɪ̯nə
Personpɛʁˈzoːn
sindzɪnt
,
dadaː
setzt's
wiederˈviːdɐ
etwasˈɛtvas
,
undʊnt
sozoː
opfertˈɔp͡fɐt
manman
sichzɪç
fürfyːɐ̯
diedaɪ
Menschheitˈmɛnʃhaɪ̯t
aufaʊ̯f
,
umʊm
nurnuːɐ̯
einigermassen
redlichˈʁeːtlɪç
durchdʊʁç
diedaɪ
Weltvɛlt
zut͡suː
kommenˈkɔmən
.
Er geht ab
Weinberg
Auf den Terrassen wie unten zur Seite sind die Nachbarn Stadingers mit ihren Frauen und Kindern essend und trinkend gruppiert
ZWÖLFTER AUFTRITT
Stadinger. Brenner. Nachbarn. Männer und Frauen. Gesellen in fröhlicher Bewegung
Nr. 8 - Chor
VERWANDLUNG
Wieviː
herrlichˈhɛʁlɪç
ist's
,
imiˈʔɛm
Grünenˈɡʁyːnən
,
imiˈʔɛm
traulichenˈtʁaʊ̯lɪçn̩
Vereinfɛɐ̯ˈʔaɪ̯n
,
beibaɪ̯
Weinvaɪ̯n
undʊnt
frohenˈfʁoːən
Mienenˈmiːnən
desdɛs
Lebensˈleːbn̩s
sichzɪç
zut͡suː
freun
,
desdɛs
schönenˈʃøːnən
Lebensˈleːbn̩s
sichzɪç
zut͡suː
freun
!
DREIZEHNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Georg, von mehreren Gesellen gehalten
EIN GESELLE
Hierhiːɐ̯
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
bringenˈbʁɪŋən
wirviːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
Widerspenstigenˈviːdɐˌʃpɛnstɪɡn̩
,
ereːɐ̯
wollteˈvɔltə
durchausdʊʁçˈʔaʊ̯s
nichtnɪçt
mitmɪt
.
GEORG
Nehmt's
nichtnɪçt
übelˈyːbl̩
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
aberˈaːbɐ
eseːs
warvaːɐ̯
mirmiːɐ̯
sozoː
übelˈyːbl̩
zumutet͡suˈmuːtə
.
STADINGER
Deineˈdaɪ̯nə
Krankheitˈkʁaŋkhaɪ̯t
kenneˈkɛnə
ichɪç
,
sollzɔl
ichɪç
dirdiːɐ̯
etwaˈɛtva
einaɪ̯n
Rezeptʁeˈt͡sɛpt
verschreibenfɛɐ̯ˈʃʁaɪ̯bm̩
?
-
Frischfʁɪʃ
,
singzɪŋ
unsʊns
einaɪ̯n
Liedliːt
,
dadaː
wirdvɪʁt
dirdiːɐ̯
besserˈbɛsɐ
werdenˈveːɐ̯dn̩
.
GEORG
Mirmiːɐ̯
wär's
umsʊms
Singenˈzɪŋən
.
STADINGER
Georgˈɡeːɔʁk
,
machmax
michmɪç
nichtnɪçt
bösbøːs
.
Jajaː
sozoː
.
Hasthast
duduː
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
mitmɪt
derdeːɐ̯
Altenˈaltn̩
nichtnɪçt
gesehenɡəˈzeːən
?
GEORG
Mitmɪt
keinemkaɪ̯nəm
Augeˈaʊ̯ɡə
.
STADINGER
Sieziː
müsstenˈmʏstn̩
dochdɔx
zumt͡sʊm
Kuckuckˈkʊkʊk
längstlɛŋst
hierhiːɐ̯
seinzaɪ̯n
!
-
Nana
,
werdenˈveːɐ̯dn̩
wiederˈviːdɐ
vielfiːl
anzuputzen
habenˈhaːbm̩
.
Jetztjɛt͡st
,
Georgˈɡeːɔʁk
,
machmax
keineˈkaɪ̯nə
Umständeˈʊmˌʃtɛndə
,
singzɪŋ
unsʊns
wasvas
,
eseːs
mussmʊs
dirdiːɐ̯
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unange
-
GEORG
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
ärgerlich
STADINGER
Dassdas
dichdɪç
-
Ereːɐ̯
gehtɡeːt
nachnaːx
demdeːm
Hintergrundeˈhɪntɐˌɡʁʊndə
.
für sich
GEORG
Ichɪç
willvɪl
singenˈzɪŋən
,
damitdaˈmɪt
niemandˈniːmant
dendeːn
Bergbɛʁk
verlässtfɛɐ̯ˈlɛst
,
denndɛn
jetztjɛt͡st
wirdvɪʁt
derdeːɐ̯
Spassʃpas
untenˈʊntn̩
losgehenˈloːsˌɡeːən
.
Nr. 9 - Lied mit Chor
GEORG
Warvaːɐ̯
einstaɪ̯nst
einaɪ̯n
jungerˈjʊŋɐ
Springinsfeldˈʃpʁɪŋʔɪnsˌfɛlt
,
derdeːɐ̯
wolltvɔlt
aufaʊ̯f
Reisenˈʁaɪ̯zn̩
gehnɡeːn
,
erwerbenɛɐ̯ˈvɛʁbn̩
Ehreˈeːʁə
,
Gutɡuːt
undʊnt
Geldɡɛlt
undʊnt
sichzɪç
diedaɪ
Weltvɛlt
besehn
.
»
Lebleːp
wohlvoːl
,
feinfaɪ̯n
Liebchenˈliːpçən
,
weineˈvaɪ̯nə
nichtnɪçt
.
Baldbalt
kehrkeːɐ̯
ichɪç
heimhaɪ̯m
Sieziː
aberˈaːbɐ
sprichtʃpʁɪçt
:
»
O
gehɡeː
nichtnɪçt
iniˈʔɛn
diedaɪ
Weltvɛlt
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
bleibblaɪ̯p
lieberˈliːbɐ
dochdɔx
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
zut͡suː
Haushaʊ̯s
,
eseːs
schadetˈʃaːdət
oftɔft
,
wennvɛn
manman
aufaʊ̯f
Reisenˈʁaɪ̯zn̩
gehtɡeːt
CHOR
»
O
gehɡeː
nichtnɪçt
iniˈʔɛn
diedaɪ
Weltvɛlt
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
bleibblaɪ̯p
lieberˈliːbɐ
dochdɔx
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
zut͡suː
Haushaʊ̯s
,
eseːs
schadetˈʃaːdət
oftɔft
,
wennvɛn
manman
aufaʊ̯f
Reisenˈʁaɪ̯zn̩
gehtɡeːt
GEORG
Ereːɐ̯
gingɡɪŋ
zurt͡suːɐ̯
Seezeː
.
Nachnaːx
Mexikoˈmɛksikoː
wolltvɔlt
ereːɐ̯
fürsfyːɐ̯s
ersteˈeːɐ̯stə
hinhɪn
,
denndɛn
dortenˈdɔʁtn̩
gibtɡiːpt
eseːs
Goldɡɔlt
wieviː
Strohʃtʁoː
,
dacht
ereːɐ̯
iniˈʔɛn
seinemˈzaɪ̯nəm
Sinnzɪn
.
Doch ein Korsarenschiff erscheint,
GEORG
dasdas
eseːs
mitmɪt
ihmiːm
garɡaːɐ̯
übelˈyːbl̩
meintmaɪ̯nt
;
dadaː
ruftʁuːft
ereːɐ̯
iniˈʔɛn
Verzweiflungfɛɐ̯ˈt͡svaɪ̯flʊŋ
ausaʊ̯s
:
»
Achax
,
warumvaˈʁʊm
bliebbliːp
ichɪç
nichtnɪçt
zut͡suː
Haushaʊ̯s
?
Dasdas
kommtkɔmt
davondaˈfɔn
,
wennvɛn
manman
aufaʊ̯f
Reisenˈʁaɪ̯zn̩
gehtɡeːt
CHOR
Dadaː
ruftʁuːft
ereːɐ̯
iniˈʔɛn
Verzweiflungfɛɐ̯ˈt͡svaɪ̯flʊŋ
ausaʊ̯s
:
»
Achax
,
warumvaˈʁʊm
bliebbliːp
ichɪç
nichtnɪçt
zut͡suː
Haushaʊ̯s
?
Dasdas
kommtkɔmt
davondaˈfɔn
,
wennvɛn
manman
aufaʊ̯f
Reisenˈʁaɪ̯zn̩
gehtɡeːt
GEORG
Zuletztt͡suˈlɛt͡st
befreitbəˈfʁaɪ̯t
einaɪ̯n
Zufallˈt͡suːˌfal
ihniːn
vonfɔn
seinemˈzaɪ̯nəm
Missgeschickˈmɪsɡəˌʃɪk
;
ereːɐ̯
kehrtkeːɐ̯t
mitmɪt
bittersüsser
Mien'
insɪns
Vaterlandˈfaːtɐˌlant
zurückt͡suˈʁʏk
.
Ereːɐ̯
eiltaɪ̯lt
zumt͡sʊm
Liebchenˈliːpçən
frohfʁoː
undʊnt
keckkɛk
,
dochdɔx
triffttʁɪft
ihniːn
baldbalt
derdeːɐ̯
Schlagʃlaːk
vorfoːɐ̯
Schreckʃʁɛk
.
Sieziː
stelltʃtɛlt
ihmiːm
ihrenˈiːʁən
Bräut'gam
vorfoːɐ̯
und flüstert ihm dabei ins Ohr:
GEORG
»
Dasdas
kommtkɔmt
davondaˈfɔn
,
wennvɛn
manman
aufaʊ̯f
Reisenˈʁaɪ̯zn̩
gehtɡeːt
!''
CHOR
Sieziː
stelltʃtɛlt
ihmiːm
ihrenˈiːʁən
Bräut'gam
vorfoːɐ̯
und flüstert ihm dabei ins Ohr:
CHOR
»
Dasdas
kommtkɔmt
davondaˈfɔn
,
wennvɛn
manman
aufaʊ̯f
Reisenˈʁaɪ̯zn̩
gehtɡeːt
STADINGER
Nunnuːn
möcht
ichɪç
aberˈaːbɐ
dochdɔx
ernstlichˈɛʁnstlɪç
wissenˈvɪsn̩
,
wovoː
meinmaɪ̯n
Mädelˈmɛːdl̩
bleibtblaɪ̯pt
.
Jajaː
-
weilvaɪ̯l
ichɪç
geradeɡəˈʁaːdə
vonfɔn
ihriːɐ̯
redeˈʁeːdə
,
ihriːɐ̯
Freundeˈfʁɔɪ̯ndə
,
dadaː
mussmʊs
ichɪç
euchɔɪ̯ç
einenˈaɪ̯nən
Spassʃpas
erzählenˌɛɐ̯ˈt͡sɛːlən
.
Heuthɔɪ̯t
kommtkɔmt
einaɪ̯n
närrischerˈnɛʁɪʃɐ
Kauzkaʊ̯t͡s
,
einaɪ̯n
schwäbischerˈʃvɛːbɪʃɐ
Ritterˈʁɪtɐ
iniˈʔɛn
meinmaɪ̯n
Haushaʊ̯s
undʊnt
willvɪl
mitmɪt
Gewaltɡəˈvalt
meineˈmaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
verheiratenfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtn̩
.
Ersteːɐ̯st
wollteˈvɔltə
ereːɐ̯
ihriːɐ̯
dendeːn
Konradˈkɔnʁaːt
gebenˈɡeːbm̩
,
danndan
sollteˈzɔltə
Georgˈɡeːɔʁk
sieziː
habenˈhaːbm̩
,
undʊnt
ichɪç
steheˈʃteːə
dochdɔx
nichtnɪçt
dafürdaˈfyːɐ̯
,
dassdas
,
eheˈeːə
eseːs
Abendˈaːbm̩t
wirdvɪʁt
-
VIERZEHNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Adelhof
ausser Atem
ADELHOF
Gutenˈɡuːtn̩
Tagtaːk
,
Leutchenˈlɔʏ̯tə
,
lasstlast
euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
störenˈʃtøːʁən
.
STADINGER
Dadaː
istɪst
ereːɐ̯
!
zu Stadinger
Alter Freund, nur ein paar Worte, denn ich muss gleich wieder fort: Der Georg darf auf keinen Fall Eure Tochter heiraten, denn -
lacht
STADINGER
Habhaːp
ich's
nichtnɪçt
gesagtɡəˈzaːkt
!
lachen
ADELHOF
Derdeːɐ̯
Georgˈɡeːɔʁk
stecktʃtɛkt
mitmɪt
demdeːm
Ritterˈʁɪtɐ
Liebenauˈliːbənaʊ̯
unterˈʊntɐ
einerˈaɪ̯nɐ
Deckeˈdɛkə
.
STADINGER
Wasvas
istɪst
dasdas
?
