Marschner, Heinrich
Hans Heiling
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Erste Szene.
Das Innere von Heilings Wohnung
unsichtbar
KÖNIGIN
O
Bleib'
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
!
unsichtbar
GEISTERCHOR
O
bleib'
beibaɪ̯
unsʊns
,
diedaɪ
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
dienenˈdiːnən
[
mitmɪt
/
aufaʊ̯f
]
Wortvɔʁt
unuːˈʔɛn
Mienenˈmiːnən
willigˈvɪlɪk
dirdiːɐ̯
.
Man sieht Heiling aus einem unterirdischen Gange heraufsteigen, das Schmuckkästchen in der Hand. Er blickt den Gang hinab, der sich schließt.
HEILING
Aufaʊ̯f
ewigˈeːvɪk
schließeˈʃliːsə
dichdɪç
,
duduː
dunklerˈdʊŋklɐ
Gangɡaŋ
,
ichɪç
willvɪl
dichdɪç
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
gehenˈɡeːən
.
Er tritt zu dem aufgeschlagenen Zauberbuch an den Tisch.
HEILING
Ihriːɐ̯
mächt'gen
Zeichenˈt͡saɪ̯çn̩
,
durchdʊʁç
derenˈdeːʁən
Spruchʃpʁʊx
ichɪç
alleˈalə
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
[
zwinge
/
banne
],
verstummtfɛɐ̯ˈʃtʊmt
aufaʊ̯f
immerdarɪmɐˈdaːɐ̯
.
Er schlägt das Buch zu und schließt die Klammern.
HEILING
Umfangeˈʊmfaŋə
michmɪç
mitmɪt
Liebesarmen
nunnuːn
,
duduː
reicheˈʁaɪ̯çə
Erdeˈeːɐ̯də
undʊnt
halteˈhaltə
Wortvɔʁt
mirmiːɐ̯
,
ganzɡant͡s
binbɪn
ichɪç
nunnuːn
diendiːn
.
Er legt den Schmuck weg, schürt die Glut des Feuers, usw.
außen an der Tür pochend
GERTRUDE
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Heiling
!
HEILING
(
stutzt
HEILING
Werveːɐ̯
ruftʁuːft
?
ANNA
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Heiling
,
gutenˈɡuːtn̩
Morgenˈmɔʁɡn̩
!
HEILING
(
entzückt
HEILING
Sieziː
istɪst
eseːs
!
Sieziː
!
(
Er eilt die stark verriegelte Türe zu öffnen und führt Anna und Gertrude herein.
HEILING
Willkommenvɪlˈkɔmən
mirmiːɐ̯
aufaʊ̯f
dieserˈdiːzɐ
Stelleˈʃtɛlə
,
dendeːn
Himmelˈhɪml̩
trägsttʁɛːkst
duduː
überˈyːbɐ
meineˈmaɪ̯nə
Schwelleˈʃvɛlə
,
zumt͡sʊm
erstenmale
unterˈʊntɐ
meinemˈmaɪ̯nəm
Dachdax
,
darfdaʁf
ichɪç
zumt͡sʊm
Grußeˈɡʁuːsə
dieseˈdiːzə
Händeˈhɛndə
faßen
.
ANNA
(
unbefangen
ANNA
Undʊnt
gesternˈɡɛstɐn
habthaːpt
dendeːn
ganzenˈɡant͡sn̩
Tagtaːk
Ihriːɐ̯
wiederˈviːdɐ
Euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
sehenˈzeːən
laßen[ˈlasn̩]
.
GERTRUDE
Eseːs
hathat
unsʊns
rechtʁɛçt
umʊm
Euchɔɪ̯ç
gebangtɡəˈbaŋt
...
HEILING
(
zu Anna
HEILING
Sozoː
hathat
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
nachnaːx
mirmiːɐ̯
verlangtfɛɐ̯ˈlaŋt
?
ANNA
Eiaɪ̯
jajaː
!
Eiaɪ̯
jajaː
,
eseːs
hathat
michmɪç
rechtʁɛçt
verdroßen
,
daßdas
Ihriːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
abermalsˈaːbɐmaːls
verschloßen
,
wasvas
,
jajaː
wasvas
habthaːpt
gesternˈɡɛstɐn
Ihriːɐ̯
gemachtɡəˈmaxt
?
HEILING
Nurnuːɐ̯
anaːˈʔɛn
dichdɪç
!
jajaː
nurnuːɐ̯
anaːˈʔɛn
dichdɪç
hab'
ichɪç
gedachtɡəˈdaxt
;
dochdɔx
nunnuːn
sollzɔl
unsʊns
nichtsnɪçt͡s
mehrmeːɐ̯
scheidenˈʃaɪ̯dn̩
,
nieniː
willvɪl
ichɪç
dichdɪç
wiederˈviːdɐ
meidenˈmaɪ̯dn̩
.
|
ANNA
|
Rechtʁɛçt
sozoː
,
laßt
diedaɪ
Heimlichkeitˈhaɪ̯mlɪçkaɪ̯t
|
diedaɪ
jajaː
keinenˈkaɪ̯nən
Menschenˈmɛnʃn̩
freutfʁɔɪ̯t
,
|
stelltʃtɛlt
dasdas
düstreˈdyːstʁə
Grübein
einaɪ̯n
,
|
lernet
frohfʁoː
undʊnt
lustigˈlʊstɪk
seinzaɪ̯n
!
|
GERTRUDE
|
Wieviː
anaːˈʔɛn
solcherˈzɔlçɐ
Zärtlichkeitˈt͡sɛːɐ̯tlɪçkaɪ̯t
|
sichzɪç
meinmaɪ̯n
Mutterherz
erfreutɛɐ̯ˈfʁɔɪ̯t
,
|
jajaː
,
iniˈʔɛn
solchenˈzɔlçn̩
Glückesˈɡlʏkəs
Scheinʃaɪ̯n
|
wirdvɪʁt
meinmaɪ̯n
Alterˈaltɐ
sorglosˈzɔʁkloːs
seinzaɪ̯n
.
|
HEILING
|
Jajaː
,
ichɪç
tu'
mitmɪt
Freudkeit
,
|
wasvas
deindaɪ̯n
holderˈhɔldɐ
Mundmʊnt
gebeutɡəˈbɔɪ̯t
,
|
nenn'
ichɪç
dichdɪç
ersteːɐ̯st
Teureˈtɔɪ̯ʁə
meinmaɪ̯n
,
|
werd'
ichɪç
fröhlichˈfʁøːlɪç
,
seligˈzeːlɪk
seinzaɪ̯n
.
(
Heiling trifft Anstalten, Gertrude und Anna das Haus zu zeigen. Gertrude redet ihrer Tochter zu, einen so reichen und gelehrten Mann zu erhören, muß sie in drei Tagen Heiling heiraten. Sie tritt an den Tisch, wo Heilings Zauberbuch liegt, und versucht es zu öffnen.
ANNA
(
In das Zauberbuch blickend
ANNA
Haha
,
welcheˈvɛlçə
Zeichenˈt͡saɪ̯çn̩
,
sozoː
glänzendˈɡlɛnt͡sn̩t
undʊnt
schönʃøːn
,
wieviː
sieziː
nahenˈnaːən
undʊnt
weichenˈvaɪ̯çn̩
,
wieviː
ichɪç
['
s
]
nieniː
gesehn
.
Wirreˈvɪʁə
Gestaltenɡəˈʃtaltn̩
treibenˈtʁaɪ̯bm̩
undʊnt
waltenˈvaltn̩
,
schwellenˈʃvɛlən
wieviː
Wellenˈvɛlən
,
wieviː
sieziː
sichzɪç
verschlingenfɛɐ̯ˈʃlɪŋən
,
mächtigˈmɛçtɪk
aufaʊ̯f
michmɪç
dringenˈdʁɪŋən
.
(
Die Blätter schlangen sich von selbst um.
ANNA
[
Immerˈɪmɐ
mehrmeːɐ̯
!
Immerˈɪmɐ
mehrmeːɐ̯
!
Sieziː
schwindelnˈʃvɪndl̩n
undʊnt
drehn
,
diedaɪ
Sinneˈzɪnə
mirmiːɐ̯
vergehn
,
Entsetzlichɛntˈzɛt͡slɪç
!
Entsetzlichɛntˈzɛt͡slɪç
!
Wasvas
hab'
ichɪç
gesehn
?]
HEILING
(
Tritt heftig herbei
HEILING
Unseligeˈʊnˌzeːlɪɡə
!
Unseligeˈʊnˌzeːlɪɡə
!
Wasvas
hasthast
duduː
getanɡəˈtaːn
?
(
Er schlägt das Buch zu, und stößt Annas Hand vonsich. Anna sinkt in Gertrudes Arme.
HEILING
Welch'
tollerˈtɔlɐ
Wahnsinnˈvaːnzɪn
triebtʁiːp
dichdɪç
anaːˈʔɛn
?
Hinwegˈhɪnˌveːk
!
Vermeßene
!
GERTRUDE
Wasvas
istɪst
dirdiːɐ̯
?
O
meinmaɪ̯n
kindkɪnt
!
ANNA
Weheˈveːə
mirmiːɐ̯
!
HEILING
(
sich besinnend, zu Anna
HEILING
Verzeihefɛɐ̯ˈt͡saɪ̯ə
mirmiːɐ̯
!
GERTRUDE
Achax
meinmaɪ̯n
Kindkɪnt
!
HEILING
(
Er will Anna liebkosend in den Arm nehmen
HEILING
Erholeɛɐ̯ˈhoːlə
dichdɪç
,
laß
deineˈdaɪ̯nə
Angstaŋst
michmɪç
stillenˈʃtɪlən
.
ANNA
(
reißt sich los
ANNA
Neinnaɪ̯n
,
umʊm
allerˈalɐ
Heil'gen
willenˈvɪlən
,
vernichtetfɛɐ̯ˈnɪçtət
dasdas
Buchbuːx
,
schafftʃaft
['
s
zurt͡suːɐ̯
/
mirmiːɐ̯
]
Ruh'
!
HEILING
Annaaˈnaː
,
wasvas
verlangestfɛɐ̯ˈlaŋəst
duduː
?
ANNA
Fortfoːɐ̯
dasdas
Buchbuːx
,
hörthøːɐ̯t
aufaʊ̯f
meinmaɪ̯n
Flehn
,
wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
michmɪç
jejeː
heiterˈhaɪ̯tɐ
sehnzeːn
!
[
Hathat
meinmaɪ̯n
Bittenˈbɪtən
keineˈkaɪ̯nə
Kraftkʁaft
,
Istɪst
Eureˈɔɪ̯ʁə
Liebeˈliːbə
schonʃoːn
dahindaˈhɪn
?
Ausaʊ̯s
Erbarmenɛɐ̯ˈbaʁmən
willigtˈvɪlɪkt
einaɪ̯n
,
Ichɪç
vergeh'
vorfoːɐ̯
Peinpaɪ̯n
!]
HEILING
Annaaˈnaː
,
wasvas
verlangestfɛɐ̯ˈlaŋəst
duduː
?
ANNA
Hörthøːɐ̯t
aufaʊ̯f
meinmaɪ̯n
Flehn
,
wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
michmɪç
wiederˈviːdɐ
heiterˈhaɪ̯tɐ
sehnzeːn
!
Hathat
meinmaɪ̯n
Bittenˈbɪtən
keineˈkaɪ̯nə
Kraftkʁaft
,
istɪst
Eureˈɔɪ̯ʁə
Liebeˈliːbə
schonʃoːn
dahindaˈhɪn
?
Ausaʊ̯s
Erbarmenɛɐ̯ˈbaʁmən
willigtˈvɪlɪkt
einaɪ̯n
,
ichɪç
vergeh'
vorfoːɐ̯
Peinpaɪ̯n
!
HEILING
(
für sich
HEILING
Meineˈmaɪ̯nə
hoheˈhoːə
Wißenschaftˈvɪsənʃaft
,
meinenˈmaɪ̯nn̩
Stoltz
undʊnt
meineˈmaɪ̯nə
Kraftkʁaft
,
gäb'
ichɪç
dahindaˈhɪn
!
Sollzɔl
ichɪç
diedaɪ
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
ganzɡant͡s
befrein
,
fürderˈfʏʁdɐ
machtlosˈmaxtloːs
seinzaɪ̯n
?
ANNA
(
Immer drängender
ANNA
Fortfoːɐ̯
dasdas
Buchbuːx
,
hörthøːɐ̯t
aufaʊ̯f
meinmaɪ̯n
Flehn
,
wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
michmɪç
jejeː
heiterˈhaɪ̯tɐ
sehnzeːn
.
Hörthøːɐ̯t
aufaʊ̯f
meinmaɪ̯n
Flehn
,
wolltvɔlt
Ihriːɐ̯
michmɪç
wiederˈviːdɐ
heiterˈhaɪ̯tɐ
sehnzeːn
!
Hathat
meinmaɪ̯n
Bittenˈbɪtən
keineˈkaɪ̯nə
Kraftkʁaft
,
istɪst
Eureˈɔɪ̯ʁə
Liebeˈliːbə
schonʃoːn
dahindaˈhɪn
?
Ausaʊ̯s
Erbarmenɛɐ̯ˈbaʁmən
willigtˈvɪlɪkt
einaɪ̯n
,
ichɪç
vergeh'
vorfoːɐ̯
Peinpaɪ̯n
!
(
Sie schmeigt sich ängstlich an Heiling.
HEILING
Allesˈaləs
muß[mʊs]
ichɪç
dirdiːɐ̯
gewährenɡəˈvɛːʁən
!
(
Er faßt das Buch mit beiden Händen.
