Lyric Companion
← Library
Kálmán, Emmerich · opera

Csardasfürstin

Csardasfürstin Kálmán, Emmerich · opera
Kálmán, Emmerich

Csardasfürstin

Full Libretto
Source
ERSTER AKT
Nr. 1: Introduktion und Lied
Wenn der Vorhang hoch geht, ist die Vorstellung soeben aus. Das Publikum (in den Logen elegante Herren in Frack und Uniform, die Damen in grosser Toilette) hat sich schon zumeist erhoben. Man applaudiert stürmisch. Boni, Feri und einige Kavaliere in der Parterre-Eckloge links sind die lautesten Klatscher. Der Vorhang hebt und senkt sich. Sylva, in ungarisch-siebenbürgischem Nationalkostüm, erscheint immer wieder, nach allen Seiten grüssend, bejubelt, mit Blumen beworfen. Das Bühnenorchester spielt jedesmal einen Tusch, Boni und Feri benehmen sich besonders enthusiastisch. Man hört immer deutlicher Rufe: “Das Lied vom Siebenbürger Mädel!”.
FERI und BONI
Mit den Stöcken klopfend
Olala! Olala!
tritt vor die Rampe, der Lärm verstummt. Schlicht gesprochen:
SYLVA
Alsoˈalzo
aufaʊ̯f
allgemeinesˈalɡəˌmaɪ̯nəs
Verlangenfɛɐ̯ˈlaŋən
!
aus seiner Loge rufend, ergänzend:
BONI
Zumt͡sʊm
achtenˈaxtn̩
Malmaːl
:
Olala
!
SYLVA
Heiaˈhaɪ̯a
,
heiaˈhaɪ̯a
!
Iniˈʔɛn
dendeːn
Bergenˈbɛʁɡn̩
istɪst
meinmaɪ̯n
Heimatlandˈhaɪ̯maːtˌlant
!
Heiaˈhaɪ̯a
,
oheia
!
Hochhoːx
dortdɔʁt
obenˈoːbm̩
meineˈmaɪ̯nə
Wiegeˈviːɡə
standʃtant
!
Dortdɔʁt
,
wovoː
scheuʃɔɪ̯
blühtblyːt
dasdas
Edelweissˈeːdl̩vaɪ̯s
,
Dortdɔʁt
,
wovoː
ringsumˈʁɪŋsˈʔʊm
glitzernˈɡlɪt͡sɐn
Schneeʃneː
undʊnt
Eisaɪ̯s
Heiaˈhaɪ̯a
,
oheia
!
-
schlagenˈʃlaːɡn̩
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
wildvɪlt
undʊnt
heisshaɪ̯s
.
Wennvɛn
einaɪ̯n
Siebenbürgerˌziːbn̩ˈbʏʁɡɐ
Mädelˈmɛːdl̩
Sichzɪç
iniˈʔɛn
dichdɪç
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
,
Nichtnɪçt
zumt͡sʊm
Spielenˈʃpiːlən
,
nichtnɪçt
zumt͡sʊm
Scherzenˈʃɛʁt͡sn̩
Sieziː
ihriːɐ̯
Herzhɛʁt͡s
Dirdiːɐ̯
gibtɡiːpt
.
Willstvɪlst
duduː
dirdiːɐ̯
diedaɪ
Zeitt͡saɪ̯t
vertreibenfɛɐ̯ˈtʁaɪ̯bm̩
,
Suchzuːx
einaɪ̯n
anderesˈandəʁəs
Schätzelein
,
Bistbɪst
duduː
meinmaɪ̯n
-
musstmʊst
meinmaɪ̯n
duduː
bleibenˈblaɪ̯bm̩
,
Musstmʊst
mirmiːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
Seelzeːl
verschreibenfɛɐ̯ˈʃʁaɪ̯bm̩
,
Mussmʊs
ichɪç
Himmelˈhɪml̩
dirdiːɐ̯
undʊnt
Hölleˈhœlə
seinzaɪ̯n
!
Das Publikum klatscht im Takte in die Hände.
SYLVA
Olala
!
Sozoː
binbɪn
ichɪç
gebautɡəˈbaʊ̯t
!
Olala
!
Aufaʊ̯f
zumt͡sʊm
Tanztant͡s
!
Küsskʏs
michmɪç
,
achax
,
küsskʏs
michmɪç
,
Denndɛn
werveːɐ̯
amaːm
bestenˈbɛstn̩
küssenˈkʏsn̩
kannkan
-
Nurnuːɐ̯
derdeːɐ̯
wirdvɪʁt
meinmaɪ̯n
Mannman
!
Tanz
Das Publikum singt den Refrain bei der Wiederholung mit. Boni dirigiert aus seiner Loge mit dem Stock. Sylva tanzt immer wilder, ruft dazwischen:” Olala!” Das Publikum begleitet den Tanz gleichfalls mit Zurufen: “Olala!” - Ein Teil der Herren eilt bis zur Bühne. Sylva sinkt in die Knie. Applaus. Neuerlicher Jubel. Der Vorhang auf und ab. Diener bringen Garderobe. Damen nehmen ihre Mäntel und Umhänge um.
aus der Loge
BONI
St[ˈʔamtsˌhandl̩n]
.
Sieziː
willvɪl
Redeˈʁeːdə
sprechenˈʃpʁɛçn̩
!
Der Lärm verstummt.
einfach, gewinnend, ohne jede Theatralik
SYLVA
Liebesˈliːbəs
,
gutesˈɡuːtəs
Publikumˈpuːblikʊm
!?
Sieziː
machenˈmaxn̩
mirmiːɐ̯
dendeːn
Abschiedˈapˌʃiːt
schwerʃveːɐ̯
.
Behaltenbəˈhaltn̩
Sieziː
diedaɪ
kleineˈklaɪ̯nə
Sylva
liebliːp
.
Wennvɛn
ichɪç
vonfɔn
Amerikaaˈmeːʁika
zurückkommet͡suˈʁʏkˌkɔmə
,
sollzɔl
meinmaɪ̯n
ersterˈeːɐ̯stɐ
Wegveːk
zut͡suː
Ihnenˈiːnən
seinzaɪ̯n
.
Nochmalsˈnɔxmaːls
Dankdaŋk
.
Tausendˈtaʊ̯zn̩də
Dankdaŋk
undʊnt
aufaʊ̯f
Wiedersehenˈviːdɐˌzeːən
!
Neuerlicher Applaus. Sylva bedankt sich; ab. - Das Varietéorchester intoniert den Refrain des Liedes. Das Publikum entfernt sich, indem ein Teil den Refrain mitsummt, nach allen Richtungen, lebhaft sprechend und gestikulierend.
Die Varietémusiker packen ihre Instrumente zusammen und entfernen sich durch die Orchestertür. Uniformierte Diener rücken die Tische zurecht. - Schon während des Abganges des Publikums sind Boni, Feri, Merö, Szerenyi und einige elegante Kavaliere aufgetreten, sie kommen jetzt in den Vordergrund, leichte Stöcke mit Goldknopf in der Hand, Zylinder aufgesetzt. Sie zünden ihre Zigaretten an.
alter, weissköpfiger, jovialer Ungar, Typus des Varietéhabitués:
FERI
Nonoː
,
wasvas
habhaːp
ichɪç
euchɔɪ̯ç
gesagtɡəˈzaːkt
Mittagˈmɪtaːk
beibaɪ̯
Rennenˈʁɛnən
?
Eseːs
gibtɡiːpt
heuthɔɪ̯t
nurnuːɐ̯
zweit͡svaɪ̯
Damenˈdaːmən
iniˈʔɛn
Budapestˈbuːdaˌpɛst
,
diedaɪ
wasvas
siegenˈziːɡn̩
könnenˈkœnən
,
wieviː
sieziː
wollenˈvɔlən
.
Dasdas
istɪst
Mizzi
iniˈʔɛn
Königspreis
undʊnt
Sylva
iniˈʔɛn
Orpheum
.
zirka 34, Haar schon ein bisschen schütter, kleiner schwarzer aufgedrehter Schnurrbart, ungemein sympatisch:
BONI
Wasvas
istɪst
Mizzi
?
Nixnɪks
istɪst
sieziː
.
Pferdp͡feːɐ̯t
istɪst
sieziː
.
Katzkat͡s
istɪst
sieziː
.
Sylva
,
dasdas
istɪst
wasvas
!
Dasdas
istɪst
Weibvaɪ̯p
.
Dasdas
istɪst
Rassʁas
!
Dasdas
istɪst
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
!
Ichɪç
kennkɛn
alleˈalə
Chansonetten
vonfɔn
ganzenˈɡant͡sn̩
Weltvɛlt
.
Wasvas
sindzɪnt
sieziː
?
Nixnɪks
sindzɪnt
sieziː
!
Katzkat͡s
sindzɪnt
sieziː
!
Eseːs
gibtɡiːpt
nurnuːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Sylva
Varescu
.
Undʊnt
warumvaˈʁʊm
,
Bruderherz
?
FERI
Weilvaɪ̯l
sieziː
jüngerˈjʏŋɐ
istɪst
-
MERÖ
Undʊnt
hübscherˈhʏpʃɐ
-
SZERENYI
undʊnt
neuerˈnɔɪ̯ɐ
-
BONI
Neinnaɪ̯n
,
Bruderherz
!
Weilvaɪ̯l
sieziː
andersˈandɐs
istɪst
.
Andersˈandɐs
mussmʊs
manman
hathat
manman
Erfolgɛɐ̯ˈfɔlk
imiˈʔɛm
Lebenˈleːbm̩
undʊnt
aufaʊ̯f
Bühneˈbyːnə
.
Habhaːp
ichɪç
rechtʁɛçt
,
Feri
bacsi
?
FERI
Rechtʁɛçt
hasthast
,
Bonikam
.
Ichɪç
warvaːɐ̯
auchaʊ̯x
immerˈɪmɐ
andersˈandɐs
.
Habenˈhaːbm̩
andereˈandəʁə
geschlafenɡəˈʃlaːfn̩
,
habhaːp
ichɪç
gelumpt
.
Habenˈhaːbm̩
andereˈandəʁə
gearbeitetɡəˈʔaʁbaɪ̯tət
,
habhaːp
ichɪç
geschlafenɡəˈʃlaːfn̩
.
Habenˈhaːbm̩
andereˈandəʁə
gezahltɡəˈt͡saːlt
,
binbɪn
ichɪç
schuldigˈʃʊldɪk
gebliebenɡəˈbliːbm̩
.
ihm auf die Schulter klopfend:
BONI
Aberˈaːbɐ
lustigˈlʊstɪk
warstvaːɐ̯st
immerˈɪmɐ
,
erhaltenɛɐ̯ˈhaltn̩
hasthast
dichdɪç
grossartigˈɡʁoːsˌʔaːɐ̯tɪç
,
siehstziːst
ausaʊ̯s
wieviː
einaɪ̯n
jungerˈjʊŋɐ
Achtziger
.
Ihm die Hand entgegenstreckend:
BONI
Sagzaːk
’,
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Freind
?
FERI
Bistbɪst
eseːs
.
Zu den Herren
FERI
Ihmiːm
verdankenfɛɐ̯ˈdaŋkn̩
wirviːɐ̯
unsereˈʊnzəʁə
Sylva
.
Ereːɐ̯
warvaːɐ̯
ihriːɐ̯
Entdeckerɛntˈdɛkɐ
,
ihriːɐ̯
Förderer-
BONI
Ganzɡant͡s
uneigennützigˈʊnʔaɪ̯ɡn̩ˌnʏt͡sɪk
,
bitteˈbɪtə
!
Ichɪç
binbɪn
ihriːɐ̯
Freundfʁɔɪ̯nt
,
bitteˈbɪtə
!
Sonstzɔnst
garɡaːɐ̯
nixnɪks
!
Aufbrausend:
BONI
Bitteˈbɪtə
sehrzeːɐ̯
!
FERI
Nonoː
,
nonoː
,
wennvɛn
manman
dadaː
deutet auf Bonis Herz
FERI
hineinschauthɪˈnaɪ̯nˌʃaʊ̯t
-
deutet auf Bonis Hirn
FERI
undʊnt
dadaː
abwehrend:
BONI
Nixnɪks
findfɪnt
st[ˈʔamtsˌhandl̩n]
drindʁɪn
,
nixnɪks
!
Oberkellner Miksa und einige uniformierte Diener sind bereits aufgetreten, rücken während des folgenden Dialogs die Tische weg, stellen eine hufeisenörmige Tafel auf.
BONI
Heheː
,
duduː
,
Miksa
,
kommkɔm
herheːɐ̯
!
Sagzaːk
-
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Freind
?
geschmeichelt
MIKSA
Aberˈaːbɐ
,
Herrhɛʁ
Grafɡʁaːf
-
BONI
Danndan
richtʁɪçt
schönʃøːn
Tafelˈtaːfl̩
herheːɐ̯
,
kalteˈkaltə
Platteˈplatə
,
wieviː
damalsˈdaːmaːls
beibaɪ̯
Einladungˈaɪ̯nˌlaːdʊŋ
vonfɔn
diedaɪ
achtaxt
English-Girls
ausaʊ̯s
Debreczin
.
Miksa zieht sich mit einer Verbeugung zurück, gibt den Dienern diskret die nötigen Anweisungen. Ein Diener desinfiziert den Raum mit einer Perolinspritze, Stühle werden aufgestellt, die Tafel mit Blumen geschmückt.
ENDREY
Servusˈseɐ̯vus
Kinderˈkɪndɐ
!
VIHAR
Draussenˈdraʊ̯sən
stehenˈʃteːən
hundertˈhʊndɐt
Autosˈaʊ̯tos
.
Manman
kannkan
nichtnɪçt
durchdʊʁç
.
Die Diener bringen einen grossen, blumengeschmückten Fauteuil und stellen ihn auf den Ehrenplatz.
FERI
Originelleoʁiɡiˈnɛlə
Ideeiˈdeː
vonfɔn
Boniˈboːni
.
Abschiedssouper
fürfyːɐ̯
Sylva
imiˈʔɛm
Orpheum
.
VIHAR
Alsoˈalzo
bleibtblaɪ̯pt
s
wirklichˈvɪʁklɪç
dabeidaˈbaɪ̯
?
Sieziː
fahrtfaːɐ̯t
?
BONI
Dreidʁaɪ̯
Uhruːɐ̯
vierzigˈfiʁt͡sɪk
Morgensˈmɔʁɡn̩s
Schnellzugˈʃnɛlˌt͡suːk
Triesttʁiˈɛst
,
vonfɔn
dortdɔʁt
mitmɪt
Schiffʃɪf
Adriaˈaːdʁia
nachnaːx
New-York
.
FERI
Tuttuːt
mirmiːɐ̯
nurnuːɐ̯
leidlaɪ̯t
derdeːɐ̯
jungeˈjʊŋə
Fürstfʏʁst
,
derdeːɐ̯
Edwin
!
Derdeːɐ̯
istɪst
ganzɡant͡s
verrücktfɛɐ̯ˈʁʏkt
iniˈʔɛn
ihriːɐ̯
.
Wieviː
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
dasdas
ertragenɛɐ̯ˈtʁaːɡn̩
?
BONI
Anaːˈʔɛn
Liebeˈliːbə
istɪst
nochnɔx
keinerˈkaɪ̯nɐ
nichtnɪçt
gestorbenɡəˈʃtɔʁbm̩
.
Sonstzɔnst
wärvɛːr
ichɪç
schonʃoːn
längstlɛŋst
lebenderˈleːbm̩dɐ
Leichnamˈlaɪ̯çnaːm
.
FERI
Wovoː
stecktʃtɛkt
denndɛn
derdeːɐ̯
Edwin
heuthɔɪ̯t
’?
Warvaːɐ̯
ereːɐ̯
nichtnɪçt
beibaɪ̯
Vorstellungˈfoːɐ̯ˌʃtɛlʊŋ
?
MERÖ
Ichɪç
habhaːp
ihniːn
nichtnɪçt
geseh
n
.
BONI
Dadaː
falltfalt
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
-
habhaːp
ichɪç
jajaː
einaɪ̯n
Telegrammteleˈɡʁam
fürfyːɐ̯
ihniːn
.
Schonʃoːn
dendeːn
ganzenˈɡant͡sn̩
Abendˈaːbm̩t
.
Zieht es heraus, liest den Aufgabeort.
BONI
Uje
,
ausaʊ̯s
Wienviːn
,
wahrscheinlichvaːɐ̯ˈʃaɪ̯nlɪç
wiederˈviːdɐ
Wetterdonner
vonfɔn
Herrnhɛʁn
Vaterˈfaːtɐ
,
dassdas
ereːɐ̯
nachnaːx
Haushaʊ̯s
kommenˈkɔmən
sollzɔl
.
FERI
Alterˈaltɐ
Fürstfʏʁst
wirdvɪʁt
Windvɪnt
gekriegtɡəˈkʁiːkt
habenˈhaːbm̩
-
vonfɔn
Edwins
Beziehungbəˈt͡siːʊŋ
zut͡suː
Sylva
.
BONI
Beziehungbəˈt͡siːʊŋ
?
Wasvas
sindzɪnt
dasdas
fürfyːɐ̯
Ausdrückeˈaʊ̯sˌdʁʏkə
?
Fürfyːɐ̯
Beziehungbəˈt͡siːʊŋ
bitteˈbɪtə
,
istɪst
sieziː
nichtnɪçt
zut͡suː
habenˈhaːbm̩
.
Dadaː
heissts
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
.
Undʊnt
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
kannkan
ereːɐ̯
sieziː
nieniː
,
darfdaʁf
ereːɐ̯
sieziː
nieniː
,
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
sieziː
nieniː
.
FERI
Istɪst
schonʃoːn
vorgekommenˈfoːɐ̯ɡəˌkɔmən
,
dassdas
Fürstenˈfʏʁstn̩
habenˈhaːbm̩
geheiratetɡəˈhaɪ̯ʁaːtət
Varietédamen
.
BONI
Jajaː
,
aberˈaːbɐ
nurnuːɐ̯
iniˈʔɛn
Operettenopəˈʁɛtn̩
!
Dadaː
kennstkɛnst
seineˈzaɪ̯nə
Familiefaˈmiːli̯ə
bisselˈbɪsl̩
schlechtʃlɛçt
.
Diedaɪ
habenˈhaːbm̩
blauenˈblaʊ̯ən
Blutdruckˈbluːtˌdʁʊk
.
Diedaɪ
ziehenˈt͡siːən
sogarzoˈɡaːɐ̯
zumt͡sʊm
Schlafenˈʃlaːfn̩
Handschuhˈhantˌʃuː
anaːˈʔɛn
.
FERI
Meinetwegenˈmaɪ̯nətˌveːɡn̩
könnenˈkœnən
sieziː
auchaʊ̯x
anzieh
n
Überzieher
.
Jaj
,
wennvɛn
ichɪç
einenˈaɪ̯nən
Sohnzoːn
hätt
-
mitmɪt
Gottesˈɡɔtəs
Hilfeˈhɪlfə
habhaːp
ichɪç
jajaː
keinenˈkaɪ̯nən
gekriegtɡəˈkʁiːkt
-
aberˈaːbɐ
wannvan
ichɪç
ihniːn
hätt
’,
ichɪç
möcht
ihniːn
vonfɔn
nichtsnɪçt͡s
zurückhaltent͡suˈʁʏkˌhaltn̩
.
Herschicken
möcht
ichɪç
ihniːn
zut͡suː
diedaɪ
Mädelnˈmɛːdl̩n
imiˈʔɛm
Varietévaʁi̯eˈteː
.
BONI
Deindaɪ̯n
Sohnzoːn
möcht
schonʃoːn
vonfɔn
selberˈzɛlbɐ
kommenˈkɔmən
.
Undʊnt
rechtʁɛçt
hätt
ereːɐ̯
!
Dadaː
eignetˈaɪ̯ɡnət
manman
sichzɪç
Bildungˈbɪldʊŋ
anaːˈʔɛn
,
dadaː
istɪst
Liebeshandelschul
’.
Feri die Hand hinstreckend
BONI
Sagzaːk
’,
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Freind
?
Feri
bacsi
,
wirviːɐ̯
zweit͡svaɪ̯
lebenˈleːbm̩
undʊnt
sterbenˈʃtɛʁbn̩
fürfyːɐ̯
Varietévaʁi̯eˈteː
.
FERI
Azaːˈt͡sɛt
ebatta
!
Dasdas
willvɪl
ichɪç
meinenˈmaɪ̯nn̩
.
Nr. 2: Marschlied
FERI
Alleˈalə
sindzɪnt
wirviːɐ̯
Sünderˈzʏndɐ
!
Eseːs
wärvɛːr
unsʊns
zwart͡svaːɐ̯
gesünderɡəˈzʏndɐ
,
Beibaɪ̯
Nachtnaxt
zut͡suː
liegenˈliːɡn̩
ausgestrecktˈaʊ̯sɡəˌʃtʁɛkt
imiˈʔɛm
Bettbɛt
Dochdɔx
dasdas
Grosstadtpflaster
hathat
unsʊns
verführtfɛɐ̯ˈfyːɐ̯t
zumt͡sʊm
Lasterˈlastɐ
Undʊnt
wirviːɐ̯
sindzɪnt
Lumpenˈlʊmpn̩
drumdʁʊm
vonfɔn
A
bisbɪs
Z
!
BONI
Alleˈalə
sindzɪnt
wirviːɐ̯
Sünderˈzʏndɐ
Undʊnt
freufʁɔɪ̯
n
unsʊns
wieviː
diedaɪ
Kinderˈkɪndɐ
aufaʊ̯f
jedesˈjeːdəs
neueˈnɔɪ̯ə
Maderl
imiˈʔɛm
Programmpʁoˈɡʁam
.
FERI
undʊnt
BONIˈboːni
Iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
trautenˈtʁaʊ̯tn̩
Atmosphäreatmoˈsfɛːʁə
,
Wo man tanzt und küsst und lacht,
BONI
Pfeifp͡faɪ̯f
ichɪç
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
Miseremiˈzeːʁə
,
Machmax
zumt͡sʊm
Tagtaːk
diedaɪ
Nachtnaxt
!
ALLE
Alleˈalə
sindzɪnt
wirviːɐ̯
Falterˈfaltɐ
,
Undʊnt
manman
vergisstfɛɐ̯ˈɡɪst
seinzaɪ̯n
Alterˈaltɐ
,
Tritttʁɪt
sozoː
einaɪ̯n
kleinesˈklaɪ̯nəs
,
Superfeines
,
Zuckersüsses
Maderl
aufaʊ̯f
dendeːn
Planplaːn
-
FERI
undʊnt
BONIˈboːni
Diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
,
Diedaɪ
nehmenˈneːmən
diedaɪ
Liebeˈliːbə
nichtnɪçt
zut͡suː
tragischˈtʁaːɡɪʃ
,
Drumdʁʊm
ziehenˈt͡siːən
undʊnt
lockenˈlɔkn̩
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
Unsʊns
Männerˈmɛnɐ
,
unsʊns
Männerˈmɛnɐ
stetsʃteːt͡s
anaːˈʔɛn
sozoː
magischˈmaːɡɪʃ
.
Diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
,
Sieziː
machenˈmaxn̩
nichtnɪçt
vielfiːl
sichzɪç
ausaʊ̯s
derdeːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
.
Sozoː
oftɔft
sichzɪç
ändertˈɛndɐt
dasdas
Programmpʁoˈɡʁam
,
Verändertfɛɐ̯ˈʔɛndɐt
manman
seinzaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
auchaʊ̯x
strammʃtʁam
,
Und nimmt sich, nimmt sich, nimmt sich eine Neue.
ALLE
FERI
undʊnt
BONIˈboːni
Diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
,
usw
.
BONI
Seltenˈzɛltn̩
gehɡeː
n
diedaɪ
Grafenˈɡʁaːfn̩
.
Vorfoːɐ̯
dreidʁaɪ̯
Uhruːɐ̯
morgensˈmɔʁɡn̩s
schlafenˈʃlaːfn̩
,
Drumdʁʊm
wälzvɛlt͡s
ichɪç
michmɪç
imiˈʔɛm
holdenˈhɔldn̩
Sündenpfuhlˈzʏndn̩ˌp͡fuːl
.
Iniˈʔɛn
demdeːm
Reichʁaɪ̯ç
derdeːɐ̯
Schminkeˈʃmɪŋkə
Vergnüglichfɛɐ̯ˈɡnyːklɪç
ichɪç
versinkefɛɐ̯ˈzɪŋkə
!
Diedaɪ
Bühneˈbyːnə
istɪst
diedaɪ
besteˈbɛstə
Liebesschul
’.
FERI
Iniˈʔɛn
demdeːm
Reichʁaɪ̯ç
derdeːɐ̯
Künsteˈkʏnstə
,
Imiˈʔɛm
Raucheˈʁaʊ̯xə
ichɪç
michmɪç
dünsteˈdʏnstə
Undʊnt
machmax
seitzaɪ̯t
Jahrenˈjaːʁən
mehrmeːɐ̯
keinkaɪ̯n
Augeˈaʊ̯ɡə
zut͡suː
.
BONIˈboːni
undʊnt
FERI
Hierhiːɐ̯
nurnuːɐ̯
amüsiertamyˈziːɐ̯t
manman
flottflɔt
sichzɪç
,
Bleibtblaɪ̯pt
gesundɡəˈzʊnt
manman
wieviː
einaɪ̯n
Fischfɪʃ
!
Hierhiːɐ̯
nurnuːɐ̯
fühltfyːlt
manman
wieviː
einaɪ̯n
Gottɡɔt
sichzɪç
,
Bleibtblaɪ̯pt
manman
feschfɛʃ
undʊnt
frischfʁɪʃ
!
ALLE
Wasvas
unsʊns
alleˈalə
bindetˈbɪndət
,
Undʊnt
unserˈʊnzɐ
Herzhɛʁt͡s
entzündetɛntˈt͡sʏndət
,
Dasdas
istɪst
dasdas
Wesenˈveːzn̩
.
Auserlesenˈaʊ̯sʔɛɐ̯ˌleːzn̩
Istɪst
diedaɪ
kleineˈklaɪ̯nə
Feefeː
vomfɔm
Variete
!
FERI
undʊnt
BONIˈboːni
Diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
,
Sieziː
nehmenˈneːmən
diedaɪ
Liebeˈliːbə
nichtnɪçt
sozoː
tragischˈtʁaːɡɪʃ
,
Drumdʁʊm
ziehenˈt͡siːən
undʊnt
lockenˈlɔkn̩
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
Unsʊns
Männerˈmɛnɐ
,
undʊnt
Männerˈmɛnɐ
stetsʃteːt͡s
anaːˈʔɛn
sozoː
magischˈmaːɡɪʃ
.
Diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
,
Sieziː
machenˈmaxn̩
nichtnɪçt
vielfiːl
sichzɪç
ausaʊ̯s
derdeːɐ̯
Treueˈtʁɔɪ̯ə
.
Sozoː
oftɔft
sichzɪç
ändertˈɛndɐt
dasdas
Programmpʁoˈɡʁam
,
Verändertfɛɐ̯ˈʔɛndɐt
manman
seinzaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
auchaʊ̯x
strammʃtʁam
Und nimmt sich, nimmt sich, nimmt sich eine Neue.
repetieren
ALLE
Diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
,
usw.
Alle ab in den Wintergarten
eilig, im Raglan, Zylinder auf dem Kopfe, zu dem ihm folgenden Miksa:
EDWIN
Sieziː
müssenˈmʏsn̩
mirmiːɐ̯
etwasˈɛtvas
besorgenbəˈzɔʁɡn̩
.
Zieht sein Notizbuch.
MIKSA
Bittbɪt
schönʃøːn
,
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
!
schreibt rasch und nervös ein paar Zeilen, reisst den Zettel vom Block, faltet ihn, klebt ein kleines gummiertes Papiersiegel darauf und gibt ihn dann Miksa.
EDWIN
Zut͡suː
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Sylva
.
Iniˈʔɛn
diedaɪ
Garderobeɡaʁdəˈʁoːbə
.
Dringendˈdʁɪŋənt
.
MIKSA
Sofortzoˈfɔʁt
,
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
.
Ab.
aus dem Wintergarten kommend:
BONI
Servusˈseɐ̯vus
,
Edwin
!
Wovoː
steckstʃtɛkst
dendeːn
ganzenˈɡant͡sn̩
Abendˈaːbm̩t
?
Dadaː
.
Telegrammteleˈɡʁam
fürfyːɐ̯
dichdɪç
.
Gibt ihm das Telegramm.
EDWIN
Schonʃoːn
wiederˈviːdɐ
!
Öffnet es.
BONI
Vorladungˈfoːɐ̯ˌlaːdʊŋ
vomfɔm
Hausgericht
?
EDWIN
Neunundneunzigˈnɔɪ̯nʔʊntˈnɔɪ̯nt͡sɪk
Telegrammeteleˈɡʁamə
jedenˈjeːdn̩
Tagtaːk
.
Eseːs
istɪst
schonʃoːn
zumt͡sʊm
Liest die Depesche.
EDWIN
Affäreaˈfɛːʁə
mitmɪt
Chansonetteʃɑ̃soˈnɛtə
mussmʊs
sofortzoˈfɔʁt
Endeˈɛndə
nehmenˈneːmən
.
Kompromittierstkɔmpʁomɪˈtiːɐ̯st
ganzeˈɡant͡sə
Familiefaˈmiːli̯ə
.
Wennvɛn
nichtnɪçt
augenblicklichˌaʊ̯ɡn̩ˈblɪklɪç
nachnaːx
Hauseˈhaʊ̯zə
kommstkɔmst
,
werdeˈveːɐ̯də
Mittelˈmɪtl̩
findenˈfɪndn̩
dichdɪç
zut͡suː
zwingenˈt͡svɪŋən
!
Zerknittert das Telegramm, steckt es ein, spricht lachend
EDWIN
Sozoː
,
sozoː
,
möchteˈmœçtə
dochdɔx
sehzeː
n
,
wieviː
derdeːɐ̯
gestrengeɡəˈʃtʁɛŋə
Herrhɛʁ
Papaˈpapa
michmɪç
zwingenˈt͡svɪŋən
kannkan
!
BONI
Machmax
keineˈkaɪ̯nə
Dummheitenˈdʊmhaɪ̯tn̩
.
Fahrfaːɐ̯
endlichˈɛntlɪç
.
EDWIN
Ichɪç
kannkan
nichtnɪçt
.
BONI
Schauʃaʊ̯
wasvas
nutztnʊt͡st
Deindaɪ̯n
Dickschädelˈdɪkˌʃɛːdl̩
gegenˈɡeːɡn̩
Deinenˈdaɪ̯nən
Vaterˈfaːtɐ
seineˈzaɪ̯nə
Hinterfüss
’?
Warm, ihm die Hand auf die Schulter legend:
BONI
Iniˈʔɛn
einigenˈaɪ̯nɪɡn̩
Stundenˈʃtʊndn̩
fahrtfaːɐ̯t
Sylva
wegveːk
.
EDWIN
Sieziː
wirdvɪʁt
nichtnɪçt
fahrenˈfaːʁən
.
BONI
Sieziː
fahrtfaːɐ̯t
sozoː
sicherˈzɪçɐ
wieviː
zweit͡svaɪ̯
malmaːl
zweit͡svaɪ̯
.
Sagzaːk
’,
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Freind
?
Edwin
,
ichɪç
binbɪn
derdeːɐ̯
Ältereˈɛltəʁə
undʊnt
ohneˈoːnə
dirdiːɐ̯
zut͡suː
schmeichelnˈʃmaɪ̯çl̩n
,
derdeːɐ̯
Gescheitereɡəˈʃaɪ̯təʁə
.
Schlagʃlaːk
dirdiːɐ̯
diedaɪ
Sacheˈzaxə
ausaʊ̯s
demdeːm
Kopfkɔp͡f
heraushɛˈʁaʊ̯s
.
Sylva
istɪst
keinkaɪ̯n
Mädelˈmɛːdl̩
,
mitmɪt
wasvas
manman
spieltʃpiːlt
.
Dummheitenˈdʊmhaɪ̯tn̩
machtmaxt
sieziː
nichtnɪçt
,
dafürdaˈfyːɐ̯
binbɪn
ichɪç
dadaː
.
EDWIN
Ichɪç
weissvaɪ̯s
schonʃoːn
selbstzɛlpst
,
wasvas
ichɪç
zut͡suː
tuntjuːn
habhaːp
’.
BONI
Duduː
hasthast
zut͡suː
tuntjuːn
,
dassdas
duduː
nachnaːx
Haushaʊ̯s
fahrst
zut͡suː
deineˈdaɪ̯nə
Vorfahrenˈfoːɐ̯ˌfaːʁən
.
aufstampfend:
EDWIN
Sieziː
darfdaʁf
nichtnɪçt
fortfoːɐ̯
,
undʊnt
wennvɛn
ichɪç
sieziː
zwingenˈt͡svɪŋən
müssteˈmʏstə
!
BONI
Zwingenˈt͡svɪŋən
?
Sylva
zwingenˈt͡svɪŋən
?
Sieziː
tuttuːt
wasvas
sieziː
willvɪl
.
Undʊnt
wennvɛn
s
demdeːm
andernˈandɐn
nichtnɪçt
passtpast
,
kennstkɛnst
jajaː
ihriːɐ̯
Sprüchl
:
Wirft komisch den Kopf zurück, stemmt die Hände in die Hüften:
BONI
Olala
,
ichɪç
binbɪn
schonʃoːn
sozoː
gebautɡəˈbaʊ̯t
!”
Wieder warm:
BONI
Schauʃaʊ̯
,
Edwin
,
gibtɡiːpt
jajaː
tausendˈtaʊ̯zn̩də
andereˈandəʁə
Mädelˈmɛːdl̩
.
Mussmʊs
gradɡʁaːt
diedaɪ
seinzaɪ̯n
?
EDWIN
Jajaː
,
diedaɪ
.
Eseːs
kannkan
keineˈkaɪ̯nə
andereˈandəʁə
seinzaɪ̯n
.
Eseːs
gibtɡiːpt
keineˈkaɪ̯nə
andereˈandəʁə
.
Aus dem Wintergarten steckt Aranka den Kopf heraus, ruft:
EDWIN
Böni
!
mit Humor:
BONI
Dadaː
hasthast
gleichɡlaɪ̯ç
eineˈaɪ̯nə
.
Allerdingsalɐˈdɪŋs
schonʃoːn
vonfɔn
mirmiːɐ̯
besetztbəˈzɛt͡st
.
Gleichɡlaɪ̯ç
kommkɔm
ichɪç
,
Muczikam
!
Aranka verschwindet.
steckt den Kopf durch die Bühnentür. Sie hat eine Art Frisiernegligé umgeworfen, das sie lose mit der Hand beim Hals zusammenhält. Die Haare sind in reizender Unordnung. Sie erblickt zuerst Boni, der näher zur Bühnentür steht:
SYLVA
Wieviː
,
Boniˈboːni
,
duduː
?
Ichɪç
dachteˈdaxtə
dochdɔx
-
derdeːɐ̯
Fürstfʏʁst
-
Edwin tritt lebhaft auf sie zu.
SYLVA
Ah
,
dadaː
sindzɪnt
Sieziː
jajaː
!
Ihriːɐ̯
Zettelˈt͡sɛtl̩
hathat
michmɪç
schönʃøːn
erschrecktɛɐ̯ˈʃʁɛkt
!
zu Edwin:
BONI
Wasvas
,
duduː
hasthast
wasvas
angezetteltˈanɡəˌt͡sɛtl̩t
?
Zu Sylva, auf ihre Corsage deutend:
BONI
Machmax
dadaː
zut͡suː
-
eseːs
ziehtt͡siːt
dirdiːɐ̯
kaltkalt
hineinhɪˈnaɪ̯n
.
dringlich:
EDWIN
Sylva
,
ichɪç
mussmʊs
sieziː
sprechenˈʃpʁɛçn̩
.
SYLVA
Aberˈaːbɐ
jetztjɛt͡st
dochdɔx
nichtnɪçt
.
Ichɪç
mussmʊs
michmɪç
jajaː
umziehˌʊmˈt͡siː
n
.
Inniger:
SYLVA
Späterˈʃpɛːtɐ
!
Übrigensˈyːbʁɪɡn̩s
binbɪn
ichɪç
ganzɡant͡s
böseˈbøːzə
aufaʊ̯f
Sieziː
.
Nichtnɪçt
zut͡suː
kommenˈkɔmən
!
Zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
Abschiedsvorstellung[ˈapˌʃiːtsˌfoːɐ̯ʃtɛlʊŋ]
.
EDWIN
Eseːs
gibtɡiːpt
ebenˈeːbn̩
keinenˈkaɪ̯nən
Abschiedˈapˌʃiːt
.
Sieziː
dürfenˈdʏʁfn̩
nichtnɪçt
fortfoːɐ̯
.
SYLVA
Eseːs
-
gehtɡeːt
nichtnɪçt
andersˈandɐs
.
entschlossen
EDWIN
Gutɡuːt
,
danndan
weissvaɪ̯s
ichɪç
,
wasvas
ichɪç
tuteːˈʔuː
’,
ichɪç
fahreˈfaːʁə
mitmɪt
.
erschrocken:
SYLVA
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
dasdas
dürfenˈdʏʁfn̩
Sieziː
nichtnɪçt
.
bittend:
SYLVA
Edwin
,
dasdas
dürfenˈdʏʁfn̩
Sieziː
nichtnɪçt
.
treuherzig
BONI
Sagzaːk
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Freind
?
ihn anschreiend:
EDWIN
Neinnaɪ̯n
,
duduː
bistbɪst
nichtnɪçt
meinmaɪ̯n
Freundfʁɔɪ̯nt
!
Duduː
bistbɪst
einaɪ̯n
Heuchlerˈhɔɪ̯çlɐ
!
Duduː
bistbɪst
selbstzɛlpst
iniˈʔɛn
sieziː
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
!
BONI
Binbɪn
ichɪç
.
Aberˈaːbɐ
ichɪç
redʁeːt
nichtnɪçt
davondaˈfɔn
.
Ichɪç
druckdʁʊk
dasdas
iniˈʔɛn
mirmiːɐ̯
hineinhɪˈnaɪ̯n
.
Könntkœnt
ichɪç
habenˈhaːbm̩
Viehsglück
beibaɪ̯
alleˈalə
anderenˈandəʁən
Weiberˈvaɪ̯bɐ
.
Aberˈaːbɐ
keineˈkaɪ̯nə
schauʃaʊ̯
ichɪç
anaːˈʔɛn
.
Plötzlich in anderem Ton:
BONI
Jaj
,
dadaː
fälltfɛlt
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
,
Juliska
wartetˈvaʁtət
aufaʊ̯f
mirmiːɐ̯
iniˈʔɛn
Konditoreiˌkɔnditoˈʁaɪ̯
.
Ichɪç
bittbɪt
euchɔɪ̯ç
,
seidzaɪ̯t
s
nichtnɪçt
bösbøːs
’!
Zu Sylva
BONI
Aberˈaːbɐ
duduː
kennstkɛnst
jajaː
Juliska
,
wieviː
sieziː
isiːs
,
gleichɡlaɪ̯ç
machtmaxt
sieziː
mirmiːɐ̯
Szenariumst͡seˈnaːʁiʊm
.
Sofortzoˈfɔʁt
binbɪn
ichɪç
wiederˈviːdɐ
dadaː
.
Servusˈseɐ̯vus
.
Eilt ab.
geht rasch auf Edwin zu, fasst ihn bei der Hand:
SYLVA
Edwin
,
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
seinzaɪ̯n
!
trotzig, aber nicht ohne Wärme:
EDWIN
Jajaː
,
zuerstt͡suˈʔeːɐ̯st
einemˈaɪ̯nəm
dendeːn
Verstandfɛɐ̯ˈʃtant
raubenˈʁaʊ̯bm̩
,
danndan
predigenˈpʁeːdɪɡn̩
:
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
seinzaɪ̯n
!
Ichɪç
kannkan
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
.
SYLVA
Drumdʁʊm
willvɪl
ichɪç
ebenˈeːbn̩
diedaɪ
Gescheitereɡəˈʃaɪ̯təʁə
seinzaɪ̯n
.
EDWIN
Weilvaɪ̯l
Sieziː
herzlosˈhɛʁt͡sˌloːs
sindzɪnt
!
Weilvaɪ̯l
Sieziː
fürfyːɐ̯
michmɪç
nichtsnɪçt͡s
empfindenɛmˈp͡fɪndn̩
,
nichtnɪçt
sozoː
einaɪ̯n
bisselˈbɪsl̩
.
bitter:
SYLVA
Nichtnɪçt
sozoː
einaɪ̯n
bisselˈbɪsl̩
.
leidenschaftlich:
EDWIN
Sylva
,
zweit͡svaɪ̯
Monateˈmoːnatə
fastfast
binbɪn
ichɪç
vonfɔn
zuhauset͡suˈhaʊ̯zə
fortfoːɐ̯
.