GEORG
Welcheˈvɛlçə
Verleumdungfɛɐ̯ˈlɔɪ̯mdʊŋ
!
Meisterˈmaɪ̯stɐ
-
undʊnt
ihriːɐ̯
könntkœnt
dasdas
duldenˈdʊldn̩
?
STADINGER
Ruheˈʁuːə
-
Beweisebəˈvaɪ̯zə
!
ADELHOF
Meinmaɪ̯n
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
weissvaɪ̯s
diedaɪ
Sacheˈzaxə
genauɡəˈnaʊ̯
.
STADINGER
Euerˈɔɪ̯ɐ
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
istɪst
mitmɪt
Respektʁeˈspɛkt
zut͡suː
meldenˈmɛldn̩
-
ADELHOF
Wasvas
?
STADINGER
Nichtnɪçt
rechtʁɛçt
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
!
ADELHOF
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Stadinger
,
bedenktbəˈdɛŋkt
,
wasvas
Ihriːɐ̯
sprechtʃpʁɛçt
.
STADINGER
Herrhɛʁ
Ritterˈʁɪtɐ
,
bedenktbəˈdɛŋkt
Ihriːɐ̯
,
dassdas
Ihriːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
iniˈʔɛn
einemˈaɪ̯nəm
fröhlichenˈfʁøːlɪçn̩
Kreiseˈkʁaɪ̯zə
befindetbəˈfɪndət
,
derdeːɐ̯
ebensowenig
wieviː
ichɪç
vonfɔn
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Narrheitenˈnaʁhaɪ̯tn̩
etwasˈɛtvas
wissenˈvɪsn̩
willvɪl
.
ADELHOF
Aberˈaːbɐ
meinmaɪ̯n
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
sagteˈzaːktə
mirmiːɐ̯
dochdɔx
-
für sich
STADINGER
Holhoːl
dichdɪç
undʊnt
deindaɪ̯n
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
Man hört Irmentraut hinter der Szene »Hilfe« schreien
BRENNER
Welchvɛlç
einaɪ̯n
Geschreiɡəˈʃʁaɪ̯
?
durcheinander
ALLE
Wasvas
istɪst
geschehenɡəˈʃeːən
?
FÜNFZEHNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Irmentraut. Später der Graf und Marie
Nr. 10 - Finale
ausser sich
IRMENTRAUT
Zut͡suː
Hilfeˈhɪlfə
!
Zut͡suː
Hilfeˈhɪlfə
!
STADINGER
Wasvas
mussmʊs
ichɪç
sehnzeːn
?
Duduː
bistbɪst
alleinaˈlaɪ̯n
!
Wovoː
istɪst
meinmaɪ̯n
Kindkɪnt
?
IRMENTRAUT
Achax
,
eiltaɪ̯lt
zut͡suː
Hilfeˈhɪlfə
ihmiːm
geschwindɡəˈʃvɪnt
!
ALLE
Mariemaˈʁiː
?
Wasvas
geschahɡəˈʃaː
mitmɪt
ihriːɐ̯
?
IRMENTRAUT
Weitvaɪ̯t
weggeführtˈvɛkˌfyːʁən
wardvaʁt
sieziː
vonfɔn
hierhiːɐ̯
,
geraubtɡəˈʁaʊ̯pt
vonfɔn
einerˈaɪ̯nɐ
grossenˈɡʁɔsn̩
Scharʃaːɐ̯
.
ALLE
Wieviː
?
Geraubtɡəˈʁaʊ̯pt
!
Entführtɛntˈfyːɐ̯t
!
Wieviː
,
istɪst
dasdas
wahrvaːɐ̯
?
dem man nachgerade die Wirkung des Weines anmerkt
STADINGER
Mirmiːɐ̯
dasdas
!
Mirmiːɐ̯
dasdas
!
Haha
!
Höll'
undʊnt
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
.
Dasdas
istɪst
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
ohneˈoːnə
Zweifelˈt͡svaɪ̯fl̩
!
Fortfoːɐ̯
,
fortfoːɐ̯
,
zurt͡suːɐ̯
Stadtʃtat
,
zumt͡sʊm
hohenˈhoːən
Ratʁaːt
,
umʊm
mitmɪt
dendeːn
Waffenˈvafn̩
mirmiːɐ̯
Rechtʁɛçt
zut͡suː
schaffenˈʃafn̩
.
CHOR
Fortfoːɐ̯
,
fortfoːɐ̯
,
zurt͡suːɐ̯
Stadtʃtat
,
zumt͡sʊm
hohenˈhoːən
Ratʁaːt
,
ihmiːm
mitmɪt
dendeːn
Waffenˈvafn̩
Rechtʁɛçt
zut͡suː
schaffenˈʃafn̩
.
-
Dadaː
istɪst
sieziː
!
verschwindet unmerklich im Tumult
treten auf
STADINGER
Mariemaˈʁiː
iniˈʔɛn
diedaɪ
Armeˈaʁmə
schliessend[ˈʃliːsən]
.
Meinmaɪ̯n
Kindkɪnt
!
Meinmaɪ̯n
teuresˈtɔɪ̯ʁəs
Kindkɪnt
!
plötzlich wieder wütend
STADINGER
Duduː
ungeratne
Dirneˈdɪʁnə
,
ichɪç
dachteˈdaxtə
gleichɡlaɪ̯ç
:
Dasdas
wirdvɪʁt
dasdas
Endeˈɛndə
seinzaɪ̯n
vonfɔn
eurenˈɔʏ̯ɐ
Liebelein
!
MARIE
Wasvas
kannkan
denndɛn
ichɪç
dafürdaˈfyːɐ̯
?
BRENNER
Gehɡeː
,
Alterˈaltɐ
,
seizaɪ̯
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
.
auf den Grafen deutend
MARIE
Sehtzeːt
meinenˈmaɪ̯nn̩
Retterˈʁɛtɐ
hierhiːɐ̯
;
seinzaɪ̯n
Armaʁm
hathat
michmɪç
befreitbəˈfʁaɪ̯t
.
CHOR
Ereːɐ̯
alleinaˈlaɪ̯n
?
Istɪst
dasdas
wahrvaːɐ̯
?
MARIE
Trotzteˈtʁɔt͡stə
kühnkyːn
derdeːɐ̯
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
.
GRAF
Jajaː
,
preisenˈpʁaɪ̯zn̩
mussmʊs
ichɪç
dasdas
Geschickɡəˈʃɪk
,
dasdas
michmɪç
hierhergeführt
.
Undʊnt
sieziː
zut͡suː
rettenˈʁɛtn̩
,
hätt
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
tausendfachˈtaʊ̯zn̩tfax
ichɪç
hingegebenˈhɪnɡəˌɡeːbn̩
.
STADINGER
Ohooˈhoː
!
MARIE
O
lieberˈliːbɐ
Konradˈkɔnʁaːt
!
STADINGER
Ruh'
!
zur Gesellschaft
STADINGER
Wasvas
sagtzaːkt
denndɛn
ihriːɐ̯
dazudaˈt͡suː
?
Diedaɪ
Ritterschaftˈʁɪtɐʃaft
machtmaxt
sichzɪç
dendeːn
Spassʃpas
undʊnt
balgtbalkt
beibaɪ̯
hellemˈhɛləm
Sonnenscheinˈzɔnənˌʃaɪ̯n
sichzɪç
umʊm
meinmaɪ̯n
sittsamˈzɪtzaːm
Töchterleinˈtœçtɐlaɪ̯n
!
Dasdas
istɪst
'ne
schöneˈʃøːnə
Wirtschaftˈvɪʁtʃaft
,
dasdas
!
Hammerˈhamɐ
undʊnt
Ambossˈambɔs
!
Nunnuːn
habhaːp
ich's
sattzat
!
Dasdas
gibtɡiːpt
'nen
Mordsskandal
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Stadtʃtat
.
zu Marie
STADINGER
Jetztjɛt͡st
sperrʃpɛʁ
ichɪç
dichdɪç
insɪns
Klosterˈkloːstɐ
einaɪ̯n
!
Dasdas
mussmʊs
dirdiːɐ̯
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unange
-
ruft ihm zu
GEORG
Aberˈaːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
kann sich nicht bezwingen und schliesst mit dem Worte
STADINGER
-
seinzaɪ̯n
!
MARIE, IRMENTRAUT, GRAF, GEORG, BRENNER UND CHOR
STADINGER
Zornesglut
färbtfɛʁpt
seineˈzaɪ̯nə
Wangenˈvaŋən
,
dochdɔx
wirviːɐ̯
kennenˈkɛnən
diesesˈdiːzəs
Dräun
,
mitmɪt
derdeːɐ̯
Morgenröteˈmɔʁɡn̩ˌʁøːtə
Prangenˈpʁaŋən
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
andernˈandɐn
Sinnesˈzɪnəs
seinzaɪ̯n
.
Duduː
erfüllestɛɐ̯ˈfʏləst
meinmaɪ̯n
Verlangenfɛɐ̯ˈlaŋən
,
schliessest[ˈʃliːsən]
dichdɪç
insɪns
Klosterˈkloːstɐ
einaɪ̯n
,
sozoː
nurnuːɐ̯
kannkan
ichɪç
ohneˈoːnə
Bangenˈbaŋən
,
ohneˈoːnə
Furchtfʊʁçt
undʊnt
Sorgenˈzɔʁɡn̩
seinzaɪ̯n
.
Dochdɔx
halthalt
!
Dasdas
gehtɡeːt
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
.
Ichɪç
habhaːp
jajaː
einenˈaɪ̯nən
andernˈandɐn
Planplaːn
,
ichɪç
habhaːp
'nen
Mannman
fürfyːɐ̯
dichdɪç
.
für sich
GEORG
O
wehveː
!
Nunnuːn
kommtkɔmt
diedaɪ
Reih'
anaːˈʔɛn
michmɪç
.
auf Georg zeigend
STADINGER
Hierhiːɐ̯
stehtʃteːt
ereːɐ̯
,
dendeːn
ichɪç
meineˈmaɪ̯nə
.
erschrocken
MARIE
Georgˈɡeːɔʁk
!
ALLE
Wieviː
,
Georgˈɡeːɔʁk
?
MARIE
Dendeːn
nehm
iniˈʔɛn
meinemˈmaɪ̯nəm
Lebenˈleːbm̩
ichɪç
nunnuːn
undʊnt
nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
.
GEORG
Diesdaɪs
schmeicheltˈʃmaɪ̯çl̩t
mirmiːɐ̯
garɡaːɐ̯
sehrzeːɐ̯
.
zornig
STADINGER
Duduː
willstvɪlst
nichtnɪçt
?
ohne Marie
DIE ANDERN
Aberˈaːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
-
STADINGER
Ichɪç
bringbʁɪŋ
dasdas
Mädelˈmɛːdl̩
umʊm
!
Duduː
willstvɪlst
nichtnɪçt
?
GEORG
Ichɪç
willvɪl
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
.
STADINGER
Schweigʃvaɪ̯k
,
Kerlkɛʁl
,
duduː
bistbɪst
zut͡suː
dummdʊm
!
zu Marie
STADINGER
Sozoː
willstvɪlst
duduː
zut͡suː
derdeːɐ̯
Heiratˈhaɪ̯ˌʁaːt
durchausdʊʁçˈʔaʊ̯s
dichdɪç
nichtnɪçt
verstehn
?
MARIE
Achax
neinnaɪ̯n
!
Dadaː
willvɪl
ichɪç
lieberˈliːbɐ
zehnmalˈt͡seːnmaːl
insɪns
Klosterˈkloːstɐ
gehnɡeːn
.
Zornesglut
färbtfɛʁpt
seineˈzaɪ̯nə
Wangenˈvaŋən
,
dochdɔx
wirviːɐ̯
kennenˈkɛnən
diesesˈdiːzəs
Dräun
,
mitmɪt
derdeːɐ̯
Morgenröteˈmɔʁɡn̩ˌʁøːtə
Prangenˈpʁaŋən
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
andernˈandɐn
Sinnesˈzɪnəs
seinzaɪ̯n
!
Nurnuːɐ̯
dasdas
eineˈaɪ̯nə
tuttuːt
mirmiːɐ̯
leidlaɪ̯t
,
dassdas
diedaɪ
schöneˈʃøːnə
Lustbarkeitˈlʊstbaːɐ̯kaɪ̯t
sichzɪç
verwandeltefɛɐ̯ˈvandl̩tə
iniˈʔɛn
Streitʃtʁaɪ̯t
.
GEORG
Zornesglut
färbtfɛʁpt
seineˈzaɪ̯nə
Wangenˈvaŋən
,
dochdɔx
wirviːɐ̯
kennenˈkɛnən
diesesˈdiːzəs
Dräun
,
mitmɪt
derdeːɐ̯
Morgenröteˈmɔʁɡn̩ˌʁøːtə
Prangenˈpʁaŋən
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
andernˈandɐn
Sinnesˈzɪnəs
seinzaɪ̯n
!