HEILING
Magmaːk
diedaɪ
Flammeˈflamə
dichdɪç
verzehrenˌfɛɐ̯ˈt͡seːʁən
!
(
Er schleudert es auf den Herd, eine lohende Flamme schlägt auf und verschlingt das Buch. Es donnert dumpf. Heiling tritt zu Anna.
HEILING
Machtlosˈmaxtloːs
,
armaʁm
steh'ich
nunnuːn
hierhiːɐ̯
,
allaːʔɛlˈʔɛl
meinmaɪ̯n
Glückɡlʏk
liegtliːkt
nunnuːn
iniˈʔɛn
dirdiːɐ̯
!
GERTRUDE
Dendeːn
Heil'gen
Dankdaŋk
!
ANNA
O
tausendˈtaʊ̯zn̩də
,
tausendˈtaʊ̯zn̩də
Dankdaŋk
!
HEILING
Seizaɪ̯
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
bangbaŋ
...
|
Seizaɪ̯
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
bangbaŋ
!
|
O
meinmaɪ̯n
ganzesˈɡant͡səs
Lebenˈleːbm̩
|
Muß[mʊs]
ichɪç
dirdiːɐ̯
jajaː
gebenˈɡeːbm̩
,
|
Nichtsnɪçt͡s
istɪst
mirmiːɐ̯
f
&
uumlr
dichdɪç
zut͡suː
teuerˈtɔɪ̯ɐ
!
|
ANNA
|
O
tausendˈtaʊ̯zn̩də
Dankdaŋk
!
|
Ihriːɐ̯
habthaːpt
neuesˈnɔɪ̯əs
Lebenˈleːbm̩
|
Mitmɪt
zurückgegebent͡suˈʁʏkɡəˌɡeːbn̩
.
|
Bubbuːp
atm'ich
wiederˈviːdɐ
freierˈfʁaɪ̯ɐ
.
|
GERTRUDE
|
Dendeːn
Heil'gen
Dankdaŋk
!
|
Ereːɐ̯
hathat
nachgegebenˈnaːxɡəˌɡeːbn̩
,
|
Kannkan
nichtnɪçt
widerstrebenviːdɐˈʃtʁeːbn̩
,
|
Dasdas
istɪst
einaɪ̯n
gefäll'ger
Freierˈfʁaɪ̯ɐ
.
(
Anna und Gertrude danken ihm. Anna bemerkt die Goldkette, die Heiling trägt, und die er ihr nun umlegt.
HEILING
Anaːˈʔɛn
jenemˈjeːnəm
Tagtaːk
,
dadaː
duduː
mirmiːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
versprochenfɛɐ̯ˈʃpʁɔxn̩
,
alsals
ichɪç
iniˈʔɛn
Wonn'
undʊnt
Schmerzʃmɛʁt͡s
zut͡suː
deinenˈdaɪ̯nən
Füßenˈfyːsn̩
rangʁaŋ
,
dadaː
,
jajaː
dadaː
,
istɪst
iniˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Brustbʁʊst
derdeːɐ̯
Morgenˈmɔʁɡn̩
angebrochenˈanɡəˌbʁɔxn̩
,
gestilltɡəˈʃtɪlt
zumt͡sʊm
erstenmal
warvaːɐ̯
meinerˈmaɪ̯nɐ
Seeleˈzeːlə
Drangdʁaŋ
.
Ausaʊ̯s
trüberˈtʁyːbɐ
,
freudenloser
Nachtnaxt
Binbɪn
ichɪç
zumt͡sʊm
hellenˈhɛlən
Lebenˈleːbm̩
dadaː
erwachtɛɐ̯ˈvaxt
.
Duduː
,
jajaː
duduː
,
hasthast
üverschwenglich
seligˈzeːlɪk
michmɪç
gemachtɡəˈmaxt
!
(
innig, doch mit heimlicher Drohung
HEILING
O
laß
diedaɪ
Treueˈtʁɔɪ̯ə
niemalsˈniːmaːls
wankenˈvaŋkn̩
,
halthalt
festfɛst
diedaɪ
Liebeˈliːbə
iniˈʔɛn
deinemˈdaɪ̯nəm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
,
Iniˈʔɛn
dirdiːɐ̯
nurnuːɐ̯
lebeˈleːbə
ichɪç
!
Ichɪç
liebeˈliːbə
dichdɪç
sozoː
ohneˈoːnə
Schrankenˈʃʁaŋkn̩
,
Ichɪç
liebeˈliːbə
dichdɪç
mitmɪt
tausendˈtaʊ̯zn̩də
Schmerzenˈʃmɛʁt͡sn̩
,
mitmɪt
Höllenqualenˈhœlənˌkvaːlən
lieb'
ichɪç
dichdɪç
!
Könntestˈkœntəst
duduː
jejeː
vonfɔn
mirmiːɐ̯
laßen[ˈlasn̩]
,
Könnteˈkœntə
jejeː
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
erkaltenɛɐ̯ˈkaltn̩
,
Wehveː
!
unsʊns
beidenˈbaɪ̯dn̩
danndan
!
Schonʃoːn
beibaɪ̯
demdeːm
Gedankenɡəˈdaŋkn̩
faßen
michmɪç
diedaɪ
finsternˈfɪnstɐn
Gewaltenɡəˈvaltn̩
,
treibenˈtʁaɪ̯bm̩
zut͡suː
gräßlicher
Racheˈʁaxə
michmɪç
anaːˈʔɛn
!
Ichɪç
liebeˈliːbə
dichdɪç
mitmɪt
blutendemˈbluːtn̩dəm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
,
Ichɪç
liebeˈliːbə
dichdɪç
mitmɪt
enlosen
Schmerzenˈʃmɛʁt͡sn̩
,
mitmɪt
Argwohnˈaʁkˌvoːn
undʊnt
Bangenˈbaŋən
,
mitmɪt
rasendemˈʁaːzn̩dəm
Verlangenfɛɐ̯ˈlaŋən
!
(
Er wirft sich Anna zu Füßeb und verbirgt sein Gesicht in ihrer Kleidung. Anna richtet ihn auf und beruhigt ihn. In drei Tagen sollen sie heiraten, aber an dem Tag wird das Fest des heliegen Florian gefeiert, und Anna möchte gern an deb Festlichkeiten im Dorf teilnehmen, Falls sie gehen, besteht Heiling darauf, daß Anna nicht tanzen darf.
HEILING
Wohlanvolˈʔan
!
Wohlanvolˈʔan
!
Sozoː
laßt
unsʊns
gehenˈɡeːən
!
ANNA
|
O
herrlichˈhɛʁlɪç
,
o
prächtigˈpʁɛçtɪk
,
|
dasdas
istɪst
schönʃøːn
!
|
O
herrlichˈhɛʁlɪç
,
dasdas
istɪst
schönʃøːn
,
|
Daßdas
wirviːɐ̯
nunnuːn
dochdɔx
zumt͡sʊm
Festeˈfɛstə
gehnɡeːn
.
|
GERTRUDE
|
Sehtzeːt
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Heiling
,
dasdas
istɪst
schönʃøːn
,
|
Daßdas
Ihriːɐ̯
sieziː
laßt
zumt͡sʊm
Festeˈfɛstə
gehnɡeːn
.
|
|
Sehtzeːt
,
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Heiling
,
daßdas
istɪst
schönʃøːn
,
|
Daßdas
Ihriːɐ̯
sieziː
laßt
zumt͡sʊm
Festeˈfɛstə
gehnɡeːn
.
ANNA
(
mit der Kette spielend und unherhüpfend
ANNA
Nunnuːn
machtmaxt
dasdas
Gechmeide
mirmiːɐ̯
ersteːɐ̯st
rechtsʁɛçt͡s
Freudeˈfʁɔɪ̯də
,
Denndɛn
heimlichˈhaɪ̯mlɪç
undʊnt
alleinaˈlaɪ̯n
Kannkan
michmɪç
nichtsnɪçt͡s
erfreuenɛɐ̯ˈfʁɔɪ̯ən
.
Diedaɪ
Mädchenˈmeːtçən
undʊnt
Frauenˈfʁaʊ̯ən
wieviː
werdenˈveːɐ̯dn̩
diedaɪ
schauenˈʃaʊ̯ən
.
Mancheˈmançə
wirdvɪʁt
freundlicherˈfʁɔɪ̯ntlɪçɐ
grüßenˈɡʁyːsn̩
,
Mancheˈmançə
auchaʊ̯x
wirdvɪʁt
eseːs
verdrießenfɛɐ̯ˈdʁiːsn̩
!
Haha
haha
!
Welchenˈvɛlçn̩
Spaßʃpaːs
gibtɡiːpt
eseːs
dadaː
!
GERTRUDE
:
Sehtzeːt
nurnuːɐ̯
,
dasdas
närrischˈnɛʁɪʃ
jungeˈjʊŋə
Blutbluːt
wieviː
eseːs
sozoː
kindischˈkɪndɪʃ
tuttuːt
.
ANNA
Achax
Heiling
,
wieviː
binbɪn
ichɪç
Euchɔɪ̯ç
sozoː
gutɡuːt
daßdas
Ihriːɐ̯
mirmiːɐ̯
dendeːn
Gefallenɡəˈfalən
thut
!
GERTRUDE
Sehtzeːt
nurnuːɐ̯
,
dasdas
närrischˈnɛʁɪʃ
jungeˈjʊŋə
Blutbluːt
wieviː
eseːs
sozoː
kindischˈkɪndɪʃ
tuttuːt
.
HEILING
Auchaʊ̯x
derdeːɐ̯
törichteˈtøːʁɪçtə
Übermut
,
wieviː
stehtʃteːt
ereːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
sozoː
gutɡuːt
!
GERTRUDE
Sozoː
laßt
unsʊns
fortfoːɐ̯
!
HEILING
Mitmɪt
Widerstrebenviːdɐˈʃtʁeːbn̩
hab'ich
derdeːɐ̯
Bitteˈbɪtə
nachgegebenˈnaːxɡəˌɡeːbn̩
.
Dochdɔx
giltɡɪlt
eseːs
dirdiːɐ̯
einaɪ̯n
Liebeszeichen
,
sozoː
muß[mʊs]
meinmaɪ̯n
Widerwilleˈviːdɐˌvɪlə
weichenˈvaɪ̯çn̩
.
GERTRUDE
Sozoː
laßt
unsʊns
gehnɡeːn
.
O
laßt
dasdas
Wortvɔʁt
Euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
gereu'n
,
Gewißɡəˈvɪs
,
dasdas
Festfɛst
wirdvɪʁt
Euchɔɪ̯ç
erfreu'n
.
HEILING
Wirstvɪʁst
duduː
mirmiːɐ̯
stetsʃteːt͡s
zurt͡suːɐ̯
Seiteˈzaɪ̯tə
seinzaɪ̯n
,
sozoː
sollzɔl
eseːs
nimmerˈnɪmɐ
michmɪç
gereu'n
.
2 Szene.
HEILING
(
Platz vor der Schenke unter Bäumen. Im Hintergrund freie Außicht. Stephan, Niklas und Bauern trinkend an Tischen, usw.
BAUERNCHOR
Juchheisajʊxˈhaɪ̯sa
!
Juchheisajʊxˈhaɪ̯sa
,
Heut'
dürftdʏʁft
ihriːɐ̯
diedaɪ
Kannenˈkanən
nichtnɪçt
schonenˈʃoːnən
,
Derdeːɐ̯
heiligeˈhaɪ̯lɪɡə
Festtagˈfɛstˌtaːk
gehöretɡəˈhøːʁət
dendeːn
Bauernˈbaʊ̯ɐn
,
Denndɛn
Zehntenˈt͡seːntn̩
undʊnt
Steuernˈʃtɔɪ̯ɐn
,
Undʊnt
Zinsenˈt͡sɪnzn̩
undʊnt
Fronenˈfʁoːnən
,
Kannkan
schonʃoːn
armenˈaʁmən
Leutenˈlɔɪ̯tn̩
Dasdas
Lebenˈleːbm̩
versauernfɛɐ̯ˈzaʊ̯ɐn
.
Dasdas
Tragenˈtʁaːɡn̩
undʊnt
Hackenˈhakn̩
,
Dasdas
Mühenˈmyːən
undʊnt
Plackenˈplakn̩
Hörthøːɐ̯t
heut'
einmalˈaɪ̯nmaːl
aufaʊ̯f
.
Drumdʁʊm
lustigˈlʊstɪk
,
Gevatternɡəˈfatɐn
Undʊnt
Nachbarnˈnaxbaːɐ̯n
,
stosst[ˈʃtoːsn̩]
anaːˈʔɛn
,
Eseːs
lebeˈleːbə
derdeːɐ̯
heiligeˈhaɪ̯lɪɡə
Florianˈfloːʁiaːn
!
Juchheisajʊxˈhaɪ̯sa
!
Juchheisajʊxˈhaɪ̯sa
,
Heut'
dürftdʏʁft
ihriːɐ̯
diedaɪ
Kannenˈkanən
nichtnɪçt
schonenˈʃoːnən
,
Derdeːɐ̯
heiligeˈhaɪ̯lɪɡə
Festtagˈfɛstˌtaːk
gehöretɡəˈhøːʁət
dendeːn
Bauernˈbaʊ̯ɐn
,
Denndɛn
Zehntenˈt͡seːntn̩
undʊnt
Steuernˈʃtɔɪ̯ɐn
,
Undʊnt
Zinsenˈt͡sɪnzn̩
undʊnt
Fronenˈfʁoːnən
,
Kannkan
schonʃoːn
armenˈaʁmən
Leutenˈlɔɪ̯tn̩
Dasdas
Lebenˈleːbm̩
versauernfɛɐ̯ˈzaʊ̯ɐn
.