Mitmɪt
meinerˈmaɪ̯nɐ
Familiefaˈmiːli̯ə
binbɪn
ichɪç
zerfallent͡sɛɐ̯ˈfalən
.
Ihretwegenˈiːʁətˌveːɡn̩
.
Dadaː
Sylva
antwortenˈantˌvɔʁtn̩
willvɪl
:
Ichɪç
weissvaɪ̯s
,
Sieziː
sindzɪnt
nichtnɪçt
schuldʃʊlt
.
Aberˈaːbɐ
ichɪç
binbɪn
ebenˈeːbn̩
verrücktfɛɐ̯ˈʁʏkt
,
vernarrtfɛɐ̯ˈnaʁt
vomfɔm
erstenˈeːɐ̯stn̩
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
SYLVA
Eseːs
istɪst
einaɪ̯n
Rauschʁaʊ̯ʃ
-
ereːɐ̯
wirdvɪʁt
vorübergehenfoˈʁyːbɐˌɡeːən
!
sie unterbrechend:
EDWIN
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
,
dasdas
istɪst
keinkaɪ̯n
Rauschʁaʊ̯ʃ
!
kommt atemlos:
BONI
Duduː
,
diedaɪ
Juliska
warvaːɐ̯
schonʃoːn
wegveːk
.
Warvaːɐ̯
sieziː
nichtnɪçt
dadaː
?
SYLVA
Neinnaɪ̯n
.
schreit ihn an:
EDWIN
Neinnaɪ̯n
!
BONI
Wovoː
derdeːɐ̯
Teifel
kannkan
sieziː
nurnuːɐ̯
steckenˈʃtɛkn̩
?
Zu Sylva:
BONI
Dadaː
hasthast
.
Kugler-Bonbons
,
mitmɪt
Paradeispaʁaˈdaɪ̯s
gefülltɡəˈfʏlt
.
gibt ihr die Tüte)
BONI
Vielleichtfiˈlaɪ̯çt
istɪst
sieziː
schonʃoːn
imiˈʔɛm
Pavillonˈpavɪljɔŋ
.
ab
zu Edwin:
SYLVA
Edwin
.
Lieberˈliːbɐ
,
seizaɪ̯
n
Sieziː
nichtnɪçt
traurigˈtʁaʊ̯ʁɪk
.
Iniˈʔɛn
vierfiːɐ̯
Wochenˈvɔxn̩
wirdvɪʁt
Ihnenˈiːnən
allesˈaləs
wieviː
einaɪ̯n
Traumtʁaʊ̯m
seinzaɪ̯n
.
EDWIN
Sieziː
behandelnbəˈhandl̩n
michmɪç
wieviː
einenˈaɪ̯nən
verliebtenfɛɐ̯ˈliːptn̩
Studentenʃtuˈdɛntn̩
.
kommt aus dem Pavillon, strahlend
BONI
Isiːs
schonʃoːn
dadaː
,
diedaɪ
Juliska
.
Bitteˈbɪtə
,
gibɡiːp
diedaɪ
Zuckerlˈt͡sʊkɐl
herheːɐ̯
,
sieziː
istɪst
bösbøːs
,
dassdas
ichɪç
ihriːɐ̯
keineˈkaɪ̯nə
mitgebrachtˈmɪtɡəˌbʁaxt
habhaːp
’.
Nimmt ihr die Tüte aus der Hand.
BONI
Dankdaŋk
schönʃøːn
.
Servusˈseɐ̯vus
!
Ab.
SYLVA
Nehmenˈneːmən
Sieziː
sichzɪç
einaɪ̯n
Beispielˈbaɪ̯ˌʃpiːl
anaːˈʔɛn
demdeːm
.
Derdeːɐ̯
gehtɡeːt
lachendlaxn̩t
durchsdʊʁçs
Lebenˈleːbm̩
.
Nr. 3: Melodram und Duett
fasst Edwin, der sich abgewendet, bei der Hand, sieht ihm innig in die Augen:
SYLVA
Edwin
,
eseːs
istɪst
meinmaɪ̯n
letzterˈlɛt͡stɐ
Abendˈaːbm̩t
heuteˈhɔɪ̯tə
.
EDWIN
Svlva
!
SYLVA
Wenigeˈveːnɪɡə
Stundenˈʃtʊndn̩
.
Wenigeˈveːnɪɡə
kurzeˈkʊʁt͡sə
Stundenˈʃtʊndn̩
nochnɔx
-
diedaɪ
möcht
ichɪç
glücklichˈɡlʏklɪç
seinzaɪ̯n
.
EDWIN
Sylva
!
Er reisst sie stürmisch an sich, küsst sie.
erwidert, fast unbewusst, den Kuss, löst sich von Edwin los:
SYLVA
Edwin
!
leidenschaftlich:
EDWIN
Bleibblaɪ̯p
’!
Einaɪ̯n
Lebenˈleːbm̩
ohneˈoːnə
dichdɪç
-
dasdas
kannkan
ichɪç
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
denkenˈdɛŋkn̩
!
SYLVA
Dasdas
sagstzaːkst
duduː
jetztjɛt͡st
,
dasdas
wirdvɪʁt
vorübergeh
n
!
Duduː
wirstvɪʁst
eineˈaɪ̯nə
andereˈandəʁə
findenˈfɪndn̩
.
EDWIN
Ichɪç
willvɪl
nurnuːɐ̯
dichdɪç
!
SYLVA
Duduː
wirstvɪʁst
dichdɪç
wiederˈviːdɐ
verliebenfɛɐ̯ˈliːbm̩
-
iniˈʔɛn
eineˈaɪ̯nə
Schönereˈʃøːnəʁə
!
EDWIN
Sylva
!
Ichɪç
willvɪl
nurnuːɐ̯
dichdɪç
!
Ichɪç
liebeˈliːbə
dichdɪç
!
Duett
EDWIN
Sichzɪç
verliebenfɛɐ̯ˈliːbm̩
kannkan
manman
öfterˈœftɐ
,
Liebenˈliːbn̩
kannkan
manman
einmalˈaɪ̯nmaːl
nurnuːɐ̯
!
Jedemˈjeːdəm
schlägtʃlɛːkt
einmalˈaɪ̯nmaːl
seinzaɪ̯n
Stündchenˈʃtʏntçən
,
Jetztjɛt͡st
binbɪn
ichɪç
halthalt
anaːˈʔɛn
derdeːɐ̯
Tourtuːɐ̯
.
Magmaːk
ichɪç
tausendˈtaʊ̯zn̩də
,
tausendmalˈtaʊ̯zn̩tmaːl
auchaʊ̯x
sagenˈzaːɡn̩
:
Dummesˈdʊməs
Herzhɛʁt͡s
,
sozoː
gibɡiːp
dochdɔx
-
Ruhʁuː
!
Hörhøːɐ̯
ichɪç
spottendˈʃpɔtn̩t
eseːs
zurt͡suːɐ̯
Antwortˈantvɔʁt
schlagenˈʃlaːɡn̩
:
Ichɪç
binbɪn
stärkerˈʃtɛʁkɐ
,
Freundfʁɔɪ̯nt
,
alsals
duduː
!
SYLVA
Undʊnt
fragfʁaːk
ichɪç
dichdɪç
:
Warumvaˈʁʊm
gradɡʁaːt
ichɪç
-
Vonfɔn
allenˈælən
Fraufʁaʊ̯
n
justjʊst
ichɪç
?
EDWIN
Ichɪç
weissvaɪ̯s
mirmiːɐ̯
keineˈkaɪ̯nə
Antwortˈantvɔʁt
draufdʁaʊ̯f
.
Werveːɐ̯
löstløːst
mirmiːɐ̯
wohlvoːl
diesdaɪs
Rätselˈʁɛːt͡sl̩
aufaʊ̯f
?
Jajaː
?
Mädchenˈmeːtçən
gibtɡiːpt
eseːs
wunderfeine
,
Dochdɔx
werveːɐ̯
liebtliːpt
,
derdeːɐ̯
siehtziːt
nurnuːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
,
Undʊnt
diedaɪ
eineˈaɪ̯nə
istɪst
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
Eineˈaɪ̯nə
nurnuːɐ̯
-
diedaɪ
istɪst
diedaɪ
Echteˈɛçtə
,
Eineˈaɪ̯nə
nurnuːɐ̯
-
diedaɪ
istɪst
diedaɪ
Rechteˈʁɛçtə
,
Diedaɪ
-
diedaɪ
unsʊns
gefälltɡəˈfɛlt
,
Diedaɪ
istɪst
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
SYLVA
Wetterleuchtenˈvɛtɐˌlɔɪ̯çtn̩
tuttuːt
eseːs
öftersˈœftɐs
,
Einmalˈaɪ̯nmaːl
schlägtʃlɛːkt
derdeːɐ̯
Blitzblɪt͡s
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
,
Vonfɔn
derdeːɐ̯
grossenˈɡʁɔsn̩
Liebeˈliːbə
kommenˈkɔmən
Ersteːɐ̯st
diedaɪ
kleinenˈklaɪ̯nən
Liebeleiliːbəˈlaɪ̯
n
.
Einaɪ̯n
sozoː
jähesˈjɛːəs
,
einaɪ̯n
sozoː
raschesˈʁaʃəs
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
,
Dasdas
verlöschtfɛɐ̯ˈlœʃt
baldbalt
ohneˈoːnə
Spurʃpuːɐ̯
Undʊnt
vonfɔn
wunderschönenˌvʊndɐˈʃøːnən
Abenteuerˈaːbn̩tɔɪ̯ɐ
Bleibtblaɪ̯pt
einaɪ̯n
Häufleinˈhɔɪ̯flaɪ̯n
Ascheˈaʃə
nurnuːɐ̯
.
EDWIN
Wennvɛn
Duduː
michmɪç
liebtestˈliːptəst
,
wieviː
ichɪç
dichdɪç
,
Sprächstʃpʁɛːçst
duduː
nichtnɪçt
sozoː
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
.
SYLVA
Eh
duduː
s
nochnɔx
denkstdɛŋkst
,
vergisstfɛɐ̯ˈɡɪst
duduː
michmɪç
,
Denndɛn
alleˈalə
Wundenˈvʊndn̩
heilthaɪ̯lt
diedaɪ
Zeitt͡saɪ̯t
.
Jajaː
?
Mädchenˈmeːtçən
gibtɡiːpt
eseːs
wunderfeine
,
Dochdɔx
werveːɐ̯
liebtliːpt
,
derdeːɐ̯
siehtziːt
nurnuːɐ̯
Undʊnt
diedaɪ
eineˈaɪ̯nə
istɪst
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
BEIDE
Eineˈaɪ̯nə
nurnuːɐ̯
-
diedaɪ
istɪst
diedaɪ
Echteˈɛçtə
,
Eineˈaɪ̯nə
nurnuːɐ̯
-
diedaɪ
istɪst
diedaɪ
Rechteˈʁɛçtə
,
Diedaɪ
-
diedaɪ
unsʊns
gefälltɡəˈfɛlt
,
Diedaɪ
istɪst
diedaɪ
Schönsteˈʃøːnstə
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
Beim Nachspiel umarmt Edwin stürmisch Sylva, sie windet sich lachend aus seinem Arm und läuft nach links, bietet ihm lachend die Wange zum Kuss, er küsst sie auf die Wange, dann fasst sie ihn mit beiden Händen beim Kopf und küsst ihn stürmisch und innig einigemale auf den Mund und beide gehen bei den letzten Takten ab, Sylva durch die Bühnentür, Edwin rechts vorn.
Boni, Juliska, Aranka, Cleo, Rizzi, Selma, Mia, Vally, Daisy - aus dem Wintergarten.
Juliska und Aranka sind in Boni eingehängt
BONI
Kommtkɔmt
nurnuːɐ̯
,
Mauserln
!
Auf den Tisch zeigend:
BONI
Dadaː
könntkœnt
s
euchɔɪ̯ç
sattzat
sehzeː
n
.
Aberˈaːbɐ
zut͡suː
essenˈɛsn̩
gibtɡiːpt
s
nixnɪks
,
bisbɪs
Sylva
kommtkɔmt
.
Die Mädchen eilen zum Tisch.
CLEO
Uj
!
Feinfaɪ̯n
!
JULISKA
Achax
wasvas
!
Ichɪç
binbɪn
mordshungrig
!
Nimmt ein Appetitbrötchen und isst.
DIE MÄDCHEN
Ichɪç
auchaʊ̯x
!
Ichɪç
auchaʊ̯x
!
Sie nehmen sich Brötchen.
BONI
Wasvas
heisst
dasdas
?
Habthaːpt
ihriːɐ̯
keineˈkaɪ̯nə
Erziehungɛɐ̯ˈt͡siːʊŋ
genossenɡəˈnɔsn̩
?
unisono, übermütig:
DIE MÄDCHEN
Neinnaɪ̯n
!
ihn ihr Brötchen zeigend:
ARANKA
Duduː
,
wasvas
istɪst
dasdas
?
BONI
Sandwichsˈzɛntvɪt͡ʃs
!
ARANKA
Schmecktʃmɛkt
auchaʊ̯x
sozoː
wieviː
Gurkenˈɡʊʁkn̩
mitmɪt
Schokolad
’-.
nimmt ein zweites Brötchen.
nimmt es ihr aus der Hand:
BONI
Könntkœnt
s
Ihriːɐ̯
denndɛn
nichtnɪçt
wartenˈvaʁtən
?
Dasdas
istɪst
dochdɔx
einaɪ̯n
Skandalskanˈdaːl
!
Isst das Brötchen selbst, die Mädchen lachen, Boni spricht kauend unartikulierte Ermahnungsworte.
die herumschnüffelt:
JULISKA
Schautʃaʊ̯t
s
diedaɪ
nettenˈnɛtn̩
Tischkarten
.
Blickt herum.
JULISKA
Wovoː
sitzzɪt͡s
denndɛn
ichɪç
?
BONI
Allesˈaləs
istɪst
geordnetɡəˈʔɔʁdnət
.
Zeigt auf die einzelnen Plätze:
BONI
Hierhiːɐ̯
sitzenˈzɪt͡sn̩
diedaɪ
Sisters
Wowurka
-
Rizzi
undʊnt
Vally
-
hierhiːɐ̯
derdeːɐ̯
Sternʃtɛʁn
vonfɔn
Barcelonaˌbaʁsəˈloːna
-
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Cleo
Pomeisl
-
hierhiːɐ̯
diedaɪ
Havannah-Prinzessin
-
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Daisy
Uppmann
ausaʊ̯s
Soroksar
-
hierhiːɐ̯
diedaɪ
Roseˈʁoːzə
desdɛs
Orientsoˈʁi̯ɛnt͡s
,
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Selma
Goldfingerˈɡɔltˌfɪŋɐ
undʊnt
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
,
anaːˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
grünenˈɡʁyːnən
Seiteˈzaɪ̯tə
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Juliska
Horvath
,
dasdas
Schwalberl
vonfɔn
Liechtenthal
.
applaudieren:
ALLE
Bravoˈbʁaːvo
!
Bravoˈbʁaːvo
!
bei ihrem Platz:
JULISKA
Dadaː
liegtliːkt
jajaː
wasvas
.
Unterˈʊntɐ
derdeːɐ̯
Serviettezɛʁˈvi̯ɛtə
.
Ah
!
Eineˈaɪ̯nə
Schachtelˈʃaxtl̩
!
stürzen ebenfalls auf die Servietten los, finden die Geschenke:
ALLE MÄDCHEN
Beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
auchaʊ̯x
!
Beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
auchaʊ̯x
!
BONI
Binbɪn
ichɪç
euerˈɔɪ̯ɐ
Freind
?
durcheinander:
DIE MÄDCHEN
Schauʃaʊ̯
,
einaɪ̯n
Glückschweinderl
!
einaɪ̯n
Fächerˈfɛçɐ
!
einaɪ̯n
Tascherl
!
einaɪ̯n
Spiegelˈʃpiːɡl̩
!
Ah
!
Ah
!
hat ihre Schachtel geöffnet:
JULISKA
Einaɪ̯n
Ringʁɪŋ
!
BONI
Eineˈaɪ̯nə
kleineˈklaɪ̯nə
sinnlicheˈzɪnlɪçə
Überraschung
zumt͡sʊm
Abschiedˈapˌʃiːt
.
JULISKA
Dieserˈdiːzɐ
Rubinʁuˈbiːn
!
Herrlichˈhɛʁlɪç
!
Umarmt und küsst Boni.
JULISKA
Boniˈboːni
,
duduː
darfstdaʁfst
nichtnɪçt
fortfoːɐ̯
!
sich an ihn hängend:
ALLE
Duduː
bleibstblaɪ̯pst
beibaɪ̯
unsʊns
.
Duduː
darfstdaʁfst
nichtnɪçt
fortfoːɐ̯
!
gerührt:
BONI
Dasdas
nenntnɛnt
manman
e
c
h
t
e
Liebeˈliːbə
.
Ichɪç
dankdaŋk
euchɔɪ̯ç
,
Kinderˈkɪndɐ
.
Aberˈaːbɐ
Abschiedˈapˌʃiːt
mussmʊs
seinzaɪ̯n
.
Abschiedˈapˌʃiːt
fürfyːɐ̯
immerˈɪmɐ
.
lebhaft:
DIE MÄDCHEN
Warumvaˈʁʊm
?
Unsinnˈʊnzɪn
!
Dasdas
gibtɡiːpt
s
nichtnɪçt
!
JULISKA
Ereːɐ̯
willvɪl
mitmɪt
derdeːɐ̯
Sylva
nachnaːx
Amerikaaˈmeːʁika
-
dasdas
istɪst
diedaɪ
Geschichteɡəˈʃɪçtə
!
Versetzt ihm einen kleinen Rippenstoss.
BONI
Nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
-
höchstensˈhøːçstn̩s
begleitenbəˈɡlaɪ̯tn̩
kleinesˈklaɪ̯nəs
Stückerl
!
Grundɡʁʊnt
fürfyːɐ̯
Abschiedˈapˌʃiːt
liegtliːkt
tieferˈtiːfɐ
.
düster:
BONI
Ichɪç
willvɪl
michmɪç
vomfɔm
Nachtlebenˈnaxtˌleːbm̩
ganzɡant͡s
zurückzieh
n
.
Die Mädchen lachen.
BONI
Seitzaɪ̯t
einigerˈaɪ̯nɪɡɐ
Zeitt͡saɪ̯t
merkmɛʁk
ichɪç
,
dassdas
ichɪç
täglichˈtɛːklɪç
älterˈɛltɐ
werdeˈveːɐ̯də
.
Dasdas
istɪst
mirmiːɐ̯
auffallendˈaʊ̯fˌfalənt
.
Ichɪç
mussmʊs
anderesˈandəʁəs
Daseinˈdaːˌzaɪ̯n
anfangenˈanˌfaŋən
.
Vielleichtfiˈlaɪ̯çt
Arbeitˈaʁbaɪ̯t
oderˈoːdɐ
Ähnlichesˈɛːnlɪçəs
!
Jedenfallsˈjeːdn̩ˌfals
mitmɪt
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
istɪst
eseːs
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
ausaʊ̯s
!
hebt die Finger in die Höhe:
BONI
Bitteˈbɪtə
,
legleːk
ichɪç
Schwurʃvuːɐ̯
abaːbeː
.
Undʊnt
wennvɛn
ichɪç
sozoː
schwöreˈʃvøːʁə
-
JULISKA
Danndan
hältsthɛlt͡st
duduː
s
nichtnɪçt
!
DIE MÄDCHEN
Boniˈboːni
,
einenˈaɪ̯nən
Kusskʊs
!
Nr. 4: Lied mit Chor
BONI
Ausaʊ̯s
istɪst
s
mitmɪt
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
ein-ˈaɪ̯n
fürfyːɐ̯
allemalaləˈmaːl
!
Schauʃaʊ̯
keinkaɪ̯n
Mädelˈmɛːdl̩
mehrmeːɐ̯
mirmiːɐ̯
anaːˈʔɛn
,
Schauʃaʊ̯
mirmiːɐ̯
keineˈkaɪ̯nə
anaːˈʔɛn
!
Wennvɛn
auchaʊ̯x
tausendˈtaʊ̯zn̩də
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
brechenˈbʁɛçn̩
,
Dasdas
istɪst
mirmiːɐ̯
egaleˈɡaːl
.
Überˈyːbɐ
alleˈalə
Weiblichkeitˈvaɪ̯plɪçkaɪ̯t
Machmax
ichɪç
einenˈaɪ̯nən
Strichʃtʁɪç
,
Iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
schönstenˈʃøːnstn̩
Blütezeitˈblyːtəˌt͡saɪ̯t
Zieht͡siː
zurückt͡suˈʁʏk
ichɪç
michmɪç
.
Meinmaɪ̯n
Entschlussɛntˈʃlʊs
stehtʃteːt
felsenfestfɛlzn̩ˈfɛst
:
Mitmɪt
derdeːɐ̯
Liebeˈliːbə
istɪst
eseːs
Restʁɛst
.
Dochdɔx
:
Ganzɡant͡s
ohneˈoːnə
Weiberˈvaɪ̯bɐ
gehtɡeːt
diedaɪ
Choseˈʃoːzə
nichtnɪçt
!
Ganzɡant͡s
ohneˈoːnə
Sonneˈzɔnə
blühtblyːt
diedaɪ
Roseˈʁoːzə
nichtnɪçt
!
Drumdʁʊm
hiehiː
undʊnt
dadaː
,
sozoː
einmalˈaɪ̯nmaːl
nochnɔx
-
Dadaː
küsskʏs
ichɪç
dochdɔx
!
Dadaː
küsskʏs
,
ichɪç
dochdɔx
!
Ganzɡant͡s
ohneˈoːnə
Weiberˈvaɪ̯bɐ
gehtɡeːt
diedaɪ
Choseˈʃoːzə
nichtnɪçt
Ganzɡant͡s
ohneˈoːnə
Sonneˈzɔnə
blühtblyːt
diedaɪ
Roseˈʁoːzə
nichtnɪçt
!
Drumdʁʊm
willvɪl
ichɪç
nichtsnɪçt͡s
verschwörenfɛɐ̯ˈʃvøːʁən
,
Willvɪl
,
Mädelsˈmɛːdl̩s
,
euchɔɪ̯ç
gehörenɡəˈhøːʁən
!
-
Schuftʃuːft
,
werveːɐ̯
seinzaɪ̯n
Wortvɔʁt
jetztjɛt͡st
nochnɔx
brichtbʁɪçt
!
Gernɡɛʁn
hätt
ichɪç
manchmalˈmançmaːl
michmɪç
schonʃoːn
ehelichˈeːəlɪç
vermähltfɛɐ̯ˈmɛːlt
,
Leiderˈlaɪ̯dɐ
dasdas
Talenttaˈlɛnt
mirmiːɐ̯
fehltfeːlt
,
Dasdas
Talenttaˈlɛnt
mirmiːɐ̯
fehltfeːlt
!
Mancheˈmançə
hätt
michmɪç
gerneˈɡɛʁnə
schonʃoːn
zumt͡sʊm
Eh
gesponsɡəˈʃpɔns
erwähltɛɐ̯ˈvɛːlt
,
Aberˈaːbɐ
ichɪç
bleibblaɪ̯p
einaɪ̯n
Galanɡaˈlaːn
,
Flottflɔt
undʊnt
feschfɛʃ
undʊnt
freifʁaɪ̯
!
Stellʃtɛl
michmɪç
nichtnɪçt
alsals
Ehemannˈeːəˌman
Unterˈʊntɐ
Polizeiˌpoliˈt͡saɪ̯
.
Ichɪç
gestehɡəˈʃteː
eseːs
ohneˈoːnə
Schamʃaːm
:
Niemalsˈniːmaːls
werdveːɐ̯t
ichɪç
monogammonoˈɡaːm
.
Denndɛn
:
Ganzɡant͡s
ohneˈoːnə
Weiberˈvaɪ̯bɐ
gehtɡeːt
diedaɪ
Choseˈʃoːzə
nichtnɪçt
!
Ganzɡant͡s
ohneˈoːnə
Sonneˈzɔnə
blühtblyːt
diedaɪ
Roseˈʁoːzə
nichtnɪçt
!
Drumdʁʊm
hiehiː
undʊnt
dadaː
,
sozoː
einmalˈaɪ̯nmaːl
nochnɔx
-
Dadaː
küsskʏs
ichɪç
dochdɔx
!
Dadaː
küsskʏs
ichɪç
dochdɔx
!
MÄDCHENˈmeːtçən
undʊnt
BONIˈboːni
Ganzɡant͡s
ohneˈoːnə
Weiberˈvaɪ̯bɐ
gehtɡeːt
diedaɪ
Choseˈʃoːzə
nichtnɪçt
!
usw.
ab.
Feri, Merö, Endrey, Vihar, zwei Kavaliere, Boni, Juliska, Cleo. Aranka, Rizzi, Selma, Mia, Daisy, Vally; dann Sylva, Edwin.
Feri durch die Bühnentür, die er offen lässt, geschäftig mit Blumen beladen, gefolgt von Merö, Vihar, Szerenyi und zwei Kavalieren.
Boni mit allen Mädchen vom Wintergarten her.
die Blumen ablegend. Ruft:
FERI
Kinderˈkɪndɐ
schnellʃnɛl
!
Merö
,
setzzɛt͡s
dichdɪç
aufaʊ̯f
Klavierklaˈviːɐ̯
,
spielʃpiːl
einaɪ̯n
Tuschtʊʃ
,
wennvɛn
Sylva
kommtkɔmt
!
Merö steigt über die Brüstung ins Bühnenorchester, setzt sich zum Piano.
zu den anderen:
FERI
Stelltʃtɛlt
euchɔɪ̯ç
aufaʊ̯f
!
Nichtnɪçt
sozoː
iniˈʔɛn
Haufenˈhaʊ̯fm̩
!
Verteiltfɛɐ̯ˈtaɪ̯lt
euchɔɪ̯ç
iniˈʔɛn
Geschlechterɡəˈʃlɛçtɐ
!
Sozoː
!
Sieht zur Bühnentür.
FERI
Dadaː
istɪst
sieziː
schonʃoːn
!
Läuft Sylva entgegen.
Sylva am Arm Feris in aparter Toilette, hält einen schönen Strauss aus Veilchen und Rosen in der Hand.
spielt den Tusch, alle jubeln Sylva zu:
MERÖ
Hochhoːx
!
Edwin ist inzwischen aufgetreten, bleibt rechts allein stehen, beteiligt sich nicht an den Ovationen.
noch während des Tusches, abwehrend:
SYLVA
Aberˈaːbɐ
,
Kinderˈkɪndɐ
,
wasvas
fälltfɛlt
euchɔɪ̯ç
denndɛn
einaɪ̯n
?
Ihriːɐ̯
machtmaxt
jajaː
zuviel
Geschichtenɡəˈʃɪçtn̩
mitmɪt
mirmiːɐ̯
.
Allen die Hände drückend:
SYLVA
Ichɪç
dankeˈdaŋkə
euchɔɪ̯ç
allenˈælən
-
herzlichˈhɛʁt͡slɪç
!
Edwin erblickend, geht lebhaft, erfreut auf ihn zu, zeigt auf die Blumen, die sie trägt:
SYLVA
Dadaː
sehzeː
n
Sieziː
!
Ichɪç
trageˈtʁaːɡə
Ihreˈiːʁə
Blumenˈbluːmən
.
-
küsst ihr die Hand
sich zu allen wendend, in strahlender Laune:
SYLVA
Wieviː
glücklichˈɡlʏklɪç
binbɪn
ichɪç
,
dieseˈdiːzə
paarpaːɐ̯
letztenˈlɛt͡stn̩
Stundenˈʃtʊndn̩
mitmɪt
euchɔɪ̯ç
zut͡suː
verbringenfɛɐ̯ˈbʁɪŋən
!
Keinerˈkaɪ̯nɐ
darfdaʁf
mirmiːɐ̯
vomfɔm
Abschiedˈapˌʃiːt
redenˈʁeːdn̩
.
Lachenˈlaxn̩
,
scherzenˈʃɛʁt͡sn̩
,
tanzenˈtant͡sn̩
,
tolltɔl
seinzaɪ̯n
undʊnt
,
wennvɛn
s
denndɛn
seinzaɪ̯n
mussmʊs
,
einaɪ̯n
Händedruckˈhɛndəˌdʁʊk
,
einaɪ̯n
Kusskʊs
-
undʊnt
danndan
pfeift durch die Finger:
SYLVA
huit
!
sie kopierend:
FERI
Huit
!
-
kommkɔm
essenˈɛsn̩
!
Reicht ihr den Arm.
SYLVA
Neinnaɪ̯n
,
dankeˈdaŋkə
.
Späterˈʃpɛːtɐ
vielleichtfiˈlaɪ̯çt
.
Aberˈaːbɐ
lasstlast
euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
störenˈʃtøːʁən
.
Zu den Herren:
SYLVA
Werveːɐ̯
michmɪç
liebtliːpt
gibtɡiːpt
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
Glasɡlaːs
Champagnerʃamˈpanjɐ
!
Alle Herren stürzen zum Tisch, balgen sich um die Flaschen und Gläser, schenken ein, einer den andern an Eile überbietend.
Edwin hat blitzschnell aus einem abseits auf einem Nebentischchen stehenden Kübel die Flasche ergriffen, eingeschenkt und bringt, während sich die andern, besonders Boni, noch beim Tisch raufen, Sylva ruhig das Glas.
SYLVA
Ichɪç
dankeˈdaŋkə
schönʃøːn
,
lieberˈliːbɐ
Fürstfʏʁst
!
bringen Sylva vollgefüllte Gläser, Sylva umringend:
ALLE KAVALIERE
Aufaʊ̯f
Sylva
Varescu
!
Hochhoːx
!
ihr Glas erhebend
SYLVA
Aufaʊ̯f
diedaɪ
Zukunftˈt͡suːˌkʊnft
!
mit ihr anstossend, ihr ins Auge sehend:
EDWIN
Aufaʊ̯f
diedaɪ
Gegenwartˈɡeːɡn̩ˌvaʁt
!
eine Neige zu Boden schüttend:
FERI
Aufaʊ̯f
diedaɪ
Vergangenheitˌfɛɐ̯ˈɡaŋənhaɪ̯t
!
vom Tisch herüber:
DIE MÄDCHEN
Prostpʁoːst
Sylva
!
SYLVA
Aufaʊ̯f
euerˈɔɪ̯ɐ
Glückɡlʏk
!
Trinkt.
ALLE
Hochhoːx
!
VIHAR
Kinderˈkɪndɐ
kommtkɔmt
iniˈʔɛn
dendeːn
Wintergartenˈvɪntɐˌɡaʁtn̩
!
SYLVA
Gehtɡeːt
nurnuːɐ̯
,
ichɪç
kommeˈkɔmə
nachnaːx
.
Kinderˈkɪndɐ
ichɪç
binbɪn
jajaː
sozoː
seligˈzeːlɪk
!
Alles ab bis auf Sylva, Boni, Feri und Edwin.
Edwin fixierend, der allein zu ihrer Rechten steht
SYLVA
Manman
mussmʊs
sichzɪç
nurnuːɐ̯
zusammennehment͡suˈzamənˌneːmən
könnenˈkœnən
.
Ichɪç
binbɪn
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
Mädelˈmɛːdl̩
,
aberˈaːbɐ
ichɪç
kannkan
s
.
Keinerˈkaɪ̯nɐ
darfdaʁf
mirmiːɐ̯
s
anmerkenˈanˌmɛʁkn̩
,
wennvɛn
s
nochnɔx
sozoː
wehveː
tuttuːt
.
Ichɪç
habhaːp
michmɪç
iniˈʔɛn
meinerˈmaɪ̯nɐ
Gewaltɡəˈvalt
.
Ichɪç
lachlax
’,
lacheˈlaxə
….
bisbɪs
zumt͡sʊm
letztenˈlɛt͡stn̩
Momentmoˈmɛnt
lachlax
ichɪç
.
Fängt plötzlich heftig zu weinen an.
sie tröstend:
BONI
Nana
,
nana
,
lachlax
dichdɪç
nurnuːɐ̯
ausaʊ̯s
!
SYLVA
Boniˈboːni
,
meinmaɪ̯n
Taschentuchˈtaʃn̩ˌtuːx
!
reicht es ihr:
BONI
Dadaː
.
SYLVA
Ichɪç
weissvaɪ̯s
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
,
wieviː
dasdas
sozoː
plötzlichˈplœt͡slɪç
ichɪç
habhaːp
sozoː
nachnaːx
Haushaʊ̯s
gedachtɡəˈdaxt
,
anaːˈʔɛn
Mamuska
,
anaːˈʔɛn
diedaɪ
Schwesternˈʃvɛstɐn
,
wieviː
sieziː
jetztjɛt͡st
zuhauset͡suˈhaʊ̯zə
sitzenˈzɪt͡sn̩
iniˈʔɛn
Kis-Küküllö
.
BONI
Imiˈʔɛm
schönenˈʃøːnən
Kis-Küküllö
,
wovoː
diedaɪ
Schweindel
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Promenadepʁoməˈnaːdə
spazierenʃpaˈt͡siːʁən
gehɡeː
n
.
flüsteit ihr zu:
EDWIN
Sylva
,
duduː
belügstbəˈlyːkst
dichdɪç
selbstzɛlpst
.
sich zum Lächeln zwingend:
SYLVA
O
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
!
Garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
!
wie oben:
EDWIN
Duduː
wehrstveːɐ̯st
dichdɪç
vergeblichfɛɐ̯ˈɡeːplɪç
!
Ergreift leidenschaftlich ihre Hand:
EDWIN
Duduː
liebstliːpst
michmɪç
!
die Augen schliessend:
SYLVA
Umsoˈʊmzoː
besserˈbɛsɐ
,
wennvɛn
ichɪç
geheˈɡeːə
!
EDWIN
Champagnerʃamˈpanjɐ
herheːɐ̯
’!
BONI
Bruderherz
,
duduː
trinksttʁɪŋkst
zut͡suː
vielfiːl
!
Wirstvɪʁst
Schwipsʃvɪps
kriegenˈkʁiːɡn̩
.
EDWIN
Jajaː
,
dasdas
willvɪl
ichɪç
!
Gibɡiːp
herheːɐ̯
,
Boniˈboːni
!
reicht ihm ein volles Glas:
BONI
Dadaː
!
-
Sagzaːk
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Freind
?
EDWIN
Trinkttʁɪŋkt
,
Kinderˈkɪndɐ
!
Alleˈalə
!
Duduː
auchaʊ̯x
,
Sylva
!
Allesˈaləs
mussmʊs
beschwipstbəˈʃvɪpst
seinzaɪ̯n
!
Reicht Sylva ein volles Glas.
aufspringend:
SYLVA
Rechtʁɛçt
sozoː
!
Aufaʊ̯f
wasvas
sollenˈzɔlən
wirviːɐ̯
anstossen[ˈanˌʃtoːsn̩]
?
Aufaʊ̯f
michmɪç
!
Eseːs
lebeˈleːbə
diedaɪ
Jugendˈjuːɡn̩t
!
FERI
Eseːs
lebeˈleːbə
diedaɪ
Freundschaftˈfʁɔɪ̯ntʃaft
!
mit Sylva anstossend, sieht ihr fest ins Auge:
BONI
Eseːs
lebeˈleːbə
diedaɪ
Liebeˈliːbə
!
EDWIN
Jawohljaˈvoːl
.
Eseːs
lebeˈleːbə
dasdas
Glückɡlʏk
.
Nr. 5: Sylvas Lied mit Ensemble
SYLVA
O
jagjaːk
demdeːm
Glückɡlʏk
nichtnɪçt
nachnaːx
aufaʊ̯f
meilenfernen
Wegenˈveːɡn̩
!
Holdhɔlt
lächelndˈlɛçl̩nt
tritttʁɪt
eseːs
dirdiːɐ̯
vonfɔn
selberˈzɛlbɐ
schonʃoːn
entgegenɛntˈɡeːɡn̩
.
Imiˈʔɛm
eigˈaɪ̯ɡəntlɪç
nennən
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
suchzuːx
s
-
nichtnɪçt
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
Getriebeɡəˈtʁiːbə
-
Dasdas
Glückɡlʏk
wohntvoːnt
überallyːbɐˈʔal
,
denndɛn
überallyːbɐˈʔal
wohntvoːnt
Liebeˈliːbə
!
Ergreift ein Glas.
SYLVA
Heissa
,
sozoː
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
zut͡suː
seinzaɪ̯n
,
Kannkan
s
wasvas
Schönʃøːn
resʁeːs
gebenˈɡeːbm̩
!
Herheːɐ̯
mitmɪt
demdeːm
Champagnerwein
!
Liebeˈliːbə
,
duduː
sollstzɔlst
lebenˈleːbm̩
!
Liebeˈliːbə
,
allerˈalɐ
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
Preispʁaɪ̯s
Allerˈalɐ
Leidenˈlaɪ̯dn̩
Quelleˈkvɛlə
!
Bistbɪst
einaɪ̯n
bittbɪt
resʁeːs
Himmelreichˈhɪml̩ˌʁaɪ̯ç
,
Eineˈaɪ̯nə
süsseˈzyːsə
Hölleˈhœlə
!
Packtpakt
eseːs
dichdɪç
sozoː
heisshaɪ̯s
dadaː
drinnenˈdʁɪnən
,
Willvɪl
s
diedaɪ
Sinneˈzɪnə
raubenˈʁaʊ̯bm̩
,
Freundfʁɔɪ̯nt
,
dadaː
gibtɡiːpt
eseːs
keinkaɪ̯n
Entrinnenɛntˈʁɪnən
Danndan
musstmʊst
duduː
drandʁan
glaubenˈɡlaʊ̯bn̩
.
Heihaɪ̯
!
Wehrstveːɐ̯st
duduː
dichdɪç
auchaʊ̯x
nochnɔx
sozoː
sehrzeːɐ̯
,
Packtpakt
s
dichdɪç
umʊm
sozoː
mehrmeːɐ̯
!
Boni und Feri schlagen ihre Sektgläser zu Boden.
SYLVA
Jajaː
sozoː
einaɪ̯n
Teufelsweibˈtɔɪ̯fl̩sˌvaɪ̯p
Fängtfɛŋt
dichdɪç
mitmɪt
Seelzeːl
undʊnt
Leiblaɪ̯p
!
Fliehstfliːst
duduː
ansans
Endɛnt
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
Sieziː
dichdɪç
iniˈʔɛn
Bandenˈbandn̩
hälthɛlt
!
Jajaː
,
sozoː
einaɪ̯n
kleinesˈklaɪ̯nəs
Weibvaɪ̯p
,
Jajaː
,
sozoː
einaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
,
Weibvaɪ̯p
,
Weibvaɪ̯p
,
Weibvaɪ̯p
,
Dasdas
hathat
dendeːn
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
,
dendeːn
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
hathat
s
imiˈʔɛm
Leiblaɪ̯p
!
Dasdas
Schönsteˈʃøːnstə
,
wasvas
eseːs
gibtɡiːpt
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
aufaʊ̯f
Erdenˈeːɐ̯dn̩
,
Dasdas
istɪst
zut͡suː
liebenˈliːbn̩
nichtnɪçt
-
dasdas
istɪst
geliebtɡəˈliːpt
zut͡suː
werdenˈveːɐ̯dn̩
!
Wieviː
armaʁm
wärvɛːr
unserˈʊnzɐ
Herzhɛʁt͡s
,
wennvɛn
unsʊns
derdeːɐ̯
Trosttʁoːst
nichtnɪçt
bliebeˈbliːbə
!
Dasdas
Glückɡlʏk
wohntvoːnt
überallyːbɐˈʔal
,
denndɛn
überallyːbɐˈʔal
wohntvoːnt
Liebeˈliːbə
!
BONI
Heissa
!
Hörhøːɐ̯
eseːs
,
schnödeˈʃnøːdə
Weltvɛlt
,
Hörhøːɐ̯
eseːs
,
stillerˈʃtɪlɐ
Wandvant
rer
!
Wennvɛn
einaɪ̯n
Mädchenˈmeːtçən
mirmiːɐ̯
gefälltɡəˈfɛlt
-
Hathat
sieziː
schonʃoːn
einaɪ̯n
and
rer
!
EDWIN
Heisshaɪ̯s
!
Hochhoːx
diedaɪ
letzteˈlɛt͡stə
Nachtnaxt
!
Lasstlast
diedaɪ
Pfropfenˈp͡fʁɔp͡fn̩
fliegenˈfliːɡn̩
!
Einerˈaɪ̯nɐ
nurnuːɐ̯
gewinntɡəˈvɪnt
diedaɪ
Schlachtʃlaxt
!
Liebchenˈliːpçən
,
werveːɐ̯
wirdvɪʁt
siegenˈziːɡn̩
?