Nurnuːɐ̯
dasdas
eineˈaɪ̯nə
michmɪç
erfreutɛɐ̯ˈfʁɔɪ̯t
,
dassdas
ichɪç
nachnaːx
demdeːm
langenˈlaŋən
Streitʃtʁaɪ̯t
vonfɔn
derdeːɐ̯
Heiratˈhaɪ̯ˌʁaːt
binbɪn
befreitbəˈfʁaɪ̯t
.
GRAF
Zornesglut
färbtfɛʁpt
seineˈzaɪ̯nə
Wangenˈvaŋən
,
dochdɔx
wirviːɐ̯
kennenˈkɛnən
diesesˈdiːzəs
Dräun
,
mitmɪt
derdeːɐ̯
Morgenrote
Prangenˈpʁaŋən
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
andernˈandɐn
Sinnesˈzɪnəs
seinzaɪ̯n
!
Nurnuːɐ̯
dasdas
eineˈaɪ̯nə
michmɪç
erfreutɛɐ̯ˈfʁɔɪ̯t
,
dassdas
sieziː
vollerˈfɔlɐ
Zärtlichkeitˈt͡sɛːɐ̯tlɪçkaɪ̯t
mirmiːɐ̯
aufsaʊ̯fs
neu'
ihriːɐ̯
Herzhɛʁt͡s
geweihtɡəˈvaɪ̯t
.
STADINGER
Duduː
erfüllestɛɐ̯ˈfʏləst
meinmaɪ̯n
Verlangenfɛɐ̯ˈlaŋən
,
schliessest[ˈʃliːsən]
dichdɪç
insɪns
Klosterˈkloːstɐ
einaɪ̯n
,
sozoː
nurnuːɐ̯
kannkan
ichɪç
ohneˈoːnə
Bangenˈbaŋən
,
ohneˈoːnə
Furchtfʊʁçt
undʊnt
Sorgenˈzɔʁɡn̩
seinzaɪ̯n
.
Nurnuːɐ̯
dasdas
eineˈaɪ̯nə
tuttuːt
mirmiːɐ̯
leidlaɪ̯t
,
dassdas
diedaɪ
schöneˈʃøːnə
Lustbarkeitˈlʊstbaːɐ̯kaɪ̯t
sichzɪç
verwandeltefɛɐ̯ˈvandl̩tə
iniˈʔɛn
Streitʃtʁaɪ̯t
.
Während alle Stadinger zu besänftigen suchen, fällt der Vorhang
ENTR'ACT
DRITTER AKT
Dasselbe Zimmer wie im zweiten Aufzug
ERSTER AUFTRITT
Marie am Spinnrad sitzend
MARIE
Eseːs
gehtɡeːt
nichtnɪçt
.
Ichɪç
bringeˈbʁɪŋə
nichtsnɪçt͡s
Gescheitesɡəˈʃaɪ̯təs
zustandeˈt͡suːˌʃtandə
.
Alleˈalə
Augenblickeˈaʊ̯ɡŋ̍blɪkə
reisst
derdeːɐ̯
Fadenˈfaːdn̩
.
Dasdas
tuttuːt
diedaɪ
Unruheˈʊnˌʁuːə
,
diedaɪ
Angstaŋst
,
dasdas
böseˈbøːzə
Gewissenɡəˈvɪsn̩
-
ichɪç
habeˈhaːbə
wahrhaftigvaːɐ̯ˈhaftɪk
einaɪ̯n
gutesˈɡuːtəs
Gewissenɡəˈvɪsn̩
.
Undʊnt
vorfoːɐ̯
desdɛs
Vatersˈfaːtɐs
Drohungˈdʁoːʊŋ
binbɪn
ichɪç
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
bangeˈbaŋə
;
ereːɐ̯
willvɪl
michmɪç
beibaɪ̯
jederˈjeːdɐ
Gelegenheitɡəˈleːɡn̩haɪ̯t
insɪns
Klosterˈkloːstɐ
schickenˈʃɪkn̩
-
ichɪç
weissvaɪ̯s
dochdɔx
,
dassdas
nichtsnɪçt͡s
darausdaˈʁaʊ̯s
wirdvɪʁt
.
Aberˈaːbɐ
dasdas
Geredeɡəˈʁeːdə
derdeːɐ̯
Leuteˈlɔɪ̯tə
,
wieviː
werdenˈveːɐ̯dn̩
sieziː
mitmɪt
Spottredenˈʃpɔtˌʁeːdn̩
überˈyːbɐ
michmɪç
herfallenˈheːɐ̯ˌfalən
-
undʊnt
mitmɪt
Unrechtˈʊnˌʁɛçt
,
denndɛn
ichɪç
binbɪn
unschuldigˈʊnʃʊldɪk
,
undʊnt
wennvɛn
manman
vonfɔn
einemˈaɪ̯nəm
ganzenˈɡant͡sn̩
Haufenˈhaʊ̯fm̩
Männernˈmɛnɐn
überfallenˈyːbɐˌfalən
wirdvɪʁt
-
hathat
manman
dochdɔx
manchmalˈmançmaːl
mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
schonʃoːn
seineˈzaɪ̯nə
liebeˈliːbə
Notnoːt
!
Nr. 11 - Arie
MARIE
Wirviːɐ̯
armenˈaʁmən
,
armenˈaʁmən
Mädchenˈmeːtçən
ind
garɡaːɐ̯
sozoː
übelˈyːbl̩
drandʁan
;
ichɪç
wolltvɔlt
,
ichɪç
wärvɛːr
keinkaɪ̯n
Mädchenˈmeːtçən
,
ichɪç
wolltvɔlt
,
ichɪç
wärvɛːr
einaɪ̯n
Mannman
!
Umʊm
unsernˈʔʊnzɐ
gutenˈɡuːtn̩
Rufʁuːf
ist's
nurnuːɐ̯
zut͡suː
leichtlaɪ̯çt
geschehn
;
manman
kannkan
beimbaɪ̯m
bestenˈbɛstn̩
Will'n
nichtnɪçt
allesˈaləs
vorhersehn
.
Wirviːɐ̯
armenˈaʁmən
,
armenˈaʁmən
Mädchenˈmeːtçən
sindzɪnt
garɡaːɐ̯
sozoː
übelˈyːbl̩
drandʁan
;
ichɪç
wolltvɔlt
,
ichɪç
wärvɛːr
keinkaɪ̯n
Mädchenˈmeːtçən
,
ichɪç
wolltvɔlt
,
ichɪç
wärvɛːr
einaɪ̯n
Mannman
!
Kaumkaʊ̯m
siehtziːt
manman
einenˈaɪ̯nən
Mannman
nurnuːɐ̯
vonfɔn
derdeːɐ̯
Seiteˈzaɪ̯tə
anaːˈʔɛn
,
sozoː
heisst's
mitmɪt
spött'scher
Mien'
:
»
Sieziː
hathat
einaɪ̯n
Aug'
aufaʊ̯f
ihniːn
Schufʃuːf
denndɛn
derdeːɐ̯
liebeˈliːbə
Gottɡɔt
diedaɪ
Männerˈmɛnɐ
unsʊns
zumt͡sʊm
Grollɡʁɔl
-
dassdas
manman
sieziː
ausnahmsweis
nichtnɪçt
einmalˈaɪ̯nmaːl
ansehn
sollzɔl
?
Einaɪ̯n
Mannman
kannkan
machenˈmaxn̩
,
wasvas
ereːɐ̯
willvɪl
,
dadaː
schweigtʃvaɪ̯kt
derdeːɐ̯
böseˈbøːzə
Leumundˈlɔɪ̯mʊnt
stillʃtɪl
,
beibaɪ̯
unsʊns
dadaː
schreitʃʁaɪ̯t
ereːɐ̯
lautlaʊ̯t
.
Wirviːɐ̯
armenˈaʁmən
,
armenˈaʁmən
Mädchenˈmeːtçən
sindzɪnt
garɡaːɐ̯
sozoː
übelˈyːbl̩
drandʁan
;
ichɪç
wolltvɔlt
,
ichɪç
wärvɛːr
keinkaɪ̯n
Mädchenˈmeːtçən
,
ichɪç
wolltvɔlt
,
ichɪç
wärvɛːr
einaɪ̯n
Mannman
!
Gehtɡeːt
manman
amaːm
liebenˈliːbn̩
Sonntagˈzɔntaːk
mitmɪt
kindlichˈkɪntlɪç
frohemˈfʁoːəm
Sinnzɪn
,
feinfaɪ̯n
sauberˈzaʊ̯bɐ
angekleidetˈanɡəˌklaɪ̯dət
,
ehrbarˈeːɐ̯baːɐ̯
zurt͡suːɐ̯
Kircheˈkɪʁçə
hinhɪn
undʊnt
hathat
vielleichtfiˈlaɪ̯çt
zufälligˈt͡suːfɛlɪk
einaɪ̯n
Bändchenˈbɛntçən
mehrmeːɐ̯
amaːm
Kleidklaɪ̯t
-
gleichɡlaɪ̯ç
sprechenˈʃpʁɛçn̩
böseˈbøːzə
Zungenˈt͡sʊŋən
:
»
Diedaɪ
strotztʃtʁɔt͡st
vonfɔn
Eitelkeitˈaɪ̯tl̩kaɪ̯t
Dadaː
steckenˈʃtɛkn̩
Muhm'
undʊnt
Basenˈbaːzn̩
zusamment͡suˈzamən
ihreˈiːʁə
Nasenˈnaːzn̩
undʊnt
hechelnˈhɛçl̩n
danndan
undʊnt
keifenˈkaɪ̯fn̩
:
»
Sehtzeːt
nurnuːɐ̯
diedaɪ
vielenˈfiːlən
Schleifenˈʃlaɪ̯fn̩
!
Diedaɪ
gehtɡeːt
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
zumt͡sʊm
Betenˈbeːtn̩
heuthɔɪ̯t
iniˈʔɛn
diedaɪ
heil'gen
Hallenˈhalən
;
eseːs
willvɪl
diedaɪ
eitleˈaɪ̯tlə
Dirneˈdɪʁnə
dendeːn
Männernˈmɛnɐn
nurnuːɐ̯
gefallenɡəˈfalən
;
sehtzeːt
nurnuːɐ̯
,
wieviː
sieziː
sichzɪç
blähtblɛːt
,
wieviː
sieziː
sichzɪç
wendetˈvɛndət
undʊnt
sichzɪç
drehtdʁeːt
;
sehtzeːt
nurnuːɐ̯
,
wieviː
sieziː
sichzɪç
ziertt͡siːɐ̯t
undʊnt
mitmɪt
dendeːn
Augenˈaʊ̯ɡn̩
kokettiertkokɛˈtiːɐ̯t
Einaɪ̯n
Mannman
kannkan
machenˈmaxn̩
,
wasvas
ereːɐ̯
willvɪl
,
dadaː
schweigtʃvaɪ̯kt
derdeːɐ̯
böseˈbøːzə
Leumundˈlɔɪ̯mʊnt
stillʃtɪl
.
Dochdɔx
achax
,
wirviːɐ̯
armenˈaʁmən
Mädchenˈmeːtçən
!
-
Wirviːɐ̯
armenˈaʁmən
,
armenˈaʁmən
Mädchenˈmeːtçən
sindzɪnt
garɡaːɐ̯
sozoː
übelˈyːbl̩
drandʁan
;
ichɪç
wolltvɔlt
,
ichɪç
wärvɛːr
keinkaɪ̯n
Mädchenˈmeːtçən
,
ichɪç
wolltvɔlt
,
ichɪç
wärvɛːr
einaɪ̯n
Mannman
!
Ichɪç
wollteˈvɔltə
,
ichɪç
wärvɛːr
einaɪ̯n
Mannman
,
ichɪç
wollteˈvɔltə
,
ichɪç
hätt'nen
-
sie hält ein wenig inne, dann fährt sie, gleichsam ärgerlich über ihr Versprechen, fort
MARIE
ichɪç
wärvɛːr
einaɪ̯n
Mannman
.
ZWEITER AUFTRITT
Marie. Stadinger. Brenner
BRENNER
Ichɪç
sageˈzaːɡə
dirdiːɐ̯
,
Schwagerˈʃvaːɡɐ
,
duduː
wirstvɪʁst
dendeːn
Ritterˈʁɪtɐ
nichtnɪçt
andersˈandɐs
losloːs
,
alsals
wennvɛn
duduː
dasdas
Mädelˈmɛːdl̩
verheiratestfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtəst
.
Istɪst
sieziː
einmalˈaɪ̯nmaːl
unterˈʊntɐ
derdeːɐ̯
Haubeˈhaʊ̯bə
,
wirdvɪʁt
sichzɪç
seineˈzaɪ̯nə
Leidenschaftˈlaɪ̯dn̩ʃaft
auchaʊ̯x
abkühlenˈapˌkyːlən
.
