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Humperdinck, Engelbert · opera

Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel Humperdinck, Engelbert · opera
Humperdinck, Engelbert

Hänsel und Gretel

Full Libretto
Source
ERSTES BILD
GRETEL
Suse
,
liebeˈliːbə
Suse
,
wasvas
rascheltˈʁaʃl̩t
imiˈʔɛm
Strohʃtʁoː
?
Diedaɪ
Gänseˈɡɛnzə
gehenˈɡeːən
barfuss
undʊnt
habenˈhaːbm̩
keinkaɪ̯n
Schuhʃuː
Derdeːɐ̯
Schusterˈʃuːstɐ
hat's
Lederˈleːdɐ
,
keinkaɪ̯n
Leistenˈlaɪ̯stn̩
dazudaˈt͡suː
,
drumdʁʊm
kannkan
ereːɐ̯
dendeːn
Gänsleinˈɡɛnslaɪ̯n
auchaʊ̯x
machenˈmaxn̩
kein'
unterbrechend
HÄNSEL
Eiaɪ̯
,
sozoː
geh'n
sieziː
halthalt
barfuss
!
fortfahrend
GRETEL
...
Schuhʃuː
!
HÄNSEL
Eiaˈaɪ̯a
popeia
,
dasdas
istɪst
eineˈaɪ̯nə
Notnoːt
!
Werveːɐ̯
schenktʃɛŋkt
mirmiːɐ̯
einenˈaɪ̯nən
Dreierˈdʁaɪ̯ɐ
zut͡suː
Zuckerˈt͡sʊkɐ
undʊnt
Brotbʁoːt
?
Verkauffɛɐ̯ˈkaʊ̯f
ichɪç
meinmaɪ̯n
Bettleinbɛt
undʊnt
leg'
michmɪç
aufsaʊ̯fs
Strohʃtʁoː
,
stichtʃtɪçt
michmɪç
keineˈkaɪ̯nə
Federˈfeːdɐ
undʊnt
beisstˈbaɪ̯sən
michmɪç
keinkaɪ̯n
...
unterbrechend
GRETEL
Eiaɪ̯
,
wieviː
beisstˈbaɪ̯sən
michmɪç
derdeːɐ̯
Hungerˈhʊŋɐ
!
fortfahrend
HÄNSEL
...
Flohfloː
!
Er wirft seine Arbeit hin und steht auf)
HÄNSEL
Achax
,
käm'
dochdɔx
diedaɪ
Mutterˈmʊtɐ
nunnuːn
endlichˈɛntlɪç
nachnaːx
Haushaʊ̯s
!
erhebt sich
GRETEL
Achax
jajaː
,
auchaʊ̯x
ichɪç
halt's
kaumkaʊ̯m
nochnɔx
vorfoːɐ̯
Hungerˈhʊŋɐ
ausaʊ̯s
!
HÄNSEL
Seitzaɪ̯t
Wochenˈvɔxn̩
nichtsnɪçt͡s
alsals
trockenˈtʁɔkn̩
Brotbʁoːt
;
istɪst
dasdas
einaɪ̯n
Elendˈeːlɛnt
!
Potzpɔt͡s
schwereˈʃveːʁə
Notnoːt
!
GRETEL
Stillʃtɪl
,
Hänselˈhɛnzl̩
,
denkdɛŋk
darandaˈʁan
,
wasvas
Vaterˈfaːtɐ
sagtzaːkt
,
wennvɛn
Mutterˈmʊtɐ
manchmalˈmançmaːl
sozoː
verzagtfɛɐ̯ˈt͡saːkt
:
"
Wennvɛn
diedaɪ
Notnoːt
aufsaʊ̯fs
höchsteˈhøːçstə
steigtʃtaɪ̯kt
,
Gottɡɔt
derdeːɐ̯
Herrhɛʁ
diedaɪ
Handhant
euchɔɪ̯ç
reichtʁaɪ̯çt
!"
HÄNSEL
Jawohljaˈvoːl
,
dasdas
klingtklɪŋt
rechtʁɛçt
schönʃøːn
undʊnt
glattɡlat
.
aberˈaːbɐ
leiderˈlaɪ̯dɐ
wirdvɪʁt
manman
davondaˈfɔn
nichtnɪçt
sattzat
!
Achax
,
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
wieviː
langlaŋ
ist's
dochdɔx
schonʃoːn
herheːɐ̯
,
dassdas
wirviːɐ̯
nichtsnɪçt͡s
Gut's
geschmauset
mehrmeːɐ̯
Eierfladen
undʊnt
Butterwecken
,
kaumkaʊ̯m
weissvaɪ̯s
ichɪç
nochnɔx
,
wieviː
diedaɪ
tuntjuːn
schmeckenˈʃmɛkn̩
.
Achax
,
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
ichɪç
wollt'
.
.
.
hält ihm den Mund zu
GRETEL
Stillʃtɪl
,
nichtnɪçt
verdriesslich
seinzaɪ̯n
!
Geduldeɡəˈdʊldə
dichdɪç
feinfaɪ̯n
,
siehziː
freundlichˈfʁɔɪ̯ntlɪç
dreindʁaɪ̯n
!
Diesdaɪs
langeˈlaŋə
Gesichtɡəˈzɪçt
-
Hu[haːˈʔuː]
,
welcherˈvɛlçɐ
Grausɡʁaʊ̯s
!
Siehstziːst
jajaː
wieviː
derdeːɐ̯
leibhaftigelaɪ̯pˈhaftɪɡə
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
ausaʊ̯s
!
Sie nimmt einen Besen zur Hand.
GRETEL
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
fortfoːɐ̯
ausaʊ̯s
demdeːm
Haushaʊ̯s
!
Ichɪç
willvɪl
dichdɪç
lehrenˈleːʁən
,
Herzhɛʁt͡s
zut͡suː
beschwerenbəˈʃveːʁən
,
Sorgenˈzɔʁɡn̩
zut͡suː
mehrenˈmeːʁən
,
Freudenˈfʁɔɪ̯dn̩
zut͡suː
wehrenˈveːʁən
!
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
,
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
,
gräulicherˈɡʁɔɪ̯lɪçɐ
Wichtvɪçt
,
griesiges
,
grämiges
Galgengesicht
.
Packeˈpakə
dichdɪç
,
trolleˈtʁɔlə
dichdɪç
,
schäbigerˈʃɛːbɪɡɐ
Wichtvɪçt
!
griesiges
,
grämiges
Galgengesicht
,
packeˈpakə
dichdɪç
,
trolleˈtʁɔlə
dichdɪç
,
schäbigerˈʃɛːbɪɡɐ
Wichtvɪçt
!
fasst mit an den Besen
HÄNSEL
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
hinaushɪˈnaʊ̯s
!
GRETEL
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
hinaushɪˈnaʊ̯s
!
HÄNSEL
Halt's
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
ausaʊ̯s
!
GRETEL
Fortfoːɐ̯
ausaʊ̯s
demdeːm
Haushaʊ̯s
!
HÄNSEL
Immerˈɪmɐ
michmɪç
GRETEL
Knurrtknʊʁt
auchaʊ̯x
derdeːɐ̯
Magenˈmaːɡn̩
,
werdveːɐ̯t
nichtnɪçt
verzagenfɛɐ̯ˈt͡saːɡn̩
,
nichtnɪçt
darnachdaʁˈnaːx
fragenˈfʁaːɡn̩
,
schnellʃnɛl
dichdɪç
verjagenfɛɐ̯ˈjaːɡn̩
!
HÄNSEL
plagenˈplaːɡn̩
,
Hungertuchˈhʊŋɐˌtuːx
benagenbəˈnaːɡn̩
!
Mussmʊs
jajaː
verzagenfɛɐ̯ˈt͡saːɡn̩
,
kann's
nichtnɪçt
vertragenfɛɐ̯ˈtʁaːɡn̩
!
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
BEIDE
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
,
Griesgramˈɡʁiːsˌɡʁaːm
,
gräulicherˈɡʁɔɪ̯lɪçɐ
Wichtvɪçt
Griesiges
,
grämiges
Galgengesicht
,
packeˈpakə
dichdɪç
,
trolleˈtʁɔlə
dichdɪç
GRETEL
schäbigerˈʃɛːbɪɡɐ
Wichtvɪçt
HÄNSEL
duduː
Wichtvɪçt
!
GRETEL
Sozoː
rechtʁɛçt
!
Undʊnt
willstvɪlst
duduː
nunnuːn
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
klagenˈklaːɡn̩
,
sozoː
willvɪl
ichɪç
dirdiːɐ̯
auchaʊ̯x
einaɪ̯n
Geheimnisɡəˈhaɪ̯mnɪs
sagenˈzaːɡn̩
,
HÄNSEL
Einaɪ̯n
Geheimnisɡəˈhaɪ̯mnɪs
!
Wirdvɪʁt
wohlvoːl
wasvas
Rechtesˈʁɛçtəs
seinzaɪ̯n
!
GRETEL
Jajaː
,
hörhøːɐ̯
nurnuːɐ̯
.
Brüderchenˈbʁyːdɐçən
,
darfstdaʁfst
dichdɪç
schonʃoːn
freu'n
!
Guckɡʊk
herheːɐ̯
iniˈʔɛn
dendeːn
Topftɔp͡f
:
Milchmɪlç
istɪst
darindaˈʁɪn
,
diedaɪ
schenkteˈʃɛŋktə
unsʊns
heuteˈhɔɪ̯tə
diedaɪ
Nachbarinˈnaxbaːʁɪn
.
Diedaɪ
Mutterˈmʊtɐ
kochtkɔxt
unsʊns
,
kehrtkeːɐ̯t
sieziː
nachnaːx
Haushaʊ̯s
,
gewissɡəˈvɪs
einenˈaɪ̯nən
leckerenˈlɛkəʁən
Reisbrei
drausdʁaʊ̯s
.
jubelnd
HÄNSEL
Reisbrei
!
Heihaɪ̯
!
Er tanzt im Zimmer umher
HÄNSEL
Reisbrei
,
Reisbrei
,
herrlicherˈhɛʁlɪçɐ
Breibʁaɪ̯
!
Gibt's
Reisbrei
,
dadaː
istɪst
Hänselˈhɛnzl̩
dabeidaˈbaɪ̯
!
Wieviː
dickdɪk
istɪst
derdeːɐ̯
Rahmʁaːm
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Milchmɪlç
,
lasslas
schmeckenˈʃmɛkn̩
!-
Er leckt den Rahm vom Finger
HÄNSEL
Herrjeminehɛʁˈjeːmine
!
dendeːn
möcht
ichɪç
ganzɡant͡s
verschlecken
!
GRETEL
Wieviː
Hänselˈhɛnzl̩
,
naschenˈnaʃn̩
?
Schämstʃɛːmst
duduː
dichdɪç
nichtnɪçt
?
Sie gibt ihm eins auf die Finger.
GRETEL
Fortfoːɐ̯
mitmɪt
dendeːn
Fingernˈfɪŋɐn
,
duduː
naschhafterˈnaʃhaftɐ
Wichtvɪçt
!
Undʊnt
jetztjɛt͡st
anaːˈʔɛn
diedaɪ
Arbeitˈaʁbaɪ̯t
zurückt͡suˈʁʏk
,
geschwindɡəˈʃvɪnt
!
Dassdas
wirviːɐ̯
beibaɪ̯
Zeitenˈt͡saɪ̯tn̩
fertigˈfɛʁtɪk
sindzɪnt
!
Kommtkɔmt
Mutterˈmʊtɐ
heimhaɪ̯m
undʊnt
wirviːɐ̯
tatenˈtaːtn̩
nichtnɪçt
rechtʁɛçt
,
danndan
weisstvaɪ̯st
duduː
-
geht's
dendeːn
Faulpelzenˈfaʊ̯lˌpɛlt͡sn̩
schlechtʃlɛçt
!
steckt die Hände in die Hosentaschen
HÄNSEL
Arbeitenˈaʁbaɪ̯tn̩
?
Wovoː
denkstdɛŋkst
duduː
hinhɪn
,
danachdaˈnaːx
stehtʃteːt
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
meinmaɪ̯n
Sinnzɪn
.
Immerˈɪmɐ
michmɪç
plagenˈplaːɡn̩
,
fälltfɛlt
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
einaɪ̯n
,
jetztjɛt͡st
lasslas
unsʊns
tanzenˈtant͡sn̩
undʊnt
fröhlichˈfʁøːlɪç
seinzaɪ̯n
.
GRETEL
Tanzenˈtant͡sn̩
!
Tanzenˈtant͡sn̩
!
Dasdas
wär'
auchaʊ̯x
mirmiːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Lustluːst
!
Dazudaˈt͡suː
einaɪ̯n
Liedchenˈliːtçən
ausaʊ̯s
vollerˈfɔlɐ
Brustbʁʊst
.
Wasvas
unsʊns
diedaɪ
Muhmeˈmuːmə
gelehrtɡəˈleːɐ̯t
zut͡suː
singenˈzɪŋən
:
Tanzliedchen
sollzɔl
jetztjɛt͡st
lustigˈlʊstɪk
erklingenɛɐ̯ˈklɪŋən
!
Brüderchenˈbʁyːdɐçən
,
kommkɔm
tanztant͡s
mitmɪt
mirmiːɐ̯
,
beideˈbaɪ̯də
Händchenˈhɛntçən
reich'
ichɪç
dirdiːɐ̯
.
einmalˈaɪ̯nmaːl
hinhɪn
,
einmalˈaɪ̯nmaːl
herheːɐ̯
,
rundʁʊnt
herumhɛˈʁʊm
,
eseːs
istɪst
nichtnɪçt
schwerʃveːɐ̯
!
Hänsel versucht's, jedoch ungeschickt.
HÄNSEL
Tanzenˈtant͡sn̩
sollzɔl
ichɪç
armerˈaʁmɐ
Wichtvɪçt
,
Schwesterchenˈʃvɛstɐçən
,
undʊnt
kannkan
eseːs
nichtnɪçt
.
Darumˈdaːʁʊm
zeigt͡saɪ̯k
mirmiːɐ̯
wieviː
eseːs
Brauchbʁaʊ̯x
,
dassdas
ichɪç
tanzenˈtant͡sn̩
lerneˈlɛʁnə
auchaʊ̯x
.
GRETEL
Mitmɪt
dendeːn
Füsschen
tapptap
tapptap
tapptap
,
mitmɪt
dendeːn
Händchenˈhɛntçən
klappklap
klappklap
klappklap
,
einmalˈaɪ̯nmaːl
hinhɪn
,
einmalˈaɪ̯nmaːl
herheːɐ̯
,
rundʁʊnt
herumhɛˈʁʊm
,
eseːs
istɪst
nichtnɪçt
schwerʃveːɐ̯
!
HÄNSEL
Mitmɪt
dendeːn
Füsschen
usw.
HÄNSEL
'rum
,
eseːs
istɪst
nichtnɪçt
schwer'
GRETEL
Eiaɪ̯
.
dasdas
hasthast
duduː
gutɡuːt
gemachtɡəˈmaxt
!
Eiaɪ̯
,
dasdas
hätt'
ichɪç
nichtnɪçt
gedachtɡəˈdaxt
.
Sehtzeːt
mirmiːɐ̯
dochdɔx
dendeːn
Hänselˈhɛnzl̩
anaːˈʔɛn
,
wieviː
derdeːɐ̯
tanzenˈtant͡sn̩
lernenˈlɛʁnən
kannkan
!
Mitmɪt
demdeːm
Köpfchenˈkœp͡fçən
nicknɪk
nicknɪk
nicknɪk
,
mitmɪt
demdeːm
Fingerchenˈfɪŋɐçən
ticktɪk
ticktɪk
ticktɪk
,
einmalˈaɪ̯nmaːl
hinhɪn
,
einmalˈaɪ̯nmaːl
herheːɐ̯
,
rundʁʊnt
herumhɛˈʁʊm
,
eseːs
istɪst
nichtnɪçt
schwerʃveːɐ̯
HÄNSEL
Mitmɪt
demdeːm
Köpfchenˈkœp͡fçən
usw.
HÄNSEL
'rum
,
eseːs
istɪst
nichtnɪçt
schwer'
GRETEL
Brüderchenˈbʁyːdɐçən
,
nunnuːn
gibɡiːp
malmaːl
achtaxt
,
wasvas
diedaɪ
Gretelˈɡʁeːtl̩
weiterˈvaɪ̯tɐ
machtmaxt
!
Lasslas
unsʊns
Armaʁm
iniˈʔɛn
Armaʁm
verschränkenfɛɐ̯ˈʃʁɛŋkn̩
,
unsreˈʊn.zʁə
Schrittchen[ʃʁɪtʰ]
paarweis
Ienken
!