SYLVA
Willvɪl
eseːs
zut͡suː
demdeːm
Kampfkamp͡f
dichdɪç
drängenˈdʁɛŋən
,
Kannkan
ichɪç
dichdɪç
nichtnɪçt
rettenˈʁɛtn̩
!
Hüteˈhyːtə
dichdɪç
,
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
zut͡suː
hängenˈhɛŋən
Anaːˈʔɛn
diedaɪ
Chansonetten
!
Heihaɪ̯
!
Hasthast
duduː
dichdɪç
sozoː
rechtʁɛçt
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
Rettungˈʁɛtʊŋ
eseːs
nichtnɪçt
gibtɡiːpt
.
ALLE
Jajaː
,
sozoː
einaɪ̯n
Teufelsweibˈtɔɪ̯fl̩sˌvaɪ̯p
-
usw.
Wilder, sich immer steigender Tanz. Alle ab nach Arrangement in den Wintergarten.
eleganter Offizier in Zivil (Automobiltracht). Monokel. Etwas gespreizt, aber nicht karikiert:
ROHNSDORFF
Meldenˈmɛldn̩
Sieziː
michmɪç
sofortzoˈfɔʁt
Seinerˈzaɪ̯nɐ
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
,
demdeːm
Fürstenˈfʏʁstn̩
Lippert-Weylersheim
.
Gibt seine Karte, Miksa wirft einen Blick darauf und eilt sofort in den Wintergarten. - Aus dem Wintergarten ausgelassenes Geschrei und Gelächter.
ROHNSDORFF
Schöneˈʃøːnə
Gesellschaftɡəˈzɛlʃaft
!
kommt, sichtlich erstaunt:
EDWIN
Eugenɔɪ̯ˈɡeːn
,
duduː
?
Wasvas
führtfyːɐ̯t
dichdɪç
hierherˈhiːɐ̯ˈheːɐ̯
?
Umʊm
dieseˈdiːzə
Zeitt͡saɪ̯t
?
Istɪst
zut͡suː
Hauseˈhaʊ̯zə
wasvas
gescheh
n
?
ROHNSDORFF
Nichtsnɪçt͡s
,
-
Beruhigebəˈʁuːɪɡə
dichdɪç
.
EDWIN
Wannvan
bistbɪst
duduː
denndɛn
gekommenɡəˈkɔmən
?
ROHNSDORFF
Soebenzoˈʔeːbn̩
.
Mitmɪt
demdeːm
Autoˈaʊ̯to
.
Manman
hathat
mirmiːɐ̯
iniˈʔɛn
deinemˈdaɪ̯nəm
Hotelhoˈtɛl
gesagtɡəˈzaːkt
,
dassdas
duduː
hierhiːɐ̯
bistbɪst
.
Übrigensˈyːbʁɪɡn̩s
-
warvaːɐ̯
s
nichtnɪçt
schwerʃveːɐ̯
zut͡suː
erratenɛɐ̯ˈʁaːtn̩
.
EDWIN
Sozoː
erkläreɛɐ̯ˈklɛːʁə
mirmiːɐ̯
dochdɔx
-
ROHNSDORFF
Duduː
musstmʊst
nachnaːx
Wienviːn
.
Augenblicklichˌaʊ̯ɡn̩ˈblɪklɪç
.
EDWIN
Nachnaːx
Wienviːn
?
Jetztjɛt͡st
?
Fälltfɛlt
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
einaɪ̯n
!
zieht einen Bogen heraus:
ROHNSDORFF
Dadaː
liesliːs
!
liest:
EDWIN
Eineˈaɪ̯nə
Einberufungˈaɪ̯nbəˌʁuːfʊŋ
?
scharf betonend:
ROHNSDORFF
Persönlichepɛʁˈzøːnlɪçə
Meldungˈmɛldʊŋ
beimbaɪ̯m
Korpskommando
.
Morgenˈmɔʁɡn̩
.
sieht auf die Uhr
ROHNSDORFF
-
alsoˈalzo
heuteˈhɔɪ̯tə
,
11
.
Maimaɪ̯
,
halbhalp
zwölft͡svœlf
vormittagsˈfoːɐ̯mɪtaːks
,
stampft mit dem Fuss:
EDWIN
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
Geht erregt auf und ab.
EDWIN
Aberˈaːbɐ
jetztjɛt͡st
gehtɡeːt
jajaː
dochdɔx
garɡaːɐ̯
keinkaɪ̯n
Zugt͡suːk
.
ROHNSDORFF
Untenˈʊntn̩
wartetˈvaʁtət
meinmaɪ̯n
Autoˈaʊ̯to
.
ausbrechend
EDWIN
Dasdas
istɪst
einaɪ̯n
abgekartetesˈapɡəˌkaʁtətəs
Spielʃpiːl
!
Dasdas
hathat
Papaˈpapa
durchgesetztˈdʊʁçɡəˌzɛt͡st
.
Umʊm
michmɪç
vonfɔn
hierhiːɐ̯
wegzubringenˈvɛkt͡suˌbʁɪŋən
.
Ichɪç
gehɡeː
nichtnɪçt
!
ROHNSDORFF
Duduː
bistbɪst
Offizierɔfiˈt͡siːɐ̯
-
Duduː
hathat
derdeːɐ̯
Orderˈɔʁdɐ
zut͡suː
gehorchenɡəˈhɔʁçn̩
.
Undʊnt
wennvɛn
deindaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
dieseˈdiːzə
Einberufungˈaɪ̯nbəˌʁuːfʊŋ
veranlasstfɛɐ̯ˈʔanˌlast
hathat
-
ereːɐ̯
hathat
rechtʁɛçt
.
EDWIN
Rohnsdorff
,
ichɪç
mussmʊs
dichdɪç
bittenˈbɪtən
legt ihm die Hand auf die Schulter
ROHNSDORFF
Edwin
ichɪç
redʁeːt
zut͡suː
dirdiːɐ̯
alsals
deindaɪ̯n
ältererˈɛltəʁɐ
Kameradkaməˈʁaːt
-
alsals
deindaɪ̯n
Vetterˈfɛtɐ
.
Duduː
kompromittierstkɔmpʁomɪˈtiːɐ̯st
unsʊns
!
EDWIN
Kompromittierenkɔmpʁomɪˈtiːʁən
!
Weilvaɪ̯l
ichɪç
einaɪ̯n
bravesˈbʁaːvəs
,
anständigesˈanˌʃtɛndɪɡəs
Mädelˈmɛːdl̩
liebliːp
habhaːp
’?
ROHNSDORFF
Eineˈaɪ̯nə
Chansonetteʃɑ̃soˈnɛtə
!
EDWIN
Jajaː
,
Aberˈaːbɐ
wasvas
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
!
ROHNSDORFF
Eineˈaɪ̯nə
Tingl-Tangl-Dame
!
EDWIN
Duduː
,
Rohnsdorff
!
scharf
ROHNSDORFF
Solcheˈzɔlçə
Frauenzimmerˈfʁaʊ̯ənˌt͡sɪmɐ
,
diedaɪ
schauʃaʊ̯
ichɪç
nichtnɪçt
einmalˈaɪ̯nmaːl
anaːˈʔɛn
.
Pause
ROHNSDORFF
Undʊnt
dabeidaˈbaɪ̯
binbɪn
ichɪç
einaɪ̯n
freierˈfʁaɪ̯ɐ
Mannman
-
währendˈvɛːʁənt
duduː
zut͡suː
Hauseˈhaʊ̯zə
eineˈaɪ̯nə
Brautbʁaʊ̯t
sitzenˈzɪt͡sn̩
hasthast
.
EDWIN
Dasdas
istɪst
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
!
Stasiˈʃtaːzi
istɪst
nichtnɪçt
meineˈmaɪ̯nə
Brautbʁaʊ̯t
!
Cousinekuˈziːnə
...
diedaɪ
gewisseɡəˈvɪsə
unvermeidlicheˈʊnfɛɐ̯ˌmaɪ̯tlɪçə
Jugendliebeˈjuːɡn̩tˌliːbə
.
ROHNSDORFF
Duduː
hasthast
dichdɪç
mitmɪt
ihriːɐ̯
verlobtfɛɐ̯ˈloːpt
.
EDWIN
Vorfoːɐ̯
fünffʏnf
Jahrenˈjaːʁən
.
Dadaː
warvaːɐ̯
ichɪç
Studentʃtuˈdɛnt
undʊnt
sieziː
nochnɔx
einaɪ̯n
Kindkɪnt
.
Sozoː
wasvas
nimmtnɪmt
manman
dochdɔx
nichtnɪçt
ernstɛʁnst
!
ROHNSDORFF
Stasiˈʃtaːzi
hathat
eseːs
ernstɛʁnst
genommenɡəˈnɔmən
.
Deineˈdaɪ̯nə
Elternˈɛltɐn
auchaʊ̯x
.
Sieziː
drängenˈdʁɛŋən
aufaʊ̯f
baldigeˈbaldɪɡə
Hochzeitˈhoːxˌt͡saɪ̯t
.
entsetzt
EDWIN
Waas
?
Greift sich an die Schläfen.
EDWIN
Ah
!
Ah
!
Dadaː
mussmʊs
wasvas
gescheh
n
!
Stürzt ein Glas Sekt hinunter.
ELFTE SZENE
kommt
SYLVA
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
,
wovoː
steckenˈʃtɛkn̩
Sieziː
?
Erblickt Rohnsdorff, will sich zurückziehen:
SYLVA
O
Pardonpaʁˈdɔŋ
!
EDWIN
Bleibblaɪ̯p
-
bleibenˈblaɪ̯bm̩
Sieziː
!
beim Anblick Sylvas, für sich:
ROHNSDORFF
Donnerwetterˈdɔnɐˌvɛtɐ
!
Richtet an seinem Schnurrbart.
vorstellend:
EDWIN
Meinmaɪ̯n
Vetterˈfɛtɐ
,
Oberleutnantˈoːbɐˌlɔɪ̯tnant
vonfɔn
Rohnsdorff
-
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Sylva
Varescu
.
verbeugt sich
macht einen übertriebenen zeremoniellen Knix:
SYLVA
Sieziː
werdenˈveːɐ̯dn̩
anaːˈʔɛn
unsererˈʊnzəʁɐ
kleinenˈklaɪ̯nən
Feierˈfaɪ̯ɐ
teilnehmenˈtaɪ̯lˌneːmən
-
jajaː
,
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
?
EDWIN
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
-
ereːɐ̯
kannkan
nichtnɪçt
bleibenˈblaɪ̯bm̩
.
Ereːɐ̯
mussmʊs
fortfoːɐ̯
.
Wirviːɐ̯
müssenˈmʏsn̩
-
ereːɐ̯
kommtkɔmt
nämlichˈnɛːmlɪç
-
stockt
sieht beide fragend an
ROHNSDORFF
Edwin
zut͡suː
entführenɛntˈfyːʁən
.
SYLVA
Ah
!
EDWIN
Eineˈaɪ̯nə
dienstlicheˈdiːnstlɪçə
Angelegenheitˈanɡəˌleːɡn̩haɪ̯t
.
Ichɪç
mussmʊs
michmɪç
heuteˈhɔɪ̯tə
Vormittagˈfoːɐ̯mɪˌtaːk
beimbaɪ̯m
Korpskommando
meldenˈmɛldn̩
.
nachdenklich:
SYLVA
Sozoː
-
sozoː
?
ROHNSDORFF
Unaufschiebbarˈʊnʔaʊ̯fˌʃiːpbaːɐ̯
.
Jedes Wort betonend:
SYLVA
Alsoˈalzo
-
sehrzeːɐ̯
-
dringendˈdʁɪŋənt
...
zwingt sich zu einem leichten Ton:
SYLVA
Nana
-
dadaː
habenˈhaːbm̩
wirviːɐ̯
gleichɡlaɪ̯ç
doppeltenˈdɔpl̩tn̩
Abschiedˈapˌʃiːt
.
ROHNSDORFF
Wieviː
meinenˈmaɪ̯nn̩
Gnädigsteˈɡnɛːdɪkstə
?
SYLVA
Iniˈʔɛn
einigenˈaɪ̯nɪɡn̩
Stundenˈʃtʊndn̩
besteigbəˈʃtaɪ̯k
ichɪç
dendeːn
Triester
Zugt͡suːk
,
derdeːɐ̯
michmɪç
nachnaːx
Amerikaaˈmeːʁika
führtfyːɐ̯t
.
unwillkürlich freudig:
ROHNSDORFF
Ah
,
umʊm
sozoː
besserˈbɛsɐ
!
SYLVA
Wieviː
?
ROHNSDORFF
fürfyːɐ̯
diedaɪ
Amerikanerameʁiˈkaːnɐ
!
Natürlichnaˈtyːɐ̯lɪç
!
schalkhaft drohend
SYLVA
Nana
,
nana
!
zu Edwin:
SYLVA
Sehzeː
ichɪç
Sieziː
nochnɔx
?
der lebhaft auf- und abgegangen, mehrmals getrunken hat und dem man ansieht, dass in ihm ein Enschluss reift.
Sehr laut:
EDWIN
O
jajaː
!
Bedeutendbəˈdɔɪ̯tn̩t
sogarzoˈɡaːɐ̯
!
SYLVA
Ichɪç
mussmʊs
zut͡suː
meinenˈmaɪ̯nn̩
Freundenˈfʁɔɪ̯ndn̩
.
Reicht Rohnsdorff die Hand
SYLVA
Herrhɛʁ
Oberleutnantˈoːbɐˌlɔɪ̯tnant
!
Schadʃaːt
’,
dassdas
Sieziː
nichtnɪçt
dableibenˈdaːˌblaɪ̯bn̩
könnenˈkœnən
!
küsst ihr die Hand:
ROHNSDORFF
Schadeˈʃaːdə
!
Aufaʊ̯f
Wiedersehenˈviːdɐˌzeːən
!
küsst ihr die Hand: Öffnet ihr sehr galant die Tür.
ROHNSDORFF
Aufaʊ̯f
Wiedersehenˈviːdɐˌzeːən
!
SYLVA
Vielleichtfiˈlaɪ̯çt
!
sieht ihr nach.
ZWÖLFTE SZENE
EDWIN
Nana
,
nana
,
zereiss
dichdɪç
nurnuːɐ̯
nichtnɪçt
!
Ichɪç
findeˈfɪndə
,
dassdas
duduː
einaɪ̯n
bisschenˈbɪsçən
sehrzeːɐ̯
galantɡaˈlant
bistbɪst
gegenˈɡeːɡn̩
sozoː
eineˈaɪ̯nə
Tingl-Tangl-Dame
...
!
ROHNSDORFF
Erlaubeɛɐ̯ˈlaʊ̯bə
mirmiːɐ̯
-
anschauenˈanˌʃaʊ̯ən
kannkan
ichɪç
sieziː
dochdɔx
!
Zu Edwin, der wieder ein Glas leert:
ROHNSDORFF
Trinktʁɪŋk
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
Edwin
,
-
kommkɔm
’!
s
istɪst
höchsteˈhøːçstə
Zeitt͡saɪ̯t
,
dassdas
duduː
nachnaːx
Wienviːn
fährstfɛːɐ̯st
!
fasst ihn an den Armen:
EDWIN
Verstehstfɛɐ̯ˈʃteːst
duduː
michmɪç
jetztjɛt͡st
?
Begreifstbəˈɡʁaɪ̯fst
duduː
?
ROHNSDORFF
Jajaː
,
jajaː
-
kommkɔm
’!
EDWIN
Iniˈʔɛn
einerˈaɪ̯nɐ
halbenˈhalbn̩
Stundeˈʃtʊndə
.
Gehɡeː
inzwischenɪnˈt͡svɪʃn̩
insɪns
Kaffeehauskaˈfeːˌhaʊ̯s
.
Danndan
holhoːl
michmɪç
abaːbeː
.
ROHNSDORFF
Aberˈaːbɐ
-
EDWIN
Wirviːɐ̯
kommenˈkɔmən
zurechtt͡suːˈʁɛçt
,
verlassfɛɐ̯ˈlas
dichdɪç
draufdʁaʊ̯f
.
kommt aus dem Wintergarten:
BONI
Wasvas
hörhøːɐ̯
ichɪç
dadaː
?
Derdeːɐ̯
Rohnsdorff
istɪst
dadaː
?
Undʊnt
duduː
musstmʊst
dienstlichˈdiːnstlɪç
nachnaːx
Wienviːn
?
Drückt Rohnsdorff die Hand.
BONI
Servusˈseɐ̯vus
.
Dadaː
wirdvɪʁt
Vaterˈfaːtɐ
Freudeˈfʁɔɪ̯də
habenˈhaːbm̩
!
übermütig:
EDWIN
Wirdvɪʁt
ereːɐ̯
habenˈhaːbm̩
!
Klopft Boni auf die Schulter.
EDWIN
Undʊnt
duduː
auchaʊ̯x
.
Alleˈalə
solltzɔlt
Ihriːɐ̯
eureˈɔɪ̯ʁə
Freudeˈfʁɔɪ̯də
habenˈhaːbm̩
!
Zu Rohnsdorff:
EDWIN
Eseːs
bleibtblaɪ̯pt
dabeidaˈbaɪ̯
.
Iniˈʔɛn
einerˈaɪ̯nɐ
halbenˈhalbn̩
Stundeˈʃtʊndə
holsthoːlst
duduː
michmɪç
.
Keineˈkaɪ̯nə
Minutemiˈnuːtə
früherˈfʁyːɐ
.
ROHNSDORFF
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
pünktlichˈpʏŋktlɪç
seinzaɪ̯n
.
ironisch:
EDWIN
Ichɪç
auchaʊ̯x
!
Servusˈseɐ̯vus
,
geliebterɡəˈliːptɐ
Vetterˈfɛtɐ
!
Ab in den Wintergarten.
BONI
Sagzaːk
’,
binbɪn
ichɪç
deineˈdaɪ̯nə
Freind
?
Alsoˈalzo
-
umʊm
wasvas
handeltˈhandl̩t
sichzɪç
?
ROHNSDORFF
Ereːɐ̯
mussmʊs
sichzɪç
vonfɔn
Sylva
trennenˈtʁɛnən
-
ein-ˈaɪ̯n
fürfyːɐ̯
allemalaləˈmaːl
.
BONI
Ahaaˈha
!
ROHNSDORFF
Ereːɐ̯
istɪst
verlobtfɛɐ̯ˈloːpt
.
BONI
Wasvas
?
Mitmɪt
wemveːm
?
ROHNSDORFF
Mitmɪt
Komtesse
Stasiˈʃtaːzi
-
seinerˈzaɪ̯nɐ
Cousinekuˈziːnə
.
BONI
Undʊnt
ichɪç
weissvaɪ̯s
nixnɪks
davondaˈfɔn
?
Warumvaˈʁʊm
hathat
ereːɐ̯
denndɛn
nieniː
gesagtɡəˈzaːkt
?
ROHNSDORFF
Kannstkanst
dirdiːɐ̯
dochdɔx
denkenˈdɛŋkn̩
-
wegenˈveːɡn̩
dieserˈdiːzɐ
Varescu
!
Derdeːɐ̯
Alteˈaltə
forciertfɔʁˈsiːɐ̯t
jetztjɛt͡st
diedaɪ
Geschichteɡəˈʃɪçtə
,
weilvaɪ̯l
ereːɐ̯
Gefahrɡəˈfaːɐ̯
schnuppertˈʃnʊpɐt
.
Sogarzoˈɡaːɐ̯
diedaɪ
Anzeigenˈanˌt͡saɪ̯ɡn̩
hathat
ereːɐ̯
schonʃoːn
druckenˈdʁʊkn̩
lassenˈlasn̩
,
aberˈaːbɐ
dasdas
sollzɔl
Edwin
ersteːɐ̯st
iniˈʔɛn
Wienviːn
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
.
Zeigt ihm die Anzeige:
ROHNSDORFF
Dadaː
,
siehziː
’!
liest:
BONI
Meinerˈmaɪ̯nɐ
Seelzeːl
undʊnt
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
Will zum Wintergarten:
BONI
Dasdas
mussmʊs
ichɪç
gleichɡlaɪ̯ç
derdeːɐ̯
Sylva
zeigenˈt͡saɪ̯ɡn̩
!
hält ihn zurück:
ROHNSDORFF
Nichtnɪçt
bevorbəˈfoːɐ̯
Edwin
fortfoːɐ̯
istɪst
.
BONI
Herrgottˈhɛʁɡɔt
,
sieziː
wirdvɪʁt
Augenˈaʊ̯ɡn̩
machenˈmaxn̩
wieviː
Lokomotiv
!
Steckt die Anzeige ein.
ROHNSDORFF
Sieziː
wirdvɪʁt
sichzɪç
schonʃoːn
tröstenˈtʁøːstn̩
.
Derdeːɐ̯
Alteˈaltə
zahltt͡saːlt
ihriːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Abfindungssumme
BONI
Diedaɪ
sollzɔl
ereːɐ̯
sichzɪç
nurnuːɐ̯
selbstzɛlpst
behaltenbəˈhaltn̩
-
derdeːɐ̯
alteˈaltə
Katerˈkaːtɐ
,
derdeːɐ̯
!
Geldɡɛlt
habenˈhaːbm̩
wirviːɐ̯
selbstzɛlpst
genugɡəˈnuːk
-
mehrmeːɐ̯
wieviː
Verstandfɛɐ̯ˈʃtant
.
-
Gottseidankɡɔtzaɪ̯ ˈdaŋk
!
Kommkɔm
höchsteˈhøːçstə
Zeitt͡saɪ̯t
,
dassdas
ichɪç
packenˈpakn̩
tuteːˈʔuː
!
-
sonstzɔnst
packtpakt
eseːs
michmɪç
!
Im Abgehen, ihm Bonbons anbietend
BONI
Willstvɪlst
duduː
Kugler-Bonbon
,
mitmɪt
Benzinbɛnˈt͡siːn
gefülltɡəˈfʏlt
?
Beide ab rechts.
Edwin, Sylva, Feri, alle Kavaliere, alle Varietedamen
tritt als erster auf, lebhaft, glückstrahlend. Hinter ihm Sylva und die anderen
EDWIN
Kommtkɔmt
!
alleˈalə
!
Kommtkɔmt
!
Ichɪç
habhaːp
euchɔɪ̯ç
eineˈaɪ̯nə
grosseˈɡʁɔsə
Neuigkeitˈnɔɪ̯ɪkkaɪ̯t
mitzuteilenˈmɪtt͡suˌtaɪ̯lən
.
FERI
Dassdas
duduː
nachnaːx
Wienviːn
musstmʊst
-
wissenˈvɪsn̩
wirviːɐ̯
schonʃoːn
.
EDWIN
Stimmtʃtɪmt
,
alterˈaltɐ
Schwedeˈʃveːdə
-
aberˈaːbɐ
ersteːɐ̯st
iniˈʔɛn
einerˈaɪ̯nɐ
halbenˈhalbn̩
Stundeˈʃtʊndə
.
Undʊnt
iniˈʔɛn
dieserˈdiːzɐ
halbenˈhalbn̩
Stundeˈʃtʊndə
solltzɔlt
ihreˈiːʁə
Eureˈɔɪ̯ʁə
Wunderˈvʊndɐ
erlebenɛɐ̯ˈleːbm̩
.
Alsoˈalzo
fürsfyːɐ̯s
ersteˈeːɐ̯stə
:
Hörthøːɐ̯t
undʊnt
stauntʃtaʊ̯nt
!
Sylva
bleibtblaɪ̯pt
.
Sieziː
gehtɡeːt
nichtnɪçt
nachnaːx
Amerikaaˈmeːʁika
!
ALLE
Bravoˈbʁaːvo
!
Hebtheːpt
sieziː
aufaʊ̯f
diedaɪ
Schulternˈʃʊltɐn
!
Einige wollen sie auf die Schultern heben.
wehrt sich lachend:
SYLVA
Aberˈaːbɐ
neinnaɪ̯n
!
Eseːs
istɪst
jajaː
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
!
FERI
Ereːɐ̯
machtmaxt
nurnuːɐ̯
Witzeˈvɪt͡sə
!
EDWIN
Sieziː
bleibtblaɪ̯pt
!
Ichɪç
bieteˈbiːtə
jedeˈjeːdə
Wetteˈvɛtə
!
FERI
10
Flaschenˈflaʃn̩
Champagnerʃamˈpanjɐ
!
EDWIN
50
,
100
,
1000
!
Sozoː
vielfiːl
duduː
willstvɪlst
!
zwischen den beiden:
SYLVA
Aberˈaːbɐ
seienˈzaɪ̯ən
Sieziː
dochdɔx
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
!
Eseːs
gehtɡeːt
jajaː
nichtnɪçt
.
zu Edwin:
FERI
Wieviː
willstvɪlst
Duduː
dasdas
machenˈmaxn̩
?
EDWIN
Wieviː
?
Ganzɡant͡s
einfachˈaɪ̯nfax
!
Ichɪç
verbietefɛɐ̯ˈbiːtə
ihriːɐ̯
diedaɪ
Reiseˈʁaɪ̯zə
!
SYLVA
Ah
!
Verbietenfɛɐ̯ˈbiːtn̩
?
Jajaː
-
mitmɪt
welchemˈvɛlçəm
Rechtʁɛçt
?
stark:
EDWIN
Mitmɪt
demdeːm
Rechtʁɛçt
-
desdɛs
Gattenˈɡatn̩
!
Kleine Pause, in der alle ganz still sind. Dann auf einmal grosses Gelächter.
legt Edwin die Hand auf die Stirn
FERI
Ereːɐ̯
hathat
einenˈaɪ̯nən
Schwipsʃvɪps
!
EDWIN
O
neinnaɪ̯n
!
Sozoː
nüchternˈnʏçtɐn
warvaːɐ̯
ichɪç
nochnɔx
nieniː
!
Ichɪç
macheˈmaxə
Sylva
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
Fraufʁaʊ̯
!
Hierhiːɐ̯
-
gleichɡlaɪ̯ç
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Stelleˈʃtɛlə
!
erschrocken:
SYLVA
Edwin
?!
packt sie leidenschaftlich bei der Hand:
EDWIN
Beibaɪ̯
Gottɡɔt
,
eseːs
istɪst
ernstɛʁnst
!
Sagzaːk
willstvɪlst
duduː
michmɪç
?
fassungslos, stammelnd
SYLVA
Aberˈaːbɐ
dasdas
istɪst
jajaː
dasdas
istɪst
jajaː
nichtnɪçt
möglichˈmøːklɪç
FERI
Kuttya
lanczos
wie oben:
EDWIN
Meinmaɪ̯n
musstmʊst
duduː
seinzaɪ̯n
,
undʊnt
wennvɛn
sichzɪç
ganzeˈɡant͡sə
Weltvɛlt
aufaʊ̯f
dendeːn
Kopfkɔp͡f
stelltʃtɛlt
!
Papierpaˈpiːɐ̯
!
Federˈfeːdɐ
!
Tinteˈtɪntə
!
FERI
Edwin
Frajnd
Menschmɛnʃ
duduː
willstvɪlst
wirklichˈvɪʁklɪç
…?
EDWIN
Einenˈaɪ̯nən
Advokatenatvoˈkaːtn̩
!
Einenˈaɪ̯nən
Notarnoˈtaːɐ̯
!
Tottoːt
oderˈoːdɐ
lebendigleˈbɛndɪk
!
FERI
Draussenˈdraʊ̯sən
imiˈʔɛm
Kaffeehauskaˈfeːˌhaʊ̯s
-
dadaː
kibitzt
derdeːɐ̯
alteˈaltə
Kisch
!
übermütig
EDWIN
Herheːɐ̯
mitmɪt
demdeːm
altenˈaltn̩
Kisch
!
Miksa zurufend:
FERI
Herheːɐ̯
mitmɪt
demdeːm
altenˈaltn̩
Kisch
!
Miksa ab.
EDWIN
Ichɪç
unterschreibeˌʊntɐˈʃʁaɪ̯bə
einenˈaɪ̯nən
Paktpakt
,
derdeːɐ̯
michmɪç
anaːˈʔɛn
diesesˈdiːzəs
süsseˈzyːsə
Wesenˈveːzn̩
fürfyːɐ̯
dasdas
ganzeˈɡant͡sə
Lebenˈleːbm̩
bindetˈbɪndət
.
SYLVA
Edwin
!
FERI
Eineˈaɪ̯nə
Hochzeitˈhoːxˌt͡saɪ̯t
imiˈʔɛm
Orpheum
!
Jaj
mamam
!
Dasdas
warvaːɐ̯
nochnɔx
nichtnɪçt
dadaː
!
Einaɪ̯n
grossartiger
Kerlkɛʁl
,
meinmaɪ̯n
Frajnd
!
Edwin
bacsi
-
dafürdaˈfyːɐ̯
willvɪl
ichɪç
dirdiːɐ̯
wasvas
gebenˈɡeːbm̩
,
wasvas
nochnɔx
keinkaɪ̯n
Schwob
vonfɔn
mirmiːɐ̯
hathat
bekommenbəˈkɔmən
.
Dadaː
-
gibɡiːp
ichɪç
dirdiːɐ̯
Busselˈbʊsl̩
!
Küsst ihn.
SYLVA
Aberˈaːbɐ
Edwin
!
Liebsterˈliːpstɐ
!
Dasdas
istɪst
jajaː
allesˈaləs
Wahnsinnˈvaːnzɪn
!
Denkdɛŋk
anaːˈʔɛn
zuhaus[t͡suˈhaʊ̯s]
!
Dasdas
darfstdaʁfst
duduː
nichtnɪçt
!
reisst sie an sich:
EDWIN
Sylva
,
hasthast
duduː
michmɪç
liebliːp
?
hauchend:
SYLVA
Jajaː
!
Dann leidenschaftlich:
SYLVA
Jajaː
!
Kisch, älteres Männchen, ganz verschlafen
EDWIN
Dadaː
istɪst
derdeːɐ̯
alteˈaltə
Rechtsverdraher
,
derdeːɐ̯
Kisch
!
Setzzɛt͡s
dichdɪç
,
alterˈaltɐ
Betyar
,
undʊnt
schreibʃʁaɪ̯p
’!
Tisch, Sessel werden nach vorn gebracht. Schreibzeug darauf gestellt.
nimmt die Feder zu Feri
KISCH
Denkdɛŋk
dirdiːɐ̯
,
Laczi
hathat
vierfiːɐ̯
Assas
!
SYLVA
Edwin
-
überlegˌyːbɐˈleːk
dirdiːɐ̯
s
.
Nr. 6: Finale 1
zu Kisch:
EDWIN
Schreibenˈʃʁaɪ̯bm̩
Sieziː
!
Ichɪç
,
Edwin
Ronaldˈʁoːnalt
Karlkaʁl
Mariamaˈʁiːa
Fürstfʏʁst
Lippert-Weylersheim
erkläreɛɐ̯ˈklɛːʁə
hiermithiːɐ̯ˈmɪt
feierlichˈfaɪ̯ɐˌlɪç
,
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Sylva
Varescu
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
rechtmässigen
Gattinˈɡatɪn
zut͡suː
machenˈmaxn̩
undʊnt
binnenˈbɪnən
achtaxt
Wochenˈvɔxn̩
dendeːn
Bundbeːʔuːʔɛnˈdeː
vorfoːɐ̯
Gottɡɔt
,
Gesetzɡəˈzɛt͡s
undʊnt
Weltvɛlt
zut͡suː
schliessen[ˈʃliːsən]
.
SYLVA
Edwin
,
zumt͡sʊm
letzenˈlɛt͡sn̩
Malmaːl
:
Wasvas
tuntjuːn
Sieziː
?
Bedenkenbəˈdɛŋkn̩
Sieziː
dochdɔx
schläfrig, monoton, den Text rekapitulierend:
KISCH
Ichɪç
Edwin
Ronaldˈʁoːnalt
Karlkaʁl
Mariamaˈʁiːa
Fürstfʏʁst
Lippert-Weylersheim
erkläreɛɐ̯ˈklɛːʁə
hiemithiːˈmɪt
feierlichˈfaɪ̯ɐˌlɪç
,
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Sylva
Vareseu
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
rechtmässigen
Gattinˈɡatɪn
zut͡suː
machenˈmaxn̩
undʊnt
binnenˈbɪnən
achtaxt
Wochenˈvɔxn̩
dendeːn
Bundbeːʔuːʔɛnˈdeː
vorfoːɐ̯
Gottɡɔt
,
Gesetzɡəˈzɛt͡s
undʊnt
Weltvɛlt
zut͡suː
schliessen[ˈʃliːsən]
.
SYLVA
Neinnaɪ̯n
,
dasdas
istɪst
jajaː
nichtnɪçt
möglichˈmøːklɪç
!
Zwei Damen nehmen von Sylva’ s Blumenbukett, das Feri aufs Podium gelegt hat, einen Schleier und stecken ihr denselben ins Haar.
DIE MÄDCHEN
Diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
,
Sieziː
nehmenˈneːmən
diedaɪ
Liebeˈliːbə
nichtnɪçt
sozoː
tragischˈtʁaːɡɪʃ
!
Drumdʁʊm
ziehenˈt͡siːən
undʊnt
lockenˈlɔkn̩
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
Diedaɪ
Männerˈmɛnɐ
,
diedaɪ
Männerˈmɛnɐ
stetsʃteːt͡s
anaːˈʔɛn
sozoː
magischˈmaːɡɪʃ
.
GANZER CHOR
Diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
,
diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
.
Diedaɪ
sindzɪnt
halthalt
sozoː
reizendˈʁaɪ̯t͡sn̩t
undʊnt
sauberˈzaʊ̯bɐ
!
Nochnɔx
eh
sichzɪç
einerˈaɪ̯nɐ
umgeseh
n
,
Istɪst
schonʃoːn
eseːs
umʊm
seinzaɪ̯n
geschehn
!
Werveːɐ̯
kannkan
dendeːn
Mädis
widerstehn
?
Wirviːɐ̯
(
Sieziː
)
habenˈhaːbm̩
einenˈaɪ̯nən
eignenˈaɪ̯ɡnən
Zauberˈt͡saʊ̯bɐ
!
Die Mädchen improvisieren während obigen Gesanges einen Brautschleier von Sylvas Bukett und schmücken damit Sylva, die vor Glückseligkeit kaum
weiss, was mit ihr geschieht.
EDWIN
Herheːɐ̯
mitmɪt
derdeːɐ̯
Federˈfeːdɐ
!
ALLE
O
nützeˈnʏt͡sə
,
o
nützeˈnʏt͡sə
,
duduː
Mädi
vomfɔm
Chantant
,
Dendeːn
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
!
EDWIN
Herheːɐ̯
mitmɪt
derdeːɐ̯
Federˈfeːdɐ
!
ALLE
Nichtnɪçt
jedeˈjeːdə
,
nichtnɪçt
jedeˈjeːdə
,
nichtnɪçt
jedeˈjeːdə
vomfɔm
Chantant
machtmaxt
sozoː
einaɪ̯n
Glückɡlʏk
!
nimmt Edwin die Feder aus der Hand
FERI
Wartetˈvaʁtət
nochnɔx
,
Kinderˈkɪndɐ
,
hörthøːɐ̯t
michmɪç
ersteːɐ̯st
anaːˈʔɛn
:
Ihriːɐ̯
wisstvɪst
,
ichɪç
binbɪn
einaɪ̯n
fidelerfiˈdeːlɐ
Kumpankʊmˈpaːn
-
Dochdɔx
mitmɪt
heiligenˈhaɪ̯lɪɡn̩
Dingenˈdɪŋən
sollzɔl
manman
nichtnɪçt
spassenˈʃpaːsn̩
!
Drumdʁʊm
frageˈfʁaːɡə
ichɪç
jetztjɛt͡st
feierlichˈfaɪ̯ɐˌlɪç
.
O
habthaːpt
ihriːɐ̯
euchɔɪ̯ç
gernɡɛʁn
,
sozoː
rechtʁɛçt
ausaʊ̯s
tiefsterˈtiːfstɐ
Seelzeːl
Undʊnt
werdetˈveːɐ̯dət
ihriːɐ̯
,
werdetˈveːɐ̯dət
ihriːɐ̯
nichtnɪçt
voneinanderfɔnʔaɪ̯ˈnandɐ
lassenˈlasn̩
.
DIE MÄDCHEN
Habthaːpt
ihriːɐ̯
euchɔɪ̯ç
gernɡɛʁn
,
sozoː
rechtʁɛçt
ausaʊ̯s
tiefsterˈtiːfstɐ
Seelzeːl
Undʊnt
werdetˈveːɐ̯dət
ihriːɐ̯
,
werdetˈveːɐ̯dət
ihriːɐ̯
nichtnɪçt
voneinanderfɔnʔaɪ̯ˈnandɐ
gehɡeː
n
?
EDWIN
Wirviːɐ̯
habenˈhaːbm̩
unsʊns
gernɡɛʁn
SYLVA
Ausaʊ̯s
tiefsterˈtiːfstɐ
Seelzeːl
.
BEIDE
Wirviːɐ̯
wollenˈvɔlən
nichtnɪçt
-
werdenˈveːɐ̯dn̩
nichtnɪçt
voneinanderfɔnʔaɪ̯ˈnandɐ
lassenˈlasn̩
!
FERI
Dadaː
ihriːɐ̯
eseːs
wahrvaːɐ̯
undʊnt
ehrlichˈeːɐ̯lɪç
meintmaɪ̯nt
,
Sozoː
nehmtneːmt
euchɔɪ̯ç
hinhɪn
undʊnt
seidzaɪ̯t
vereintfɛɐ̯ˈʔaɪ̯nt
!
ALLE
O
jagjaːk
demdeːm
Glückɡlʏk
nichtnɪçt
nachnaːx
aufaʊ̯f
meilenfernen
Wegenˈveːɡn̩
!
Holdhɔlt
lächelndˈlɛçl̩nt
,
tritttʁɪt
eseːs
dirdiːɐ̯
vonfɔn
selberˈzɛlbɐ
schonʃoːn
entgegenɛntˈɡeːɡn̩
,
Imiˈʔɛm
eignenˈaɪ̯ɡnən
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
suchzuːx
s
,
nichtnɪçt
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
Getriebeɡəˈtʁiːbə
.
EDWIN
undʊnt
SYLVA
Dasdas
Glückɡlʏk
wohntvoːnt
überallyːbɐˈʔal
,
denndɛn
überallyːbɐˈʔal
wohntvoːnt
Liebeˈliːbə
!
Kisch reicht die Feder. Edwin, dann Sylva unterschreiben.
küsst ihre Kolleginnen. Die Kavaliere küssen ihr die Hände
SYLVA
Ichɪç
kannkan
s
nochnɔx
immerˈɪmɐ
nichtnɪçt
glaubenˈɡlaʊ̯bn̩
!
Ichɪç
halthalt
s
fürfyːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
Traumtʁaʊ̯m
!
Ichɪç
binbɪn
sozoː
glücklichˈɡlʏklɪç
!
reisst die Türe zum Wintergarten auf
FERI
Zigeunert͡siˈɡɔɪ̯nɐ
herheːɐ̯
!
Vorwärtsˈfoːɐ̯vɛʁt͡s
!
Dendeːn
Hochzeitsmarsch
!
Dendeːn
vonfɔn
Mendel
undʊnt
Sohnzoːn
.
Die Zigeuner spielen den Marsch. Mädchen und Kavaliere bilden Spalier. Edwin führt Sylva an der Hand. Feri tanzt den Zigeunern voran Csardas, reisst die anderen mit. Allgemeiner Csardas, immer wirbelnder, toller. Da erscheint Rohnsdorff.
ROHNSDORFF
Verzeihungfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯ʊŋ
,
wennvɛn
ichɪç
störeˈʃtøːʁə
!
Edwin
-
höchsteˈhøːçstə
Zeitt͡saɪ̯t
-
wirviːɐ̯
müssenˈmʏsn̩
fortfoːɐ̯
!
Ichɪç
habhaːp
deindaɪ̯n
Offizierswort
!
stampft mit dem Fuss auf, kämpft.
EDWIN
Jetztjɛt͡st
!
Geradeɡəˈʁaːdə
jetztjɛt͡st
!
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
-
ichɪç
gehɡeː
nichtnɪçt
!
legt den Arm um seine Schulter:
SYLVA
Edwin
,
duduː
musstmʊst
!
sieht ihm treuherzig in die Augen.
SYLVA
Meineˈmaɪ̯nə
ersteˈeːɐ̯stə
Bitteˈbɪtə
!
Lieblingˈliːplɪŋ
,
gehɡeː
’!
sieht sie an, dann zu Rohnsdorff:
EDWIN
Gutɡuːt
!
Ichɪç
kommeˈkɔmə
!
Sofortzoˈfɔʁt
!
ROHNSDORFF
Ichɪç
erwarteɛɐ̯ˈvaʁtə
dichdɪç
untenˈʊntn̩
!
Ab.