Einaɪ̯n
sprödesˈʃpʁøːdəs
,
allerliebstesˈalɐˌliːpstəs
Kindkɪnt
Schlugʃluːk
jedenˈjeːdn̩
Antragˈantʁaːk
iniˈʔɛn
dendeːn
Windvɪnt
,
Lacht' ihre Freier aus.
BAUERNCHOR
Dochdɔx
alsals
einaɪ̯n
schmuckesˈʃmʊkəs
Gräfleinɡraːf
kamkaːm
,
Sieziː
flugsfluːks
sichzɪç
ihniːn
zumt͡sʊm
Manneˈmanə
nahmnaːm
,
Juchheisajʊxˈhaɪ̯sa
hopsasaˈhɔpsasa
!
Ihriːɐ̯
Burscheˈbʊʁʃə
,
bost
euchɔɪ̯ç
grünɡʁyːn
undʊnt
blaublaʊ̯
,
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
gnäd'ge
Fraufʁaʊ̯
!
Dadaː
gucktɡʊkt
sieziː
einstaɪ̯nst
durch's
Schlüßelloch
,
Siehtziːt
wieviː
ihriːɐ̯
Mannman
zweit͡svaɪ̯
Spannenˈʃpanən
hochhoːx
Mitmɪt
andernˈandɐn
Zwergenˈt͡svɛʁɡn̩
tanzttant͡st
.
Mitmɪt
kurzenˈkʊʁt͡sn̩
Beinenˈbaɪ̯nən
,
dickemˈdɪkəm
Kopfkɔp͡f
,
Springtʃpʁɪŋt
derdeːɐ̯
Herrhɛʁ
Grafɡʁaːf
,
derdeːɐ̯
armeˈaʁmə
Tropftʁɔp͡f
,
Hophop
,
heisaˈhaɪ̯sa
,
hophop
!
Schlägtʃlɛːkt
Burzelbäume
flinkflɪŋk
voranfoˈʁan
,
Einaɪ̯n
Koboldˈkoːbɔlt
warvaːɐ̯
ihriːɐ̯
Mannman
!
(
Während der letzten Strophe treten Heiling, Anna, und Gertrude auf. Sie stehen auf einer Seite bei den Frauen, die die Goldkette bewundern, welche Anna von Heiling bekommen hat. Heiling selbst steht zunächst unbemerkt in der Menge der Dorfbewohner, die ihn jedoch bald bemerken und ihn begrüßen. Stephan bietet ihm einen Krug Wein an, aber Heiling, der Anna mit Konrad lachen und scherzen sieht, wirft voller Eifersucht den Krug zu Boden. Anna möchte mit Konrad tanzen, doch Heiling läßt dies nicht zu.
ANNA
Wieviː
hüpfthʏp͡ft
mirmiːɐ̯
vorfoːɐ̯
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
Dasdas
Herzhɛʁt͡s
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Brustbʁʊst
,
Dasdas
Tanzenˈtant͡sn̩
,
dasdas
Tanzenˈtant͡sn̩
Istɪst
meineˈmaɪ̯nə
Lustluːst
!
Zut͡suː
schwebenˈʃveːbn̩
undʊnt
drehendʁeːən
Imiˈʔɛm
wogendenˈvoːɡn̩dən
Kranzkʁant͡s
:
O
laßt
Euchɔɪ̯ç
erbittenɛɐ̯ˈbɪtn̩
,
Gewähretɡəˈvɛːʁət
mirmiːɐ̯
dendeːn
Tanztant͡s
!
HEILING
Neinnaɪ̯n
!
Ichɪç
kannkan
sieziː
nichtnɪçt
gewährenɡəˈvɛːʁən
Diedaɪ
verführendfɛɐ̯ˈfyːʁənt
wildeˈvɪldə
Lustluːst
!
Wolltvɔlt
,
o
wolltvɔlt
diedaɪ
Bitteˈbɪtə
ihriːɐ̯
gewährenɡəˈvɛːʁən
,
Gönnetˈɡœnət
ihriːɐ̯
diedaɪ
kleineˈklaɪ̯nə
Lustluːst
.
Neinnaɪ̯n
!
ANNA
Sollzɔl
ichɪç
ganzɡant͡s
derdeːɐ̯
Freud'
entbehrenɛntˈbeːʁən
,
Wolltvɔlt
ihriːɐ̯
jedeˈjeːdə
Lustluːst
mirmiːɐ̯
wehrenˈveːʁən
?
HEILING
Meineˈmaɪ̯nə
Wünscheˈvʏnʃə
sollstzɔlst
duduː
ehrenˈeːʁən
Nichtnɪçt
wasvas
mirmiːɐ̯
verhaßtfɛɐ̯ˈhast
begehrenbəˈɡeːʁən
!
KONRAD
(
für sich
KONRAD
Kaumkaʊ̯m
kannkan
ichɪç
demdeːm
Zorneˈt͡sɔʁnə
wehrenˈveːʁən
...
GERTRUDE
(
für sich
GERTRUDE
Könnt'
ichɪç
dochdɔx
demdeːm
Zwisteˈt͡svɪstə
wehrenˈveːʁən
!
Zeigt ihr Euch schon als Tyrann,
ANNA
Undʊnt
seidzaɪ̯t
dochdɔx
nochnɔx
nichtnɪçt
meinmaɪ̯n
Mannman
,
Seizaɪ̯
eseːs
freifʁaɪ̯
denndɛn
Euchɔɪ̯ç
gesagtɡəˈzaːkt
,
Nimmerˈnɪmɐ
werd'
ichɪç
Eureˈɔɪ̯ʁə
Magdmaːkt
!
HEILING
(
mit einer Bewegung nach Anna
HEILING
Annaaˈnaː
!
Annaaˈnaː
!
GERTRUDE
Kindkɪnt
,
ichɪç
bitteˈbɪtə
!
KONRAD
(
diese Bewegung missverstehend
KONRAD
Halthalt
!
Verietzet
nichtnɪçt
diedaɪ
Sitteˈzɪtə
!
HEILING
(
wütend
HEILING
Wagtvaːkt
ihriːɐ̯
?
GERTRUDE
Annaaˈnaː
,
ichɪç
bitteˈbɪtə
!
ANNA
(
begütigend
ANNA
Nichtnɪçt
dochdɔx
,
lieberˈliːbɐ
Freundfʁɔɪ̯nt
,
Eseːs
warvaːɐ̯
jajaː
nichtnɪçt
sozoː
bös'
gemeintɡəˈmaɪ̯nt
!
Ihriːɐ̯
wißt
ichɪç
kannkan
dasdas
Befehlenbəˈfeːlən
nichtnɪçt
leidenˈlaɪ̯dn̩
,
Eseːs
bringtbʁɪŋt
michmɪç
zurt͡suːɐ̯
Wutvuːt
!
Seidzaɪ̯t
freundlichˈfʁɔɪ̯ntlɪç
,
seidzaɪ̯t
sanftzanft
undʊnt
bescheidenbəˈʃaɪ̯dn̩
,
Danndan
,
jajaː
danndan
binbɪn
ichɪç
Euchɔɪ̯ç
gutɡuːt
.
HEILING
Sozoː
willstvɪlst
duduː
?
ANNA
(
die Hand ihm auf den Mind haltend
ANNA
Neinnaɪ̯n
,
lasstlast
eseːs
vergeßen
seinzaɪ̯n
.
Nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
,
ihriːɐ̯
kommtkɔmt
mitmɪt
hineinhɪˈnaɪ̯n
?
(
rasch mit Gertrude und Konrad ab.
HEILING
(
ihr nachrufend
HEILING
Annaaˈnaː
!
Annaaˈnaː
!
Sieziː
hörthøːɐ̯t
michmɪç
nichtnɪçt
?
Sieziː
gehtɡeːt
?
Sieziː
gehtɡeːt
?
Sieziː
hathat
michmɪç
nieniː
geliebtɡəˈliːpt
!
(
Er steht starr in sich versunken. Die Musik aus der Schenke wird lauter gehört.
HEILING
Haha
jubeltˈjuːbl̩t
!
jubeltˈjuːbl̩t
,
rastʁast
iniˈʔɛn
tollerˈtɔlɐ
Lustluːst
.
Ihriːɐ̯
wecktvɛkt
dendeːn
finsternˈfɪnstɐn
Geistɡaɪ̯st
iniˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Brustbʁʊst
!
Mirmiːɐ̯
diesenˈdiːzn̩
Trotztʁɔt͡s
,
mirmiːɐ̯
diesenˈdiːzn̩
Hohnhoːn
,
Diesdaɪs
meinerˈmaɪ̯nɐ
grenzenlosenˈɡʁɛnt͡sn̩loːzn̩
Liebeˈliːbə
Lohnloːn
!
Achax
!
achax
,
sieziː
hathat
michmɪç
nieniː
geliebtɡəˈliːpt
!
(
Er stürzt wütend ab.
Ende des Erster Akt.
Zweiter Akt
HEILING
Ersteˈeːɐ̯stə
Szeneˈst͡seːnə
.
(
Wilde Wald und Felsengegend; das Abendrot leuchtet durch die Bäume
ANNA
Weheˈveːə
mirmiːɐ̯
!
Wohinvoˈhɪn
,
wohinvoˈhɪn
istɪst
eseːs
mitmɪt
mirmiːɐ̯
gekommenɡəˈkɔmən
?
Wieviː
schlägtʃlɛːkt
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
sozoː
ängstich
undʊnt
beklommenbəˈklɔmən
,
Meinmaɪ̯n
froherˈfʁoːɐ
Mutmuːt
beginntbəˈɡɪnt
zut͡suː
wankenˈvaŋkn̩
Undʊnt
miteinanderˈmɪtʔaɪ̯ˌnandɐ
streitenˈʃtʁaɪ̯tn̩
dirdiːɐ̯
Gedankenɡəˈdaŋkn̩
.
Einstaɪ̯nst
wasvas
sozoː
tieger
Friedeˈfʁiːdə
mirmiːɐ̯
imiˈʔɛm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
,
Ichɪç
kannteˈkantə
keineˈkaɪ̯nə
Sehnsuchtˈzeːnˌzʊxt
,
keineˈkaɪ̯nə
Schmerzenˈʃmɛʁt͡sn̩
,
Warvaːɐ̯
sozoː
harmlosˈhaʁmloːs
,
warvaːɐ̯
sozoː
frölich
.
Seitzaɪ̯t
ichɪç
geliebtɡəˈliːpt
binbɪn
,
Istɪst
meinmaɪ̯n
Friedeˈfʁiːdə
hinhɪn
,
Undʊnt
nunnuːn
ichɪç
liebeˈliːbə
,
Binbɪn
ichɪç
unglückseligˈʊnɡlʏkˌzeːlɪk
.
(
Sie verliert such sinnend in Gedanken
ANNA
Wohinvoˈhɪn
,
wohinvoˈhɪn
sollzɔl
ichɪç
michmɪç
wendenˈvɛndn̩
wieviː
sollzɔl
eseːs
endenˈɛndn̩
?
Werveːɐ̯
wirdvɪʁt
meinmaɪ̯n
Retterˈʁɛtɐ
seinzaɪ̯n
Vonfɔn
dieserˈdiːzɐ
Peinpaɪ̯n
?
Demdeːm
Bräutigamˈbʁɔɪ̯tɪɡam
hab'
ichɪç
meinmaɪ̯n
Wortvɔʁt
gegebenɡəˈɡeːbm̩
,
Eseːs
hängthɛŋt
seinzaɪ̯n
ganzesˈɡant͡səs
Lebenˈleːbm̩
Anaːˈʔɛn
meinemˈmaɪ̯nəm
Treuversprechen
!
Kannkan
ichɪç
dasdas
jejeː
brechenˈbʁɛçn̩
?
Undʊnt
dennochˈdɛnɔx
hab'
ichɪç
jetztjɛt͡st
eseːs
ersteːɐ̯st
verstandenfɛɐ̯ˈʃtandn̩
Wasvas
sozoː
mitmɪt
mächt'gen
Bandenˈbandn̩
Diedaɪ
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
aneinanderanʔaɪ̯ˈnandɐ
ziehtt͡siːt
,
Daßdas
Seel'
anaːˈʔɛn
Seel'
erglühtɛɐ̯ˈɡlyːt
.
Anaːˈʔɛn
Konradsˈkɔnʁaːt͡s
Liebeˈliːbə
denk'
ichɪç
mitmɪt
Entzückenɛntˈt͡sʏkn̩
,
Dadaː
schrecktʃʁɛkt
michmɪç
Heilings
Bildbɪlt
mitmɪt
Vorwurfsblicken
,
Undʊnt
dochdɔx
binbɪn
ichɪç
iniˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Brustbʁʊst
Mirmiːɐ̯
keinerˈkaɪ̯nɐ
Schuldʃʊlt
bewußtbəˈvʊst
.
Wohinvoˈhɪn
,
wohinvoˈhɪn
sollzɔl
ichɪç
michmɪç
wendenˈvɛndn̩
,
Wieviː
sollzɔl
eseːs
endenˈɛndn̩
...
usw.
Chor der Geister
ANNA
(
unterirdisch
ANNA
Ausaʊ̯s
derdeːɐ̯
Klüfteˈklʏftə
Schlundʃlʊnt
,
Durchdʊʁç
derdeːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
Grundɡʁʊnt
Drängtdʁɛŋt
hinaufhɪˈnaʊ̯f
,
emporɛmˈpoːɐ̯
Anaːˈʔɛn
dasdas
Lichtlɪçt
hervorhɛɐ̯ˈfoːɐ̯
.