Kommkɔm
!
Sie fasst Hänsel unter dem Arm
HÄNSEL
Ichɪç
liebeˈliːbə
Tanztant͡s
undʊnt
liebeˈliːbə
Fröhlichkeitˈfʁøːlɪçˌkaɪ̯t
,
binbɪn
nichtnɪçt
gernɡɛʁn
alleinaˈlaɪ̯n
.
BEIDE
Ichɪç
binbɪn
keinkaɪ̯n
Freundfʁɔɪ̯nt
vonfɔn
Leidlaɪ̯t
undʊnt
Traurigkeitˈtʁaʊ̯ʁɪkkaɪ̯t
,
undʊnt
fröhlichˈfʁøːlɪç
willvɪl
ichɪç
seinzaɪ̯n
!
Ichɪç
liebeˈliːbə
Tanztant͡s
usw.
lässt Hänsel fahren, umtanzt ihn…
GRETEL
Tra-la-la
,
ta
lalaː
lalaː
usw.
… und gibt ihm einen Stoss
GRETEL
Dreheˈdʁeːə
dichdɪç
herumhɛˈʁʊm
,
meinmaɪ̯n
lieberˈliːbɐ
Hänselˈhɛnzl̩
.
Drehdr̺eː
dichdɪç
dochdɔx
herumhɛˈʁʊm
,
meinmaɪ̯n
lieberˈliːbɐ
Hanshans
!
Kommkɔm
herheːɐ̯
zut͡suː
mirmiːɐ̯
,
kommkɔm
herheːɐ̯
zut͡suː
mirmiːɐ̯
zumt͡sʊm
Ringelreigentanz
!
HÄNSEL
Gehɡeː
wegveːk
vonfɔn
mirmiːɐ̯
,
gehɡeː
wegveːk
vonfɔn
mirmiːɐ̯
,
ichɪç
binbɪn
derdeːɐ̯
stolzeˈʃtɔlt͡sə
Hanshans
!
Mitmɪt
kleinenˈklaɪ̯nən
Mädchenˈmeːtçən
tanz'
ichɪç
nichtnɪçt
,
dasdas
istɪst
mirmiːɐ̯
vielfiːl
zut͡suː
dummdʊm
!
GRETEL
Gehɡeː
,
stolzerˈʃtɔlt͡sɐ
Hanshans
,
gehɡeː
,
dummerˈdʊmɐ
Hanshans
,
ichɪç
kriegkʁiːk
dichdɪç
dochdɔx
herumhɛˈʁʊm
.
Sie umtanzt Hänsel wie vorhin…
GRETEL
Tra
lalaː
lalaː
,
tra
lalaː
lalaː
usw.
…und gibt ihm einen Stoss.
GRETEL
Dreheˈdʁeːə
dichdɪç
herumhɛˈʁʊm
,
meinmaɪ̯n
Iieber
Hänselˈhɛnzl̩
.
Drehdr̺eː
dichdɪç
dochdɔx
herumhɛˈʁʊm
,
meinmaɪ̯n
lieberˈliːbɐ
Hanshans
!
tanzt um Gretel
HÄNSEL
Tra
lalaː
lalaː
,
tra
lalaː
lalaː
usw.
HÄNSEL
Achax
,
Schwesterleinˈʃvɛstɐ
,
achax
Gretelein
,
duduː
hasthast
imiˈʔɛm
Strumpfʃtʁʊmp͡f
einaɪ̯n
Lochlɔx
!
GRETEL
Achax
,
Brüderleinˈbruːdɐ
,
achax
,
Hänselein
,
duduː
willstvɪlst
michmɪç
hänselnˈhɛnzl̩n
nochnɔx
?
Mitmɪt
bösenˈbøːzn̩
Bubenˈbuːbn̩
tanz'
ichɪç
nichtnɪçt
,
dasdas
wär'
mirmiːɐ̯
vielfiːl
zut͡suː
dummdʊm
!
HÄNSEL
Nichtnɪçt
böseˈbøːzə
seinzaɪ̯n
,
lieb'
Schwesterleinˈʃvɛstɐ
,
ichɪç
krieg'
dichdɪç
dochdɔx
herumhɛˈʁʊm
!
Sie umtanzen sich wie vorhin
jubelnd
GRETEL
Tra
lalaː
lalaː
,
tra
lalaː
lalaː
usw.
GRETEL
Dreheˈdʁeːə
dichdɪç
herumhɛˈʁʊm
usw.
HÄNSEL
Tra
lalaː
lalaː
,
tra
lalaː
lalaː
usw.
BEIDE
Tanztant͡s
lustigˈlʊstɪk
,
heissa
,
lustigˈlʊstɪk
tanztant͡s
.
Lasslas
dich's
nichtnɪçt
gereu'n
!
GRETEL
Undʊnt
istɪst
derdeːɐ̯
Strumpfʃtʁʊmp͡f
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
ganzɡant͡s
HÄNSEL
Undʊnt
istɪst
derdeːɐ̯
Schuhʃuː
auchaʊ̯x
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
ganzɡant͡s
GRETEL
Diedaɪ
Mutterˈmʊtɐ
stricktʃtʁɪkt
dir'n
neu'n
!
HÄNSEL
Derdeːɐ̯
Schusterˈʃuːstɐ
flicktflɪkt
dir'n
neu'n
Tra
lalaː
lalaː
,
tra
lalaː
lalaː
usw.
GRETEL
Drehdr̺eː
dichdɪç
herumhɛˈʁʊm
usw.
HÄNSEL
Tra
lalaː
lalaː
,
tra
lalaː
lalaː
usw.
Dann fassen sie sich bei den Händen…
BEIDE
Tra
lalaː
lalaː
usw.
… und drehen sich immer schneller im Kreise, bis sie schliesslich das Gleichgewicht verlieren und übereinander auf den Boden hinpurzeln. In diesem Augenblicke geht die Türe auf: die Mutter wird sichtbar, worauf die Kínder schnell vom Boden aufspringen.
DIE MUTTER
Hollaˈhɔla
!
GRETEL
Diedaɪ
Mutterˈmʊtɐ
!
HÄNSEL
Himmelˈhɪml̩
,
diedaɪ
Mutterˈmʊtɐ
!
DIE MUTTER
Wasvas
istɪst
dasdas
fürfyːɐ̯
eineˈaɪ̯nə
Geschichteɡəˈʃɪçtə
!
GRETEL
Derdeːɐ̯
Hänselˈhɛnzl̩
...
HÄNSEL
Diedaɪ
Gretelˈɡʁeːtl̩
...
GRETEL
...
ereːɐ̯
wollteˈvɔltə
...
HÄNSEL
...
ichɪç
sollteˈzɔltə
...
Die Mutter tritt herein, schnallt Ihre Kiepe ab und setzt sich nieder.
DIE MUTTER
Wartetˈvaʁtət
,
ihriːɐ̯
ungezogenenˈʊnɡəˌt͡soːɡənən
Wichteˈvɪçtə
!
Nenntnɛnt
ihriːɐ̯
dasdas
Arbeitˈaʁbaɪ̯t
,
johlenˈjoːlən
undʊnt
singenˈzɪŋən
?
wieviː
aufaʊ̯f
derdeːɐ̯
Kirmesˈkɪʁməs
tanzenˈtant͡sn̩
undʊnt
springenˈʃpʁɪŋən
?
Indess
diedaɪ
Elternˈɛltɐn
vomfɔm
frühenˈfʁyːən
Morgenˈmɔʁɡn̩
bisbɪs
iniˈʔɛn
diedaɪ
Nachtnaxt
sichzɪç
mühenˈmyːən
undʊnt
sorgenˈzɔʁɡn̩
,
Sie gibt Hänsel einen Puff.
DIE MUTTER
Dassdas
dichdɪç
!
Lasstlast
sehnzeːn
,
wasvas
habthaːpt
ihriːɐ̯
beschicktbəˈʃɪkt
?
Sich umwendend.
DIE MUTTER
Wieviː
,
Gretelˈɡʁeːtl̩
?
dendeːn
Strumpfʃtʁʊmp͡f
nichtnɪçt
fertigˈfɛʁtɪk
gestricktɡəˈʃtʁɪkt
?
Undʊnt
duduː
,
duduː
Schlingelˈʃlɪŋl̩
,
iniˈʔɛn
all'
dendeːn
Stundenˈʃtʊndn̩
nichtnɪçt
malmaːl
diedaɪ
wenigenˈveːnɪɡn̩
Besenˈbeːzn̩
gebundenɡəˈbʊndn̩
?
Ihriːɐ̯
unnützesˈʊnˌnʏt͡səs
Volkfɔlk
,
dendeːn
Stockʃtɔk
willvɪl
ichɪç
holenˈhoːlən
undʊnt
euchɔɪ̯ç
dendeːn
Faulpelzˈfaʊ̯lˌpɛlt͡s
weidlichˈvaɪ̯tlɪç
versohlenfɛɐ̯ˈzoːlən
!
In ihrem Eifer hinter den Kindern her, stösst sie den Milchtopf vom Tisch, so dass er klirrend zu Boden fällt.
DIE MUTTER
Jessesˈjɛsəs
!
nunnuːn
auchaʊ̯x
dendeːn
Topftɔp͡f
nochnɔx
zerbrochent͡sɛɐ̯ˈbʁɔxn̩
!
weinend
DIE MUTTER
Wasvas
nunnuːn
zumt͡sʊm
Abendˈaːbm̩t
kochenˈkɔxn̩
?
Sie besieht sich ihren mit Milch begossenen Rock, Hänsel kichert verstohlen.
DIE MUTTER
Wasvas
!
Bengelˈbɛŋl̩
,
lachstlaxst
michmɪç
nochnɔx
ausaʊ̯s
?
Mit dem Stock hinter Hänsel her, der zur offenen Türe hinausrennt.
DIE MUTTER
Wartvaʁt
,
kommtkɔmt
nurnuːɐ̯
derdeːɐ̯
Vaterˈfaːtɐ
nachnaːx
Haushaʊ̯s
!
Mit plötzlicher Heftigkeit einen Korb von der Wand nehmend und ihn Gretel in die Hand drängend.
DIE MUTTER
Marschmaʁʃ
!
Fortfoːɐ̯
iniˈʔɛn
dendeːn
Waldvalt
Dortdɔʁt
suchtzuːxt
mirmiːɐ̯
Erdbeerenˈeːɐ̯tˌbeːʁən
!
Wirdvɪʁt
eseːs
baldbalt
?
Undʊnt
bringtbʁɪŋt
ihriːɐ̯
dendeːn
Korbkɔʁp
nichtnɪçt
vollfɔl
bisbɪs
zumt͡sʊm
Randʁant
,
sozoː
hau'
ichɪç
euchɔɪ̯ç
,
dassdas
ihriːɐ̯
fliegtfliːkt
anaːˈʔɛn
diedaɪ
Wandvant
!
Die Kinder laufen in den Wald. Die Mutter setzt sich erschöpft an den Tisch.
DIE MUTTER
Dadaː
liegtliːkt
nunnuːn
derdeːɐ̯
guteˈɡuːtə
Topftɔp͡f
iniˈʔɛn
Scherbenˈʃɛʁbn̩
!
Jajaː
,
blinderˈblɪndɐ
Eiferˈaɪ̯fɐ
bringtbʁɪŋt
immerˈɪmɐ
Verderbenfɛɐ̯ˈdɛʁbn̩
!
Sie ringt die Hände.
DIE MUTTER
Herrhɛʁ
Gottɡɔt
,
wirfvɪʁf
Geldɡɛlt
herabhɛˈʁap
!
Schluchzend.
DIE MUTTER
Nichtsnɪçt͡s
hab'
ichɪç
zut͡suː
lebenˈleːbm̩
,
keinkaɪ̯n
Krümmchen
dendeːn
Würmernˈvʏʁmɐn
zut͡suː
essenˈɛsn̩
zut͡suː
gebenˈɡeːbm̩
!
Keinkaɪ̯n
Tröpfchenˈtʁœp͡fçən
imiˈʔɛm
Topfeˈtɔp͡fə
,
keinkaɪ̯n
Krüstchenˈkʁʊstə
imiˈʔɛm
Schrankʃʁaŋk
,
schonʃoːn
langeˈlaŋə
nurnuːɐ̯
Wasserˈvasɐ
zumt͡sʊm
Tranktʁaŋk
!
Sie stützt den Kopf mit der Hand.
DIE MUTTER
Müdeˈmyːdə
binbɪn
ichɪç
,
müdeˈmyːdə
zumt͡sʊm
Sterbenˈʃtɛʁbn̩
!
Herrgottˈhɛʁɡɔt
,
wirfvɪʁf
Geldɡɛlt
herabhɛˈʁap
!
Sie legt den Kopf auf den Arm und schläft ein.
Man hört eine Stimme von weitem.
DIE MUTTER
STIMMEˈʃtɪmə
desdɛs
VATERSˈfaːtɐs
Ra-la-la-la
,
ra-la-la-la
,
heissa
Mutterˈmʊtɐ
,
ichɪç
binbɪn
dadaː
!
bringeˈbʁɪŋə
Glückɡlʏk
undʊnt
Gloriaˈɡloːʁia
!
Etwas näher
DIE MUTTER
Achax
,
wirviːɐ̯
armenˈaʁmən
,
armenˈaʁmən
Leuteˈlɔɪ̯tə
,
alleˈalə
Tageˈtaːɡə
sozoː
wieviː
heuteˈhɔɪ̯tə
:
Iniˈʔɛn
demdeːm
Beutelˈbɔɪ̯tl̩
einaɪ̯n
grossesˈɡʁɔsəs
Lochlɔx
,
undʊnt
imiˈʔɛm
Magenˈmaːɡn̩
einaɪ̯n
gröss'res
nochnɔx
.
Ral-la-la-la
,
ra-la-la-la
,
Hungerˈhʊŋɐ
istɪst
derdeːɐ̯
besteˈbɛstə
Kochkɔx
!
Ral-la-la-la
,
ra-la-la-la
,
Hungerˈhʊŋɐ
istɪst
derdeːɐ̯
besteˈbɛstə
Kochkɔx
!
Am Fenster wird der Kopf des Besenbinders sichtbar, welcher während des Folgenden in angeheitertem Zustand, mit einem Kober auf dem Rücken, in die Stube tritt.
DIE MUTTER
Jajaː
,
ihriːɐ̯
Reichenˈʁaɪ̯çn̩
könntkœnt
euchɔɪ̯ç
labenˈlaːbn̩
,
wirviːɐ̯
,
diedaɪ
nichtsnɪçt͡s
zut͡suː
essenˈɛsn̩
habenˈhaːbm̩
,
nagenˈnaːɡn̩
achax
,
diedaɪ
ganzeˈɡant͡sə
Woch'
,
siebenˈziːbm̩
Tag'
anaːˈʔɛn
einemˈaɪ̯nəm
Knoch'
!
Ral-la-la-la
usw.
DIE MUTTER
Jajaː
,
jajaː
,
derdeːɐ̯
Hungerˈhʊŋɐ
kochtkɔxt
schonʃoːn
gutɡuːt
,
sofernzoˈfɛʁn
ereːɐ̯
kommandierenkɔmanˈdiːʁən
tuttuːt
;
alleinaˈlaɪ̯n
,
wasvas
nütztnʏt͡st
derdeːɐ̯
Kommandör
,
fehltfeːlt
auchaʊ̯x
imiˈʔɛm
Topftɔp͡f
diedaɪ
Zubehörˈt͡suːbəˌhøːɐ̯
?
Ra-la-la-la
,
ral-la-la-la
,
Kümmelˈkʏml̩
istɪst
meinmaɪ̯n
Leiblikör
!
Ral-la-ia-la-la
,
ral-la-la-la
,
Schwankt tänzelnd zu der Schlafenden und gibt ihr einen derben Schmatz.
DIE MUTTER
Mutterˈmʊtɐ
,
schauʃaʊ̯
,
wasvas
ichɪç
bescher'
!
reibt sich die Augen
DIE MUTTER
Hohoː
hohoː
!
Werveːɐ̯
speck-
specktakelt
mirmiːɐ̯
dadaː
imiˈʔɛm
Haushaʊ̯s
undʊnt
ral-la-la-lakelt
ausaʊ̯s
'm
Schlafʃlaːf
michmɪç
heraushɛˈʁaʊ̯s
?
DER VATER
I
wovoː
!