EDWIN
Ichɪç
kommeˈkɔmə
sogleichzoˈɡlaɪ̯ç
.
zu Sylva
EDWIN
Duduː
bleibstblaɪ̯pst
jetztjɛt͡st
hierhiːɐ̯
,
meinmaɪ̯n
süsses
Liebliːp
,
duduː
bleibstblaɪ̯pst
,
bisbɪs
ichɪç
dichdɪç
holhoːl
’.
SYLVA
Ichɪç
bleibeˈblaɪ̯bə
hierhiːɐ̯
undʊnt
wartvaʁt
aufaʊ̯f
dichdɪç
,
Ichɪç
bleibblaɪ̯p
,
bisbɪs
duduː
michmɪç
holsthoːlst
.
EDWIN
Schatzʃat͡s
,
-
lebleːp
wohlvoːl
!
Mädchenˈmeːtçən
gibtɡiːpt
eseːs
wunderfeine
.
Dochdɔx
fürfyːɐ̯
michmɪç
gibtɡiːpt
eseːs
nurnuːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
,
Dichdɪç
,
meinmaɪ̯n
Lieblingˈliːplɪŋ
,
duduː
meinmaɪ̯n
Allesˈaləs
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
ALLE
Eineˈaɪ̯nə
nurnuːɐ̯
,
diedaɪ
istɪst
diedaɪ
Echteˈɛçtə
,
Eineˈaɪ̯nə
nurnuːɐ̯
,
diedaɪ
istɪst
diedaɪ
Rechteˈʁɛçtə
!
EDWIN
Wieviː
meinmaɪ̯n
Schicksalˈʃɪkˌz̥aːl
fälltfɛlt
,
Duduː
bleibstblaɪ̯pst
meinmaɪ̯n
Allesˈaləs
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
Eilt ab.
SYLVA
Istɪst
s
einaɪ̯n
Traumtʁaʊ̯m
?
Sieht ihm verklärt nach. Man hört das Tuten des Autos.
kommt eilig:
BONI
Sozoː
.
Allesˈaləs
istɪst
gepacktɡəˈpakt
.
Nurnuːɐ̯
dendeːn
Schuhknöpfler
kannkan
ichɪç
nichtnɪçt
unterbringenˈʊntɐˌbʁɪŋən
.
Zeigt ihn vor.
BONI
Machmax
dichdɪç
aufaʊ̯f
Strümpfeˈʃtʁʏmp͡fə
!
SYLVA
Boniˈboːni
,
duduː
wirstvɪʁst
mirmiːɐ̯
böseˈbøːzə
seinzaɪ̯n
ichɪç
ichɪç
sucht nach Worten.
MERÖ
Sieziː
bleibtblaɪ̯pt
beibaɪ̯
unsʊns
!
BONI
Werveːɐ̯
bleibtblaɪ̯pt
?
Wasvas
bleibtblaɪ̯pt
?
Sylva
bleibtblaɪ̯pt
!
Alsoˈalzo
Fürstinˈfʏʁstɪn
Weylersheim
!
FERI
Alsals
Edwin
seinzaɪ̯n
Wajb
!
perplex:
BONI
Alsals
waswer
?
auf das Dokument zeigend, das auf dem Tisch liegt:
FERI
Dadaː
-
liesliːs
!
beugt sich über den Tisch, liest, ohne das Papier in die Hand zu nehmen, sieht dann im Kreis herum:
BONI
Aberˈaːbɐ
dasdas
isiːs
dochdɔx
nichtnɪçt
möglichˈmøːklɪç
!
Dasdas
hathat
ereːɐ̯
dochdɔx
nurnuːɐ̯
gemachtɡəˈmaxt
,
dassdas
ereːɐ̯
zeigtt͡saɪ̯kt
,
wasvas
ereːɐ̯
durchsetzendʊʁçˈzɛt͡sn̩
kannkan
-
dassdas
duduː
bleibstblaɪ̯pst
,
wannvan
ereːɐ̯
willvɪl
packt ihn bei beiden Händen, glücklich:
SYLVA
Wahrvaːɐ̯
istɪst
eseːs
,
Boniˈboːni
-
wahrvaːɐ̯
istɪst
eseːs
!
BONI
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
-
kannkan
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
seinzaɪ̯n
!-
Ereːɐ̯
darfdaʁf
sichzɪç
jajaː
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
verlobenfɛɐ̯ˈloːbn̩
!
erstaunt:
SYLVA
Ereːɐ̯
-
darfdaʁf
-
nichtnɪçt
?
Warumvaˈʁʊm
darfdaʁf
ereːɐ̯
nichtnɪçt
?
BONI
Weilvaɪ̯l
ereːɐ̯
schonʃoːn
eineˈaɪ̯nə
andereˈandəʁə
Brautbʁaʊ̯t
hathat
-
weilvaɪ̯l
schonʃoːn
Tagtaːk
vonfɔn
Hochzeitˈhoːxˌt͡saɪ̯t
angesetztˈanɡəˌzɛt͡st
istɪst
!
gesteigert:
SYLVA
Duduː
lügstlyːkst
!
BONI
Binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Frajnd
?
Alsoˈalzo
wieviː
kannstkanst
sozoː
wasvas
sagenˈzaːɡn̩
.
Dadaː
!
Verlobungsanzeigefɛɐ̯ˈloːbʊŋsˌʔant͡saɪ̯ɡə
!
Gibt ihr die Anzeige).
BONI
Rohnsdorff
hathat
sieziː
mirmiːɐ̯
gegebenɡəˈɡeːbm̩
!
nimmt die Anzeige, liest in grosser Hast, die unwichtigeren Stellen überfliegend, so dass man nur die wichtigeren Worte hört:
SYLVA
Fürstfʏʁst
-
Fürstinˈfʏʁstɪn
Lippert
Weylersheim
-
beehrenbəˈʔeːʁən
sichzɪç
.
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
ihresˈiːʁəs
Sohnesˈzoːnəs
Edwin
-
mitmɪt
Komtesse
Anastasiaanasˈtaːzi̯a
Eggenberg
-
anzuzeigenˈant͡suˌt͡saɪ̯ɡn̩
.
Sie schwankt, lässt das Papier fallen.
Sie stützend:
FERI
Sylva
!
Bestürzt:
FERI
Joj
-
wannvan
ichɪç
gewusstɡəˈvʊst
hätt
Aberˈaːbɐ
eseːs
istɪst
besserˈbɛsɐ
sozoː
!
Nimmt Sylva bei der Hand.
FERI
Sylva
,
glaubɡlaʊ̯p
mirmiːɐ̯
,
isiːs
besserˈbɛsɐ
sozoː
!
Duduː
passtpast
jajaː
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
zut͡suː
dieserˈdiːzɐ
Familiefaˈmiːli̯ə
!
Duduː
gehörstɡəˈhøːɐ̯st
zut͡suː
Kunstkʊnst
!
Dirdiːɐ̯
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
ganzeˈɡant͡sə
Weltvɛlt
!
Dirdiːɐ̯
müssenˈmʏsn̩
a11e
zut͡suː
Füssenˈfʏsn̩
liegenˈliːɡn̩
-
nichtnɪçt
e
i
n
e
r
!
Glättet ihre Wange.
FERI
Sylva
,
bistbɪst
jajaː
gescheitesɡəˈʃaɪ̯təs
Mädelˈmɛːdl̩
!
kommt bei diesen Worten langsam zu sich, gibt sich einen Ruck:
SYLVA
Hasthast
rechtʁɛçt
,
Boniˈboːni
!
Gesang:
SYLVA
Wirviːɐ̯
Mädis
vomfɔm
Chantant
,
Wirviːɐ̯
nehmenˈneːmən
diedaɪ
Liebeˈliːbə
nichtnɪçt
zut͡suː
tragischˈtʁaːɡɪʃ
!
Hasthast
rechtʁɛçt
Boniˈboːni
!
Undʊnt
danndan
-
hinaushɪˈnaʊ̯s
-
iniˈʔɛn
diedaɪ
Weltvɛlt
!
Applausaˈplaʊ̯s
hörenˈhøːʁən
!
Jubelˈjuːbl̩
,
Entzückenɛntˈt͡sʏkn̩
!
Olala
!
ichɪç
binbɪn
schonʃoːn
sozoː
gebautɡəˈbaʊ̯t
!
Jedes falsche Pathos ist zu vermeiden.
SYLVA
Jajaː
,
Herrhɛʁ
vonfɔn
Kisch
,
Ihriːɐ̯
Eh
kontraktkɔnˈtʁakt
warvaːɐ̯
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
Wischvɪʃ
!
Wirft den Kontrakt vom Tisch auf den Boden.
SYLVA
Diedaɪ
Juxhochzeit
imiˈʔɛm
Varietévaʁi̯eˈteː
Gibtɡiːpt
einaɪ̯n
entzückendesɛntˈt͡sʏkn̩dəs
Coupletkuˈpleː
!
hat den Ehekontrakt aufgehoben und eingesteckt.
CHORUS
Machmax
dirdiːɐ̯
nichtsnɪçt͡s
drausdʁaʊ̯s
!
Nichtsnɪçt͡s
dichdɪç
mehrmeːɐ̯
hälthɛlt
!
Fröhlichˈfʁøːlɪç
hinaushɪˈnaʊ̯s
!
Flottflɔt
iniˈʔɛn
diedaɪ
Weltvɛlt
SYLVA
Dortdɔʁt
willvɪl
ichɪç
diedaɪ
kaltenˈkaltn̩
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
entzündenɛntˈt͡sʏndn̩
!
Dortdɔʁt
willvɪl
ichɪç
jubelndˈjuːbl̩nt
imiˈʔɛm
Liedliːt
verkündenfɛɐ̯ˈkʏndn̩
:
Eseːs
lebeˈleːbə
diedaɪ
Liebeˈliːbə
!
Sylva springt aufs Podium
SYLVA
Heissa
,
sozoː
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
zut͡suː
seinzaɪ̯n
,
Kannkan
s
wasvas
Schönres
gebenˈɡeːbm̩
?
Kaumkaʊ̯m
vermähltfɛɐ̯ˈmɛːlt
undʊnt
schonʃoːn
alleinaˈlaɪ̯n
!
Liebeˈliːbə
,
duduː
sollstzɔlst
lebenˈleːbm̩
!
Liebeˈliːbə
,
allerˈalɐ
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
Preispʁaɪ̯s
!
usw.
alle bis auf Feri ab.
allein:
FERI
Wasvas
sollzɔl
ichɪç
jetztjɛt͡st
anfangenˈanˌfaŋən
?
Ichɪç
kannkan
dochdɔx
nichtnɪçt
schonʃoːn
umʊm
3
Uhruːɐ̯
abendsˈaːbm̩t͡s
nachnaːx
Haushaʊ̯s
gehnɡeːn
!
Setzt sich, gibt die Füsse auf den gegenüberliegenden Stuhl.
FERI
Kellnerˈkɛlnɐ
,
Weinvaɪ̯n
!
Schenkʃɛŋk
einaɪ̯n
!
Er liest kopfschüttelnd die Verlobungsanzeige, die er vom Boden aufgehoben:
FERI
Fürstfʏʁst
undʊnt
Fürstinˈfʏʁstɪn
Weylersheim
beehrenbəˈʔeːʁən
sichzɪç
diedaɪ
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
ihresˈiːʁəs
Sohnesˈzoːnəs
Edwin
mitmɪt
Komtesse
Anastasiaanasˈtaːzi̯a
Eggenberg
anzuzeigenˈant͡suˌt͡saɪ̯ɡn̩
,
-
Armeˈaʁmə
Sylva
!
Wirft das Papier fort, mit anderem Ton:
FERI
Zigeunert͡siˈɡɔɪ̯nɐ
!
Zum Primas, ihn herbeiwinkend:
FERI
Spielʃpiːl
wasvas
Feinesˈfaɪ̯nəs
,
aberˈaːbɐ
bitteˈbɪtə
-
pianoˈpi̯aːno
!
Diedaɪ
Mädis
vomfɔm
Chantant
usw.
Kellner dreht das Licht ab, so dass nur die Notbeleuchtung und die Tischlampen mit den roten Schirmen in den Logen brennen.
Primas geigt ihm das Lied:  “Die Mädis vom Chantant” in die Ohren. Feri summt es vor sich hin.
Der Vorhang fällt langsam.
ZWEITER AKT
Wien. Cottage. Grosse Halle in der Villa des Fürsten Lippert-Weylersheim. Anschliessend Tanzsaal, aus welchem zu Beginn des Aktes Musik ertönt. Man sieht die jungen Paare tanzen.
Im Vordergrund, und teils sitzend, teils stehend, in ungezwungenen Gruppen eine vornehme Gesellschaft. Man nimmt Erfrischungen ein, Eis, Liköre usw.
ALLE
Erstrahlenɛɐ̯ˈʃtʁaːlən
diedaɪ
Lichterˈlɪçtɐ
imiˈʔɛm
hellenˈhɛlən
Glanzɡlant͡s
,
danndan
fliegenˈfliːɡn̩
wirviːɐ̯
Mädchenˈmeːtçən
zumt͡sʊm
Tanztant͡s
!
Imiˈʔɛm
Wogenˈvoːɡn̩
desdɛs
Ballesˈbaləs
vergisstfɛɐ̯ˈɡɪst
manman
aufaʊ̯f
allesˈaləs
,
dadaː
lebtleːpt
manman
dasdas
Lebenˈleːbm̩
ersteːɐ̯st
ganzɡant͡s
!
Fürfyːɐ̯
jedenˈjeːdn̩
habhaːp
übrigˈyːbʁɪk
ichɪç
eineˈaɪ̯nə
Tourtuːɐ̯
undʊnt
denkeˈdɛŋkə
anaːˈʔɛn
einenˈaɪ̯nən
dochdɔx
nurnuːɐ̯
!
Anaːˈʔɛn
dendeːn
,
mitmɪt
demdeːm
einstaɪ̯nst
ichɪç
durchdʊʁç
s
Lebenˈleːbm̩
tanzeˈtant͡sə
,
denkeˈdɛŋkə
ichɪç
,
denkeˈdɛŋkə
ichɪç
nurnuːɐ̯
!
Nach dem Tanz alle ab, bis auf Fürst und Fürstin
aufgeräumt:
FÜRST
Nunnuːn
,
Anhilte
,
wasvas
sagstzaːkst
duduː
?
Eseːs
gehtɡeːt
wieviː
amaːm
Schnürchenˈʃnyːɐ̯çən
.
In den Tanzsaal zeigend:
FÜRST
Schauʃaʊ̯
dirdiːɐ̯
dasdas
anaːˈʔɛn
wieviː
diedaɪ
Kinderˈkɪndɐ
tanzenˈtant͡sn̩
.
Undʊnt
wieviː
zärtlichˈt͡sɛʁtlɪç
ereːɐ̯
sieziː
umschlungenʊmˈʃlʊŋən
hälthɛlt
!
Ereːɐ̯
hathat
sichzɪç
schnellʃnɛl
getröstetɡəˈtʁøːstət
,
Leopoldˈleːopɔlt
Mariamaˈʁiːa
.
Ichɪç
habhaːp
s
jajaː
gewusstɡəˈvʊst
,
Anhilte
.
Einaɪ̯n
echterˈɛçtɐ
Lippert-Weylersheim
tröstetˈtʁøːstət
sichzɪç
immerˈɪmɐ
.
Sieziː
kommenˈkɔmən
hierherˈhiːɐ̯ˈheːɐ̯
.
Lassenˈlasn̩
wirviːɐ̯
sieziː
alleinaˈlaɪ̯n
.
Duduː
kannstkanst
jajaː
einaɪ̯n
bisschenˈbɪsçən
lauschenˈlaʊ̯ʃn̩
,
Anhilte
.
Ichɪç
lauscheˈlaʊ̯ʃə
immerˈɪmɐ
,
Leopoldˈleːopɔlt
Mariamaˈʁiːa
.
Fürst in den Tanzsaal, Fürstin links ab.
Edwin und Stasi im Tanz. Sie wirbelt ihn herum und lässt sich dann erschöpft in einen Stuhl fallen.
EDWIN
Seizaɪ̯
nichtnɪçt
sozoː
wildvɪlt
,
Stasiˈʃtaːzi
!
Zeigt auf den Stuhl gegenüber:
STASI
Dadaː
setzzɛt͡s
Dichdɪç
herheːɐ̯
!
EDWIN
Seizaɪ̯
nichtnɪçt
sozoː
strengʃtʁɛŋ
!
Setzt sich.
EDWIN
stütztʃtʏt͡st
dendeːn
Kopfkɔp͡f
aufaʊ̯f
beideˈbaɪ̯də
Händeˈhɛndə
undʊnt
siehtziːt
ihriːɐ̯
festfɛst
iniˈʔɛn
diedaɪ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
,
amüsiertamyˈziːɐ̯t
:
Nana
?
Festerˈfɛstɐ
kannkan
ichɪç
nichtnɪçt
.
mit Überzeugung:
STASI
Duduː
bistbɪst
einaɪ̯n
ganzɡant͡s
falscherˈfalʃɐ
Kerlkɛʁl
!
EDWIN
Wieviː
bitteˈbɪtə
?
STASI
Duduː
hasthast
Geheimnisseɡəˈhaɪ̯mnɪsə
vorfoːɐ̯
mirmiːɐ̯
!
EDWIN
Aberˈaːbɐ
schauʃaʊ̯
STASI
Duduː
behandelstbəˈhandl̩st
michmɪç
wieviː
einaɪ̯n
Kindkɪnt
,
wieviː
einenˈaɪ̯nən
Fratzenˈfʁat͡sn̩
.
Duduː
weisstvaɪ̯st
,
wasvas
diedaɪ
Elternˈɛltɐn
vorhabenˈfoːɐ̯ˌhaːbn̩
.
Wirviːɐ̯
sollenˈzɔlən
unsʊns
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
.
EDWIN
Jajaː
.
ihn kopierend:
STASI
Jajaː
,
Duduː
sagstzaːkst
jajaː
dasdas
,
wieviː
wennvɛn
manman
dichdɪç
abstechen[ˈʔapˌʃtɛçn̩]
möcht
’!
Da Edwin erwidern will:
STASI
Seizaɪ̯
aufrichtigˈaʊ̯fˌʁɪçtɪk
!
Schauʃaʊ̯
,
wirviːɐ̯
warenˈvaːʁən
dochdɔx
immerˈɪmɐ
gutɡuːt
miteinanderˈmɪtʔaɪ̯ˌnandɐ
.
Wieviː
zweit͡svaɪ̯
Kameradenkaməˈʁaːdn̩
.
Duduː
hasthast
mirmiːɐ̯
dochdɔx
immerˈɪmɐ
allesˈaləs
gesagtɡəˈzaːkt
,
imiˈʔɛm
Gymnasiumɡʏmˈnaːzi̯ʊm
undʊnt
späterˈʃpɛːtɐ
-
sozoː
oftɔft
duduː
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
warstvaːɐ̯st
-
undʊnt
dasdas
warvaːɐ̯
hübschhʏpʃ
oftɔft
.
Alsoˈalzo
,
warumvaˈʁʊm
willstvɪlst
duduː
mirmiːɐ̯
jetztjɛt͡st
nichtnɪçt
allesˈaləs
sagenˈzaːɡn̩
?
Kleines Pause.
STASI
Hasthast
duduː
Sylva
nochnɔx
gernɡɛʁn
?
EDWIN
Wenveːn
?
STASI
Verstellfɛɐ̯ˈʃtɛl
dichdɪç
nichtnɪçt
,
diedaɪ
Sylva
!
aufspringend:
EDWIN
Werveːɐ̯
hathat
dirdiːɐ̯
…?
STASI
Derdeːɐ̯
Rohnsdorff
.
Ereːɐ̯
hathat
s
nurnuːɐ̯
gutɡuːt
gemeintɡəˈmaɪ̯nt
.
Mitmɪt
unsʊns
kannkan
nichtsnɪçt͡s
werdenˈveːɐ̯dn̩
,
bisbɪs
dasdas
nichtnɪçt
ausaʊ̯s
istɪst
.
EDWIN
Eseːs
istɪst
ausaʊ̯s
.
STASI
Ganzɡant͡s
?
schweigt
STASI
Alsoˈalzo
nurnuːɐ̯
dreidʁaɪ̯
Viertelˈfiːɐ̯tl̩
!
Kleine Pause.
STASI
Sieziː
hathat
dichdɪç
sitzenˈzɪt͡sn̩
lassenˈlasn̩
?
unsicher:
EDWIN
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
!
trocken:
STASI
Aberˈaːbɐ
jajaː
.
Amaːm
selbenˈzɛlbm̩
Abendˈaːbm̩t
,
wieviː
duduː
nachnaːx
Wienviːn
bistbɪst
,
istɪst
sieziː
nachnaːx
Amerikaaˈmeːʁika
.
EDWIN
Duduː
bistbɪst
gutɡuːt
informiertɪnfɔʁˈmiːɐ̯t
.
STASI
O
jajaː
.
Ichɪç
weissvaɪ̯s
auchaʊ̯x
,
dassdas
duduː
ihriːɐ̯
hundertmalˈhʊndɐtmaːl
telegraphiert
hasthast
-
aberˈaːbɐ
Antwortˈantvɔʁt
hasthast
duduː
keineˈkaɪ̯nə
bekommenbəˈkɔmən
.
EDWIN
Ichɪç
bitteˈbɪtə
dichdɪç
,
Stasiˈʃtaːzi
,
lasslas
dasdas
!
Genugɡəˈnuːk
vonfɔn
ihriːɐ̯
!
STASI
Gutɡuːt
,
keineˈkaɪ̯nə
Silbeˈzɪlbə
mehrmeːɐ̯
.
Legt ihm den Arm um die Schultern.
STASI
Warvaːɐ̯
sieziː
schönʃøːn
?
bittend:
EDWIN
Stasiˈʃtaːzi
!
STASI
Nurnuːɐ̯
nochnɔx
dasdas
eineˈaɪ̯nə
!
Warvaːɐ̯
sieziː
schönʃøːn
?
dumpf vor sich hin
EDWIN
-
Jajaː
.
STASI
Schönerˈʃøːnɐ
wieviː
ichɪç
?
EDWIN
Andersˈandɐs
.
STASI
Alsoˈalzo
schönerˈʃøːnɐ
!
Schmeichelnd, beide Hände auf seine Schultern legend:
STASI
Hasthast
duduː
sieziː
sehrzeːɐ̯
liebliːp
gehabtɡəˈhapt
?
EDWIN
Ichɪç
bittbɪt
dichdɪç
,
Stasiˈʃtaːzi
,
nichtsnɪçt͡s
mehrmeːɐ̯
davondaˈfɔn
!
Eseːs
istɪst
ausaʊ̯s
.
Ausaʊ̯s
fürfyːɐ̯
immerˈɪmɐ
!
STASI
Nana
,
nana
!
wie um sich selbst zu betäuben:
EDWIN
Mitmɪt
Sylva
istɪst
eseːs
ausaʊ̯s
ausaʊ̯s
!
ausaʊ̯s
!
Eseːs
warvaːɐ̯
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
Rauschʁaʊ̯ʃ
!
Mehr zu sich:
EDWIN
Wieviː
habhaːp
ichɪç
auchaʊ̯x
nurnuːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
glaubenˈɡlaʊ̯bn̩
könnenˈkœnən
,
dassdas
eineˈaɪ̯nə
Chansonetteʃɑ̃soˈnɛtə
-
lächerlichˈlɛçɐlɪç
!
Allesˈaləs
anaːˈʔɛn
ihriːɐ̯
warvaːɐ̯
Macheˈmaxə
,
Schminkeˈʃmɪŋkə
!
STASI
Wirklichˈvɪʁklɪç
?
Umʊm
sozoː
besserˈbɛsɐ
.
Derdeːɐ̯
Onkelˈɔŋkl̩
willvɪl
nämlichˈnɛːmlɪç
heuteˈhɔɪ̯tə
unsereˈʊnzəʁə
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
bekanntbəˈkant
gebenˈɡeːbm̩
.
bestürzt:
EDWIN
Schonʃoːn
heuteˈhɔɪ̯tə
?
Neinnaɪ̯n
!
Dasdas
istɪst
unmöglichˈʊnmøːklɪç
!
STASI
Warumvaˈʁʊm
?
Seitzaɪ̯t
Wochenˈvɔxn̩
liegenˈliːɡn̩
diedaɪ
Verlobungskarten
dadaː
undʊnt
duduː
schiebstʃiːpst
eseːs
immerˈɪmɐ
wiederˈviːdɐ
hinaushɪˈnaʊ̯s
.
EDWIN
Ichɪç
kannkan
nichtnɪçt
.
Ichɪç
darfdaʁf
nichtnɪçt
.
Eseːs
wäreˈvɛːʁə
unehrenhaft
vonfɔn
mirmiːɐ̯
auchaʊ̯x
dirdiːɐ̯
gegenüberɡeːɡn̩ˈʔyːbɐ
.
Ichɪç
mussmʊs
ersteːɐ̯st
eineˈaɪ̯nə
Nachrichtˈnaːxˌʁɪçt
abwartenˈapˌvaʁtn̩
.
STASI
Wasvas
denndɛn
?
EDWIN
Einaɪ̯n
Geheimnisɡəˈhaɪ̯mnɪs
!!
lachend:
STASI
Aberˈaːbɐ
,
aberˈaːbɐ
,
entschuldigɛntˈʃʊldɪk
dichdɪç
dochdɔx
nichtnɪçt
!
oboːˈbeː
ichɪç
dichdɪç
14
Tageˈtaːɡə
früherˈfʁyːɐ
oderˈoːdɐ
späterˈʃpɛːtɐ
bekommbəˈkɔm
’-
treuherzig:
STASI
ichɪç
schwörʃvøːɐ̯
dirdiːɐ̯
s
-
ichɪç
kannkan
s
aushaltenˈaʊ̯sˌhaltn̩
.
sichtlich befreit
EDWIN
Ichɪç
dankeˈdaŋkə
dirdiːɐ̯
.
Fasst sie bei der Hand
EDWIN
Stasiˈʃtaːzi
,
Staserl
,
-
duduː
hasthast
michmɪç
überhauptˌyːbɐˈhaʊ̯pt
kehrenˈkeːʁən
.
drollig:
STASI
Nana
-
zumt͡sʊm
Heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
wirdvɪʁt
s
reichenˈʁaɪ̯çn̩
!
Nr. 8: Duett
STASI
Ichɪç
warteˈvaʁtə
aufaʊ̯f
dasdas
grosseˈɡʁɔsə
Wunderˈvʊndɐ
,
trallala
Vonfɔn
demdeːm
manman
sozoː
vielfiːl
sprichtʃpʁɪçt
!
EDWIN
iniˈʔɛn
Wirklichkeitˈvɪʁklɪçkaɪ̯t
istɪst
allesˈaləs
andersˈandɐs
,
trallala
Diedaɪ
Wunderˈvʊndɐ
kommenˈkɔmən
nichtnɪçt
STASI
Ichɪç
denkeˈdɛŋkə
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Eheˈeːə
himmlischˈhɪmlɪʃ
,
trallala
Sozoː
immerfortɪmɐˈfɔʁt
zut͡suː
zwein
!
EDWIN
Dasdas
istɪst
gewöhnlichɡəˈvøːnlɪç
nurnuːɐ̯
imiˈʔɛm
Anfangˈanˌfaŋ
,
trallala
Dasdas
istɪst
manman
gernɡɛʁn
alleinaˈlaɪ̯n
!
STASI
Ichɪç
lasseˈlasə
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
bangeˈbaŋə
machenˈmaxn̩
,
trallala-
Ichɪç
richteˈʁɪçtə
mirmiːɐ̯
dasdas
einaɪ̯n
schonʃoːn
,
wieviː
ichɪç
s
brauchbʁaʊ̯x
’!
EDWIN
Eiaɪ̯
!
Ichɪç
findeˈfɪndə
diedaɪ
Ideeiˈdeː
famosfaˈmoːs
,
trallala
Genauɡəˈnaʊ̯
sozoː
machmax
ichɪç
s
auchaʊ̯x
!
STASI
Machenˈmaxn̩
wirviːɐ̯
s
dendeːn
Schwalbenˈʃvalbm̩
nachnaːx
,
Baubaʊ̯
n
wirviːɐ̯
unsʊns
einaɪ̯n
Nestnɛst
!
Bistbɪst
duduː
liebliːp
undʊnt
bistbɪst
duduː
bravbʁaːf
,
Halthalt
ichɪç
zut͡suː
dirdiːɐ̯
festfɛst
.
Bistbɪst
duduː
falschfalʃ
,
o
Schwalberich
.
Fliegtfliːkt
diedaɪ
Schwälbin
fortfoːɐ̯
,
Sieziː
ziehtt͡siːt
nachnaːx
demdeːm
Südenˈzyːdn̩
hinhɪn
Undʊnt
duduː
bleibstblaɪ̯pst
imiˈʔɛm
Nordnɔʁt
!
EDWIN
Eseːs
kannkan
derdeːɐ̯
Mannman
nichtnɪçt
immerˈɪmɐ
girrenˈɡɪʁən
,
trallala
Beibaɪ̯
seinemˈzaɪ̯nəm
Weibchenˈvaɪ̯pçən
blossbloːs
STASI
Jajaː
,
wennvɛn
eseːs
nachnaːx
unsʊns
Mädchenˈmeːtçən
gingeˈɡɪŋə
,
trallala
Gäb
s
lauterˈlaʊ̯tɐ
Romeos
!
EDWIN
Diedaɪ
Gattinˈɡatɪn
sollzɔl
demdeːm
Gattenˈɡatn̩
folgenˈfɔlɡn̩
,
trallala
-
Alsals
guterˈɡuːtɐ
Kameradkaməˈʁaːt
.
STASI
Dasdas
wärvɛːr
einaɪ̯n
bisschenˈbɪsçən
garɡaːɐ̯
zut͡suː
wenigˈveːnɪk
,
trallala
Undʊnt
aufaʊ̯f
diedaɪ
Dauer-
fadfaːt
’.
EDWIN
Duduː
hasthast
imiˈʔɛm
Köpfchenˈkœp͡fçən
nochnɔx
Rosinenʁoˈziːnən
,
trallala
Duduː
siehstziːst
diedaɪ
Weltvɛlt
mitmɪt
Rosenbrillen
anaːˈʔɛn
.
STASI
Eiaɪ̯
!
-
Zumt͡sʊm
Trübsalblasen
,
lieberˈliːbɐ
Freundfʁɔɪ̯nt
,
trallala
Nimmtnɪmt
manman
sichzɪç
keinenˈkaɪ̯nən
Mannman
!
BEIDE
Machenˈmaxn̩
wirviːɐ̯
s
dendeːn
Schwalbenˈʃvalbm̩
nachnaːx
-
usw
.
Tanz. - Beide ab.
Fürst und Fürstin kommen von verschiedenen Seiten
neugierig:
traurig, Tränen schluckend
FÜRST
Eseːs
istɪst
nichtsnɪçt͡s
mitmɪt
derdeːɐ̯
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
,
Leopoldˈleːopɔlt
Mariamaˈʁiːa
Wasvas
?
Dasdas
wollenˈvɔlən
wirviːɐ̯
sehzeː
n
!
Ichɪç
kannkan
nichtnɪçt
,
sagteˈzaːktə
ereːɐ̯
,
ichɪç
darfdaʁf
nichtnɪçt
ichɪç
mussmʊs
eineˈaɪ̯nə
Nachrichtˈnaːxˌʁɪçt
abwartenˈapˌvaʁtn̩
einaɪ̯n
Geheimnisɡəˈhaɪ̯mnɪs
!
Stockt - Pause
FÜRST
Ereːɐ̯
kannkan
nichtnɪçt
?
traurig den Kopf schüttelnd
FÜRST
Ereːɐ̯
darfdaʁf
nichtnɪçt
!
Einaɪ̯n
Geheimnisɡəˈhaɪ̯mnɪs
?
Leopoldˈleːopɔlt
Mariamaˈʁiːa
,
ichɪç
ahneˈaːnə
Fürchterlichesˈfʏʁçtɐlɪçəs
Amaːm
Endeˈɛndə
garɡaːɐ̯
…?
Jawohljaˈvoːl
!
Ereːɐ̯
kriegtkʁiːkt
einaɪ̯n
Kindkɪnt
!
Einenˈaɪ̯nən
Seitenspross
.
Eseːs
brauchtbʁaʊ̯xt
s
jajaː
niemandˈniːmant
zut͡suː
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
.
Wirviːɐ̯
wollenˈvɔlən
eseːs
aufsaʊ̯fs
Landlant
schickenˈʃɪkn̩
,
zut͡suː
einerˈaɪ̯nɐ
Ammeˈamə
.
Wasvas
Ammeˈamə
.
Beibaɪ̯
derdeːɐ̯
Flascheˈflaʃə
lasslas
ichɪç
eseːs
aufzieh
n
.
Dasdas
sollzɔl
seineˈzaɪ̯nə
Strafeˈʃtʁaːfə
seinzaɪ̯n
.
vorwurfsvoll
FÜRST
Bedenkbəˈdɛŋk
’,
eseːs
istɪst
einaɪ̯n
Lippert-Weylersheim
!
gebrochen
FÜRST
Gemischtɡəˈmɪʃt
mitmɪt
Sylva
Varescu
.
Wirviːɐ̯
müssenˈmʏsn̩
zurt͡suːɐ̯
Gesellschaftɡəˈzɛlʃaft
.
Manman
darfdaʁf
unsʊns
nichtsnɪçt͡s
anmerkenˈanˌmɛʁkn̩
.
Reicht ihr den Arm.
FÜRST
Kommkɔm
Anhilte
!
Kommkɔm
,
Grosspapa
!
Beide rechts ab.
Sylva im Hermelinmantel, prachtvoller Gesellschaftstoilette mit Schmuck, Boni Mantel über dem Arm, im Frack.
LAKAI
Wenveːn
darfdaʁf
ichɪç
meldenˈmɛldn̩
?
Nimmt Sylva den Pelz, Boni den Mantel und Claque ab.
BONI
Grafɡʁaːf
Boniˈboːni
Kancsianu
,
bitteˈbɪtə
-
will seine Visitkarte suchen.
rasch:
SYLVA
undʊnt
Fraufʁaʊ̯
!
bestimmt:
SYLVA
Grafɡʁaːf
undʊnt
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kancsianu
!
zum Diener
BONI
Darfdaʁf
ichɪç
aufwartenˈaʊ̯fˌvaʁtn̩
Kugler-Bonbon
?
gibt dem Lakai einen Wink, dieser verbeugt sich und geht rechts ab.
Zu Boni, sehr rasch mit unterdrückter Stimme:
SYLVA
Nimmnɪm
dichdɪç
dochdɔx
zusamment͡suˈzamən
,
duduː
wirstvɪʁst
nochnɔx
allesˈaləs
verpatzenfɛɐ̯ˈpat͡sn̩
!
Wirstvɪʁst
sehenˈzeːən
,
wirviːɐ̯
kommenˈkɔmən
iniˈʔɛn
Schlamastikʃlaˈmastɪk
hereinhɛˈʁaɪ̯n
.
Duduː
hasthast
mirmiːɐ̯
deindaɪ̯n
Wortvɔʁt
gegebenɡəˈɡeːbm̩
.
Fürfyːɐ̯
heuteˈhɔɪ̯tə
Abendˈaːbm̩t
binbɪn
ichɪç
deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
.
BONI
Dasdas
isiːs
falscherˈfalʃɐ
Meldzettel
.
Dafürdaˈfyːɐ̯
wirdvɪʁt
manman
iniˈʔɛn
Wienviːn
eingesperrtˈaɪ̯nɡəˌʃpɛʁt
-
zweit͡svaɪ̯
Jahrjaːɐ̯
Fasttagˈfastˌtaːk
.
bestimmt
SYLVA
Ichɪç
binbɪn
fürfyːɐ̯
heuteˈhɔɪ̯tə
Abendˈaːbm̩t
deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
.
Spielʃpiːl
deineˈdaɪ̯nə
Rolleˈʁɔlə
gutɡuːt
.
Derdeːɐ̯
Lohnloːn
wirdvɪʁt
nichtnɪçt
ausbleibenˈaʊ̯sˌblaɪ̯bm̩
.
aufhorchend
SYLVA
Manman
kommtkɔmt
!
Sie wankt vor Erregung.
sie stützend:
BONI
Ahaaˈha
,
jetztjɛt͡st
hathat
s
dichdɪç
!
Offeriert ihr eine Tüte
BONI
Nimmnɪm
wasvas
zurt͡suːɐ̯
Stärkungˈʃtɛʁkʊŋ
,
Kugler-Bonbons
mitmɪt
Gansleber
gefülltɡəˈfʏlt
.
lebhaft auftretend
FÜRST
Wasvas
hörhøːɐ̯
ichɪç
?
Derdeːɐ̯
Boniˈboːni
?
Ah
,
dadaː
schauʃaʊ̯
herheːɐ̯
!
Servusˈseɐ̯vus
!
Schüttelt ihm die Hand.
FÜRST
Undʊnt
eineˈaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
hasthast
duduː
auchaʊ̯x
mitgebrachtˈmɪtɡəˌbʁaxt
?
Sylva, die sich tief verneigt, bewundernd
FÜRST
Ah
!
Allerhandalɐˈhant
Hochachtungˈhoːxˌʔaxtʊŋ
!
Zur Türe eilend:
FÜRST
Fürstinˈfʏʁstɪn
,
Komtesse
!
Meineˈmaɪ̯nə
Herrschaftenˈhɛʁʃaftn̩
,
kommenˈkɔmən
sieziː
dochdɔx
!
Alle treten auf
fortfahrend
FÜRST
Eineˈaɪ̯nə
doppelteˈdɔpl̩tə
Überraschung
Vorstellend:
FÜRST
Derdeːɐ̯
jungeˈjʊŋə
Grafɡʁaːf
Kancsianu
,
derdeːɐ̯
Sohnzoːn
meinesˈmaɪ̯nəs
bestenˈbɛstn̩
Freundesˈfʁɔɪ̯ndəs
undʊnt
seineˈzaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
.
BONI
Ichɪç
mussmʊs
tausendmalˈtaʊ̯zn̩tmaːl
umʊm
Verzeihungfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯ʊŋ
bittenˈbɪtən
Wirviːɐ̯
platzenˈplat͡sn̩
dadaː
hineinhɪˈnaɪ̯n
wieviː
Kuhkuː
iniˈʔɛn
Haustorˈhaʊ̯sˌtoːɐ̯
.
FÜRST
Sozoː
einaɪ̯n
Tunichtgutˈtuːniçtɡuːt
!
Heiratˈhaɪ̯ˌʁaːt
,
ohneˈoːnə
unsʊns
zut͡suː
verständigenfɛɐ̯ˈʃtɛndɪɡn̩
!
BONI
Wirviːɐ̯
sindzɪnt
nämlichˈnɛːmlɪç
aufaʊ̯f
Hochzeitsreiseˈhɔxt͡saɪ̯t͡sˌʁaɪ̯zə
!
Wirviːɐ̯
sindzɪnt
alsoˈalzo
aufaʊ̯f
Hochzeitreise
-
sozusagenˌzoːt͡suˈzaːɡŋ̩
iniˈʔɛn
Flitterstunden
.
Eseːs
istɪst
sozoː
schnellʃnɛl
gekommenɡəˈkɔmən
-
ichɪç
habhaːp
selberˈzɛlbɐ
nichtnɪçt
gewusstɡəˈvʊst
….
SYLVA
Bonifaziusboniˈfaːt͡si̯ʊs
!
BONI
Derdeːɐ̯
Bonifaziusboniˈfaːt͡si̯ʊs
warvaːɐ̯
auchaʊ̯x
dabeidaˈbaɪ̯
!
mit tiefer Verbeugung
SYLVA
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
!
verbeugt sich
verbeugt sich, sieht Stasi dabei durchdringend an, dann beiseite:
SYLVA
Sieziː
!
beiseite, Stasi bewundernd:
BONI
Blitzpotz
!
Diedaɪ
gefälltɡəˈfɛlt
mirmiːɐ̯
!
FÜRST
Nana
,
derdeːɐ̯
Edwin
,
derdeːɐ̯
wirdvɪʁt
Augenˈaʊ̯ɡn̩
machenˈmaxn̩
!
Wovoː
stecktʃtɛkt
ereːɐ̯
denndɛn
?
STASI
Ereːɐ̯
istɪst
aufaʊ̯f
seinzaɪ̯n
Zimmerˈt͡sɪmɐ
gegangenɡəˈɡaŋən
-
einenˈaɪ̯nən
dringendenˈdʁɪŋəndn̩
Briefbʁiːf
schreibenˈʃʁaɪ̯bm̩
.
zu Stasi:
FÜRST
Holhoːl
ihniːn
!
ihr den Weg verstellend, ängstlich:
BONI
Neinnaɪ̯n
,
bittbɪt
schönʃøːn
nichtnɪçt
holenˈhoːlən
!