STADINGER
Hatt
ichɪç
denndɛn
etwasˈɛtvas
andres[ˈʔandʁəs]
imiˈʔɛm
Sinnzɪn
?
Dasdas
Mädelˈmɛːdl̩
sollteˈzɔltə
dendeːn
Georgˈɡeːɔʁk
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
,
aberˈaːbɐ
derdeːɐ̯
Strohkopf
willvɪl
jajaː
nichtnɪçt
.
MARIE
Ichɪç
,
Vaterˈfaːtɐ
,
willvɪl
aberˈaːbɐ
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
.
STADINGER
Duduː
schweigstʃvaɪ̯kst
,
bistbɪst
duduː
gefragtɡəˈfʁaːkt
wirstvɪʁst
.
leise zu Marie
BRENNER
Seizaɪ̯
stillʃtɪl
undʊnt
lasslas
michmɪç
gewährenɡəˈvɛːʁən
.
Lautlaʊ̯t
zut͡suː
Stadinger
.
Mitmɪt
deinemˈdaɪ̯nəm
Georgˈɡeːɔʁk
!
Dadaː
istɪst
dochdɔx
aberˈaːbɐ
derdeːɐ̯
Konradˈkɔnʁaːt
einaɪ̯n
ganzɡant͡s
andererˈandəʁɐ
Mannman
.
STADINGER
Ichɪç
kannkan
dendeːn
Burschenˈbʊʁʃn̩
nichtnɪçt
leidenˈlaɪ̯dn̩
,
ereːɐ̯
verstehtfɛɐ̯ˈʃteːt
nichtsnɪçt͡s
vomfɔm
Gewerb
,
istɪst
einaɪ̯n
schlechterˈʃlɛçtɐ
Arbeiterˈaʁbaɪ̯tɐ
-
BRENNER
Duduː
bistbɪst
ihmiːm
aberˈaːbɐ
Dankdaŋk
schuldigˈʃʊldɪk
.
STADINGER
Ichɪç
willvɪl
ihniːn
auchaʊ̯x
belohnenbəˈloːnən
.
BRENNER
Womitˈvoːmɪt
denndɛn
?
STADINGER
Ichɪç
willvɪl
ihniːn
amaːm
nächstenˈnɛːçstən
Sonntagˈzɔntaːk
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Herbergeˈhɛʁbɛʁɡə
freihaltenˈfʁaɪ̯ˌhaltn̩
.
BRENNER
Dasdas
wäreˈvɛːʁə
eineˈaɪ̯nə
schöneˈʃøːnə
Belohnungbəˈloːnʊŋ
!
Duduː
kannstkanst
nichtnɪçt
wenigerˈveːnɪɡɐ
tuntjuːn
,
alsals
ihmiːm
deineˈdaɪ̯nə
Tochterˈtɔxtɐ
gebenˈɡeːbm̩
.
STADINGER
Schweigʃvaɪ̯k
mirmiːɐ̯
nurnuːɐ̯
vonfɔn
demdeːm
Kapitelkaˈpɪtl̩
stillʃtɪl
.
Jetztjɛt͡st
willvɪl
ichɪç
ersteːɐ̯st
diedaɪ
ganzeˈɡant͡sə
Entführungsgeschichteɛntˈfyːʁʊŋsɡəˌʃɪçtə
klarklaːɐ̯
wissenˈvɪsn̩
.
Heheː
,
Konradˈkɔnʁaːt
!
Denndɛn
gesternˈɡɛstɐn
abendˈaːbm̩t
-
derdeːɐ̯
Ärgerˈɛʁɡɐ
warvaːɐ̯
mirmiːɐ̯
sozoː
zut͡suː
Kopfeˈkɔp͡fə
gestiegenɡəˈʃtiːɡn̩
,
dassdas
ichɪç
michmɪç
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
aufaʊ̯f
allesˈaləs
besinnenbəˈzɪnən
kannkan
.
DRITTER AUFTRITT
Die Vorigen. Georg
GEORG
Ihriːɐ̯
habthaːpt
gerufenɡəˈʁuːfn̩
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
?
STADINGER
Dichdɪç
nichtnɪçt
,
duduː
kannstkanst
aberˈaːbɐ
auchaʊ̯x
dabeidaˈbaɪ̯
seinzaɪ̯n
.
Rufʁuːf
mirmiːɐ̯
dendeːn
Konradˈkɔnʁaːt
.
GEORG
Gleichɡlaɪ̯ç
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
Er geht ab
zu Marie
STADINGER
Duduː
,
rufʁuːf
mirmiːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
würdigeˈvʏʁdɪɡə
Erzieherinɛɐ̯ˈt͡siːəʁɪn
.
Hoffentlichˈhɔfn̩tlɪç
hathat
sieziː
sichzɪç
vonfɔn
ihremˈiːʁəm
Schreckʃʁɛk
erholtɛɐ̯ˈhoːlt
.
geht ab
VIERTER AUFTRITT
Stadinger. Brenner. Ein Geselle
EIN GESELLE
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
aufaʊ̯f
einaɪ̯n
Wortvɔʁt
.
geht in den Hintergrund und spricht mit ihm
im Vordergrund
BRENNER
Dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
zahltt͡saːlt
nichtsnɪçt͡s
mehrmeːɐ̯
,
folglichˈfɔlklɪç
dieneˈdiːnə
ichɪç
demdeːm
Grafenˈɡʁaːfn̩
wiederˈviːdɐ
mitmɪt
Leiblaɪ̯p
undʊnt
Seeleˈzeːlə
.
Wennvɛn
mirmiːɐ̯
nurnuːɐ̯
derdeːɐ̯
Schwabeˈʃvaːbə
keinenˈkaɪ̯nən
Querstrichˈkveːɐ̯ˌʃtʁɪç
machtmaxt
,
denndɛn
ereːɐ̯
weissvaɪ̯s
jetztjɛt͡st
allesˈaləs
.
STADINGER
Schonʃoːn
gutɡuːt
,
ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
demdeːm
Herrnhɛʁn
Stadtvogt
meinenˈmaɪ̯nn̩
Dankdaŋk
iniˈʔɛn
Personpɛʁˈzoːn
abstatten
!
geht ab
FÜNFTER AUFTRITT
EIN GESELLE
Stadinger
.
Brennerˈbʁɛnɐ
.
Mariemaˈʁiː
undʊnt
Irmentraut
.
Grafɡʁaːf
undʊnt
Georgˈɡeːɔʁk
.
STADINGER
Dadaː
seidzaɪ̯t
ihriːɐ̯
jajaː
beisammenbaɪ̯ˈzamən
.
Stelltʃtɛlt
euchɔɪ̯ç
umʊm
michmɪç
herumhɛˈʁʊm
undʊnt
erzähltɛɐ̯ˈt͡sɛːlt
mirmiːɐ̯
dendeːn
Hergangˈheːɐ̯ˌɡaŋ
.
MARIE
Alsals
wirviːɐ̯
untenˈʊntn̩
amaːm
Weinbergeˈvaɪ̯nˌbɛʁɡə
-
IRMENTRAUT
Alsals
wirviːɐ̯
untenˈʊntn̩
amaːm
Weinbergeˈvaɪ̯nˌbɛʁɡə
-
GRAF
Alsals
wirviːɐ̯
untenˈʊntn̩
amaːm
Weinbergeˈvaɪ̯nˌbɛʁɡə
-
STADINGER
Einsaɪ̯ns
nachnaːx
demdeːm
andernˈandɐn
!
Zu Irmentraut
STADINGER
Sieziː
sprichtʃpʁɪçt
zuerstt͡suˈʔeːɐ̯st
.
Dasdas
Alterˈaltɐ
hathat
dendeːn
Vortrittˈfoːɐ̯ˌtʁɪt
.
ärgerlich
IRMENTRAUT
Achax
wasvas
,
Alterˈaltɐ
-
STADINGER
Eseːs
istɪst
aberˈaːbɐ
dochdɔx
wahrvaːɐ̯
,
alsoˈalzo
redeˈʁeːdə
Sieziː
.
IRMENTRAUT
Alsoˈalzo
-
achax
Gottɡɔt
,
ichɪç
zittreˈt͡sɪtʁə
nochnɔx
anaːˈʔɛn
allenˈælən
Gliedernˈɡliːdɐn
-
wirviːɐ̯
gingenˈɡɪŋən
vonfɔn
Hauseˈhaʊ̯zə
wegveːk
-
STADINGER
Dasdas
weissvaɪ̯s
ichɪç
-
IRMENTRAUT
Ichɪç
erzählteɛɐ̯ˈt͡sɛːltə
unterwegsʊntɐˈveːks
Marien
-
STADINGER
Vonfɔn
Ihrenˈiːʁən
vielenˈfiːlən
Eroberungenɛɐ̯ˈʔoːbəʁʊŋən
-
ärgerlich
IRMENTRAUT
Aberˈaːbɐ
wennvɛn
ichɪç
dochdɔx
erzählenˌɛɐ̯ˈt͡sɛːlən
sollzɔl
-
STADINGER
Diedaɪ
Hauptsacheˈhaʊ̯ptˌzaxə
!
IRMENTRAUT
Alsals
wirviːɐ̯
untenˈʊntn̩
amaːm
Weinbergeˈvaɪ̯nˌbɛʁɡə
angelangtˈanɡəˌlaŋt
warenˈvaːʁən
undʊnt
iniˈʔɛn
dasdas
Gebüschɡəˈbʏʃ
tratentʁaːtn̩
,
hörtenˈhøːɐ̯tn̩
wirviːɐ̯
flüsternˈflʏstɐn
,
undʊnt
ichɪç
vernahmfɛɐ̯ˈnaːm
deutlichˈdɔɪ̯tlɪç
,
wieviː
einerˈaɪ̯nɐ
sagteˈzaːktə
:
»
Ichɪç
kannkan
eseːs
meinemˈmaɪ̯nəm
Herrnhɛʁn
nichtnɪçt
verdenkenfɛɐ̯ˈdɛŋkn̩
,
diedaɪ
Dirneˈdɪʁnə
istɪst
hübschhʏpʃ
-
Anfangsˈanfaŋs
glaubteˈɡlaʊ̯ptə
ichɪç
,
dasdas
gingeˈɡɪŋə
aufaʊ̯f
michmɪç
-
STADINGER
Machmax
Sieziː
sichzɪç
dochdɔx
nichtnɪçt
lächerlichˈlɛçɐlɪç
.
IRMENTRAUT
Dadaː
plötzlichˈplœt͡slɪç
drangenˈdʁaŋən
Bewaffnetebəˈvafnətə
ausaʊ̯s
demdeːm
Gebüschɡəˈbʏʃ
-
MARIE
Jetztjɛt͡st
lasslas
michmɪç
erzählenˌɛɐ̯ˈt͡sɛːlən
.
Ichɪç
fühlteˈfyːltə
michmɪç
vonfɔn
starkenˈʃtaʁkn̩
Armenˈaʁmən
erfasstɛɐ̯ˈfast
-
IRMENTRAUT
Ichɪç
sankzaŋk
iniˈʔɛn
Ohnmachtˈoːnˌmaxt
-
MARIE
Neinnaɪ̯n
,
duduː
liefstliːfst
schreiendˈʃʁaɪ̯ənt
davondaˈfɔn
.
IRMENTRAUT
Nunnuːn
jajaː
,
ichɪç
liefliːf
allerdingsalɐˈdɪŋs
davondaˈfɔn
,
weilvaɪ̯l
eineˈaɪ̯nə
Ohnmachtˈoːnˌmaxt
imiˈʔɛm
Anzugeˈant͡suːɡə
warvaːɐ̯
.
MARIE
Dadaː
plötzlichˈplœt͡slɪç
drangdʁaŋ
Konradˈkɔnʁaːt
ausaʊ̯s
demdeːm
Gebüschɡəˈbʏʃ
hervorhɛɐ̯ˈfoːɐ̯
,
nahmnaːm
michmɪç
iniˈʔɛn
seineˈzaɪ̯nə
Armeˈaʁmə
,
entwandɛntˈvant
einemˈaɪ̯nəm
derdeːɐ̯
Räuberˈʁɔɪ̯bɐ
diedaɪ
Waffeˈvafə
undʊnt
befreitebəˈfʁaɪ̯tə
michmɪç
.
Achax
,
duduː
guterˈɡuːtɐ
,
edlerˈeːdlɐ
,
tapfererˈtap͡fəʁɐ
Konradˈkɔnʁaːt
!
Wieviː
sollzɔl
ichɪç
dirdiːɐ̯
dankenˈdaŋkn̩
?
Wieviː
vieleˈfiːlə
Wundenˈvʊndn̩
wirstvɪʁst
duduː
davongetragendaˈfɔnɡəˌtʁaːɡn̩
habenˈhaːbm̩
.
STADINGER
Wundenˈvʊndn̩
?
Wovoː
hathat
ereːɐ̯
denndɛn
diedaɪ
?