Dasdas
tolleˈtɔlə
Tiertiːɐ̯
imiˈʔɛm
Magenˈmaːɡn̩
hierhiːɐ̯
,
dasdas
bellteˈbɛltə
sozoː
,
dasdas
glaubeˈɡlaʊ̯bə
mirmiːɐ̯
!
Ra-la-la-la
,
ral-la-la-la
,
Hungerˈhʊŋɐ
istɪst
einaɪ̯n
tollesˈtɔləs
Tiertiːɐ̯
!
Ra-la-la-la
,
ral-la-la-la
,
beisstˈbaɪ̯sən
undʊnt
kratztkʁat͡st
,
dasdas
glaubeˈɡlaʊ̯bə
mirmiːɐ̯
!
DIE MUTTER
Sozoː
,
sozoː
!
Dasdas
tolleˈtɔlə
Tiertiːɐ̯
,
eseːs
istɪst
wohlvoːl
schierˈʃiːɐ
starkʃtaʁk
angezecht
,
dasdas
glaubeˈɡlaʊ̯bə
mirmiːɐ̯
!
DER VATER
Nunnuːn
jajaː
!
's
warvaːɐ̯
heut'
einaɪ̯n
heitererˈhaɪ̯təʁɐ
Tagtaːk
,
fandstfant͡st
duduː
nichtnɪçt
auchaʊ̯x
,
lieb'
Weibvaɪ̯p
?
Er will sie küssen.
stösst ihn ärgerlich von sich
DIE MUTTER
Achax
gehɡeː
!
Duduː
weisstvaɪ̯st
,
nichtnɪçt
leidenˈlaɪ̯dn̩
magmaːk
ichɪç
Wirtshaus-Zeitvertreib
!
DER VATER
Auchaʊ̯x
gutɡuːt
!
Er wendet sich zu seinem Kober.
DER VATER
Sozoː
seh'n
wirviːɐ̯
,
wenn's
beliebtbəˈliːpt
,
wasvas
eseːs
fürfyːɐ̯
heut'
zut͡suː
schmausenˈʃmaʊ̯zn̩
gibtɡiːpt
!
DIE MUTTER
Höchsthøːçst
einfachˈaɪ̯nfax
istɪst
dasdas
Speisregister
,
derdeːɐ̯
Abendschmaus
,
zumt͡sʊm
Henkerˈhɛŋkɐ
istɪst
ereːɐ̯
!
Tellerˈtɛlɐ
leerleːɐ̯
,
Kellerˈkɛlɐ
leerleːɐ̯
,
undʊnt
imiˈʔɛm
Beutelˈbɔɪ̯tl̩
istɪst
garɡaːɐ̯
nichtsnɪçt͡s
mehrmeːɐ̯
!
DER VATER
Ra-la-la-la
,
ral-la-la-la
,
lustigˈlʊstɪk
,
Mutterˈmʊtɐ
,
binbɪn
auchaʊ̯x
nochnɔx
dadaː
,
bringeˈbʁɪŋə
Glückɡlʏk
undʊnt
Gloriaˈɡloːʁia
!
Er nimmt den Kober und kramt aus.
DER VATER
Schauʃaʊ̯
,
Mutterˈmʊtɐ
,
wieviː
gefälltɡəˈfɛlt
dirdiːɐ̯
diesdaɪs
Futterˈfʊtɐ
?
DIE MUTTER
Mannman
,
Mannman
,
wasvas
seh'
ichɪç
!
Speckʃpɛk
undʊnt
Butterˈbʊtɐ
,
Mehlmeːl
undʊnt
Würsteˈvʏʁstə
-
Sie hilft ihm beim Auspacken.
DIE MUTTER
-
vierzehnˈfɪʁˌt͡seːn
Eierˈaɪ̯ɐ
-
Mann, die sind jetztunder teuer!
DIE MUTTER
Bohnenˈboːnən
,
Zwiebelnˈt͡sviːbl̩n
,
undʊnt
-
Herrjeh
!!
-
garɡaːɐ̯
einaɪ̯n
Viertelpfund
Kaffeekaˈfeː
!
Der Vater kehrt den Kober vollends um; ein Haufen Kartoffeln rollt zur Erde. Dann fasst er die Mutter am Arm und tanzt mit ihr in der Stube umher.
DER VATER
Ral-la-la-la
,
ral-la-la-la
,
ral-la-la-la
,
hop-sas-sa
heuteˈhɔɪ̯tə
woll'n
wirviːɐ̯
lustigˈlʊstɪk
seinzaɪ̯n
.
stimmt mit ein
DIE MUTTER
Ral-la-la-la
,...
BEIDE
Ral-la-la-la
,...
usw.
DER VATER
Jajaː
,
hörhøːɐ̯
nurnuːɐ̯
,
Mütterchenˈmʏtɐçən
,
wie's
geschahɡəˈʃaː
!
Er setzt sich nieder, die Mutter kramt inzwischen die Sachen ein, zündet Feuer im Herd an, schlägt Eier in eine Pfanne usw.
DER VATER
Drübenˈdʁyːbn̩
hintermˈhɪntɐm
Herrenwald
,
dadaː
gibt's
prächt'ge
Festeˈfɛstə
baldbalt
:
Kirmesˈkɪʁməs
,
Hochzeitˈhoːxˌt͡saɪ̯t
,
Jubiläumjubiˈlɛːʊm
,
Böllergeknall
undʊnt
grossɡroːs
Tedeum
!
Meinmaɪ̯n
Geschäftɡəˈʃɛft
kommtkɔmt
nunnuːn
zurt͡suːɐ̯
Blüteˈblyːtə
,
dessenˈdɛsn̩
frohfʁoː
seizaɪ̯
deindaɪ̯n
Gemüteɡəˈmyːtə
!
Werveːɐ̯
willvɪl
feineˈfaɪ̯nə
Festeˈfɛstə
feiernˈfaɪ̯ɐn
,
derdeːɐ̯
mussmʊs
kehrenˈkeːʁən
,
schrubbenˈʃʁʊbn̩
undʊnt
scheuernˈʃɔɪ̯ɐn
;
botboːt
drumdʁʊm
meineˈmaɪ̯nə
Warenˈvaːʁən
ausaʊ̯s
,
zogt͡soːk
damitdaˈmɪt
vonfɔn
Haushaʊ̯s
zut͡suː
Haushaʊ̯s
:
"
Kauftkaʊ̯ft
Besenˈbeːzn̩
!
Kauftkaʊ̯ft
Besenˈbeːzn̩
!
Guteˈɡuːtə
Fegerˈfeːɡɐ
,
feineˈfaɪ̯nə
Bürstenˈbʏʁstn̩
,
Spinnejäger
!"
Siehziː
,
dadaː
verkauft'
ichɪç
massenweiseˈmasn̩ˌvaɪ̯zə
meineˈmaɪ̯nə
Wareˈvaːʁə
zut͡suː
demdeːm
höchstenˈhøːçstn̩
Preiseˈpʁaɪ̯zə
!
Schnellʃnɛl
nunnuːn
herheːɐ̯
mitmɪt
Topftɔp͡f
undʊnt
Pfanneˈp͡fanə
,
Er stösst einige blecherne Gefässe vom Herde hinunter.
DER VATER
herheːɐ̯
mitmɪt
Schüsselˈʃʏsl̩
,
Kesselˈkɛsl̩
undʊnt
Kanneˈkanə
!
Vivat
hochhoːx
...
DIE MUTTER
Vivat
hochhoːx
...
BEIDE
...
diedaɪ
Besenbinderˈbeːzn̩ˌbɪndɐ
!
Der Vater setzt die Kümmelflasche an den Mund, hält jedoch plötzlich inne.
DER VATER
Dochdɔx
halthalt
,
wovoː
bleibenˈblaɪ̯bm̩
diedaɪ
Kinderˈkɪndɐ
?
Hänselˈhɛnzl̩
,
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
wovoː
stecktʃtɛkt
derdeːɐ̯
Hanshans
?
DIE MUTTER
Wovoː
ereːɐ̯
stecktʃtɛkt
?
Sie zuckt verlegen die Achseln.
DIE MUTTER
Jajaː
,
wüssteˈvʏstə
man's
!
Dochdɔx
dasdas
weissvaɪ̯s
ichɪç
klarklaːɐ̯
wieviː
Tagtaːk
,
dassdas
derdeːɐ̯
Topftɔp͡f
zut͡suː
Scherbenˈʃɛʁbn̩
brachbʁaːx
.
DER VATER
Wasvas
?
Derdeːɐ̯
neueˈnɔɪ̯ə
Topftɔp͡f
entzweiɛntˈt͡svaɪ̯
?
DIE MUTTER
Undʊnt
amaːm
Bodenˈboːdn̩
quollkvɔl
derdeːɐ̯
Breibʁaɪ̯
!
wütend mit der Faust auf den Tisch schlagend
DER VATER
Donnerkeilˈdɔnɐˌkaɪ̯l
!
Sozoː
habenˈhaːbm̩
diedaɪ
Rangenˈʁaŋən
wiederˈviːdɐ
Unfugˈʊnfuːk
angefangenˈanɡəˌfaŋən
?
hastig
DIE MUTTER
Unfugˈʊnfuːk
vielfiːl
undʊnt
Arbeitˈaʁbaɪ̯t
keineˈkaɪ̯nə
hattenˈhatn̩
sieziː
getriebenɡəˈtʁiːbm̩
hierhiːɐ̯
alleineaˈlaɪ̯nə
;
hörteˈhøːɐ̯tə
schonʃoːn
draussenˈdraʊ̯sən
sieziː
johlenˈjoːlən
,
hopsenˈhɔpsn̩
undʊnt
springenˈʃpʁɪŋən
wieviː
wildeˈvɪldə
Fohlenˈfoːlən
,
nana
,
dadaː
wusst'
ichɪç
nichtnɪçt
,
wovoː
mirmiːɐ̯
standʃtant
derdeːɐ̯
Kopfkɔp͡f
DER VATER
Undʊnt
vorfoːɐ̯
Zornt͡sɔʁn
...
DIE MUTTER
...
undʊnt
vorfoːɐ̯
Zornt͡sɔʁn
zerbracht͡sɛɐ̯ˈbʁaːx
...
DER VATER
...
brachbʁaːx
...
BEIDE
...
derdeːɐ̯
Topftɔp͡f
!
DERdeːɐ̯
VATERˈfaːtɐ
,
danndan
BEIDEˈbaɪ̯də
lachend
BEIDE
Haha
haha
haha
haha
haha
usw.
die Mutter lacht weiter
DER VATER
Nana
,
Zornmütterchen
,
nimmnɪm
mir's
nichtnɪçt
krummkʁʊm
:
solcheˈzɔlçə
Zorntöpfe
find'
ichɪç
rechtʁɛçt
dummdʊm
!
Die Mutter schweigt.
DER VATER
Dochdɔx
sagzaːk
,
wovoː
mögenˈmøːɡn̩
diedaɪ
Kinderchenˈkɪndɐçən
wohlvoːl
seinzaɪ̯n
?
schnippisch
DIE MUTTER
Meinethalbenˈmaɪ̯nətˌhalbn̩
amaːm
Ilsenstein
!
entsetzt
DER VATER
Amaːm
Ilsenstein
!
Eiaɪ̯
,
jucktjʊkt
dichdɪç
dasdas
Fellfɛl
?
Er holt einen Besen von der Wand.
mit verächtlicher Miene
DIE MUTTER
Dendeːn
Besenˈbeːzn̩
,
dendeːn
lasslas
nurnuːɐ̯
anaːˈʔɛn
seinerˈzaɪ̯nɐ
Stellʃtɛl
!
Er lässt den Besen fallen und ringt die Hände.
DER VATER
Wennvɛn
sieziː
sichzɪç
verirrtenfɛɐ̯ˈʔɪʁtn̩
imiˈʔɛm
Waldeˈvaldə
dortdɔʁt
,
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Nachtnaxt
ohneˈoːnə
Stern'
undʊnt
Mondmoːnt
!
DIE MUTTER
O
Himmelˈhɪml̩
!
DER VATER
Kennstkɛnst
duduː
nichtnɪçt
dendeːn
schauerlichˈʃaʊ̯ɐlɪç
düsternˈdyːstɐn
Ortɔʁt
,
weisstvaɪ̯st
nichtnɪçt
,
dassdas
diedaɪ
Böseˈbøːzə
dortdɔʁt
wohntvoːnt
?
betroffen
DIE MUTTER
Diedaɪ
Böseˈbøːzə
?
Wenveːn
meinstmaɪ̯nst
duduː
?
DER VATER
Diedaɪ
Knusperhexe
!
DIE MUTTER
Diedaɪ
Knusperhexe
!
Der Vater nimmt den Besen wieder vom Boden.
DIE MUTTER
Meinmaɪ̯n
!
Sagzaːk
dochdɔx
,
wasvas
sollzɔl
denndɛn
derdeːɐ̯
Besenˈbeːzn̩
?
DER VATER
Derdeːɐ̯
Besenˈbeːzn̩
,
derdeːɐ̯
Besenˈbeːzn̩
,
wasvas
machtmaxt
manman
damitdaˈmɪt
,
wasvas
machtmaxt
manman
damitdaˈmɪt
?
Eseːs
reitenˈʁaɪ̯tn̩
draufdʁaʊ̯f
,
eseːs
reitenˈʁaɪ̯tn̩
draufdʁaʊ̯f
diedaɪ
Hexenhɛˈkseːn
!
Eineˈaɪ̯nə
Hex'
,
steinaltˈʃtaɪ̯nʔalt
,
hausthaʊ̯st
tieftiːf
imiˈʔɛm
Waldvalt
,
vomfɔm
Teufelˈtɔɪ̯fl̩
selberˈzɛlbɐ
hathat
sieziː
Gewaltɡəˈvalt
.
Umʊm
Mitternachtˈmɪtɐˌnaxt
,
wennvɛn
Niemandˈniːmant
wachtvaxt
,
danndan
reitetˈʁaɪ̯tət
sieziː
ausaʊ̯s
zurt͡suːɐ̯
Hexenjagdˈhɛksn̩ˌjaːkt
.
Zumt͡sʊm
Schornsteinˈʃɔʁnˌʃtaɪ̯n
hinaushɪˈnaʊ̯s
,
aufaʊ̯f
demdeːm
Besenˈbeːzn̩
,
o
Grausɡʁaʊ̯s
,
überˈyːbɐ
Bergbɛʁk
undʊnt
Kluftklʊft
,
überˈyːbɐ
Taltaːl
undʊnt
Schluchtʃlʊxt
,
durchdʊʁç
Nebelduft
,
imiˈʔɛm
Sturmʃtʊʁm
durchdʊʁç
diedaɪ
Luftlʊft
:
jajaː
,
sozoː
reitenˈʁaɪ̯tn̩
,
jajaː
,
sozoː
reitenˈʁaɪ̯tn̩
,
juchheissa
,
diedaɪ
Hexenhɛˈkseːn
!
DIE MUTTER
Entsetzlichɛntˈzɛt͡slɪç
!
Dochdɔx
diedaɪ
Knusperhex
?
DER VATER
Jajaː
,
beibaɪ̯
Tagtaːk
o
Grausɡʁaʊ̯s
,
zumt͡sʊm
Hexenschmaus
imiˈʔɛm
Knisper-Knasper-Knusperhaus
diedaɪ
Kinderleinˈkɪntlaɪ̯n
,
Armsünderlein
,
mitmɪt
Zauberkuchen
locktlɔkt
sieziː
hineinhɪˈnaɪ̯n
.
Dochdɔx
übelˈyːbl̩
gesinntɡəˈzɪnt
ergreiftɛɐ̯ˈɡʁaɪ̯ft
sieziː
geschwindɡəˈʃvɪnt
dasdas
armeˈaʁmə
Kuchenˈkuːxn̩
knusperndeˈknʊspɐndə
Kindkɪnt
,
iniˈʔɛn
dendeːn
Ofenˈoːfn̩
,
hitzhell
,
schiebt's
diedaɪ
Hexeˈhɛksə
blitzschnellblɪt͡sˈʃnɛl
,
danndan
kommenˈkɔmən
zurt͡suːɐ̯
Stell'
,
gebräunet
dasdas
Fellfɛl
,
ausaʊ̯s
demdeːm
Ofenˈoːfn̩
,
ausaʊ̯s
demdeːm
Ofenˈoːfn̩
diedaɪ
Lebkuchenkinder
!
DIE MUTTER
Undʊnt
diedaɪ
Lebkuchenkinder
?
DER VATER
Sieziː
werdenˈveːɐ̯dn̩
gefressenɡəˈfʁɛsn̩
!
DIE MUTTER
Vonfɔn
derdeːɐ̯
Hexeˈhɛksə
?