Wennvɛn
ereːɐ̯
vonfɔn
selberˈzɛlbɐ
kommtkɔmt
,
dadaː
kannkan
manman
nixnɪks
machenˈmaxn̩
’,
aberˈaːbɐ
spricht angelegentlich mit Stasi weiter, ihr den Hof machend.
sein Monokel einklemmend, steht vor Sylva, sie mit grösstem Erstaunen anstarrend
MAC GRAVE
Neinnaɪ̯n
,
dasdas
istɪst
kolossalˌkolɔˈsaːl
,
dasdas
istɪst
einfachˈaɪ̯nfax
fabelhaftˈfaːbl̩haft
!
sich um beide gruppierend:
MEHRERE
Wasvas
denndɛn
?
MAC GRAVE
Fraufʁaʊ̯
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
habenˈhaːbm̩
eineˈaɪ̯nə
Ähnlichkeit
!
lächelnd, sich ganz unbefangen stellend:
SYLVA
Ichɪç
?
Mitmɪt
wemveːm
?
MAC GRAVE
Mitmɪt
einerˈaɪ̯nɐ
Künstlerinˈkʏnstləʁɪn
,
diedaɪ
ichɪç
vorfoːɐ̯
kurzemˈkʊʁt͡sm̩
iniˈʔɛn
Newnɔʏ̯
York
spielenˈʃpiːlən
sahzaː
Nachdenkend:
MAC GRAVE
Wieviː
heisst
sieziː
nurnuːɐ̯
Sucht
MAC GRAVE
Sylva
Sylva
ohne mit einer Wimper zu zucken:
SYLVA
Ah
,
Sylva
Varescu
?
lebhaft:
MAC GRAVE
Jajaː
,
jajaː
,
diedaɪ
!
Kennenˈkɛnən
Sieziː
sieziː
?
SYLVA
Neinnaɪ̯n
,
aberˈaːbɐ
meinmaɪ̯n
Mannman
,
Duduː
Bonifaz
Der sich mit Stasi unterhält, dreht sich um.
SYLVA
Denkeˈdɛŋkə
dirdiːɐ̯
,
manman
bewundertbəˈvʊndɐt
wiederˈviːdɐ
einmalˈaɪ̯nmaːl
meineˈmaɪ̯nə
Ähnlichkeit
mitmɪt
dieserˈdiːzɐ
Sylva
Varescu
.
beiseite:
BONI
Oh
jejeː
!
SYLVA
Istɪst
dasdas
nichtnɪçt
komischˈkoːmɪʃ
?
hölzern lachend:
BONI
Hahahahahaˈha
!
sehrzeːɐ̯
komischˈkoːmɪʃ
!
SYLVA
Ichɪç
hätt
sieziː
gernɡɛʁn
einmalˈaɪ̯nmaːl
geseh
n
.
MAC GRAVE
Manman
erzähltɛɐ̯ˈt͡sɛːlt
förmlicheˈfœʁmlɪçə
Romaneˌʁoˈmaːnə
vonfɔn
ihriːɐ̯
.
Sieziː
seizaɪ̯
iniˈʔɛn
Ungarnˈʊŋɡaʁn
diedaɪ
Brautbʁaʊ̯t
einesˈaɪ̯nəs
Fürstenˈfʏʁstn̩
gewesenɡəˈveːzn̩
,
derdeːɐ̯
sieziː
aberˈaːbɐ
sitzenˈzɪt͡sn̩
liess
.
Seitherˌzaɪ̯tˈheːɐ̯
nenntnɛnt
manman
sieziː
nurnuːɐ̯
nochnɔx
diedaɪ
-
Csardasfürstin
.
lachend:
ALLE
Diedaɪ
Csardasfürstin
!
SYLVA
Csardasfürstin
!
Wieviː
komischˈkoːmɪʃ
!
dem das Gespräch peinlich geworden, unterbrechend:
FÜRST
Lassenˈlasn̩
wirviːɐ̯
dieseˈdiːzə
Personpɛʁˈzoːn
.
Kränkenˈkʁɛŋkn̩
.
wirviːɐ̯
unsereˈʊnzəʁə
liebeˈliːbə
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
nichtnɪçt
.
Eineˈaɪ̯nə
Brettldiva
kannkan
nichtnɪçt
ausseh
n
wieviː
eineˈaɪ̯nə
Aristokratinaʁɪstoˈkʁaːtɪn
!
Ichɪç
wenigstensˈveːnɪkstn̩s
würdeˈvʏʁdə
sieziː
sofortzoˈfɔʁt
auseinanderkennen
.
von links:
EDWIN
Jajaː
,
istɪst
s
möglichˈmøːklɪç
?
Boniˈboːni
istɪst
dadaː
?
rasch mit seinem Rücken Sylva deckend. Sehr verlegen, lachend:
BONI
Jajaː
,
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
,
dadaː
schaustʃaʊ̯st
mitmɪt
Augenˈaʊ̯ɡn̩
?
FÜRST
Siehziː
welchvɛlç
liebenˈliːbn̩
Gastɡaːst
ereːɐ̯
unsʊns
gebrachtɡəˈbʁaxt
hathat
!
vorstellend:
FÜRST
Meinmaɪ̯n
Sohnzoːn
Edwin
-
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kancsianu
.
wendet sich ihm zu, verneigt sich förmlich.
für sich
BONI
Jetztjɛt͡st
platztplat͡st
diedaɪ
Bombeˈbɔmbə
!
starrt sie an, mit unterdrücktem Aufschrei:
EDWIN
Sylva
!
lachend:
ALLE
Hahahahahaˈha
!
Ereːɐ̯
auchaʊ̯x
!
tritt rasch zu Edwin heran, lächelnd, die Situation beherrschend:
SYLVA
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
verwechselnfɛɐ̯ˈvɛksl̩n
michmɪç
.
Aberˈaːbɐ
tröstenˈtʁøːstn̩
Sieziː
sichzɪç
,
Sieziː
sindzɪnt
nichtnɪçt
derdeːɐ̯
Ersteˈeːɐ̯stə
.
Ebenˈeːbn̩
ersteːɐ̯st
istɪst
mirmiːɐ̯
dasselbedasˈzɛlbə
passiertpaˈsiːɐ̯t
.
Dieseˈdiːzə
Varescu
mussmʊs
faktischˈfaktɪʃ
eineˈaɪ̯nə
Doppelgängerinˈdɔpl̩ˌɡɛŋəʁɪn
vonfɔn
mirmiːɐ̯
seinzaɪ̯n
!
BONI
Dasdas
machtmaxt
derdeːɐ̯
Typusˈtyːpʊs
.
Alleˈalə
Mädelˈmɛːdl̩
iniˈʔɛn
Kis-Küküllö
sehenˈzeːən
sichzɪç
ähnlichˈɛːnlɪç
.
nicht ohne Ironie, sie fixierend:
EDWIN
Ah
,
Fraufʁaʊ̯
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
sindzɪnt
ausaʊ̯s
Kis-Küküllö
?
BONI
Jawohljaˈvoːl
-
ausaʊ̯s
Kis-Küküllö
,
wovoː
diedaɪ
Schweinderln[ˈʃvaɪ̯ndɐl]
aufaʊ̯f
Promenadepʁoməˈnaːdə
spazierenʃpaˈt͡siːʁən
gehɡeː
n
!
geht auf Boni zu und drückt ihm fest die Hand:
EDWIN
Boniˈboːni
,
ichɪç
gratuliereɡʁatuˈliːʁə
dirdiːɐ̯
!
schmerzliche Grimasse:
BONI
Dankeˈdaŋkə
.
SYLVA
Wirviːɐ̯
sindzɪnt
furchtbarˈfʊʁçtbaːɐ̯
glücklichˈɡlʏklɪç
miteinanderˈmɪtʔaɪ̯ˌnandɐ
.
Nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
,
Bonifaz
?
Fährt ihm zärtlich durch’ s Haar.
trocken:
BONI
Furchtbarˈfʊʁçtbaːɐ̯
.
zur Gesellschaft:
SYLVA
Sieziː
dürfenˈdʏʁfn̩
unsʊns
nichtnɪçt
zürnenˈt͡sʏʁnən
,
dassdas
wirviːɐ̯
sozoː
sozoː
Absichtlich zärtlich:
SYLVA
Wirviːɐ̯
sindzɪnt
sozoː
jungjʊŋ
verheiratetfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtət
!
BONI
Furchtbarˈfʊʁçtbaːɐ̯
jungjʊŋ
.
SYLVA
Wennvɛn
ichɪç
jemandˈjeːmant
liebliːp
habhaːp
’,
danndan
kannkan
ichɪç
michmɪç
nichtnɪçt
verstellenfɛɐ̯ˈʃtɛlən
.
FÜRST
Darfdaʁf
ichɪç
diedaɪ
Herrschaftenˈhɛʁʃaftn̩
iniˈʔɛn
dendeːn
Tanzsaalˈtant͡sˌzaːl
bittenˈbɪtən
?
zu Sylva, ihr den Arm reichend:
FÜRST
Schöneˈʃøːnə
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
sich in ihn einhängend
SYLVA
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
.
Beide ab.
Die anderen folgen in den Tanzsaal.
zu Boni:
STASI
Sieziː
tanzenˈtant͡sn̩
nichtnɪçt
,
Grafɡʁaːf
?
will ihr den Arm reichen:
BONI
Oh
,
mitmɪt
Wonneˈvɔnə
!
erwischt ihn beim Frack:
EDWIN
Duduː
bleibstblaɪ̯pst
!
zu Stasi, in grösster Verlegenheit:
BONI
Pardonpaʁˈdɔŋ
ereːɐ̯
lässtlɛst
michmɪç
nichtnɪçt
.
STASI
Danndan
mussmʊs
ichɪç
mirmiːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
anderenˈandəʁən
Tänzerˈtɛnt͡sɐ
suchenˈzuːxn̩
.
Eilt lachend ab.
EDWIN
Jetztjɛt͡st
redʁeːt
’!
Wasvas
sollzɔl
dasdas
heissenˈhaɪ̯sən
?
übertrieben freundlich, sanft:
BONI
Sagzaːk
’,
binbɪn
ichɪç
Deindaɪ̯n
Freind
?
fasst ihn vorne an der Rockklappe und schüttelt ihn:
EDWIN
Ichɪç
willvɪl
wissenˈvɪsn̩
,
wasvas
dieseˈdiːzə
Komödiekoˈmøːdi̯ə
heissenˈhaɪ̯sən
sollzɔl
?
BONI
Wannvan
duduː
schüttelstˈʃʏtl̩st
,
kannkan
ichɪç
nichtnɪçt
redenˈʁeːdn̩
.
lässt ihn los, zwingt sich zur Ruhe
EDWIN
Wasvas
istɪst
gescheh
n
?
Ichɪç
schreibeˈʃʁaɪ̯bə
undʊnt
telegraphier
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Fingerˈfɪŋɐ
wundvʊnt
...
Keineˈkaɪ̯nə
Spurʃpuːɐ̯
keinkaɪ̯n
Lebenszeichenˈleːbn̩sˌt͡saɪ̯çn̩
...
Undʊnt
duduː
bistbɪst
mitmɪt
ihriːɐ̯
nachnaːx
Amerikaaˈmeːʁika
.
Warumvaˈʁʊm
?
Nähert sich ihm:
EDWIN
Ichɪç
fragfʁaːk
’:
warumvaˈʁʊm
?
retiriert
BONI
Regʁeːk
dichdɪç
nichtnɪçt
aufaʊ̯f
!
EDWIN
Ihriːɐ̯
habthaːpt
michmɪç
betrogenbəˈtʁoːɡn̩
.
Undʊnt
ichɪç
Narrnaʁ
sitzeˈzɪt͡sə
dadaː
undʊnt
warteˈvaʁtə
.
Wovoː
habthaːpt
Ihriːɐ̯
geheiratetɡəˈhaɪ̯ʁaːtət
?
Drübenˈdʁyːbn̩
?
BONI
Hübenˈhyːbn̩
.
EDWIN
Wasvas
heisst
dasdas
?
BONI
Hübenˈhyːbn̩
.
Iniˈʔɛn
Kis-Küküllo
.
Beibaɪ̯
Sylvas
Mamuska
undʊnt
Papuska
.
EDWIN
Undʊnt
duduː
wagstvaːkst
eseːs
,
mirmiːɐ̯
nochnɔx
unterˈʊntɐ
diedaɪ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
zut͡suː
kommenˈkɔmən
?
Einaɪ̯n
Menschmɛnʃ
,
demdeːm
ichɪç
sozoː
blindblɪnt
vertrautfɛɐ̯ˈtʁaʊ̯t
habhaːp
’!
Sollzɔl
manman
dadaː
nichtnɪçt
verrücktfɛɐ̯ˈʁʏkt
werdenˈveːɐ̯dn̩
?
BONI
Lasslas
dichdɪç
nichtnɪçt
störenˈʃtøːʁən
.
Ichɪç
kommeˈkɔmə
späterˈʃpɛːtɐ
.
Will ab.
Erwischt ihn, hält ihn zurück):
Boni, ich begehe einen Mord! Wirst du mir erklären oder nicht?
BONI
Nicht schütteln!
EDWIN
Lässt ihn los:
Also sprich …
BONI
Wir haben sich geheiratet …
EDWIN
Warum! Weshalb?
BONI
Aus Liebe.
EDWIN
auf ihn zu:
Waas ?
BONI
retiriert und verschanzt sich hinter einen Tisch:
Nein, nein - aus Vernunft!
Kleine Pause. Edwin geht heftig auf und ab. Boni verfolgt ihn ängstlich und fährt zusammen, so oft ihm Edwin in die Nähe kommt.
EDWIN
Du bist also ihr Mann? Also wirklich ihr Mann?
BONI
Bis auf eine Kleinigkeit. Unsere Ehe ist noch - rein.
Die Augen verschämt niederschlagend:
Sie hat mich noch nicht konsumiert.
EDWIN
schüttelt ihn über den Tisch hinüber:
Schau mir in die Augen! Ist das wahr ?
BONI
sucht sich frei zu machen:
Ja, ja, lass’ aus! Bist ja reines Beuteltier!
NEUNTE SZENE
SYLVA
die schon einen Augenblick früher eingetreten ist, rasch Boni zu Hilfe kommend:
Bonifazius, der Fürst verlangt nach Dir!
BONI
den Edwin sogleich losliess:
Er hat mir das Leben gerettet.
SYLVA
Du bist ja ganz derangiert. Was hast du denn?
BONI
Schüttelfrost!
SYLVA
richtet ihm die Krawatte, flüstert ihm dabei zu:
Hat er was gemerkt ?
BONI
flüsternd:
Nein - aber gib acht. Er schüttelt wahnsinnig.
SYLVA
laut:
Pah, Mandi!
BONI
ebenso:
Pah, Weibi!
Steckt die Hände in die Hosentaschen, geht pfeifend herausfordernd an Edwin vorbei, dieser macht eine Bewegung, als ob er auf ihn los wollte. Boni rasch ab.
ZEHNTE SZENE
Kleine Pause. Sylva kämpft mit ihrer Aufregung. Sie sucht sich ein gefasstes lächelndes Aussehen zu geben, was ihr auch bis auf einige Momente, wo ihr Temperament losgeht, gelingt.
EDWIN
Sylva!
SYLVA
wendet sich im lächelnd zu.
EDWIN
in plötzlicher heisser Aufwallung auf sie zu, will sie an sich reissen:
Sylva!
SYLVA
ihn abwehrend:
Nein - Nein!
EDWIN
Du bist gekommen -
SYLVA
ihn unterbrechend, lächelnd:
Ich bin gekommen, Durchlaucht, Ihnen Glück zu wünschen und ihre Braut zu seh’ n - das Mädel, das Sie von Jugend auf lieben, mit der Sie sich verlobt haben bevor Sie diese Juxheirat mit mir eingegangen sind.
EDWIN
tritt einen Schritt zurück:
Jux-Heirat?
SYLVA
Aber! Aber! Durchlauchtigster Freund werden doch nicht glauben, dass ich diese fidele Hochzeit ernst genommen hab’? Eine Hetz war’ s, fertig! Hochzeit im Varieté! Ein neuer Trick! Wir haben uns, als Sie fort waren - noch grossartig darüber amüsiert. Wir haben noch herzlich darüber gelacht.
EDWIN
Sylva, seh’ n Sie mir in die Augen!
SYLVA
tut es lächelnd, unbefangen.
EDWIN
Jenen Pakt, den wir geschlossen, Sie haben ihn wirklich nur für einen Jux gehalten? Wirklich und wahrhaftig?
SYLVA
Aber ja! Für was denn sonst?
EDWIN
Und Sie haben Boni aus freien Stücken geheiratet?
SYLVA
Natürlich! Boni vergöttert mich ja. Er ist der zärtlichste Ehemann!
EDWIN
Und Sie - lieben ihn?
SYLVA
Sylva Varescu hätte nie einen Mann geheiratet, den sie nicht liebt!
EDWIN
Sylva! Warum hast du Boni geheiratet?
SYLVA
Boni hat mich immer geliebt.
EDWIN
Du liebst ihm?
SYLVA
Glaubst du wirklich dass ich heirat’ ein Mann den ich nicht liebe!
EDWIN
Danndan
-
danndan
habhaːp
ichɪç
nichtsnɪçt͡s
mehrmeːɐ̯
zut͡suː
sagenˈzaːɡn̩
.
lauernd:
SYLVA
Nana
,
undʊnt
wannvan
gedenkenɡəˈdɛŋkn̩
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
meinemˈmaɪ̯nəm
Beispielˈbaɪ̯ˌʃpiːl
zut͡suː
folgenˈfɔlɡn̩
?
Wannvan
machenˈmaxn̩
Sieziː
Hochzeitˈhoːxˌt͡saɪ̯t
?
gibt sich einen Ruck, man sieht, er wird Herr seiner selbst:
EDWIN
Sobaldzoˈbalt
alsals
möglichˈmøːklɪç
.
Wennvɛn
manman
einaɪ̯n
Mädelˈmɛːdl̩
liebtliːpt
undʊnt
wiedergeliebtˈviːdɐɡəˌliːpt
wirdvɪʁt
,
kannkan
manman
s
nichtnɪçt
erwartenɛɐ̯ˈvaʁtn̩
,
mitmɪt
ihriːɐ̯
fürfyːɐ̯
ewigˈeːvɪk
verbundenfɛɐ̯ˈbʊndn̩
zut͡suː
werdenˈveːɐ̯dn̩
.
kann kaum ihre Fassung bewahren:
SYLVA
Geɡɛnf
-
wiss
!
Atem schöpfend
SYLVA
Gewissɡəˈvɪs
!
EDWIN
Heuteˈhɔɪ̯tə
nochnɔx
findetˈfɪndət
meineˈmaɪ̯nə
offizielleɔfiˈt͡si̯ɛlə
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
stattʃtat
,
undʊnt
ichɪç
dankeˈdaŋkə
Ihnenˈiːnən
fürfyːɐ̯
diedaɪ
Ehreˈeːʁə
,
diedaɪ
Sieziː
mirmiːɐ̯
erwiesenɛɐ̯ˈviːzn̩
habenˈhaːbm̩
,
persönlichpɛʁˈzøːnlɪç
zut͡suː
erscheinenɛɐ̯ˈʃaɪ̯nən
.
Küsst ihr förmlich die Hand.
EDWIN
Wirviːɐ̯
zweit͡svaɪ̯
wollenˈvɔlən
dochdɔx
guteˈɡuːtə
Freundeˈfʁɔɪ̯ndə
bleibenˈblaɪ̯bm̩
-
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
?
kämpfend:
SYLVA
Wirviːɐ̯
wollenˈvɔlən
Schliesst die Augen.
EDWIN
Undʊnt
jenerˈjeːnɐ
Abendˈaːbm̩t
-
imiˈʔɛm
Variete
-
jenerˈjeːnɐ
letzteˈlɛt͡stə
-
dasdas
warvaːɐ̯
nurnuːɐ̯
-
einaɪ̯n
-
Traumtʁaʊ̯m
?
Nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
?
wie oben:
SYLVA
Nurnuːɐ̯
-
einaɪ̯n
-
Traumtʁaʊ̯m
!
wärmer, ihr ins Ohr flüsternd:
EDWIN
Aberˈaːbɐ
einaɪ̯n
schönerˈʃøːnɐ
...
derdeːɐ̯
schönsteˈʃøːnstə
meinesˈmaɪ̯nəs
Lebensˈleːbn̩s
!
Denkstdɛŋkst
duduː
nochnɔx
manchmalˈmançmaːl
drandʁan
?
nickt:
SYLVA
Ichɪç
denkeˈdɛŋkə
drandʁan
.
Nr. 9: Duett
SYLVA
Hellerˈhɛlɐ
Jubelˈjuːbl̩
,
Händedrückeˈhɛndəˌdʁʏkə
,
Frohesˈfʁoːəs
Lachenˈlaxn̩
,
heisse
Blickeˈblɪkə
Undʊnt
Zigeunert͡siˈɡɔɪ̯nɐ
-
Sangzaŋ
undʊnt
Klangklaŋ
!
EDWIN
Lorbeerkränzeˈlɔʁbeːɐ̯ˌkʁɛnt͡sə
,
Roteˈʁoːtə
Rosenˈʁoːzn̩
,
Wildeˈvɪldə
Tänzeˈtɛnt͡sə
,
leisesˈlaɪ̯zəs
Kosenˈkoːzn̩
,
Csardasweisen
-
süsszyːs
undʊnt
bangbaŋ
!
SYLVA
Unvergesslichˈʊnfɛɐ̯ˌɡɛslɪç
schöneˈʃøːnə
Feierˈfaɪ̯ɐ
!
Wieviː
standʃtant
ichɪç
dadaː
vollfɔl
Seligkeitˈzeːlɪkkaɪ̯t
!
Imiˈʔɛm
Haareˈhaːʁə
einenˈaɪ̯nən
weissen
Schleierˈʃlaɪ̯ɐ
!
Achax
,
diedaɪ
Freudeˈfʁɔɪ̯də
!
Achax
,
diedaɪ
Freudfʁɔʏ̯t
!
BEIDE
Jajaː
,
dasdas
warenˈvaːʁən
trauteˈtʁaʊ̯tə
Zeitenˈt͡saɪ̯tn̩
!
Sieziː
sindzɪnt
fürfyːɐ̯
immerˈɪmɐ
nunnuːn
vorbeifoːɐ̯ˈbaɪ̯
!
Wieviː
liegenˈliːɡn̩
dieseˈdiːzə
Seligkeitenˈzeːlɪkkaɪ̯tn̩
,
Achax
,
sozoː
weitvaɪ̯t
!
Achax
,
garɡaːɐ̯
sozoː
weitvaɪ̯t
!
EDWIN
Weisstvaɪ̯st
Duduː
eseːs
nochnɔx
?
Denkstdɛŋkst
Duduː
auchaʊ̯x
manchmalˈmançmaːl
derdeːɐ̯
Stundenˈʃtʊndn̩
?
Süsszyːs
warvaːɐ̯
derdeːɐ̯
Rauschʁaʊ̯ʃ
,
Derdeːɐ̯
unsʊns
imiˈʔɛm
Taumelˈtaʊ̯ml̩
umfingʊmˈfɪŋ
!
Weisstvaɪ̯st
Duduː
eseːs
nochnɔx
,
Wasvas
wirviːɐ̯
beseligtbəˈzeːlɪkt
empfundenɛmˈp͡fʊndn̩
?
Weisstvaɪ̯st
Duduː
eseːs
nochnɔx
?
Warvaːɐ̯
auchaʊ̯x
nurnuːɐ̯
flüchtigˈflʏçtɪk
derdeːɐ̯
Traumtʁaʊ̯m
,
Schönʃøːn
warvaːɐ̯
ereːɐ̯
dochdɔx
!
Kaumkaʊ̯m
gefundenɡəˈfʊndn̩
,
kaumkaʊ̯m
erkorenɛɐ̯ˈkoːʁən
,
Schonʃoːn
vergessenfɛɐ̯ˈɡɛsn̩
,
schonʃoːn
verlorenfɛɐ̯ˈloːʁən
,
Undʊnt
einaɪ̯n
Gatteˈɡatə
nenntnɛnt
dichdɪç
seinzaɪ̯n
!
SYLVA
Andreˈʔandəʁə
Menschenˈmɛnʃn̩
,
andreˈʔandəʁə
Städtchenˈʃtɛtçən
,
Andreˈʔandəʁə
Liebeˈliːbə
,
andreˈʔandəʁə
Mädchenˈmeːtçən
,
Undʊnt
einaɪ̯n
Bräutchenbʁaʊ̯t
wunderfein
.
EDWIN
Allesˈaləs
Glückɡlʏk
,
dasdas
wirviːɐ̯
besessenbəˈzɛsn̩
,
Duduː
setztestˈzɛt͡stəst
leichthin
eseːs
aufsaʊ̯fs
Spielʃpiːl
,
Ichɪç
liebteˈliːptə
dichdɪç
sozoː
unermessen
!
Achax
,
zut͡suː
vielfiːl
!
Achax
,
sozoː
vielfiːl
zut͡suː
vielfiːl
!
BEIDE
Vonfɔn
demdeːm
Glückɡlʏk
,
dasdas
wirviːɐ̯
erstrebtenɛɐ̯ˈʃtʁeːptn̩
,
Verbleibtfɛɐ̯ˈblaɪ̯pt
unsʊns
diedaɪ
Erinnerungɛɐ̯ˈʔɪnəʁʊŋ
kaumkaʊ̯m
,
Undʊnt
allesˈaləs
,
wasvas
wirviːɐ̯
einstaɪ̯nst
erlebtenɛɐ̯ˈleːptn̩
,
Warvaːɐ̯
einaɪ̯n
Traumtʁaʊ̯m
,
warvaːɐ̯
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
Traumtʁaʊ̯m
!
SYLVA
Weisstvaɪ̯st
Duduː
eseːs
nochnɔx
?
Denkstdɛŋkst
duduː
auchaʊ̯x
manchmalˈmançmaːl
derdeːɐ̯
Stundenˈʃtʊndn̩
?
Süsszyːs
warvaːɐ̯
derdeːɐ̯
Rauschʁaʊ̯ʃ
,
Derdeːɐ̯
unsʊns
imiˈʔɛm
Taumelˈtaʊ̯ml̩
umfingʊmˈfɪŋ
!
Weisstvaɪ̯st
duduː
eseːs
nochnɔx
,
Wasvas
wirviːɐ̯
beseligtbəˈzeːlɪkt
empfundenɛmˈp͡fʊndn̩
?
Weisstvaɪ̯st
duduː
eseːs
nochnɔx
?
Warvaːɐ̯
auchaʊ̯x
nurnuːɐ̯
flüchtigˈflʏçtɪk
derdeːɐ̯
Traumtʁaʊ̯m
,
Schönʃøːn
warvaːɐ̯
ereːɐ̯
dochdɔx
.
Sozoː
einaɪ̯n
lustigerˈlʊstɪɡɐ
Romanʁoˈmaːn
gehtɡeːt
vorüberfoˈʁyːbɐ
!
Undʊnt
manman
stirbtʃtɪʁpt
nichtnɪçt
gleichɡlaɪ̯ç
darandaˈʁan
,
Neinnaɪ̯n
,
meinmaɪ̯n
Lieberˈliːbɐ
!
Sozoː
einaɪ̯n
lustigerˈlʊstɪɡɐ
Romanʁoˈmaːn
Istɪst
zumt͡sʊm
Lachenˈlaxn̩
!
Jajaː
,
dadaː
kannkan
manman
Nichtsnɪçt͡s
mehrmeːɐ̯
machenˈmaxn̩
!
Lalalalalala
s
istɪst
zumt͡sʊm
Lachenˈlaxn̩
!
Lalalalalala
Nichtsnɪçt͡s
zut͡suː
machenˈmaxn̩
!
BEIDE
Sozoː
einaɪ̯n
lustigerˈlʊstɪɡɐ
Romanʁoˈmaːn
Gehtɡeːt
vorüberfoˈʁyːbɐ
!
Jajaː
,
meinmaɪ̯n
Lieberˈliːbɐ
,
Denkdɛŋk
darandaˈʁan
!
kurzer, leidenschaftlicher Tanz.
BEIDE
Weisstvaɪ̯st
duduː
eseːs
nochnɔx
?
Warvaːɐ̯
auchaʊ̯x
nurnuːɐ̯
flüchtigˈflʏçtɪk
derdeːɐ̯
Traumtʁaʊ̯m
-
Schönʃøːn
warvaːɐ̯
ereːɐ̯
dochdɔx
!
zu verschiedenen Seiten ab.
ELFTE SZENE
gefolgt von Boni:
STASI
Achax
,
gehenˈɡeːən
Sieziː
!
Sieziː
sindzɪnt
einaɪ̯n
Schmeichlerˈʃmaɪ̯çlɐ
!
BONI
Neinnaɪ̯n
,
wirklichˈvɪʁklɪç
bitteˈbɪtə
!
Aufaʊ̯f
erstenˈeːɐ̯stn̩
Blickblɪk
habenˈhaːbm̩
Sieziː
aufaʊ̯f
mirmiːɐ̯
eingedruckt
.
STASI
Sagenˈzaːɡn̩
Sieziː
,
sindzɪnt
alleˈalə
verheiratetenfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtətn̩
Männerˈmɛnɐ
sozoː
schlechtʃlɛçt
?
BONI
Neinnaɪ̯n
,
bitteˈbɪtə
,
nurnuːɐ̯
ichɪç
!
Aberˈaːbɐ
kannkan
ichɪç
dafürdaˈfyːɐ̯
?
Wannvan
Sieziː
einemˈaɪ̯nəm
sozoː
anschau
n
mitmɪt
Augenˈaʊ̯ɡn̩
wasserblaue
,
drehtdʁeːt
sichzɪç
einemˈaɪ̯nəm
dadaː
drinnenˈdʁɪnən
allesˈaləs
herumhɛˈʁʊm
.
komisch entsetzt die Hände zusammenschlagend:
STASI
Gottɡɔt
,
wennvɛn
Ihreˈiːʁə
Fraufʁaʊ̯
Sieziː
hörteˈhøːɐ̯tə
!
BONI
Wasvas
fürfyːɐ̯
Fraufʁaʊ̯
?
Ah
sozoː
-
meineˈmaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
!
Kannkan
sieziː
,
bitteˈbɪtə
!
Geniertʒeˈniːɐ̯t
michmɪç
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
.
STASI
Sozoː
,
schönʃøːn
!
Iniˈʔɛn
dendeːn
Honigwochen
!
BONI
Alsoˈalzo
wasvas
Honigˈhoːnɪk
anbelangtˈanbəˌlaŋt
,
dadaː
redenˈʁeːdn̩
wirviːɐ̯
lieberˈliːbɐ
nixnɪks
davondaˈfɔn
.
STASI
Wieviː
meinenˈmaɪ̯nn̩
Sieziː
?
BONI
Meinmaɪ̯n
ichɪç
-
mitmɪt
Honigˈhoːnɪk
,
siehtziːt
s
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
sehrzeːɐ̯
bitterˈbɪtɐ
ausaʊ̯s
.
STASI
Geschiehtɡəˈʃiːt
Ihnenˈiːnən
schonʃoːn
rechtʁɛçt
.
Wennvɛn
Sieziː
meinmaɪ̯n
Mannman
wärenˈvɛːʁən
-
lebhaft:
BONI
Wannvan
ichɪç
wärvɛːr
,
bitteˈbɪtə
?
STASI
Mitmɪt
diesenˈdiːzn̩
meinenˈmaɪ̯nn̩
Fingernˈfɪŋɐn
würd
ichɪç
Ihnenˈiːnən
diedaɪ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
auskratzenˈaʊ̯sˌkʁat͡sn̩
!
ihre Hände ergreifend:
BONI
Bitteˈbɪtə
,
kratzenˈkʁat͡sn̩
Sieziː
!
Mitmɪt
solchenˈzɔlçn̩
Handerl
isiːs
mirmiːɐ̯
nurnuːɐ̯
angenehmˈanɡəˌneːm
.
ZWÖLFTE SZENE
gefolgt von Edwin, sieht, wie Boni Stasi die Hände küsst
erschrocken
STASI
Ihreˈiːʁə
Fraufʁaʊ̯
!
Will die Hände zurückziehen.
ruhig:
BONI
Dasdas
machtmaxt
nixnɪks
.
Küsst weiter.
ungemein lieb:
SYLVA
Bonifaziusboniˈfaːt͡si̯ʊs
,
meinmaɪ̯n
Schuhbandl
istɪst
mirmiːɐ̯
aufgegangenˈaʊ̯fɡəˌɡaŋən
.
Stellt den Fuss auf ein kleines Taburett, löst das Schuhband rasch verstohlen auf, hebt ein wenig den Rock.
beflissen:
EDWIN
O
,
darfdaʁf
ichɪç
-
?
lächelnd, kokett:
SYLVA
Dankeˈdaŋkə
,
dazudaˈt͡suː
istɪst
jajaː
meinmaɪ̯n
Mannman
dadaː
.
im Hinübergehen, mürrisch:
BONI
Jajaː
,
dazudaˈt͡suː
binbɪn
ichɪç
dadaː
!
Zieht͡siː
Bergsteigerˈbɛʁkˌʃtaɪ̯ɡɐ
anaːˈʔɛn
!
beiseite:
EDWIN
Nana
warteˈvaʁtə
!
Geht übertrieben freundlich auf Stasi zu:
EDWIN
Nana
,
meinmaɪ̯n
Staserl
,
wieviː
amüsierstamyˈziːɐ̯st
duduː
dichdɪç
denndɛn
?
mit einem Blick auf Boni:
STASI
Oh
,
ganzɡant͡s
gutɡuːt
.
EDWIN
Duduː
siehstziːst
ausaʊ̯s
-
zumt͡sʊm
Küssenˈkʏsn̩
!
zu Boni, leise, drängend:
SYLVA
Sagzaːk
mirmiːɐ̯
auchaʊ̯x
wasvas
Zärtlichesˈt͡sɛʁtlɪçəs
.
der immer zu Stasi hinüber möchte:
BONI
Wasvas
denndɛn
?
wie oben:
SYLVA
Irgendˈɪʁɡn̩t
etwasˈɛtvas
.
Spiel wie oben:
BONI
Ichɪç
weissvaɪ̯s
nichtnɪçt
.
unwillig:
SYLVA
Duduː
Aff
’!
zu Stasi, deren Hand er nicht losgelassen:
EDWIN
Jetztjɛt͡st
lasslas
ichɪç
dichdɪç
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
losloːs
.
Alleˈalə
Tänzeˈtɛnt͡sə
müssenˈmʏsn̩
meinmaɪ̯n
seinzaɪ̯n
!
der noch immer am Schuhband herumbastelt, will jetzt aufspringen:
BONI
Pardonpaʁˈdɔŋ
,
dendeːn
nächstenˈnɛːçstən
Walzerˈvalt͡sɐ
-
gibt ihm einen kleinen Rippenstoss:
SYLVA
Tanzst
duduː
mitmɪt
mirmiːɐ̯
.
kläglich:
BONI
Tanztant͡s
ichɪç
mitmɪt
dirdiːɐ̯
!
ihm das Haar ganz aufwühlend:
SYLVA
Ichɪç
kannkan
dichdɪç
mitmɪt
keinerˈkaɪ̯nɐ
andernˈandɐn
sehzeː
n
.
zu Stasi:
EDWIN
Wennvɛn
ichɪç
sozoː
beibaɪ̯
dirdiːɐ̯
stehʃteː
-
prickeltˈpʁɪkl̩t
s
mirmiːɐ̯
iniˈʔɛn
dendeːn
Füssenˈfʏsn̩
.
Eseːs
tanzttant͡st
jajaː
dochdɔx
keineˈkaɪ̯nə
wieviː
duduː
!
Stasilein
,
darfdaʁf
ichɪç
bittenˈbɪtən
?
SYLVA
Bonikam
,
darfdaʁf
ichɪç
bittenˈbɪtən
?
Nr. 10: Quartett
zu Stasi:
EDWIN
Liebchenˈliːpçən
,
michmɪç
reisst
eseːs
,
Liebchenˈliːpçən
,
duduː
weisstvaɪ̯st
eseːs
,
Glühendˈɡlyːənt
,
sprühendˈʃpʁyːənt
zut͡suː
dirdiːɐ̯
!
Herrlichˈhɛʁlɪç
istɪst
s
,
meinmaɪ̯n
süsses
Lebenˈleːbm̩
,
Tolltɔl
mitmɪt
dirdiːɐ̯
dahinzuschweben
!
Schätzelein
,
gibɡiːp
einenˈaɪ̯nən
Walzerˈvalt͡sɐ
zut͡suː
,
Keineˈkaɪ̯nə
kannkan
tanzenˈtant͡sn̩
wieviː
duduː
!
zu Sylva, mit übertriebener Zärtlichkeit:
BONI
Mutzi
,
michmɪç
reisst
eseːs
,
Putzi
,
michmɪç
schmeisst
eseːs
Juckendˈjʊkn̩t
,
zuckendˈt͡sʊkn̩t
zut͡suː
dirdiːɐ̯
!
Hupfhʊp͡f
mitmɪt
mirmiːɐ̯
,
duduː
süsses
Mopsi
,
Machmax
mitmɪt
mirmiːɐ̯
einaɪ̯n
klaines
Hopsi
!
Zuckerweib
,
gibɡiːp
einenˈaɪ̯nən
Walzerˈvalt͡sɐ
zut͡suː
,
Keineˈkaɪ̯nə
tanzttant͡st
Polkaˈpɔlka
wieviː
duduː
!
zu Edwin
STASI
Achax
,
wieviː
bistbɪst
duduː
heuthɔɪ̯t
sozoː
galantɡaˈlant
,
Nieniː
sahzaː
ichɪç
dichdɪç
sozoː
heisshaɪ̯s
entbranntɛntˈbʁant
!
Achax
,
wieviː
reizendˈʁaɪ̯t͡sn̩t
undʊnt
nettnɛt
sozoː
einaɪ̯n
Mannman
Dochdɔx
mitmɪt
unsʊns
Mädchenˈmeːtçən
seinzaɪ̯n
kannkan
!
zu Boni
SYLVA
Achax
,
fühlstfyːlst
duduː
,
wieviː
wonnig
dasdas
istɪst
,
Wennvɛn
s
Manderlman
sozoː
beimbaɪ̯m
Weiberlˈvaɪ̯bɐl
istɪst
?
Jajaː
,
dendeːn
Walzerˈvalt͡sɐ
durchsdʊʁçs
Lebenˈleːbm̩
zut͡suː
zweit͡svaɪ̯
n
Dendeːn
tanztant͡s
ichɪç
mitmɪt
dirdiːɐ̯
nurnuːɐ̯
alleinaˈlaɪ̯n
!
ALLE VIER
Hurrahʊˈʁaː
!
Hurrahʊˈʁaː
!
Manman
lebtleːpt
jajaː
nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
!
Undʊnt
einmalˈaɪ̯nmaːl
istɪst
keinmalˈkaɪ̯nmaːl
!
Nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
lebtleːpt
manman
jajaː
!
Hurrahʊˈʁaː
!
Hurrahʊˈʁaː
!
Zumt͡sʊm
lachenˈlaxn̩
undʊnt
scherzenˈʃɛʁt͡sn̩
,
Zumt͡sʊm
küssenˈkʏsn̩
undʊnt
herzenˈhɛʁt͡sn̩
,
Hurrahʊˈʁaː
!
-
sindzɪnt
wirviːɐ̯
jajaː
dadaː
!
Nurnuːɐ̯
duduː
!
Nurnuːɐ̯
duduː
!
Schwörtʃvøːɐ̯t
jederˈjeːdɐ
immerzuˈɪmɐt͡su
!
Manman
girrtɡɪʁt
undʊnt
schnäbeltˈʃnɛːbl̩t
,
Süsszyːs
benebeltbəˈneːbl̩t
,
Nutztnʊt͡st
diedaɪ
flüchtigeˈflʏçtɪɡə
Zeitt͡saɪ̯t
,
diedaɪ
goldeneˈɡɔldənə
!
Drumdʁʊm
tanztant͡s
’,
meinmaɪ̯n
Lieberˈliːbɐ
,
Eh
s
vorüberfoˈʁyːbɐ
!
Heuthɔɪ̯t
istɪst
heuthɔɪ̯t
STASI
Liebsterˈliːpstɐ
,
duduː
girrstɡɪʁst
jajaː
!
Liebsterˈliːpstɐ
,
duduː
schwirrstʃvɪʁst
jajaː
!
Rassigˈʁasɪk
,
spassigˈʃpasɪk
,
wieviː
nieniː
!
SYLVA
Hui
!
Wieviː
dirdiːɐ̯
diedaɪ
Augenˈaʊ̯ɡn̩
blitzenˈblɪt͡sn̩
!