(
Die Geister steigen aus der Erde empor
KÖNIGIN
Hör'
aufaʊ̯f
meinmaɪ̯n
Wortvɔʁt
,
Betörtesbəˈtøːɐ̯təs
Menschenkindˈmɛnʃn̩ˌkɪnt
,
Ichɪç
binbɪn
gekommenɡəˈkɔmən
dichdɪç
zut͡suː
warnenˈvaʁnən
,
Dasdas
Unglüuck
drohtdʁoːt
dichdɪç
zut͡suː
umgarnenʊmˈɡaʁnən
,
Undʊnt
insɪns
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
stürzestˈʃtʏʁt͡səst
duduː
dichdɪç
blindblɪnt
.
ANNA
(
sehr bewegt
ANNA
O
hoheˈhoːə
Fraufʁaʊ̯
,
wasvas
hab'
ichɪç
denndɛn
begangenbəˈɡaŋən
?
Wasvas
könntkœnt
ihriːɐ̯
dochdɔx
vonfɔn
mirmiːɐ̯
verlangenfɛɐ̯ˈlaŋən
?
GEISTERCHOR
Menschenkindˈmɛnʃn̩ˌkɪnt
gibɡiːp
dichdɪç
gefangenɡəˈfaŋən
Gleichɡlaɪ̯ç
erfüllteɛɐ̯ˈfʏltə
ihriːɐ̯
Verlangenfɛɐ̯ˈlaŋən
!
KÖNIGIN
Meinenˈmaɪ̯nn̩
Sohnzoːn
gibɡiːp
mirmiːɐ̯
zurückt͡suˈʁʏk
!
Laß
ihniːn
freifʁaɪ̯
Ausaʊ̯s
demdeːm
Netznɛt͡s
derdeːɐ̯
Liebeszauberei
.
Denndɛn
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
blühetˈblyːət
ihmiːm
keinkaɪ̯n
Gluckɡlʊk
!
GEISTERCHOR
Weheˈveːə
dirdiːɐ̯
,
gehorchstɡəˈhɔʁçst
duduː
nichtnɪçt
!
ANNA
Weheˈveːə
mirmiːɐ̯
!
Ichɪç
versteh'
euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
!
KÖNIGIN
Wiße
denndɛn
,
deindaɪ̯n
Bräutigamˈbʁɔɪ̯tɪɡam
Istɪst
Geisterfürst
derdeːɐ̯
Bergeˈbɛʁɡə
!
Ereːɐ̯
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
demdeːm
Stammʃtam
Derdeːɐ̯
Gnomenˈɡnoːmən
undʊnt
derdeːɐ̯
Zwergeˈt͡svɛʁɡə
!
ANNA
Allmächt'ger
Gottɡɔt
!
(
Sie sinkt vermichtet nieder.
KÖNIGIN
Öffneˈœfnə
deindaɪ̯n
Ohroːɐ̯
Fürfyːɐ̯
diedaɪ
warnendeˈvaʁnəndə
Stimmeˈʃtɪmə
,
Gibɡiːp
ihniːn
mirmiːɐ̯
wiederˈviːdɐ
,
Dendeːn
einzigenˈaɪ̯nt͡sɪɡŋ̩
Sohnzoːn
,
Gibɡiːp
ihniːn
zurückt͡suˈʁʏk
Demdeːm
verlaßenen
Throntʁoːn
!
Sonstzɔnst
bistbɪst
duduː
verfallenfɛɐ̯ˈfalən
Demdeːm
rächendenˈʁɛçn̩dən
Grimmeˈɡʁɪmə
Derdeːɐ̯
mächtigenˈmɛçtɪɡn̩
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
,
Sieziː
fordernˈfɔʁdɐn
dendeːn
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Sieziː
sinnenˈzɪnən
unuːˈʔɛn
spinnenˈʃpɪnən
Grau'n
undʊnt
Entsetzenɛntˈzɛt͡sn̩
.
Sieziː
schreckenˈʃʁɛkn̩
undʊnt
hetzenˈhɛt͡sn̩
Bie
Tagtaːk
undʊnt
beibaɪ̯
Nachtnaxt
,
Sieziː
schreckenˈʃʁɛkn̩
undʊnt
hetzenˈhɛt͡sn̩
dichdɪç
Mitmɪt
endloserˈɛntˌloːzɐ
Peinpaɪ̯n
!
GEISTERCHOR
Weheˈveːə
dirdiːɐ̯
!
Weheˈveːə
dirdiːɐ̯
!
Wirstvɪʁst
duduː
nichtnɪçt
Gehorsamɡeˈhoːɐ̯zaːm
seinzaɪ̯n
!
(
Sie versinken langsam
KONRAD
(
hinter der Szene
KONRAD
Wohlvoːl
durchdʊʁç
dendeːn
grünenˈɡʁyːnən
Waldvalt
meinmaɪ̯n
Jägerhorn
erschalltɛɐ̯ˈʃalt
!
Werveːɐ̯
weiltvaɪ̯lt
sozoː
spätʃpɛːt
undʊnt
einsamˈaɪ̯nzaːm
nochnɔx
iniˈʔɛn
Waldeˈvaldə
?
Istɪst
eseːs
einaɪ̯n
Menschmɛnʃ
,
einaɪ̯n
Spukʃpuːk
derdeːɐ̯
bösenˈbøːzn̩
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
?
Nurnuːɐ̯
frischfʁɪʃ
heranhɛˈʁan
,
eseːs
sollzɔl
sichzɪç
baldbalt
mirmiːɐ̯
zeigenˈt͡saɪ̯ɡn̩
.
(
Er tritt hinzu und erkennt Anna
KONRAD
Wasvas
seh'
ichɪç
,
Annaaˈnaː
!
Umʊm
Sanktzaŋkt
Hubertus
willenˈvɪlən
,
wasvas
tuttuːt
Ihriːɐ̯
hierhiːɐ̯
?
ANNA
(
ensetzt
ANNA
Laßt
abaːbeː
!
Laßt
abaːbeː
vonfɔn
mirmiːɐ̯
!
KONRAD
(
sanft zuredend
KONRAD
Kenntkɛnt
Ihriːɐ̯
michmɪç
nichtnɪçt
?
Annaaˈnaː
,
sehtzeːt
michmɪç
dochdɔx
anaːˈʔɛn
.
ANNA
Achax
Konradˈkɔnʁaːt
!
Konradˈkɔnʁaːt
!
Euchɔɪ̯ç
hathat
Gottɡɔt
gesandtɡəˈzant
!
KONRAD
O
faßfas
Euchɔɪ̯ç
,
sagtzaːkt
wasvas
istɪst
Euchɔɪ̯ç
hierhiːɐ̯
begegnetbəˈɡeːɡnət
?
Wovoː
istɪst
Euerˈɔɪ̯ɐ
Bräutigamˈbʁɔɪ̯tɪɡam
,
daßdas
ereːɐ̯
Euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
beschütztbəˈʃʏt͡st
?
ANNA
O
schweigtʃvaɪ̯kt
vonfɔn
ihmiːm
.
Ensetzen
packtpakt
michmɪç
anaːˈʔɛn
!
KONRAD
Ihriːɐ̯
liebtliːpt
ihniːn
nichtnɪçt
?
ANNA
Nieniː
hab'
ichɪç
ihniːn
geliebtɡəˈliːpt
!
KONRAD
Undʊnt
wolltvɔlt
seinzaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
dichdɪç
werdenˈveːɐ̯dn̩
?
ANNA
Nimmerˈnɪmɐ
mehrmeːɐ̯
.
Eh'
willvɪl
ichɪç
iniˈʔɛn
dendeːn
tiefstenˈtiːfstn̩
Stromʃtʁoːm
michmɪç
bettenˈbɛtn̩
.
KONRAD
Haha
,
diesesˈdiːzəs
Wortvɔʁt
gibtɡiːpt
erneuertesɛɐ̯ˈnɔɪ̯ɐtəs
Lebenˈleːbm̩
,
Schwelletˈʃvɛlət
mirmiːɐ̯
mächtigˈmɛçtɪk
dendeːn
Mutmuːt
.
Trauetˈtʁaʊ̯ət
aufaʊ̯f
michmɪç
,
Ihriːɐ̯
sollt'
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
bebenˈbeːbn̩
!
Schutzʃʊt͡s
willvɪl
ichɪç
gegenˈɡeːɡn̩
diedaɪ
Hölleˈhœlə
Euchɔɪ̯ç
gebenˈɡeːbm̩
,
Euchɔɪ̯ç
weih'
ichɪç
all'mein
Blutbluːt
.
ANNA
(
für sich
ANNA
Jajaː
ihmiːm
vertrauefɛɐ̯ˈtʁaʊ̯ə
ichɪç
freudigˈfʁɔɪ̯dɪk
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
,
Wieviː
stärktʃtɛʁkt
michmɪç
seinzaɪ̯n
männlicherˈmɛnlɪçɐ
Mutmuːt
!
KONRAD
Dochdɔx
rash
nunnuːn
fortfoːɐ̯
Vonfɔn
diesemˈdiːzm̩
Ortɔʁt
Aufaʊ̯f
immerdarɪmɐˈdaːɐ̯
!
ANNA
Dochdɔx
rash
nunnuːn
fortfoːɐ̯
Vonfɔn
diesemˈdiːzm̩
Ortɔʁt
Aufaʊ̯f
immerdarɪmɐˈdaːɐ̯
!
|
KONRAD
|
Laßt
,
o
laßt
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Wegveːk
michmɪç
beschützenbəˈʃʏt͡sn̩
,
|
Euchɔɪ̯ç
meinenˈmaɪ̯nn̩
Armaʁm
,
meinenˈmaɪ̯nn̩
Armaʁm
Euchɔɪ̯ç
unterstützenˈʊntɐˌʃtʏt͡sn̩
,
|
Danndan
seidzaɪ̯t
Ihriːɐ̯
sicherˈzɪçɐ
vorfoːɐ̯
jederˈjeːdɐ
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
!
|
ANNA
|
Ereːɐ̯
willvɪl
michmɪç
mutigˈmuːtɪk
beschützenbəˈʃʏt͡sn̩
,
|
Michmɪç
sollzɔl
seinzaɪ̯n
Armaʁm
unterstützenˈʊntɐˌʃtʏt͡sn̩
,
|
Jajaː
ichɪç
vertrau'
Euchɔɪ̯ç
iniˈʔɛn
jederˈjeːdɐ
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
!
2 Szene.
ANNA
(
Gemach in Gertrudes Hütte. Es is dunkel, eine brennende Lampe steht auf dem Tish. Feuer auf dem Herd. Der Wind heult. Gertrude sitzt mit dem Rocken in der Tiefe.
GERTRUDE
(
sprechend
GERTRUDE
Wovoː
nurnuːɐ̯
Ännchen
bleibtblaɪ̯pt
,
eseːs
istɪst
finstreˈfɪnstʁə
Nachtnaxt
Undʊnt
derdeːɐ̯
Windvɪnt
heulthɔɪ̯lt
kaltkalt
überˈyːbɐ
diedaɪ
Heideˈhaɪ̯də
.
Wüßt'
ichɪç
nichtnɪçt
,
daßdas
sieziː
diedaɪ
Wegeˈveːɡə
kenntkɛnt
,
Mirmiːɐ̯
wäreˈvɛːʁə
bangeˈbaŋə
umʊm
sieziː
.
(
Sie geht ans Fenster
GERTRUDE
Eseːs
istɪst
auchaʊ̯x
keinkaɪ̯n
Sternchenˈʃtɛʁnçən
amaːm
Himmelˈhɪml̩
.
Heihei
,
dasdas
stümt
jajaː
,
Alsals
wäreˈvɛːʁə
dasdas
wildeˈvɪldə
Heerheːɐ̯
losloːs
.
(
Sie macht das Fenster zu und fängt wieder an zu spinnen.
GERTRUDE
Wäreˈvɛːʁə
nurnuːɐ̯
Annaaˈnaː
ersteːɐ̯st
dadaː
!
Ichɪç
sagteˈzaːktə
eseːs
gleichɡlaɪ̯ç
,
Eseːs
wäreˈvɛːʁə
heuteˈhɔɪ̯tə
schonʃoːn
zut͡suː
spätʃpɛːt
Zurt͡suːɐ̯
Baseˈbaːzə
zut͡suː
geh'n
,
derdeːɐ̯
Wegveːk
istɪst
zut͡suː
weitvaɪ̯t
,
Eseːs
hätteˈhɛtə
jajaː
morgenˈmɔʁɡn̩
sin
könnenˈkœnən
.
(
Sie singt.
GERTRUDE
Desdɛs
Nachtsnaxt͡s
wohlvoːl
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Heideˈhaɪ̯də
Dadaː
brenntbʁɛnt
einaɪ̯n
Flämmchenˈflɛmçən
blaublaʊ̯
.
(
sprechend
GERTRUDE
Wennvɛn
sieziː
nurnuːɐ̯
ohneˈoːnə
Anfechtungˈanˌfɛçtʊŋ
Durchdʊʁç
dendeːn
Waldvalt
gekommenɡəˈkɔmən
istɪst
.
(
singend wieder
GERTRUDE
Einaɪ̯n
geizigerˈɡaɪ̯t͡sɪɡɐ
,
hartherzigerˈhaʁtˌhɛʁt͡sɪɡɐ
Mannman
,
Dendeːn
Schatzʃat͡s
zut͡suː
hebenˈheːbm̩
kommtkɔmt
ereːɐ̯
anaːˈʔɛn
.
(
sprechend
GERTRUDE
Wieviː
diedaɪ
Hundeˈhʊndə
iniˈʔɛn
dendeːn
Sturmʃtʊʁm
heulenˈhɔɪ̯lən
.
's
istɪst
schaurigˈʃaʊ̯ʁɪk
kaltkalt
.