DER VATER
Vonfɔn
derdeːɐ̯
Hexeˈhɛksə
!
die Hände ringend
DIE MUTTER
O
Grausɡʁaʊ̯s
!
Hilfhɪlf
Himmelˈhɪml̩
!
Diedaɪ
Kinderˈkɪndɐ
!
Ichɪç
halt's
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
ausaʊ̯s
!
Sie rennt aus dem Hause.
DER VATER
Heheː
,
Alteˈaltə
,
wartvaʁt
dochdɔx
,
nimmnɪm
michmɪç
mitmɪt
!
Wirviːɐ̯
wollenˈvɔlən
jajaː
beideˈbaɪ̯də
zumt͡sʊm
Hexenritt
!
Er nimmt die Kümmelflasche vom Tische und eilt ihr nach.
Vorspiel zum 2. Bild
ZWEITES BILD
Tiefer Wald. Im Hintergrunde der "Ilsenstein", von dichtem Tannengehölz umgeben.
Rechts eine mächtige Tanne, darunter sitzt Gretel auf einer mit Moos bedeckten Wurzel und windet einen Kranz von Hagebutten, neben ihr liegt ein Blumenstrauss.
Links abseits im Gebüsch Hänsel, nach Erdbeeren suchend. Abendrot.
leise vor sich hinsummend
GRETEL
Einaɪ̯n
Männleinˈmɛnlaɪ̯n
stehtʃteːt
imiˈʔɛm
Waldeˈvaldə
ganzɡant͡s
stillʃtɪl
undʊnt
stummʃtʊm
,
eseːs
hathat
vonfɔn
lauterˈlaʊ̯tɐ
Purpurˈpʊʁpʊʁ
einaɪ̯n
Mäntleinˈmantəl
umʊm
.
Sagtzaːkt
,
werveːɐ̯
magmaːk
dasdas
Männleinˈmɛnlaɪ̯n
seinzaɪ̯n
,
dasdas
dadaː
stehtʃteːt
imiˈʔɛm
Waldvalt
alleinaˈlaɪ̯n
mitmɪt
demdeːm
purpurrotenˈpuːɐ̯puːɐ̯ˌʁoːtn̩
Mäntelein
?
Dasdas
Männleinˈmɛnlaɪ̯n
stehtʃteːt
imiˈʔɛm
Waldeˈvaldə
aufaʊ̯f
einemˈaɪ̯nəm
Beinbaɪ̯n
undʊnt
hathat
aufaʊ̯f
seinemˈzaɪ̯nəm
Kopfeˈkɔp͡fə
schwarzʃvaʁt͡s
Käppleinˈkɛplaɪ̯n
kleinklaɪ̯n
Sagtzaːkt
,
werveːɐ̯
magmaːk
dasdas
Männleinˈmɛnlaɪ̯n
seinzaɪ̯n
,
das da steht auf einem Bein
GRETEL
mitmɪt
demdeːm
kleinenˈklaɪ̯nən
schwarzenˈʃvaʁt͡sn̩
Käppelein
?
Sie hält das Hagenbuttenkränzchen in die Höhe und betrachtet es von allen Seiten.
GRETEL
Mitmɪt
demdeːm
kleinenˈklaɪ̯nən
schwarzenˈʃvaʁt͡sn̩
Käppelein
!
kommt hervor und schwenkt jubelnd sein Körbchen
HÄNSEL
Juch-he
!
Meinmaɪ̯n
Erbelkörbchen
istɪst
vollfɔl
bisbɪs
obenˈoːbm̩
!
Wieviː
wirdvɪʁt
diedaɪ
Mutterˈmʊtɐ
dendeːn
Hänselˈhɛnzl̩
lobenˈloːbm̩
!
aufstehend
GRETEL
Meinmaɪ̯n
Kränzel
istɪst
auchaʊ̯x
schonʃoːn
fertigˈfɛʁtɪk
!
Siehziː
,
sozoː
schönʃøːn
wieviː
heuteˈhɔɪ̯tə
ward's
nochnɔx
nieniː
!
Sie will den Kranz Hänsel auf den Kopf setzen.
GRETEL
Kommkɔm
,
wirviːɐ̯
wollenˈvɔlən
raschʁaʃ
neueˈnɔɪ̯ə
suchenˈzuːxn̩
!
HÄNSEL
Imiˈʔɛm
Dunkelnˈdʊŋkl̩n
wohlvoːl
garɡaːɐ̯
,
unterˈʊntɐ
Heckenˈhɛkn̩
undʊnt
Buchenˈbuːxn̩
?
Manman
siehtziːt
jajaː
nichtnɪçt
Blattblat
,
nichtnɪçt
Beereˈbeːʁə
mehrmeːɐ̯
!
Eseːs
wirdvɪʁt
schonʃoːn
dunkelˈdʊŋkl̩
ringsʁɪŋs
umherʊmˈheːɐ̯
!
GRETEL
Achax
,
Hänselˈhɛnzl̩
,
Hänselˈhɛnzl̩
,
wasvas
fangenˈfaŋən
wirviːɐ̯
anaːˈʔɛn
?
Wasvas
habenˈhaːbm̩
wirviːɐ̯
törigen
Kinderˈkɪndɐ
getanɡəˈtaːn
!
Wirviːɐ̯
durftenˈdʊʁftn̩
hierhiːɐ̯
nichtnɪçt
sozoː
langeˈlaŋə
säumenˈzɔɪ̯mən
!
Der Kuckuck ertönt, etwas näher als vorhin.
HÄNSEL
Horchhɔʁç
,
wieviː
eseːs
rauschtʁaʊ̯ʃt
iniˈʔɛn
dendeːn
Bäumenˈbɔɪ̯mən
!
Weisstvaɪ̯st
duduː
,
wasvas
derdeːɐ̯
Waldvalt
jetztjɛt͡st
sprichtʃpʁɪçt
"
Kindleinˈkɪntlaɪ̯n
,
Kindleinˈkɪntlaɪ̯n
,"
fragtfʁaːkt
ereːɐ̯
,
"
fürchtetˈfʏʁçtət
ihriːɐ̯
euchɔɪ̯ç
nichtnɪçt
?"
Er späht unruhig umher, endlich wendet er sich verlegen zu Gretel
HÄNSEL
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
ichɪç
weissvaɪ̯s
dendeːn
Wegveːk
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
!
bestürzt
GRETEL
O
Gottɡɔt
!
Wasvas
sagstzaːkst
duduː
?
Dendeːn
Wegveːk
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
?
sich mutig stellend
HÄNSEL
Wasvas
bistbɪst
duduː
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
furchstam'
Wichtvɪçt
!
Ichɪç
binbɪn
einaɪ̯n
Bub'
undʊnt
fürcht'
michmɪç
nichtnɪçt
!
GRETEL
Achax
,
Hänselˈhɛnzl̩
,
gewissɡəˈvɪs
geschiehtɡəˈʃiːt
unsʊns
einaɪ̯n
Leidlaɪ̯t
!
HÄNSEL
Achax
,
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
gehɡeː
,
seizaɪ̯
dochdɔx
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
!
GRETEL
Wasvas
schimmertˈʃɪmɐt
denndɛn
dortdɔʁt
iniˈʔɛn
derdeːɐ̯
Dunkelheitˈdʊŋkl̩haɪ̯t
?
HÄNSEL
Dasdas
sindzɪnt
diedaɪ
Birkenˈbɪʁkn̩
imiˈʔɛm
weissen
Kleidklaɪ̯t
.
GRETEL
Undʊnt
dortdɔʁt
,
wasvas
grinsetˈɡʁɪnzət
daherdaˈheːɐ̯
vomfɔm
Sumpfzʊmp͡f
?
stammelnd
HÄNSEL
Dasdas
istɪst
einaɪ̯n
glimmernder
Weidenstumpf
!
GRETEL
Wasvas
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
wunderlichˈvʊndɐlɪç
Gesichtɡəˈzɪçt
machtmaxt
ereːɐ̯
soebenzoˈʔeːbn̩
,
siehstziːst
du's
nichtnɪçt
?
HÄNSEL
Ichɪç
mach'
dirdiːɐ̯
'ne
Naseˈnaːzə
!
Hörsthøːɐ̯st
du's
?
Duduː
Wichtvɪçt
!
ängstlich
GRETEL
Dadaː
siehziː
!
Dasdas
Lichtchenˈlɪçtçən
,
eseːs
kommtkɔmt
immerˈɪmɐ
näh'r
!
HÄNSEL
Irrlichtchen
hüpfetˈhʏp͡fət
wohlvoːl
hinhɪn
undʊnt
herheːɐ̯
.
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
duduː
musstmʊst
beherzterbəˈhɛʁt͡stɐ
seinzaɪ̯n
!
Wartvaʁt
,
ichɪç
willvɪl
einmalˈaɪ̯nmaːl
tüchtigˈtʏçtɪk
schreinʃʁaɪ̯n
!
Geht einige Schritte zum Hintergrund und ruft durch die hohlen Hände.
HÄNSEL
Werveːɐ̯
dadaː
?
wie vom Ilsenstein her
STIMMEN
Ereːɐ̯
dadaː
!
Ereːɐ̯
dadaː
!
Ereːɐ̯
dadaː
!
Ereːɐ̯
dadaː
!
Die Kinde, schmiegen sich erschreckt aneinander.
barsch abwehrend
HÄNSEL
Bubenˈbuːbn̩
tragenˈtʁaːɡn̩
dochdɔx
sozoː
wasvas
nichtnɪçt
!
Passtpast
nurnuːɐ̯
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
Mädchengesicht
!
Er setzt ihr das Kränzlein auf.
HÄNSEL
Heihaɪ̯
,
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
fein's
Mädelˈmɛːdl̩
!
Eiaɪ̯
derdeːɐ̯
Dausdaʊ̯s
!
Siehstziːst
jajaː
wieviː
diedaɪ
Waldkönigin
ausaʊ̯s
!
GRETEL
Seh'
ichɪç
wieviː
diedaɪ
Waldkönigin
ausaʊ̯s
,
sozoː
reichʁaɪ̯ç
mirmiːɐ̯
auchaʊ̯x
dendeːn
Blumenstraussˈbluːmənʃtraʊ̯s
!
gibt ihr den Strauss
HÄNSEL
Waldkönigin
mitmɪt
Szepterˈst͡sɛptɐ
undʊnt
Kron
,
dadaː
nimmnɪm
auchaʊ̯x
diedaɪ
Erbeln
,
dochdɔx
naschnaʃ
nichtnɪçt
davondaˈfɔn
!
Er gibt ihr das Körbchen voll Erdbeeren in die andere Hand und lässt sich gleichsam huldigend auf die Knie vor ihr nieder. In diesem Augenblicke ertönt der Ruf eines Kuckucks.
Mit der Hand deutend.
HÄNSEL
Kuckuckˈkʊkʊk
,
Kuckuckˈkʊkʊk
,
Eierschluck
!
schalkhaft
GRETEL
Kuckuckˈkʊkʊk
,
Kuckuckˈkʊkʊk
,
Erbelschluck
!
Sie nimmt eine Beere aus dem Körbchen und schiebt sie in den Mund, der sie schlürft, als ob er ein Ei austränke.
aufspringend
HÄNSEL
Ho-ho
!
Dasdas
kannkan
ichɪç
auchaʊ̯x
,
gibɡiːp
nurnuːɐ̯
achtaxt
!
Er nimmt einige Beeren und lässt sie in Gretels Mund rollen.
HÄNSEL
Wirviːɐ̯
machen's
wieviː
derdeːɐ̯
Kuckuckˈkʊkʊk
schluck'
wennvɛn
ereːɐ̯
iniˈʔɛn
fremdeˈfʁɛmdə
Nesterˈnɛstɐ
gucktɡʊkt
!
Kuckuckˈkʊkʊk
,
Eierschluck
!
Es beginnt zu dämmern.
GRETEL
Kuckuckˈkʊkʊk
,
Erbelschluck
,
HÄNSEL
Setzestˈzɛt͡səst
deineˈdaɪ̯nə
Kinderˈkɪndɐ
ausaʊ̯s
!
zugreifend
GRETEL
Kuckuckˈkʊkʊk
,
gluckɡlʊk
gluckɡlʊk
!
HÄNSEL
...
Trinksttʁɪŋkst
diedaɪ
fremdenˈfʁɛmdn̩
Eierˈaɪ̯ɐ
ausaʊ̯s
!
GRETEL
Kuckuckˈkʊkʊk
,
schluckʃlʊk
schluckʃlʊk
!
Hänsel lässt sich eine Hand voll Erdbeeren in den Mund rollen.
GRETEL
Sammelstˈzaml̩st
Beerenˈbeːʁən
schönʃøːn
zut͡suː
Haufhaʊ̯f
!…
zugreifend
HÄNSEL
Kuckuckˈkʊkʊk
,
gluckɡlʊk
gluckɡlʊk
!
GRETEL
Schluckstʃlʊkst
sieziː
,
Schlauerˈʃlaʊ̯ɐ
,
selberˈzɛlbɐ
aufaʊ̯f
!
HÄNSEL
Kuckuckˈkʊkʊk
,
schluckʃlʊk
schluckʃlʊk
!
Im Übermute raufen sie sich schliesslich um die Beeren. Hänsel trägt den Sieg davon und setzt den Korb vollends an den Mund, bis er leer geworden.
entsetzt die Hände zusammenschlagend
GRETEL
Hänselˈhɛnzl̩
,
wasvas
hasthast
duduː
getanɡəˈtaːn
,
o
Himmelˈhɪml̩
!
Alleˈalə
Erbeln
gegessenɡəˈɡɛsn̩
,
duduː
Lümmelˈlʏml̩
!
Wartvaʁt
nurnuːɐ̯
,
dasdas
gibtɡiːpt
einaɪ̯n
Strafgerichtˈʃtʁaːfɡəˌʁɪçt
!
Denndɛn
diedaɪ
Mutterˈmʊtɐ
,
diedaɪ
spasst
heuteˈhɔɪ̯tə
nichtnɪçt
!
ruhig
HÄNSEL
Eiaɪ̯
wasvas
,
stellʃtɛl
dichdɪç
dochdɔx
nichtnɪçt
sozoː
anaːˈʔɛn
!
Duduː
,
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
duduː
hast's
jajaː
selberˈzɛlbɐ
getanɡəˈtaːn
!
etwas zaghaft
GRETEL
Istɪst
jemandˈjeːmant
dadaː
?
STIMMEN
Jajaː
!
Jajaː
!
Die Kinder schaudern zusammen.
GRETEL
Hasthast
du's
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
?
's
riefʁiːf
leiseˈlaɪ̯zə
"
Jajaː
!"
Hänselˈhɛnzl̩
,
sicherˈzɪçɐ
istɪst
jemandˈjeːmant
nahnaː
!
weinend
GRETEL
Ichɪç
fürcht'
michmɪç
,
ichɪç
fürcht'
ichɪç
,
o
wärvɛːr
ichɪç
zut͡suː
Haushaʊ̯s
!
Wieviː
siehtziːt
derdeːɐ̯
Waldvalt
sozoː
gespenstig
ausaʊ̯s
!
HÄNSEL
Gretelchen
,
drückeˈdʁʏkə
dichdɪç
festfɛst
anaːˈʔɛn
michmɪç
,
ichɪç
halteˈhaltə
dichdɪç
,
ichɪç
schützeˈʃʏt͡sə
dichdɪç
!
Ein dichter Nebel steigt au und verhüllt den Hintergrund gänzlich.
GRETEL
Dadaː
kommenˈkɔmən
weisse
Nebelfrauen
!
Siehziː
,
wieviː
sieziː
winkenˈvɪŋkn̩
undʊnt
drohendˈdʁoːənt
schauenˈʃaʊ̯ən
!
Sieziː
kommenˈkɔmən
,
sieziː
kommenˈkɔmən
,
sieziː
fassenˈfasn̩
unsʊns
anaːˈʔɛn
!
Schreiend, eilt entsetzt unter den Baum und verbirgt sich, auf die Knie stützend, hinter Hänsel.
GRETEL
Vaterˈfaːtɐ
!
Mutterˈmʊtɐ
!
Ah
!
In diesem Augenblicke zerreisst der Nebel links: ein kleines graues Männchen mit einem Säckchen auf dem Rücken wird sichtbar.
HÄNSEL
Siehziː
dortdɔʁt
,
dasdas
Männchenˈmɛnçən
!
GRETEL
Ah
!
HÄNSEL
Schwesterleinˈʃvɛstɐ
!
...
...
Wasvas
magmaːk
dasdas
fürfyːɐ̯
einaɪ̯n
...