Stolzʃtɔlt͡s
binbɪn
ichɪç
,
dichdɪç
zut͡suː
besitzenbəˈzɪt͡sn̩
!
Mandulein
,
gibɡiːp
mirmiːɐ̯
nochnɔx
einenˈaɪ̯nən
Kusskʊs
!
Leise:
SYLVA
Tritttʁɪt
mirmiːɐ̯
dochdɔx
nichtnɪçt
aufaʊ̯f
dendeːn
Fussfuːs
!
EDWIN
Achax
,
wieviː
hasthast
duduː
heuthɔɪ̯t
michmɪç
berücktbəˈʁʏkt
!
Nieniː
,
hasthast
duduː
michmɪç
sozoː
süsszyːs
entzücktɛntˈt͡sʏkt
!
Achax
,
wieviː
seligˈzeːlɪk
undʊnt
reichʁaɪ̯ç
istɪst
derdeːɐ̯
Mannman
,
Derdeːɐ̯
dichdɪç
besitzenbəˈzɪt͡sn̩
einstaɪ̯nst
kannkan
!
BONI
Achax
,
bistbɪst
duduː
heuthɔɪ̯t
zärtlichˈt͡sɛʁtlɪç
zut͡suː
mirmiːɐ̯
!
Achax
,
wonnig
zerfliess
ichɪç
jajaː
schierˈʃiːɐ
!
Wennvɛn
derdeːɐ̯
Himmelˈhɪml̩
keinkaɪ̯n
Wunderˈvʊndɐ
baldbalt
tuttuːt
,
Gehɡeː
ganzɡant͡s
undʊnt
garɡaːɐ̯
ichɪç
kaputkaˈpʊt
!
ALLE VIER
Hurrahʊˈʁaː
!
Hurrahʊˈʁaː
!
Manman
lebtleːpt
jajaː
nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
!
Undʊnt
einmalˈaɪ̯nmaːl
istɪst
keinmalˈkaɪ̯nmaːl
!
Nurnuːɐ̯
einmalˈaɪ̯nmaːl
lebtleːpt
manman
jejeː
!
Hurrahʊˈʁaː
!
Hurrahʊˈʁaː
!
Zumt͡sʊm
lachenˈlaxn̩
undʊnt
scherzenˈʃɛʁt͡sn̩
,
Zumt͡sʊm
küssenˈkʏsn̩
undʊnt
herzenˈhɛʁt͡sn̩
,
Hurrahʊˈʁaː
!
-
sindzɪnt
wirviːɐ̯
jajaː
dadaː
!
Nurnuːɐ̯
duduː
!
Nurnuːɐ̯
duduː
!
Schwörtʃvøːɐ̯t
jederˈjeːdɐ
immerzuˈɪmɐt͡su
!
Manman
girrtɡɪʁt
undʊnt
schnäbeltˈʃnɛːbl̩t
,
Süsszyːs
benebeltbəˈneːbl̩t
,
Nütztnʏt͡st
diedaɪ
flüchtigeˈflʏçtɪɡə
Zeitt͡saɪ̯t
,
diedaɪ
goldeneˈɡɔldənə
!
Drumdʁʊm
tanztant͡s
,
meinmaɪ̯n
Lieberˈliːbɐ
,
Eh
s
,
vorüberfoˈʁyːbɐ
!
Heuthɔɪ̯t
istɪst
heuthɔɪ̯t
’!
Tanz. - Beide Paare tanzen ab.
von rechts, begeistert:
FÜRST
Dieseˈdiːzə
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
-
einaɪ̯n
himmlischesˈhɪmlɪʃəs
Weibvaɪ̯p
!
Wieviː
sieziː
tanzttant͡st
-
wieviː
sieziː
schwebtʃveːpt
!
Kopiert sie, gerät ins Tanzen.
auftretend, lachend:
SYLVA
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
!
FÜRST
Lachenˈlaxn̩
Sieziː
michmɪç
nurnuːɐ̯
ausaʊ̯s
.
Sieziː
sindzɪnt
anaːˈʔɛn
allemˈaləm
schuldʃʊlt
.
Wieviː
kannkan
manman
nurnuːɐ̯
immerˈɪmɐ
mitmɪt
demdeːm
eigenenˈaɪ̯ɡənən
Gattenˈɡatn̩
tanzenˈtant͡sn̩
?
Alsals
oboːˈbeː
s
hierhiːɐ̯
keineˈkaɪ̯nə
Auswahlˈaʊ̯svaːl
anaːˈʔɛn
feschenˈfɛʃn̩
Tänzernˈtɛnt͡sɐn
gäbeˈɡɛːbə
!
mit tiefer Verbeugung:
SYLVA
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
,
darfdaʁf
ichɪç
bittenˈbɪtən
?
lachend:
FÜRST
Hahahaˈha
-
sozoː
warvaːɐ̯
s
jajaː
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
gemeintɡəˈmaɪ̯nt
.
Sieziː
sindzɪnt
wirklichˈvɪʁklɪç
bezauberndbəˈt͡saʊ̯bɐnt
,
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
.
Fastfast
fangeˈfaŋə
ichɪç
anaːˈʔɛn
,
meinenˈmaɪ̯nn̩
Sohnzoːn
zut͡suː
begreifenbəˈɡʁaɪ̯fn̩
.
SYLVA
Ihrenˈiːʁən
Sohnzoːn
?
Wiesoviˈzoː
?
FÜRST
Wennvɛn
dieseˈdiːzə
Sylva
Varescu
Ihnenˈiːnən
faktischˈfaktɪʃ
ähnlichˈɛːnlɪç
siehtziːt
’,
mussteˈmʊstə
ereːɐ̯
sichzɪç
iniˈʔɛn
sieziː
verliebenfɛɐ̯ˈliːbm̩
.
forschend:
SYLVA
Nunnuːn
,
dasdas
istɪst
dochdɔx
vorüberfoˈʁyːbɐ
-
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
?
FÜRST
Gottseidankɡɔtzaɪ̯ ˈdaŋk
,
jajaː
!
Ereːɐ̯
liebtliːpt
diedaɪ
kleineˈklaɪ̯nə
Stasiˈʃtaːzi
undʊnt
sieziː
liebtliːpt
ihniːn
.
SYLVA
Undʊnt
wennvɛn
eseːs
dochdɔx
ernsterˈɛʁnstɐ
gewesenɡəˈveːzn̩
wäreˈvɛːʁə
?
Wennvɛn
ereːɐ̯
zut͡suː
Ihnenˈiːnən
gekommenɡəˈkɔmən
wäreˈvɛːʁə
undʊnt
gesagtɡəˈzaːkt
hätt
-
Vaterˈfaːtɐ
,
ichɪç
habhaːp
diesesˈdiːzəs
Chantant-
mädelˈmɛːdl̩
wirklichˈvɪʁklɪç
gernɡɛʁn
-
ichɪç
willvɪl
sieziː
zurt͡suːɐ̯
Fraufʁaʊ̯
-
FÜRST
Hahahahahaˈha
!
Ausgeschlossenˈaʊ̯sɡəˌʃlɔsn̩
!
Dadaː
kennenˈkɛnən
Sieziː
diedaɪ
Lippert-Weylersheim
schlechtʃlɛçt
!
Meinmaɪ̯n
Sohnzoːn
istɪst
nichtnɪçt
gekommenɡəˈkɔmən
,
hathat
nichtnɪçt
gesagtɡəˈzaːkt
:
Ichɪç
willvɪl
sieziː
zurt͡suːɐ̯
Fraufʁaʊ̯
,
undʊnt
heiratetˈhaɪ̯ʁaːtət
ebenbürtigˈeːbn̩ˌbʏʁtɪk
.
mehr für sich, aber laut indem sie sich an den Tisch anhält, um nicht umzusinken:
SYLVA
Undʊnt
diedaɪ
Tingl-Tangl-Prinzessin
istɪst
vergessenfɛɐ̯ˈɡɛsn̩
!
FÜRST
Gottseidankɡɔtzaɪ̯ ˈdaŋk
!
Undʊnt
ichɪç
wünscheˈvʏnʃə
ihmiːm
nurnuːɐ̯
,
dassdas
ereːɐ̯
mitmɪt
Stasiˈʃtaːzi
sozoː
glücklichˈɡlʏklɪç
wirdvɪʁt
,
wieviː
Sieziː
eseːs
mitmɪt
Boniˈboːni
sindzɪnt
!
Die Augen schliessend, vor sich hin:
SYLVA
Jajaː
,
dasdas
wünschvʏnʃ
ichɪç
ihmiːm
auchaʊ̯x
!
Mit anderem Ton, sehr lebhaft:
SYLVA
Kommenˈkɔmən
Sieziː
,
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
-
tanzenˈtant͡sn̩
wirviːɐ̯
!
Tanzt mit dem Fürsten ab.
erhitzt aus dem Tanzsaal, sie fächelt sich mit ihrem Taschentuch, wirft sich in einen Fauteuil:
STASI
Sieziː
sindzɪnt
jajaː
einaɪ̯n
Wildling
,
Ah
-
ah
-
ah
-
ichɪç
binbɪn
schonʃoːn
matschmat͡ʃ
!
galant, nimmt eine kleine Dose aus der Tasche:
BONI
Darfdaʁf
ichɪç
vielleichtfiˈlaɪ̯çt
Zuckerlˈt͡sʊkɐl
anbietenˈanˌbiːtn̩
?
Kugler-Bonbons
ausaʊ̯s
Budapestˈbuːdaˌpɛst
.
Mitmɪt
Paprikaspeckˈpapʁika.ʃpɛk
gefülltɡəˈfʏlt
.
STASI
Oh
,
dankeˈdaŋkə
!
BONI
Möcht
ichɪç
Ihnenˈiːnən
gernɡɛʁn
nochnɔx
wasvas
anderesˈandəʁəs
anbietenˈanˌbiːtn̩
.
STASI
Wasvas
denndɛn
?
zeigt aufs Herz:
BONI
Dasdas
dadaː
.
STASI
Pfuip͡fʊɪ̯
,
wieviː
könnenˈkœnən
Sieziː
sozoː
redenˈʁeːdn̩
!
Dasdas
werdveːɐ̯t
ichɪç
Ihrerˈiːʁɐ
Fraufʁaʊ̯
erzählenˌɛɐ̯ˈt͡sɛːlən
.
BONI
Bitteˈbɪtə
,
isiːs
mirmiːɐ̯
nurnuːɐ̯
angenehmˈanɡəˌneːm
,
die Hände zusammenschlagend:
STASI
Nana
hörenˈhøːʁən
Sieziː
-
Sieziː
sindzɪnt
jajaː
einaɪ̯n
ganzɡant͡s
verworfenerfɛɐ̯ˈvɔʁfənɐ
Menschmɛnʃ
!
BONI
Ichɪç
binbɪn
einaɪ̯n
glücklicherˈɡlʏklɪçɐ
Menschmɛnʃ
!
Binbɪn
ichɪç
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
-
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
zumt͡sʊm
erstenˈeːɐ̯stn̩
Malmaːl
.
STASI
Undʊnt
Ihreˈiːʁə
Fraufʁaʊ̯
?
BONI
Meineˈmaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
Liebeˈliːbə
istɪst
starkerˈʃtaʁkɐ
wieviː
allesˈaləs
willvɪl
ichɪç
Ihnenˈiːnən
Geständnisɡəˈʃtɛntnɪs
machenˈmaxn̩
.
STASI
O
,
meinmaɪ̯n
Gottɡɔt
!
sehr geheimnisvoll
BONI
Alsoˈalzo
meineˈmaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
-
sucht nach Worten:
BONI
isiːs
keineˈkaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
.
erschrocken:
STASI
Wasvas
denndɛn
?
BONI
Dasdas
kannkan
ichɪç
ersteːɐ̯st
morgenˈmɔʁɡn̩
sagenˈzaːɡn̩
!
verzweifelt:
BONI
Meineˈmaɪ̯nə
Zungeˈt͡sʊŋə
-
dasdas
isiːs
wasvas
Schrecklichesˈʃʁɛklɪçəs
isiːs
durchdʊʁç
Schwurʃvuːɐ̯
gebundenɡəˈbʊndn̩
Aberˈaːbɐ
sagenˈzaːɡn̩
Sieziː
ergreift ihre Hand:
BONI
aufrichtigˈaʊ̯fˌʁɪçtɪk
:
Wannvan
ichɪç
wärvɛːr
freifʁaɪ̯
,
ganzɡant͡s
freifʁaɪ̯
,
wieviː
Fischfɪʃ
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Luftlʊft
-
könntenˈkœntn̩
Sieziː
mirmiːɐ̯
bisselˈbɪsl̩
gutɡuːt
seinzaɪ̯n
?
STASI
Daraufdaˈʁaʊ̯f
gebˈɡeːp
ichɪç
keineˈkaɪ̯nə
Antwortˈantvɔʁt
.
BONI
Warumvaˈʁʊm
?
Wegenˈveːɡn̩
Fraufʁaʊ̯
?
Sehr zärtlich:
BONI
Schauʃaʊ̯
n
Sieziː
,
Fraufʁaʊ̯
kannkan
ichɪç
jajaː
beseitigenbəˈzaɪ̯tɪɡn̩
.
entsetzt:
STASI
Wasvas
?
BONI
Ganzɡant͡s
schmerzlos
,
bitteˈbɪtə
.
Bleibtblaɪ̯pt
lebenˈleːbm̩
,
bitteˈbɪtə
.
die Hände zusammenschlagend:
STASI
Jajaː
,
liebenˈliːbn̩
Sieziː
denndɛn
Ihreˈiːʁə
Fraufʁaʊ̯
nichtnɪçt
?
BONI
Neinnaɪ̯n
,
bitteˈbɪtə
!
STASI
Warumvaˈʁʊm
habenˈhaːbm̩
Sieziː
sieziː
denndɛn
danndan
geheiratetɡəˈhaɪ̯ʁaːtət
?
BONI
Dasdas
kannkan
ichɪç
ersteːɐ̯st
morgenˈmɔʁɡn̩
sagenˈzaːɡn̩
.
Comtessekɔmˈtɛs
Stasiˈʃtaːzi
,
könntenˈkœntn̩
Sieziː
mirmiːɐ̯
bisselˈbɪsl̩
gutɡuːt
seinzaɪ̯n
?
STASI
Dasdas
verstehfɛɐ̯ˈʃteː
ichɪç
nichtnɪçt
!
Eineˈaɪ̯nə
sozoː
schöneˈʃøːnə
Fraufʁaʊ̯
zut͡suː
habenˈhaːbm̩
undʊnt
trotzdemtʁɔt͡sˈdeːm
nachnaːx
anderenˈandəʁən
zut͡suː
schauenˈʃaʊ̯ən
-
Dasdas
istɪst
BONI
Dasdas
istɪst
diedaɪ
Liebeˈliːbə
!
Nr. 11: Duett
BONI
Mädelˈmɛːdl̩
,
guckɡʊk
:
Männerˈmɛnɐ
gibtɡiːpt
s
jajaː
genugɡəˈnuːk
!
Mancheˈmançə
jungjʊŋ
,
mancheˈmançə
altalt
,
Mancheˈmançə
heisshaɪ̯s
,
mancheˈmançə
kaltkalt
,
Mädelˈmɛːdl̩
,
schauʃaʊ̯
:
Männerˈmɛnɐ
gibtɡiːpt
s
,
dummdʊm
undʊnt
schlauʃlaʊ̯
,
Undʊnt
eseːs
suchtzuːxt
jederˈjeːdɐ
eineˈaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
.
Dieserˈdiːzɐ
findetˈfɪndət
einaɪ̯n
holdesˈhɔldəs
Kätzchenˈkɛt͡sçən
,
Jenerˈjeːnɐ
kriegtkʁiːkt
eineˈaɪ̯nə
süsseˈzyːsə
Mausmaʊ̯s
,
Mancher Gimpel nimmt einen Drachen sich zum Schätzchen
BONI
Undʊnt
hathat
diedaɪ
Höll
imiˈʔɛm
Haushaʊ̯s
!
Dasdas
istɪst
diedaɪ
Liebeˈliːbə
,
Diedaɪ
dummeˈdʊmə
Liebeˈliːbə
,
Diedaɪ
machtmaxt
dasdas
Männchenˈmɛnçən
wieviː
dendeːn
Auerhahnˈaʊ̯ɐˌhaːn
sozoː
blindblɪnt
!
Ersteːɐ̯st
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Eheˈeːə
,
Sozoː
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Näheˈnɛːə
,
Dadaː
merktmɛʁkt
manman
,
dassdas
diedaɪ
andernˈandɐn
Weibchenˈvaɪ̯pçən
hübscherˈhʏpʃɐ
sindzɪnt
!
STASI
Männchenˈmɛnçən
,
guckɡʊk
Weibchenˈvaɪ̯pçən
gibtɡiːpt
s
jajaː
genugɡəˈnuːk
!
Mancheˈmançə
dickdɪk
,
mancheˈmançə
schlankʃlaŋk
,
Sozoː
wieviː
ichɪç
-
Gottseidankɡɔtzaɪ̯ ˈdaŋk
!
Mancheˈmançə
herbhɛʁp
,
mancheˈmançə
süsszyːs
Undʊnt
eseːs
suchtzuːxt
-
überdiesyːbɐˈdiːs
Jedeˈjeːdə
einenˈaɪ̯nən
Mannman
Dieseˈdiːzə
findetˈfɪndət
einaɪ̯n
bravesˈbʁaːvəs
Lämmchenˈlɛmçən
,
Jeneˈjeːnə
kriegtkʁiːkt
einenˈaɪ̯nən
feinenˈfaɪ̯nən
Hechthɛçt
,
Hathat
dasdas
Mäderlˈmɛːdɐl
nurnuːɐ̯
rechtʁɛçt
vielfiːl
Krönchenˈkʁoːnə
oderˈoːdɐ
Emmchen
,
Danndan
istɪst
demdeːm
Mannman
sieziː
rechtʁɛçt
.
BEIDE
Dasdas
istɪst
diedaɪ
Liebeˈliːbə
,
Diedaɪ
dummeˈdʊmə
Liebeˈliːbə
,
Diedaɪ
machtmaxt
dasdas
Männchenˈmɛnçən
wieviː
dendeːn
Auerhahnˈaʊ̯ɐˌhaːn
sozoː
blindblɪnt
!
Ersteːɐ̯st
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Eheˈeːə
,
Sozoː
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Näheˈnɛːə
,
Dadaː
merktmɛʁkt
manman
,
dassdas
diedaɪ
Männchenˈmɛnçən
alleˈalə
Schwindlerˈʃvɪndlɐ
sindzɪnt
!
Beide ab.
EDWIN
Sylva
,
Sieziː
belügenbəˈlyːɡn̩
sichzɪç
selbstzɛlpst
!
-
Sieziː
sindzɪnt
nichtnɪçt
glücklichˈɡlʏklɪç
!
[will erwidern.]
[sie bei der Hand fassend:]
EDWIN
Sieziː
könnenˈkœnən
eseːs
nichtnɪçt
seinzaɪ̯n
!
SYLVA
Nichtnɪçt
glücklichˈɡlʏklɪç
?
Warumvaˈʁʊm
?
Ichɪç
habhaːp
einenˈaɪ̯nən
Mannman
,
derdeːɐ̯
michmɪç
vergöttertfɛɐ̯ˈɡœtɐt
!
Ichɪç
binbɪn
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
!
EDWIN
Sieziː
täuschenˈtɔɪ̯ʃn̩
michmɪç
nichtnɪçt
.
Boniˈboːni
istɪst
Ihnenˈiːnən
gleichgültigˈɡlaɪ̯çˌɡʏltɪk
.
Sieziː
habenˈhaːbm̩
ihniːn
nurnuːɐ̯
geheiratetɡəˈhaɪ̯ʁaːtət
,
umʊm
sichzɪç
anaːˈʔɛn
mirmiːɐ̯
zut͡suː
rächenˈʁɛçn̩
.
[will erwidern.]
EDWIN
Ichɪç
willvɪl
Ihnenˈiːnən
keinenˈkaɪ̯nən
Vorwurfˈfoːɐ̯ˌvʊʁf
machenˈmaxn̩
-
derdeːɐ̯
Scheinʃaɪ̯n
warvaːɐ̯
gegenˈɡeːɡn̩
michmɪç
.
Aberˈaːbɐ
-
Sieziː
könnenˈkœnən
sichzɪç
wehrenˈveːʁən
,
sozoː
vielfiːl
Sieziː
wollenˈvɔlən
-
Sieziː
liebenˈliːbn̩
michmɪç
nochnɔx
!
[springt auf]
[presst sie leidenschaftlich an sich:]
EDWIN
Sylva
,
duduː
liebstliːpst
michmɪç
?
[sich erhebend:]
SYLVA
Lassenˈlasn̩
Sieziː
michmɪç
!
[Will sich befreien.]
[Hält sie fest und küsst sie.]
BONI
istɪst
schonʃoːn
früherˈfʁyːɐ
aufgetretenˈaʊ̯fɡəˌtʁeːtn̩
,
hathat
diedaɪ
Situationzituaˈt͡si̯oːn
überblicktˌyːbɐˈblɪkt
,
schreitʃʁaɪ̯t
tragischˈtʁaːɡɪʃ
aufaʊ̯f
:
Haha
!
SYLVA
[
hathat
sichzɪç
losloːs
gemachtɡəˈmaxt
,
läuftlɔɪ̯ft
abaːbeː
.
Kleineˈklaɪ̯nə
Pauseˈpaʊ̯zə
.]
EDWIN
[
stehtʃteːt
unbeweglichˈʊnbəˌveːklɪç
)
BONI
gehtɡeːt
mitmɪt
grossenˈɡʁɔsn̩
Schrittenˈʃʁɪtn̩
aufaʊ̯f
undʊnt
abaːbeː
,
misstmɪst
Edwin
mitmɪt
herausforderndenhɛˈʁaʊ̯sˌfɔʁdɐndn̩
Blickenˈblɪkn̩
.
EDWIN
Herrhɛʁ
Grafɡʁaːf
Kancsianu
-
BONI
Herrhɛʁ
Fürstfʏʁst
Lippert-Weylersheim
?
[mit einer leichten Kopfbewegung:]
EDWIN
Ichɪç
stehʃteː
Ihnenˈiːnən
zurt͡suːɐ̯
Verfügungfɛɐ̯ˈfyːɡʊŋ
.
[etwas ängstlich:]
BONI
Dasdas
istɪst
nichtnɪçt
notwendigˈnoːtvɛndɪk
.
Sprechenˈʃpʁɛçn̩
wirviːɐ̯
unsʊns
lieberˈliːbɐ
ausaʊ̯s
.
EDWIN
Gutɡuːt
.
Meinmaɪ̯n
Herrhɛʁ
-
Boniˈboːni
-
[sucht nach Worten.]
BONI
Druckdʁʊk
Dichdɪç
nurnuːɐ̯
ausaʊ̯s
.
EDWIN
mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
Anlaufˈanˌlaʊ̯f
,
warmvaʁm
:
Sagzaːk
,
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Freundfʁɔɪ̯nt
?
BONI
komischˈkoːmɪʃ
,
verzweifeltfɛɐ̯ˈt͡svaɪ̯fl̩t
:
Jetztjɛt͡st
nimmtnɪmt
ereːɐ̯
mirmiːɐ̯
auchaʊ̯x
nochnɔx
meineˈmaɪ̯nə
Sprichwörterˈʃpʁɪçˌvœʁtɐ
wegveːk
!
[ausbrechend:]
EDWIN
Boniˈboːni
,
ichɪç
kannkan
ohneˈoːnə
deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
nichtnɪçt
lebenˈleːbm̩
!
Gibɡiːp
sieziː
freifʁaɪ̯
!
[ihn schüttelnd:]
EDWIN
Gibɡiːp
sieziː
freifʁaɪ̯
!
BONI
Halthalt
!
Auslassenˈaʊ̯sˌlasn̩
!
Allesˈaləs
kannstkanst
vonfɔn
mirmiːɐ̯
habenˈhaːbm̩
,
aberˈaːbɐ
schüttelnˈʃʏtl̩n
darfstdaʁfst
duduː
michmɪç
nichtnɪçt
!
[innig]
EDWIN
Lasslas
dichdɪç
vonfɔn
ihriːɐ̯
scheidenˈʃaɪ̯dn̩
!
[kleine Pause.]
BONI
siehtziːt
ihniːn
erstauntɛɐ̯ˈʃtaʊ̯nt
anaːˈʔɛn
,
lächeltˈlɛçl̩t
danndan
,
gehtɡeːt
aufaʊ̯f
Edwin
zut͡suː
,
nimmtnɪmt
seinenˈzaɪ̯nən
Kopfkɔp͡f
zwischenˈt͡svɪʃn̩
beideˈbaɪ̯də
Händeˈhɛndə
,
küsstkʏst
ihniːn
aufaʊ̯f
beideˈbaɪ̯də
Wangenˈvaŋən
,
mitmɪt
gespielterɡəˈʃpiːltɐ
Rührungˈʁyːʁʊŋ
.
Meineˈmaɪ̯nə
Eheˈeːə
istɪst
sozoː
keineˈkaɪ̯nə
Eheˈeːə
-
nimmnɪm
sieziː
!
[freudig]
EDWIN
Boniˈboːni
!
[umarmt ihn]
EDWIN
Edwin
:
Sagzaːk
’,
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Frajnd
?
[auf die Eintretende losstürzend:]
EDWIN
Sylva
,
allesˈaləs
wirdvɪʁt
wiederˈviːdɐ
gutɡuːt
!
derdeːɐ̯
Weltvɛlt
!
Deindaɪ̯n
Mannman
willigtˈvɪlɪkt
iniˈʔɛn
diedaɪ
Scheidungˈʃaɪ̯dʊŋ
!
[nicht verstehend:]
SYLVA
Wieviː
?
Wasvas
?
[auf Boni zeigend:]
EDWIN
Ereːɐ̯
gibtɡiːpt
dichdɪç
freifʁaɪ̯
!
[zu Boni:]
SYLVA
Boniˈboːni
,
duduː
hasthast
dochdɔx
nichtnɪçt
?
[frech:]
BONI
Madammaˈdam
!
Unsereˈʊnzəʁə
Eheˈeːə
istɪst
beendetbəˈʔɛndət
.
Verheiratetfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtət
seinzaɪ̯n
undʊnt
nixnɪks
davondaˈfɔn
habenˈhaːbm̩
-
dasdas
isiːs
keineˈkaɪ̯nə
Eheˈeːə
nachnaːx
meinemˈmaɪ̯nəm
Geschmackɡəˈʃmak
.
Eineˈaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
,
diedaɪ
mirmiːɐ̯
nochnɔx
nichtnɪçt
treutʁɔɪ̯
warvaːɐ̯
undʊnt
mirmiːɐ̯
schonʃoːn
untreuˈʊntʁɔɪ̯
isiːs
-
passtpast
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
.
Undʊnt
nachnaːx
demdeːm
,
wasvas
ichɪç
mitmɪt
eigeneˈaɪ̯ɡənə
zweit͡svaɪ̯
Augenˈaʊ̯ɡn̩
geseh
n
habhaːp
’,
drehtdʁeːt
sichzɪç
einemˈaɪ̯nəm
dasdas
Herzhɛʁt͡s
imiˈʔɛm
Leibeˈlaɪ̯bə
umʊm
,
isiːs
umʊm
,
isiːs
weitereˈvaɪ̯təʁə
Zusammenlebung
ausgeschlossenˈaʊ̯sɡəˌʃlɔsn̩
Wirviːɐ̯
sindzɪnt
geschiedenɡəˈʃiːdn̩
vonfɔn
Tischtɪʃ
undʊnt
-
dasdas
andereˈandəʁə
warvaːɐ̯
jajaː
nichtnɪçt
!
[Markiert Rührung:]
BONI
Werdetˈveːɐ̯dət
glücklichˈɡlʏklɪç
,
wieviː
ichɪç
eseːs
verdienfɛɐ̯ˈdiːn
’…
[
Mitmɪt
übertriebenerˌyːbɐˈtʁiːbənɐ
Tragikˈtʁaːɡɪk
].
Azaːˈt͡sɛt
Est[ˈʔamtsˌhandl̩n]
,
Pesti
hirlap
,
Budapesti
Hirlap
,
Vendeglö
!
[stürzt ab.]
Sylva stürmisch an sich ziehend:
EDWIN
Sylva
!
Boniˈboːni
gibtɡiːpt
dichdɪç
freifʁaɪ̯
.
-
Jetztjɛt͡st
bistbɪst
duduː
meinmaɪ̯n
!
SYLVA
Deindaɪ̯n
.
EDWIN
Ichɪç
wusst
eseːs
jajaː
!
Ausaʊ̯s
Liebeˈliːbə
zut͡suː
mirmiːɐ̯
bistbɪst
duduː
gekommenɡəˈkɔmən
!
SYLVA
Ausaʊ̯s
Liebeˈliːbə
zut͡suː
dirdiːɐ̯
.
EDWIN
Zweit͡svaɪ̯
Monateˈmoːnatə
langlaŋ
habhaːp
ichɪç
dichdɪç
nichtnɪçt
gesehenɡəˈzeːən
.
Duduː
musstmʊst
mirmiːɐ̯
allesˈaləs
erzählenˌɛɐ̯ˈt͡sɛːlən
.
SYLVA
Duduː
willstvɪlst
allesˈaləs
wissenˈvɪsn̩
,
aberˈaːbɐ
jetztjɛt͡st
nichtnɪçt
,
heuteˈhɔɪ̯tə
nichtnɪçt
,
heuteˈhɔɪ̯tə
wollenˈvɔlən
wirviːɐ̯
unsʊns
nurnuːɐ̯
freuenˈfʁɔɪ̯ən
undʊnt
glücklichˈɡlʏklɪç
seinzaɪ̯n
!
EDWIN
Sylva
,
ichɪç
könnteˈkœntə
-
ichɪç
binbɪn
jajaː
ganzɡant͡s
närrischˈnɛʁɪʃ
vorfoːɐ̯
Glückɡlʏk
!
Nr. 12: Duett
EDWIN
Tanzenˈtant͡sn̩
möcht
ichɪç
,
Jauchzenˈjaʊ̯xt͡sn̩
möcht
ichɪç
,
Iniˈʔɛn
diedaɪ
Weltvɛlt
eseːs
schreiʃʁaɪ̯
n
:
Meinmaɪ̯n
istɪst
diedaɪ
schönsteˈʃøːnstə
derdeːɐ̯
Frauenˈfʁaʊ̯ən
,
Meinmaɪ̯n
alleinaˈlaɪ̯n
!
SYLVA
Lasslas
dichdɪç
fassenˈfasn̩
,
Lasslas
dichdɪç
haltenˈhaltn̩
,
Küssenˈkʏsn̩
dichdɪç
aufsaʊ̯fs
neunɔɪ̯
Werveːɐ̯
istɪst
wohlvoːl
seligerˈzeːˌlɪɡɐ
heuteˈhɔɪ̯tə
,
Alsals
wirviːɐ̯
zweit͡svaɪ̯
!
BEIDE
Tausendˈtaʊ̯zn̩də
kleineˈklaɪ̯nə
Engelˈɛŋl̩
singenˈzɪŋən
:
Habthaːpt
euchɔɪ̯ç
liebliːp
!
Süsszyːs
imiˈʔɛm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
hörsthøːɐ̯st
duduː
s
klingenˈklɪŋən
:
Habthaːpt
euchɔɪ̯ç
liebliːp
!
Kommkɔm
,
meinmaɪ̯n
Wildfangˈvɪltˌfaŋ
,
schlingʃlɪŋ
diedaɪ
Armaʁm
Festfɛst
umʊm
michmɪç
!
-
Achax
!
Magmaːk
diedaɪ
ganzeˈɡant͡sə
Weltvɛlt
versinkenfɛɐ̯ˈzɪŋkn̩
,
Habhaːp
ichɪç
dichdɪç
!
SYLVA
Süsszyːs
erbebɛɐ̯ˈbeːp
ichɪç
!
Sagzaːk
mirmiːɐ̯
,
lebleːp
ichɪç
Oderˈoːdɐ
istɪst
s
einaɪ̯n
Traumtʁaʊ̯m
?
Dassdas
sozoː
vielfiːl
Glückɡlʏk
eseːs
kannkan
gebenˈɡeːbm̩
,
Wusst
ichɪç
kaumkaʊ̯m
!
EDWIN
Lasslas
unsʊns
lobenˈloːbm̩
Dendeːn
dortdɔʁt
obenˈoːbm̩
,
Derdeːɐ̯
s
sozoː
gutɡuːt
gemachtɡəˈmaxt
!
Sicherˈzɪçɐ
dasdas
Herzhɛʁt͡s
ihmiːm
vorfoːɐ̯
Freudeˈfʁɔɪ̯də
Selberˈzɛlbɐ
lachtlaxt
!
BEIDE
Tausendˈtaʊ̯zn̩də
kleineˈklaɪ̯nə
Engelˈɛŋl̩
singenˈzɪŋən
:
Habthaːpt
euchɔɪ̯ç
liebliːp
!
Süsszyːs
imiˈʔɛm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
hörsthøːɐ̯st
duduː
s
klingenˈklɪŋən
:
Habthaːpt
euchɔɪ̯ç
liebliːp
!
Kommkɔm
,
meinmaɪ̯n
Wildfangˈvɪltˌfaŋ
,
schlingʃlɪŋ
diedaɪ
Armeˈaʁmə
Festfɛst
umʊm
michmɪç
!
-
Achax
!
Magmaːk
diedaɪ
ganzeˈɡant͡sə
Weltvɛlt
versinkenfɛɐ̯ˈzɪŋkn̩
,
Habhaːp
ichɪç
dichdɪç
!
Tanz, beide ab.
Sylva und Edwin zurückkommend.
Sylva zärtlich führend:
EDWIN
Jetztjɛt͡st
kommkɔm
,
Liebsteˈliːpstə
,
gehɡeː
n
wirviːɐ̯
zumt͡sʊm
Vaterˈfaːtɐ
.
erschrickt:
SYLVA
Zut͡suː
deinemˈdaɪ̯nəm
Vaterˈfaːtɐ
?
Meinmaɪ̯n
Gottɡɔt
,
wieviː
willstvɪlst
duduː
s
ihmiːm
sagenˈzaːɡn̩
?
Meinmaɪ̯n
Gottɡɔt
,
wasvas
wollenˈvɔlən
deineˈdaɪ̯nə
Elternˈɛltɐn
dazudaˈt͡suː
sagenˈzaːɡn̩
?
EDWIN
Wozuvoˈt͡suː
?
Ganzɡant͡s
ehrlichˈeːɐ̯lɪç
undʊnt
offenˈɔfn̩
.
Ichɪç
habeˈhaːbə
michmɪç
iniˈʔɛn
diedaɪ
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kancsianu
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
.
-
ichɪç
kannkan
ohneˈoːnə
sieziː
nichtnɪçt
lebenˈleːbm̩
.
SYLVA
Aberˈaːbɐ
wennvɛn
ereːɐ̯
erfährtɛɐ̯ˈfɛːɐ̯t
,
dassdas
ichɪç
Sylva
Varescu
binbɪn
EDWIN
Dasdas
brauchenˈbʁaʊ̯xn̩
sieziː
nochnɔx
nichtnɪçt
zut͡suː
erfahrenɛɐ̯ˈfaːʁən
.
rasch
EDWIN
Dasdas
sollzɔl
ereːɐ̯
nichtnɪçt
!
Dasdas
darfdaʁf
ereːɐ̯
nichtnɪçt
.
Duduː
trägsttʁɛːkst
jajaː
jetztjɛt͡st
Bonis
Namenˈnaːmən
-
undʊnt
Gottseidankɡɔtzaɪ̯ ˈdaŋk
,
dassdas
duduː
ihniːn
trägsttʁɛːkst
!
Dadurchdaˈdʊʁç
stehtʃteːt
zwischenˈt͡svɪʃn̩
unsʊns
keinkaɪ̯n
Hindernisˈhɪndɐnɪs
mehrmeːɐ̯
!
sieht ihn fragend an:
SYLVA
Wieviː
?
EDWIN
Fürfyːɐ̯
sieziː
bleibstblaɪ̯pst
duduː
diedaɪ
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kanscianu
.
Duduː
bistbɪst
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kancsianu
undʊnt
eineˈaɪ̯nə
geschiedeneɡəˈʃiːdənə
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kancsianu
darfdaʁf
einaɪ̯n
Fürstfʏʁst
Lippert-Weylersheim
zut͡suː
seinerˈzaɪ̯nɐ
Fraufʁaʊ̯
machenˈmaxn̩
!
gepresst, halblaut, für sich:
SYLVA
Dasdas
istɪst
keineˈkaɪ̯nə
Schandeˈʃandə
mehrmeːɐ̯
!
EDWIN
Deineˈdaɪ̯nə
Heiratˈhaɪ̯ˌʁaːt
mitmɪt
Boniˈboːni
warvaːɐ̯
einaɪ̯n
Glückɡlʏk
fürfyːɐ̯
unsʊns
!
SYLVA
Wennvɛn
ichɪç
alsoˈalzo
nochnɔx
Sylva
Varescu
wäreˈvɛːʁə
-
diedaɪ
Chansonette--
?
EDWIN
Aberˈaːbɐ
sozoː
istɪst
eseːs
vielfiːl
einfacherˈaɪ̯nfaxɐ
.
jubelnd
EDWIN
Duduː
bistbɪst
eseːs
aberˈaːbɐ
nichtnɪçt
!
Duduː
bistbɪst
eseːs
nichtnɪçt
!
SYLVA
Deineˈdaɪ̯nə
Elternˈɛltɐn
werdenˈveːɐ̯dn̩
michmɪç
nieniː
akzeptierenˌakt͡sɛpˈtiːʁən
.
bebend:
SYLVA
Jajaː
,
jajaː
-
aberˈaːbɐ
wennvɛn
ichɪç
s
nochnɔx
wäreˈvɛːʁə
?!
ein wenig verlegen:
EDWIN
Jajaː
,
Kindkɪnt
-
jetztjɛt͡st
kannkan
ichɪç
dirdiːɐ̯
s
jajaː
sagenˈzaːɡn̩
,
duduː
siehstziːst
wieviː
meinmaɪ̯n
Vaterˈfaːtɐ
istɪst
-
meineˈmaɪ̯nə
Familiefaˈmiːli̯ə
nieniː
hättenˈhɛtn̩
sieziː
eineˈaɪ̯nə
Heiratˈhaɪ̯ˌʁaːt
zwischenˈt͡svɪʃn̩
unsʊns
zugegebenˈt͡suːɡəˌɡeːbn̩
.
mühsam Fassung bewahrend:
SYLVA
Undʊnt
duduː
?
Duduː
hättestˈhɛtəst
dichdɪç
gefügtɡəˈfyːkt
?
schweigt.
SYLVA
duduː
hättestˈhɛtəst
dichdɪç
gefügtɡəˈfyːkt
?
EDWIN
Neinnaɪ̯n
-
verstehfɛɐ̯ˈʃteː
michmɪç
rechtʁɛçt
-
ichɪç
-
ichɪç
hätteˈhɛtə
jajaː
gewissɡəˈvɪs
meinmaɪ̯n
Wortvɔʁt
gehaltenɡəˈhaltn̩
-
aberˈaːbɐ
,
glaubɡlaʊ̯p
mirmiːɐ̯
Sylva
,
wirviːɐ̯
wärenˈvɛːʁən
beideˈbaɪ̯də
nichtnɪçt
-
glücklichˈɡlʏklɪç
gewordenɡəˈvɔʁdn̩
!
regungslos, mechanisch die Worte wiederholend:
SYLVA
Nichtnɪçt
glücklichˈɡlʏklɪç
gewordenɡəˈvɔʁdn̩
EDWIN
Aberˈaːbɐ
gegenˈɡeːɡn̩
diedaɪ
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kancsianu
wirdvɪʁt
niemandˈniːmant
etwasˈɛtvas
einzuwendenˈaɪ̯nt͡suˌvɛndn̩
habenˈhaːbm̩
.
Sylva droht umzusinken.
EDWIN
Aberˈaːbɐ
wasvas
istɪst
dirdiːɐ̯
?
mühsam nach Fassung ringend:
SYLVA
Nichtsnɪçt͡s
Erinnerungɛɐ̯ˈʔɪnəʁʊŋ
EDWIN
Achax
wasvas
Erinnerungɛɐ̯ˈʔɪnəʁʊŋ
!
Eseːs
gibtɡiːpt
keineˈkaɪ̯nə
Vergangenheitˌfɛɐ̯ˈɡaŋənhaɪ̯t
-
eseːs
gibtɡiːpt
nurnuːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
lachendeˈlaxn̩də
Gegenwartˈɡeːɡn̩ˌvaʁt
!