GEORG
Ichɪç
habeˈhaːbə
sieziː
ihmiːm
alleˈalə
verbundenfɛɐ̯ˈbʊndn̩
.
STADINGER
Sozoː
,
sozoː
!
Ja, ohne ihn wäre dein Kind verloren gewesen, drum musst du dich dankbar gegen ihn beweisen. Gib ihm das Mädel, sonst nimmt sie dir der Ritter mit Gewalt.
Zum Grafen und Georg
BRENNER
Legtleːkt
euchɔɪ̯ç
aufsaʊ̯fs
Bittenˈbɪtən
!
GRAF
Lieberˈliːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
ichɪç
willvɪl
Euchɔɪ̯ç
ewigˈeːvɪk
dankbarˈdaŋkbaːɐ̯
seinzaɪ̯n
!
GEORG
Ichɪç
ersteːɐ̯st
rechtʁɛçt
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
-
IRMENTRAUT
Jajaː
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
ichɪç
dächteˈdɛçtə
auchaʊ̯x
-
MARIE
Lieberˈliːbɐ
Vaterˈfaːtɐ
,
machtmaxt
Euerˈɔɪ̯ɐ
Kindkɪnt
glücklichˈɡlʏklɪç
!
ausser Stadinger
ALLE
Lasstlast
Euchɔɪ̯ç
erweichenɛɐ̯ˈvaɪ̯çn̩
!
STADINGER
Ihriːɐ̯
Gesindelɡəˈzɪndl̩
alleˈalə
miteinanderˈmɪtʔaɪ̯ˌnandɐ
,
ihriːɐ̯
überrumpeltyːbɐˈʁʊmpl̩t
michmɪç
jajaː
förmlichˈfœʁmlɪç
.
Eseːs
fehlteˈfeːltə
weiterˈvaɪ̯tɐ
nichtsnɪçt͡s
,
alsals
dassdas
derdeːɐ̯
dickeˈdɪkə
Schwabeˈʃvaːbə
auchaʊ̯x
nochnɔx
dazukämedaˈt͡suːˌkɛːmə
!
für sich
BRENNER
Dasdas
wäreˈvɛːʁə
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
liebliːp
.
STADINGER
Dadaː
istɪst
ereːɐ̯
,
wahrhaftigvaːɐ̯ˈhaftɪk
!
SECHSTER AUFTRITT
Die Vorigen. Adelhof
Nr. 12 - Septett
ADELHOF
Gutɡuːt
,
dassdas
ichɪç
Euchɔɪ̯ç
nochnɔx
treffeˈtʁɛfə
-
-
hu[haːˈʔuː]
,
wasvas
binbɪn
ichɪç
gelaufenɡəˈlaʊ̯fn̩
-
manman
willvɪl
Euchɔɪ̯ç
armenˈaʁmən
Mannman
verratenfɛɐ̯ˈʁaːtn̩
undʊnt
verkaufenfɛɐ̯ˈkaʊ̯fn̩
.
STADINGER
Wasvas
istɪst
denndɛn
wiederˈviːdɐ
losloːs
?
ADELHOF
Lasstlast
michmɪç
nurnuːɐ̯
ersteːɐ̯st
verschnaufenfɛɐ̯ˈʃnaʊ̯fn̩
.
zu Brenner
MARIE
Derdeːɐ̯
mussmʊs
unsʊns
bittenˈbɪtən
helfenˈhɛlfn̩
.
BRENNER
Neinnaɪ̯n
,
derdeːɐ̯
istɪst
gegenˈɡeːɡn̩
unsʊns
undʊnt
dieseˈdiːzə
Heiratˈhaɪ̯ˌʁaːt
völligˈfœlɪk
eingenommenˈaɪ̯nɡəˌnɔmən
.
MARIE
Derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
?
Derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
?
BRENNER
Eseːs
istɪst
,
wieviː
ichɪç
sageˈzaːɡə
.
Lasstlast
ihniːn
,
ichɪç
ratʁaːt
eseːs
euchɔɪ̯ç
,
jajaː
nichtnɪçt
zut͡suː
Worteˈvɔʁtə
kommenˈkɔmən
.
zu Stadinger
ADELHOF
Betrogner
,
armerˈaʁmɐ
Mannman
,
ihriːɐ̯
gehtɡeːt
iniˈʔɛn
eineˈaɪ̯nə
Falleˈfalə
.
zum Grafen und Georg
BRENNER
Wirviːɐ̯
jagenˈjaːɡn̩
ihniːn
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
denndɛn
ereːɐ̯
verrätfɛɐ̯ˈʁɛːt
unsʊns
alleˈalə
.
STADINGER
Ichɪç
gehɡeː
iniˈʔɛn
eineˈaɪ̯nə
Falleˈfalə
?
Wasvas
wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
damitdaˈmɪt
sagenˈzaːɡn̩
?
DIE ANDERN
Wasvas
wolltvɔlt
ihriːɐ̯
damitdaˈmɪt
sagenˈzaːɡn̩
?
ADELHOF
Duduː
,
guterˈɡuːtɐ
Alterˈaltɐ
,
bistbɪst
zut͡suː
blindblɪnt
!
Derdeːɐ̯
Konradˈkɔnʁaːt
undʊnt
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
sindzɪnt
-
DIE ANDERN
Hinaushɪˈnaʊ̯s
!
Wirviːɐ̯
wissenˈvɪsn̩
schonʃoːn
,
hinaushɪˈnaʊ̯s
!
STADINGER
Wasvas
sindzɪnt
sieziː
denndɛn
?
ADELHOF
Derdeːɐ̯
Konradˈkɔnʁaːt
undʊnt
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
sindzɪnt
-
DIE ANDERN
Hinaushɪˈnaʊ̯s
,
wirviːɐ̯
wissenˈvɪsn̩
allesˈaləs
schonʃoːn
.
ADELHOF
Sozoː
lasstlast
michmɪç
dochdɔx
nurnuːɐ̯
redenˈʁeːdn̩
,
ichɪç
meinmaɪ̯n
eseːs
herzlichˈhɛʁt͡slɪç
gutɡuːt
.
STADINGER
Sozoː
lasstlast
ihniːn
dochdɔx
nurnuːɐ̯
redenˈʁeːdn̩
-
ereːɐ̯
sagtzaːkt
,
ereːɐ̯
meinmaɪ̯n
eseːs
gutɡuːt
.
ADELHOF
Jajaː
,
herzlichˈhɛʁt͡slɪç
gutɡuːt
.
IRMENTRAUT
Ihrerˈiːʁɐ
Liebeˈliːbə
drohtdʁoːt
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
,
wennvɛn
ereːɐ̯
sprichtʃpʁɪçt
!
BRENNER
Eurerˈɔʏ̯ɐ
Liebeˈliːbə
drohtdʁoːt
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
,
wennvɛn
ereːɐ̯
sprichtʃpʁɪçt
!
MARIE
Unsrerˈʔʊnzɐ
Liebeˈliːbə
drohtdʁoːt
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
,
wennvɛn
ereːɐ̯
sprichtʃpʁɪçt
!
GRAF
Unsrerˈʔʊnzɐ
Liebeˈliːbə
drohtdʁoːt
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
,
wennvɛn
ereːɐ̯
sprichtʃpʁɪçt
!
STADINGER
Diesenˈdiːzn̩
Handelˈhandl̩
,
ichɪç
begreifbəˈɡʁaɪ̯f
ihniːn
nichtnɪçt
!
nimmt Adelhof beiseite
GRAF
Verratetfɛɐ̯ˈʁaːtət
,
Waffenbruder[ˈvafɱ̩ˌbʁuːdɐ]
,
verratetfɛɐ̯ˈʁaːtət
michmɪç
nichtnɪçt
.
verdutzt und geschmeichelt
ADELHOF
Wieviː
,
Ihriːɐ̯
?
Wieviː
könntkœnt
Ihriːɐ̯
glaubenˈɡlaʊ̯bn̩
-
ichɪç
kenneˈkɛnə
Ritterpflicht
!
BRENNER
Derdeːɐ̯
Mannman
hathat
eineˈaɪ̯nə
Wutvuːt
,
sichzɪç
iniˈʔɛn
diesdaɪs
Haushaʊ̯s
zut͡suː
drängenˈdʁɛŋən
.
auf die Stirn zeigend
STADINGER
Demdeːm
Manneˈmanə
fehltfeːlt
eseːs
hierhiːɐ̯
,
draufdʁaʊ̯f
lasseˈlasə
ichɪç
michmɪç
hängenˈhɛŋən
.
zu Adelhof
STADINGER
Wasvas
werdveːɐ̯t
ichɪç
nunnuːn
vernehmenfɛɐ̯ˈneːmən
?
Wolltvɔlt
endlichˈɛntlɪç
Euchɔɪ̯ç
bequemenbəˈkveːmən
.
Derdeːɐ̯
Konradˈkɔnʁaːt
undʊnt
derdeːɐ̯
Ritterˈʁɪtɐ
sindzɪnt
-
?
in Verlegenheit
ADELHOF
Sindzɪnt
-
MARIE, IRMENTRAUT, GRAF, GEORG UND BRENNER
ADELHOF
Schweigtʃvaɪ̯kt
!
STADINGER
Ruheˈʁuːə
!
ADELHOF
Sindzɪnt
beideˈbaɪ̯də
-
-
einaɪ̯n
paarpaːɐ̯
Männerˈmɛnɐ
.
lachen
STADINGER
Fürwahrfyːɐ̯ˈvaːɐ̯
,
Ihriːɐ̯
seidzaɪ̯t
einaɪ̯n
Kennerˈkɛnɐ
!
Ichɪç
hätteˈhɛtə
nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
gedachtɡəˈdaxt
,
dassdas
Ihriːɐ̯
eseːs
schonʃoːn
sozoː
weitvaɪ̯t
gebrachtɡəˈbʁaxt
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Naturgeschichtenaˈtuːɐ̯ɡəˌʃɪçtə
.
MARIE
Wasvas
fichtfɪçt
dendeːn
dickenˈdɪkn̩
Mannman
wohlvoːl
nurnuːɐ̯
sozoː
plötzlichˈplœt͡slɪç
anaːˈʔɛn
?
GRAF
Nunnuːn
istɪst
derdeːɐ̯
armeˈaʁmə
Mannman
aufsaʊ̯fs
neueˈnɔɪ̯ə
übelˈyːbl̩
drandʁan
.
STADINGER
Alsoˈalzo
binbɪn
ichɪç
iniˈʔɛn
einerˈaɪ̯nɐ
Falleˈfalə
?
ärgerlich
ADELHOF
Holhoːl
euchɔɪ̯ç
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
alleˈalə
!
Ichɪç
findeˈfɪndə
michmɪç
iniˈʔɛn
eureˈɔɪ̯ʁə
Kniffeˈknɪfə
nichtnɪçt
hineinhɪˈnaɪ̯n
!
Undʊnt
binbɪn
eseːs
endlichˈɛntlɪç
müdmyːt
,
derdeːɐ̯
Narreˈnaʁə
hierhiːɐ̯
zut͡suː
seinzaɪ̯n
!
MARIE
Ichɪç
kannkan
mirmiːɐ̯
diesdaɪs
Betragenbəˈtʁaːɡn̩
nichtnɪçt
erklärenɛɐ̯ˈklɛːʁən
,
neinnaɪ̯n
,
derdeːɐ̯
armeˈaʁmə
Mannman
kannkan
beibaɪ̯
Verstandefɛɐ̯ˈʃtandə
nimmerˈnɪmɐ
seinzaɪ̯n
!
GRAF
Manman
kannkan
sichzɪç
seinzaɪ̯n
Betragenbəˈtʁaːɡn̩
nichtnɪçt
erklärenɛɐ̯ˈklɛːʁən
,
neinnaɪ̯n
,
manman
glaubtɡlaʊ̯pt
,
ereːɐ̯
könneˈkœnə
beibaɪ̯
Verstandefɛɐ̯ˈʃtandə
nimmerˈnɪmɐ
seinzaɪ̯n
!
STADINGER
Nunnuːn
sehzeː
ich's
einaɪ̯n
.
zu den übrigen
STADINGER
Beibaɪ̯
demdeːm
Manneˈmanə
-
glaubetˈɡlaʊ̯bət
mirmiːɐ̯
-
spuktʃpuːkt
eseːs
hierhiːɐ̯
.
MARIE
O
nahteˈnaːtə
baldbalt
derdeːɐ̯
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
,
wovoː
unsʊns
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
süsses
Glückɡlʏk
,
demdeːm
unsreˈʊn.zʁə
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
sichzɪç
geweihtɡəˈvaɪ̯t
,
vomfɔm
läst'gen
Zwangt͡svaŋ
befreitbəˈfʁaɪ̯t
.
IRMENTRAUT
O
schönʃøːn
mussmʊs
seinzaɪ̯n
derdeːɐ̯
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
,
wovoː
unsʊns
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
süsses
Glückɡlʏk
vomfɔm
läst'gen
Zwangt͡svaŋ
befreitbəˈfʁaɪ̯t
!