Männchenˈmɛnçən
seinzaɪ̯n
?
GRETEL
Achax
!
Das Männchen nähert sich mit freundlichen Gebärden den Kindern, die sich nach und nach beruhigen.
den Kindern Sand in die Augen streuend
SANDMÄNNCHEN
Derdeːɐ̯
kleineˈklaɪ̯nə
Sandmannˈzantˌman
binbɪn
ichɪç
,
st[ˈʔamtsˌhandl̩n]
!
undʊnt
garɡaːɐ̯
nichtsnɪçt͡s
argesˈaʁɡəs
sinn'
ichɪç
,
st[ˈʔamtsˌhandl̩n]
!
euchɔɪ̯ç
Kleinenˈklaɪ̯nən
lieb'
ichɪç
innigˈɪnɪk
,
st[ˈʔamtsˌhandl̩n]
!
binbɪn
euchɔɪ̯ç
gesinntɡəˈzɪnt
garɡaːɐ̯
minnigˈmɪnɪk
,
st[ˈʔamtsˌhandl̩n]
!
Ausaʊ̯s
diesemˈdiːzm̩
Sackzak
zweit͡svaɪ̯
Körnelein
euchɔɪ̯ç
Müdenˈmyːdn̩
iniˈʔɛn
diedaɪ
Äugelein
:
diedaɪ
fallenˈfalən
danndan
vonfɔn
selberˈzɛlbɐ
zut͡suː
,
damitdaˈmɪt
ihriːɐ̯
schlaftʃlaːft
iniˈʔɛn
sanfterˈzanftɐ
Ruh'
;
undʊnt
seidzaɪ̯t
ihriːɐ̯
bravbʁaːf
undʊnt
feinfaɪ̯n
geschlafenɡəˈʃlaːfn̩
einaɪ̯n
:
danndan
wachenˈvaxn̩
aufaʊ̯f
diedaɪ
Sterneˈʃtɛʁnə
,
ausaʊ̯s
hoherˈhoːɐ
Himmelsferne
;
garɡaːɐ̯
holdeˈhɔldə
Träumeˈtʁɔɪ̯mə
bringenˈbʁɪŋən
euchɔɪ̯ç
diedaɪ
Engelein
!
Drumdʁʊm
träumeˈtʁɔɪ̯mə
,
träumeˈtʁɔɪ̯mə
,
Kindchenˈkɪntçən
,
träumeˈtʁɔɪ̯mə
,
garɡaːɐ̯
holdeˈhɔldə
Träumeˈtʁɔɪ̯mə
bringenˈbʁɪŋən
euchɔɪ̯ç
diedaɪ
Engelein
!
Versinkt
schlaftrunken
HÄNSEL
Sandmannˈzantˌman
warvaːɐ̯
dadaː
!
ebenso
GRETEL
Lasslas
unsʊns
dendeːn
Abendsegen
betenˈbeːtn̩
!
Sie kauern sich nieder und falten die Hände
HÄNSEL
Abendsˈaːbm̩t͡s
willvɪl
ichɪç
schlafenˈʃlaːfn̩
gehnɡeːn
,
vierzehnˈfɪʁˌt͡seːn
Engelˈɛŋl̩
umʊm
michmɪç
stehnʃteːn
:
zweit͡svaɪ̯
zut͡suː
meinenˈmaɪ̯nn̩
Häupten
,
zweit͡svaɪ̯
zut͡suː
meinenˈmaɪ̯nn̩
Füssenˈfʏsn̩
,
zweit͡svaɪ̯
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
Rechtenˈʁɛçtn̩
,
zweit͡svaɪ̯
zut͡suː
meinerˈmaɪ̯nɐ
Linkenˈlɪŋkn̩
,
zweieˈt͡svaɪ̯ə
,
diedaɪ
michmɪç
deckenˈdɛkn̩
,
zweieˈt͡svaɪ̯ə
,
diedaɪ
michmɪç
weckenˈvɛkn̩
GRETEL
zweieˈt͡svaɪ̯ə
,
diedaɪ
michmɪç
weisenˈvaɪ̯zn̩
zut͡suː
Himmelsˈhɪml̩s
Paradeisen
!
HÄNSEL
zweieˈt͡svaɪ̯ə
,
diedaɪ
zumt͡sʊm
Himmelˈhɪml̩
weisenˈvaɪ̯zn̩
!
Sie sinken aufs Moos zurück und schlummern, Arm in Arm verschlungen, alsbald ein. Gänzliche Dunkelheit. Nun dringt plötzlich ein heller Schein durch den Nebel, der sich alsbald wolkenförmig zusammenballt und die Gestalt einer Treppe annimmt.
Vierzehn Engel, in lichten, lang herabwallenden Gewändern, schreiten paarweise, wahrend das Licht an Heiligkeit zunimmt, in Zwischenräumen die Wolkentreppe hinab und stellen sich, der Reihenfolge des "Abendsegens" entsprechend, um die schlafenden Kinder auf. Das erste Paar zu den Häupten, das zweite zu den Füssen, das dritte rechts, das vierte links; dann verteilen sich das fünfte und das sechste Paar zwischen die andern Paare, so dass der Kreis der Engel vollständig geschlossen wird. Zuletzt tritt das siebente Paar in den Kreis und nimmt als "Schutzengel" zu beiden Seiten der Kinder Platz. Die übrigen Engel reichen sich nunmehr die Hand und führen einen feierlicben Reigen um die Gruppe auf. Die ganze Szene ist von intensivem Lichte erfüllt. Während die Engel sich zu einem malerischen Schlussbilde ordnen, schliesst sich langsam der Vorhang.
DRITTES BILD
Vorspiel
Szene wie am Schlusse des 2. Bildes.
Der Hintergrund noch von Nebel verhüllt, der sich während des Folgenden langsam verzieht.
Die Engel sind verschwunden. Der Morgen bricht an.
Taumännchen tritt auf und schüttelt aus einer Glockenblume Tautropfen auf die schlafenden Kinder.
TAUMÄNNCHEN
Derdeːɐ̯
kleineˈklaɪ̯nə
Taumann
heiss'
ichɪç
,
undʊnt
mitmɪt
derdeːɐ̯
Sonneˈzɔnə
reis'
ichɪç
,
vonfɔn
Ostɔst
bisbɪs
Westenˈvɛstn̩
weissvaɪ̯s
ichɪç
,
werveːɐ̯
faulfaʊ̯l
istɪst
undʊnt
werveːɐ̯
fleissig
,
klingklɪŋ
!
klangklaŋ
!
klingklɪŋ
!
klangklaŋ
!
Ichɪç
komm'
mitmɪt
gold'nem
Sonnenscheinˈzɔnənˌʃaɪ̯n
undʊnt
strahl'
iniˈʔɛn
eureˈɔɪ̯ʁə
Äugelein
,
undʊnt
weck'
mitmɪt
kühlemˈkyːləm
Taueˈtaʊ̯ə
,
wasvas
schläftʃlɛːft
aufaʊ̯f
Flurfluːɐ̯
undʊnt
Aueˈaʊ̯ə
,
danndan
springetˈʃpʁɪŋət
aufaʊ̯f
,
werveːɐ̯
munterˈmʊntɐ
iniˈʔɛn
früherˈfʁyːɐ
Morgenstundeˈmɔʁɡn̩ˌʃtʊndə
,
denndɛn
sieziː
hathat
Goldɡɔlt
imiˈʔɛm
Mundeˈmʊndə
;
drumdʁʊm
aufaʊ̯f
,
ihriːɐ̯
Schläferˈʃlɛːfɐ
,
erwachetɛɐ̯ˈvaxət
!
Derdeːɐ̯
lichteˈlɪçtə
Tagtaːk
schonʃoːn
lachetˈlaxət
,
drumdʁʊm
aufaʊ̯f
,
ihriːɐ̯
Schläferˈʃlɛːfɐ
,
erwachtɛɐ̯ˈvaxt
,
erwachtɛɐ̯ˈvaxt
!
Eilt singend davon.
Die Kinder regen sich. Gretel reibt sich die Augen, blickt um sich und richtet sich ein wenig auf während Hänsel sich auf die andere Seite legt, um weiter zu schlafen.
GRETEL
Wovoː
binbɪn
ichɪç
?
Wach'
ichɪç
?
Istɪst
eseːs
einaɪ̯n
Traumtʁaʊ̯m
?
Hierhiːɐ̯
lieg'
ichɪç
untermˈʊntɐm
Tannenbaumˈtanənˌbaʊ̯m
!
Hochhoːx
iniˈʔɛn
dendeːn
Zweigenˈt͡svaɪ̯ɡn̩
dadaː
lispeltˈlɪspl̩t
eseːs
leiseˈlaɪ̯zə
,
Vögleinˈføːɡlaɪ̯n
singenˈzɪŋən
sozoː
süsseˈzyːsə
Weiseˈvaɪ̯zə
,
wohlvoːl
frühfʁyː
schonʃoːn
warenˈvaːʁən
sieziː
aufgewachtˈaʊ̯fɡəˌvaxt
undʊnt
habenˈhaːbm̩
ihriːɐ̯
Morgenliedchen
dargebrachtˈdaːɐ̯ɡəˌbʁaxt
.
Ihriːɐ̯
liebenˈliːbn̩
Vögleinˈføːɡlaɪ̯n
,
liebeˈliːbə
Vögleinˈføːɡlaɪ̯n
,
gutenˈɡuːtn̩
Morgenˈmɔʁɡn̩
!
Sie wendet sich zu Hänsel.
GRETEL
Sichzɪç
dadaː
,
derdeːɐ̯
fauleˈfaʊ̯lə
Siebenschläferˈziːbn̩ˌʃlɛːfɐ
!
Wartvaʁt
nurnuːɐ̯
,
dichdɪç
weck'
ichɪç
!
Ti-re-li-re-li
,
's
istɪst
nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
frühfʁyː
!
Diedaɪ
Lercheˈlɛʁçə
hat's
gesungenɡəˈzʊŋən
undʊnt
hochhoːx
sichzɪç
aufgeschwungenˈaʊ̯fɡəˌʃvʊŋən
.
Ti-re-li-re-li
usw.
Plötzlich mit einem Satze in die Höhe springend
HÄNSEL
Ki-ke-ri-ki
!
's
istɪst
nochnɔx
frühfʁyː
!
Jajaː
,
hab's
wohlvoːl
vernommenfɛɐ̯ˈnɔmən
:
Derdeːɐ̯
Morgenˈmɔʁɡn̩
istɪst
gekommenɡəˈkɔmən
!
GRETEL
Ti-ti-ti-ti-ti-re-li-re
usw.
HÄNSEL
Ki-ke-ri-ki
!
Ü-ü-ü-ü-ü
usw.
HÄNSEL
Mirmiːɐ̯
istɪst
sozoː
wohlvoːl
,
ichɪç
weissvaɪ̯s
nichtnɪçt
wieviː
!
Sozoː
gutɡuːt
wieviː
heuteˈhɔɪ̯tə
schliefʃliːf
ichɪç
nochnɔx
nieniː
!
GRETEL
Dochdɔx
höreˈhøːʁə
nurnuːɐ̯
:
Hierhiːɐ̯
,
unterrn
Baumbaʊ̯m
,
hatt'
ichɪç
'nen
wunderschönenˌvʊndɐˈʃøːnən
Traumtʁaʊ̯m
!
nachdenklich
HÄNSEL
Richtigˈʁɪçtɪk
!
Auchaʊ̯x
mirmiːɐ̯
träumteˈtʁɔɪ̯mtə
wasvas
!
GRETEL
Mirmiːɐ̯
träumteˈtʁɔɪ̯mtə
,
ichɪç
hör'
einaɪ̯n
Rauschenʁaʊ̯ʃn̩
undʊnt
Klingenˈklɪŋən
,
wieviː
Chöreˈkøːʁə
derdeːɐ̯
Engelˈɛŋl̩
einaɪ̯n
himmlischesˈhɪmlɪʃəs
Singenˈzɪŋən
.
Lichteˈlɪçtə
Wölkchenˈvœlkçən
iniˈʔɛn
rosigemˈʁoːzɪɡəm
Scheinʃaɪ̯n
walltenˈvaltn̩
undʊnt
wogtenˈvoːktn̩
insɪns
Dunkelˈdʊŋkl̩
hineinhɪˈnaɪ̯n
.
Sieheˈziːə
:
Helleˈhɛlə
ward's
mitmɪt
einemˈaɪ̯nəm
Maleˈmaːle
,
lichtlɪçt
durchflossendʊʁçˈflɔsn̩
vomfɔm
Himmetsstrahle
,
eineˈaɪ̯nə
gold'ne
Leiterˈlaɪ̯tɐ
sahzaː
ichɪç
sichzɪç
neigenˈnaɪ̯ɡn̩
,
Engelˈɛŋl̩
herniederhɛɐ̯ˈniːdɐ
steigenˈʃtaɪ̯ɡn̩
,
garɡaːɐ̯
holdeˈhɔldə
Engleinˈɛŋl̩
mitmɪt
gold'nen
Flügelein
.
sie lebaft unterbrechend
HÄNSEL
Vierzehnˈfɪʁˌt͡seːn
müssen's
gewesenɡəˈveːzn̩
seinzaɪ̯n
!
erstaunt
GRETEL
Hasthast
duduː
denndɛn
allesˈaləs
diesdaɪs
auchaʊ̯x
gesehenɡəˈzeːən
?
HÄNSEL
Freilichˈfʁaɪ̯lɪç
,
's
warvaːɐ̯
wunderschönˌvʊndɐˈʃøːn
!
Undʊnt
dorthinˈdɔʁthɪn
sahzaː
ichɪç
sieziː
gehnɡeːn
.
Hänsel wendet sich nach dem Hintergrunde: In diesem Augenblicke zerreisst der letzte Nebelschleier. An Stelle des Tannengehölzes erscheint glitzernd im Strahle der aufgegangenen Sonne das "Knusperhäuschen" am Ilsensteine. Links davon in einiger Entfernung befindet sich ein Backofen. Diesem rechts gegenüber ein grosser Käfig, beide mit dem Knusperhäuschen durch einen Zaun von Kuchenmännern verbunden.
hält Hänsel betroffen zurück
GRETEL
Bleibblaɪ̯p
stehnʃteːn
,
bleibblaɪ̯p
stehnʃteːn
!
überrascht
HÄNSEL
O
Himmelˈhɪml̩
,
welchvɛlç
Wunderˈvʊndɐ
istɪst
hierhiːɐ̯
geschehn
?
Neinnaɪ̯n
,
sozoː
wasvas
hab'
ichɪç
meinmaɪ̯n
Tagtaːk
nichtnɪçt
gesehn
!
Beide blicken wie verzaubert auf das Knusperhäuschen.
gewinnt allmählich die Fassung wieder
GRETEL
Wieviː
duftet's
vonfɔn
dortenˈdɔʁtn̩
,
o
schauʃaʊ̯
nurnuːɐ̯
dieseˈdiːzə
Prachtpʁaxt
,
Vonfɔn
Kuchenˈkuːxn̩
undʊnt
Tortenˈtɔʁtn̩
...
mit HÄNSEL zusammen
GRETEL
...
einaɪ̯n
Häusleinˈhɔɪ̯slaɪ̯n
gemachtɡəˈmaxt
,
mitmɪt
Fladenˈflaːdn̩
undʊnt
Tortenˈtɔʁtn̩
ist's
hochhoːx
überdachtyːbɐˈdaxt
,
diedaɪ
Fensterˈfɛnstɐ
wahrhaftigvaːɐ̯ˈhaftɪk
,
wieviː
Zuckerˈt͡sʊkɐ
sozoː
blankblæŋk
,
Rosinenʁoˈziːnən
garɡaːɐ̯
saftigˈzaftɪk
dendeːn
Giebelˈɡiːbl̩
entlangɛntˈlaŋ
,
undʊnt
trauntʁaʊ̯n
!
ringsʁɪŋs
zut͡suː
schau'n
garɡaːɐ̯
einaɪ̯n
Lebkuchenzaun
!
O
herrlichˈhɛʁlɪç
Schlösschenˈʃlœsçən
,
wieviː
bistbɪst
duduː
schmuckʃmʊk
undʊnt
feinfaɪ̯n
,
Welchvɛlç
Waldprinzesschen
magmaːk
dadaː
wohlvoːl
drinnenˈdʁɪnən
seinzaɪ̯n
?