(
Sie schüttelt sich. Singend
GERTRUDE
Undʊnt
wieviː
ereːɐ̯
gräbtɡʁɛːpt
,
dadaː
steigtʃtaɪ̯kt
emporɛmˈpoːɐ̯
,
einaɪ̯n
bleichesˈblaɪ̯çəs
Totengeripp
!
(
sprechend
GERTRUDE
Stillʃtɪl
,
rascheltˈʁaʃl̩t
eseːs
nichtnɪçt
anaːˈʔɛn
derdeːɐ̯
Türtyːɐ̯
?
(
Sie horcht
GERTRUDE
Neinnaɪ̯n
,
sieziː
istɪst
eseːs
nochnɔx
nichtnɪçt
.
(
Sie singt.
GERTRUDE
Aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Heideˈhaɪ̯də
,
Dadaː
brenntbʁɛnt
einaɪ̯n
Flämmchenˈflɛmçən
blaublaʊ̯
.
Duduː
hörsthøːɐ̯st
nichtnɪçt
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Armenˈaʁmən
Notnoːt
,
Drumdʁʊm
würgeˈvʏʁɡə
ichɪç
dichdɪç
jetztjɛt͡st
zut͡suː
Todtoːt
.
Desdɛs
Nachtsnaxt͡s
wohlvoːl
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Heideˈhaɪ̯də
,
Dadaː
brenntbʁɛnt
einaɪ̯n
Flämmchenˈflɛmçən
.
(
sprechend
GERTRUDE
Werveːɐ̯
kommtkɔmt
dadaː
?
(
Konrad trägt Anna herein.
GERTRUDE
All'ihr
Heiligenˈhaɪ̯lɪɡn̩
,
wasvas
istɪst
gescheh'n
?
KONRAD
Erschrecktɛɐ̯ˈʃʁɛkt
nichtnɪçt
,
Mutterˈmʊtɐ
Gertrudeɡɛʁˈtʁuːdə
.
Eseːs
istɪst
ihriːɐ̯
keinkaɪ̯n
Leidlaɪ̯t
gescheh'n
.
(
Gertrude ist mit Anna beschättigt. Konrad beschwört sie, die Hochzeit zu verhindern.
KONRAD
Ihriːɐ̯
hörthøːɐ̯t
eseːs
!
Schonʃoːn
seinzaɪ̯n
Nam'
istɪst
ihriːɐ̯
einaɪ̯n
Abscheuˈapˌʃɔɪ̯
,
Undʊnt
Ihriːɐ̯
wolltvɔlt
sieziː
zut͡suː
solchemˈzɔlçm̩
Bündis
zwingenˈt͡svɪŋən
?
O
sagtzaːkt
mirmiːɐ̯
,
Annaaˈnaː
,
wirdvɪʁt
iniˈʔɛn
Euremˈɔʏ̯ɐ
Busenˈbuːzn̩
Fürfyːɐ̯
keinenˈkaɪ̯nən
Andernˈandɐn
eineˈaɪ̯nə
Stimmeˈʃtɪmə
lautlaʊ̯t
Undʊnt
könntetˈkœntət
Ihriːɐ̯
einaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
vollfɔl
unbegrenzterˈʊnbəˌɡʁɛnt͡stɐ
Treu'
undʊnt
Zärtlichkeitˈt͡sɛːɐ̯tlɪçkaɪ̯t
verwerfenfɛɐ̯ˈvɛʁfm̩
?
ANNA
Konradˈkɔnʁaːt
,
achax
schonetˈʃoːnət
meinmaɪ̯n
,
Ichɪç
binbɪn
einaɪ̯n
armesˈaʁməs
unglücksel'ges
Mädchenˈmeːtçən
!
KONRAD
Gönneˈɡœnə
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
Wortvɔʁt
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
,
Einaɪ̯n
einzigˈaɪ̯nt͡sɪk
Wortvɔʁt
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
,
Undʊnt
ewigˈeːvɪk
,
ewigˈeːvɪk
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
.
Danndan
sollzɔl
dirdiːɐ̯
keinkaɪ̯n
Tagtaːk
mehrmeːɐ̯
trübeˈtʁyːbə
Keinerˈkaɪ̯nɐ
,
keinerˈkaɪ̯nɐ
leidvoll
seinzaɪ̯n
.
Sorgsamˈzɔʁkzaːm
willvɪl
ichɪç
alleˈalə
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
Dirdiːɐ̯
aufaʊ̯f
deinemˈdaɪ̯nəm
Pfadp͡faːt
vereinenfɛɐ̯ˈʔaɪ̯nən
,
Undʊnt
iniˈʔɛn
Leidenˈlaɪ̯dn̩
fürfyːɐ̯
dichdɪç
käpfen
,
Mitmɪt
dirdiːɐ̯
weidenˈvaɪ̯dn̩
!
Nurnuːɐ̯
diedaɪ
Lieb'
iniˈʔɛn
deinenˈdaɪ̯nən
Blickenˈblɪkn̩
Seizaɪ̯
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
,
meinmaɪ̯n
Entzückenɛntˈt͡sʏkn̩
,
Nurnuːɐ̯
diedaɪ
Freudfʁɔʏ̯t
;
iniˈʔɛn
deinenˈdaɪ̯nən
Blickenˈblɪkn̩
Seizaɪ̯
meinmaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
,
meinmaɪ̯n
Entzückenɛntˈt͡sʏkn̩
!
(
zu Gertrude
KONRAD
Lassetˈlasət
Gewährungɡəˈvɛːʁʊŋ
michmɪç
hoffenˈhɔfn̩
!
(
zu Anna
KONRAD
Willstvɪlst
duduː
diedaɪ
Meineˈmaɪ̯nə
seinzaɪ̯n
?
Annaaˈnaː
!
Willstvɪlst
duduː
diedaɪ
Meineˈmaɪ̯nə
seinzaɪ̯n
?
Lassetˈlasət
Gewährungɡəˈvɛːʁʊŋ
michmɪç
hoffenˈhɔfn̩
!
Willstvɪlst
duduː
diedaɪ
Meinmaɪ̯n
seinzaɪ̯n
?
Danndan
istɪst
derdeːɐ̯
Himmelˈhɪml̩
mirmiːɐ̯
offenˈɔfn̩
,
Wonneˈvɔnə
derdeːɐ̯
Seligenˈzeːˌlɪɡn̩
meinmaɪ̯n
!
Willstvɪlst
duduː
diedaɪ
Meineˈmaɪ̯nə
seinzaɪ̯n
?
|
GERTRUDE
|
Eiaɪ̯
,
Kunzkʊnt͡s
,
wovoː
denktdɛŋkt
Ihriːɐ̯
hinhɪn
!
|
Wasvas
kommtkɔmt
Euchɔɪ̯ç
iniˈʔɛn
dendeːn
Sinnzɪn
?
|
Wollt'
ichɪç
aufaʊ̯f
Eureˈɔɪ̯ʁə
Worteˈvɔʁtə
hörenˈhøːʁən
,
|
Wasvas
würdeˈvʏʁdə
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Heiling
sagenˈzaːɡn̩
?
|
KONRAD
|
O
wolltvɔlt
Eurerˈɔʏ̯ɐ
Kinderˈkɪndɐ
Glückɡlʏk
gewährenɡəˈvɛːʁən
,
|
Ihriːɐ̯
solltzɔlt
eseːs
nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
beklagenbəˈklaːɡn̩
!
|
Ihriːɐ̯
solltzɔlt
eseːs
nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
bereuenbəˈʁɔɪ̯ən
!
|
ANNA
(
schüchtern
ANNA
|
Darfdaʁf
ichɪç
wohlvoːl
freud'ge
Hoffnungˈhɔfnʊŋ
nährenˈnɛːʁən
?
|
Ichɪç
muß[mʊs]
anaːˈʔɛn
allemˈaləm
Glückɡlʏk
verzagenfɛɐ̯ˈt͡saːɡn̩
!
(
Heiling tritt unbemerkt herein und bleibt beobachtend im Hintergrund. Anna erblickt Heiling. Entsetzt.
ANNA
Dadaː
istɪst
ereːɐ̯
!
HEILING
Nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
hätt'ich
geglaubtɡəˈɡlaʊ̯pt
,
Daßdas
duduː
sozoː
michmɪç
kränkenˈkʁɛŋkn̩
könntestˈkœntəst
,
Mirmiːɐ̯
sozoː
ungehorsamˈʊnɡəˌhoːɐ̯zaːm
seinzaɪ̯n
.
Dochdɔx
willvɪl
eseːs
dirdiːɐ̯
verzeih'n
,
Baldbalt
bistbɪst
duduː
meinmaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
undʊnt
weheˈveːə
demdeːm
,
Derdeːɐ̯
zwischenˈt͡svɪʃn̩
unsʊns
sichzɪç
stelltʃtɛlt
!
Schönʃøːn
geschmücktɡəˈʃmʏkt
sindzɪnt
Haushaʊ̯s
undʊnt
Hofhoːf
Ihreˈiːʁə
Herrinˈhɛʁɪn
zut͡suː
empfangenɛmˈp͡faŋən
.
(
Heiling öffnet das Schmuckkästchen und läßt Juwelen und goldne Ketten hervornblitzen, die Gertrude von ferne anstaunt.
HEILING
Nimmnɪm
demnachˈdeːmnaːx
alsals
Leibgedingeˈlaɪ̯pɡəˌdɪŋə
Diesenˈdiːzn̩
Schmuckʃmʊk
,
dendeːn
ichɪç
dirdiːɐ̯
bringeˈbʁɪŋə
.
(
Heiling reicht Anna den Schmuck hin. Anna schauder zusammen und senkt den Blick, die Hände zusammen pressend. Konrad steht mit verschränkten Armen finstern Blicks beobachtend.
GERTRUDE
Heil'ge
Jungfrauˈjʊŋfʁaʊ̯
!
Welch'ein
Glanzɡlant͡s
,
Ereːɐ̯
verblendetfɛɐ̯ˈblɛndət
michmɪç
nochnɔx
ganzɡant͡s
.
HEILING
Wllst
duduː
meinmaɪ̯n
Geschenkɡəˈʃɛŋk
verschmäh'n
,
Deinenˈdaɪ̯nən
Brautschmuck
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
seh'n
?
(
Er naht sich Anna damit.
ANNA
(
entsetzt
ANNA
Fortfoːɐ̯
,
hinwegˈhɪnˌveːk
mitmɪt
demdeːm
Geschenkɡəˈʃɛŋk
!
Nichtsnɪçt͡s
,
o
nichtsnɪçt͡s
willvɪl
ichɪç
vonfɔn
Euchɔɪ̯ç
!
GERTRUDE
Eiaɪ̯
,
Kindkɪnt
,
bedenk'
!
KONRAD
(
für sich, mit unterdrücktem Zorn
KONRAD
Gelüstetɡəˈlʏstət
eseːs
demdeːm
Frechenˈfʁɛçn̩
Einaɪ̯n
hartesˈhaʁtəs
Wortvɔʁt
zut͡suː
sprechenˈʃpʁɛçn̩
.
HEILING
(
für sich
HEILING
Welchvɛlç
trotzigesˈtʁɔt͡sɪɡəs
Erfrechenɛɐ̯ˈfʁɛçn̩
,
Nurnuːɐ̯
ereːɐ̯
lehrtleːɐ̯t
sieziː
sozoː
sprechenˈʃpʁɛçn̩
,
Seinzaɪ̯n
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
sollzɔl
eseːs
rächenˈʁɛçn̩
!
GERTRUDE
(
zu Anna
GERTRUDE
Meinmaɪ̯n
Kindkɪnt
,
duduː
mußtmʊst
zurt͡suːɐ̯
Sühneˈzyːnə
sprechenˈʃpʁɛçn̩
,
sonstzɔnst
wirdvɪʁt
derdeːɐ̯
Friedeˈfʁiːdə
brechenˈbʁɛçn̩
!
KONRAD
(
für sich
KONRAD
Gelüstetɡəˈlʏstət
eseːs
demdeːm
Frechenˈfʁɛçn̩
Einaɪ̯n
hartesˈhaʁtəs
Wortvɔʁt
zut͡suː
sprechenˈʃpʁɛçn̩
,
Sollzɔl
dieserˈdiːzɐ
Armaʁm
eseːs
rächenˈʁɛçn̩
!
HEILING
(
zu Anna
HEILING
Nichtnɪçt
bedachtbəˈdaxt
hasthast
duduː
deindaɪ̯n
Wortvɔʁt
,
Fremderˈfʁɛmdɐ
Eiferˈaɪ̯fɐ
rissʁɪs
dichdɪç
fortfoːɐ̯
;
's
istɪst
deindaɪ̯n
Leibgedingeˈlaɪ̯pɡəˌdɪŋə
Wasvas
ichɪç
bringeˈbʁɪŋə
,
Ichɪç
,
derdeːɐ̯
Bräutigamˈbʁɔɪ̯tɪɡam
deinerˈdaɪ̯nɐ
Wahlvaːl
,
Baldbalt
deindaɪ̯n
Herrhɛʁ
undʊnt
deindaɪ̯n
Gemahlɡəˈmaːl
!
(
Er faßt ihre Hand. Anna reisst sich los und flieht.
ANNA
(
zu Konrad, auf Heiling deutend
ANNA
Wennvɛn
duduː
michmɪç
liebstliːpst
sozoː
schützeˈʃʏt͡sə
michmɪç
!
Ereːɐ̯
istɪst
einaɪ̯n
Erdgeist
!
HEILING
(
stürzt zusammen
HEILING
Haha
!
KONRAD
Wasvas
höreˈhøːʁə
ichɪç
!