GEORG
O
nahteˈnaːtə
baldbalt
derdeːɐ̯
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
,
wovoː
michmɪç
desdɛs
Frohsinnsˈfʁoːˌzɪns
süsses
Glückɡlʏk
,
demdeːm
ichɪç
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
habhaːp
geweihtɡəˈvaɪ̯t
,
vomfɔm
läst'gen
Zwangt͡svaŋ
befreitbəˈfʁaɪ̯t
.
BRENNER
Reisteˈʁaɪ̯stə
dochdɔx
aufaʊ̯f
gutesˈɡuːtəs
Glückɡlʏk
ereːɐ̯
nachnaːx
Schwabenˈʃvaːbn̩
gleichɡlaɪ̯ç
zurückt͡suˈʁʏk
;
danndan
wärenˈvɛːʁən
wirviːɐ̯
aufaʊ̯f
langeˈlaŋə
Zeitt͡saɪ̯t
vomfɔm
läst'gen
Zwangt͡svaŋ
befreitbəˈfʁaɪ̯t
.
ADELHOF
Ichɪç
glaubɡlaʊ̯p
,
eseːs
wärvɛːr
fürfyːɐ̯
michmɪç
einaɪ̯n
Glückɡlʏk
,
kehrtkeːɐ̯t
ichɪç
nachnaːx
Schwabenˈʃvaːbn̩
schnellʃnɛl
zurückt͡suˈʁʏk
;
danndan
wäreˈvɛːʁə
ichɪç
aufaʊ̯f
langeˈlaŋə
Zeitt͡saɪ̯t
vomfɔm
Zwangt͡svaŋ
befreitbəˈfʁaɪ̯t
.
Holhoːl
euchɔɪ̯ç
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
STADINGER
Eseːs
wäreˈvɛːʁə
fürfyːɐ̯
meinmaɪ̯n
Haushaʊ̯s
einaɪ̯n
Glückɡlʏk
,
kehrtkeːɐ̯t
ereːɐ̯
nachnaːx
Schwabenˈʃvaːbn̩
baldbalt
zurückt͡suˈʁʏk
;
danndan
wärenˈvɛːʁən
wirviːɐ̯
aufaʊ̯f
langeˈlaŋə
Zeitt͡saɪ̯t
vomfɔm
Zwangt͡svaŋ
befreitbəˈfʁaɪ̯t
.
gehen ab
STADINGER
Dasdas
istɪst
einaɪ̯n
närrischerˈnɛʁɪʃɐ
Kauzkaʊ̯t͡s
;
hoffentlichˈhɔfn̩tlɪç
kommtkɔmt
ereːɐ̯
mirmiːɐ̯
nunnuːn
nichtnɪçt
wiederˈviːdɐ
überˈyːbɐ
diedaɪ
Schwelleˈʃvɛlə
.
Zu Marie und Irmentraut
STADINGER
Ihriːɐ̯
beideˈbaɪ̯də
machtmaxt
euchɔɪ̯ç
fertigˈfɛʁtɪk
,
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
Schwesterˈʃvɛstɐ
nachnaːx
Speyerˈʃpaɪ̯ɐ
zut͡suː
fahrenˈfaːʁən
.
Zu Marie
STADINGER
Dadaː
bistbɪst
duduː
fürsfyːɐ̯s
ersteˈeːɐ̯stə
geborgenɡəˈbɔʁɡn̩
!
MARIE
Aberˈaːbɐ
Vaterˈfaːtɐ
-
GRAF
Aberˈaːbɐ
lieberˈliːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
-
BRENNER
Duduː
bistbɪst
undʊnt
bleibstblaɪ̯pst
dochdɔx
einaɪ̯n
rechterˈʁɛçtɐ
Dickkopfˈdɪkˌkɔp͡f
.
Meinetwegenˈmaɪ̯nətˌveːɡn̩
,
wennvɛn
duduː
denndɛn
durchausdʊʁçˈʔaʊ̯s
Kriegkʁiːk
habenˈhaːbm̩
willstvɪlst
,
ichɪç
geheˈɡeːə
meinerˈmaɪ̯nɐ
Wegeˈveːɡə
.
leise zum Grafen
BRENNER
Eureˈɔɪ̯ʁə
Leuteˈlɔɪ̯tə
?
ebenso
GRAF
Allesˈaləs
bereitbəˈʁaɪ̯t
.
BRENNER
Sozoː
wollenˈvɔlən
wirviːɐ̯
denndɛn
dendeːn
letztenˈlɛt͡stn̩
Angriffˈanˌɡʁɪf
wagenˈvaːɡn̩
.
Er geht ab
GRAF
Wohlanvolˈʔan
denndɛn
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
dadaː
Ihriːɐ̯
durchausdʊʁçˈʔaʊ̯s
halsstarrigˈhalsˌʃtaʁɪk
seidzaɪ̯t
,
sozoː
geheˈɡeːə
auchaʊ̯x
ichɪç
meinerˈmaɪ̯nɐ
Wegeˈveːɡə
;
lebleːp
wohlvoːl
,
Mariemaˈʁiː
,
undʊnt
Ihriːɐ̯
,
mögtmøːkt
Ihriːɐ̯
nieniː
bereuenbəˈʁɔɪ̯ən
,
meinenˈmaɪ̯nn̩
redlichenˈʁeːtlɪçn̩
Antragˈantʁaːk
vonfɔn
Euchɔɪ̯ç
gewiesenɡəˈviːzn̩
zut͡suː
habenˈhaːbm̩
.
MARIE
Vaterˈfaːtɐ
,
wennvɛn
derdeːɐ̯
Konradˈkɔnʁaːt
gehtɡeːt
,
springʃpʁɪŋ
ichɪç
insɪns
Wasserˈvasɐ
!
STADINGER
Dagegendaˈɡeːɡn̩
gibt's
Mittelˈmɪtl̩
;
ichɪç
sperreˈʃpɛʁə
dichdɪç
einaɪ̯n
.
MARIE
Ichɪç
legeˈleːɡə
meinenˈmaɪ̯nn̩
Kopfkɔp͡f
aufaʊ̯f
dendeːn
Ambossˈambɔs
!
STADINGER
Dadaː
mussmʊs
ersteːɐ̯st
einerˈaɪ̯nɐ
dendeːn
Hammerˈhamɐ
schwingenˈʃvɪŋən
.
MARIE
Ichɪç
hämmreˈhɛmʁə
michmɪç
selbstzɛlpst
zut͡suː
Todeˈtoːdə
!
STADINGER
Probier's
nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
.
Eseːs
mussmʊs
dirdiːɐ̯
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unangenehmˈʊnʔanɡəˌneːm
seinzaɪ̯n
.
weinend Irmentraut um den Hals fallend
MARIE
Achax
,
Irmentraut
,
werveːɐ̯
hätteˈhɛtə
dasdas
denkenˈdɛŋkn̩
sollenˈzɔlən
.
ebenso
IRMENTRAUT
O
wirviːɐ̯
armenˈaʁmən
unglücklichenˈʊnˌɡlʏklɪçn̩
Mädchenˈmeːtçən
!
SIEBENTER AUFTRITT
Die Vorigen. Brenner
eilig
BRENNER
Habhaːp
ich's
nichtnɪçt
gesagtɡəˈzaːkt
,
dassdas
derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
losgehenˈloːsˌɡeːən
wirdvɪʁt
!
Untenˈʊntn̩
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Strasseˈʃtʁasə
blitzenˈblɪt͡sn̩
Harnischeˈhaʁnɪʃə
undʊnt
Pickelhaubenˈpɪkl̩ˌhaʊ̯bn̩
.
Derdeːɐ̯
Grafɡʁaːf
istɪst
imiˈʔɛm
Anzugeˈant͡suːɡə
.
STADINGER
Gehɡeː
,
machmax
keinenˈkaɪ̯nən
Spassʃpas
.
ACHTER AUFTRITT
Die Vorigen. Georg
GEORG
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
wirviːɐ̯
sindzɪnt
geliefertɡəˈliːfɐt
.
Vieleˈfiːlə
tausendˈtaʊ̯zn̩də
Reisigeˈʁaɪ̯zɪɡə
sindzɪnt
imiˈʔɛm
Anmarschˈanmaʁʃ
mitmɪt
Lanzenˈlant͡sn̩
undʊnt
Schwerternˈʃveːɐ̯tɐn
.
STADINGER
Donnerˈdɔnɐ
undʊnt
Hagelˈhaːɡl̩
!
Verrammeltfɛɐ̯ˈʁaml̩t
dasdas
Haustorˈhaʊ̯sˌtoːɐ̯
.
GEORG
Sieziː
habenˈhaːbm̩
Mauerbrecherˈmaʊ̯ɐˌbʁɛçɐ
.
IRMENTRAUT
Mauerbrecherˈmaʊ̯ɐˌbʁɛçɐ
!
Allaːʔɛlˈʔɛl
ihriːɐ̯
Heiligenˈhaɪ̯lɪɡn̩
!
NEUNTER AUFTRITT
Die Vorigen. Ein Geselle
EIN GESELLE
Einaɪ̯n
Dienerˈdiːnɐ
vomfɔm
Ratʁaːt
brachteˈbʁaxtə
diesdaɪs
Schreibenˈʃʁaɪ̯bm̩
.
Er überreicht es und geht ab, woher er kam.
STADINGER
Herheːɐ̯
damitdaˈmɪt
!
-
Wasvas
willvɪl
denndɛn
derdeːɐ̯
hoheˈhoːə
Ratʁaːt
vonfɔn
mirmiːɐ̯
?
Zut͡suː
Brennerˈbʁɛnɐ
.
Dadaː
,
liesliːs
einmalˈaɪ̯nmaːl
.
zu Brenner und dem Grafen
GEORG
Nunnuːn
kommtkɔmt
derdeːɐ̯
Hauptwitz
.
liest
BRENNER
»
Eseːs
istɪst
einaɪ̯n
Aufstandˈaʊ̯fˌʃtant
zut͡suː
befürchtenbəˈfʏʁçtn̩
.
Wirviːɐ̯
bittenˈbɪtən
undʊnt
widrigenfallsˈviːdʁɪɡn̩ˌfals
befehlenbəˈfeːlən
wirviːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
,
zurt͡suːɐ̯
Aufrechterhaltungˈaʊ̯fʁɛçtʔɛɐ̯ˌhaltʊŋ
derdeːɐ̯
Ruheˈʁuːə
unsererˈʊnzəʁɐ
liebenˈliːbn̩
Stadtʃtat
,
dendeːn
Gesellenɡəˈzɛlən
Konradˈkɔnʁaːt
sogleichzoˈɡlaɪ̯ç
zut͡suː
verheiratenfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtn̩
freudig
MARIE
Dankdaŋk
,
lieberˈliːbɐ
hoherˈhoːɐ
Ratʁaːt
!
leise zum Grafen
BRENNER
Dasdas
wirdvɪʁt
wirkenˈvɪʁkn̩
!
STADINGER
Stahlʃtaːl
undʊnt
Funkenˈfʊŋkn̩
-
freilichˈfʁaɪ̯lɪç
,
wennvɛn
sichzɪç
nunnuːn
garɡaːɐ̯
derdeːɐ̯
hochweise
Ratʁaːt
iniˈʔɛn
diedaɪ
Sacheˈzaxə
mengtˈmɛŋən
-
sozoː
heiratetˈhaɪ̯ʁaːtət
euchɔɪ̯ç
iniˈʔɛn
Kuckucksˈkʊkʊks
Namenˈnaːmən
!
fliegen sich in die Arme
MARIE
Dankdaŋk
,
besterˈbɛstɐ
Vaterˈfaːtɐ
!
umarmt gleichzeitig vor Freude Georg
IRMENTRAUT
Dankdaŋk
,
lieberˈliːbɐ
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
abwehrend
GEORG
Neinnaɪ̯n
,
Jungferˈjʊŋfɐ
,
sozoː
istɪst
diedaɪ
Sacheˈzaxə
nichtnɪçt
gemeintɡəˈmaɪ̯nt
!
STADINGER
Undʊnt
nunnuːn
eiltaɪ̯lt
zurt͡suːɐ̯
Hintertürˈhɪntɐˌtyːɐ̯
hinaushɪˈnaʊ̯s
;
diedaɪ
Kapellekaˈpɛlə
istɪst
nichtnɪçt
weitvaɪ̯t
.
GRAF
Kommkɔm
,
Mariemaˈʁiː
,
baldbalt
meinmaɪ̯n
trautesˈtʁaʊ̯təs
Weibvaɪ̯p
.
zur Seite ab
IRMENTRAUT
ihnenˈiːnən
nachnaːx
Ichɪç
geheˈɡeːə
mitmɪt
alsals
Brautjungferˈbʁaʊ̯tˌjʊŋfɐ
.
zu Brenner
STADINGER
Duduː
hasthast
einaɪ̯n
gutesˈɡuːtəs
Mundwerkˈmʊntˌvɛʁk
,
gehɡeː
demdeːm
Grafenˈɡʁaːfn̩
entgegenɛntˈɡeːɡn̩
undʊnt
bewegebəˈveːɡə
ihniːn
zumt͡sʊm
Rückzugˈʁʏkˌt͡suːk
.