Finale II
Ein Walzer erklingt aus dem Ballsaal.
kommt fröhlich aus dem Ballsaal:
STASI
Jajaː
,
Edwin
-
duduː
lässtlɛst
michmɪç
jajaː
sitzenˈzɪt͡sn̩
!
Dadaː
mussmʊs
ichɪç
mirmiːɐ̯
schonʃoːn
selbstzɛlpst
einenˈaɪ̯nən
Tänzerˈtɛnt͡sɐ
holenˈhoːlən
.
Fasst ihn unter, zu Sylva:
STASI
Sieziː
erlaubenɛɐ̯ˈlaʊ̯bn̩
,
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
?
nickt mechanisch.
im Abgehen, auf Sylva deutend, zu Edwin:
STASI
Duduː
!
Duduː
!
mirmiːɐ̯
scheintʃaɪ̯nt
,
mirmiːɐ̯
scheintʃaɪ̯nt
!
Tanzt mit ihm ab.
allein, klingelt.
SYLVA
Meinenˈmaɪ̯nn̩
Mantelˈmantl̩
!
verbeugt sich, ab.
bleibt unbeweglich stehen
SYLVA
Ereːɐ̯
schämtʃɛːmt
sichzɪç
meinerˈmaɪ̯nɐ
!
bringt ihren Hermelinpelz, will ihr hineinhelfen. Sylva wehrt ab. Lakai mit stummer Verbeugung ab
wendet sich zum Gehen, langsam mit gebeugtem Kopf, den Mantel, den sie umgeworfen, nachschleppend:
SYLVA
Ereːɐ̯
schämtʃɛːmt
sichzɪç
meinerˈmaɪ̯nɐ
!
erstaunt:
FÜRST
Wasvas
istɪst
denndɛn
,
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
?
Sieziː
wollenˈvɔlən
gehenˈɡeːən
?
SYLVA
Ichɪç
-
fühleˈfyːlə
michmɪç
müdeˈmyːdə
.
launig:
FÜRST
Ah
,
dasdas
gibtɡiːpt
eseːs
nichtnɪçt
.
Sieziː
müssenˈmʏsn̩
bleibenˈblaɪ̯bm̩
!
Einige Herren versuchen Sylva den Mantel abzunehmen, den sie jedoch krampfhaft festhält.
Zu Anhilte:
FÜRST
Diedaɪ
Gelegenheitɡəˈleːɡn̩haɪ̯t
istɪst
günstigˈɡʏnstɪk
,
ichɪç
proklamierepʁoklaˈmiːʁə
diedaɪ
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
Glückstrahlend:
FÜRST
Ichɪç
bitteˈbɪtə
Sieziː
alleˈalə
,
Zeugenˈt͡sɔɪ̯ɡn̩
zut͡suː
seinzaɪ̯n
eineˈaɪ̯nə
bedeutsamenbəˈdɔɪ̯tzaːmən
Ereignissesɛɐ̯ˈʔaɪ̯ɡnɪsəs
imiˈʔɛm
Hauseˈhaʊ̯zə
Lippert-Weylersheim
.
Zu Sylva:
FÜRST
Nunnuːn
,
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
?
zögert einen Augenblick, dann entschlossen den Manten abwerfend:
SYLVA
Ichɪç
bleibeˈblaɪ̯bə
!
FÜRST
Bravoˈbʁaːvo
!
Bravoˈbʁaːvo
!
Edwin, Stasi und Boni treten auf.
FÜRST
Verehrtefɛɐ̯ˈʔeːɐ̯tə
,
liebeˈliːbə
Gästeˈɡɛstə
!
Ichɪç
habeˈhaːbə
Ihnenˈiːnən
eineˈaɪ̯nə
freudigeˈfʁɔɪ̯dɪɡə
Mitteilungˈmɪtˌtaɪ̯lʊŋ
zut͡suː
machenˈmaxn̩
.
Räuspert sich.
FÜRST
Zweit͡svaɪ̯
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
,
diedaɪ
vonfɔn
Jugendˈjuːɡn̩t
aufaʊ̯f
iniˈʔɛn
Liebeˈliːbə
sichzɪç
gefundenɡəˈfʊndn̩
-
auf Edwin deutend:
FÜRST
Meinmaɪ̯n
teurerˈtɔɪ̯ʁɐ
Sohnzoːn
Edwin
undʊnt
meineˈmaɪ̯nə
liebeˈliːbə
Nichteˈnɪçtə
Anastasiaanasˈtaːzi̯a
unterbrechend
EDWIN
Verzeihfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯
’,
einaɪ̯n
Wortvɔʁt
-
energisch:
EDWIN
Verzeihfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯
’,
Papaˈpapa
...
Aberˈaːbɐ
ichɪç
binbɪn
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
freifʁaɪ̯
!
Meinmaɪ̯n
Glückɡlʏk
dasdas
wohntvoːnt
ganzɡant͡s
anderwärtsˈandɐˌvɛʁts
,
Fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
andereˈandəʁə
schlägtʃlɛːkt
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
.
Allaːʔɛlˈʔɛl
,
wasvas
ichɪç
schonʃoːn
entschwundenɛntˈʃvʊndn̩
wähnteˈvɛːntə
Iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
flüchtigenˈflʏçtɪɡn̩
Zeitenˈt͡saɪ̯tn̩
Lauflaʊ̯f
,
Entflammtɛntˈflamt
michmɪç
heuthɔɪ̯t
mitmɪt
neuenˈnɔɪ̯ən
Glutenɡluˈteːn
,
Lebtleːpt
imiˈʔɛm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
neunɔɪ̯
mirmiːɐ̯
aufaʊ̯f
!
Jajaː
,
tausendˈtaʊ̯zn̩də
kleineˈklaɪ̯nə
Engelˈɛŋl̩
singenˈzɪŋən
:
Habthaːpt
euchɔɪ̯ç
liebliːp
!
Süsszyːs
imiˈʔɛm
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
hörhøːɐ̯
ichɪç
s
klingenˈklɪŋən
:
Habthaːpt
euchɔɪ̯ç
liebliːp
!
CHORUS
Liebenˈliːbn̩
sichzɪç
zweit͡svaɪ̯
Menschenkinderˈmɛnʃn̩ˌkɪndɐ
Treutʁɔɪ̯
undʊnt
wahrvaːɐ̯
,
Führtfyːɐ̯t
derdeːɐ̯
Himmelˈhɪml̩
sieziː
zusamment͡suˈzamən
Immerdarɪmɐˈdaːɐ̯
!
tritt zu Edwin, zart, innig:
STASI
Befolgebəˈfɔlɡə
deinesˈdaɪ̯nəs
Herzensˈhɛʁt͡sn̩s
Stimmeˈʃtɪmə
ungesäumt[ˈʊnɡəzɔɪ̯mt]
,
Bleibblaɪ̯p
dirdiːɐ̯
nurnuːɐ̯
selberˈzɛlbɐ
treutʁɔɪ̯
!
-
Undʊnt
findestˈfɪndəst
duduː
dasdas
Glückɡlʏk
,
dasdas
duduː
dirdiːɐ̯
einstaɪ̯nst
erträumtɛɐ̯ˈtʁɔɪ̯mt
,
Gebˈɡeːp
gerneˈɡɛʁnə
ichɪç
dichdɪç
freifʁaɪ̯
!
!
Stasi wendet sich zu Boni, der seiner Freude überschwenglich Audruck gibt.
FÜRST
Undʊnt
dieseˈdiːzə
andereˈandəʁə
?
Werveːɐ̯
istɪst
sieziː
,
sprichʃpʁɪç
?!
SYLVA
Dieseˈdiːzə
andereˈandəʁə
istɪst
-
binbɪn
ichɪç
!
Allgemeine Sensation.
FÜRST
Sieziː
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
?
EDWIN
Jawohljaˈvoːl
diedaɪ
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kancsianu
!
FÜRST
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
,
Sieziː
!
SYLVA
Ichɪç
binbɪn
keineˈkaɪ̯nə
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
undʊnt
warvaːɐ̯
eseːs
nieniː
!
Ichɪç
binbɪn
sich zu seinem Ohr neigend.
SYLVA
Plötzlichˈplœt͡slɪç
ganzɡant͡s
lautlaʊ̯t
,
zurt͡suːɐ̯
ganzenˈɡant͡sn̩
Gesellschaftɡəˈzɛlʃaft
:
Ichɪç
binbɪn
eineˈaɪ̯nə
Fürstinˈfʏʁstɪn
Weylersheim
!
FÜRSTfʏʁst
undʊnt
FÜRSTINˈfʏʁstɪn
Eineˈaɪ̯nə
Fürstinˈfʏʁstɪn
!
ALLE
Weylersheim
?
Die Gesellschaft ist völlig verblüfft und starrt Sylva verständnislos an.
SYLVA
Hierhiːɐ̯
stehtʃteːt
eseːs
schwarzʃvaʁt͡s
-auf
weissvaɪ̯s
,
Vonfɔn
ihremˈiːʁəm
Sohneˈzoːnə
unterschriebenˌʊntɐˈʃʁiːbm̩
.
überreicht dem Fürst den Ehekontrakt.
EDWIN
Sylva
,
wasvas
sollzɔl
dasdas
?
liest
FÜRST
Ichɪç
,
Edwin
Ronaldˈʁoːnalt
Karlkaʁl
Mariamaˈʁiːa
Fürstfʏʁst
Lippert
Weylersheim
erkläreɛɐ̯ˈklɛːʁə
hiemithiːˈmɪt
feierlichˈfaɪ̯ɐˌlɪç
,
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Sylva
Varescu
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
rechtmässigen
Gattinˈɡatɪn
zut͡suː
machenˈmaxn̩
undʊnt
binnenˈbɪnən
achtaxt
Wochenˈvɔxn̩
dendeːn
Bundbeːʔuːʔɛnˈdeː
vorfoːɐ̯
Gottɡɔt
,
Gesetzɡəˈzɛt͡s
undʊnt
Weltvɛlt
zut͡suː
schliessen[ˈʃliːsən]
.
Dasdas
istɪst
jajaː
nichtnɪçt
möglichˈmøːklɪç
!
Sylva nimmt ihm das Blatt aus der Hand.
FÜRST
Sieziː
sindzɪnt
alsoˈalzo
dochdɔx
Sylva
Varescu
,
diedaɪ
Csardasfürstin
?
EDWIN
Sylva
,
duduː
bistbɪst
nichtnɪçt
Bonis
Fraufʁaʊ̯
,
duduː
bistbɪst
nichtnɪçt
-
SYLVA
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
?
Neinnaɪ̯n
?
Ichɪç
binbɪn
nurnuːɐ̯
Sylva
Varescu
.
Aberˈaːbɐ
wennvɛn
ichɪç
wollteˈvɔltə
-
diedaɪ
achtaxt
Wochenˈvɔxn̩
sindzɪnt
ersteːɐ̯st
heuteˈhɔɪ̯tə
Abendˈaːbm̩t
umʊm
!
Hält ihm das Dokument vor.
EDWIN
Nochnɔx
istɪst
diedaɪ
letzteˈlɛt͡stə
Fristfʁɪst
nichtnɪçt
verflossenfɛɐ̯ˈflɔsn̩
,
dendeːn
Paktpakt
drumdʁʊm
zut͡suː
haltenˈhaltn̩
,
binbɪn
ichɪç
entschlossenɛntˈʃlɔsn̩
,
Ichɪç
binbɪn
bereitbəˈʁaɪ̯t
,
meinmaɪ̯n
Wortvɔʁt
bleibtblaɪ̯pt
bestehbəˈʃteː
n
,
Magmaːk
wasvas
immerˈɪmɐ
willvɪl
gescheh
n
!
Ichɪç
binbɪn
bereitbəˈʁaɪ̯t
!
SYLVA
Ichɪç
willvɪl
Sieziː
,
Fürstfʏʁst
,
beimbaɪ̯m
Wortvɔʁt
nichtnɪçt
nehmenˈneːmən
,
Sieziː
fesselnˈfɛsl̩n
nimmermehrˈnɪmɐˌmeːɐ̯
!
Sieziː
wollenˈvɔlən
meinerˈmaɪ̯nɐ
sichzɪç
nichtnɪçt
schämenˈʃɛːmən
-
Drumdʁʊm
,
Edwin
,
dadaː
schauʃaʊ̯
herheːɐ̯
!
Sozoː
zerreisst͡sɛɐ̯ˈʁaɪ̯sn̩
ichɪç
deineˈdaɪ̯nə
Ketteˈkɛtə
-
Binbɪn
undʊnt
bleibblaɪ̯p
diedaɪ
Chansonetteʃɑ̃soˈnɛtə
!
Duduː
bistbɪst
freifʁaɪ̯
!
Sie hat den Pakt zerrissen und lässt die Fetzen langsam, schmerzlich bewegt, zu Boden fallen.
CHORUS
Sieziː
gibtɡiːpt
ihniːn
freifʁaɪ̯
,
gibtɡiːpt
ihmiːm
seinzaɪ̯n
Wortvɔʁt
zurückt͡suˈʁʏk
!
Sieziː
opfertˈɔp͡fɐt
ihmiːm
gerneˈɡɛʁnə
ihresˈiːʁəs
Lebensˈleːbn̩s
Glückɡlʏk
!
EDWIN
Sylva
,
bleibblaɪ̯p
’!
SYLVA
Neinnaɪ̯n
,
ichɪç
geheˈɡeːə
!
Mit Beziehung, schmerzlich bitter
SYLVA
Wirviːɐ̯
wärenˈvɛːʁən
jajaː
dochdɔx
nichtnɪçt
glücklichˈɡlʏklɪç
gewordenɡəˈvɔʁdn̩
!
Sylva winkt Boni um ihren Mantel; er hängt ihn ihr um, blickt dabei von Sylva zu Edwin, von Edwin zu Sylva, schüttelt den Kopf und singt dann mit diskretem Humor:
BONI
Dasdas
istɪst
diedaɪ
Liebeˈliːbə
,
Diedaɪ
dummeˈdʊmə
Liebeˈliːbə
,
Diedaɪ
machtmaxt
unsʊns
alleˈalə
wieviː
dendeːn
Auerhahnˈaʊ̯ɐˌhaːn
sozoː
blindblɪnt
!
CHORUS
Dasdas
istɪst
diedaɪ
Liebeˈliːbə
,
Diedaɪ
seligˈzeːlɪk
oderˈoːdɐ
elendˈeːlɛnt
machtmaxt
dasdas
Menschenkindˈmɛnʃn̩ˌkɪnt
!
Der Fürst hat, während Boni der Sylva den Mantel umhängt, diskret einem Lakai gewinkt; dieser bringt Boni Mantel und Hut. Während der Chor die letzte Phrase: “Das ist die Liebe” singt, nimmt Boni seine Sachen und folgt Sylva, die sich schon früher langsam zum Abgehen gewendet hat. Er wirft Stasi noch einen letzten Blick zu, grüsst nach allen Seiten und wankt dann - sehr diskret komisch - Sylva nach. Edwin will auf Sylva zu, der Fürst stellt sich ihm in den Weg. Beim Fallen des Vorhanges sind Sylva und Boni noch - eben abgehend - rückwärts zu sehen.
V o r h a n g
Intermezzo
DRITTER AKT
Spielt im 1. Stock-Vestibul eines hocheleganten Hotels in Wien. Sowohl rechts wie links vorne führen Stiegenausschnitte zu dem höheren Stock-Werk, rechts und links rückwärts solche zu dem tieferen. Die ganze Rückwand ist eine Marmorbalustrade, in der Mitte breite Freitreppe, rechts und links von mächtigen Kandelabern flankiert. Die Freitreppe führt von der Bühne (also vom 1. Stock) ins Parterre zu einem Konzertsaal, der erleuchtet ist und aus dem leise Zigeunermusik hörbar ist. - Alle Beleuchtungskörper (Kandelaber, Luster, Stiegen und Tischlampen) von vornehmster Ausstattung, Klubmöbel, zierliche Tischchen, Teppiche aller Arten, kurz, jeder moderne Komfort. Die Personen die quer über die Freitreppe in der Mitte und über die Stiegenaussehnitte rechts und links rückwärts die Bühne betreten, sind zuerst nur mit dem Kopf, dann erst mit dem Oberkörper usw. sichtbar.
Es ist nach Mitternacht - unmittelbar an die Vorgänge des zweiten Aktes anschliessend. Alles ist hell erleuchtet. Aus dem Konzertsaal im Parterre gedämpfte Klänge einer Zigeunerkapelle, hie und da Gläserklirren und lebhafte Ausrufe. Nach einer kleinen Pause kommen über die breite Freitreppe von unten nach oben - nach und nach sichtbar werdend - Sylva und Boni. Sie sind in derselben Toilette und derselben Verfassung wie im Finale des zweiten Aktes, nur hat Boni Überzieher an und Claque auf.
Boni führt Sylva zu einem Etablissement rechts, wo sie sich in einen Klubfauteuil fallen lässt. Boni sinkt ihr gegenüber in einen anderen Fauteuil.
Kleine Pause.
seufzt
ebenso, nur lauter, dann zündet er sich eine Zigarette an, macht in paar Züge; mit einem missbilligenden Blick auf Sylva.
BONI
Isiːs
dirdiːɐ̯
jetztjɛt͡st
leichterˈlaɪ̯çtɐ
?
SYLVA
Jajaː
!
Tausend-
,
tausendmalˈtaʊ̯zn̩tmaːl
leichterˈlaɪ̯çtɐ
.
BONI
Alsoˈalzo
ichɪç
willvɪl
dirdiːɐ̯
keinenˈkaɪ̯nən
Vorwurfˈfoːɐ̯ˌvʊʁf
nichtnɪçt
machenˈmaxn̩
,
aberˈaːbɐ
duduː
hasthast
dichdɪç
benommenbəˈnɔmən
wieviː
Titelrolle
iniˈʔɛn
Wildenteˈvɪltˌʔɛntə
“.
Die Achsel zuckend
SYLVA
Olala
!
Ichɪç
binbɪn
,
schonʃoːn
sozoː
gebautɡəˈbaʊ̯t
!
BONI
Jajaː
,
olala
!
Wütend
BONI
Aberˈaːbɐ
ichɪç
binbɪn
nichtnɪçt
sozoː
gebautɡəˈbaʊ̯t
!
Springt auf, läuft aufgeregt auf und ab:
BONI
Kommkɔm
ichɪç
dadaː
unschuldigˈʊnʃʊldɪk
iniˈʔɛn
Sauceˈzoːs
hineinhɪˈnaɪ̯n
wieviː
Lämmerchenlam
.
Wasvas
wirdvɪʁt
sichzɪç
Gesellschaftɡəˈzɛlʃaft
vonfɔn
mirmiːɐ̯
denkenˈdɛŋkn̩
?
ruhig:
SYLVA
Wasvas
sieziː
willvɪl
-
dasdas
istɪst
mirmiːɐ̯
Wurstvʊʁst
!
BONI
Sozoː
?
-
Duduː
hasthast
manchmalˈmançmaːl
Ausdrückeˈaʊ̯sˌdʁʏkə
!
Wurstvʊʁst
!
Sozoː
wasvas
nimmnɪm
ichɪç
nichtnɪçt
einmalˈaɪ̯nmaːl
iniˈʔɛn
Mundmʊnt
hineinhɪˈnaɪ̯n
.
stützt sich auf beide Ellbogen, sieht ihm ruhig ins Gesicht.
SYLVA
Sagzaːk
willstvɪlst
duduː
mitmɪt
mirmiːɐ̯
streitenˈʃtʁaɪ̯tn̩
?
gleich besänftigt, tritt zu ihr, sagt:
BONI
Neinnaɪ̯n
,
Sylvikam
,
aberˈaːbɐ
schauʃaʊ̯
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Frajnd
?
Wozuvoˈt͡suː
warvaːɐ̯
notwendigˈnoːtvɛndɪk
ganzerˈɡant͡sɐ
Skandalskanˈdaːl
.
Wasvas
hätt
ereːɐ̯
denndɛn
nochnɔx
machenˈmaxn̩
sollenˈzɔlən
,
derdeːɐ̯
Edwin
?
Mehrmeːɐ̯
wieviː
dichdɪç
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
wollenˈvɔlən
,
kannkan
ereːɐ̯
dochdɔx
nichtnɪçt
!
SYLVA
Michmɪç
hathat
ereːɐ̯
nichtnɪçt
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
wollenˈvɔlən
!
Diedaɪ
Gräfinˈɡʁɛːfɪn
Kancsianu
,
diedaɪ
jajaː
-
aberˈaːbɐ
diedaɪ
Sylva
Varescu
-
diedaɪ
nichtnɪçt
!
BONI
Aberˈaːbɐ
gehɡeː
-
dasdas
istɪst
dochdɔx
ein-ˈaɪ̯n
undʊnt
dasselbige
sich vergessend:
BONI
Dasdas
istɪst
dochdɔx
ganzɡant͡s
Wurstvʊʁst
!
Da Sylva sich bei diesem Wort zu ihm wendet, sich verlegen verbessernd:
BONI
Willvɪl
ichɪç
sagenˈzaːɡn̩
Salamizaˈlaːmi
!
bebend:
SYLVA
Ereːɐ̯
hathat
sichzɪç
meinerˈmaɪ̯nɐ
geschämtɡəˈʃɛːmt
!
BONI
Wasvas
fälltfɛlt
dirdiːɐ̯
einaɪ̯n
?
Wannvan
einerˈaɪ̯nɐ
sichzɪç
schämtʃɛːmt
,
wirdvɪʁt
ereːɐ̯
dochdɔx
rotʁoːt
-
undʊnt
ereːɐ̯
warvaːɐ̯
immerˈɪmɐ
ganzɡant͡s
blassblas
.
SYLVA
Duduː
guterˈɡuːtɐ
Kerlkɛʁl
,
duduː
willstvɪlst
ihniːn
verteidigenfɛɐ̯ˈtaɪ̯dɪɡn̩
.
Beginnt leise zu weinen.
BONI
Gehɡeː
’,
Mutzikam
,
weinvaɪ̯n
nichtnɪçt
!
Schneuzt sich.
BONI
Weisstvaɪ̯st
,
kannkan
ichɪç
Fraufʁaʊ̯
nzimmer
nichtnɪçt
weinenˈvaɪ̯nən
sehzeː
n
.
Wirft sich in einen Fauteuil links, auf der anderen Seite der Bühne:
BONI
Nana
alsoˈalzo
,
dadaː
hasthast
eseːs
!
Weint und schneuzt sich komisch.
Zigarette im Mundwinkel, Zylinder schief auf dem Kopf, Überzieher mit aufgestelltem Kragen, die Hände in den Überziehertaschen, in der Rechten den Stock, dessen Griff in der Tasche steckt, kommt pfeifend von unten über die Freitreppe, will nach links über die Stiege, erblickt Boni, dann Sylva, bleibt stehen, schaut von einem zum andern, fängt vor Freude zu lachen an:
FERI
Jajaː
,
schlafʃlaːf
ichɪç
oderˈoːdɐ
träumtʁɔɪ̯m
ichɪç
!
Boniˈboːni
!
Sylva
!
Jaj
mamam
!
BONIˈboːni
undʊnt
SYLVA
blicken auf, ihr Weinen geht in Lachen über, sie springen auf:
FERI
Feri
bacsi
!
Feri
bacsi
!
macht Luftsprünge, Boni und Sylva drehen ihn übermütig vor Freude im Kreis herum, fällt Sylva um den Hals:
FERI
Sylva
,
Einzigesˈaɪ̯nt͡sɪɡəs
,
gutɡuːt
schaustʃaʊ̯st
ausaʊ̯s
!
Umarmt Boni:
FERI
Bonikam
,
Lieblichesˈliːplɪçəs
,
elendˈeːlɛnt
schaustʃaʊ̯st
ausaʊ̯s
!
Wasvas
fürfyːɐ̯
Teifel
hathat
dendeːn
Eichaɪ̯ç
dahergeschneit
?
BONI
Wasvas
machstmaxst
denndɛn
duduː
dadaː
?
mit Würde:
FERI
Ichɪç
binbɪn
hierhiːɐ̯
-
iniˈʔɛn
Dienstdiːnst
!
SYLVA
Iniˈʔɛn
wasvas
?
FERI
Iniˈʔɛn
Dienstdiːnst
!
Alsals
Beschützerbəˈʃʏt͡sɐ
vonfɔn
weiblicherˈvaɪ̯plɪçɐ
Tugendˈtuːɡn̩t
.
Solltzɔlt
Ihriːɐ̯
gleichɡlaɪ̯ç
sehzeː
n
!
Eilt über die Treppe hinunter. Boni und Sylva treten neugierig zur Balustrade.
Feris Stimme von unten:
FERI
Juliska
,
Aranka
,
Madels
,
kommtkɔmt
s
heraufhɛˈʁaʊ̯f
-
schautʃaʊ̯t
s
,
werveːɐ̯
dadaː
istɪst
!
stürmen die Treppe herauf
DIE MÄDCHEN
Werveːɐ̯
denndɛn
?
Werveːɐ̯
denndɛn
?
Erblicken Sylva, sind ganz ausser sich vor Freude
DIE MÄDCHEN
Sylva
!
Sylva
!
Umarmen und küssen sie.
SYLVA
Neinnaɪ̯n
!
Sozoː
wasvas
!
Sozoː
eineˈaɪ̯nə
Überraschung
!
erblicken Boni, stürzen auf ihn zu, umarmen ihn, rufen:
DIE MÄDCHEN
Boniˈboːni
!
Boniˈboːni
!
zu Boni:
JULISKA
Hasthast
mirmiːɐ̯
wasvas
mitgebrachtˈmɪtɡəˌbʁaxt
?
eine Tüte hervorziehend:
JULISKA
Jajaː
,
Kugler
Bonbonsbɔmˈbɔŋs
mitmɪt
Seegrasˈzeːɡʁaːs
gefülltɡəˈfʏlt
.
erklärend:
FERI
Sindzɪnt
alleˈalə
iniˈʔɛn
Apolloaˈpɔlo
engagiertɑ̃ɡaˈʒiːɐ̯t
-
tretenˈtʁeːtn̩
morgenˈmɔʁɡn̩
aufaʊ̯f
.
lachend
SYLVA
Wasvas
machstmaxst
denndɛn
duduː
dabeidaˈbaɪ̯
?
FERI
Ichɪç
binbɪn
mitgefahrenˈmɪtɡəˌfaːʁən
-
väterlichˈfɛːtɐlɪç
!
Weilvaɪ̯l
alleˈalə
sindzɪnt
iniˈʔɛn
michmɪç
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
!
-
Jaj
,
Sylva
,
wirdvɪʁt
dasdas
Aufsehenˈaʊ̯fˌzeːən
machenˈmaxn̩
iniˈʔɛn
Budapestˈbuːdaˌpɛst
,
dassdas
duduː
wiederˈviːdɐ
dadaː
bistbɪst
!
Haushaʊ̯s
wirdvɪʁt
brechenˈbʁɛçn̩
,
wennvɛn
duduː
wiederˈviːdɐ
auftrittstˈaʊ̯fˌtʁɪt͡st
.
SYLVA
Ichɪç
treteˈtʁeːtə
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
aufaʊ̯f
.
FERI
Wasvas
?
DIE MÄDCHEN
Warumvaˈʁʊm
denndɛn
nichtnɪçt
?
SYLVA
Ichɪç
heirateˈhaɪ̯ʁaːtə
!
ALLE
Ah
!
FERI
Jajaː
,
wenveːn
denndɛn
?
rasch:
BONI
Dendeːn
Edwin
!
in die Hände klatschend
DIE MÄDCHEN
Alsoˈalzo
dochdɔx
!
Wirviːɐ̯
gratulierenɡʁatuˈliːʁən
!
unterbrechend:
SYLVA
Istɪst
jajaː
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
.
Eseːs
istɪst
einaɪ̯n
andererˈandəʁɐ
.
ALLE
Werveːɐ̯
?
Werveːɐ̯
?
auf Boni deutend:
SYLVA
Ereːɐ̯
!
brechen in grosses Gelächter aus
Also wenn du den nimmt - das wär’ grösste Dummheit von deinem Leben.
BONI
Sozoː
istɪst
eseːs
.
FERI
Derdeːɐ̯
passtpast
zut͡suː
dirdiːɐ̯
wieviː
einaɪ̯n
Elephanteləˈfant
zut͡suː
einaɪ̯n
Klavierklaˈviːɐ̯
.
BONI
Sehrzeːɐ̯
richtigˈʁɪçtɪk
!
Eljenˈeːljɛn
!
FERI
Wasvas
brauchstbʁaʊ̯xst
duduː
überhauptˌyːbɐˈhaʊ̯pt
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
?
Kommkɔm
zurückt͡suˈʁʏk
zumt͡sʊm
Theaterteˈaːtɐ
!
SYLVA
Neinnaɪ̯n
-
nieniː
mehrmeːɐ̯
!
FERI
Gehtɡeːt
s
hinunterhɪˈnʊntɐ
,
Mädelsˈmɛːdl̩s
,
alleˈalə
,
lasstlast
s
michmɪç
alleinaˈlaɪ̯n
mitmɪt
ihriːɐ̯
-
werdveːɐ̯t
ichɪç
einmalˈaɪ̯nmaːl
zeigenˈt͡saɪ̯ɡn̩
,
wasvas
alterˈaltɐ
Feri
kannkan
!
Mädchen lachend mit Boni über die Mittelstiege ab
nimmt Sylva bei der Hand:
FERI
Kommkɔm
,
Sylva
.
Schauʃaʊ̯
mirmiːɐ̯
iniˈʔɛn
Augaʊ̯k
hineinhɪˈnaɪ̯n
.
Tuttuːt
dirdiːɐ̯
wehveː
umʊm
Edwin
,
wasvas
?
schweigt.
FERI
Kannkan
dichdɪç
jajaː
verstehfɛɐ̯ˈʃteː
n
.
Habhaːp
sozoː
wasvas
selberˈzɛlbɐ
durchgemachtˈdʊʁçɡəˌmaxt
.
Aberˈaːbɐ
deswegenˈdɛsˌveːɡn̩
ganzeˈɡant͡sə
Zukunftˈt͡suːˌkʊnft
wegschmeissenˈvɛkʃmaɪ̯sən
-
dasdas
darfstdaʁfst
duduː
nichtnɪçt
!
Warm, zart:
FERI
Wennvɛn
L
i
e
b
e
hathat
deindaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
gekränktɡəˈkʁɛŋkt
,
Kunstkʊnst
wirdvɪʁt
wiederˈviːdɐ
allesˈaləs
schenkenˈʃɛŋkn̩
-
Vergessenheitfɛɐ̯ˈɡɛsn̩haɪ̯t
.
Kommkɔm
zurückt͡suˈʁʏk
zumt͡sʊm
Theaterteˈaːtɐ
.
dortdɔʁt
istɪst
Heimatˈhaɪ̯maːt
deiniges
!
Wannvan
duduː
dortdɔʁt
obenˈoːbm̩
stehstʃteːst
aufaʊ̯f
Brettel
zufliegenˈt͡suːˌfliːɡn̩
alleˈalə
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
besondersbəˈzɔndɐs
diedaɪ
männlichenˈmɛnlɪçn̩
-
danndan
wirdvɪʁt
vorfoːɐ̯
dirdiːɐ̯
versinkenfɛɐ̯ˈzɪŋkn̩
Weltvɛlt
andreˈʔandəʁə
undʊnt
duduː
wirstvɪʁst
wiederˈviːdɐ
seinzaɪ̯n
wasvas
duduː
warstvaːɐ̯st
:
Singvogelˈzɪŋˌfoːɡl̩
kleinerˈklaɪ̯nɐ
,
goldigerˈɡɔldɪɡɐ
,
mitmɪt
Glückɡlʏk
iniˈʔɛn
Schnabelˈʃnaːbl̩
,
mitmɪt
Glückɡlʏk
iniˈʔɛn
Herzenˈhɛʁt͡sn̩
!
Danndan
wirstvɪʁst
duduː
wiederˈviːdɐ
Sylva
seinzaɪ̯n
-
unsereˈʊnzəʁə
Sylva
!
gerührt:
SYLVA
Feri
bacsi
!
FERI
Kommkɔm
zurückt͡suˈʁʏk
!
Öffnet die Arme:
FERI
Willstvɪlst
duduː
?
-
Jajaː
-
willstvɪlst
!
Sehzeː
ichɪç
dirdiːɐ̯
amaːm
Nasenspitzel
anaːˈʔɛn
!
sich an ihn lehnend, bewegt:
SYLVA
Ichɪç
-
kannkan
nichtnɪçt
!
FERI
Kannstkanst
!
Läuft zur Treppe, ruft hinunter:
FERI
Boniˈboːni
,
kommkɔm
mitmɪt
diedaɪ
Zigeunert͡siˈɡɔɪ̯nɐ
!
Boni und Zigeuner kommen. Die Zigeuner im Gegensatz zum 1. Akt, wo sie im Frack waren, jetzt in roten, goldverschnürten Uniformen.
FERI
Herheːɐ̯
,
Zigeunert͡siˈɡɔɪ̯nɐ
!
Spieltʃpiːlt
s
einaɪ̯n
Stückelˈʃtʏkl̩
feurigesˈfɔɪ̯ʁɪɡəs
-
wasvas
ihriːɐ̯
gehtɡeːt
iniˈʔɛn
Blutbluːt
hineinhɪˈnaɪ̯n
!
Pickt dem Primas eine Banknote auf die Stirn; auf Sylva deutend:
FERI
Sieziː
brauchtbʁaʊ̯xt
nochnɔx
einaɪ̯n
Ruckerl
,
einaɪ̯n
letztesˈlɛt͡stəs
!
Nr. 14: Terzett
FERI
Nimmnɪm
,
Zigeunert͡siˈɡɔɪ̯nɐ
,
Deineˈdaɪ̯nə
Geigeˈɡaɪ̯ɡə
,
Lasslas
sehzeː
n
,
wasvas
duduː
kannstkanst
!
Schwarzerˈʃvaʁt͡sɐ
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
,
spielʃpiːl
undʊnt
zeigeˈt͡saɪ̯ɡə
,
Wieviː
deindaɪ̯n
Bogenˈboːɡn̩
tanzttant͡st
!
Spiel’ ein Lied, das weint und lacht,
FERI
Spieleˈʃpiːlə
,
bisbɪs
derdeːɐ̯
Bogenˈboːɡn̩
krachtkʁaxt
,
Spieleˈʃpiːlə
,
bisbɪs
heranbrichthɛˈʁanˌbʁɛçən
dasdas
Morgenrotˈmɔʁɡn̩ˌʁoːt
,
Spieleˈʃpiːlə
,
Betyar
,
schlageˈʃlaːɡə
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Sorgenˈzɔʁɡn̩
tottoːt
!
Jaj
mamam
,
Bruderherz
,
ichɪç
kaufkaʊ̯f
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Weltvɛlt
!
Jaj
mamam
,
wasvas
liegtliːkt
mirmiːɐ̯
amaːm
lumpigen
Geldɡɛlt
!
Weisstvaɪ̯st
duduː
,
wieviː
langeˈlaŋə
nochnɔx
derdeːɐ̯
Globusˈɡloːbʊs
sichzɪç
drehtdʁeːt
,
Oboːˈbeː
eseːs
morgenˈmɔʁɡn̩
nichtnɪçt
schonʃoːn
zut͡suː
spätʃpɛːt
!
ALLE
Jaj
mamam
usw.
SYLVA
Spielʃpiːl
’,
Zigeunert͡siˈɡɔɪ̯nɐ
,
mirmiːɐ̯
wasvas
Feinesˈfaɪ̯nəs
,
Etwasˈɛtvas
fürsfyːɐ̯s
Gmüt
!
Allesˈaləs
spielʃpiːl
mirmiːɐ̯
,
nurnuːɐ̯
nichtnɪçt
einesˈaɪ̯nəs
-
Nurnuːɐ̯
keinkaɪ̯n
Liebesliedˈliːbəsˌliːt
!
Spieleˈʃpiːlə
aufaʊ̯f
demdeːm
Kontrabassˈkɔntʁaˌbas
Sozoː
zumt͡sʊm
Spassʃpas
mirmiːɐ̯
irgendwasˈɪʁɡn̩tˈvas
!
Spielʃpiːl
mirmiːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
Feuercsardas
-
spielʃpiːl
mirmiːɐ̯
ihniːn
!
Bringbʁɪŋ
dasdas
dummeˈdʊmə
Herzhɛʁt͡s
zumt͡sʊm
Schweigenˈʃvaɪ̯ɡn̩
mirmiːɐ̯
dadaː
drindʁɪn
!
Jaj
mamam
,
Bruderherz
,
ichɪç
kaufkaʊ̯f
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Weltvɛlt
!
usw.
ALLE
Jaj
mamam
usw.
BONI
Ganzesˈɡant͡səs
Daseinˈdaːˌzaɪ̯n
istɪst
einaɪ̯n
Schmarrenˈʃmaɐ̯n̩
!
Freunderl
,
seizaɪ̯
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
!
Heuteˈhɔɪ̯tə
überˈyːbɐ
fünfzigˈfʏnft͡sɪk
Jahrenˈjaːʁən
Lebenˈleːbm̩
andreˈʔandəʁə
Leutlɔɪ̯t
!
Diesesˈdiːzəs
ganzeˈɡant͡sə
Jammertalˈjamɐˌtaːl
Istɪst
fürfyːɐ̯
michmɪç
einaɪ̯n
Nachtlokalˈnaxtloˌkaːl
.
Überhauptˌyːbɐˈhaʊ̯pt
fahrfaːɐ̯
ichɪç
iniˈʔɛn
Himmelˈhɪml̩
vorderhandˈfoːɐ̯deːɐ̯ˌhant
Undʊnt
verkaufefɛɐ̯ˈkaʊ̯fə
,
wennvɛn
gefälligɡəˈfɛlɪk
,
meinmaɪ̯n
Gewandɡəˈvant
.
ALLE
Jaj
mamam
,
Bruderherz
,
ichɪç
kaufkaʊ̯f
mirmiːɐ̯
diedaɪ
Weltvɛlt
!
usw.
Alles ab.
Edwin über die Wendeltreppe rechts, gefolgt von einem Hotelgroom.
GROOM
Bitteˈbɪtə
hierhiːɐ̯
zut͡suː
wartenˈvaʁtən
.
Werdeˈveːɐ̯də
dendeːn
Herrnhɛʁn
Grafenˈɡʁaːfn̩
verständigenfɛɐ̯ˈʃtɛndɪɡn̩
.
Ab.
Geht ungeduldig auf und ab, zündet sich nervös einige Zigaretten hintereinander an, wirft sie wieder weg.
über die Freitreppe:
BONI
Servusˈseɐ̯vus
,
Edwin
!
Habhaːp
gewusstɡəˈvʊst
,
duduː
wirstvɪʁst
nichtnɪçt
schlafenˈʃlaːfn̩
könnenˈkœnən
.
EDWIN
Wovoː
istɪst
Sylva
?
BONI
Sylva
?
Siehtziːt
ihniːn
einenˈaɪ̯nən
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
zögerndˈt͡søːɡɐnt
anaːˈʔɛn
,
danndan
:
Sylva
isiːs
iniˈʔɛn
Konzertkɔnˈt͡sɛʁt
.
sprachlos:
EDWIN
Iniˈʔɛn
wasvas
?
BONI
Iniˈʔɛn
Konzertkɔnˈt͡sɛʁt
-
mitmɪt
Feri
bacsi
!
EDWIN
Mitmɪt
Feri
?
BONI
Jajaː
,
da-daː
schaustʃaʊ̯st
-
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
?
Wohntvoːnt
zufälligˈt͡suːfɛlɪk
auchaʊ̯x
dadaː
imiˈʔɛm
Hotelhoˈtɛl
derdeːɐ̯
Feri
bacsi
!
EDWIN
Sieziː
kannkan
iniˈʔɛn
einaɪ̯n
Konzertkɔnˈt͡sɛʁt
gehɡeː
n
,
währendˈvɛːʁənt
ichɪç
Wovoː
istɪst
diesesˈdiːzəs
Konzertkɔnˈt͡sɛʁt
?
ausweichend:
BONI
Imiˈʔɛm
Konzertsaalkɔnˈt͡sɛʁtˌzaːl
!
Mussmʊs
gleichɡlaɪ̯ç
ausaʊ̯s
seinzaɪ̯n
.
EDWIN
Ichɪç
werdeˈveːɐ̯də
wartenˈvaʁtən
.
Geht erregt auf und ab.
Ist zum Tisch links gegangen, lehnt sich an einen Stuhl:
BONI
Einenˈaɪ̯nən
Schlafʃlaːf
habhaːp
ichɪç
,
dassdas
ichɪç
umfallenˈʊmˌfalən
könntkœnt
!
auf- und ablaufend:
EDWIN
Sieziː
kannkan
iniˈʔɛn
einaɪ̯n
Konzertkɔnˈt͡sɛʁt
gehɡeː
n
!