Achax
,
wär'
dochdɔx
zut͡suː
Hauseˈhaʊ̯zə
Waldprinzessin
feinfaɪ̯n
,
sieziː
lüdeˈlyːdə
zumt͡sʊm
Schmauseˈʃmaʊ̯zə
beibaɪ̯
Kuchenˈkuːxn̩
undʊnt
Weinvaɪ̯n
,
zumt͡sʊm
herrlichstenˈhɛʁlɪçstn̩
Schmauseˈʃmaʊ̯zə
unsʊns
beideˈbaɪ̯də
freundlichˈfʁɔɪ̯ntlɪç
einaɪ̯n
,
unsʊns
freundlichˈfʁɔɪ̯ntlɪç
einaɪ̯n
,
unsʊns
freundlichˈfʁɔɪ̯ntlɪç
einaɪ̯n
!
HÄNSEL
Allesˈaləs
bleibtblaɪ̯pt
stillʃtɪl
,
nichtsnɪçt͡s
regtʁeːkt
sichzɪç
dadaː
drinnenˈdʁɪnən
!
Kommkɔm
,
lasslas
unsʊns
hineingehn
!
ihn erschrocken zurückhaltend
GRETEL
Bistbɪst
duduː
beibaɪ̯
Sinnenˈzɪnən
?
Jungeˈjʊŋə
,
wieviː
magstmaːkst
duduː
sozoː
dreistdʁaɪ̯st
nurnuːɐ̯
seinzaɪ̯n
?
Werveːɐ̯
weissvaɪ̯s
,
werveːɐ̯
dadaː
drindʁɪn
wohlvoːl
imiˈʔɛm
Häuschenˈhɔɪ̯sçən
feinfaɪ̯n
?
HÄNSEL
O
siehziː
nurnuːɐ̯
,
siehziː
,
wieviː
dasdas
Häusleinˈhɔɪ̯slaɪ̯n
unsʊns
lachtlaxt
!
Haha
!
Diedaɪ
Engleinˈɛŋl̩
haben's
unsʊns
hergebrachtˈheːɐ̯ɡəˌbʁaxt
!
sinnend
GRETEL
Diedaɪ
Engleinˈɛŋl̩
?
Jajaː
,
sozoː
wirdvɪʁt
eseːs
wohlvoːl
seinzaɪ̯n
!
HÄNSEL
Jajaː
,
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
sieziː
ladenˈlaːdn̩
freundlichˈfʁɔɪ̯ntlɪç
unsʊns
einaɪ̯n
!
Kommkɔm
,
wirviːɐ̯
knuspernˈknʊspɐn
einaɪ̯n
wenigˈveːnɪk
vomfɔm
Häuschenˈhɔɪ̯sçən
!
BEIDE
Kommkɔm
,
jajaː
knuspernˈknʊspɐn
wirviːɐ̯
,
kommkɔm
,
jajaː
knuspernˈknʊspɐn
wirviːɐ̯
wieviː
zweit͡svaɪ̯
Nagemäuschen
!
Sie hüpfen Hand in Hand nacb dem Hintergrunde, bleiben wiederum stehen und schleichen dann vorsichtig auf den Fussspitzen bis an das Häuschen. Nach einigem Zögern bricht Hänsel an der rechten Kante ein Stückchen Kuchen heraus.
BEIDE
Eineˈaɪ̯nə
STIMMEˈʃtɪmə
ausaʊ̯s
demdeːm
Häuschenˈhɔɪ̯sçən
Knusperˈknʊspɐ
,
knusperˈknʊspɐ
Knäuschen
,
werveːɐ̯
knuspertˈknʊspɐt
mirmiːɐ̯
amaːm
Häuschenˈhɔɪ̯sçən
?
Hänsel stutzt und lässt erschrocken das Stückchen Kuchen fallen.
HÄNSEL
Hasthast
du's
gehörtɡəˈhøːɐ̯t
?
etwas zaghaft
GRETEL
Derdeːɐ̯
Windvɪnt
....
HÄNSEL
...
derdeːɐ̯
Windvɪnt
....
BEIDE
...
dasdas
himmlischeˈhɪmlɪʃə
Kindkɪnt
!
hebt das Stück Kuchen wieder auf und versucht es
GRETEL
Hmhm̩
!
Gretel begehrlich anschauend
HÄNSEL
Wieviː
schmecktʃmɛkt
dasdas
?
lässt Hänsel beissen
GRETEL
Dadaː
hasthast
duduː
auchaʊ̯x
wasvas
!
legt entzückt die Hände auf die Brust
HÄNSEL
Heihaɪ̯
!
Heihaɪ̯
!
usw.
HÄNSEL
O
köstlicherˈkœstlɪçɐ
Kuchenˈkuːxn̩
,
wieviː
schmeckstʃmɛkst
duduː
nachnaːx
mehrmeːɐ̯
!
Mirmiːɐ̯
istɪst
jajaː
,
alsals
wennvɛn
ichɪç
imiˈʔɛm
Himmelˈhɪml̩
schonʃoːn
wärvɛːr
!
Haha
,
wieviː
dasdas
schmecktʃmɛkt
!
GRETEL
's
istɪst
garɡaːɐ̯
zut͡suː
leckerˈlɛkɐ
!
HÄNSEL
Wieviː
süsszyːs
!
GRETEL
Wieviː
köstlichˈkœstlɪç
!
HÄNSEL
Haha
....
GRETEL
Wieviː
süsszyːs
!
HÄNSEL
...
wieviː
leckerˈlɛkɐ
!
GRETEL
Vielleichtfiˈlaɪ̯çt
hierhiːɐ̯
wohntvoːnt
garɡaːɐ̯
einaɪ̯n
Zuckerbäckerˈt͡sʊkɐˌbɛkɐ
!
HÄNSEL
Heheː
,
Zuckerbäckerˈt͡sʊkɐˌbɛkɐ
!
Nimmnɪm
dichdɪç
iniˈʔɛn
Achtaxt
!
Einaɪ̯n
Lochlɔx
wirdvɪʁt
dirdiːɐ̯
jetztjɛt͡st
vomfɔm
Mäusleinmaʊ̯s
gemachtɡəˈmaxt
!
Er bricht ein grosses Stück Kuchen aus der Wand.
HÄNSEL
Diedaɪ
STIMMEˈʃtɪmə
ausaʊ̯s
demdeːm
Häuschenˈhɔɪ̯sçən
Knusperˈknʊspɐ
,
knusperˈknʊspɐ
Knäuschen
,
werveːɐ̯
knuspertˈknʊspɐt
mirmiːɐ̯
amaːm
Häuschenˈhɔɪ̯sçən
?
Derdeːɐ̯
Windvɪnt
,
derdeːɐ̯
Windvɪnt
,
dasdas
himmlischeˈhɪmlɪʃə
Kindkɪnt
!
Der obere Teil der Haustüre öffnet sich leise und der Kopf der Knusperhexe wird sichtbar Die Kinder bemerken sie nicht und schmausen lustig weiter Dann öffnet sie vollends die Tür, schleicht behutsam auf die Kinder zu und wirft Hänsel, der ihr ahnungslos den Rücken wendet, einen Strick um den Hals.
GRETEL
Wartvaʁt
,
duduː
näschiges
Mäuschenˈmɔɪ̯sçən
,
gleichɡlaɪ̯ç
kommtkɔmt
diedaɪ
Katz'
ausaʊ̯s
demdeːm
Häuschen'
weiter kauend
HÄNSEL
Knusp're
nurnuːɐ̯
zut͡suː
undʊnt
lasslas
michmɪç
iniˈʔɛn
Ruhtʁuːt
reisst ihm das Stück aus der Hand
GRETEL
Nichtnɪçt
sozoː
geschwindɡəˈʃvɪnt
,
Herrhɛʁ
Windvɪnt
,
Herrhɛʁ
Windvɪnt
!
nimmt es ihr wieder
HÄNSEL
Himmlischesˈhɪmlɪʃəs
Kindkɪnt
,
ichɪç
nehm'
,
wasvas
ichɪç
findfɪnt
!
GRETELˈɡʁeːtl̩
,
danndan
HÄNSELˈhɛnzl̩
lachend
HÄNSEL
Haha
haha
haha
usw.
grell lachend
DIE KNUSPERHEXE
Hihaɪ̯
hihaɪ̯
,
hihaɪ̯
hihaɪ̯
usw.
entsetzt
HÄNSEL
Lasslas
losloːs
!
Werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
?
Lasslas
michmɪç
losloːs
!
die Kinder an sich ziehend
DIE KNUSPERHEXE
Engelchenˈɛŋl̩çən
!
Undʊnt
duduː
meinmaɪ̯n
Bengelchenˈbɛŋl̩çən
!
Sie streichelt die Kinder.
DIE KNUSPERHEXE
Ihriːɐ̯
kommtkɔmt
michmɪç
besuchenbəˈzuːxn̩
?
Dasdas
istɪst
nettnɛt
!
Ihriːɐ̯
liebenˈliːbn̩
Kinderˈkɪndɐ
,
sozoː
rundʁʊnt
undʊnt
fettfɛt
!
macht verzweifelte Anstrengungen, sich loszumachen
HÄNSEL
Werveːɐ̯
bistbɪst
duduː
,
Garstigeˈɡaʁstɪɡə
?
Lasslas
michmɪç
losloːs
!
DIE KNUSPERHEXE
Nana
,
Herzchenˈhɛʁt͡sçən
,
zier'
dichdɪç
nichtnɪçt
ersteːɐ̯st
grossɡroːs
!
Wisstvɪst
denndɛn
,
dassdas
euchɔɪ̯ç
vorfoːɐ̯
mirmiːɐ̯
nichtnɪçt
graul'
.
Ichɪç
binbɪn
Rosineʁoˈziːnə
Leckermaulˈlɛkɐˌmaʊ̯l
,
höchsthøːçst
menschenfreundlich
stetsʃteːt͡s
gesinntɡəˈzɪnt
,
unschuldigˈʊnʃʊldɪk
,
wieviː
einaɪ̯n
kleinesˈklaɪ̯nəs
Kindkɪnt
!
Drumdʁʊm
hab'
ichɪç
diedaɪ
kleinenˈklaɪ̯nən
Kinderˈkɪndɐ
sozoː
liebliːp
!
sozoː
liebliːp
,
sozoː
liebliːp
,
achax
!
zumt͡sʊm
Aufessenˈaʊ̯fˌʔɛsn̩
liebliːp
!
Sie streichelt Hänsel
HÄNSEL
Gehɡeː
,
bleibblaɪ̯p
mitmɪt
dochdɔx
ausaʊ̯s
demdeːm
Gesichtɡəˈzɪçt
!
Er stampft mit dem Fusse
HÄNSEL
Hörsthøːɐ̯st
duduː
,
ichɪç
magmaːk
dichdɪç
nichtnɪçt
!
grell lachend
DIE KNUSPERHEXE
Wasvas
seidzaɪ̯t
ihriːɐ̯
fürfyːɐ̯
leckereˈlɛkəʁə
Teufelsbrätchen
,
besondersbəˈzɔndɐs
duduː
,
meinmaɪ̯n
herzigesˈhɛʁt͡sɪɡəs
Mädchenˈmeːtçən
!
Kommtkɔmt
,
kleineˈklaɪ̯nə
Mäusleinmaʊ̯s
,
kommtkɔmt
iniˈʔɛn
meinmaɪ̯n
Häusleinˈhɔɪ̯slaɪ̯n
!
Ihriːɐ̯
sollt's
gutɡuːt
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
habenˈhaːbm̩
,
willvɪl
drinnenˈdʁɪnən
köstlichˈkœstlɪç
euchɔɪ̯ç
labenˈlaːbn̩
!
Schokoladeʃokoˈlaːdə
,
Tortenˈtɔʁtn̩
,
Marzipanmaʁt͡siˈpaːn
,
Kuchenˈkuːxn̩
,
gefülltɡəˈfʏlt
mitmɪt
süsser
Sahn'
,
Johannisbrot
undʊnt
Jungfernleder
,
undʊnt
Reisbrei
,
aufaʊ̯f
demdeːm
Ofenˈoːfn̩
stehtʃteːt
ereːɐ̯
,
Rosinenʁoˈziːnən
undʊnt
Feigenˈfaɪ̯ɡn̩
undʊnt
Mandelnˈmandl̩n
undʊnt
Dattelnˈdatl̩n
sichzɪç
zeigenˈt͡saɪ̯ɡn̩
:
's
istɪst
allesˈaləs
imiˈʔɛm
Häuschenˈhɔɪ̯sçən
eu'r
eigenˈaɪ̯ɡn̩
,
jajaː
,
allesˈaləs
eu'r
eigenˈaɪ̯ɡn̩
!
HÄNSEL
Ichɪç
geh'
nichtnɪçt
mitmɪt
dirdiːɐ̯
,
garstigeˈɡaʁstɪɡə
Fraufʁaʊ̯
!
GRETEL
Duduː
bistbɪst
garɡaːɐ̯
zut͡suː
freundlichˈfʁɔɪ̯ntlɪç
!
DIE KNUSPERHEXE
Schauʃaʊ̯
,
schauʃaʊ̯
!
Schauʃaʊ̯
,
wieviː
schlauʃlaʊ̯
!
Ihriːɐ̯
Kinderˈkɪndɐ
,
ichɪç
mein's
jajaː
sozoː
gutɡuːt
mitmɪt
euchɔɪ̯ç
,
ihriːɐ̯
seidzaɪ̯t
jajaː
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
wieviː
imiˈʔɛm
Himmelreichˈhɪml̩ˌʁaɪ̯ç
!
Kommtkɔmt
,
kleineˈklaɪ̯nə
Mäusleinmaʊ̯s
,
kommtkɔmt
iniˈʔɛn
meinmaɪ̯n
Häusleinˈhɔɪ̯slaɪ̯n
!
Ihriːɐ̯
sollt's
gutɡuːt
beibaɪ̯
mirmiːɐ̯
habenˈhaːbm̩
,
willvɪl
drinnenˈdʁɪnən
...
GRETEL
Sozoː
sprichʃpʁɪç
:
Wasvas
willstvɪlst
duduː
...
DIE KNUSPERHEXE
...
köstlichˈkœstlɪç
euchɔɪ̯ç
labenˈlaːbn̩
.
GRETEL
...
meinemˈmaɪ̯nəm
Bruderˈbʁuːdɐ
tuntjuːn
?
DIE KNUSPERHEXE
I
nunnuːn
...
Ichɪç
willvɪl
ihniːn
futternˈfʊtɐn
undʊnt
nudelnˈnuːdl̩n
,
mitmɪt
allerhandalɐˈhant
vortrefflichenfoːɐ̯ˈtʁɛflɪçn̩
Sachenˈzaxn̩
ihniːn
zartt͡saːɐ̯t
undʊnt
wohlschmeckendˈvoːlˌʃmɛkn̩t
machenˈmaxn̩
.
Undʊnt
istɪst
ereːɐ̯
danndan
nichtnɪçt
zahmt͡saːm
,
undʊnt
bravbʁaːf
,
undʊnt
fügsamˈfyːkzaːm
undʊnt
geduldigɡəˈdʊldɪk
wieviː
einaɪ̯n
Schafʃaːf
,
danndan
,
Hänselˈhɛnzl̩
,
ichɪç
sag'
dir's
in's
Ohroːɐ̯
,
dirdiːɐ̯
stehtʃteːt
eineˈaɪ̯nə
grosseˈɡʁɔsə
Freudeˈfʁɔɪ̯də
bevorbəˈfoːɐ̯
!
HÄNSEL
Sozoː
sag's
,
dochdɔx
lautlaʊ̯t
undʊnt
nichtnɪçt
insɪns
Ohroːɐ̯
:
...
DIE KNUSPERHEXE
Heheː
?
HÄNSEL
Welchvɛlç
grosseˈɡʁɔsə
Freudeˈfʁɔɪ̯də
stehtʃteːt
mirmiːɐ̯
bevorbəˈfoːɐ̯
?
DIE KNUSPERHEXE
Jajaː
,
liebeˈliːbə
Kinderˈkɪndɐ
,
Hörenˈhøːʁən
undʊnt
Sehnzeːn
wirdvɪʁt
euchɔɪ̯ç
beibaɪ̯
diesemˈdiːzm̩
Vergnügenfɛɐ̯ˈɡnyːɡn̩
vergehn
!
HÄNSEL
Eiaɪ̯
,
meineˈmaɪ̯nə
Augenˈaʊ̯ɡn̩
undʊnt
Ohrenˈoːʁən
sindzɪnt
gutɡuːt
!
Habenˈhaːbm̩
wohlvoːl
achtaxt
,
wasvas
Schadenˈʃaːdn̩
mirmiːɐ̯
tuttuːt
!
entschlossen
HÄNSEL
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
trautʁaʊ̯
nichtnɪçt
demdeːm
gleissenden
Wortvɔʁt
!