ANNA
Glaubtɡlaʊ̯pt
mirmiːɐ̯
dochdɔx
,
dasdas
warvaːɐ̯
eseːs
jajaː
,
Wasvas
ichɪç
vorhinfoːɐ̯ˈhɪn
imiˈʔɛm
Waldeˈvaldə
sahzaː
,
Ereːɐ̯
stammtʃtamt
ausaʊ̯s
demdeːm
Reichʁaɪ̯ç
derdeːɐ̯
Zwergeˈt͡svɛʁɡə
,
's
istɪst
einaɪ̯n
Geisterfürst
derdeːɐ̯
Bergeˈbɛʁɡə
!
KONRAD
(
zu Heiling
KONRAD
Beimbaɪ̯m
heil'gen
Hubertˈhuːbɛʁt
beschwör'
ichɪç
dichdɪç
,
Hebeˈheːbə
dichdɪç
hinwegˈhɪnˌveːk
vonfɔn
hierhiːɐ̯
,
Sonstzɔnst
,
beibaɪ̯
Gottɡɔt
,
versuchefɛɐ̯ˈzuːxə
ichɪç
Dendeːn
blankenˈblaŋkn̩
Stahlʃtaːl
anaːˈʔɛn
dirdiːɐ̯
!
HEILING
Allesˈaləs
dahindaˈhɪn
!
|
KONRAD
(
zu Anna
KONRAD
|
Freifʁaɪ̯
bistbɪst
duduː
,
freifʁaɪ̯
,
|
Trotztʁɔt͡s
seinemˈzaɪ̯nəm
tück'schen
Droh'n
!
|
Freifʁaɪ̯
,
bistbɪst
duduː
,
freifʁaɪ̯
,
|
Ichɪç
lach'
desdɛs
Koboldsˈkoːbɔlt͡s
Wutvuːt
!
|
ANNA
|
Gottɡɔt
steh'
unsʊns
beibaɪ̯
!
|
Stille
dasdas
feindlicheˈfaɪ̯ntlɪçə
Droh'n
!
|
Derdeːɐ̯
Racheˈʁaxə
flammendeˈflaməndə
Wutvuːt
!
|
HEILING
|
Heihaɪ̯
heihaɪ̯
!
Wieviː
sieziː
droh'n
|
Welchvɛlç
lustigerˈlʊstɪɡɐ
Hohnhoːn
!
(
Er sticht plötzlich nach Konrad und stürzt lachend ab.
HEILING
Heihaɪ̯
heihaɪ̯
!
heihaɪ̯
heihaɪ̯
!
ANNA
(
stürzt sich auf Konrad
ANNA
Konradˈkɔnʁaːt
,
Geliebterɡəˈliːptɐ
!
Vorhangˈfoːɐ̯ˌhaŋ
Dritter Akt
ANNA
Ersteˈeːɐ̯stə
Szeneˈst͡seːnə
.
(
Ödes, rings geschlossenes Felsenthal. Es is Nacht. Heiling steigt mühsam und verstört über die Felsen.
HEILING
(
sprechend
HEILING
Ichɪç
binbɪn
amaːm
Zielt͡siːl
.
Hierhiːɐ̯
ruhtʁuːt
ihriːɐ̯
müdenˈmyːdn̩
Gleider
,
Zut͡suː
Endeˈɛndə
istɪst
nunnuːn
eireˈaɪ̯ʁə
Erdenfahrt
.
O
rasendeˈʁaːzn̩də
Verblendungfɛɐ̯ˈblɛndʊŋ
,
diedaɪ
michmɪç
triebtʁiːp
dasdas
Glüuck
derdeːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
Neidenswerrt
zut͡suː
findenˈfɪndn̩
.
Derdeːɐ̯
Menschmɛnʃ
alleinaˈlaɪ̯n
kannkan
Erdenglück
genießenɡəˈniːsn̩
,
Weilvaɪ̯l
demdeːm
beschränktenbəˈʃʁɛŋktn̩
Stumpfsinn
eseːs
genügtɡəˈnyːkt
.
Desdɛs
höhern
Geistesˈɡaɪ̯stəs
mächtigesˈmɛçtɪɡəs
Verlangenfɛɐ̯ˈlaŋən
Kannkan
nurnuːɐ̯
getäuschtɡəˈtɔɪ̯ʃt
anaːˈʔɛn
seinemˈzaɪ̯nəm
Schimmerˈʃɪmɐ
hangenhaŋən
.
Undʊnt
wasvas
istɪst
dieseˈdiːzə
mächt'ge
Weibesliebe
,
Derdeːɐ̯
Lebenspuls
vonfɔn
allemˈaləm
Menschentreiben
?
Hahahaˈha
!
Hahahaˈha
!
O
Unsinnˈʊnzɪn
daraufdaˈʁaʊ̯f
zut͡suː
bauenˈbaʊ̯ən
!
Einaɪ̯n
einz'ger
Blickblɪk
,
einaɪ̯n
buhlerisches
Wortvɔʁt
,
Einaɪ̯n
einz'ger
Tanztant͡s
,
unuːˈʔɛn
Lieb'
undʊnt
Treu'
Sindzɪnt
fortfoːɐ̯
unuːˈʔɛn
diedaɪ
wirviːɐ̯
Allesˈaləs
hingeopfert
.
Stillʃtɪl
!
Derdeːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
Täuschungˈtɔɪ̯ʃʊŋ
liegtliːkt
weitvaɪ̯t
Hinterˈhɪntɐ
mirmiːɐ̯
,
Ichɪç
habeˈhaːbə
michmɪç
gerächt-
Ihriːɐ̯
Buhl'
istɪst
tottoːt
!
Magmaːk
sieziː
verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
nunnuːn
iniˈʔɛn
Gramɡʁaːm
undʊnt
Notnoːt
.
(
Er singt
HEILING
O
Mutterˈmʊtɐ
,
hätt'ich
dirdiːɐ̯
gegkaubt
,
Unsʊns
beidenˈbaɪ̯dn̩
espart'ich
danndan
dasdas
herbeˈhɛʁbə
Leidenˈlaɪ̯dn̩
.
Dochdɔx
kehr'
ichɪç
wiederˈviːdɐ
Mutterˈmʊtɐ
,
undʊnt
aufaʊ̯f
immerˈɪmɐ
!
Weilvaɪ̯l
vonfɔn
mirmiːɐ̯
stoss'ich
diedaɪ
unwüd'ge
Schwächteˈʃvɛçtə
,
Weitvaɪ̯t
vonfɔn
mirmiːɐ̯
jedesˈjeːdəs
menschlicheˈmɛnʃlɪçə
Gefühlɡəˈfyːl
!
Zumt͡sʊm
Geisterkönig
wurdeˈvʊʁdə
ichɪç
geborenɡəˈboːʁən
Undʊnt
meinerˈmaɪ̯nɐ
Abkunftˈapkʊnft
Stoltz
istɪst
nichtnɪçt
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
!
Heraufhɛˈʁaʊ̯f
ihriːɐ̯
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
ausaʊ̯s
Höhl'
undʊnt
Kluftklʊft
,
Heraufhɛˈʁaʊ̯f
,
derdeːɐ̯
Meisterˈmaɪ̯stɐ
,
derdeːɐ̯
Königˈkøːnɪk
ruftʁuːft
!
(
Die Erdgeister steigen aus dem Boden.
Chor der Geister
HEILING
Werveːɐ̯
riefʁiːf
unsʊns
?
Werveːɐ̯
beschwörtbəˈʃvøːɐ̯t
derdeːɐ̯
Tiefeˈtiːfə
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
,
Werveːɐ̯
istɪst
sozoː
kühnkyːn
undʊnt
nenntnɛnt
sichzɪç
ihrenˈiːʁən
Meisterˈmaɪ̯stɐ
?
Ichɪç
bin's
!
Erkennetɛɐ̯ˈkɛnət
michmɪç
,
meineˈmaɪ̯nə
Brüderˈbʁyːdɐ
!
Derdeːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
müdeˈmyːdə
,
kehr'
ichɪç
wiederˈviːdɐ
,
Ichɪç
hab'auf
ewigˈeːvɪk
ihriːɐ̯
entsagtɛntˈzaːkt
.
Chor der Geister
HEILING
(
höhnisch
HEILING
Hasthast
duduː
nunnuːn
anaːˈʔɛn
unsʊns
gedachtɡəˈdaxt
,
Dadaː
deindaɪ̯n
Mädchenˈmeːtçən
dichdɪç
verlachtfɛɐ̯ˈlaxt
?
Dasdas
Lachenˈlaxn̩
hathat
sichzɪç
schnellʃnɛl
gewandtɡəˈvant
;
Ihriːɐ̯
Buhleˈbuːlə
fielfiːl
vonfɔn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Handhant
!
Chor der Geister
HEILING
Haha
,
haha
,
haha
!
Sehtzeːt
dochdɔx
anaːˈʔɛn
!
Wieviː
Meisterˈmaɪ̯stɐ
Heiling
prahlenˈpʁaːlən
kannkan
!
Derdeːɐ̯
Jägerˈjɛːɡɐ
istɪst
frischfʁɪʃ
,
Gesundɡəˈzʊnt
wieviː
einaɪ̯n
Fischfɪʃ
!
Ereːɐ̯
lebtleːpt
,
sagtzaːkt
Ihriːɐ̯
?
Chor der Geister
HEILING
Duduː
trafsttʁaːfst
ihniːn
schlechtʃlɛçt
,
Ereːɐ̯
lebtleːpt
undʊnt
sitzetˈzɪt͡sət
Warmvaʁm
iniˈʔɛn
seinesˈzaɪ̯nəs
Liebschens
Armaʁm
!
Sozoː
wär'
ichɪç
nichtnɪçt
gerächtɡəˈʁɛçt
,
nichtnɪçt
?
Chor der Geister
HEILING
Deindaɪ̯n
Schätzchenˈʃɛt͡sçən
istɪst
desdɛs
Jägersˈjɛːɡɐs
Brautbʁaʊ̯t
,
Undʊnt
morgenˈmɔʁɡn̩
wird's
ihmiːm
angetraut
!
Sozoː
rächetˈʁɛçət
ihriːɐ̯
denndɛn
euresˈɔɪ̯ʁəs
Königsˈkøːnɪks
Schmachʃmaːx
,
Zurt͡suːɐ̯
Hochzeitˈhoːxˌt͡saɪ̯t
gehenˈɡeːən
wirviːɐ̯
,
mirmiːɐ̯
nachnaːx
!
Chor der Geister
HEILING
Hasthast
dichdɪç
jajaː
vonfɔn
unsʊns
losgesagtˈloːsɡəˌzaːkt
,
Geh'hin
,
undʊnt
prüfeˈpʁyːfə
deineˈdaɪ̯nə
Machtmaxt
!
Sprechtʃpʁɛçt
ihriːɐ̯
euremˈɔʏ̯ɐ
Königˈkøːnɪk
Hohnhoːn
?
Niederˈniːdɐ
mirmiːɐ̯
zut͡suː
Füßenˈfyːsn̩
,
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Trotztʁɔt͡s
zut͡suː
büßenˈbyːsn̩
!
Chor der Geister
HEILING
Wovoː
istɪst
deineˈdaɪ̯nə
Kroneˈkʁoːnə
,
Wovoː
deineˈdaɪ̯nə
Herrscherstab
?
Sag'
wovoː
istɪst
deindaɪ̯n
Buchbuːx
,
Dessenˈdɛsn̩
Zauberspruchˈt͡saʊ̯bɐˌʃpʁʊx
Unsʊns
iniˈʔɛn
Fesselnˈfɛsl̩n
schlugʃluːk
?
(
Seiner Hilflosigkeit inne werdend
HEILING
Meinmaɪ̯n
Buchbuːx
,
Meinmaɪ̯n
Horthɔʁt
,
Meineˈmaɪ̯nə
Kroneˈkʁoːnə
fortfoːɐ̯
!
Chor der Geister
HEILING
Hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
!
Willstvɪlst
dichdɪç
überheben[ʔybɐˈheːbn̩]
Aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
lebenˈleːbm̩
,
Nurnuːɐ̯
gemachɡəˈmaːx
,
Diedaɪ
Reu'
folgtfɔlkt
nachnaːx
!
(
verzweifelnd
HEILING
Haha
!
Dasdas
Geisterreichˈɡaɪ̯stɐˌʁaɪ̯ç
stößtʃtøːst
michmɪç
zurückt͡suˈʁʏk
,
Undʊnt
hinhɪn
istɪst
all'mein
Erdenglück
!
Allesˈaləs
,
allesˈaləs
istɪst
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
.
O
desdɛs
Torenˈtoːʁən
.
(
Er stürzt nieder, Die Geister umgeben ihn, die Hände über ihn streckend.
Chor der Geister
HEILING
Jetztjɛt͡st
istɪst
ereːɐ̯
unserˈʊnzɐ
aufaʊ̯f
immerdarɪmɐˈdaːɐ̯
!
Jetztjɛt͡st
eiligˈaɪ̯lɪk
hinhɪn
,
zurt͡suːɐ̯
Königinˈkøːnɪɡɪn
!
(
Die Zwerge huschen fort und kehren mit dem Zepter zurück. Zu Heiling
HEILING
Hör'
unsʊns
anaːˈʔɛn
,
verzweiflefɛɐ̯ˈt͡svaɪ̯flə
nichtnɪçt
!
Oboːˈbeː
auchaʊ̯x
derdeːɐ̯
Menschenˈmɛnʃn̩
Treueˈtʁɔɪ̯ə
brichtbʁɪçt
,
Diedaɪ
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
haltenˈhaltn̩
strengʃtʁɛŋ
amaːm
Pflichtp͡flɪçt
!