BRENNER
Ichɪç
bringeˈbʁɪŋə
diedaɪ
Sacheˈzaxə
iniˈʔɛn
Ordnungˈɔʁdnʊŋ
.
Verlassfɛɐ̯ˈlas
dichdɪç
daraufdaˈʁaʊ̯f
!
Er geht ab
GEORG
Undʊnt
ichɪç
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
geheˈɡeːə
nunnuːn
auchaʊ̯x
meinerˈmaɪ̯nɐ
Wegeˈveːɡə
,
aberˈaːbɐ
wirviːɐ̯
sehenˈzeːən
unsʊns
wiederˈviːdɐ
.
STADINGER
Dasdas
denkdɛŋk
ichɪç
.
GEORG
Ichɪç
willvɪl
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
anderesˈandəʁəs
Wamsvams
anziehenˈanˌt͡siːən
-
eseːs
istɪst
wegenˈveːɡn̩
desdɛs
jungenˈjʊŋən
Paaresˈpaːʁəs
.
STADINGER
Tuteːˈʔuː
dasdas
.
GEORG
Oboːˈbeː
Ihriːɐ̯
michmɪç
wohlvoːl
darindaˈʁɪn
wiedererkennenˈviːdɐʔɛɐ̯ˌkɛnən
werdetˈveːɐ̯dət
?
STADINGER
Iniˈʔɛn
deinemˈdaɪ̯nəm
andernˈandɐn
Wamsvams
?
Warumvaˈʁʊm
denndɛn
nichtnɪçt
?
GEORG
Ichɪç
meineˈmaɪ̯nə
nurnuːɐ̯
sozoː
-
aberˈaːbɐ
eseːs
magmaːk
seinzaɪ̯n
,
wieviː
eseːs
willvɪl
-
Er schüttelt ihm die Hand
GEORG
wirviːɐ̯
bleibenˈblaɪ̯bm̩
guteˈɡuːtə
Freundeˈfʁɔɪ̯ndə
.
STADINGER
Kerlkɛʁl
,
wasvas
führstfyːɐ̯st
duduː
denndɛn
fürfyːɐ̯
sonderbareˈzɔndɐˌbaːʁə
Redensartenˈʁeːdn̩sʔaːɐ̯tn̩
?
das Lachen unterdrückend
GEORG
Wirviːɐ̯
bleibenˈblaɪ̯bm̩
guteˈɡuːtə
Freundeˈfʁɔɪ̯ndə
.
Ihriːɐ̯
seidzaɪ̯t
zwart͡svaːɐ̯
zuweilent͡suˈvaɪ̯lən
grobɡʁoːp
,
aberˈaːbɐ
dasdas
abgerechnetˈapɡəˌʁɛçnət
-
dochdɔx
eineˈaɪ̯nə
guteˈɡuːtə
,
ehrlicheˈeːɐ̯lɪçə
Hauthaʊ̯t
.
STADINGER
Burscheˈbʊʁʃə
,
wasvas
unterstehstˈʊntɐˌʃteːst
duduː
dichdɪç
!
GEORG
Nichtnɪçt
böseˈbøːzə
werdenˈveːɐ̯dn̩
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
;
nurnuːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Frageˈfʁaːɡə
:
Ihriːɐ̯
kenntkɛnt
dochdɔx
diedaɪ
Geschichteɡəˈʃɪçtə
vonfɔn
demdeːm
Absalom
,
derdeːɐ̯
mitmɪt
seinemˈzaɪ̯nəm
Zopft͡sɔp͡f
amaːm
Baumeˈbaʊ̯mə
hängenˈhɛŋən
bliebbliːp
?
STADINGER
Wasvas
soll's
damitdaˈmɪt
?
immer mit unterdrücktem Lachen
GEORG
Dieserˈdiːzɐ
Biedermannˈbiːdɐˌman
hatteˈhatə
einenˈaɪ̯nən
langenˈlaŋən
Zopft͡sɔp͡f
,
derdeːɐ̯
aberˈaːbɐ
,
dendeːn
sieziː
Euchɔɪ̯ç
gedrehtɡəˈdʁeːt
habenˈhaːbm̩
,
hahahahahaˈha
-
derdeːɐ̯
istɪst
nochnɔx
vielfiːl
längerˈlɛŋɐ
-
hahahahahaˈha
-
aufaʊ̯f
Wiedersehn
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
.
Er geht lachend ab
allein
STADINGER
Wasvas
schwatzteˈʃvat͡stə
derdeːɐ̯
Burscheˈbʊʁʃə
dadaː
vomfɔm
Zopft͡sɔp͡f
?
Dasdas
habeˈhaːbə
ichɪç
nichtnɪçt
verstandenfɛɐ̯ˈʃtandn̩
.
Wirdvɪʁt
wohlvoːl
sozoː
eineˈaɪ̯nə
Schnurreˈʃnʊʁə
seinzaɪ̯n
wieviː
gewöhnlichɡəˈvøːnlɪç
.
Eseːs
istɪst
undʊnt
bleibtblaɪ̯pt
dochdɔx
einaɪ̯n
aufgeweckterˈaʊ̯fɡəˌvɛktɐ
Kerlkɛʁl
,
derdeːɐ̯
Georgˈɡeːɔʁk
,
undʊnt
wennvɛn
ichɪç
ihniːn
anseheˈanˌzeːə
,
sozoː
gedenkɡəˈdɛŋk
ichɪç
stetsʃteːt͡s
meinerˈmaɪ̯nɐ
eigenenˈaɪ̯ɡənən
Jugendzeitˈjuːɡn̩tˌt͡saɪ̯t
.
Nurnuːɐ̯
verliebterfɛɐ̯ˈliːptɐ
warvaːɐ̯
ichɪç
alsals
ereːɐ̯
,
undʊnt
dasdas
istɪst
dochdɔx
-
wennvɛn
manman
jungjʊŋ
istɪst
-
mitmɪt
diedaɪ
Hauptsacheˈhaʊ̯ptˌzaxə
.
Nr. 13 - Lied
STADINGER
Auchaʊ̯x
ichɪç
warvaːɐ̯
einaɪ̯n
Jünglingˈjʏŋlɪŋ
mitmɪt
lockigemˈlɔkɪɡəm
Haarhaːɐ̯
,
anaːˈʔɛn
Mutmuːt
wieviː
anaːˈʔɛn
Hoffnungenˈhɔfnʊŋən
reichʁaɪ̯ç
;
beimbaɪ̯m
Ambossˈambɔs
vonfɔn
jeherˈjeːheːɐ̯
einaɪ̯n
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
fürwahrfyːɐ̯ˈvaːɐ̯
,
imiˈʔɛm
Fleisseˈflaɪ̯sən
kamkaːm
keinerˈkaɪ̯nɐ
mirmiːɐ̯
gleichɡlaɪ̯ç
.
Ichɪç
liebteˈliːptə
dendeːn
Frohsinnˈfʁoːˌzɪn
,
dendeːn
Tanztant͡s
,
dendeːn
Gesangɡəˈzaŋ
,
ichɪç
küssteˈkʏstə
manchmanç
Dirnleinˈdɪrndl̩
mitmɪt
rosigerˈʁoːzɪɡɐ
Wang'
-
ihriːɐ̯
Herzhɛʁt͡s
hathat
mirmiːɐ̯
mancheˈmançə
geweihtɡəˈvaɪ̯t
!
Dasdas
warvaːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
köstlicheˈkœstlɪçə
Zeitt͡saɪ̯t
!
Vorfoːɐ̯
älterenˈɛltəʁən
Zeitenˈt͡saɪ̯tn̩
sichzɪç
vielesˈfiːləs
begabbəˈɡaːp
,
wasvas
heuthɔɪ̯t
nochnɔx
unsʊns
würdeˈvʏʁdə
erfreun
;
eseːs
regneteˈʁeːɡnətə
Mannaˈmana
vomfɔm
Himmelˈhɪml̩
herabhɛˈʁap
,
undʊnt
unverfälschtˈʊnfɛɐ̯ˌfɛlʃt
tranktʁaŋk
manman
dendeːn
Weinvaɪ̯n
.
Zut͡suː
Kanaanˈkaːnaan
fülltenˈfʏltn̩
imiˈʔɛm
Hochzeitssaal
diedaɪ
Krügeˈkʁyːɡə
vonfɔn
selberˈzɛlbɐ
sichzɪç
allzumalˈalt͡suːˌmaːl
,
fürfyːɐ̯
durstigeˈdʊʁstɪɡə
Kehlenˈkeːlən
bereitbəˈʁaɪ̯t
.
Dasdas
warvaːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
köstlicheˈkœstlɪçə
Zeitt͡saɪ̯t
!
Wennvɛn
ehedemeːəˈdeːm
irgendeinˈɪʁɡn̩tˈʔaɪ̯n
Ritterˈʁɪtɐ
gewagtɡəˈvaːkt
,
dasdas
Volkfɔlk
garɡaːɐ̯
sozoː
harthaʁt
zut͡suː
bedrohn
,
dadaː
wurdeˈvʊʁdə
nichtnɪçt
langlaŋ
prozessiertpʁot͡sɛˈsiːɐ̯t
undʊnt
geklagtɡəˈklaːkt
,
manman
sprachʃpʁaːx
ausaʊ̯s
'nem
anderenˈandəʁən
Tontoːn
.
Denndɛn
wurdenˈvʊʁdn̩
derdeːɐ̯
Kummerˈkʊmɐ
undʊnt
Jammerˈjamɐ
zut͡suː
lautlaʊ̯t
,
sozoː
wehrteˈveːɐ̯tə
manman
sichzɪç
mitmɪt
demdeːm
Schwertʃveːɐ̯t
seinerˈzaɪ̯nɐ
Hauthaʊ̯t
,
eseːs
wurdeˈvʊʁdə
barbarischbaʁˈbaːʁɪʃ
gebleutˈblɔɪ̯ən
!
Dasdas
warvaːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
köstlicheˈkœstlɪçə
Zeitt͡saɪ̯t
!
Wennvɛn
jederˈjeːdɐ
erglühteɛɐ̯ˈɡlyːtə
fürfyːɐ̯
Wahrheitˈvaːɐ̯haɪ̯t
undʊnt
Rechtʁɛçt
,
wennvɛn
Haderˈhaːdɐ
undʊnt
Zwietrachtˈt͡sviːtʁaxt
nichtnɪçt
wärvɛːr
,
wennvɛn
treutʁɔɪ̯
alleˈalə
Frauenˈfʁaʊ̯ən
,
derdeːɐ̯
Weinvaɪ̯n
immerˈɪmɐ
echtɛçt
,
wennvɛn
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
undʊnt
Beutelˈbɔɪ̯tl̩
nieniː
leerleːɐ̯
,
wennvɛn
jederˈjeːdɐ
bereitbəˈʁaɪ̯t
wärvɛːr
,
mitmɪt
tapfererˈtap͡fəʁɐ
Handhant
zut͡suː
fechtenˈfɛçtn̩
iniˈʔɛn
Notnoːt
fürfyːɐ̯
dasdas
Vaterlandˈfaːtɐˌlant
,
iniˈʔɛn
Sachenˈzaxn̩
desdɛs
Glaubensˈɡlaʊ̯bm̩s
keinkaɪ̯n
Streitʃtʁaɪ̯t
-
dasdas
wärvɛːr
eineˈaɪ̯nə
köstlicheˈkœstlɪçə
Zeitt͡saɪ̯t
!
Einstaɪ̯nst
warenˈvaːʁən
diedaɪ
Mädchenˈmeːtçən
sozoː
treutʁɔɪ̯
wieviː
dasdas
Goldɡɔlt
,
undʊnt
zogt͡soːk
ihriːɐ̯
Geliebterɡəˈliːptɐ
insɪns
Feldfɛlt
,
sozoː
schwurenˈʃvuːʁən
sieziː
ihmiːm
,
wennvɛn
sterbenˈʃtɛʁbn̩
ereːɐ̯
solltzɔlt
,
zut͡suː
sterbenˈʃtɛʁbn̩
gewissɡəˈvɪs
unvermählt
.
Sieziː
dachtenˈdaxtn̩
nochnɔx
nichtnɪçt
,
wennvɛn
gestorbenɡəˈʃtɔʁbm̩
derdeːɐ̯
,
wovoː
nehmenˈneːmən
wirviːɐ̯
gleichɡlaɪ̯ç
einenˈaɪ̯nən
anderenˈandəʁən
herheːɐ̯
?
