SONG
Eine Leichenphantasie
text by Friedrich von Schiller
music by Franz Peter Schubert
Franz Peter Schubert
Eine Leichenphantasie
Full Lyrics
Source
Mitmɪt
erstorbnem
Scheinenˈʃaɪ̯nən
Stehtʃteːt
derdeːɐ̯
Mondmoːnt
aufaʊ̯f
todtenstillen
Hainenˈhaɪ̯nən
,
Seufzendˈzɔɪ̯ft͡sn̩t
streichtʃtʁaɪ̯çt
derdeːɐ̯
Nachtgeist
durchdʊʁç
diediː
Luftlʊft
-
Nebelwolken
schauernˈʃaʊ̯ɐn
Sterneˈʃtɛʁnə
trauernˈtʁaʊ̯ɐn
Bleichblaɪ̯ç
herabhɛˈʁap
,
wieviː
Lampenˈlampn̩
inɪn
derdeːɐ̯
Gruftɡʁʊft
.
Gleichɡlaɪ̯ç
Gespensternɡəˈʃpɛnstɐn
,
stummʃtʊm
undʊnt
hohlhoːl
undʊnt
hagerˈhaːɡɐ
,
Ziehtt͡siːt
inɪn
schwarzemˈʃvaʁt͡sm̩
Todtenpompe
dortdɔʁt
Einaɪ̯n
Gewimmelɡəˈvɪml̩
nachnaːx
demdeːm
Leichenlager
Untermˈʊntɐm
Schauerflor
derdeːɐ̯
Grabnacht
fortfɔʁt
.
Zitterndˈt͡sɪtɐnt
anan
derdeːɐ̯
Krückeˈkʁʏkə
Werveːɐ̯
mitmɪt
düsterm
,
rückgesunknem
Blickeˈblɪkə
,
Ausgegossenˈaʊ̯sɡəˌɡɔsn̩
inɪn
einaɪ̯n
heulendˈhɔɪ̯lənt
Achax
,
Schwerʃveːɐ̯
genecktɡəˈnɛkt
vomfɔm
eisernenˈaɪ̯zɐnən
Geschickeɡəˈʃɪkə
,
Schwanktʃvaŋkt
demdeːm
stummgetragnen
Sargeˈzaʁɡə
nachnaːx
?
Floßfloːs
esɛs
»
Vaterˈfaːtɐ
«
vonfɔn
desdɛs
Jünglingsˈjʏŋlɪŋs
Lippeˈlɪpə
?
Nasseˈnasə
Schauerˈʃaʊ̯ɐ
schauernˈʃaʊ̯ɐn
fürchterlichˈfʏʁçtɐlɪç
Durchdʊʁç
seinzaɪ̯n
gramgeschmolzenes
Gerippeɡəˈʁɪpə
,
Seineˈzɛːn
Silberhaare
bäumenˈbɔɪ̯mən
sichzɪç
.
-
Aufgerissenˈaʊ̯fɡəˌʁɪsn̩
seineˈzɛːn
Feuerwunde
!
Durchdʊʁç
diediː
Seeleˈzeːlə
Höllenschmerz
!
»
Vaterˈfaːtɐ
«
floßfloːs
esɛs
vonfɔn
desdɛs
Jünglingsˈjʏŋlɪŋs
Mundeˈmʊndə
,
»
Sohnzoːn
«
gelispeltɡəˈlɪspl̩t
hathat
dasdas
Vaterherz
.
Eiskaltˈaɪ̯sˈkalt
,
eiskaltˈaɪ̯sˈkalt
liegtliːkt
ereːɐ̯
hierhiːɐ̯
imɪm
Tucheˈtuːxə
,
Undʊnt
deindaɪ̯n
Traumtʁaʊ̯m
sozoː
goldenˈɡɔldn̩
einstaɪ̯nst
,
sozoː
süßzyːs
!
Süßzyːs
undʊnt
goldenˈɡɔldn̩
,
Vaterˈfaːtɐ
,
dirdiːɐ̯
zumt͡sʊm
Flucheˈfluːxə
!
Eiskaltˈaɪ̯sˈkalt
,
eiskaltˈaɪ̯sˈkalt
liegtliːkt
ereːɐ̯
hierhiːɐ̯
imɪm
Tucheˈtuːxə
,
Deineˈdaɪ̯nə
Wonneˈvɔnə
undʊnt
deindaɪ̯n
Paradiespaʁaˈdiːs
!