Willsvɪls
duduː
wiederˈviːdɐ
unsʊns
gehörenɡəˈhøːʁən
,
Dichdɪç
unsʊns
ganzɡant͡s
zut͡suː
eigenˈaɪ̯ɡn̩
schwörenˈʃvøːʁən
Sollzɔl
dieserˈdiːzɐ
Zepterˈt͡sɛptɐ
wiederˈviːdɐ
deindaɪ̯n
,
Undʊnt
unsreˈʊn.zʁə
Machtmaxt
dirdiːɐ̯
dienstbarˈdiːnstbaːɐ̯
seinzaɪ̯n
!
Allesˈaləs
,
allesˈaləs
willvɪl
ichɪç
euchɔɪ̯ç
versprechenfɛɐ̯ˈʃpʁɛçn̩
,
Laßt
michmɪç
meineˈmaɪ̯nə
Schmachʃmaːx
nurnuːɐ̯
rächenˈʁɛçn̩
,
Racheˈʁaxə
,
Racheˈʁaxə
,
nurnuːɐ̯
willvɪl
ichɪç
!
Chor der Geister
HEILING
(
Ihm den Zepter reichend
HEILING
Sozoː
nimmnɪm
ihniːn
hinhɪn
!
Wirviːɐ̯
rächenˈʁɛçn̩
dichdɪç
!
Habthaːpt
Dankdaŋk
,
habthaːpt
Dankdaŋk
,
ihriːɐ̯
Brüderˈbʁyːdɐ
!
Jetztjɛt͡st
,
jetztjɛt͡st
binbɪn
ichɪç
Königˈkøːnɪk
wiederˈviːdɐ
!
Eseːs
nahetˈnaːət
diedaɪ
Racheˈʁaxə
.
Weheˈveːə
euchɔɪ̯ç
beidenˈbaɪ̯dn̩
,
Ihriːɐ̯
triumphierettʁiʊmˈfiːʁət
nichtnɪçt
!
Wennvɛn
ihriːɐ̯
beimbaɪ̯m
Festeˈfɛstə
imiˈʔɛm
Taumelˈtaʊ̯ml̩
derdeːɐ̯
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
Danndan
halteˈhaltə
ichɪç
Gerichtɡəˈʁɪçt
.
Chor der Geister
HEILING
Eseːs
nahetˈnaːət
diedaɪ
Racheˈʁaxə
,
Weheˈveːə
euchɔɪ̯ç
beidenˈbaɪ̯dn̩
,
Ihriːɐ̯
triumphierettʁiʊmˈfiːʁət
nichtnɪçt
!
Wennvɛn
ihriːɐ̯
beimbaɪ̯m
Festeˈfɛstə
imiˈʔɛm
Taumelˈtaʊ̯ml̩
derdeːɐ̯
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
Danndan
,
jajaː
danndan
halteˈhaltə
ichɪç
/
wirviːɐ̯
Gerichtɡəˈʁɪçt
!
2 Szene.
HEILING
(
Wald, den Hintergrund nimmt eine hohe Felswald ein, auf der zur Seite eine Kapelle steht.
Bauernhochzeitsmarsch.
Stephan und vier Schützen mit ihren Hörnen, Bauern mit Stangen, Bergknappen-Musikanten, der Schulmeister, Bauern mit Fahnen, Brautjungfern, Konrad, Anna und Gertrude treten auf, Konrad den Arm in der Binde. Stephan singt.
CHOR
Eseːs
wollteˈvɔltə
vorfoːɐ̯
Zeitenˈt͡saɪ̯tn̩
einaɪ̯n
Jägerˈjɛːɡɐ
frei'n
,
Ereːɐ̯
zogt͡soːk
iniˈʔɛn
dendeːn
grünenˈɡʁyːnən
Waldvalt
hineinhɪˈnaɪ̯n
.
Baubaʊ̯
baubaʊ̯
,
hallohaˈloː
,
trara
,
baubaʊ̯
baubaʊ̯
,
hetzhɛt͡s
hetzhɛt͡s
!
Ereːɐ̯
lockteˈlɔktə
dasdas
hoheˈhoːə
undʊnt
niedereˈniːdəʁə
Wildvɪlt
,
Diedaɪ
Männchenˈmɛnçən
undʊnt
Weibchenˈvaɪ̯pçən
imiˈʔɛm
grünenˈɡʁyːnən
Gefild
,
Ihriːɐ̯
liebenˈliːbn̩
Gesellenɡəˈzɛlən
,
achax
ratetˈʁaːtət
mirmiːɐ̯
feinfaɪ̯n
,
Wieviː
muß[mʊs]
meinmaɪ̯n
Betragenbəˈtʁaːɡn̩
imiˈʔɛm
Ehestandˈeːəˌʃtant
seinzaɪ̯n
?
Baubaʊ̯
baubaʊ̯
,
hallohaˈloː
,
trara
,
baubaʊ̯
baubaʊ̯
,
hetzhɛt͡s
hetzhɛt͡s
!
Derdeːɐ̯
Jägerˈjɛːɡɐ
zuerstt͡suˈʔeːɐ̯st
zut͡suː
demdeːm
Bärenˈbɛːʁən
trattʁaːt
,
Duduː
zottiger
Petzpɛt͡s
gibɡiːp
mirmiːɐ̯
gutenˈɡuːtn̩
Ratʁaːt
!
Baubaʊ̯
baubaʊ̯
,
hallohaˈloː
,
trara
,
baubaʊ̯
baubaʊ̯
,
hetzhɛt͡s
hetzhɛt͡s
!
Dadaː
brumette
derdeːɐ̯
Bärbɛːɐ̯
:
Siehziː
michmɪç
nurnuːɐ̯
anaːˈʔɛn
,
Binbɪn
ichɪç
nichtnɪçt
einaɪ̯n
Musterˈmʊstɐ
alsals
Ehemannˈeːəˌman
?
Denndɛn
dickfellig
muß[mʊs]
manman
beinbaɪ̯n
Weibernˈvaɪ̯bɐn
seinzaɪ̯n
,
Undʊnt
brummenˈbʁʊmən
undʊnt
brummenˈbʁʊmən
Jahrjaːɐ̯
ausaʊ̯s
,
Jahrjaːɐ̯
einaɪ̯n
.
Baubaʊ̯
baubaʊ̯
,
hallohaˈloː
,
trara
,
baubaʊ̯
baubaʊ̯
,
hetzhɛt͡s
hetzhɛt͡s
!
(
Alle bewegen sich in einem Brautzug zur Kapelle him. Hans Heiling tritt auf mit einem Zepter in der Hand, ein ungebetener und unwillkommener Gast. Er hö dem Gesang zu.
CHOR
Bauernˈbaʊ̯ɐn
,
Hochzeitgästen
,
Annaaˈnaː
,
undʊnt
Konradˈkɔnʁaːt
Segneˈzeːɡnə
Allmächtigeralˈmɛçtɪɡɐ
,
segneˈzeːɡnə
diesdaɪs
Paarpaːɐ̯
,
Schützeˈʃʏt͡sə
ihriːɐ̯
Haupthaʊ̯pt
iniˈʔɛn
jederˈjeːdɐ
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
.
Duduː
bistbɪst
derdeːɐ̯
starkeˈʃtaʁkə
Gottɡɔt
aufaʊ̯f
dendeːn
wirviːɐ̯
bauenˈbaʊ̯ən
,
Duduː
derdeːɐ̯
Allmächtigealˈmɛçtɪɡə
demdeːm
wirviːɐ̯
vertrauenfɛɐ̯ˈtʁaʊ̯ən
,
Duduː
bistbɪst
derdeːɐ̯
starkeˈʃtaʁkə
Gottɡɔt
demdeːm
wirviːɐ̯
vertrauenfɛɐ̯ˈtʁaʊ̯ən
,
Duduː
derdeːɐ̯
Allgütigealˈɡyːtɪɡə
aufaʊ̯f
dendeːn
wirviːɐ̯
bauenˈbaʊ̯ən
.
|
ANNA
|
Ichɪç
ewigˈeːvɪk
deindaɪ̯n
,
|
Ichɪç
halteˈhaltə
dichdɪç
umfangenʊmˈfaŋən
|
Undʊnt
allesˈaləs
Fürchtenˈfʏʁçtn̩
vergeßsen
ist's
,
|
Aufaʊ̯f
immerˈɪmɐ
undʊnt
vergangenfɛɐ̯ˈɡaŋən
.
|
Wasvas
mirmiːɐ̯
gelobtɡəˈloːpt
deindaɪ̯n
süßerˈzyːsɐ
Mundmʊnt
,
|
Derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
heil'gen
Eidaɪ̯t
,
|
Dendeːn
hathat
zumt͡sʊm
ew'gen
Treuebund
|
Derdeːɐ̯
Himmelˈhɪml̩
nunnuːn
geweihtɡəˈvaɪ̯t
.
|
KONRAD
|
Nunnuːn
bistbɪst
duduː
meinmaɪ̯n
,
|
Ichɪç
halteˈhaltə
dichdɪç
umfangenʊmˈfaŋən
|
Undʊnt
allesˈaləs
Fürchtenˈfʏʁçtn̩
allesˈaləs
Bangenˈbaŋən
,
vergeßsen
ist's
,
|
Aufaʊ̯f
immerˈɪmɐ
undʊnt
vergangenfɛɐ̯ˈɡaŋən
.
|
Wasvas
mirmiːɐ̯
gelobtɡəˈloːpt
deindaɪ̯n
süßerˈzyːsɐ
Mundmʊnt
,
|
Derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
heil'gen
Eidaɪ̯t
,
|
Dendeːn
hathat
zumt͡sʊm
ew'gen
Treuebund
|
Derdeːɐ̯
Himmelˈhɪml̩
nunnuːn
geweihtɡəˈvaɪ̯t
.
(
Anna und Konrad spielen nun Brautsuchen. Beiden werden die Augen verbunden und Konrad versteckt sich unter den Männern, Anna unter den Frauen. Konrad kniet im Kreise der Mädchen, die ihm die Augen verbinden.
Chor der Mädchen
KONRAD
Sozoː
wollenˈvɔlən
wirviːɐ̯
aufaʊ̯f
kurzeˈkʊʁt͡sə
Zeitt͡saɪ̯t
Diedaɪ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
dirdiːɐ̯
verbindenfɛɐ̯ˈbɪndn̩
,
Hasthast
duduː
nachnaːx
Herzensˈhɛʁt͡sn̩s
Lustluːst
gefreitɡəˈfʁaɪ̯t
,
Wirstvɪʁst
duduː
deindaɪ̯n
Weibchenˈvaɪ̯pçən
findenˈfɪndn̩
.
(
zu Anna
KONRAD
Undʊnt
wärstvɛːɐ̯st
duduː
tausendˈtaʊ̯zn̩də
Meilenˈmaɪ̯lən
weitvaɪ̯t
,
Ichɪç
wollteˈvɔltə
dichdɪç
schonʃoːn
findenˈfɪndn̩
.
(
Zwei Mädchen führen ihn rasch ab.
STEPHAN
Nunnuːn
lauftlaʊ̯ft
mitmɪt
ihmiːm
wasvas
ihriːɐ̯
könntkœnt
,
Verstecktfɛɐ̯ˈʃtɛkt
ihniːn
,
ichɪç
kommeˈkɔmə
gleichɡlaɪ̯ç
Mitmɪt
derdeːɐ̯
Brautbʁaʊ̯t
nachnaːx
.
Chor
STEPHAN
(
zu Anna, welcher sie ebenso die Augen verbinden
STEPHAN
Sozoː
wollenˈvɔlən
nurnuːɐ̯
aufaʊ̯f
kurzeˈkʊʁt͡sə
Zeitt͡saɪ̯t
Diedaɪ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
dirdiːɐ̯
verbindenfɛɐ̯ˈbɪndn̩
,
Wennvɛn
duduː
einaɪ̯n
treuesˈtʁɔɪ̯əs
Weibchenˈvaɪ̯pçən
bistbɪst
,
Wirstvɪʁst
duduː
deindaɪ̯n
Liebstenˈliːpstn̩
findenˈfɪndn̩
.
ANNA
Achax
werveːɐ̯
demdeːm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
teuerˈtɔɪ̯ɐ
istɪst
,
Dendeːn
weißvaɪ̯s
manman
schonʃoːn
zut͡suː
findenˈfɪndn̩
.
(
Die Mädchen führen Anna im Kreise herum. Sie streckt die Hand aus. Heiling tritt vor und ergreift sie. Die Mädchen schreien laut auf und laufen erschrocken davon.
ANNA
Nunnuːn
fürht
michmɪç
!
Mädchenˈmeːtçən
!
Haha
!
Wasvas
sollzɔl
dasdas
Schreinʃʁaɪ̯n
?
Ihriːɐ̯
tollenˈtɔlən
Mädchenˈmeːtçən
,
Laßt
diedaɪ
Possenˈpɔsn̩
seinzaɪ̯n
,
Sozoː
kommtkɔmt
dochdɔx
,
wolltvɔlt
ihriːɐ̯
nichtnɪçt
?
Sozoː
sprechtʃpʁɛçt
,
iht
ängstigtˈɛŋstɪkt
michmɪç
,
Achax
dasdas
istɪst
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
rechtʁɛçt
!
(
Sie reißt die Binde los.
ANNA
Barmherz'ger
Gottɡɔt
!
HEILING
(
mit starrer Kälte
HEILING
Alsals
Rächerˈʁɛçɐ
kommkɔm
ichɪç
herheːɐ̯
!
ANNA
Wehveː
mirmiːɐ̯
!
HEILING
(
tief bewegt
HEILING
Annaaˈnaː
!
warumvaˈʁʊm
hasthast
duduː
mirmiːɐ̯
dasdas
getanɡəˈtaːn
?