Kommkɔm
,
Schwesterchenˈʃvɛstɐçən
,
wirviːɐ̯
laufenˈlaʊ̯fm̩
fortfoːɐ̯
.
Er hat sich mittlerweile von der Schlinge befreit und läuft mit Gretel zum Vordergrunde. Hier werden sie von der Hexe zurückgehalten, die gebieterisch ein am Gürtel hängendes Stäbchen mit wiederholten Gebärden des Festbannens gegen die beiden erhebt.
DIE KNUSPERHEXE
Halthalt
!
Die Bühne verfinstert sich allmählich.
DIE KNUSPERHEXE
Hokus
pokus
,
Hexenschussˈhɛksn̩ʃʊs
!
Rühr'
dichdɪç
undʊnt
dichdɪç
triffttʁɪft
derdeːɐ̯
Flussflʊs
!
Nichtnɪçt
mehrmeːɐ̯
vorwärtsˈfoːɐ̯vɛʁt͡s
,
nichtnɪçt
zurückt͡suˈʁʏk
?
Bann'
dichdɪç
mitmɪt
demdeːm
bösenˈbøːzn̩
Blickblɪk
!
Kopfkɔp͡f
stehʃteː
starrʃtaʁ
dirdiːɐ̯
imiˈʔɛm
Genickɡəˈnɪk
!
Der Knopf des Stäbchens beginnt intensiv zu leuchten.
DIE KNUSPERHEXE
Hokus
pokus
,
nunnuːn
kommtkɔmt
jocus
:
Kinderˈkɪndɐ
,
schautʃaʊ̯t
dendeːn
Zauberknopf
,
Äuglein
stehetˈʃteːət
stillʃtɪl
imiˈʔɛm
Kopfkɔp͡f
!.
Nunnuːn
zumt͡sʊm
Stallʃtal
hineinhɪˈnaɪ̯n
,
duduː
Tropftʁɔp͡f
.
Neue Gebärde; dann leitet sie Hänsel, dessen Blick starr auf den leuchtenden Knopf gerichtet ist, zum Stalle und schliesst hinter ihm die Gittertüre.
DIE KNUSPERHEXE
Hokus
pokus
,
bonusˈboːnʊs
jocus
,
malusˈmaːlʊs
tocus
,
hokus
pokus
!
Bonusˈboːnʊs
jocus
,
malusˈmaːlʊs
locus
!
Allmählich erhellt sich die Bühne wieder, während der Glanz des Zauberknopfes abnimmt.
DIE KNUSPERHEXE
Hokus
pokus
,
bonusˈboːnʊs
jocus
,
malusˈmaːlʊs
locus
,
hokus
pokus
!
Vergnügt zu Gretel, die noch immer regungslos dasteht
DIE KNUSPERHEXE
Nunnuːn
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
seizaɪ̯
vernünftigfɛɐ̯ˈnʏnftɪk
undʊnt
nettnɛt
,
derdeːɐ̯
Hänselˈhɛnzl̩
wirdvɪʁt
nunnuːn
balde
fettfɛt
.
Wirviːɐ̯
wollenˈvɔlən
ihniːn
,
sozoː
ist's
amaːm
bestenˈbɛstn̩
,
mitmɪt
süssen
Mandelnˈmandl̩n
undʊnt
Rosinenʁoˈziːnən
mästenˈmɛstn̩
.
Ichɪç
geh'
insɪns
Haushaʊ̯s
undʊnt
holeˈhoːlə
sieziː
schnellʃnɛl
,
duduː
rühreˈʁyːʁə
dichdɪç
nichtnɪçt
vonfɔn
derdeːɐ̯
Stell'
!
Sie droht grinsend mit dem Finger und geht ins Haus.
starr und unbeweglich
GRETEL
Hu[haːˈʔuː]
!
Wieviː
mirmiːɐ̯
vorfoːɐ̯
derdeːɐ̯
Hexeˈhɛksə
grautɡʁaʊ̯t
!
hastig flüsternd
HÄNSEL
Gretelˈɡʁeːtl̩
,
pstps̩t
!
sprichʃpʁɪç
nichtnɪçt
sozoː
lautlaʊ̯t
!
Seizaɪ̯
hübschhʏpʃ
gescheitɡəˈʃaɪ̯t
undʊnt
gibɡiːp
feinfaɪ̯n
achtaxt
aufaʊ̯f
jedesˈjeːdəs
,
wasvas
diedaɪ
Hexeˈhɛksə
machtmaxt
.
Zumt͡sʊm
Scheinʃaɪ̯n
tuteːˈʔuː
allesˈaləs
,
wasvas
sieziː
willvɪl
-
dadaː
kommtkɔmt
sieziː
schonʃoːn
zurückt͡suˈʁʏk
-
pstps̩t
!
stillʃtɪl
!
Die Hexe kommt hervor, überzeugt sich, ob Gretel noch stille steht, worauf sie dem Hänsel aus einem Korb Mandeln und Rosinen hinstreut.
DIE KNUSPERHEXE
Nunnuːn
,
Jüngelchenˈjʏŋl̩çən
,
ergötzeɛɐ̯ˈɡœt͡sə
deindaɪ̯n
Züngelchenˈt͡sʊŋə
!
Steckt Hänsel eine Rosine in den Mund.
DIE KNUSPERHEXE
Frissfʁɪs
,
Vogelˈfoːɡl̩
,
oderˈoːdɐ
stirbʃtɪʁp
!
Kuchenheil
dirdiːɐ̯
erwirbɛɐ̯ˈvɪʁp
!
Sie wendet sich zu Gretel und entzaubert sie mit einem Wacholder.
DIE KNUSPERHEXE
Hokus
pokus
Holderbusch
!
Schwindeˈʃvɪndə
Gliederstarre
,
huschhʊʃ
!
Gretel rührt sich wieder.
DIE KNUSPERHEXE
Nunnuːn
wiederˈviːdɐ
kregel
,
süsses
Kleinchen
,
rührʁyːɐ̯
mirmiːɐ̯
geschwindɡəˈʃvɪnt
diedaɪ
rundenˈʁʊndn̩
Beinchenˈbaɪ̯nçən
!
Gehɡeː
,
meinmaɪ̯n
Püppchenˈpʏpçən
,
flinkflɪŋk
undʊnt
frischfʁɪʃ
,
deckeˈdɛkə
drinnenˈdʁɪnən
hübschhʏpʃ
dendeːn
Tischtɪʃ
:
Schüsselchenˈʃʏsl̩çən
,
Tellerchenˈtɛlɐçən
,
Messerchenˈmɛsɐ
,
Gäbelchenˈɡaːbəl
,
Serviettchen
fürfyːɐ̯
meinmaɪ̯n
Schnäbelchenˈʃnaːbəl
;
nunnuːn
machmax
allesˈaləs
rechtʁɛçt
hurtigˈhʊʁtɪk
undʊnt
feinfaɪ̯n
,
sonstzɔnst
sperr'
ichɪç
dichdɪç
auchaʊ̯x
iniˈʔɛn
dendeːn
Stallʃtal
hineinhɪˈnaɪ̯n
!
Sie droht kichernd; Gretel eilends ab.
DIE KNUSPERHEXE
Hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
!
zu dem sich schlafend stellenden Hänsel
DIE KNUSPERHEXE
Derdeːɐ̯
Lümmelˈlʏml̩
schläftʃlɛːft
jajaː
,
nunnuːn
siehziː
malmaːl
anaːˈʔɛn
,
wieviː
dochdɔx
diedaɪ
Jugendˈjuːɡn̩t
schlafenˈʃlaːfn̩
kannkan
!
Nana
,
schlafʃlaːf
nurnuːɐ̯
bravbʁaːf
,
duduː
gutesˈɡuːtəs
Schafʃaːf
,
baldbalt
schläfstʃlɛːfst
duduː
deinenˈdaɪ̯nən
ew'gen
Schlafʃlaːf
.
Dochdɔx
ersteːɐ̯st
diedaɪ
Gretelˈɡʁeːtl̩
mussmʊs
mirmiːɐ̯
drandʁan
,
mitmɪt
dirdiːɐ̯
,
meinmaɪ̯n
Mädelˈmɛːdl̩
,
fang'
ichɪç
anaːˈʔɛn
;
bistbɪst
sozoː
niedlichˈniːtlɪç
,
zartt͡saːɐ̯t
undʊnt
rundʁʊnt
,
wieviː
gemachtɡəˈmaxt
fürfyːɐ̯
Hexenmund
!
Sie öffnet die Backofentüre und riecht hinein, wobei ihr Gesicht grell von dunkelrotem Feuerschein beleuchtet wird.
DIE KNUSPERHEXE
Derdeːɐ̯
Teigtaɪ̯k
istɪst
garɡaːɐ̯
,
wirviːɐ̯
könnenˈkœnən
voranfoˈʁan
machenˈmaxn̩
.
Heihaɪ̯
,
wieviː
imiˈʔɛm
Ofenˈoːfn̩
diedaɪ
Scheiteˈʃaɪ̯tə
krachenˈkʁaxn̩
!
Sie schiebt noch ein paar Scheite unter,- die Flammen schlagen hoch hinaus und sinken wieder zusammen. Die Hexe, vergnügt, reibt sicb die Hände.
DIE KNUSPERHEXE
Jajaː
,
Gretelchen
,
wirstvɪʁst
baldbalt
einaɪ̯n
Brätelchen
!
Schauʃaʊ̯
,
schauʃaʊ̯
!
Schauʃaʊ̯
,
wieviː
schlauʃlaʊ̯
!
Sollstzɔlst
gleichɡlaɪ̯ç
imiˈʔɛm
Backofenˈbakˌʔoːfən
huckenˈhʊkn̩
,
undʊnt
nachnaːx
dendeːn
Lebkuchenˈleːpˌkuːxn̩
guckenˈɡʊkn̩
!
Bistbɪst
duduː
danndan
drindʁɪn
,
schwaps
!
gehtɡeːt
diedaɪ
Türtyːɐ̯
,
Danndan
istɪst
feinfaɪ̯n
Gretelchen
meinmaɪ̯n
Brätelchen
!
Dasdas
Brätlein
,
dasdas
sollzɔl
sichzɪç
verwandelnfɛɐ̯ˈvandl̩n
iniˈʔɛn
Kuchenˈkuːxn̩
mitmɪt
Zuckerˈt͡sʊkɐ
undʊnt
Mandelnˈmandl̩n
!
Imiˈʔɛm
Zauberofen
meinmaɪ̯n
wirstvɪʁst
duduː
einaɪ̯n
Lebkuchenˈleːpˌkuːxn̩
feinfaɪ̯n
!
Schauʃaʊ̯
,
schauʃaʊ̯
,
wieviː
schlauʃlaʊ̯
!
Hihaɪ̯
hihaɪ̯
,
hihaɪ̯
hihaɪ̯
usw.
In wilder Freude ergreift sie einen Besen und setzt sich rittlings darauf.
DIE KNUSPERHEXE
Hurr
hopp
hopp
hopp
,
Galoppɡaˈlɔp
lopp
lopp
,
meinmaɪ̯n
Besengaul
,
hurr
hopp
nitnɪçt
faulfaʊ̯l
!
Sie reitet ausgelassen auf dem Besen umher.
DIE KNUSPERHEXE
Sozoː
wieviː
ich's
magmaːk
,
amaːm
lichtenˈlɪçtn̩
Tagtaːk
spring'
kreuzkʁɔɪ̯t͡s
undʊnt
querkveːɐ̯
um's
Häuschenˈhɔɪ̯sçən
herheːɐ̯
!
Sie reitet wieder. Gretel steht währenddem lauschend am Fenster.
DIE KNUSPERHEXE
Beibaɪ̯
dunklerˈdʊŋklɐ
Nachtnaxt
,
wennvɛn
niemandˈniːmant
wachtvaxt
,
zumt͡sʊm
Hexenschmaus
amaːm
Schornsteinˈʃɔʁnˌʃtaɪ̯n
rausʁaʊ̯s
!
Ausaʊ̯s
fünffʏnf
undʊnt
sechszɛks
,
sozoː
sagtzaːkt
diedaɪ
Hex'
,
machmax
sieb'n
undʊnt
achtaxt
,
sozoː
ist's
vollbrachtfɔlˈbʁaxt
,
undʊnt
neunnɔɪ̯n
istɪst
einsaɪ̯ns
undʊnt
zehnt͡seːn
istɪst
keinskaɪ̯ns
undʊnt
vielfiːl
istɪst
nichtsnɪçt͡s
,
diedaɪ
Hexeˈhɛksə
spricht's
!
Sozoː
reitetˈʁaɪ̯tət
sieziː
bisbɪs
morgensˈmɔʁɡn̩s
frühfʁyː
!
Mit tollen Sprüngen reitet sie dem Hintergrunde zu und verschwindet zeitweilig hinter dem Knusperhäuschen. Wiederum sichtbar geworden, kommt die Hexe zum Vordergrunde, wo sie plötzlich anhält und absteigt.
DIE KNUSPERHEXE
Prr
!
Besenˈbeːzn̩
,
hühˈhyːˌaː
!
Sie hinkt zum Stalle zurück und kitzelt Hänsel mit einem Besenreis wach.
DIE KNUSPERHEXE
Aufaʊ̯f
,
wachvax
aufaʊ̯f
,
meinmaɪ̯n
Jüngelchenˈjʏŋl̩çən
,
zeigt͡saɪ̯k
mirmiːɐ̯
deindaɪ̯n
Züngelchenˈt͡sʊŋə
!
Hänsel streckt die Zunge heraus.
DIE KNUSPERHEXE
Schlickerˈʃlɪkɐ
,
schleckerˈʃlɛkɐ
!
Mm
,
mm
,
mm
!
Leckerˈlɛkɐ
,
leckerˈlɛkɐ
!
Mm
,
mm
,
mm
!
Kleinesˈklaɪ̯nəs
leckeresˈlɛkəʁəs
Schlingelchen
,
zeigt͡saɪ̯k
mirmiːɐ̯
deindaɪ̯n
Fingerchenˈfɪŋɐçən
!
Hänsel steckt ein Stöckchen heraus.
DIE KNUSPERHEXE
Jemineoˈjeː.miˌneː
!
O
jejeː
!
wieviː
einaɪ̯n
Stöckchenˈʃtœkçən
,
o
wehveː
!
Bübchenˈbyːpçən
,
deineˈdaɪ̯nə
Fingerchenˈfɪŋɐçən
sindzɪnt
elendeˈeːlɛndə
Dingerchen
!
rufend
DIE KNUSPERHEXE
Mädelˈmɛːdl̩
!
Gretelˈɡʁeːtl̩
!
Gretel zeigt sich an der Türe.
DIE KNUSPERHEXE
Bringbʁɪŋ
Rosinenʁoˈziːnən
undʊnt
Mandelnˈmandl̩n
herheːɐ̯
,
Hänselˈhɛnzl̩
meintmaɪ̯nt
,
eseːs
schmecktʃmɛkt
nachnaːx
mehrmeːɐ̯
!
Gretel springt ins Haus und kehrt alsbald mit einem Körbchen voll Rosinen und Mandeln zurück.
GRETEL
Dadaː
sindzɪnt
diedaɪ
Mandelnˈmandl̩n
!
Sie stellt sich, während die Hexe den Hänsel füttert, hinter sie und macht mit dem Wacholder die Entzauberungsgebärde.
leise
GRETEL
Hokus
pokus
Holderbusch
,
schwindeˈʃvɪndə
Gliederstarre
,
huschhʊʃ
!
sich rasch umwendend
DIE KNUSPERHEXE
Wasvas
sagtestˈzaːktəst
duduː
,
meinmaɪ̯n
GänseIchen
?
Hänsel regt sich wieder.
etwas verwirrt
GRETEL
Meint'
nurnuːɐ̯
:
Wohlvoːl
bekomm's
,
meinmaɪ̯n
Hänselchen
!
DIE KNUSPERHEXE
Heheː
?
lauter
GRETEL
Wohlvoːl
bekomm's
,
meinmaɪ̯n
Hänselchen
!
DIE KNUSPERHEXE
Hihaɪ̯
hihaɪ̯
hihaɪ̯
!
Meinmaɪ̯n
gutesˈɡuːtəs
Tröpfchenˈtʁœp͡fçən
,
dadaː
steckʃtɛk
dirdiːɐ̯
wasvas
insɪns
Kröpfchenkrɔpf
!
Steckt Greteln eine Rosine in den Mund.
DIE KNUSPERHEXE
Frissfʁɪs
,
Vogelˈfoːɡl̩
,
oderˈoːdɐ
stirbʃtɪʁp
!