Sieziː
warenˈvaːʁən
nochnɔx
nichtnɪçt
sozoː
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
;
asaːs
warvaːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
köstlicheˈkœstlɪçə
Zeitt͡saɪ̯t
!
Einstaɪ̯nst
gabɡaːp
eseːs
nochnɔx
Schätzeˈʃɛt͡sə
,
vonfɔn
Geisternˈɡaɪ̯stɐn
bewachtbəˈvaxt
,
undʊnt
manchemˈmançəm
verwegenenfɛɐ̯ˈveːɡənən
Fantfant
,
derdeːɐ̯
mutigˈmuːtɪk
hinausginghɪˈnaʊ̯sˌɡɪŋ
iniˈʔɛn
finstererˈfɪnstəʁɐ
Nachtnaxt
,
kamkaːm
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
undʊnt
Glückɡlʏk
iniˈʔɛn
diedaɪ
Handhant
.
Dadaː
hattenˈhatn̩
diedaɪ
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
nochnɔx
Geldɡɛlt
imiˈʔɛm
Haushaʊ̯s
undʊnt
liehenˈliːən
eseːs
ohneˈoːnə
Prozentepʁoˈt͡sɛntə
ausaʊ̯s
,
derdeːɐ̯
Geistɡaɪ̯st
warvaːɐ̯
nichtnɪçt
armaʁm
,
sozoː
wieviː
heuthɔɪ̯t
;
dasdas
warvaːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
köstlicheˈkœstlɪçə
Zeitt͡saɪ̯t
!
Einstaɪ̯nst
galtɡalt
dasdas
Versprechenfɛɐ̯ˈʃpʁɛçn̩
mitmɪt
Handschlagˈhantˌʃlaːk
undʊnt
Mundmʊnt
,
dadaː
hatteˈhatə
diedaɪ
Federˈfeːdɐ
nochnɔx
Ruh'
.
Schlossʃlɔs
damalsˈdaːmaːls
einaɪ̯n
Pärchenˈpɛːɐ̯çən
dendeːn
eh'lichen
Bundbeːʔuːʔɛnˈdeː
,
sozoː
brauchteˈbʁaʊ̯xtə
manman
wenigˈveːnɪk
dazudaˈt͡suː
.
Manman
schriebʃʁiːp
imiˈʔɛm
Kontraktkɔnˈtʁakt
beibaɪ̯
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
Schwurʃvuːɐ̯
stattʃtat
Namenˈnaːmən
undʊnt
Titelˈtiːtl̩
einaɪ̯n
Kreuzlein
nurnuːɐ̯
,
dasdas
Kreuzkʁɔɪ̯t͡s
kamkaːm
nichtnɪçt
nachnaːx
,
sozoː
wieviː
heuthɔɪ̯t
;
dasdas
warvaːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
köstlicheˈkœstlɪçə
Zeitt͡saɪ̯t
!
Wenn's
wiederˈviːdɐ
sozoː
würdeˈvʏʁdə
,
wieviː
einstensˈaɪ̯nstn̩s
eseːs
warvaːɐ̯
,
wovoː
dasdas
Schwertʃveːɐ̯t
nurnuːɐ̯
fürfyːɐ̯
Rechtʁɛçt
sichzɪç
erhobɛɐ̯ˈhoːp
,
wovoː
,
geschlagenɡəˈʃlaːɡn̩
imiˈʔɛm
Kampfeˈkamp͡fə
,
diedaɪ
sündigeˈzʏndɪɡə
Scharʃaːɐ̯
wieviː
Spreuʃpʁɔɪ̯
vorfoːɐ̯
demdeːm
Windeˈvɪndə
zerstobt͡sɛɐ̯ˈʃtoːp
;
wennvɛn
Rechtlichkeit
kämeˈkɛːmə
alsals
Waffenschmiedˈvafənˌʃmiːt
undʊnt
schüf
aufaʊ̯f
demdeːm
Ambossˈambɔs
,
vonfɔn
Glutɡluːt
umsprüht
,
einaɪ̯n
Schwertʃveːɐ̯t
,
nurnuːɐ̯
demdeːm
Gutenˈɡuːtn̩
geweihtɡəˈvaɪ̯t
-
dasdas
wärvɛːr
eineˈaɪ̯nə
köstlicheˈkœstlɪçə
Zeitt͡saɪ̯t
!
Er geht ab
Grosser Hof vor Stadingers Hause mit einer Mauer und einem grossen Tore in der Mitte. Die Fenster der Nachbarhäuser sind mit Schaulustigen angefüllt. Volk drängt sich zum Tore herein und sammelt sich auf der Mauer, den Zug erwartend
ZEHNTER AUFTRITT
Stadinger von der Seite. Dann Brenner aus der Mitte
Nr. 14 - Marsch
Die Musik beginnt in der Ferne
STADINGER
Wasvas
istɪst
denndɛn
dasdas
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Musikmuˈziːk
?
Ichɪç
glaubeˈɡlaʊ̯bə
,
sieziː
wollenˈvɔlən
meinmaɪ̯n
Haushaʊ̯s
mitmɪt
Sangzaŋ
undʊnt
Klangklaŋ
stürmenˈʃtʏʁmən
.
eilig
BRENNER
Duduː
Glücklicherˈɡlʏklɪçɐ
!
Derdeːɐ̯
Grafɡʁaːf
nahtnaːt
,
aberˈaːbɐ
iniˈʔɛn
Lieb'
undʊnt
Eintrachtˈaɪ̯nˌtʁaxt
mitmɪt
Ritternˈʁɪtɐn
undʊnt
Vasallenvaˈzalən
,
umʊm
sichzɪç
beibaɪ̯
dirdiːɐ̯
zut͡suː
bedankenbəˈdaŋkn̩
.
STADINGER
Bedankenbəˈdaŋkn̩
.
Beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
?
Wofürvoˈfyːɐ̯
denndɛn
?
BRENNER
Fürfyːɐ̯
-
hähähä
-
dasdas
wirstvɪʁst
duduː
gleichɡlaɪ̯ç
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
.
STADINGER
Dadaː
binbɪn
ichɪç
sehrzeːɐ̯
neugierigˈnɔɪ̯ˌɡiːʁɪk
.
ELFTER AUFTRITT
Grosser Zug von Rittern, Knappen, Herolden, Pagen, Trompetern, weissgekleideten Mädchen mit grünen Zweigen, Hofdamen usw., welche sich zur Seite und im Hintergrunde aufstellen. Dann Graf Liebenau, in glänzender Rittertracht. Marie an der Hand. Georg im Wappenrock mit Irmentraut. Wie der Graf eintritt, rufen.
ALLE
Heilhaɪ̯l
demdeːm
Grafenˈɡʁaːfn̩
Liebenauˈliːbənaʊ̯
.
knien vor Stadinger nieder
MARIE
Teurerˈtɔɪ̯ʁɐ
Vaterˈfaːtɐ
,
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Segenˈzeːɡn̩
!
STADINGER
Wieviː
istɪst
mirmiːɐ̯
denndɛn
?
Binbɪn
ichɪç
denndɛn
verhextfɛɐ̯ˈhɛkst
?
Istɪst
denndɛn
dasdas
nichtnɪçt
derdeːɐ̯
Konradˈkɔnʁaːt
?
GRAF
Derdeːɐ̯
Grafɡʁaːf
vonfɔn
Liebenauˈliːbənaʊ̯
undʊnt
glücklicheˈɡlʏklɪçə
Gatteˈɡatə
diesesˈdiːzəs
Engelsˈɛŋl̩s
.
STADINGER
Stahlʃtaːl
undʊnt
Ambossˈambɔs
!
Sozoː
wardvaʁt
ichɪç
betrogenbəˈtʁoːɡn̩
?
GRAF
Verzeihtfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯t
,
teurerˈtɔɪ̯ʁɐ
Vaterˈfaːtɐ
!
Meineˈmaɪ̯nə
kindlicheˈkɪntlɪçə
Liebeˈliːbə
undʊnt
Achtungˈaxtʊŋ
sollenˈzɔlən
Euchɔɪ̯ç
überzeugenyːbɐˈt͡sɔɪ̯ɡn̩
,
dassdas
ichɪç
Eureˈɔɪ̯ʁə
Tochterˈtɔxtɐ
verdienefɛɐ̯ˈdiːnə
.
BRENNER
Gibɡiːp
nachnaːx
,
Alterˈaltɐ
,
wasvas
hilfthɪlft
dasdas
Sträubenˈʃtʁɔɪ̯bn̩
?
STADINGER
Aberˈaːbɐ
-
ruftʁuːft
mirmiːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
dendeːn
dickenˈdɪkn̩
Schwabenˈʃvaːbn̩
herheːɐ̯
.
BRENNER
Derdeːɐ̯
istɪst
abgereistˈapɡəˌʁaɪ̯st
undʊnt
dasdas
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
mitmɪt
ihmiːm
!
GRAF
Glücklicheˈɡlʏklɪçə
Reiseˈʁaɪ̯zə
!
zu Marien
STADINGER
Sozoː
willstvɪlst
duduː
dendeːn
Ritterˈʁɪtɐ
?
MARIE
Achax
,
Vaterˈfaːtɐ
,
ichɪç
habhaːp
ihniːn
schonʃoːn
.
GEORG
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
wirviːɐ̯
bleibenˈblaɪ̯bm̩
guteˈɡuːtə
Freundeˈfʁɔɪ̯ndə
!
STADINGER
Wieviː
,
Georgˈɡeːɔʁk
-
duduː
auchaʊ̯x
?
Jetztjɛt͡st
wirdvɪʁt
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Geschichteɡəˈʃɪçtə
mitmɪt
demdeːm
langenˈlaŋən
Zopft͡sɔp͡f
klarklaːɐ̯
.
O
ihriːɐ̯
Spitzbubengesindel
alleˈalə
miteinanderˈmɪtʔaɪ̯ˌnandɐ
.
-
Ichɪç
bitteˈbɪtə
umʊm
Verzeihungfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯ʊŋ
,
Herrhɛʁ
Grafɡʁaːf
-
GRAF
Nenntnɛnt
michmɪç
Sohnzoːn
.
STADINGER
Herrhɛʁ
-
Sohnzoːn
-
hmhm̩
-
dasdas
Wortvɔʁt
willvɪl
nochnɔx
nichtnɪçt
sozoː
rechtʁɛçt
rutschenˈʁʊt͡ʃn̩
-
nunnuːn
,
dadaː
eseːs
denndɛn
derdeːɐ̯
liebeˈliːbə
Gottɡɔt
einmalˈaɪ̯nmaːl
sozoː
beschlossenbəˈʃlɔsn̩
,
seidzaɪ̯t
glücklichˈɡlʏklɪç
miteinanderˈmɪtʔaɪ̯ˌnandɐ
undʊnt
nehmtneːmt
meinenˈmaɪ̯nn̩
Segenˈzeːɡn̩
.
Eseːs
mussmʊs
euchɔɪ̯ç
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
unangenehmˈʊnʔanɡəˌneːm
-
ihm in die Rede fallend
GEORG
Aberˈaːbɐ
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
schlägt sich auf den Mund
MARIE
Dankdaŋk
,
teurerˈtɔɪ̯ʁɐ
Vaterˈfaːtɐ
!
IRMENTRAUT
Sozoː
rechtʁɛçt
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
!
BRENNER
Sozoː
rechtʁɛçt
,
Schwagerˈʃvaːɡɐ
!
ALLE
Heilhaɪ̯l
undʊnt
Glückɡlʏk
demdeːm
jungenˈjʊŋən
Paareˈpaːʁə
!
MARIE
Mirmiːɐ̯
istɪst
nochnɔx
immerˈɪmɐ
,
alsals
oboːˈbeː
ichɪç
träumeˈtʁɔɪ̯mə
;
dieserˈdiːzɐ
Glanzɡlant͡s
,
dieserˈdiːzɐ
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
-
GRAF
Undʊnt
dennochˈdɛnɔx
wiederholviːdɐˈhoːl
ichɪç
dirdiːɐ̯
:
gedenkstɡəˈdɛŋkst
duduː
nochnɔx
derdeːɐ̯
Worteˈvɔʁtə
?
Nr. 15 - Finale (Refrain)
GRAF
Gernɡɛʁn
gäb
ichɪç
Glanzɡlant͡s
undʊnt
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
hinhɪn
fürfyːɐ̯
dichdɪç
,
fürfyːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
!
MARIE
Gernɡɛʁn
gäb
ereːɐ̯
Glanzɡlant͡s
undʊnt
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
hinhɪn
fürfyːɐ̯
michmɪç
,
fürfyːɐ̯
meineˈmaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
!
ALLE ÜBRIGEN
Gernɡɛʁn
gäb
ereːɐ̯
Glanzɡlant͡s
undʊnt
Reichtumˈʁaɪ̯çtuːm
hinhɪn
fürfyːɐ̯
dichdɪç
undʊnt
deineˈdaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
!
Gegen Schluss werden die Fahnen geschwenkt, und der Vorhang fällt.
Text
Tools