ANNA
O
,
rechnetˈʁɛçnət
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
Eurenˈɔʏ̯ɐ
Jammerˈjamɐ
anaːˈʔɛn
!
HEILING
Gedenkstɡəˈdɛŋkst
duduː
nichtnɪçt
desdɛs
Tag's
,
dadaː
duduː
mirmiːɐ̯
Treu'
versprochenfɛɐ̯ˈʃpʁɔxn̩
,
Alsals
ichɪç
iniˈʔɛn
Wonn'
undʊnt
Schmerzʃmɛʁt͡s
zut͡suː
deinenˈdaɪ̯nən
Füßenˈfyːsn̩
rangʁaŋ
?
Warumvaˈʁʊm
,
warumvaˈʁʊm
,
hasthast
duduː
mirmiːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
Treueˈtʁɔɪ̯ə
gebrochenɡəˈbʁɔxn̩
?
ANNA
Warumvaˈʁʊm
habthaːpt
Ihriːɐ̯
zumt͡sʊm
Menschenˈmɛnʃn̩
Euchɔɪ̯ç
gelogenɡəˈloːɡn̩
,
Iniˈʔɛn
Eureˈɔɪ̯ʁə
grauseˈɡʁaʊ̯zə
Näheˈnɛːə
michmɪç
gezogenɡəˈt͡soːɡn̩
,
Mitmɪt
Eitelkeitˈaɪ̯tl̩kaɪ̯t
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
versuchtfɛɐ̯ˈzuːxt
?
Ichɪç
wußteˈvʊstə
nichtnɪçt
,
wasvas
ichɪç
versprochenfɛɐ̯ˈʃpʁɔxn̩
,
Alsals
Ihriːɐ̯
michmɪç
Brautbʁaʊ̯t
gennant
.
HEILING
Verflücht
!
Duduː
hasthast
duduː
keineˈkaɪ̯nə
Treueˈtʁɔɪ̯ə
mirmiːɐ̯
gebrochenɡəˈbʁɔxn̩
?
Vorfoːɐ̯
meinerˈmaɪ̯nɐ
Lieve
konnteˈkɔntə
dirdiːɐ̯
schonʃoːn
grauenˈɡʁaʊ̯ən
?
Wohlanvolˈʔan
,
wohlanvolˈʔan
sozoː
sollstzɔlst
duduː
meineˈmaɪ̯nə
Racheˈʁaxə
schauenˈʃaʊ̯ən
!
ANNA
Sozoː
rächeˈʁɛçə
dichdɪç
,
Entsetzlicherɛntˈzɛt͡slɪçɐ
!
Dochdɔx
nurnuːɐ̯
anaːˈʔɛn
mirmiːɐ̯
,
anaːˈʔɛn
mirmiːɐ̯
alleinaˈlaɪ̯n
,
Erschöpfeɛɐ̯ˈʃœp͡fə
alleˈalə
Peinpaɪ̯n
,
Undʊnt
schoneˈʃoːnə
,
schoneˈʃoːnə
meinesˈmaɪ̯nəs
Gattenˈɡatn̩
nurnuːɐ̯
!
HEILING
Haha
,
Schädlicheˈʃɛːtlɪçə
!
Sozoː
wagstvaːkst
duduː
ihniːn
zut͡suː
heißenˈhaɪ̯sn̩
?
Ausaʊ̯s
deinemˈdaɪ̯nəm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
willvɪl
ichɪç
diesenˈdiːzn̩
Namenˈnaːmən
reißenˈʁaɪ̯sn̩
!
ANNA
(
flieht nov ihm wankenden Schritts
ANNA
Ihriːɐ̯
Heil'gen
alleˈalə
,
Schützetˈʃʏt͡sət
,
rettetˈʁɛtət
michmɪç
!
(
Sie stürzt in die Knie, mit ausgebreiteten Armen ruft sie in Verz*uuml; ckung zum Himmel.
ANNA
Iniˈʔɛn
deineˈdaɪ̯nə
Händeˈhɛndə
,
O
Gottɡɔt
,
befel'ich
michmɪç
!
(
Heiling läßt von ihr ab. Konrad tritt auf. Gertrude, Stephan, Schützen, Bauern und Brautjungfern folgen ihm, und umgeben Heiling drohrend.
KONRAD
(
zu Heiling
KONRAD
Weicheˈvaɪ̯çə
,
Verflucher
!
Ihriːɐ̯
Retterˈʁɛtɐ
istɪst
dadaː
!
Wehveː
dirdiːɐ̯
,
Verrucher
,
Diedaɪ
Racheˈʁaxə
istɪst
nahnaː
!
Rufeˈʁuːfə
deineˈdaɪ̯nə
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
,
Schwarzerˈʃvaʁt͡sɐ
Hexenmeisterˈhɛksn̩ˌmaɪ̯stɐ
!
Rolleˈʁɔlə
nurnuːɐ̯
wütendˈvyːtn̩t
dendeːn
Blickblɪk
,
Hierhiːɐ̯
nimmnɪm
deinenˈdaɪ̯nən
Dolchstossˈdɔlçʃtoːs
zurückt͡suˈʁʏk
!
(
Er sticht wütend auf Heiling. Die Klinge bricht. Heiling steht unbeweglich und lacht gellend auf. Die anderen weichen entsetzt zurück.
KONRAD
Gertrudeɡɛʁˈtʁuːdə
,
Konradˈkɔnʁaːt
,
undʊnt
Chorkoːɐ̯
Weheˈveːə
!
Entsetzlichɛntˈzɛt͡slɪç
!
Ereːɐ̯
istɪst
unverletzlichˈʊnfɛɐ̯ˌlɛt͡slɪç
!
HEILING
Geisterˈɡaɪ̯stɐ
herbeihɛɐ̯ˈbaɪ̯
,
Diedaɪ
Racheˈʁaxə
istɪst
freifʁaɪ̯
!
(
Er schwingt seinen Zepter.
Chor
HEILING
Diedaɪ
Höll'
istɪst
freifʁaɪ̯
,
Gottɡɔt
steh'
unsʊns
beibaɪ̯
!
(
Unterirdischer Donner. Die Bühne verfinstert sich. Plötlich steigen Gnomen mit Feuerbränden und Kobolde an mehreren Stellen unter den Hochzeitsleuten auf, die davor fliehend mehrere Gruppen des Schreckens bilden. Zwei größere sind vorn zu beiden Seiten zusammen gedrängt. Mehrere Mädchen liegen auf den Knien, die Gesichter verbergend. Die Schützen stellen sich schirmend vor die Gruppen.
HEILING
Weheˈveːə
euchɔɪ̯ç
Allenˈælən
!
Iniˈʔɛn
desdɛs
Verderbensfɛɐ̯ˈdɛʁbəns
Nachtnaxt
Seidzaɪ̯t
ihriːɐ̯
gefallenɡəˈfalən
.
Chor der Bauern
HEILING
Weheˈveːə
unsʊns
!
Iniˈʔɛn
desdɛs
Verderbensfɛɐ̯ˈdɛʁbəns
Nachtnaxt
Sindzɪnt
wirviːɐ̯
gefallenɡəˈfalən
.
(
Während der folenden Szenerie weichen die Hochzeitsleute zu beiden Seiten zurück. Im Hintergrunde öffnet sich die ganze Bergwand und zeigt die Außicht in das mit allen Schätzen der Erde glänzend geschmückte Hölenreich. Die Königin steht auf einer Thronehöhung, Zwerge sind um sie gruppiert. Die Erdgeister werfen sich nieder, so daß die Außicht zum Hintergrunde frei wird. Heiling steht auf der einen Seite im Vordergrunde. Anna, Gertrude und Konrad auf der andern. Es wird nach und nach wieder hell.
KÖNIGIN
Halthalt
einaɪ̯n
,
meinmaɪ̯n
Sohnzoːn
,
diedaɪ
Racheˈʁaxə
darfdaʁf
nichtnɪçt
richtenˈʁɪçtn̩
,
Laß
michmɪç
dendeːn
Streitʃtʁaɪ̯t
iniˈʔɛn
Liebeˈliːbə
schlichtenˈʃlɪçtn̩
.
(
Die Königin steigt herab und tritt während dieser Musik weiter vor.
Chor der Hochzeitsleute
KÖNIGIN
Haha
!
Welchvɛlç
Wunderˈvʊndɐ
istɪst
geschehenɡəˈʃeːən
?
Welchvɛlç
einaɪ̯n
Glanzɡlant͡s
läß
dortdɔʁt
sichzɪç
sehenˈzeːən
?
(
zu Heiling
KÖNIGIN
Duduː
hasthast
derdeːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
Lustluːst
undʊnt
Peinpaɪ̯n
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
,
Hasthast
deineˈdaɪ̯nə
Leidenschaftˈlaɪ̯dn̩ʃaft
gebüßtɡəˈbyːst
,
Erherbe
dichdɪç
nunnuːn
überˈyːbɐ
sieziː
!
Dasdas
Geisterreichˈɡaɪ̯stɐˌʁaɪ̯ç
beutbɔɪ̯t
dirdiːɐ̯
diedaɪ
Kroneˈkʁoːnə
,
Undʊnt
treueˈtʁɔɪ̯ə
Liebeˈliːbə
ihremˈiːʁəm
Sohneˈzoːnə
Verheißtfɛɐ̯ˈhaɪ̯st
Derdeːɐ̯
Mutterˈmʊtɐ
Herzhɛʁt͡s
.
Hieher
meinmaɪ̯n
Sohnzoːn
,
Hierhiːɐ̯
endetˈɛndət
allerˈalɐ
Schmerzʃmɛʁt͡s
.
(
Sie breitet die Arme nach ihm aus.
Chor der Erdgeister
KÖNIGIN
Ihniːn
bewegtbəˈveːkt
derdeːɐ̯
Mutterˈmʊtɐ
Redeˈʁeːdə
,
Wirdvɪʁt
ereːɐ̯
sichzɪç
zurt͡suːɐ̯
Mildeˈmɪldə
kehrenˈkeːʁən
?
Chor der Hochzeitleute
KÖNIGIN
Welcheˈvɛlçə
wunderbareˈvʊndɐbaːʁə
Redeˈʁeːdə
,
Wirdvɪʁt
ereːɐ̯
aufaʊ̯f
diedaɪ
Mahnungˈmaːnʊŋ
hörenˈhøːʁən
?
HEILING
(
der immer in sich gekehrt gestanden
HEILING
Wennvɛn
meinmaɪ̯n
Kranzkʁant͡s
verblühtfɛɐ̯ˈblyːt
,
Wennvɛn
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
gebrochenɡəˈbʁɔxn̩
,
Danndan
,
jajaː
danndan
hatt'
ichɪç
Wiederkehrˈviːdɐˌkeːɐ̯
versprochenfɛɐ̯ˈʃpʁɔxn̩
!
(
Er kämpft mit sich selbst.
HEILING
Ichɪç
kommeˈkɔmə
Mutterˈmʊtɐ
!
Allesˈaləs
,
allesˈaləs
istɪst
erfülltɛɐ̯ˈfʏlt
!
|
Chor der Erdgeister
HEILING
|
Heilhaɪ̯l
,
diedaɪ
Herrinˈhɛʁɪn
hathat
gesiegtɡəˈziːkt
,
|
Heilhaɪ̯l
unsʊns
,
Heilhaɪ̯l
,
ereːɐ̯
istɪst
gewonnenɡəˈvɔnən
!
|
Chor der Landsleute
HEILING
|
Wohlvoːl
unsʊns
,
ereːɐ̯
istɪst
besiegtbəˈziːkt
,
|
Diedaɪ
Gefahrenɡəˈfaːʁən
sindzɪnt
verronnenfɛɐ̯ˈʁɔnən
.
(
er erhebt sich
HEILING
Fahrfaːɐ̯
ihniːn
,
derdeːɐ̯
Erdeˈeːɐ̯də
Lustluːst
undʊnt
Leidlaɪ̯t
!
Eseːs
warvaːɐ̯
beschiedenbəˈʃiːdn̩
wasvas
gescheh'n
,
Keinkaɪ̯n
sterblichˈʃtɛʁplɪç
Augeˈaʊ̯ɡə
sollzɔl
michmɪç
wiederseh'n
!
(
Er geht in die Bergöffnung.
ANNA
Fahrfaːɐ̯
wohlvoːl
,
fahrfaːɐ̯
wohlvoːl
undʊnt
unterˈʊntɐ
unsʊns
seizaɪ̯
Friedenˈfʁiːdn̩
!
Annaaˈnaː
,
Gertrudeɡɛʁˈtʁuːdə
,
Konradˈkɔnʁaːt
,
Stephanˈʃtɛfan
,
Erdgeister
,
undʊnt
Landsleuteˈlant͡sˌlɔɪ̯tə
Gottesˈɡɔtəs
Allmachtˈalˌmaxt
hathat
entschiedenɛntˈʃiːdn̩
,
Allenˈælən
Rechtʁɛçt
undʊnt
Allenˈælən
Friedenˈfʁiːdn̩
!
Nunnuːn
endlichˈɛntlɪç
meinmaɪ̯n
undʊnt
allesˈaləs
Bangenˈbaŋən
,
Vergeßen
sei's
,
aufaʊ̯f
immerˈɪmɐ
vergangenfɛɐ̯ˈɡaŋən
.
ALLE
Gottesˈɡɔtəs
Allmachtˈalˌmaxt
hathat
entschiedenɛntˈʃiːdn̩
,
Allenˈælən
Rechtʁɛçt
undʊnt
Allenˈælən
Friedenˈfʁiːdn̩
!
Vorhangˈfoːɐ̯ˌhaŋ
Endeˈɛndə
desdɛs
Operˈoːpɐ
.