Kuchenheil
diedaɪ
erwirbɛɐ̯ˈvɪʁp
!
Sie öffnet die Backofentüre, die Glut hat scheinbar etwas nachgelassen. Hänsel gibt Greteln währenddessen lebhafte Zeichen.
leise die Stalltüre öffnend
HÄNSEL
Schwesterleinˈʃvɛstɐ
,
hüthyːt
dichdɪç
feinfaɪ̯n
!
Gretel gierig betrachtend
DIE KNUSPERHEXE
Wieviː
wässertˈvɛsɐt
mirmiːɐ̯
dasdas
Mündchenˈmʏntçən
nachnaːx
diesemˈdiːzm̩
süssen
Kindchenˈkɪntçən
!
Kommkɔm
,
Gretelchen
,
Zuckermädelchen
!
Gretel tritt heran.
DIE KNUSPERHEXE
Sollstzɔlst
iniˈʔɛn
dendeːn
Backofenˈbakˌʔoːfən
huckenˈhʊkn̩
undʊnt
nachnaːx
dendeːn
Lebkuchenˈleːpˌkuːxn̩
guckenˈɡʊkn̩
.
Sorgfältigˈzɔʁkfɛltɪk
schaun
,
jajaː
!
oboːˈbeː
sieziː
schonʃoːn
braunbʁaʊ̯n
dadaː
,
oderˈoːdɐ
ob's
zut͡suː
frühfʁyː
's
istɪst
kleineˈklaɪ̯nə
Müh'
!
Gretel zaudert.
aus dem Stalle schleichend
HÄNSEL
Schwesterleinˈʃvɛstɐ
,
hüt'
dichdɪç
feinfaɪ̯n
!
sich ungeschickt stellend
GRETEL
Eiaɪ̯
,
wieviː
fang'
ich's
anaːˈʔɛn
,
dassdas
ichɪç
kommeˈkɔmə
drandʁan
?
DIE KNUSPERHEXE
Musstmʊst
dichdɪç
nurnuːɐ̯
ebenˈeːbn̩
einaɪ̯n
bisschenˈbɪsçən
hebenˈheːbm̩
!
Kopfkɔp͡f
vorgebeugtˈfoːɐ̯ɡəˌbɔɪ̯kt
,
's
istɪst
kinderleichtˈkɪndɐˈlaɪ̯çt
!
Gretel am Kleide zurückhaltend
HÄNSEL
Schwesterleinˈʃvɛstɐ
,
hüt'
dichdɪç
feinfaɪ̯n
!
schüchtern
GRETEL
Binbɪn
garɡaːɐ̯
sozoː
dummdʊm
,
nimmnɪm
mir's
nichtnɪçt
krummkʁʊm
!
Drumdʁʊm
zeigt͡saɪ̯k
mirmiːɐ̯
ebenˈeːbn̩
:
Wieviː
sollzɔl
ichɪç
michmɪç
denndɛn
hebenˈheːbm̩
?
macht eine ungeduldige Bewegung
DIE KNUSPERHEXE
Kopfkɔp͡f
vorgebeugtˈfoːɐ̯ɡəˌbɔɪ̯kt
,
's
istɪst
kinderleichtˈkɪndɐˈlaɪ̯çt
!
Sie schickt sich murrend an, in den Backofen au kriechen, indem sie sich mit halbem Leibe vorbeugt, geben ihr Hänsel und Gretel einen derben Stoss, so dass sie vollends hineinfliegt, und schlagen dann rasch die Tür zu.
ihr nachspottend
HÄNSEL
"
Undʊnt
bistbɪst
duduː
danndan
drindʁɪn
,
schwaps
!
gehtɡeːt
diedaɪ
Türtyːɐ̯
,
klapsklaps
!"
Duduː
bistbɪst
danndan
stattʃtat
Gretelchen
...
einaɪ̯n
Brätelchen
!
Hänsel und Gretel fallen sich jubelnd In die Arme.
HÄNSEL
Juch-hei
!
Nunnuːn
istɪst
diedaɪ
Hexeˈhɛksə
tottoːt
,
mausetotˌmaʊ̯zəˈtoːt
,
undʊnt
ausaʊ̯s
diedaɪ
Notnoːt
!
Juch-hei
!
Nunnuːn
istɪst
diedaɪ
Hexeˈhɛksə
stillʃtɪl
,
mäuschenstill
,
Kuchenˈkuːxn̩
gibt's
diedaɪ
Füll'
.
Nunnuːn
istɪst
zut͡suː
End'
derdeːɐ̯
Grausɡʁaʊ̯s
,
Hexengraus
,
undʊnt
derdeːɐ̯
Spukʃpuːk
istɪst
ausaʊ̯s
!
sie fassen sich bei der Hand.
HÄNSEL
Jajaː
,
lasslas
unsʊns
fröhlichˈfʁøːlɪç
seinzaɪ̯n
,
tanzenˈtant͡sn̩
imiˈʔɛm
Feuerscheinˈfɔɪ̯ɐˌʃaɪ̯n
,
haltenˈhaltn̩
imiˈʔɛm
Knusperhaus
herrlichstenˈhɛʁlɪçstn̩
Freudenschmaus
.
Heilhaɪ̯l
juch-hei
,
juch-hei
!
usw
.
Sie umfassen sich und walzen miteinander. erst im Vordergrunde dann allmählich in der Richtung auf das Knusperhäuschen zu. Als sie beim Knusperhäuschen angekommen sind, reisst sich Hänsel von Gretel los, eilt ins Häuschen, indem er die Türe hinter sich zuschlägt und wirft Gretel durch die obere Luke Äpfel, Birnen, Apfelsinen, vergoldete Nüsse und allerhand Zuckerwerk in die aufgehaltene Schürze. Mittl erweile fängt der Hexenofen gewaltig an zu knistern; die Flamme schlägt hoch empor. Dann gibt's einen starken Krach, und der Ofen stürzt donnernd zusammen. Hänsel und Gretel, die vor Schreck ihre Beute fallen lässt, eilen bestürzt herbei und stehen wie erstarrt da. Ihre Verwunderung steigt aufs Höchste, als sie die Reihen der Kinder um sich herum gewahr werden, deren Kuchenhülle mittlerweile abgefallen ist.
HÄNSEL
Dadaː
,
siehziː
nurnuːɐ̯
diedaɪ
artigenˈaːɐ̯tɪɡn̩
Kinderleinˈkɪntlaɪ̯n
!
GRETEL
Wovoː
mögenˈmøːɡn̩
diedaɪ
hergekommenˈheːɐ̯ɡəˌkɔmən
seinzaɪ̯n
?
regungslos, mit geschlossenen Augen, wie zuvor die Kuchenfiguren
KUCHENKINDER
Erlöstɛɐ̯ˈløːst
,
befreitbəˈfʁaɪ̯t
,
fürfyːɐ̯
alleˈalə
Zeitt͡saɪ̯t
!
GRETEL
Geschlossenɡəˈʃlɔsn̩
sindzɪnt
ihreˈiːʁə
Äugelein
;
sieziː
schlafenˈʃlaːfn̩
undʊnt
singenˈzɪŋən
dochdɔx
sozoː
feinfaɪ̯n
!
KUCHENKINDER
O
rührʁyːɐ̯
michmɪç
anaːˈʔɛn
,
dassdas
ichɪç
erwachenɛɐ̯ˈvaxn̩
kannkan
!
verlegen
HÄNSEL
Rührʁyːɐ̯
duduː
sieziː
dochdɔx
anaːˈʔɛn
,
ichɪç
trau'
mir's
nichtnɪçt
!
GRETEL
Jajaː
,
streichelnˈʃtʁaɪ̯çl̩n
wirviːɐ̯
diesdaɪs
hübscheˈhʏpʃə
Gesichtɡəˈzɪçt
!
Sie streichelt das nächste Kind, dieses öffnet die Augen und lächelt.
KUCHENKINDER
O
rührʁyːɐ̯
auchaʊ̯x
michmɪç
,
auchaʊ̯x
michmɪç
rührʁyːɐ̯
anaːˈʔɛn
,
dassdas
ichɪç
diedaɪ
Äuglein
öffnenˈœfnən
kannkan
!
Gretel geht streichelnd zu den übrigen Kindern, die lächelnd die Augen öffnen, ohne sich zu rühren; inzwiscben ergreift Hänsel den Wacholder.
HÄNSEL
Hokus
pokus
Holderbusch
!
Schwindeˈʃvɪndə
,
Gliederstarre
,
huschhʊʃ
!
Die Kinder springen auf und stürzen von allen Seiten herbei.
KUCHENKINDER
Habthaːpt
Dankdaŋk
,
habthaːpt
Dankdaŋk
eu'r
Lebenˈleːbm̩
langlaŋ
!
Die Kinder schliessen sich zu einem Ringelreihen um Hänsel und Gretel.
KUCHENKINDER
Diedaɪ
Hexereihɛksəˈʁaɪ̯
istɪst
nunnuːn
vorbeifoːɐ̯ˈbaɪ̯
,
nunnuːn
singenˈzɪŋən
undʊnt
springenˈʃpʁɪŋən
wirviːɐ̯
frohfʁoː
undʊnt
freifʁaɪ̯
!
Kommtkɔmt
,
Kinderleinˈkɪntlaɪ̯n
,
zumt͡sʊm
Ringelreih'n
!
reichtʁaɪ̯çt
alleˈalə
euchɔɪ̯ç
diedaɪ
Händchenˈhɛntçən
feinfaɪ̯n
!
Drumdʁʊm
singtzɪŋt
undʊnt
springtʃpʁɪŋt
,
drumdʁʊm
tanzttant͡st
undʊnt
singtzɪŋt
,
denndɛn
Kuchenheil
unsʊns
allenˈælən
winktvɪŋkt
,
Drumdʁʊm
singtzɪŋt
undʊnt
springtʃpʁɪŋt
usw.
KUCHENKINDER
dassdas
lautlaʊ̯t
derdeːɐ̯
Jubelrufˈjuːbl̩ˌʁuːf
durchdringtˈdʊʁçˌdʁɪŋt
dendeːn
Waldvalt
,
undʊnt
ringsʁɪŋs
erschalltɛɐ̯ˈʃalt
vonfɔn
Lustluːst
derdeːɐ̯
Waldvalt
!
zurücktretend
KUCHENKINDER
Habthaːpt
Dankdaŋk
!
Habthaːpt
Dankdaŋk
!
HÄNSEL
Diedaɪ
Engleinˈɛŋl̩
haben's
imiˈʔɛm
Traumtʁaʊ̯m
gesagtɡəˈzaːkt
iniˈʔɛn
stillerˈʃtɪlɐ
Nachtnaxt
Je vier Kuchenkinder umringen Hänsel und Gretel und verbeugen sich zierlich vor ihnen.
HÄNSEL
wasvas
nunnuːn
sozoː
herrlichˈhɛʁlɪç
derdeːɐ̯
Tagtaːk
hathat
wahrvaːɐ̯
gemachtɡəˈmaxt
.
KUCHENKINDER
Lobloːp
undʊnt
Dankdaŋk
!
GRETEL
Ihriːɐ̯
Engleinˈɛŋl̩
,
diedaɪ
unsʊns
sozoː
treutʁɔɪ̯
bewachtbəˈvaxt
beibaɪ̯
Tagtaːk
undʊnt
Nachtnaxt
,
euchɔɪ̯ç
seizaɪ̯
Lobloːp
undʊnt
Dankdaŋk
fürfyːɐ̯
allaːʔɛlˈʔɛl
diedaɪ
Prachtpʁaxt
,
die hier uns lacht,
GRETEL
diedaɪ
unsʊns
sozoː
wonnig
lachtlaxt
!
HÄNSEL
Ihriːɐ̯
Engleinˈɛŋl̩
,
diedaɪ
unsʊns
sozoː
treulich
bewachtbəˈvaxt
beibaɪ̯
Tagtaːk
undʊnt
Nachtnaxt
,
habthaːpt
Lobloːp
undʊnt
Dankdaŋk
,
habthaːpt
Lobloːp
undʊnt
Dankdaŋk
fürfyːɐ̯
allaːʔɛlˈʔɛl
diedaɪ
Prachtpʁaxt
,
diedaɪ
sozoː
wonnig
unsʊns
lachtlaxt
!
KUCHENKINDER
Habthaːpt
Lobloːp
undʊnt
Dankdaŋk
fürfyːɐ̯
allaːʔɛlˈʔɛl
diedaɪ
Prachtpʁaxt
diedaɪ
hierhiːɐ̯
unsʊns
lachtlaxt
!
Habthaːpt
Dankdaŋk
eu'r
Lebenˈleːbm̩
langlaŋ
!
usw.
Alle drängen sich hinzu, um Hänsel und Gretel die Hände zu schütteln.
ALLE
Habthaːpt
Lobloːp
undʊnt
Dankdaŋk
usw
.
hinter der Szene
DER VATER
Ral-la-la-la
,
ral-la-la-la
,
wärenˈvɛːʁən
dochdɔx
uns're
Kinderˈkɪndɐ
dadaː
!
Ral-la-la-ia
,
ral-la-ia-la-ia
,
Juchjʊx
!
Eiaɪ̯
,
dadaː
sindzɪnt
sieziː
jajaː
!
Der Vater erscheint mit der Mutter im Hintergrunde und hält an, als er die Kinder erblickt.
ihnen entgegeneilend
HÄNSEL
Vaterˈfaːtɐ
!
Mutterˈmʊtɐ
!
ebenso
GRETEL
Vaterˈfaːtɐ
!
Mutterˈmʊtɐ
!
DIE MUTTER
Kinderchenˈkɪndɐçən
!
DER VATER
Dadaː
sindzɪnt
jajaː
diedaɪ
armenˈaʁmən
Sünderchen
!
Frohe Umarmung. Unterdessen haben zwei Knaben die Hexe als grossen Lebkuchen aus den Trümmern des Zauberofens gezogen. Bei ihrem Anblick bricht alles in ein Jubelgeschrei aus.
ALLE
Heihaɪ̯
!
DER VATER
Kinderˈkɪndɐ
,
schautʃaʊ̯t
dasdas
Wunderˈvʊndɐ
anaːˈʔɛn
,
wieviː
diedaɪ
Hexeˈhɛksə
hexenhɛˈkseːn
kannkan
,
wieviː
sieziː
harthaʁt
,
knusperhart
selberˈzɛlbɐ
nunnuːn
zumt͡sʊm
Kuchenˈkuːxn̩
wardvaʁt
!
ALLE
Schautʃaʊ̯t
,
o
schautʃaʊ̯t
dasdas
Wunderˈvʊndɐ
anaːˈʔɛn
,
wieviː
diedaɪ
Hexeˈhɛksə
hexenhɛˈkseːn
kannkan
,
wieviː
sieziː
harthaʁt
,
knusperhart
,
selberˈzɛlbɐ
nunnuːn
zumt͡sʊm
Kuchenˈkuːxn̩
wardvaʁt
!
Die beiden Knaben tragen die Hexe ins Knusperhäuschen.
DER VATER
Merktmɛʁkt
desdɛs
Himmelsˈhɪml̩s
Strafgerichtˈʃtʁaːfɡəˌʁɪçt
:
Böseˈbøːzə
Werkeˈvɛʁkə
dauernˈdaʊ̯ɐn
nichtnɪçt
.
Wennvɛn
diedaɪ
Notnoːt
aufsaʊ̯fs
höchsteˈhøːçstə
steigtʃtaɪ̯kt
,
Gottɡɔt
derdeːɐ̯
Herrhɛʁ
sichzɪç
gnädigˈɡnɛːdɪk
zut͡suː
unsʊns
neigtnaɪ̯kt
!
Jajaː
,
wennvɛn
diedaɪ
Notnoːt
aufsaʊ̯fs
höchsteˈhøːçstə
steigtʃtaɪ̯kt
,
Gottɡɔt
derdeːɐ̯
Herrhɛʁ
diedaɪ
Handhant
unsʊns
reichtʁaɪ̯çt
!
GRETEL, HÄNSEL, DIE MUTTER, KUCHENKINDER
DER VATER
Wennvɛn
diedaɪ
Notnoːt
aufsaʊ̯fs
höchsteˈhøːçstə
steigtʃtaɪ̯kt
,
mit dem Vater
DER VATER
Gottɡɔt
derdeːɐ̯
Herrhɛʁ
diedaɪ
Handhant
unsʊns
reichtʁaɪ̯çt
!
Indem die Kinder einen lustigen Reigen um die Gruppe tanzen, fällt der Vorhang.
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