Mildmɪlt
,
wieviː
,
umwehtʊmˈveːt
vonfɔn
Elysiumslüften
,
Wieviː
,
ausaʊ̯s
Aurorasaʊ̯ˈʁoːʁas
Umarmungʊmˈʔaʁmʊŋ
geschlüpftɡəˈʃlʏp͡ft
,
Himmlischˈhɪmlɪʃ
umgürtet
mitmɪt
rosigten
Düftenˈdʏftn̩
,
Florens
Sohnzoːn
überˈyːbɐ
dasdas
Blumenfeldˈbluːmənˌfɛlt
hüpfthʏp͡ft
,
Flogfloːk
ereːɐ̯
einher
aufaʊ̯f
dendeːn
lachendenˈlaxn̩dən
Wiesenˈviːzn̩
,
Nachgespiegelt
vonfɔn
silbernerˈzɪlbɐnɐ
Fluth
,
Wollustflammen
entsprühten
dendeːn
Küssenˈkʏsn̩
,
Jagtenˈjaːktn̩
diediː
Mädchenˈmeːtçən
inɪn
liebendeˈliːbn̩də
Gluth
.
Muthig
sprangʃpʁaŋ
ereːɐ̯
imɪm
Gewühleɡəˈvyːlə
derdeːɐ̯
Menschenˈmɛnʃn̩
,
Wieviː
aufaʊ̯f
Gebirgenɡəˈbɪʁɡn̩
einaɪ̯n
jugendlichˈjuːɡəntlɪç
Rehʁeː
;
Himmelum
flogfloːk
ereːɐ̯
inɪn
schweifendenˈʃvaɪ̯fn̩dən
Wünschenˈvʏnʃn̩
,
Hochhoːx
wieviː
diediː
Adlerˈaːdlɐ
inɪn
wolkigter
Höhhøː
;
Stolzʃtɔlt͡s
wieviː
diediː
Rosseˈʁɔsə
sichzɪç
sträubenˈʃtʁɔɪ̯bn̩
undʊnt
schäumenˈʃɔɪ̯mən
,
Werfenˈvɛʁfn̩
imɪm
Sturmeˈʃtʊʁmə
diediː
Mähnenˈmɛːnən
umherʊmˈheːɐ̯
,
Königlichˈkøːnɪklɪç
widerˈviːdɐ
dendeːn
Zügelˈt͡syːɡl̩
sichzɪç
bäumenˈbɔɪ̯mən
Trattʁaːt
ereːɐ̯
vorfoːɐ̯
Sklavenˈsklaːfn̩
undʊnt
Fürstenˈfʏʁstn̩
daherdaˈheːɐ̯
.
Heiterˈhaɪ̯tɐ
,
wieviː
Frühlingstagˈfʁyːlɪŋsˌtaːk
,
schwandʃvant
ihmiːm
dasdas
Lebenˈleːbn̩
,
Flohfloː
ihmiːm
vorüberfoˈʁyːbɐ
inɪn
Hesperus'
Glanzɡlant͡s
,
Klagenˈklaːɡn̩
ertränkt'
ereːɐ̯
imɪm
Goldeˈɡɔldə
derdeːɐ̯
Rebenˈʁeːbn̩
,
Schmerzenˈʃmɛʁt͡sn̩
verhüpft'
ereːɐ̯
imɪm
wirbelndenˈvɪʁbl̩ndn̩
Tanztant͡s
.
Weltenˈvɛltn̩
schliefenˈʃliːfn̩
imɪm
herrlichenˈhɛʁlɪçn̩
Jungenˈjʊŋən
,
Haha
!
wennvɛn
ereːɐ̯
einsten
zumt͡sʊm
Manneˈmanə
gereiftɡəˈʁaɪ̯ft
-
Freueˈfʁɔɪ̯ə
dichdɪç
,
Vaterˈfaːtɐ
-
imɪm
herrlichenˈhɛʁlɪçn̩
Jungenˈjʊŋən
Wennvɛn
einstaɪ̯nst
diediː
schlafendenˈʃlaːfn̩dən
Keimeˈkaɪ̯mə
gereiftɡəˈʁaɪ̯ft
!