O
dieseˈdiːzə
Weiberˈvaɪ̯bɐ
!
Dieseˈdiːzə
Weiberˈvaɪ̯bɐ
!
Während der folgenden Szene schläft Boni stehend langsam ein.
nach einer kleinen Pause, sich erregt zu Boni wendend:
EDWIN
Überˈyːbɐ
deindaɪ̯n
heutigesˈhɔɪ̯tɪɡəs
Vorgehenˈfoːɐ̯ˌɡeːən
sprechenˈʃpʁɛçn̩
wirviːɐ̯
nochnɔx
!
Dasdas
gehtɡeːt
ichɪç
dirdiːɐ̯
nichtnɪçt
sozoː
durchdʊʁç
!
Einaɪ̯n
Jugendfreundˈjuːɡn̩tˌfʁɔɪ̯nt
,
demdeːm
ichɪç
sozoː
blindblɪnt
vertrautfɛɐ̯ˈtʁaʊ̯t
habeˈhaːbə
!
Einaɪ̯n
Menschmɛnʃ
,
aufaʊ̯f
dessenˈdɛsn̩
Treueˈtʁɔɪ̯ə
ichɪç
Häuserˈhɔɪ̯zɐ
gebautɡəˈbaʊ̯t
hätt
’!
Wieviː
oftɔft
hasthast
duduː
mirmiːɐ̯
sagtzaːkt
,
duduː
wirstvɪʁst
mirmiːɐ̯
jedesˈjeːdəs
Opferˈɔp͡fɐ
bringenˈbʁɪŋən
!?
Duduː
wirstvɪʁst
fürfyːɐ̯
michmɪç
durchsdʊʁçs
Feuerˈfɔɪ̯ɐ
gehɡeː
n
,
duduː
wirstvɪʁst
fürfyːɐ̯
michmɪç
wachen-
undʊnt
jetztjɛt͡st
!
Hahahahahaˈha
!
-
Duduː
hasthast
Sylva
diedaɪ
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
verratenfɛɐ̯ˈʁaːtn̩
,
duduː
hasthast
michmɪç
iniˈʔɛn
dieseˈdiːzə
Situationzituaˈt͡si̯oːn
gebrachtɡəˈbʁaxt
!
-
Duduː
kommstkɔmst
iniˈʔɛn
unserˈʊnzɐ
Haushaʊ̯s
undʊnt
spielstʃpiːlst
mirmiːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
lächerlicheˈlɛçɐlɪçə
Posseˈpɔsə
vorfoːɐ̯
-
duduː
musstmʊst
michmɪç
reinʁaɪ̯n
fürfyːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
Idioteniˈdi̯oːtn̩
haltenˈhaltn̩
!
lässt im Schlaf den Kopf auf die Brust sinken.
wütend:
EDWIN
Duduː
nickstnɪkst
?
Dasdas
verbittfɛɐ̯ˈbɪt
ichɪç
mirmiːɐ̯
!
Ichɪç
kannkan
auchaʊ̯x
andersˈandɐs
mitmɪt
Dirdiːɐ̯
redenˈʁeːdn̩
!
schnarcht.
wie oben:
EDWIN
Duduː
lachstlaxst
?
Jetztjɛt͡st
habhaːp
ichɪç
s
sattzat
!
Geht auf Boni zu, rüttelt ihn bei der Schulter:
EDWIN
Wasvas
glaubstɡlaʊ̯pst
duduː
denndɛn
eigentlichˈaɪ̯ɡn̩tlɪç
?
erwachend:
BONI
Wovoː
binbɪn
ichɪç
?
Ganz erstaunt:
BONI
Duduː
hierhiːɐ̯
?
Da ihn Edwin anfasst:
BONI
Mörderˈmœʁdɐ
!
Hilfeˈhɪlfə
!
EDWIN
Keineˈkaɪ̯nə
Ausflüchteˈaʊ̯sflʏçtə
!
Klippklɪp
undʊnt
klarklaːɐ̯
:
Warumvaˈʁʊm
hasthast
duduː
Sylva
fürfyːɐ̯
deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
ausgegebenˈaʊ̯sɡəˌɡeːbn̩
?
verschlafen:
BONI
Habhaːp
ichɪç
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
!
EDWIN
Wasvas
?
wie oben:
BONI
Sieziː
hathat
michmɪç
fürfyːɐ̯
ihrenˈiːʁən
Mannman
ausgegebenˈaʊ̯sɡəˌɡeːbn̩
.
Dasdas
isiːs
Unterschiedˈʊntɐˌʃiːt
,
bitteˈbɪtə
.
EDWIN
Ichɪç
habeˈhaːbə
nurnuːɐ̯
Geduldɡəˈdʊlt
mitmɪt
deinerˈdaɪ̯nɐ
grenzlosen
Dummheitˈdʊmhaɪ̯t
,
sonstzɔnst
plötzlich, ganz munter:
BONI
Wasvas
Dummheitˈdʊmhaɪ̯t
?
Bitteˈbɪtə
,
modernisiermodɛʁniˈziːɐ̯
dichdɪç
!
Jajaː
?
Ersteːɐ̯st
verlobstfɛɐ̯ˈloːpst
dichdɪç
undʊnt
heiratestˈhaɪ̯ʁaːtəst
nachnaːx
allenˈælən
Seitenˈzaɪ̯tn̩
undʊnt
Richtungenˈʁɪçtʊŋən
undʊnt
danndan
tunksttʊŋkst
duduː
michmɪç
iniˈʔɛn
deineˈdaɪ̯nə
Suppenˈzʊpm̩
hineinhɪˈnaɪ̯n
!
Schüttelt ihn
BONI
Wieviː
kommkɔm
ichɪç
dazudaˈt͡suː
?
EDWIN
Boniˈboːni
!
BONI
Jetztjɛt͡st
willvɪl
Sylva
michmɪç
zumt͡sʊm
Mannman
habenˈhaːbm̩
!
Schüttelt ihn.
BONI
Wieviː
kommkɔm
ichɪç
dazudaˈt͡suː
,
deineˈdaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
zut͡suː
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
-
währendˈvɛːʁənt
ichɪç
iniˈʔɛn
deineˈdaɪ̯nə
Brautbʁaʊ̯t
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
binbɪn
?
schüttelt ihn
BONI
Wieviː
kommeˈkɔmə
ichɪç
dazudaˈt͡suː
,
eineˈaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
zut͡suː
heiratenˈhaɪ̯ʁaːtən
,
diedaɪ
einenˈaɪ̯nən
Mannman
hathat
,
derdeːɐ̯
verlobtfɛɐ̯ˈloːpt
istɪst
mitmɪt
einerˈaɪ̯nɐ
Brautbʁaʊ̯t
,
diedaɪ
ichɪç
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
Fraufʁaʊ̯
machenˈmaxn̩
willvɪl
?
schüttelt ihn.
BONI
Wieviː
kommeˈkɔmə
ichɪç
dazudaˈt͡suː
eineˈaɪ̯nə
Brautbʁaʊ̯t
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
Fraufʁaʊ̯
machenˈmaxn̩
zut͡suː
wollenˈvɔlən
,
diedaɪ
einenˈaɪ̯nən
Bräutigamˈbʁɔɪ̯tɪɡam
hathat
,
derdeːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
hathat
,
dichdɪç
michmɪç
zut͡suː
Ihremˈiːʁəm
Mannman
habenˈhaːbm̩
willvɪl
?
schüttelt ihn.
EDWIN
Lasslas
michmɪç
losloːs
!
Wasvas
erlaubstɛɐ̯ˈlaʊ̯pst
duduː
dirdiːɐ̯
?
BONI
Gleichɡlaɪ̯ç
fürfyːɐ̯
gleichɡlaɪ̯ç
bitteˈbɪtə
!
Ichɪç
mussmʊs
auchaʊ̯x
einmalˈaɪ̯nmaːl
meinmaɪ̯n
Herzhɛʁt͡s
ausschüttenˈaʊ̯sˌʃʏtn̩
!
mit einer Visitkarte auf Boni zutretend:
GROOM
Dieserˈdiːzɐ
Herrhɛʁ
wünschtvʏnʃt
dendeːn
Herrnhɛʁn
Grafenˈɡʁaːfn̩
zut͡suː
sprechenˈʃpʁɛçn̩
.
sieht auf die Karte:
BONI
Derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
!
EDWIN
Werveːɐ̯
?
BONI
Derdeːɐ̯
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
-
sollzɔl
s
holenˈhoːlən
!
Schauʃaʊ̯
,
werveːɐ̯
dadaː
isiːs
!
Zeigt ihm die Karte.
rasch:
EDWIN
Meinmaɪ̯n
Papaˈpapa
!
Ichɪç
willvɪl
ihniːn
nichtnɪçt
sehzeː
n
!
BONI
Gehɡeː
nurnuːɐ̯
dadaː
hineinhɪˈnaɪ̯n
,
zeigt Tür links
BONI
ichɪç
holhoːl
dichdɪç
schonʃoːn
späterˈʃpɛːtɐ
.
Edwin links ab.
sehr aufgeregt:
FÜRST
Warvaːɐ̯
Edwin
dadaː
?
BONI
Jajaː
!
FÜRST
Wovoː
istɪst
ereːɐ̯
?
Wovoː
?
verlegen:
BONI
Iniˈʔɛn
-
imiˈʔɛm
Kaffeehauskaˈfeːˌhaʊ̯s
.
FÜRST
Istɪst
ereːɐ̯
heilhaɪ̯l
?
Istɪst
nichtsnɪçt͡s
passiertpaˈsiːɐ̯t
?
BONI
Nixnɪks
.
FÜRST
Gottseidankɡɔtzaɪ̯ ˈdaŋk
!
Stürzt zum Tischtelefon:
FÜRST
14212
!
Jajaː
,
bitteˈbɪtə
!
Horcht, wendet sich mit der Muschel am Ohr zu Boni:
FÜRST
Wasvas
hathat
ereːɐ̯
denndɛn
gesagtɡəˈzaːkt
?
BONI
Nixnɪks
.
Geschimpftɡəˈʃɪmp͡ft
hathat
ereːɐ̯
wieviː
Nachtigallˈnaxtɪɡal
.
der Anschluss gefunden hat, spricht in den Apparat:
FÜRST
Anhilte
,
duduː
?
Hierhiːɐ̯
Leopoldˈleːopɔlt
Mariemaˈʁiː
.
Gottseidankɡɔtzaɪ̯ ˈdaŋk
,
ereːɐ̯
istɪst
dadaː
!
Neinnaɪ̯n
neinnaɪ̯n
,
nichtsnɪçt͡s
passiertpaˈsiːɐ̯t
!
Ichɪç
bringbʁɪŋ
ihniːn
schonʃoːn
nachnaːx
Haushaʊ̯s
!
Läutet ab.
hat sich die Telefonnummer auf die Manchette notiert.
BONI
14121
.
Gutɡuːt
zut͡suː
wissenˈvɪsn̩
.
FÜRST
Ohneˈoːnə
deineˈdaɪ̯nə
alberneˈalbɐnə
Komödiekoˈmøːdi̯ə
hätteˈhɛtə
diedaɪ
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
stattgefundenˈʃtatɡəˌfʊndn̩
.
Jetztjɛt͡st
istɪst
dasdas
armeˈaʁmə
Mädelˈmɛːdl̩
,
diedaɪ
Stasiˈʃtaːzi
,
kompromittiertkɔmpʁomɪˈtiːɐ̯t
.
BONI
O
neinnaɪ̯n
,
bitteˈbɪtə
.
Verlobungˌfɛɐ̯ˈloːbʊŋ
wirdvɪʁt
heuteˈhɔɪ̯tə
nochnɔx
stattfindenˈʃtatˌfɪndn̩
.
barsch:
FÜRST
Wasvas
heisst
dasdas
?
feierlich:
BONI
Dasdas
heisst
-
In anderem Ton:
BONI
Bitteˈbɪtə
nurnuːɐ̯
einaɪ̯n
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
.
Zieht sich seine weissen Handschuhe an, dann feierlich:
BONI
Ichɪç
habeˈhaːbə
diedaɪ
Ehreˈeːʁə
,
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
umʊm
diedaɪ
Handhant
vonfɔn
Fräuleinˈfʁɔɪ̯laɪ̯n
Stasiˈʃtaːzi
zut͡suː
bittenˈbɪtən
.
FÜRST
Duduː
bistbɪst
jajaː
verrücktfɛɐ̯ˈʁʏkt
!
Dasdas
Mädelˈmɛːdl̩
liebtliːpt
jajaː
dendeːn
Edwin
.
Nieniː
würdeˈvʏʁdə
sieziː
einwilligenˈaɪ̯nˌvɪlɪɡn̩
!
BONI
Werdenˈveːɐ̯dn̩
wirviːɐ̯
jajaː
gleichɡlaɪ̯ç
sehenˈzeːən
.
Geht zum Telefon, sieht auf die Manschette, läutet:
BONI
14212
,
bitteˈbɪtə
!
FÜRST
Wasvas
treibsttʁaɪ̯pst
duduː
?
BONI
Hallohaˈloː
!
Hierhiːɐ̯
Grafɡʁaːf
Kancsianu
!
Bitteˈbɪtə
Komtesse
Stasiˈʃtaːzi
zumt͡sʊm
Telefonteleˈfoːn
!
Zum Fürsten:
BONI
Scheintʃaɪ̯nt
Gesellschaftstelefon
.
FÜRST
Wiesoviˈzoː
?
BONI
Weilvaɪ̯l
ichɪç
sovielzoˈfiːl
Stimmenˈʃtɪmən
höreˈhøːʁə
.
Hineinsprechend
BONI
-
Hallohaˈloː
!
Sehr freundlich:
BONI
Komtesse
-
verbeugt sich mehrmals
BONI
Küsskʏs
,
diedaɪ
Handerln
,
küsskʏs
diedaɪ
Handerln
,
bitteˈbɪtə
.
Horcht
BONI
Sindzɪnt
bösbøːs
’,
bitteˈbɪtə
?
Binbɪn
unschuldigˈʊnʃʊldɪk
wieviː
Amenˈaːmən
imiˈʔɛm
Gebetˈɡeːbət
.
Horcht.
BONI
Jajaː
,
jajaː
.
Binbɪn
mitmɪt
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
dadaː
mitmɪt
alterˈaltɐ
,
bitteˈbɪtə
.
Horcht.
BONI
Jajaː
,
Jajaː
...
Nurnuːɐ̯
nochnɔx
eineˈaɪ̯nə
Kleinigkeitˈklaɪ̯nɪkkaɪ̯t
,
bitteˈbɪtə
.
Aberˈaːbɐ
bitteˈbɪtə
sehrzeːɐ̯
,
nichtnɪçt
umfallenˈʊmˌfalən
!
Habhaːp
ichɪç
nämlichˈnɛːmlɪç
erlaubtɛɐ̯ˈlaʊ̯pt
beibaɪ̯
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
umʊm
Handhant
vonfɔn
Gnädigeˈɡnɛːdɪɡə
anzuhaltenˈant͡suˌhaltn̩
.
Horcht.
BONI
Sieziː
lachenˈlaxn̩
,
bitteˈbɪtə
!
-
Bitteˈbɪtə
,
sagenˈzaːɡn̩
Sieziː
gutesˈɡuːtəs
Wortvɔʁt
-
handeltˈhandl̩t
eseːs
sichzɪç
umʊm
meinmaɪ̯n
ganzesˈɡant͡səs
Lebensglückˈleːbn̩sˌɡlʏk
.
Horcht
BONI
Wieviː
bitteˈbɪtə
?
Horcht mit steigender Freude.
BONI
Jajaː
!
Jajaː
?
Jajaː
!
Dafürdaˈfyːɐ̯
mussmʊs
ichɪç
Ihnenˈiːnən
Busselˈbʊsl̩
gebenˈɡeːbm̩
!
Küsst ins Telefon hinein.
BONI
Ichɪç
binbɪn
glücklichsterˈɡlʏklɪçstɐ
Menschmɛnʃ
vonfɔn
ganzerˈɡant͡sɐ
Weltvɛlt
!
Drückt die Muschel an sein Herz.
BONI
Jajaː
!
Pahpaː
!
Schlussʃlʊs
!
Läutet ab.
BONI
Sehenˈzeːən
Sieziː
,
dasdas
isiːs
einmalˈaɪ̯nmaːl
richtigeˈʁɪçtɪɡə
Verbindungfɛɐ̯ˈbɪndʊŋ
Schwiegerdurchlaucht
,
alterˈaltɐ
,
kannstkanst
mirmiːɐ̯
gratulierenɡʁatuˈliːʁən
!
Klopft ihm auf die Schulter.
BONI
Duduː
darfstdaʁfst
mirmiːɐ̯
duduː
sagenˈzaːɡn̩
,
Onkelˈɔŋkl̩
!
zu Boni
FERI
Duduː
Boniˈboːni
,
Sylva
lässtlɛst
dirdiːɐ̯
sagenˈzaːɡn̩
,
duduː
sollstzɔlst
packenˈpakn̩
kommenˈkɔmən
.
BONI
Ichɪç
packeˈpakə
nichtnɪçt
,
ichɪç
reiseˈʁaɪ̯zə
nichtnɪçt
.
zum Fürsten:
BONI
Dasdas
istɪst
Missverständnisˈmɪsfɛɐ̯ˌʃtɛntnɪs
.
Keineˈkaɪ̯nə
Sylva
,
keinkaɪ̯n
Weibvaɪ̯p
aufaʊ̯f
ganzerˈɡant͡sɐ
Weltvɛlt
hathat
einaɪ̯n
Rechtʁɛçt
aufaʊ̯f
mirmiːɐ̯
.
auf der Treppe:
JULISKA
Boniˈboːni
!
Geliebterɡəˈliːptɐ
!
Kommkɔm
dochdɔx
!
winkt ihr lebhaft ab, verlegen, zum Fürsten:
BONI
Dasdas
zähltt͡sɛːlt
nichtnɪçt
,
bitteˈbɪtə
.
a tempo:
GROOM
Herrhɛʁ
Grafɡʁaːf
,
zweit͡svaɪ̯
Damenˈdaːmən
lassenˈlasn̩
bittenˈbɪtən
.
Sieziː
wartenˈvaʁtən
imiˈʔɛm
Vestibülvɛstiˈbyːl
.
BONI
Gleichɡlaɪ̯ç
zweit͡svaɪ̯
!
zum Fürsten:
BONI
Diedaɪ
kennkɛn
ichɪç
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
!
Beiseite:
BONI
Wieviː
wennvɛn
sieziː
s
zut͡suː
Fleissflaɪ̯s
tätenˈtɛːtn̩
!
zum Fürsten:
BONI
Entschuldigenɛntˈʃʊldɪɡn̩
,
Durchlauchtˈdʊʁçˌlaʊ̯xt
,
aufaʊ̯f
einenˈaɪ̯nən
Augenblickˈaʊ̯ɡŋ̍ˌblɪk
!
zum Groom:
BONI
Ichɪç
kommkɔm
schonʃoːn
,
ichɪç
kommkɔm
schonʃoːn
.
Ab mit Groom.
FERI
Verzeihungfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯ʊŋ
-
habhaːp
ichɪç
diedaɪ
Ehreˈeːʁə
mitmɪt
altemˈaltəm
Edwin
?
Sich vorstellend:
FERI
Ferencz
Ritterˈʁɪtɐ
Kerekes
vonfɔn
Ferlsö-Mezötur
undʊnt
Also-Kirishaza
,
iniˈʔɛn
Pestpeːst
genanntɡəˈnant
derdeːɐ̯
Feri
bacsi
.
FÜRST
Sehrzeːɐ̯
angenehmˈanɡəˌneːm
.
Leopoldˈleːopɔlt
Mariamaˈʁiːa
Fürstfʏʁst
vonfɔn
Lippert-Weylersheim
.
Verbeugung.
FERI
Verzeihungfɛɐ̯ˈt͡saɪ̯ʊŋ
,
wennvɛn
ichɪç
michmɪç
dadaː
bisselˈbɪsl̩
mischmɪʃ
iniˈʔɛn
diedaɪ
Familiefaˈmiːli̯ə
hineinhɪˈnaɪ̯n
-
aberˈaːbɐ
Edwin
isiːs
lieberˈliːbɐ
jungerˈjʊŋɐ
Freundfʁɔɪ̯nt
vonfɔn
mirmiːɐ̯
,
undʊnt
weissvaɪ̯s
ichɪç
vonfɔn
allesˈaləs
.
FÜRST
Umʊm
sozoː
besserˈbɛsɐ
.
-
Sozoː
werdenˈveːɐ̯dn̩
Sieziː
auchaʊ̯x
einseh
n
-
FERI
Entschuldigenɛntˈʃʊldɪɡn̩
schonʃoːn
,
kerem
,
aberˈaːbɐ
sehzeː
ichɪç
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
einaɪ̯n
.
Wannvan
einmalˈaɪ̯nmaːl
Burschbʊʁʃ
Madelˈmɛːd(ə)l
gernɡɛʁn
hathat
,
danndan
mussmʊs
Vaterˈfaːtɐ
nachgebenˈnaːxˌɡeːbn̩
.
FÜRST
Aberˈaːbɐ
manman
kannkan
dochdɔx
schliesslich
nichtnɪçt
vonfɔn
mirmiːɐ̯
verlangenfɛɐ̯ˈlaŋən
,
dassdas
ichɪç
eineˈaɪ̯nə
Chansonetteʃɑ̃soˈnɛtə
zurt͡suːɐ̯
Schwiegertochterˈʃviːɡɐˌtɔxtɐ
nehmeˈneːmə
!
FERI
Warumvaˈʁʊm
nichtnɪçt
,
bitteˈbɪtə
?
Ichɪç
selbstzɛlpst
,
bitteˈbɪtə
,
binbɪn
dochdɔx
auchaʊ̯x
Edelmannˈeːdl̩ˌman
undʊnt
hätt
mirmiːɐ̯
alleˈalə
Fingerˈfɪŋɐ
abgeschlecktˈapˌʃlɛkn̩
,
wennvɛn
ichɪç
bekommenbəˈkɔmən
hätt
diedaɪ
Kupferˈkʊp͡fɐ
Hilda
vonfɔn
Orpheum
iniˈʔɛn
Miskolcz
,
wieviː
sieziː
Witweˈvɪtvə
warvaːɐ̯
,
isiːs
mirmiːɐ̯
wiederˈviːdɐ
derdeːɐ̯
Grafɡʁaːf
Zentler
Geza
zuvorgekomment͡suˈfoːɐ̯ɡəˌkɔmən
.
entgeistert:
FÜRST
Wasvas
sagenˈzaːɡn̩
Sieziː
dadaː
?
Diedaɪ
Witweˈvɪtvə
desdɛs
Grafenˈɡʁaːfn̩
Zentler
?
Irrenˈɪʁən
Sieziː
sichzɪç
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
?
FERI
Aberˈaːbɐ
neinnaɪ̯n
!
Zieht sein Portefeuille:
FERI
Dasdas
isiːs
sieziː
!
Tragtʁaːk
ichɪç
nochnɔx
Bildbɪlt
vonfɔn
ihriːɐ̯
-
iniˈʔɛn
alleˈalə
Ehrenˈeːʁən
.
Zeigt das Bild dem Fürsten, der es in die Hand nimmt.
wankt, beiseite:
FÜRST
Meineˈmaɪ̯nə
Fraufʁaʊ̯
!
Eineˈaɪ̯nə
Chansonetteʃɑ̃soˈnɛtə
!!
FERI
Wasvas
istɪst
Ihnenˈiːnən
?
Kennenˈkɛnən
Sieziː
sieziː
?
FÜRST
Neinnaɪ̯n
,
neinnaɪ̯n
-
mirmiːɐ̯
istɪst
nurnuːɐ̯
aufaʊ̯f
einmalˈaɪ̯nmaːl
sozoː
-
würgend:
FÜRST
Einaɪ̯n
bisschenˈbɪsçən
Luftlʊft
-
aufgeregt:
FÜRST
Wovoː
istɪst
meinmaɪ̯n
Sohnzoːn
,
wovoː
istɪst
Edwin
?
aufspringend:
FÜRST
Gutɡuːt
,
dassdas
duduː
dadaː
bistbɪst
,
Ichɪç
habeˈhaːbə
mitmɪt
dirdiːɐ̯
zut͡suː
sprechenˈʃpʁɛçn̩
.
erblickt Feri, beiseite
FÜRST
O
meinmaɪ̯n
Gottɡɔt
,
Feri
!
beiseite:
FERI
Hilda
?
zum Fürsten:
FERI
Fraufʁaʊ̯
Gemahlinɡəˈmaːlɪn
,
nichtnɪçt
wahrvaːɐ̯
?
Erlaubeɛɐ̯ˈlaʊ̯bə
michmɪç
vorzustellenˈfoːɐ̯t͡suˌʃtɛlən
:
Ferencz
Ritterˈʁɪtɐ
Kerekes
vonfɔn
Ferlsö-Mezötur
undʊnt
Also-Kirishaza
.
Ichɪç
schätzeˈʃɛt͡sə
michmɪç
glücklichˈɡlʏklɪç
diedaɪ
Bekanntschaftbəˈkantʃaft
vonfɔn
Euerˈɔɪ̯ɐ
Hochgeburt
zut͡suː
machenˈmaxn̩
!
Im Abgehen mit enttäuschtem Blick auf die Fürstin:
FERI
Jaj
mamam
!
Ab.
FÜRST
Gottseidankɡɔtzaɪ̯ ˈdaŋk
,
ereːɐ̯
hathat
sieziː
nichtnɪçt
erkanntɛɐ̯ˈkant
!
Stasiˈʃtaːzi
wartetˈvaʁtət
untenˈʊntn̩
mitmɪt
demdeːm
Grafenˈɡʁaːfn̩
.
-
Wasvas
machstmaxst
duduː
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
Gesichtɡəˈzɪçt
?
Wasvas
gibtɡiːpt
eseːs
denndɛn
?
Wasvas
eseːs
gibtɡiːpt
?
Sich zu ihr neigend, mit finsterem Gesicht:
FÜRST
Ichɪç
sageˈzaːɡə
nichtsnɪçt͡s
alsals
:
Orpheum
iniˈʔɛn
Miskolcz
!
erschrocken:
FÜRST
O
meinmaɪ̯n
Gottɡɔt
!
Alsoˈalzo
wahrvaːɐ̯
?
Ichɪç
habeˈhaːbə
diedaɪ
Primadonnapʁimaˈdɔna
vonfɔn
Miskolcz
geheiratetɡəˈhaɪ̯ʁaːtət
!
Jetztjɛt͡st
verstehefɛɐ̯ˈʃteːə
ichɪç
Edwin
,
derdeːɐ̯
Burschbʊʁʃ
kannkan
jajaː
garɡaːɐ̯
nichtnɪçt
andersˈandɐs
!
Ereːɐ̯
istɪst
erblichɛɐ̯ˈblɪç
belastetbəˈlastət
!
Leopoldˈleːopɔlt
Mariamaˈʁiːa
!
Ichɪç
gebeˈɡeːbə
jedenˈjeːdn̩
Widerstandˈviːdɐˌʃtant
aufaʊ̯f
.
Zweit͡svaɪ̯
Chansonetten
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Familiefaˈmiːli̯ə
,
meinmaɪ̯n
Stammbaumˈʃtamˌbaʊ̯m
zerfälltt͡sɛɐ̯ˈfɛlt
iniˈʔɛn
lauterˈlaʊ̯tɐ
Brettl
!
Leopoldˈleːopɔlt
Mariamaˈʁiːa
!
gebieterisch
FÜRST
Miskolcz
!
!
Beide ab. Die Fürstin voraus mit gesenktem Kopf, Fürst mit ausgestrecktem Arm auf die Tür zeigend hinter ihr.
STASI
Dasdas
istɪst
eineˈaɪ̯nə
Nachtnaxt
!
Anaːˈʔɛn
diedaɪ
werdveːɐ̯t
ichɪç
denkenˈdɛŋkn̩
!
selig:
BONI
Ichɪç
auchaʊ̯x
.
Eseːs
istɪst
diedaɪ
glücklichsteˈɡlʏklɪçstə
meinesˈmaɪ̯nəs
Lebensˈleːbn̩s
!
Sie verliebt anblickend
BONI
Vorläufigˈfoːɐ̯lɔɪ̯fɪk
!
lachend:
STASI
Sindzɪnt
Sieziː
aberˈaːbɐ
komischˈkoːmɪʃ
!
BONI
Damitdaˈmɪt
isiːs
ausaʊ̯s
,
bitteˈbɪtə
.
Jetztjɛt͡st
kommtkɔmt
Ernstɛʁnst
desdɛs
Lebensˈleːbn̩s
.
STASI
Neinnaɪ̯n
,
bleibenˈblaɪ̯bm̩
Sieziː
nurnuːɐ̯
wieviː
Sieziː
sindzɪnt
!
BONI
Iniˈʔɛn
Allemˈaləm
?
STASI
Iniˈʔɛn
Allemˈaləm
!
BONI
Danndan
erlaubenɛɐ̯ˈlaʊ̯bn̩
schonʃoːn
!
Küsst die ganz Überraschte plötzlich.
STASI
Wasvas
istɪst
denndɛn
dasdas
?
BONI
Habenˈhaːbm̩
Sieziː
gesagtɡəˈzaːkt
,
ichɪç
sollzɔl
bleibenˈblaɪ̯bm̩
wieviː
ichɪç
binbɪn
.
Undʊnt
ichɪç
binbɪn
sozoː
.
Wennvɛn
ichɪç
verliebtfɛɐ̯ˈliːpt
binbɪn
,
mussmʊs
ichɪç
busselnˈbʊsl̩n
.
Küsst Sie wieder.
sich schwach wehrend:
STASI
Aufhörenˈaʊ̯fˌhøːʁən
!
BONI
Aberˈaːbɐ
fangfaŋ
ichɪç
jajaː
ersteːɐ̯st
anaːˈʔɛn
!
Stasiˈʃtaːzi
,
Stasikam
,
Brautbʁaʊ̯t
süsseˈzyːsə
,
liebeˈliːbə
einzigeˈaɪ̯nt͡sɪɡə
,
sagzaːk
mirmiːɐ̯
:
Wannvan
machenˈmaxn̩
wirviːɐ̯
Hochzeitˈhoːxˌt͡saɪ̯t
?
STASI
Nichtnɪçt
eherˈeːɐ
,
bisbɪs
Sylva
undʊnt
Edwin
vereintfɛɐ̯ˈʔaɪ̯nt
sindzɪnt
,
dasdas
istɪst
meineˈmaɪ̯nə
Bedingungbəˈdɪŋʊŋ
.
BONI
Bitteˈbɪtə
,
dasdas
überlassenˈyːbɐˌlasn̩
Sieziː
mirmiːɐ̯
!
Imiˈʔɛm
Vereinenfɛɐ̯ˈʔaɪ̯nən
vonfɔn
Liebendenˈliːbn̩dən
binbɪn
ichɪç
Fachmannˈfaxˌman
.
Nochnɔx
heuteˈhɔɪ̯tə
Nachtnaxt
bringeˈbʁɪŋə
ichɪç
diedaɪ
Sacheˈzaxə
iniˈʔɛn
Ordnungˈɔʁdnʊŋ
.
STASI
Wieviː
werdenˈveːɐ̯dn̩
Sieziː
dasdas
anfangenˈanˌfaŋən
?
BONI
Dasdas
istɪst
meinmaɪ̯n
Geheimnisɡəˈhaɪ̯mnɪs
.
Bitteˈbɪtə
,
betrachtenbəˈtʁaxtn̩
Sieziː
sichzɪç
schonʃoːn
alsals
mitmɪt
mirmiːɐ̯
verheiratetfɛɐ̯ˈhaɪ̯ʁaːtət
.
Küsst sie.
STASI
Aberˈaːbɐ
Boniˈboːni
!
Wehrt sich.
BONI
Comtessekɔmˈtɛs
,
ichɪç
liebeˈliːbə
sieziː
.
STASI
Undʊnt
wennvɛn
ichɪç
sieziː
nichtnɪçt
sozoː
liebenˈliːbn̩
sollteˈzɔltə
BONI
Eseːs
machtmaxt
nichtsnɪçt͡s
.
Meineˈmaɪ̯nə
Liebeˈliːbə
istɪst
genugɡəˈnuːk
fürfyːɐ̯
beideˈbaɪ̯də
.
Nr. 15: Reminiszenz
BONI
Mädelˈmɛːdl̩
guckɡʊk
:
Ichɪç
habhaːp
nochnɔx
nichtnɪçt
genugɡəˈnuːk
!
Eseːs
istɪst
nochnɔx
-
langlaŋ
nichtnɪçt
Schlussʃlʊs
Gibɡiːp
mirmiːɐ̯
schnellʃnɛl
-
nochnɔx
nennən
Kusskʊs
Mädelˈmɛːdl̩
schauʃaʊ̯
:
Baldbalt
sindzɪnt
wirviːɐ̯
-
Mannman
undʊnt
Fraufʁaʊ̯
-
Und da nimmt man’ s nicht so genau.
STASI
Nichtnɪçt
sozoː
stürmischˈʃtʏʁmɪʃ
,
nurnuːɐ̯
hübschhʏpʃ
parlandopaʁˈlando
!
Glaubɡlaʊ̯p
’,
dassdas
Dirdiːɐ̯
dasdas
schonʃoːn
passenˈpasn̩
möcht
-
Kommstkɔmst
Duduː
einmalˈaɪ̯nmaːl
ersteːɐ̯st
,
Freundchenfrɔʏ̯nt
,
unterˈʊntɐ
meinmaɪ̯n
Kommandokɔˈmando
,
Burscherl
,
danndan
gehtɡeːt
s
Dirdiːɐ̯
schlechtʃlɛçt
!
BEIDE
Dasdas
istɪst
diedaɪ
Liebeˈliːbə
.
Diedaɪ
dummeˈdʊmə
Liebeˈliːbə
!
Diedaɪ
machtmaxt
dasdas
Männchenˈmɛnçən
(
Weibchenˈvaɪ̯pçən
)
wieviː
dendeːn
Auerhahnˈaʊ̯ɐˌhaːn
sozoː
blindblɪnt
!
Ersteːɐ̯st
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Eheˈeːə
,
Sozoː
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Näheˈnɛːə
,
Dadaː
merktmɛʁkt
manman
,
dassdas
diedaɪ
Männchenˈmɛnçən
Schwindler-
(
Weibchenˈvaɪ̯pçən
Drachenˈdʁaxn̩
)
sindzɪnt
!
Beide ab.
ELFTE SZENE.
Nach der Reminiszenz
eilig:
BONI
Sylva
kommtkɔmt
!
Jetztjɛt͡st
machmax
ichɪç
meinenˈmaɪ̯nn̩
Schwindelˈʃvɪndl̩
vorfoːɐ̯
.
Setzt sich zum Telefon, ohne zu klingeln
BONI
Hallohaˈloː
?
Bistbɪst
duduː
s
Edwin
?
Hierhiːɐ̯
Boniˈboːni
!
Warumvaˈʁʊm
zitterstˈt͡sɪtɐst
duduː
sozoː
mitmɪt
Stimmeˈʃtɪmə
?
Duduː
siehstziːst
jajaː
ganzɡant͡s
blassblas
ausaʊ̯s
!
ist schon einen Moment früher erschienen, hinter ihr der Groom
SYLVA
Jajaː
,
jajaː
,
zumt͡sʊm
nächstenˈnɛːçstən
Zugt͡suːk
!
Groom verbeugt sich, ab. Sylva bleibt stehen und hört Boni zu, der sich stellt, als ob er sie nicht bemerkt hätte.
BONI
Edwin
,
wasvas
sagstzaːkst
duduː
?
Ichɪç
bitteˈbɪtə
dichdɪç
,
machmax
keineˈkaɪ̯nə
Dummheitenˈdʊmhaɪ̯tn̩
!
Eseːs
kannkan
jajaː
nochnɔx
allesˈaləs
gutɡuːt
werdenˈveːɐ̯dn̩
.
Wasvas
sagstzaːkst
duduː
?
Kannstkanst
ohneˈoːnə
Sylva
nichtnɪçt
lebenˈleːbm̩
?
Aufschreiend
BONI
Bitteˈbɪtə
,
gibɡiːp
Revolverʁeˈvɔlvɐ
wegveːk
!
wankend, sich am Stuhl haltend:
SYLVA
O
meinmaɪ̯n
Gottɡɔt
!
fortfahrend
BONI
Ichɪç
bitteˈbɪtə
dichdɪç
,
ichɪç
beschwörebəˈʃvøːʁə
dichdɪç
,
gibɡiːp
Revolverʁeˈvɔlvɐ
wegveːk
!
Iniˈʔɛn
sozoː
jungenˈjʊŋən
Jahrenˈjaːʁən
-
bistbɪst
jajaː
nochnɔx
Knospeˈknɔspə
!
Kannstkanst
jajaː
nochnɔx
spriessenˈʃpʁiːsən
!
Aufschreiend, sich die Haare verwirrend
BONI
Haha
!
Wartvaʁt
dochdɔx
nochnɔx
!
Nochnɔx
nichtnɪçt
!
Schiessˈʃiːsn̩
nichtnɪçt
!
die in steigender Erregung zugehört hat, stürzt auf Boni zu:
SYLVA
Lasslas
michmɪç
mitmɪt
ihmiːm
sprechenˈʃpʁɛçn̩
!
Will ihm das Hörrohr aus der Hand reissen.
es krampfhaft festhaltend:
BONI
Wegveːk
dadaː
!
Stösst sie zurück
BONI
Einaɪ̯n
Menschenlebenˈmɛnʃn̩ˌleːbn̩
stehtʃteːt
aufaʊ̯f
demdeːm
Spielʃpiːl
!
Erscheint im Hintergrund, von beiden unbemerkt, hört erstaunt zu.
telefoniert weiter
BONI
Edwin
,
binbɪn
ichɪç
deindaɪ̯n
Freind
?
Aufschreiend
BONI
Ereːɐ̯
zieltt͡siːlt
aufaʊ̯f
michmɪç
!
Edwin
,
Sylva
istɪst
dadaː
,
sieziː
lasstlast
dirdiːɐ̯
sagenˈzaːɡn̩
-
Zu Sylva in natürlichstem Ton:
BONI
Wasvas
lasstlast
duduː
ihmiːm
sagenˈzaːɡn̩
?
mit ehrlichster Empfindung:
SYLVA
Dassdas
ichɪç
ihniːn
liebeˈliːbə
,
dassdas
ichɪç
seinetwegenˈzaɪ̯nətˌveːɡn̩
gekommenɡəˈkɔmən
binbɪn
.
Dassdas
ichɪç
ohneˈoːnə
ihniːn
nichtnɪçt
lebenˈleːbm̩
kannkan
.
Sie wankt.
stürzt auf sie zu, hält sie, Sylva stösst einen Schrei aus.
Edwin fällt ihr zu Füssen, bedeckt ihre Hände mit Küssen.
hat davon gar nichtsbemerkt, telefoniert weiter:
BONI
Sieziː
lässtlɛst
dirdiːɐ̯
sagenˈzaːɡn̩
,
dassdas
ichɪç
dichdɪç
liebeˈliːbə
,
dassdas
sieziː
meinetwegenˈmaɪ̯nətˌveːɡn̩
gekommenɡəˈkɔmən
istɪst
,
dassdas
duduː
ohneˈoːnə
michmɪç
nichtnɪçt
lebenˈleːbm̩
kannstkanst
!
Schiessˈʃiːsn̩
nichtnɪçt
!
Wasvas
sollzɔl
ichɪç
ihriːɐ̯
sagenˈzaːɡn̩
?
Wasvas
istɪst
deindaɪ̯n
letztesˈlɛt͡stəs
Wortvɔʁt
?
Horcht
EDWIN
Dassdas
ichɪç
sieziː
liebeˈliːbə
,
dassdas
ichɪç
ohneˈoːnə
sieziː
nichtnɪçt
lebenˈleːbm̩
kannkan
.
BONI
Dankeˈdaŋkə
,
Schlussʃlʊs
.
Dreht sich um, beim Anblick Edwins schreit er auf
BONI
Derdeːɐ̯
seligeˈzeːˌlɪɡə
Edwin
!
ZWÖLFTE SZENE
STASI
Nunnuːn
?
stolz:
BONI
Meinmaɪ̯n
Werkvɛʁk
!
Zeigt auf Sylva und Edwin
BONI
Wannvan
machenˈmaxn̩
wirviːɐ̯
Hochzeitˈhoːxˌt͡saɪ̯t
?
STASI
Wannvan
duduː
willstvɪlst
!
Umarmung.
ALLE VIER
Tausendˈtaʊ̯zn̩də
kleineˈklaɪ̯nə
Engleinˈɛŋl̩
singenˈzɪŋən
….
usw.
V o r h a n g
Text
Tools