Neinnaɪ̯n
dochdɔx
,
Vaterˈfaːtɐ
-
Horchhɔʁç
!
diediː
Kirchhofthüre
brausetˈbʁaʊ̯zət
,
Undʊnt
diediː
ehrnen
Angelˈaŋl̩
klirrenˈklɪʁən
aufaʊ̯f
-
Wie's
hineinhɪˈnaɪ̯n
insɪns
Grabgewölbeˈɡʁaːpɡəˌvœlbə
grausetˈɡʁaʊ̯zət
!
-
Neinnaɪ̯n
dochdɔx
,
laß
dendeːn
Thränen
ihrenˈiːʁən
Lauflaʊ̯f
!
Gehɡeː
,
duduː
Holderˈhɔldɐ
,
gehɡeː
imɪm
Pfadp͡faːt
derdeːɐ̯
Sonneˈzɔnə
Freudigˈfʁɔɪ̯dɪk
weiterˈvaɪ̯tɐ
derdeːɐ̯
Vollendungfɔlˈʔɛndʊŋ
zut͡suː
,
Löscheˈlœʃə
nunnuːn
dendeːn
edelnˈeːdl̩n
Durstdʊʁst
nachnaːx
Wonneˈvɔnə
,
Gramentbundner
,
inɪn
Walhallasvalˈhalas
Ruhʁuː
!
Wiedersehenˈviːdɐˌzeːən
-
himmlischerˈhɪmlɪʃɐ
Gedankeɡəˈdaŋkə
!
-
Wiedersehenˈviːdɐˌzeːən
dortdɔʁt
anan
Edensˈeːdn̩s
Thortoːɐ̯
!
Horchhɔʁç
!
derdeːɐ̯
Sargzaʁk
versinktfɛɐ̯ˈzɪŋkt
mitmɪt
dumpfigem
Geschwanke
,
Wimmerndˈvɪmɐnt
schnurrtʃnʊʁt
dasdas
Todtenseil
emporɛmˈpoːɐ̯
!
Dadaː
wirviːɐ̯
trunkenˈtʁʊŋkn̩
umʊm
einanderaɪ̯ˈnandɐ
rolltenˈʁɔltn̩
,
Lippenˈlɪpm̩
schwiegenˈʃviːɡn̩
,
undʊnt
dasdas
Augeˈaʊ̯ɡə
sprachʃpʁaːx
-
Haltetˈhaltət
!
haltetˈhaltət
!
-
dadaː
wirviːɐ̯
boshaftˈboːshaft
grolltenˈɡʁɔltn̩
-
Aberˈaːbɐ
Thränen
stürztenˈʃtʏʁt͡stn̩
wärmerˈvɛʁmɐ
nachnaːx
-
-
Mitmɪt
erstorbnem
Scheinenˈʃaɪ̯nən
Stehtʃteːt
derdeːɐ̯
Mondmoːnt
aufaʊ̯f
todtenstillen
Hainenˈhaɪ̯nən
,
Seufzendˈzɔɪ̯ft͡sn̩t
streichtʃtʁaɪ̯çt
derdeːɐ̯
Nachtgeist
durchdʊʁç
diediː
Luftlʊft
.
Nebelwolken
schauernˈʃaʊ̯ɐn
Sterneˈʃtɛʁnə
trauernˈtʁaʊ̯ɐn
Bleichblaɪ̯ç
herabhɛˈʁap
,
wieviː
Lampenˈlampn̩
inɪn
derdeːɐ̯
Gruftɡʁʊft
.
Dumpfig
schollert's
übermˈyːbɐm
Sargzaʁk
zumt͡sʊm
Hügelˈhyːɡl̩
-
O
umʊm
Erdballsˈeːɐ̯tbals
Schätzeˈʃɛt͡sə
nurnuːɐ̯
nochnɔx
einenˈaɪ̯nən
Blickblɪk
!
-
Starrʃtaʁ
undʊnt
ewigˈeːvɪk
schließtʃliːst
desdɛs
Grabesˈɡʁaːbəs
Riegelˈʁiːɡl̩
,
Dumpferˈdʊmp͡fɐ
-
dumpferˈdʊmp͡fɐ
schollert's
übermˈyːbɐm
Sargzaʁk
zumt͡sʊm
Hügelˈhyːɡl̩
,
Nimmerˈnɪmɐ
gibtɡiːpt
dasdas
Grabɡʁaːp
zurückt͡suˈʁʏk
.